Onitama

Onitama / Foto: Spieltroll

Abstrakte Strategiespiele führen ein kleines nieschiges Dasein im großen Spielekosmos. Woran das liegt kann ich gar nicht so genau sagen. Meine Vermutung ist, dass man natürlich sehr lange üben muß, um in einem abstrakten Strategiespiel Erfolg zu haben. Wer sich einmal etwas intensiver mit Schach oder Go beschäftigt hat, wird wissen, was ich meine. Deshalb haben neue Spiele, die sich in diesem Sektor aausprobieren wollen es wahrscheinlich auch etwas schwerer, als Spiele im normalen Segment. Außerdem gibt es wahrscheinlich nicht so viele Spieler in diesem Bereich. Vor ein paar Jahren kam aber ein Spiel auf den Markt, was für all diejenigen interessant sein dürfte, die sich gerne mit solchen Spielen beschäftigen. Onitama mutet ein bißchen an, wie ein japanisches Schachspiel und in der Tat kann man es am ehesten auch so beschreiben. allerdings verfügt es über ein weiteres Element, was bei Freunden dieses Genres, wenn nicht gleich auf Ablehnung, dann zumindest aber auf Skepsis stößt: Karten. „Sowas gehört nicht in ein abstraktes Strategiespiel“, höre ich da doch schon wieder die ersten unken! „Doch!“, sage ich und kann nur allen empfehlen mal eine Kleinigkeit über den Tellerrand hinauszuschauen.

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Klassiker – Dominion

Dominion / Foto: Spieltroll

In meiner kleinen Reihe der Klassiker der Spielegeschichte soll es heute um einen noch recht neuen Vertreter gehen. Dominion ist sozusagen ein moderner Klassiker, denn die Originalausgabe auf Englisch ist erst im Jahr 2008 erschienen und die deutsche Version feiert in diesem Jahr ihren 10-jährigen Geburtstag. In dieser Kategorie stelle ich Spiele vor, beziehungsweise schreibe meine Meinung zu Spielen auf, von denen ich denke, dass sie ein jeder einmal ausprobiert haben sollte, oder solche, die für bestimmte Genres etwas ganz besonderes darstellen. Dominion punktet hier gleich in beiden Kategorien, denn ich bin der Meinung, wer dieses Meisterwerk von Donald X. Vaccarino noch nie gespielt hat, sollte definitiv etwas nachholen und Dominion brachte eine neue Spielmechnik, das Deck-Building, massentauglich auf den Spielemarkt, die heute gar nicht mehr wegzudenken ist. Es hat also auch Spielhistorisch eine gewisse Relevanz.

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Einbiegen auf die Zielgerade – Update Spieltagebuch Pandemic Legacy – Season 1

Endlich können wir einen Fortschritt gegenüber der Ereignisse in Pandemic Legacy verzeichnen. Wir können es bekämpfen und werden zurückschlagen. In Partie Nummer 18 fühlt es sich endlich so an, als würde man nicht ständig einer Bedrohung hinterherrennen, sondern könnte Gegenmaßnahmen ergreifen. Das es dabei aber leider nicht ohne Opfer von statten geht, lernen wir erneut in der achtzehnten Partie der Season 1 von Pandemic Legacy. Das Ende ist nah. Was wird es für eines sein? Wie immer gilt absoluter Spoileralarm.

Spirit Island

Spirit Island / Foto: Spieltroll

Ich hatte ja schon damit gerechnet, dass es passieren würde, aber dann doch schon so bald… das war nicht geplant! In meiner Spiele des Jahres 2018 Liste sind nur Spiele vertreten,  die in 2018 erschienen sind und die ich gespielt habe. Leider habe ich es im letzten Jahr bis zum Schluß nicht geschafft Spirit Island zu testen. Mir war ja schon klar, dass es ein ganz heißer Kandidat für die besten Spiele des Jahres sein wird, aber ich habe es leider zeitlich nicht hinbekommen. Also hole ich das dieses Jahr nach und werde bei dem entsprechenden Beitrag noch irgendeine kleine Anmerkung machen, denn Spirit Island nimmt diese Top 10 im Sturm und setzt sich meiner Meinung nach an die Spitze.

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Spieleabend #9

Endlich wieder Spieleabendzeit! Lange, lange ist es her, gefühlt eine halbe Ewigkeit, dass wir mit unseren Arbeitskolegen den letzen Spieleabend veranstaltet haben. Das war tatsächlich noch vor der Messe in Essen 2018. Danach gab es diverse Hindernisse, wie Umbaumaßnahmen, Urlaub und Terminschwierigkeiten, die uns vom gemeinsamen Spielen abhielten. Aber in der letzten Woche war es dann endlich wieder soweit und wir gaben uns dem hemmungslosen Zocken hin. Auch dieses Mal schafften wir tatsächlich nur vier Spiele, denn es wurde viel gequatscht, gegessen und getrunken. Aber Spaß hat es wie immer gemacht.

