Mom´s Bluff

Eines Tages schrieb mich auf Boardgamegeek ein gewisser David Lewis an und fragte mich, ob ich auf spieltroll.de nicht sein Kartenspiel Mom´s Bluff reviewen könnte. Na klar kann ich! Eine Woche später hatte ich das kleine Kartenspiel in der Post und packte es sofort aus. Bis ich allerdings Zeit fand es mit meiner Familie auszuprobieren verging noch einiges an Zeit, denn die Spiel 2018 in Essen stand vor der Tür. Aber versprochen ist versprochen und somit werde ich hier heute erklären wie das Spiel funktioniert und was ich davon halte. Zunächst einmal muß ich sagen, dass Mom´s Bluff für mich in die Kategorie der „Zeittotschlagspiele“ gehört. Das soll nicht negativ klingen und ich werde das auch gleich näher erläutern, aber zunächst…

Worum geht es ?

Thematisch ist mir Mom´s Bluff nicht ganz klar, aber im Grunde geht es nur darum als letzter noch Karten zu haben. Die Karten haben dabei verschiedene Werte von 0 bis 10. Wer keine Karten mehr hat scheidet aus und wer zum Schluß alle Karten sein eigen nennt, ist der Gewinner von Mom´s Bluff.

Wie läuft das ab ?

Spielsituation Mom´s Bluff / Foto: Spieltroll

Das Spiel ist sehr schnell erklärt und damit auch für jeden schnell erlernbar. Jeder Spieler bekommt die gleiche Anzahl Karten, bis das ganze Deck aufgebraucht ist. Das Deck besteht aus 53 Karten, überzählige Karten spielen einfach nicht mit. Der Austeiler wird zum Startspieler. Jeder hat einen Kartenstapel vor sich liegen. Nun beginnt der Startspieler damit sich die oberste Karte anzuschauen und trifft eine Entscheidung. Will er spielen, oder lieber passen? Wenn er passt legt er die Karte plus eine weitere verdeckt in die Mitte, wo ein Pott gebildet wird. Möchte er jedoch spielen, so sagt er dies an und behält die Karte vor sich in der Hand. Danach müssen alle Spieler reihum die gleiche Entscheidung treffen. Die Spieler, die die Runde spielen wollten decken nun ihre Karten auf. Die höchste Karte gewinnt. Die Spieler die beim Spielen nicht gewonnen haben legen ihre Karte, sowie drei weitere verdeckte Karten ihres Stapels in die Mitte zum Pott. Der Spieler mit der höchsten Karte sammelt den Pott ein und schiebt die Karten verdeckt unter seinen Stapel und die nächste Runde kann beginnen. In dieser ist nun er  der Ausspieler.

Sollte der Fall eintreten, dass mehrere Spieler eine gleich hohe Karte spielen wollen, so gibt es ein Stechen zwischen diesen Spielern. In diesem Fall haben Spieler, die ebenfalls gespielt haben aber Glück gehabt, denn sie müssen keine drei Karten in den Pott legen. Nur die Spieler, die die gleichen Karten spielen wollten, legen jeder drei Karten in den Pott und decken die nächste Karte ihres Stapels auf. Der Spieler, der nun die höchste Karte vorweist, gewinnt das Stechen und legt die Karte unter seinen Stapel, der Verlierer legt dafür drei weitere Karten in den Pott.

Mom´s Bluff Karte / Foto: Spieltroll

Eine besondere Regel betrifft die Karte Mom´s Bluff mit dem Wert 0. Diese Karte ist natürlich die niedrigste im Spiel. Aber mit ihr kann man dennoch einen Pott gewinnen. Ist sie die einzige Karte, die in einer Runde gespielt wurde, so gewinnt sie den Stich und alle Spieler die gepasst haben müssen je drei Karten in den Pott legen. Außerdem muss der Spieler, der sie gespielt hat, niemals drei Karten als Strafe in die Mitte legen, wenn er verliert.

Wer keine Karten mehr hat, scheidet aus und wer zum Schluß alle Karten sein eigen nennt, gewinnt Mom´s Bluff. Das Spiel besteht aus drei Karten Mom´s Bluff und jede andere Zahlenkarte ist fünfmal vorhanden.

Das Fazit

Kommen wir zurück zum Zeittotschlagen. Es gibt ja immer mal Momente, wo man einfach nichts besseres zu tun hat, sich ablenken will oder einfach Zeit totschlagen möchte. Genau für solche Situationen ist dieses Spiel gedacht und will auch nicht mehr sein. Leute die komplexere Spiele suchen, werden enttäuscht sein und auch Leute, die wahnsinnige Innovationen suchen, sind hier falsch. Mom´s Bluff steht in der Tradition solcher Kartenspiele wie Mau Mau, Schwimmen, Arschloch oder was weiss ich noch. All diese Spiele holt man normalerweise nur  raus, wenn man eben Zeit totschlagen möchte, oder muss. Dafür ist es in der Tat nicht mehr oder weniger geeignet, als all die anderen Kartenspiele.

Die Karten sind von guter Qualität und sehen mit ihren Artworks auf der Vorderseite auch schön aus. Das Spiel an sich ist halt nichts besonderes, aber auch eben nicht schlecht. Wenn man zwei oder mehr Sets hat, kann man es auch beliebig erweitern.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei David Lewis für die Rezensionsexemplare bedanken. Wen ihr interessiert an Mom´s Bluff seid, könnt ihr unter lewis.david00@gmail.com mit dem Autor in Kontakt treten.


  • Verlag: Eigenvertrieb
  • Autor(en): David Lewis
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Spieleranzahl: 3 –
  • Dauer: 5 – 15 Minuten

 

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