Kinderspiel des Jahres 2019

Tal der Wikinger / Foto: Haba

Heute war es soweit und die Spiel des Jahres Jury verlieh den ersten von drei Preisen im Jahr 2019. Der Preis für das Kinderspiel des Jahres 2019 geht an Tal der Wikinger von Wilfried und Marie Fort aus dem Haba Verlag. Bei dem Geschicklichkeitsspiel lobte die Jury im Besonderen, dass die Autoren sowohl die Geschicklichkeit als auch das taktische Denken herausfordern und das die Mischung von Tal der Wikinger sowohl einzig als auch neuartig sei. Der Spieltroll gratuliert von dieser Stelle ganz herzlich den Autoren und dem Haba Verlag zu seiner vierten Kinderspiel des Jahres Auszeichnung.

Die heimlichen Helden – Brettspiel Illustratoren

Seit geraumer Zeit wollte ich mich schon diesem Thema widmen, weil es in meinen Augen mehr Aufmerksamkeit verdient. Noch immer ist es leider nicht so, dass auf sämtlichen Spieleschachteln auch immer die Illustratoren genannt werden. Die Autoren haben ihren festen Platz, aber Illustratoren werden sehr nebensächlich behandelt. Das finde ich nicht gut und wird vielen auch nicht gerecht. Für manche Spiele sind sie inzwischen sehr wichtig und werten diese erst richtig auf. Bei der diesjährigen Kennerspiel des Jahres-Nominierung zum Beispiel gibt es mit Carpe Diem ein Spiel, bei dem absolut keinerlei modernes Design in das Spiel geflossen ist. Flügelschlag oder Detective, die beiden anderen Nominierten, sind rein optisch passend zur Spielerfahrung gestaltet worden. Gute Illustrationen können zum Kauf anregen und geben den Käufern ein gutes Gefühl ein hochwertiges Produkt gekauft zu haben. Mir macht es deutlich mehr Spaß mit einem schönen Spiel zu spielen und mich während des Spiels an schönen Dingen zu erfreuen. Deshalb möchte ich in meinen heutigen Gedanken mal ein paar tolle Illustratoren vorstellen, die zu den besten ihrer Zunft gehören und für mich Spiele besser machen.

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Spielejahrgang 1988 – Alternativ Innovativ

Diesen Monat habe ich einfach mal ins blaue hinein irgendeinen Jahrgang ausgewählt und mich mit ihm beschäftigt. Die zufällige Wahl fiel auf das Jahr 1988 und wie sich herausstellte kamen jede Menge Erinnerungen wieder hoch, die zu diesem Jahr passten. Vorwegnehmen möchte ich aber, dass 1988 nicht gerade eines der besten Spielejahre war. Überhaupt war die Auswahl an Spielen in dieser Zeit noch immer recht überschaubar und ist in keinster Weise mit heute oder der Zeit vor ein paar Jahren zu vergleichen. Eine Art kleinen Trend gab es aber schon in diesem Jahr. Man hatte erkannt das Spiele mehr sein können, als das bloße Würfeln eines Würfels mit anschließendem Bewegen einer Figur und so kamen alternative Spielkonzepte in den Spielemarkt und mit Barbarossa und die Rätselmeister wurde sogar eines von ihnen zum Spiel des Jahres ausgezeichnet. So besonders viel damit anfangen, konnte ich damals als Dreizehnjäriger aber noch nichts.

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Nominierungen Spiel des Jahres 2019

Heute Mittag war es soweit, die Spiel des Jahres Jury gab im Deutschen Spielemuseum in Chemnitz seine Nomminierungen und Empfehlungslisten für die drei Kategorien des Spiel des Jahres Preises bekannt. Der Preis für das Spiel des Jahres wird 2019 bereits zum vierzigsten Mal verliehen. Am Freitag habe ich meine Glaskugel angeschmissen und mal überlegt, welche Spiele es in diesem Jahr in die Nominierungs- und Empfehlungslisten geschafft haben könnten. So schlecht war meine Auswahl gar nicht wie sich herausstellte, aber ein paar Überraschungen gab es schon noch.

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Ein Blick in die Glaskugel

Dieses Jahr jährt sich die Verleihung zum Spiels des Jahres bereits zum vierzigsten Mal. 1979 begann alles mit der Verleihung des Spielepreises an Hase und Igel. Inzwischen ist er einer der begehrtesten Preise in der Welt der Brett- und Kartenspiele. Am Montag dem zwanzigsten Mai werden wiedereinmal die Nominierungen zum diesjährigen Preis bekannt gegeben. Für mich Zeit die Glaskugel anzuschmeißen und einen Blick hinein zu werfen. Welche Spiele waren im vergangenen Jahr so gut oder besonders, dass man sie in diesem Jahr auszeichnen könnte? Eines ist für mich in diesem Jahr bereits klar: einen großen Favoriten, wie im letzen Jahr mit Azul, gibt es 2019 in meinen Augen nicht.

