Die heimlichen Helden – Brettspiel Illustratoren

Seit geraumer Zeit wollte ich mich schon diesem Thema widmen, weil es in meinen Augen mehr Aufmerksamkeit verdient. Noch immer ist es leider nicht so, dass auf sämtlichen Spieleschachteln auch immer die Illustratoren genannt werden. Die Autoren haben ihren festen Platz, aber Illustratoren werden sehr nebensächlich behandelt. Das finde ich nicht gut und wird vielen auch nicht gerecht. Für manche Spiele sind sie inzwischen sehr wichtig und werten diese erst richtig auf. Bei der diesjährigen Kennerspiel des Jahres-Nominierung zum Beispiel gibt es mit Carpe Diem ein Spiel, bei dem absolut keinerlei modernes Design in das Spiel geflossen ist. Flügelschlag oder Detective, die beiden anderen Nominierten, sind rein optisch passend zur Spielerfahrung gestaltet worden. Gute Illustrationen können zum Kauf anregen und geben den Käufern ein gutes Gefühl ein hochwertiges Produkt gekauft zu haben. Mir macht es deutlich mehr Spaß mit einem schönen Spiel zu spielen und mich während des Spiels an schönen Dingen zu erfreuen. Deshalb möchte ich in meinen heutigen Gedanken mal ein paar tolle Illustratoren vorstellen, die zu den besten ihrer Zunft gehören und für mich Spiele besser machen.

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Carpe Diem

Carpe Diem / Foto: Spieltroll

Nach einer kleinen Pfingstpause geht es diese Woche wieder los. Den Anfang soll Carpe Diem aus dem Ravensburger/Alea-Verlag machen. In der Vergangenheit haben sowohl Stefan Feld, als auch die Alea-Sparte aus dem Ravensburger Verlag für einige gute Spiele gesorgt, manche sind sogar zu weltweiten Klassikern geworden. Mit den Burgen von Burgund haben die beiden auch früher schon ein Spiel zusammen veröffentlicht. In diesem Jahr sorgen sie mit Carpe Diem erneut für Furore, allerdings eher im negativen Sinn. Wir haben es hier nämlich mit einem recht zwiespältigen „Produkt“ zu tun. Ich sage bewusst Produkt, weil es hier nicht nur um das Spiel an sich gehen wird, sondern um das gesamte Paket. Carpe Diem hat es inzwischen sogar auf die Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres 2019 geschafft, was die Kontroverse nur noch auf ein weiteres Level hievt. Aber fangen wir wie immer Vorne an!

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Rajas of the Ganges

Rajas of the Ganges / Foto: Spieltroll

Inka und Markus Brand sind seit Jahren Garanten für schön gefeiltes Gameplay, dass durch abwechslungsreiche, schön verzanhnte Mechnismen glänzt. So auch im hier vorliegenden Fall von Rajas of the Ganges, bei dem wir uns ins indische Mogulreich begeben und versuchen uns als Landesherrscher zu behaupten indem wir zwischen Ansehen und Reichtum abwägen müssen. Auch dieses Spiel der Brands, soviel sei vorweg gesagt, braucht, wenn man es mit der vollen Besetzung spielen möchte wieder recht viel Tischfläche. Dafür sieht das farbenfrohe Spielmaterial auf dem Tisch absolut fantastisch aus, denn beim auspacken fallen uns sofort jede Menge bunte Würfel, Plättchen und Spielfiguren in die Hände und der Spielplan sucht seinesgleichen an Detailvielfalt. Der Ersteindruck kann erschlagen, aber wie sind die Regeln?

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Patchwork

Patchwork / Foto: Spieltroll

Meine Frau wollte so eine Patchwork-Decke immer schonmal selber anfangen, aber als sie dann vor Jahren auf Patchwork von Uwe Rosenberg gestoßen ist, war sie recht fasziniert von diesem Spiel. Wir haben es uns aber dann doch erst Jahre später zugelegt, inzwischen gibt es weitere Varianten zu kaufen, aber wir bleiben beim Original. Patchwork ist eine Art Puzzlespiel nur für zwei Spieler, die sich gegenseitig die besten Teile für ihre Decken streitig machen. Dabei gilt es sorgsam mit seinen Knöpfen umzugehen, denn wer nicht mehr genügend hat, kann keine guten Teile mehr kaufen. Uwe Rosenberg hat mit diesem Spiel angefangen sich für Puzzlespiele zu interessieren und hat in den nachfolgenden Jahren gleich eine ganze Serie von Spielen in diesem Genre herausgebracht.

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Splendor

Splendor / Foto: Spieltroll

Heute mal ein etwas älteres Spiel, das es seit kurzem in einem neuen Gewnd wieder zu kaufen gibt. Splendor sorgte 2014 für einigen Wirbel in der Spieleszene, denn es brachte einen neuen Verlag mit einem Paukenschlag auf die Landkarte der Spieleszene. Die Rede ist von den Space Cowboys aus Frankreich, die sich erst 2013 gegründet hatten. Splendor bekam auf Anhieb eine Nominierung für das Spiel des Jahres 2014. Von nun an horchte man auf, wenn der französische Verlag ein neues Spiel auf den Markt brachte. So wie das Bild links, sieht die neue Verpackung aus und verrät niemandem auf den ersten Blick mehr das Thema dieses Spiels, indem es eigentlich um die Produktion, den Erwerb und Verkauf von Edelsteinen geht. Aber das Thema von Splendor war noch nie besonders stark, dafür ist das einfache Spielprinzip umso genialer und findet in dieser neuen Verpackung seine Neuauflage.

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