#50 Was ist eigentlich? – Ludothek

Ein Jubiläum! Ala ich diese Kategorie im letzten Jahr startete, hätte ich noch nciht gedacht, dass sie mich so lange begleiten wird. Die ersten 50 Ausgaben sind geschafft und wenn ich noch ein wenig darüber nachdenke, finde ich bestimmt noch mindestens 50 weitere Begriffe aus dem Brett- und Kartenspiel-Kosmos, die man Interessierten Menschen erklären kann und vielleicht sogar muss, wenn man dieses Hobby verbreiten möchte. Denn wo immer sich Gleichgesinnte treffen und sich mit Dingen beschäftigen entsteht eine Terminologie, die für Außenstehende nicht immer einfach zu verstehen ist. Was für die einen mit der Zeit selbstverständlich wird, ist für diese anderen ein Kauderwelsch sondergleichen. Das gilt für Brettspiele genauso wie für andere Bereiche. Deshalb werde ich diese Serie auch weiter jede Woche fortführen, bis mir nichts mehr einfällt. Ich möchte die 50. Ausgabe auch dazu nutzen einen Aufruf zu starten und mir mails zu schreiben (spieltroll@spieltroll.de) oder Kommentare zu hinterlassen, wenn euch hier noch Begriffe fehlen sollten, die unbedingt erklärt werden müssen. Ach ja, heute geht es übrigens um die Ludothek.

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A Thief´s Fortune

A Thief’s Fortune / Foto: Spieltroll

Schon 2018 erschien A Thief´s Fortune von Artipia Games in englischer Sprache. Damals habe ich ein paar Besprechungen zu dem Spiel gesehen und fand es ziemlich faszinierend. Leider erreichte es keine größere Aufmerksamkeit und versank ziemlich lautlos im Meer der Spieleveröffentlichungen. Irgendwie mochte das Spiel wohl keiner so richtig. Zwei Jahre vergaß auch ich, dass A Thief´s Fortune überhaupt existierte. Dann hörte ich plötzlich davon, dass ein kleiner deutscher Verlag namens Taverna Ludica das Spiel nach Deutschland bringen wollte. Zur SPIEL.digital 2020 erschien das Spiel dann tatsächlich und ich habe es mir endlich besorgt. Wer sich das Cover anschaut kann sich dem Eindruck eines Prince of Persia Brettspiels kaum erwehren, und ja, wir Spielen einen Dieb und agieren mit der Zeit. A Thief´s Fortune ist ein ziemlich einzigartiges Spiel, das allein von der Beschreibung her schon interessant ist. Es spielt mit der Zeit ohne auch nur im geringsten ein Echtzeitspiel zu sein. Aber macht euch doch selbst ein Bild, ich versuche mal das Spielgeschehen zu beschreiben.

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Anno 1800 – Das Brettspiel

Anno 1800 – Das Brettspiel / Foto: Spieltroll

Zum Ende des letzten Jahres habe ich es leider nicht ganz geschafft zu allen Spielen, die in meiner Bestenliste von 2020 aufgetaucht sind eine Review zu verfassen. Viele der Spiele konnte ich leider erst zum Ende von 2020 bekommen und danach ausgiebig spielen. Einer dieser Fälle ist die Brettspielumsetzung des Computerspiels Anno 1800 von Martin Wallace. Die Tatsache, das Anno 1800 in meiner Bestenliste auftauchte, nimmt das Fazit natürlich schon vorweg, aber ich möchte natürlich auch noch ein paar Worte mehr dazu verlieren, warum dieses, auf den ersten Blick so ungewöhnliche Projekt, bei mir so gut ankam. Warum ungewöhnlich? Nun ja, Martin Wallace ist ein Spieldesigner der in seiner Vergangenheit eher durch recht komplexe Spiele in Erscheinung getreten ist (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel). KOSMOS als Verlag eher nicht. Die Annoserie hat durchaus das Potential zu einem komplexen Brettspiel verarbeitet zu werden, allerdings beinhaltet die Spieelserie auch Elemente, die wenn man sie alle zusammen in ein Brettspiel stecken würde, wohl den Rahmen sprengen würden. Wie sollte das also alles gelingen? Die Antwort kann für meinen Geschmack nur lauten: ziemlich gut!

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Roll Player – Fiends & Familiars Erweiterung

Roll Player – Fiends & Familiars Erweiterung / Foto: Spieltroll

Vor Kurzem erst habe ich die erste Erweiterung für Roll Player hier besprochen. Roll Player ist ein Spiel, dass jeder, der schoneinmal ein Rollenspiel am Computer oder als Pen & Paper Variante gespielt hat, dringend ausprobieren sollte, denn thematisch beschäftigt es sich mit der Charaktererschaffung. Einem Teil des Rollenspiels, dem große Bedeutung zu kommt. Das Spiel macht ein Optimierungspuzzle aus dem Vorgang und fordert die Spieler dazu auf, das beste aus den gegebenen Möglichkeiten herauszuholen. Die erste Erweiterung brachte einen völlig neuen Teil ins Spiel, der sich damit beschäftigt, die erstellten Charaktere auch nebenbei auf Monsterjagd zu schicken. Eine Erweiterung, die ich rückblickend als essentiell bezeichnen würde. Zur SPIEL.digital 2020 erschien bereits die zweite Erweiterung Fiends & Familiars, die das Spiel nocheinmal um weitere Komponenten erweitern soll. Fiends & Familiars ist rein optisch eine weitere große Erweiterung, die nicht nur neue Komponenten mitbringt, sondern auch das ohnehin schon sehr variantenreiche Spiel nocheinmal um weitere Vielfalt erweitert.

