Kontroverse Spiele – Können Spiele Kunst sein?

Aus aktuellem Anlass und vor der Spiel 2018 wollte ich unbedingt etwas zu diesem Thema schreiben, deshalb fällt das heutige Spieltagebuch leider aus. Der aktuelle Anlass ist meine Beschäftigung mit dem „Spiel“ This War Of Mine, dass ich in meiner Review zum Spiel als Kunst bezeichnet habe. Das möchte ich mal als Auslöser für ein paar generelle Überlegungen zum Thema kontroverse Spiele, oder kontroverse Spielethemen nehmen und es mit dem Kunstbegriff verknüpfen, denn die Spiel 2018 scheint mir ein guter Anlass dafür zu sein denn zum einen wird ein weiteres Kontrovers betrachtetes Spiel, Holding On – Das bewegte Leben des Billy Kerr, dort erscheinen und zum anderen findet dort eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kulturgut Spiel“ statt. Sind Spiele überhaupt ein Kulturgut und dürfen Spiele kontrovers sein?

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Klassiker – Zug um Zug

Wenn mich jemand fragt: „Was ist eigentlich ein Gateway-Spiel?“, dann antworte ich für gewöhnlich: „Zug um Zug“. Die sogenannten Gateway- oder zu deutsch Türöffner-Spiele, dienen dazu Nicht- oder Seltenspieler dazu zu bringen Brettspiele auszuprobieren. In den meisten Fällen sind diese dann nicht allzu komplex, haben eine sehr geringe Downtime und bringen den Spielern schnell kleinere Erfolgserlebnisse. Das Alles trifft in der Tat auf Zug um Zug zu. Dem britischen Autor Alan R. Moon ist hier tatsächlich ein, meiner Meinung nach, zeitloser Klassiker gelungen, der zurecht im Jahre 2004 mit dem Spiel des Jahres-Preis ausgezeichnet wurde. Moon ist kein unbekannter für die Jury, denn ein paar Jahre zuvor gewann er den Preis auch schon mit Elfenland, dass mich nicht überzeugen konnte. Mit Zug um Zug gelang ihm aber der ganz große Wurf und machte einen Verlag den niemand kannte erst populär: Days of Wonder.

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This War Of Mine

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This War Of Mine / Foto: Spieltroll

Nachdem ich This War of Mine das erste mal Probe gespielt habe, hatte ich das unbedingte Bedürfnis etwas zu diesem Spiel sagen zu müssen. Ich weiß nicht, ob die Form einer Review dafür angemessen ist, aber dennoch möchte ich es versuchen. Eins steht nämlich auf jeden Fall fest, This War Of Mine, eine Umsetzung des erfolgreichen Computerspiels von 2011, ist ein Erlebnis, nicht unbedingt ein Spiel, in meinen Augen aber definitiv wichtig. Ich möchte dem Fazit aber nicht vorgreifen. Es gibt viel zu diesem Machwerk zu sagen und alles wirft in mir die Frage auf, ist das noch Spiel, oder interaktive Kunst? Warum ich so denke, möchte ich versuchen mit meinen Worten zu erklären, bin mir aber auch im Klaren, dass das nicht so einfach wird, denn This War Of Mine muß man wahrscheinlich selbst erleben, um es nachvollziehen zu können. Vergleiche, soviel kann ich schon vorweg nehmen, werde ich kaum welche anführen können, denn etwas ähnliches habe ich noch nie vorher gespielt.

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Waka Waka

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Waka Waka / Foto: Spieltroll

Dies ist die Geschichte eines Fehlkaufs. Ich stöbere ja gerne mal so bei Ebay in den gebrauchten Spielen rum. Gerade bei den etwas bekannteren Titeln kann man da das ein oder andere Schnäppchen machen. An diesem Tag stöber ich also so rum und sehe dieses kleine afrikanische Handelsspiel für zwei Spieler von Rüdiger Dorn, von dem ich schon gehört hatte, das in 2 Minuten auslief und nur einen Euro kosten sollte. Da habe ich nicht lange überlegt und einen Euro als Gebot abgegeben und ich gewann. „Yeah“, dachte ich, „geil! Das wollte ich schon immer mal antesten.“. Ich habe mich wirklich richtig gefreut bis dann ein paar Tage später ein echt riesiger Karton bei mir ankam. „Wow! Ganz schön groß für ein Kosmos-Zeipersonenspiel“ dachte ich noch. „Vielleicht wollte der Verkäufer es auch echt gut einpacken.“ Ich holte Waka Waka aus dem Karton und staunte nicht schlecht, was ich da für ein großes Spiel gekauft hatte. Die Recherche erbrachte dann, dass ich eigentlich gedacht hatte Jambo zu ersteigern… Uups!

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Spieltagebuch Pandemic Legacy – Season 1: 4. Partie – März

So langsam wird es ernst und intensiver! Pandemic Legacy zieht mich allmählig in seinen Bann und ziegt mir durch spannende Partien, wie das Spiel eben auch funktionieren kann, wenn es denn will. In der vierten Partie ist wieder einiges passiert, auch wenn ich sie fast als ganz normal bezeichnen würde. Aber erneut taucht ein neuer Charakter auf, wir haben wieder neue Aktionsmöglichkeiten und wir haben eine ziemlich hgute Taktik entdeckt von der wir überzeugt sind, dass sie uns in späteren Partien noch viel mehr bringen wird und wir dadurch die ein oder andere Partie gewinnen werden. Bob, unser Baumeister wird uns alle vor dem Untergang und der viralen Verseuchung retten. Erfahrt es hier, bei Partie Nummer Vier!

Achtung Spoilergefahr!