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Illusion

Illusion / Foto: Spieltroll

Der Spieleautor des letzten Jahres dürfte ohne Zweifel Wolfgang Warsch gewesen sein. Bis zur Nürnberger Spielwarenmesse des Jahres 2018, hatte er gerade mal zwei Spiele bei Verlagen untergebracht und diese hatten gelinde gesagt nicht den größten Erfolg. 2018 änderte sich das aber schlagartig, denn er schaffte das Kunststück mit drei Spielen für die begehrten Spiele des Jahres Preise nominiert zu sein und gewann in der Kennerspiel-Kategorie, wo er mit Die Quacksalber von Quedlinburg und Ganz Schön Clever nominiert war. The Mind war in der Familienspiel-Kategorie nominiert, konnte den Titel aber nicht gewinnen. Ein viertes Spiel, das zeitgleich erschien, konnte ebenso viele Fans gewinnen und ist heute auch recht bekannt. Es handelt sich um Illusion, das wahrscheinlich nicht nominiert wurde, da es ein bekanntes Spielprinzip in einem neuen Gewand präsentiert und deshalb wohl als nicht so innovativ gelten dürfte. Illusion, dass beim Nürnberger Spielkartenverlag erschienen ist, gehört aber in die Kategorie Spiel, die man immer mal Zwischendurch spielen und die man jedem in unter fünf Minuten beibringen kann.

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Update für das Spieltagebuch zu Pandemic Legacy – Season 1

Wir nähern uns mit großen Schritten dem Ende der Season 1 von Pandemic Legacy. Dies ist nun schon die 17. Partie und wir sind im Oktober angekommen. Nach drei verlorenen Partien in Folge muss nun unbedingt ein Sieg her, wenn wir nicht die Box der Schande, wie wir sie nennen, öffnen wollen/müssen. Seit dem Beginn von Season 1 prangt dieser Aufkleber auf einer Schachtel im Karton und droht bei vier Niederlagen in Folge mit einer Schmach. Wir setzen zumindest alles dagegen, dieser Schmach auch in Partie 17 zu entgehen. Spoileralarm!

Welcome to…

Welcome To / Foto: Spieltroll

Um Verwirrung zu vermeiden, ich bin mir nicht ganz sicher, wie dieses Spiel offiziell genannt wird. Ich würde behaupten, Welcome to your perfect Home ist der Titel dieses Spiels. Die Designer nennen es in ihrer Anleitung, auf die ich später noch eingehen werde, Welcome. Auf Boardgamegeek steht das Spiel unter Welcome to… in der Datenbank. Ich habe mich daher dafür entschieden es mit Boardgamegeek zu halten und es mit den drei Punkten abzukürzen. Welcome to… ist ein Roll and Write-Spiel ohne Würfel und dafür mit Karten. Also eigentlich eher ein Draw and Write-Spiel, auch wenn es wahrscheinlich niemand so nennen würde. Also kurz gesagt, man zieht Karten und notiert etwas auf einem Zettel. So! Das klingt uninteressant? Stimmt! Welcome to… ist allerdings alles andere als uninteressant… Ach, lest einfach weiter…

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Dragon Castle

Dragon Castle / Foto: Spieltroll

Mahjong habe ich auf dem Handy oder Smartphone immer sehr gerne gespielt, auch wenn das Teilchen-Rätselspiel mit dem richtigen Mahjong eigentlich nichts zu tun hat, so benutzt es immerhin die schönen Steine um verschiedenste Formen aufs Brett zu legen, die wir als Spieler versuchen müssen bis zum letzten Stein abzubauen, indem wir immer passende Pärchen bilden. Nun haben sich mit Dragon Castle, Horrible Games dieser Mahjong-Variante angenommen und daraus ein, durch diese Mahjong-Spiele inspiriertes, neues Brettspiel für bis zu vier Personen konzipiert. Jeder der einmal eine aufgebaute Partie Dragon Castle gesehen hat, wird das kaum leugnen können. Aber das Spiel weisst nur einige Ähnlichkeiten auf, spielt sich ansonsten aber ganz anders und gehörte für mich zu den interessantesten Releases des Jahres 2017.

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Hexenhaus

Hexenhaus / Foto: Spieltroll

Hexenhaus von Phil Walker-Harding als thematisches Weihnachtsspiel anzusehen, wäre ziemlich fatal, denn es bewegt sich zwar in märchenhaften Regionen und es geht um Lebkuchenhäuser, die man bei uns traditionell in der Weihnachtszeit auf den Tisch bringt, aber man würde Hexenhaus nicht gerecht werden. Phil Walker-Harding ist für mich ein wahnsinnig guter Designer, der schöne thematische Spiele macht, die niemals zu schwierig sind und oftmals sogar eher leicht wirken, die aber dafür umso mehr Spaß machen. Mit Sushi Go! stellte er das schon unter Beweis und auch Hexenhaus, wirkt auf den ersten Blick wie Kinderspiel. Das es das nicht ist, lässt alleine die im Hintergrund versteckte düstere Thematik erkennen. Die Hexe im Lebkuchenhaus fängt Fabelwesen und steckt sie in Käfige, um wohl was mit ihnen zu tun? Ja genau, Hänsel und Gretel kennen sich da genauer aus, weswegen sie ja auch dringend vor der Hexe fliehen wollten.

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