Exit – Das Spiel

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Exit – Die verlassene Hütte / Foto: Spieltroll

Seit 2016 bereits veröffentlichen Inka und Markus Brand beim Kosmos Verlag die äußerst beliebte Escape-Room Spieleserie „Exit“ und nachdem der Hype in der realen Welt langsam schon wieder abebbte, fing in der Spielewelt erst alles an. Bis heute sind bereits über zehn verschiedene dieser Exit-Spiele erschienen. Im Jahr 2017 konnten die beiden sogar den Kennerspiel des Jahres Preis mit nach hause nehmen. Auf viele wirkte das Konzept des Wegwerfspiels zunächst genauso befremdlich wie dereinst der Legacygedanke. Grundidee des Spiels ist es nämlich, für all diejenigen, die die Exit-Reihe noch nicht kennen sollten, dass man mitunter sämtliche Komponenten des Spiels benötigt, um Rätsel zu lösen, das beinhaltet, sowohl das bemalen und deformieren des Spielmaterials, wie auch Einbeziehungen des Kartons, der Anleitung usw. Das Material ist danach nciht mehr benutzbar. Ich hatte zunächst ebenfalls ein Hämniss, Teile des Spiels zu zerstören oder unbrauchbar zu machen und am Ende das Spiel wegschmeißen zu können. Wenn man es doch wenigstens weitergeben könnte, damit noch mehr Leute in den Genuß dieser Spiele kommen können. Viele probieren das in der Tat und kopieren sich das Spielmaterial, um das Spiel wieder verkaufen zu können. Das ist in meinen Augen aber leider nicht das Gleiche.

Worum geht es ?

In Exit – Das Spiel geht es im Groben und Ganzen immer um die gleiche Problemstellung, man befindet sich an einem Ort, ist eingeschlossen und versucht wieder herauszukommen. Ein Escape-Room also. Das Spiel stellt einem eine Vielzahl von Rätseln, die man lösen muß, um aus der mißlichen Lage zu entkommen. In den Exit Spielen macht man das anhand von, meistens, einem kleinen Heft, in dem ein paar Sachen aus dem Raum aufgemalt sind in dem man sich befindet und Karten, auf denen Rätsel stehen, die man lösen muß. Darüberhinaus befindet sich noch eine Decodierscheibe in den Spielen, auf denen man einen dreiteiligen Code eingeben muß, um eine Lösung zu erhalten die man dann wiederum auf Lösungskarten verifizieren muß. In den Spielen, die wir bisher gespielt haben, waren darüber hinaus noch jeweils ein paar Pappteile, die als „Seltsame“ oder „Rätselhafte Teile“ bezeichnet wurden mit in der Schachtel.

Wie läuft das ab ?

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Exit – Die verlassene Hütte Spielinhalt / Foto: Spieltroll

Ich kann hier natürlich nicht alles erzählen, da ich nicht spoilern möchte, aber im Grunde erzählt jedes Exit-Spiel eine eigene kleine Geschichte und versetzt die Spieler erstmal in die Situation eines begrenzten Schauplatzes. Das wird in all den unterschiedlichen Szenarien jeweils ein wenig anders geregelt. Dann werden einem meist zu Beginn bereits ein paar Rätsel eröffnet, die jeweils auf einer Rätselkarte zu finden sind. Wann immer im späteren Verlauf des Spiels, wo auch immer das Symbol einer solchen Karte auftaucht, darf man die entsprechende Karte aus dem Stapel der Rätselkarten heraussuchen. Diese Karten sind mit den Buchstaben des Alphabets gekennzeichnet. Meistens bekommt man auch noch ein Bild des Raumes in dem man sich befindet. In diesem Bild sind Symbole auf Gegenständen, Möbeln etc. angebracht, die diesen bestimmte Rätsel zuordnen. Hat man eines der Rätsel gelöst, erhält man meistens einen Code, den man auf der Dekodierscheibe eingibt und die Zahl der Lösungskarte erhält, auf der man dann überprüft, ob man richtig liegt. Auf der Lösungskarte finden sich dann entweder ein Kreuz, dass einem erzählt das man falsch gelegen hat oder jede Menge Gegenstände aus dem Bild, von denen man dann noch den auswählen muss, der zu dem entsprechenden Rätsel gehört. Hierdurch erhält man dann die Zahl der Lösungskarte, auf der man dann, wenn man richtig liegt, weitere Rätsel bekommt, oder schließlich den Raum wieder verlassen kann. Wenn man einmal nicht weiterkommt, hat man die Möglichkeit eine von drei Tippkarten durchzulesen, die einen dann auf die richtige Spur bringen sollen. In unserem Fall war der erste Tipp dabei meistens wenig hilfreich, aber für ein Rätsel benötigten wir mehr Hilfe und der zweite Tipp führte uns dann auf die richtige Spur.

Der Kern des Spiels sind natürlich die Rätsel und ihre zum Teil äußerst kreative Lösungsfindung. Inka und Markus Brand zeigen sich hier als versierte Rätselmeister, die hier jedes Register ziehen. Zahlenrätsel, Farbrätsel, Räumliches Denken, alles was man so aus Logiktests und Rätselheften kennt wird aufgegriffen. Das soll nicht falsch verstanden werden. Das macht wirklich Laune und fesselt einen bis zum Schluß. Der Schwierigkeitsgrad im Fortgeschrittenen Level ist angenehm, nicht zu leicht und nicht zu schwer. Die anderen Schwierigkeitsgrade habe ich leider noch nicht ausprobieren können. Zum Schluß kann man dann seine Ergebnisse noch mit einer vorgegebenen Tabelle vergleichen, in der man schauen kann, wie gut man abgeschnitten hat. In unseren Testrunden haben wir immer ca. 90 Minuten und ein oder zwei Tipps gebraucht. Was nicht ganz schlecht, aber laut Tabelle auch kein Topp Ergebnis ist.

Das Fazit

Exit – Das Spiel ist wirklich ein Erlebnis. Wer gerne mal einen Escape Room Zuhause erleben möchte, der sollte Exit definitiv einmal ausprobieren. Der Mechanismus des Spiels, zur Überprüfung der Ergebnisse, ist ziemlich genial und versagt niemals. Nahezu alle Rätsel, die ich bisher erfahren durfte, waren fordernd, aber niemals zu schwer. Das möchste ich an dieser Stelle nocheinmal herausheben. Ich spreche hier nur für den Fortgeschrittenen Schwierigkeitsgrad. Profi und Einsteiger habe ich selbst bisher nicht ausprobiert. Wird aber definitiv noch folgen. Wir hatten auf sehr viel Spaß damit und wenn sich vier Leute an einem Samstagabend für eineinhalb Stunden gut amüsiert haben und dafür 12 – 15 Euro bezahlt haben, dann ist das nicht so falsch und setzt den Verlust eines solchen Spiels in Relation. Für einen Kinoabend mit Popcorn bezahlt man heutzutage pro Person genausoviel und erzeugt mindestens soviel Müll. Daumen hoch für die Exit-Reihe von Kosmos!


  • Verlag: Kosmos
  • Autor(en): Inka Brand, Markus Brand
  • Erscheinungsjahr: 2016 bis heute
  • Spieleranzahl: 1 – 4
  • Dauer: 45 – 120 Minuten

4 Gedanken zu „Exit – Das Spiel“

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