7 Wonders Duel – Pantheon Erweiterung

7 Wonders Duel –
Pantheon Erweiterung
/ Foto: Spieltroll

Lange Zeit war diese Erweiterung für 7 Wonders Duel immer wieder vergriffen und wird es wahrscheinlich auch bald wieder sein, aber ich habe die Gelegenheit genutzt und sie endlich ergattert. 7 Wonders Duel gehört zu meinen liebsten Spielen für zwei Spieler. Eigentlich gehört es sogar zu meinen beliebtesten Spielen überhaupt. Die Tatsache, dass diese Erweiterung immer wieder vergriffen ist spricht in meinen Augen ganz deutlich für die Qualität der Erweiterung oder die Beliebtheit von 7 Wonders Duel. In dieser Erweiterung geht es um die Götter der antiken Welt und ihren Einfluß auf unsere kleine Metropole, die wir im Spielverlauf bauen werden. Götter stellen in dieser antiken Welt eine entscheidene Komponente dar, an der sich ganze Reiche ausgerichtet haben, deshalb ist eine Erweiterung zu dieser Thematik nur folgerichtig und passt ziemlich perfekt zu 7 Wonders Duel. Mal sehen was diese bereits 2016 erschienende Erweiterung spielerisch zu bieten hat.

Was ist neu?

In dieser Erweiterung dreht sich wirklich alles um die Götter der Antike und wir bekommen hier ein neues Spielbrett, 16 großformatige Götterkarten, die die Götter in fünf Mythologien unterteilen. Zwei neue Weltwunder, drei neue Fortschrittssplättchen, sowie ein paar weitere Plättchen (Opfergaben-, Mythologie- sowie ein paar Spezialplättchen) und fünf neue Großtempelkarten.

7 Wonders Duel – Pantheon-Erweiterung / Foto: Spieltroll

Wie läuft das ab?

Ich befasse mich hier nur rein mit der Pantheon-Erweiterung und werde nicht nocheinmal erklären, wie 7 Wonders Duel funktioniert, wer daran Interesse hat, liest bitte meine Review zu dem Hauptspiel. Nur mal so vorneweg, weil man das Spiel schon kennen muss, um manche der Details zu verstehen.

7 Wonders Duel – Pantheon-Erweiterung Pantheon-Spielplan / Foto: Spieltroll

Der Pantheonspielplan wird an das kleine Spielbrett des Hauptspiels angelegt und fügt sich perfekt an diesen an. Der Rest wird genau so vorbereitet, wie im Hauptspiel vorgesehen. Das erste Zeitalter wird genaus aufgebaut. Zusätzlich werden die 15 Götterkarten nach Mythologien getrennt, gemischt und als verdeckte Stapel bereitgelegt. Auch die drei Opfergaben- und 10 Mythologieplättchen werden verdeckt gemischt. Die Opfergaben werden für das zweite Zeitalter beiseite gelegt, während fünf der Mythologieplättchen verdeckt ausgewählt und auf fünf verdeckte Karten im ersten Zeitalter platziert werden. Eine schematische Darstellung im Regelheft gibt genau die Positionen dieser Plättchen vor. Die Minerva-Spielfigur und das spezielle Schlangenplättchen werden genauso wie die Tor-Karte für später bereitgelegt. Die beiden neuen Weltwunder und die Fortschrittsplättchen werden einfach zu denen des Grundspiels getan und erweitern somit die Auswahlmöglichkeiten.

Das Spiel wird dann genauso gespielt wie bisher. Die Spieler wählen im ersten Zeitalter abwechselnd Karten aus der Auslage. Sollte einer von ihnen am Ende seines Zuges eine verdeckte Karte umdrehen, auf der ein Mythologieplättchen liegt, so dreht er es um und wählt die obersten beiden Karten des entsprechenden Mythologiestapels. Er sieht sich die beiden Karten an, die jeweils einen Gott oder eine Göttin zeigen und sucht sich eine der beiden Karten aus. Im unteren Bereich ist eine Belohnung angegeben, die man erhält, wenn man diese Gottheit später für sich beansprucht. Die ausgewählte Karte platziert man nun verdeckt im Pantheon. Das ist der Bereich des neuen Spielplans. Hier gibt es sechs Anlagemöglichkeiten für die Götterkarten. Auf jeder Seite des Spielbretts drei. Diese Aussparungen sind mit Goldkosten versehen. Jeweils ein Wert zeigt in die Richtung des einen und des anderen Spielers. Götter die auf unserer Seite leigen weisen niedirgere Kosten auf, als die, die weit entfernt liegen und umgekehrt. Dazu gleich mehr. Im Laufe des ersten Zeitalters wählen die Spieler nun also fünf Götterkarten aus, da zuvor fünf Mythologieplättchen platziert wurden. Jede Mythologie ist zweimal vorhanden, so kann es passieren, das manche Mythologien zweimal und manche gar nicht vertreten sind. Die nichtgewählte Karte wird oben auf den entsprechenden Stapel zurückgelegt. Wohin der Spieler die Karte legt ist vollkommen ihm überlassen. Die Auswahl wird von Gott zu Gott immer kleiner und am Ende bleibt nur ein Platz im Pantheon frei.

