Was spielst du so? – Juni 2020

Diesen Monat war es spielerisch gesehen eher etwas ruhiger und insgesamt kamen nur zwanzig verschiedene Spiele auf den Tisch, was eher wenig ist. Wir haben viel zu zweit gespielt und einige neue Sachen angetestet. Mit dieser noch recht neuen Kategorie möchte ich den Lesern einen kleinen Einblick gewähren, was gespielt wird und über was ich wahrscheinlich demnächst mal etwas veröffentlichen werde. Fühlt euch frei zu Schreiben und zu Kommentieren, gebt mir immer gerne Tipps, was man mal ausprobieren sollte oder erzählt einfach was ihr gerade so spielt. Das kam bei uns auf den Tisch…

Imperial Settlers Roll & Write

Imperial Settlers Roll & Write – Ich schreib es mal an die erste Stelle, denn kein anderes Spiel habe ich diesen Monat öfter angefasst. Die App stellt deutlich unter Beweis, dass dieses Spiel kein schlechtes ist, sondern es nur ein paar Probleme mit sich bringt. Die Verwaltung der Rohstoffe ist durch die App deutlich einfacher und sehr angenehm, was das Hauptproblem des Spiels darstellte. Wer einen Bogen um das Roll & Write gemacht hat wegen der ganzen schlechten Bewertungen, der sollte die Appversion wirklich mal antesten, die ist nämlich wirklich gut und lässt einen in Zukunft hoffentlich die ganze Solokampagne der Würfelvariante durchspielen. Bisher gibt es leider erst einige Level, aber die Macher versprechen mehr.

Battlelore Zweite Edition

Battlelore (Zweite Edition) – Mal wieder rausgekramt und echt viel gespielt im letzten Monat. Ich finde es immer noch Schade, dass dieses System von Richard Borg nicht größer verbreitet ist und es mehr Spiele gibt die es nutzen. Eine andere, bekannte Marke vielleicht oder einfach neue Auflage der altbekannten Spiele, denn Memoir 44 und auch Battlelore gibt es ja fast nicht mehr im Handel. Das ist definitiv eine Schande, denn die Spiele bieten einen niedrigschwelligen Eintritt ins Tabletophobby ohne viel Aufwand als Brettspiel mit sehr einfachen Regeln. Die Appversion ist ebenfalls gelungen und da solltet ihr euch nicht von den negativen Reviews abhalten lassen, dass sind alles Brettspielgimps, die versuchen ein Spiel zu spielen, dass sie nicht verstehen.

Sprawlopolis

Sprawlopolis – Das Review zu diesem kleinen Meisterwerk ist gerade erst gestern online gegangen und ich habe das Spiel in letzter Zeit sehr gesuchtet. Kaum ein Abend vergeht im Moment ohne das ich dieses Kartenspiel mit 18 Karten raushole und ein paar Partien spiele. Unheimlich fordernd und richtig gut gelingt es mir nur selten das Spiel zu schlagen. Man merkt aber mit der Zeit, dass man weiss, auf was man achten muss und wird dementsprechend ein wenig besser. Trotzdem stellt einen dieses kleine Legepuzzle immer wieder vor kaum zu schaffende Aufgaben. Absolut faszinierend, wieviel Spiel man aus so wenig Material herausholen kann.

On Tour

On Tour – Nachdem dieses Roll & Write nun endlich in unseren Spielschrank einziehen konnte, steht es dort aber nun doch eher selten drin, denn es wird momentan immer wieder rausgeholt, um gespielt zu werden. Auch für mich gehört On Tour zu den besten Roll & Writes da draußen in einer Welt die nicht gerade arm an diesem Genre ist. On Tour ist für Spieler die ein komplexes Zahlenpuzzle, das nach und nach entsteht, aufdröseln wollen genau das richtige und hat trotz seiner Einfachheit eine schöne Tiefe. Ich verstehe nur einfach nicht, wie ich immer und immer wieder gegen meine Frau verlieren kann?

