Detective Stories: Fall 3 – Stillsee

Detective Stories: Fall 3 – Stillsee / Foto: Spieltroll

Nachdem ich im letzten Jahr recht unverhofft zu Fall eins dieser Serie, das Feuer in Adlerstein gekommen bin, haben wir uns, weil uns der erste Teil sehr gut gefallen hat, auf der Spiel in Essen den dritten Fall gegönnt, der zu diesem Zeitpunkt brandneu war. Bis jetzt, ins neue Jahr hinein, haben wir es ausgehalten und den eingeschweißten Karton in unserem Spieleschrank stehen gelassen, um ihn an einem verregneten Sonntagnachmittag zu erleben, denn spielen kann man das halt nur bedingt nennen. Die Detective Stories sind genau das was ihr Name aussagt, eine Detektivgeschichte, in der wir der handelnde Detektiv sind und versuchen müssen anhand der Informaionen, die uns in dieser Schachel zur Verfügung gestellt werden, den vrliegenden Fall zu lösen. Dazu können wir alle Hilfsmittel zur Verfügung nehmen, von denen wir denken, dass sie hilfreich sein könnten. Ein Spiel mit hohem Immersionsgrad, aber ist Stillsee genauso gut wie Das Feuer in Adlerstein?

Worum geht es ?

Hier wird natürlich nicht gespoilert, also werdet ihr nur vage Informationen bekommen. Grob gesagt, spielen wir hier einfach uns selbst. Wir bekommen einen Brief und werden so in die Ereignisse um einen Mord an einem Fußballprofi, der im Stillsee treibend aufgefunden worden ist, hineingezogen. Ein uns aus bereits aus dem ersten Fall bekannter Journalist wird beschuldigt diesen Mann umgebracht zu haben, denn unweit der Leiche wurde sein Motorboot gefunden. Er bittet uns erneut um Hilfe weil er behauptet unschuldig hinter Gittern zu sitzen.

Stillsee – Spielmaterial / Foto: Spieltroll

Wie läuft das ab ?

Genauso ungewöhnlich wie schon im ersten Teil, denn das Spiel verfügt über keinerlei Regelbuch. Wozu auch? Es gibt ja auch keine Regeln! Lediglich ein kleiner Zettel weisst uns an einen Brief zu lesen und den beigefügten Zettel für Notizen zu benutzen, um Verdächtige, Beweise, Alibis usw. zu notieren. Nachdem wir meinen, wir hätten den Fall gelöst, nennt uns dieser Zettel noch eine Internetadresse auf der wir unsere Lösung überprüfen können. Das ist alles. Danach haben wir komplett freie Hand, was auch gut ist und uns zu einem sehr glaubwürdigem Erlebnis führt.

In der Schachtel finden wir zunächst noch eine Aktenmappe und einiges an anderem Material, wie den Abriss eines Tickets, den Flyer eines Bootsfestes, einen Anhänger, Visitenkarte, Fotos und so weiter und so fort. Auf den ersten Blick ist das ziemlich viel und es wirkt vor allem glaubwürdig und echt. Am Anfang kann man sich ein wenig erschlagen fühlen, aber glaubt mir, man findet sich schnell zurecht, wenn man ein wenig in den Unterlagen herumstöbert. Schon bald kann man erste Verdächtige sicher ausschließen und entdeckt immer wieder neue Zusammenhänge. Weitere Verdächtige tauchen auf und wollen ausgeschlossen werden. Das ganze wirkt authentisch und man findet sich schon recht bald in seinem eigenen „Tatort“ wieder. Wir müssen solange weiter ermitteln, bis wir nur noch einen Verdächtigen übrig behalten. Dabei kann der Teufel schon im Detail stecken, aber das macht einen guten Detektiv halt aus.

Falls man einmal nciht weiterkommt, so gibt es auf der Internetseite, auf der man auch die Lösung findet, zahlreiche Hinweise, die einem einen Schubs in die richtige Richtung weisen können. Im Gegensatz zum ersten Fall „Das Feuer in Adlerstein“ muss man hier keinen Facebook-Zugang mehr haben, um den Fall lösen zu können, ein Internet-Zugang reicht vollkommen aus und den sollte man auch haben, denn es gibt einige Webseiten zu besuchen und auch zusätzliche Informationen kann man sich hier und da holen.

Das Fazit

Wie immer fällt eine Rezension zu einem solchen Spiel ein wenig kürzer aus, da ich nichts spoilern will, aber auch bei diesem Fall lohnt sich die Erfahrung meiner Meinung nach. Insgesamt fanden wir den ersten Fall ein kleines bißchen besser, was aber nur an zwei kleinen Details liegt. Zum einen ist ein Hinweis recht undeutlich versteckt, so dass ein Zusammenhang den wir vermutet hatten leider erst recht spät verfiziert wurde und zum zweiten befindet sich in unserer Version ein Fehler, den wir leider erst zu spät bemerkten, als wir auf die Internetseite nach Hilfe suchten, weil wir nicht weiterkamen. In der ersten Version ist einer der Handouts fehlerhaft und man kann sich die neue Version herunterladen. In späteren Auflagen wurde der Fehler angeblich schon behoben. Leider ein ärgerlicher Fehler. Der Schwierigkeitsgrad ist genau richtig austariert. Niemals zu schwierig und allein durch die Hülle der zu untersuchenden Informationen komplex genug. Weitere Fälle werden definitv den Weg in unser Wohnzimmer finden und ich kann das Erlebnis nur empfehlen.


  • Verlag: iDVenture
  • Autor(en): Alexander Krys
  • Illustrator(en): Alexander Krys
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • Spieleranzahl: 1-5 Spieler
  • Dauer: je nach Spieleranzahl (90-180 Minuten)

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