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Spielejahrgang 2000 – Spielend ins neue Jahrtausend

Nachdem alle Welt die nichteingetretende Apokalypse zum Jahrtausendwechsel verdaut hatte und die Panik vor den Computern sich wieder legte, ging die Spielewelt ihren Gang einfach weiter. Es erschienen weiterhin jede Menge neue Eurogames und es hatte den Anschein das alle Welt auf das neue „Siedler von Catan“ wartete, das einen weltweiten Megaerfolg bringen sollte. Das sollten sie zur Spiel 2000 dann tatsächlich auch bekommen, aber so richtig durchstarten tat es dann erst ein Jahr später: Carcassonne. Ansonsten kamen in diesem Jahr viele erwähnenswerte Spiele heraus, aber kein richtiger Überflieger. Also allen Anschein nach ein langweiliger Spielejahrgang? Nein, denn einige der erwähnenswerten Spiele dürften bis heute bei einigen Spielern auch noch auf den Tisch kommen.

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Preview Seize The Bean

Heute mach ich mir mal ein paar Gedanken zu einem noch nicht erschienenden Spiel. Die Rede ist von Seize The Bean von Quality Beast. Die Veröffentlichung des Spiels ist in der letzten Zeit leider immer wieder ein wenig verschoben worden, ich glaube sie haben ein paar Probleme mit der angestrebten Qualität ihres Spielmaterials, aber so ganz genau weiß ich das tatsächlich gar nicht. Seize The Bean ist ein über Kickstarter finanziertes Spiel über die Cafészene Berlins. Ein recht außergewöhnliches Thema mit anprechendem Spielmaterial und wie ich fand recht außergewöhnlichem Gameplay aus einer Worker-Placement und Engine- und Deck Building Komponente. Aufmerksam wurde ich bereits im Frühjahr des letzten Jahres auf das Spiel und ich habe es bereits in meinen Spielgedanken zu Print & Play Spielen erwähnt, denn die Macher boten zum testen eine Work-in-Progress Version zum Download an. Ich habe mir eine Version gebastelt und möchte euch von dem Spiel und meinen Erfahrungen berichten.

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Spielejahrgang 1995 – Eurogame Invasion

In meiner kleinen Reihe über die Spielejahrgänge der Vergangenheit habe ich mir heute das Jahr 1995 herausgepickt. Dieses Jahr soll in die Geschichte der Spielhistorie als das Jahr der Eurogame Invasion eingehen. Zumindest nennen es die Amerikaner gerne so, weil angefangen mit dem Überflieger dieses Jahres, Die Siedler von Catan, plötzlich eine Welle von Spielen über den großen Teich schwappte, die von ihrem spielerischen Ansatz für den amerikanischen Markt völlig neu waren. In Amerika waren immer schon eher konfrontative Spiele beliebt und leider waren zu dieser Zeit noch viele Spiele von den übelsten Spielmechanismen (Roll & Move, Player Elemination, etc.) durchzogen. Catan eröffnete den amerikanischen Spielern eine völlig neue Art des Spielens, indem sie sich nur passiv aggressiv begegneten und es in den meisten Fällen um den Aufbau und das Erschaffen von etwas geht, dass zu guter letzt mit dem Erwerb von Punkten einhergeht, die einen Vergleich zwischen den Spielern ermöglichen und nicht dazu führen das Spielrunden solange gespielt werden müssen, bis nur noch ein Spieler übrig bleibt und der Rest sich vor dem Fernseher versammelt.

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Druckst du noch, oder spielst du schon? – Print & Play

Heute möchte ich mich mit einem Thema beschäftigen, dass viele Jahre komplett an mir vorbei ging, obwohl es schon lange existiert und das mir erst im Zuge einiger Kickstarterkampagnen wieder ins Gedächtnis zurück kam. Die Rede ist von Print & Play – Spielen. Einige werden wissen worum es hier geht, für andere wird es etwas völlig neues sein, denn Print & Play – Spiele sind nicht gerade Mainstream, sondern ein recht nischiges Thema in unserem Hobbybereich. Ich finde allerdings, das es ein durchaus faszinierendes Thema ist, da man hier die Möglichkeit hat sich selbst einzubringen und ästhetische Modifizierungen einzufügen, da man im Endeffekt das Spiel selbst zusammenbaut. Im Print & Play Bereich gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Vom Solospiel, über kleine Zweipersonenperlen bis hin zun komplexen Strategiekrachern wird einem alles geboten und die Technik entwickelt sich natürlich auch weiter und hält in diesem Bereich in der Zukunft bestimmt noch einige Überraschungen parat.

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Autistenspiele

Hinter diesem Ausspruch von Edwin Ruschitzka aus der Spielbox-Ausgabe 6/2015 zum Test von Imperial Settlers verbirgt sich ein interessanter Ansatz zur Diskussion über das Thema Interaktion in Brett- und Kartenspielen. Während der Autor, wie auch seine Kollegen in dieser Ausgabe zu einer Fehleinschätzung dieses Titels kommen, weil sie anscheinend allesamt Vertreter des gleichen Spielertypus sind, gehört Imperial Settlers unterdessen zu einem der beliebtesten Spiele überhaupt. Auf Boardgamegeek gehört es zu den Top 150 besten Spielen und wurde mit diversen Preisen überhäuft. Auch ich gehöre zu den Fans dieses Spiels. Herr Ruschitzka nannte es damals Autistenspiel, weil es über nahezu keine Interaktion zwischen den Spielern verfüge und sämtliche Spieler einfach so vor sich hinspielen, ohne miteinander in irgendeiner Form zu interagieren.

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