Autistenspiele

Hinter diesem Ausspruch von Edwin Ruschitzka aus der Spielbox-Ausgabe 6/2015 zum Test von Imperial Settlers verbirgt sich ein interessanter Ansatz zur Diskussion über das Thema Interaktion in Brett- und Kartenspielen. Während der Autor, wie auch seine Kollegen in dieser Ausgabe zu einer Fehleinschätzung dieses Titels kommen, weil sie anscheinend allesamt Vertreter des gleichen Spielertypus sind, gehört Imperial Settlers unterdessen zu einem der beliebtesten Spiele überhaupt. Auf Boardgamegeek gehört es zu den Top 150 besten Spielen und wurde mit diversen Preisen überhäuft. Auch ich gehöre zu den Fans dieses Spiels. Herr Ruschitzka nannte es damals Autistenspiel, weil es über nahezu keine Interaktion zwischen den Spielern verfüge und sämtliche Spieler einfach so vor sich hinspielen, ohne miteinander in irgendeiner Form zu interagieren.

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Spielejahrgang 2009 – 10 Jahre klüger

Ich würde gerne mal ein bißchen in die Vergangenheit Blicken, denn in der intensiveren Beschäftigung zur Vorbereitung auf meinen Blog habe ich meine eigene Spielehistorie aufgearbeitet und so einiges festgestellt. Wie ich zum Beispiel schon in dem ein oder anderem Klassiker-Review festgestellt habe, sind manche Spiele nicht unbedingt gut gealtert, obwohl sie auf die Entwicklung der Spiele einen immensen Einfluß gehabt haben und in meiner Erinnerung auch total super Spiele waren und sind, aber dennoch wirken sie mitunter nicht mehr ganz so frisch wie früher. Bei den Siedlern von Catan, oder Catan, wie es ja nun heißt, ist mir das am extremsten im Kopf geblieben. Das Spiel habe ich früher geliebt und heute wirkt es auf mich einfach nicht mehr ganz so gut wie damals. Spiele haben sich halt sehr extrem weiterentwickelt und wir sind da auch noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. So entstand zumindest die Idee sich mit einzelnen Spielejahrgängen auseinander zu setzen. Zu Beginn, dachte ich mir, schaue ich einmal nur zehn Jahre zurück ins Jahr 2009.

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Ich mach´s allein – Solospiele

Die Geschichte der Solospiele oder des Solospielens, ist eine voller Mißverständnisse. Der Brettspieler an sich gilt in der heutigen Zeit ja zunehmend als Nerd oder Geek. Früher war das, in Deutschland zumindest, noch ein wenig anders, oder trübt mich meine Erinnerung da? In der Familie gelegentlich ein Brettspiel zu spielen, gehörte in einem Haushalt mit Kindern in Deutschland irgendwie immer dazu. Für niemanden galt das als nerdig oder geekig. Ich habe das Gefühl, das sich das gerade ändert. Brettspielen an sich gilt nicht als besonders hip, obwohl es einen enormen Zulauf hat. Man wird gerne mal als Freak abgestempelt. Noch viel schlimmer verhält es sich mit dem Thema des Solospielens. Das gilt sogar noch in den meisten Brettspielerkreisen als seltsam oder zumindest nicht richtig, da sich die meisten ja rühmen Gesellschaftsspiele zu spielen, um in Gesellschaft zu sein. Man fühlt sich gerne als was besseres, als diese ganzen Videospieljunkies, die alleine vor den Bildschirmen versauern und keinerlei soziale Kontakte mehr haben. Das ist natürlich stark überzeichnet. Aber was ist dran am Solospielen? Seltsam oder doch im Trend?

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Arkham Horror Bastelstunde

Es gibt ja so Spiele, meistens sind es Karten- oder Miniaturenspiele, die liefern einem einfach nicht genügend Platz in ihren Verpackungen, um alles vernünftig zu lagern. Manche sind auch einfach unpraktisch, weil sie in ihren Legermöglichkeiten einfach viel zu viel Platz wegnehmen. Ein gutes Beispiel ist da Dominion, dass in regelmäßigen Abständen, neue Editionen auf den Markt bringt und alle Spiele sind immer wieder in einem völlig überdimensionierten Karton untergebracht, so dass man inzwischen mehrere Meter Regalwand verbrauchen würde, wollte man sie alle dort aufstellen. Vor einiger Zeit habe ich an anderer Stelle schon einmal darüber berichtet, wie ich mir selber einen Koffer für alle Karten zurechtgebastelt habe. Heute soll es hier um einen weiteren Vertreter dieser Kategorie gehen, bei dem allerdings alles noch viel schlimmer ist: Arkham Horror – Das Kartenspiel.