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#49 Was ist eigentlich? – Rondell

Die meisten von euch dürften eine Ahnung haben, was mit Rondell gemeint ist, auch wenn sie vielleicht gar nicht wissen, woher der Begriff ursprünglich kommt. Der Rondell-Mechanismus, oder sagen wir besser, Rondelle als Mechaniken, erfreuen sich momentan wachsender Beliebtheit und kamen in den letzten Jahren in immer mehr Spielen zum Einsatz. Wie genau funktionieren diese Rondell-Mechanismen? Gibt es Unterschiede und was ist das Besondere an ihnen?

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Die Insel der Katzen

Die Insel der Katzen / Foto: Spieltroll

Ich weiss noch irgendwann 2019 hieß es plötzlich überall, die Insel der Katzen wäre ein ziemlicher Kracher. Gleichsam Familienspiel, aber auch für Vielspieler interessant. Eine schöne Verschmelzung von verschiedenen Mechanismen sollte es sein. Der Hype war relativ groß und es dauerte noch bis ins Jahr 2020, bis das Spiel bei Skellig Games auf Deutsch erschien. Ich war ziemlich angefixt von der Beschreibung der Mechanismen dieses Spiels. Ein bunter Mix aus Drafting-Spiel mit Puzzlelementen sollte es sein. Die Optik kam auch ganz gelungen rüber, aber ist das Spiel wirklich so gut? Frank West, der Autor, war mir bisher eigentlich nur durch sein Vorgängerspiel The City of Kings bekannt. Das aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Meine Frau gab unterdessen zu bedenken, dass das alles egal ist, denn es gab ein unschlagbares Argument für dieses Spiel: Katzen! Ich bin zwar eher ein Hundemensch aber auch wir haben eines dieser seltsamen Lebewesen als Mitbewohner. Na ja, wir sind Dosenöffner und Streichelsklaven. Aber ich schweife ab. Schauen wir uns die Insel voller Katzen einmal etwas genauer an.

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Bilderrätsel für Spielenerds #25

Auch im neuen Jahr gibt es wieder Bilderrätsel. Die dritte Reihe neigt sich langsam dem Ende zu. Ihr wisst, alle drei Wochen erscheint eine Ausgabe, solange bis wir das Alphabet für die ABC-Rätsel einmal durchgerätselt haben. S, T und U sind in dieser Woche dran und eröffnen das neue Jahr für die Rätselfreunde. Nicht lange rumgeschwafelt, schaut euch die Rätsel an.

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Pocket Detective – Fall #01: Mord auf dem Campus

Pocket Detective – Fall #01: Mord
auf dem Campus / Foto: Spieltroll

Im letzten Jahr erregten die kleinen Pocket Detective Spiele von Schmidt die Aufmerksamkeit von meiner Frau und mir. Für gute Detektivspiele sind wir immer zu haben. Schmidt hat sich die ersten beiden Fälle der Serie des russischen Autoren Yury Yamshchikov für die Veröffentlichung auf Deutsch gesichert. Aufgrund der Beschreibung kam mir das ganze Spielgeschehen irgendwie bekannt vor. Es sollte Ähnlichkeiten zu Decktective aufweisen und auch die Sherlock Kartenspiele wurden immer wieder genannt, aber nachdem ich mir das ganze dann etwas näher angeschaut habe muß ich sagen, es hat genug Eigenständigkeit um für sich selbst zu stehen und hat mit den Vorhergenannten eigentlich nur eines gemeinsam und das ist die Tatsache das alle Kartenspiele mit Detektivthema sind. Nicht mehr. Pocket Detective erinnert mich dabei schon eher an ein Vorbild aus vergangenen Tagen: Sherlock Holmes Criminal Cabinet. Bevor jetzt alle ausrasten, ich nehme es vorweg, es ist nicht annähernd so gut und dann doch auch wieder komplett anders! Häh?! Lasst es euch erklären.

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#48 Was ist eigentlich? – Tappen/Erschöpfen

Heute soll es in der Reihe der Begriffserklärungen um einen Begriff gehen, den man ganz beiläufig innerhalb eines Spiels mit Karten benutzt und darum, wo der Begriff eigentlich herkommt. Wobei der zweite Teil nur das wiedergeben wird, wie ich es in meiner spielerischen Laufbahn selbst erlebt habe. Ob das der Wahrheit entspricht kann ich nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Allerdings habe ich auch nichts Gegenteiliges dazu gefunden. Also, wenn ihr etwas anderes zu dieser Begrifflichkeit beizutragen habt, dann immer schön in die Kommentare damit.

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7 Wonders Duel – Agora Erweiterung

7 Wonders Duel – Agora
Erweiterung / Foto: Spieltroll

Eines der wohl besten Spiele für zwei Personen bekam vor kurzem, für mich überraschend, nach vier Jahren doch noch eine zweite Erweiterung. Antoine Bauza und Bruno Cathala liefern uns nach den Göttern als Pantheon-Erweiterung nun den Senat der antiken Stadt, die wir in diesem Spiel aus dem Boden stampfen. Erneut eine Ergänzung die wiedereinmal Sinn macht und thematisch gut passt. Das Grundspiel an sich ist zwar schon ausreichend gut und bietet ein mehr als gelungenes Spiel, aber Pantheon ergänzte vor vier Jahren das Spielprinzip sehr gut. Es brachte ein paar kleine Ergänzungen mit sich, ohne das Spiel stark zu verändern. Sogar das ergänzende „Spielbrett“ fügte sich organisch in das Spiel ein. Die Hoffnung besteht also, dass die beiden Autoren mit Agora eine ähnliche Erweiterung abliefern werden. Ich bin auf jeden Fall mehr als gespannt, denn 7 Wonders Duel gehört zu meinen absoluten Lieblingsspielen.

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