Charterstone

Charterstone – Wir haben auch in diesem Monat noch ein paar Partien gespielt und es stehen jetzt nur noch zwei Partien aus, aber leider ist unser Enthusiasmus bereits wieder eingeschlafen. Ich möchte natürlich nichts spoilern und deshalb halte ich mich weiterhin bedeckt. Diesmal war allerdings nicht ich nicht mehr gewillt weiter zu spielen, meine Frau hatte einfach keine Lust mehr und das kam ziemlich unvermittelt und plötzlich. Einige Entscheidungen des Designers kann ich nicht immer nachvollziehen. Das Spiel kann sich manchmal einfach nicht so richtig entscheiden und ich habe so ein wenig das Gefühl, dass dieses Spiel zielorientiertes Spielen einfach nicht möchte. Was das genau bedeuten soll? Geduldet euch bitte ein bißchen. Vielleicht schaffen wir die letzten Partien nächsten Monat, denn ein Urteil über Charterstone möchte ich nicht abgeben, bevor ich es nicht durchgespielt habe.

The King´s Dilemma

The King´s Dilemma – Oh mein Gott, im letzten Monat hatte ich zu diesem Zeitpunkt erst drei Partien gespielt, jetzt sind es acht. Ich verstehe wirklich warum dieses Spiel von der Jury des Spiels des Jahres in Erwägung gezogen wird. The King´s Dilemma ist absolut brilliant, was das Storytelling und das Erlebnis dieses Spiels angeht. Eigentlich müsste es A Game Of Thrones – Das Brettspiel heißen. Keine andere Spielerfahrung kommt so nah an das Ränkegeschehen dieser Serie heran. Das Spiel ist das großartigste Rollenbrettspiel das ich kenne. Für geneigte fünfer Gruppen gibt es momentan nichts intensiveres. Ich sehne jede Partie herbei.

7 Wonders

7 Wonders – Dieses Draftingmeisetrwerk bleibt bei mir einfach ein Dauerbrenner und ich spiele es in der Regel mit den beiden Erweiterungen Cities und Leaders. So gefällt es mir am besten und bereitet mir die meiste Freude. Auch dieses Spiel kann ich sowohl analog als auch online als App sehr empfehlen. Wahnsinnig schnell gespielt und viel mehr braucht man dazu gar nicht zu sagen. 7 Wonders geht einfach immer.

Blütenpracht
Blütenpracht

Blütenpracht – Auch zu Blütenpracht gibt es inzwischen ein Review. Als Geburtstagsgeschenk für meine Frau gekauft haben wir es im vergangen Monat das ein oder andere Mal hervorgeholt. Ein sehr seichtes 2 Personenspiel mit nicht besonders viel Anspruch. Lest am besten das Review, da ist alles gesagt.

Splendor

Splendor – Zeitbedingt kamen diesen Monat nicht soviele Neuheiten auf den Tisch wie sonst, dafür waren diesen Monat einige Dauerbrenner wie das schon erwähnte 7 Wonders im Einsatz und auch Splendor kam in den letzten vier Wochen für die ein oder andere Partie auf den Tisch. Das schnelle Ressourcentauschen zum Erlangen der begehrten Edelsteine gehört bei uns zu den ewigen Dauerbrennern und wir spielen es wirklich regelmäßig. Auch hier gebe ich eine Empfehlung für die Appversion, die sich sehr gut auch Online spielt oder man kann versuchen eine der zahlreichen Aufgaben, die einen das Spiel stellt, zu lösen. Bei einer Partie bleibt es bei Splendor selten. Solltet ihr auch mal wieder rausholen, falls es schon in Vergessenheit geraten ist.

Zug um Zug

Zug um Zug – Der nächste Dauerbrenner in diesem Monat war das altehrwürdige Zug um Zu und dort kristallisiert sich immer mehr die Pennsylvania-Karte mit ihrer Regelvariante als meine Lieblingsversion heraus. Nach all den Jahren greife ich immer lieber zu dieser Variante, die mit ihren zusätzlichen Aktien, die man für bestimmte Strecken bekommt eine tolle Variante darstellt. Diese, die im Map-Pack 5, zusammen mit dem Vereinten Königreich zu haben ist, solltet ihr unbedingt mal ausprobieren, wenn Zug um Zug für euch inzwischen ein alter Hut ist. Mir gefällt es jedenfalls ziemlich gut.

Calavera

Calavera – Dann aber doch mal was Neues. Calavera ist nur ein kleines Würfelspiel aus dem Hause moses, dass wir diesen Monat zum ersten Mal gespielt haben. Wir mussten ein wenig darauf warten, denn unsere Ausgabe war leider fehlerhaft. Sie hatte nur drei von sechs benötigten Würfeln und bis der Ersatz eintraf dauerte es ein wenig auch wenn der Kundenservice bei moses vorbildlich ist. Calavera ist ein kleines, durchaus gemeines Roll & Write, dass durchaus Spaß macht, wenn man es nicht so ernst nimmt. Die Review wird noch ein wenig auf sich warten lassen, wir wollen es noch mit mehr Spielern testen, bisher waren wir immer nur zu zweit. Der Ersteindruck ist erstmal ganz okay.