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Spiele des Jahres 2018

In diesem Jahr habe ich mich zum ersten mal seit Jahren wieder sehr intensiv mit der Brettspielszene beschäftigt und nicht zuletzt deswegen sehr viele Spiele angesehen und ausprobiert. Natürlich ist es unmöglich sich alle Spiele die so innerhalb eines Jahres erscheinen zu Gemüte zu führen, dafür sind es einfach zu viele. Aber, weil ich mich in diesem Jahr wieder intensiv mit Brett- und Kartenspielen auseinander gesetzt habe, möchte ich in diesem Blog auch die besten Sachen aus diesem Jahr herausstellen, die ich kennenlernen durfte. Das ist wichtig. Es sind die besten Spiele, die ich selber gespielt habe und ich habe natürlich nicht alles gespielt. Viele nehmen auch Essen als Ausgangspunkt für ein neues Spielejahr, was ich nicht mache. In dieser Liste sind nur Spiele vertreten, die im Jahr 2018 erschienen sind. Das Spielejahr war aus meiner Sicht sehr gut, auch wenn so eine Art Überflieger vielleicht nicht dabei war. Aber ich höre mal auf zu Labern und stell euch meine 10 besten Spiele aus diesem Jahr vor.

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Frohes Fest

Heute mal eine nichtspielerische Meldung hier. Ich wünsche allen, die das hier lesen, ein Frohes Fest und melde mich damit mal für ein paar Tage aus dem Netz ab. Weihnachtszeit ist Familienzeit, ist Spielzeit usw. Ein bißchen Weihnachtsurlaub brauchen wir alle und ich bereite viele neue Inhalte vor. Wir lesen uns dann irgendwann in der nächsten Woche wieder, bis dahin besinnliche Festtage und spielt schön miteinander…

Ich glaub das passt nicht…

Heute will ich mal über etwas berichten, was mir erst in letzter Zeit so richtig aufgefallen ist. Ich wohne mit meiner Familie in einer ganz normalen Wohnung, so würde ich zumindest behaupten. Wir haben keinen großen Esszimmertisch, oder gar einen Spieltisch. Wir spielen gern und benutzen in der Regel dazu unseren Wohnzimmertisch, der natürlich nicht besonders groß ist, aber für die meisten Spiele reicht er eigentlich aus. Dachte ich zumindest. Denn in letzter Zeit habe ich das Gefühl das ich schrumpfe… Vielleicht werden die Brettspiele aber auch immer größer. Kann nicht sein, oder habt ihr auch das Gefühl?

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Des Wahnsinns Fette Beute

Endlich Essen! Das Fiebern für die Gamer-Community hat ein Ende. Auch ich war sehr gespannt auf die Messe dieses Jahr, denn im Gegensatz zu den Jahren vorher hatte ich diesmal so einiges auf dem Zettel, was ich sehen wollte. Im letzten Jahr konnte ich aufgrund einer fiesen Grippe leider gar nicht hin und war ein bißchen auf Entzug in diesem Jahr und dann breche ich mir auch drei Wochen vorher noch den Fuss. Das konnte mich aber nicht abhalten dieses Jahr wieder hin zu humpeln, allerdings fiel der Messebesuch nur kurz aus, weil sich der Fuss dann doch meldete und das alles gar nicht mehr lustig fand. Na ja, egal.

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Zu Besuch im Rätselraum Ruhrpott

Inzwischen habe ich ja schon einige Escape Room-Spiele absolviert, aber bisher war es mir nicht vergönnt in einen echten Escape Room zu gehen. Unlängst ergab es sich dann aber endlich durch meinen Arbeitgeber in den Rätselraum Ruhrpott gehen zu können und so kam ich zu meiner ersten realen Escape Room Erfahrung. Ob es sich lohnt und wie ich es im Vergleich zu einem Escape Room Spiel am Wohnzimmertisch finde, werde ich hier versuchen wiederzugeben. Natürlich gibt es keinerlei Spoiler zu den Spielen und zum Raum in dem ich war.

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Kontroverse Spiele – Können Spiele Kunst sein?

Aus aktuellem Anlass und vor der Spiel 2018 wollte ich unbedingt etwas zu diesem Thema schreiben, deshalb fällt das heutige Spieltagebuch leider aus. Der aktuelle Anlass ist meine Beschäftigung mit dem „Spiel“ This War Of Mine, dass ich in meiner Review zum Spiel als Kunst bezeichnet habe. Das möchte ich mal als Auslöser für ein paar generelle Überlegungen zum Thema kontroverse Spiele, oder kontroverse Spielethemen nehmen und es mit dem Kunstbegriff verknüpfen, denn die Spiel 2018 scheint mir ein guter Anlass dafür zu sein denn zum einen wird ein weiteres Kontrovers betrachtetes Spiel, Holding On – Das bewegte Leben des Billy Kerr, dort erscheinen und zum anderen findet dort eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kulturgut Spiel“ statt. Sind Spiele überhaupt ein Kulturgut und dürfen Spiele kontrovers sein?

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