Cat Lady

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Cat Lady / Foto: Spieltroll

Kommen wir mal wieder zu einem Spiel, dass meine Frau liebt und seitdem sie darüber gelesen hatte, wollte sie es haben und spielen. Bei einer Einkaufstour lief uns Cat Lady dann tatsächlich über den Weg und so kam es in unsere Sammlung. Außerdem liebt meine Frau Katzen und pinkes Zeug, dass macht Cat Lady dann schon fast zum Selbstläufer. Schaut euch das Cover an, ist das nicht süss? Eben! Das Spiel hat sich Josh Wood ausgedacht, der bisher, soviel ich weiss noch kein anderes Spiel veröffentlicht hat. Im normalen Leben ist der gute Mann nämlich ein Cartoonkünstler und Special Effects Artist. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass er sein Spiel selbst illustriert hat. Außerdem habe ich die Vermutung, dass der gute Mann einen Faible für Katzen hat. Bei Cat Lady handelt es sich um ein thematisch zuckersüßes Sammelspiel rund um Katzen. Das Spiel ist besonders für Familien gut geeignet und kann auch von Kindern gut mitgespielt werden.

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Spieleabend #5

Eines frühen Spielabends unterhielten wir uns mit unseren Gastgebern mal über die Spiele, die sie so kennen. Einige Kinderspiele waren natürlich bekannt und auch die üblichen Verdächtigen, wie Monopoly und „Das Spiel des Lebens“ wurden genannt. Darüber hinaus ist meine Kollegin eine passionierte Skatspielerin, wie ich wahrscheinlich schon das ein oder andere Mal erwähnte und auch Poker und Kniffel waren natürlich bekannt. Ansonsten aber sind sie komplett unbeleckt. Als ich dann aber den Namen „Siedler von Catan“ in die Runde warf, war immerhin Catan als Begriff ebenfalls bekannt. Faszinierend, dass so viele Menschen Catan kennen. Da war für mich klar, dass wir an diesem Abend siedeln würden. Also sortierte ich alles überflüssige Material aus dem Karton und packte es für diesen Abend in die Tasche. Außerdem hatten wir noch ein Spiel als Gastgeschenk dabei, seit wir uns die Kingdom Builder Bigbox von Queen Games gekauft haben, steht das normale Spiel bei uns nur noch rum.

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Fiese Freunde Fette Feten – Hunter & Cron Edition

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Fiese Freunde Fette Feten / Foto: Spieltroll

Fiese Freunde Fette Feten ist ja fast schon ein Klassiker. Das Spiel von Friedemann Friese aus Bremen erschien bereits 2005 zum ersten mal. Ich komme aus der Nähe von Bremen und habe zu der Zeit eigentlich alle Spiele von Friedemann im Bremer Viertel in der Spielerei gekauft, ein sehr kleiner Spieleladen mit großer Brettspielauswahl. Kurze Zeit später habe ich meinen eigenen Laden aufgemacht und auch bei mir gab es viele 2F-Spiele zu kaufen. Fiese Freunde Fette Feten gehörte immer zu meinen liebsten 2F-Spielen. Leider habe ich meine Version irgendwann mal verkaufen müssen und war umso erfreuter, als ich mitbekommen habe, das Hunter & Cron eine Neuauflage von Fiese Freunde planten. Ich danke euch sehr dafür, denn das Spiel ist lange Zeit etwas total einzigartiges im deutschsprachigen Raum gewesen. Viele Spiele, die sich mit dem Leben auseinandersetzen gab und gibt es auf deutscher Sprache bisher nicht. Friesetypisch ist das Spiel auch nicht ganz ernst gemeint und mit viel Zynismus gesegnet. Ich mag sowas.

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Spieltagebuch Pandemic Legacy – Season 1: 3. Partie – Februar

Ich hoffe ich kann diesen Turnus weiter aufrecht halten. Wieder Sonntag wieder eine Partie Pandemic Legacy aus unserer Runde aufbereitet. Diese Partie ist auch die letzte, von der ich kein abschließendes Foto gemacht habe. Ab nächster Woche sollte es dann zumindest ein Foto vom Spielbrett nach der Partie geben. Es war relativ anstrengend diese Partie zu rekonstruieren, ich wusste zwar immer noch was passiert war aber es war ein extrem knappes Spiel, dass immer wieder zu kippen drohte und beim rekonstruieren, viel es mir nicht leicht dahinter zu kommen, wann exakt was passiert ist. Deshalb fällt die Beschreibung hier etwas vage aus. Aber es ist alles drin, was auch tatsächlich passiert ist und die Grundlage für die weiteren besser dokumentierten Partien bildet. Viel Spaß bei Partie Nummer 3!

Achtung Spoilergefahr!

Targi

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Targi / Foto: Spieltroll

Lange Zeit war dieses Kleinod nur noch bedingt zu bekommen. Man musste Glück haben, um es noch irgendwo im Handel zu erwerben, oder man durfte für ein Kosmos-Zweipersonenspiel recht tief in die Tasche greifen, wenn man es gebraucht ergattern wollte. Seit kurzem ist Targi aber wieder erhältlich und das ist auch gut so, denn Targi ist wahrscheinlich das beste Spiel, dass diese Serie bisher hervorgebracht hat. Ein zwei Personen Worker-Placement-Spiel, mit für dieses Format einzigartiger Spieltiefe und Platzbedarf. Ja, richtig gelesen! Kleine Schachtel, Riesenspiel. Trotz dessen, dass Targi nur ein Zweipersonenspiel ist, braucht es enorm viel Platz auf dem Tisch und eignet sich somit auch nicht für ein Urlaubsspiel. Wir haben nur einen mittelgroßen Tisch im Wohnzimmer und benötigen fast den gesamten Platz für das Spiel, wohl dem der einen großen Spieltisch sein eigen nennt.

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