Der Kartograph

Der Kartograph – Nach der Spiel letztes Jahr war der Kartograph bereits das Spiel, dass wir sofort am meisten gespielt haben. Immer wieder wurde es auf den Tisch gebracht und mit großer Freude zeichnen wir bunte Karten (als Empfehlung: nehmt wirklich Buntstifte für die unterschiedlichen Gebiete, das erhöht die Übersicht ungemein) von fantastischen Landschaften. Dieses spielt scheint nie langweilig zu werden und gehört deshalb inzwischen ebenfalls zum Standardrepertoir.

Circle the Wagons

Circle the Wagons – Zusammen mit Sprawlopolis ist Circle the Wagons in unseren Spielehaushalt eingezogen. Ebenfalls eines dieser Micro-Games, das nur aus 18 Karten besteht und soviel Spieltiefe hat, dass man es immer wieder aus dem Schrank holt, um eine Runde zu spielen. Im Gegensatz zu Sprawlopolis ist Circle the Wagons aber ein reines Zweipersonenspiel, dass sich hoch in meine Top 10 der besten Zweierspiele einreihen könnte. Mal abwarten, wie es sich bei weiteren Testpartien beweisst. Hier könnt ihr aber schon recht bald mit einer Review rechnen.

Fallout Shelter

Fallout Shelter – Leider erst einmal auf den Tisch geschafft hat es Fallout Shelter aber ich kann nach nur einer Partie bereits sagen, dass meine Suche nach DEM Worker-Placement-Gateway-Spiel ein Ende hat. Fallout Shelter eignet sich dafür hervorragend. Das Spiel ist simpel und gut. Darüber hinaus ist das ganze Spiel, das auf einer App basiert, aber doch ganz anders ist, so derart liebevoll um- und in Szene gesetzt, dass es eine wahre Freude ist. Tolles, zwar etwas kleines Spielmaterial und Regeln die man in fünf Minuten erklären kann. Jedem der das hier gespielt hat ist danach das System des Worker-Placement auch ein Begriff, den man auf andere Spiele übertragen kann. Definitiv ein Kandidat für unsere nächste Kollegenspielrunde.

Fog of Love

Fog of Love – Die letzte Neuheit die wir diesen Monat auf dem Tisch hatten war Fog of Love. Romantic Comedy – The Boardgame sozusagen. Allen Unkenrufen zum trotz haben wir es als Pärchen gespielt und was soll ich sagen, unsere Beziehung hält noch. Man muss das ganze als Rollenspiel verstehen und auch so spielen. Spieler die sich nicht in eine Rolle hineinversetzen können und alles persönlich nehmen und werten, sind hier auf jedenfall falsch. Fog of Love ist ersteinmal eine tolle Zweispielererfahrung, die ich bisher nciht missen möchte. Wir haben bisher nur das Tutorial gespielt, aber das dauer auch schonmal gut 90 Minuten. Besser kann man ein Spiel aber auch nicht vermiteln. Das Material ist aller erste Sahne. Auch hier wird es mit der Review noch dauern, denn eigentlich wollen wir erst alle drei noch vorhandenen Kapitel, die den Schwierigkeitsgrad erhöhen auch noch gespielt haben, bevor es in die Bewertung geht.

Tokaido

Tokaido – So hiermal ein kleiner Aufruf, falls irgendwer von euch Tokaido oder auch die Deluxe-Version besitzt und loswerden möchte, soll sich ruhig an mich wenden. Ich liebe dieses Spiel, obwohl ich es als Brettspiel-Version noch nie besessen habe. Ich spiele dieses Spiel bisher immer nur als Appversion und liebe es total, weil es so schön leicht und entspannt ist, so wunderhübsch aussieht und eher eine Weisheit als ein Spiel ist. Bei Tokaido ist der Weg das Ziel und dieser Weg ist gepflastert mit schönen Dingen. Ich spiele es immer wieder gern und bitte, falls jemand es loswerden möchte – meldet euch!

Die restlichen Spiele sind wie immer die Sachen die ich kaum noch wahrnehme und so zwischendurch und nebenbei Spiele:

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