7 Wonders Duel – Pantheon-Erweiterung Götterkarten/ Foto: Spieltroll

Nun beginnt das zweite Zeitalter. Die im Pantheon anwesenden Götter werden umgedreht und die Torkarte bekommt den letzten Platz. Die Torkarte ist eine Möglichkeit für die Spieler, wenn sie die Kosten bezahlen wollen jeden anderen Gott trotzdem ins Spiel zu holen. Die Karten des zweiten Zeitalters werden normal ausgelegt und diesmal kommen die drei Opferplättchen auf drei der verdeckten Karten. Mit ihnen verhält es sich genauso, wie mit den Mythologieplättchen, wer eine Karte umdreht bekommt das entsprechende Plättchen. Dieses darf aber geheimgehalten werden, da es eine Vergünstigung für das anwerben einer Götterkarte darstellt.

Im zweiten Zeitalter haben die Spieler nun eine zusätzliche Möglichkeit ihren Zug zu gestalten. Neben all den anderen Möglichkeiten dürfen sie nun auch eine Götterkarte aus dem Pantheon aktivieren. Um das zu tun, muss die entsprechende Menge an Gold, die im Pantheon angegeben ist bezahlt werden. Wir draften in diesem Fall keine Karte aus der Auslage, sondern nehmen uns einfach die Karte aus dem Pantheon und erhalten ihre Belohnung. Zu beachten ist, dass wir den richtigen Goldbetrag bezahlen, denn jeder Platz im Pantheon ist für beide Spieler verschieden teuer.

7 Wonders Duel – Pantheon-Erweiterung – Neue Weltwunder / Foto: Spieltroll

Auch das dritte Zeitalter spielt sich dann genauso. Hier werden nur die Gilden aus dem Grundspiel komplett durch sogenannte Großtempelkarten ersetzt. Es Spielen als drei dieser Großtempel mit. Ein solcher Großtempel ist fünf Siegpunkte wert und es gibt einen für jede Mythologie. Darüber hinaus sind diese Tempel mehr wert, wenn wir mehrere von ihnen in Besitz nehmen. haben wir zwei, so sind sie zusammen 12 Punkte wert, haben wir gar alle drei bekommen wir am Spielende 21 Punkte.

Das Schlangenplättchen und die Minerva-Spielfigur sind nur für die besonderen Fähigkeiten ihrer Götterkarten da und kommen nur zum Einsatz, wenn die entsprechenden Götterkarten im Spiel sind.

Das Fazit

7 Wonders ist an sich ein Spiel, von dem ich im Vorfeld gesagt hätte, dass es eigentlich gar keine Erweiterung gebraucht hätte. Es ist ein nahezu perfektes Spiel für zwei Spieler. Spielt man allerdings mit der Pantheon-Erweiterung, so wird das Spielgefühl nur noch ein wenig intensiver. Sie passt sich so nahtlos in das Spielgefühl ein, dass man denkt, das gehört ganz natürlich dazu. Der Aufwand, die Erweiterung hinzuzufügen, ist minimal. Das Ergebnis aber bringt eine gänzlich neue Ebene in das Spiel, die Gold noch ein wenig wichtiger erscheinen lässt und die auch thematisch mehr als Sinn macht, denn die meisten der antiken Kulturen sind sehr von ihren Göttern geprägt und die waren bisher ein wenig unterrepräsentiert.

Die Autoren bringen hier auch eigentlich nichts wirklich Neues ins Spiel, denn die Götter funktionieren im Prinzip wie der Rest. Deshalb fühlt es sich so organisch an. Man erwirbt sie wie eine Karte und erhält eine Belohnung. Die taktische Auswahl passiert im ersten Zeitalter nahezu nebenbei. Aber auch hier haben wir schöne taktische Möglichkeiten. Götter die wir nicht so gut finden können wir nah zu unserem Gegner legen, so dass die günstigen Felder blockiert werden oder wir sichern uns Götter mit guten Fähigkeiten in unserer Nähe. Diese Fähigkeiten sind zum Teil auch sehr mächtig und können einen großen Einfluß auf das Spiel haben, haben aber natürlich auch ihren Preis in Gold, von denen wir meist eh nicht zuviel haben.

7 Wonders Duel – Pantheon-Erweiterung Fortschritts-Plättchen / Foto: Spieltroll

7 Wonders Duel hat mir sehr gut gefallen und ist eine sehr gute Erweiterung, die nicht alles über den Haufen wirft und sich sehr organisch anfühlt. Ich würde nciht soweit gehen zu behaupten, dass man 7 Wonders Duel nie wieder ohne diese Erweiterung spielen möchte, aber als Liebhaber dieses Spiels, sollte man sie definitv kennen und ausprobiert haben. Eine sehr starke Ergänzung des Grundspiels.


  • Verlag: Repos Production, Asmodee
  • Autor(en): Antoine Bauza, Bruno Cathala
  • Illustrator(en): Antoine Bauza, Bruno Cathala, Miguel Coimbra, Antonio Dessi
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Spieleranzahl: 2
  • Dauer: 30-45 Minuten

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