Spielejahrgang 2011 – Wunder in Schubladen

Nach 1988 mach ich mal wieder einen Sprung in die neuere Zeit der Spielehistorie und möchte das Jahr 2011 beleuchten. Insgesamt ein durchaus gutes Jahr mit einigen Spieleklassikern, die bis heute jede Menge Fans haben. Erwähnenswert für das Jahr 2011 ist auf jeden Fall die neue Kategorie bei der Spiel des Jahres Verleihung, denn es wurde zum ersten Mal das Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet und da komm ich dann zum Titel dieses Artikels. Damit erhöht der Spiel des Jahres e.V. die Anzahl der Schubladen auf drei, in die ein Spiel gesteckt werden kann. Meiner Meinung wird der e.V. damit der wachsenden Anzahl Spiele und Spieler gerecht, die sich nicht mit den anderen Kategorien erfassen lassen. Ich finde sogar, dass sie noch einen weiteren Preis für die Expertenspiele vergeben sollten, denn der Anteil dieser Spiele wächst auch stetig. Aber darüber lässt sich bestimmt vortrefflich diskutieren.

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Jaipur

Jaipur / Foto: Spieltroll

Kamele, Kamele, Kamele und um ein paar andere Waren auch noch gibt es in Jaipur. In diesem Handelsspiel dreht sich alles um das Tauschen, Ein- und Verkaufen von Waren im indischen Jaipur. Sébastien Pauchon, der schweizer Mitbegründer von Ystari und Gameworks ist ja mittlerweile Mitglied der Space Cowboys, die eine neue Version von Jaipur auf den Markt gebracht haben. Deshalb wird es Zeit für mich, hier im Blog, dieses Kleinod einmal zu würdigen. Man kann sich tatsächlich darüber streiten, ob man Jaipur schon als Klassiker einordnen möchte oder nicht, denn es hat wirklich bereits 10 Jahre auf dem Buckel. Allen Menschen, die gerne zu zweit spielen, sei Jaipur schon vorab wärmstens empfohlen, denn bei Jaipur handelt es sich um ein reines 2 Personen-Spiel in dem der Handel mit Warenkarten im Vordergrund steht. Klingt zunächst gar nicht mal so aufregend und eher ein bißchen drög, ist aber ein wirklich schönes Spiel.

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Bilderrätsel für Spielenerds

Irgendwie kam mir neulich die Idee, man könnte ja mal ein paar Bilderrätsel auf die Seite stellen, um die Spielenerds ein bißchen herauszufordern. Deshalb habe ich mir mal zwei Sorten von Bilderrätseln überlegt, mit denen man hier eine Serie Starten kann. Zum einen habe ich mal ein paar Spielecover in Pixelbildchen umgewandelt und die Spiele in drei Schwierigkeitsgrade eingeteilt. Das andere Rätsel nenne ich ABC-Rätsel und es beschäftigt sich mit den Titeln der Spiele. Hier wird immer nur der erste Buchstabe des Spieltitels in einer Nahaufnahme gezeigt. Zu gewinnen gibt es erstmal leider nichts, außer vielleicht die Anerkennung der größte Spielenerd zu sein. Sozusagen: „Just For The Fun Of It“! Wer mitmachen möchte, schreibt die Lösung einfach als Kommentar unten drunter.

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Sagrada

Sagrada / Foto: Spieltroll

Die Sagrada Familia in Barcelona ist bis heute im Bau. Seit 1882 werkeln diverse Bauarbeiter, Handwerker und Künstler daran, die von Antonio Gaudi entworfene Kirche fertigzustellen. Dies soll 2026 zum einhundertsten Todestag von Gaudi tatsächlich passieren. Wenn wir es nicht versauen, denn hier kommen wir als Kunsthandwerker in Sagrada ins Spiel. Was sofort auffällt ist diese unglaublich farbige Kirchenfensteroptik der Spieleschachtel, die uns schon durch das Äußere auf das Thema des Spiels hindeutet. Aber auch nach dem Auspacken und dem Spielaufbau wird uns recht schnell klar, dass man sich hier wirklich Gedanken gemacht hat, die Optik eines Spiels mit seinem Thema und dem Mechanismus in eine gelungene Form zu bringen. mir sind in den letzten Jahren auch nicht viele Spiele untergekommen in denen das so gut gelungen ist.

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Imhotep – Das Duell

Imhotep – Das Duell / Foto: Spieltroll

2016 erschien bei KOSMOS ein tolles Spiel von Phil Walker-Harding mit dem Namen Imhotep und es sorgte für einiges an Aufsehen, da es im Jahr seines Erscheinens bereits für das Spiel des Jahres nominiert wurde. Das Spiel bot nicht wirklich viel Neues, jedoch verband es sehr geschickt seine Mechanismen zu einer tollen Spielerfahrung. Zwei Jahre später, wie bei KOSMOS schon fast üblich, erschien Imhotep – Das Duell, eine Zweispielervariante, die das Thema aufgriff und versuchte das Konzept des Hauptspiels in ein rundes Spiel für zwei Spieler zu verwandeln. Phil Walker Harding ist auch für diese Variante als Autor verantwortlich und auch Imhotep – Das Duell schaffte den Sprung auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres-Preis 2019. Also erneut ein paar Vorschusslorbeeren.

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Klassiker – Bohnanza

Heute komme ich mal wieder zu einem Spiel, dass noch aus dem letzten Jahrhundert stammt, einer Zeit, die solange her zu sein scheint, dass manche Spiele schon fast wie Artefakte einer anderen Zivilisation wirken. Einige sind aber nach wie vor taufrisch und erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit. Die Rede soll heute von Bohnanza sein, einem kleinen Kartenspiel das bereits im Jahr 1997 das Licht der Welt erblickte und der Startschuß der Autorenkarriere eines gewissen Uwe Rosenbergs sein sollte. Bohnanza gehört nach meiner Einschätzung nämlich in diese taufrische, oder sagen wir zeitlose, Kategorie. Am Anfang seiner Karriere zeichnete Uwe Rosenberg sich nämlich zunächst mal für einige sehr gelungene Kartenspiele aus, die die Spieler mit innovativen Mechanismen begeistern konnten. Mama Mia war zum Beispiel einer dieser Vertreter aber zu aller erst muss man über Bohnanza sprechen.

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Adventure Games – Die Monochrome AG

Adventure Games – Die Monochrome AG / Foto: Spieltroll

Nach den Erfolgen der Exit Games versucht KOSMOS nun mit einer neuen Spielserie, den Adventure Games, für neue Impulse im Rätselgenre zu sorgen. Mich persönlich sprechen solche Spiele erstmal total an, da ich gerne Rätsel löse und auch Storytellingelemente sehr gerne in Spielen mag (muss an der langjährigen Rollenspieler-Vergangenheit liegen). Außerdem muss ich zugeben, dass mich der Name des Autoren Phil Walker Harding ebenfalls dazu gebracht hat mich mit den Adventure Games zu befassen. Bisher sind zwei Spiele in der Serie erschienen, zum einen „Das Verlies“, das für Spieler ab 12 Jahren gedacht ist und zum anderen „Die Monochrome AG“, die ab 16 sein soll, was für ein etwas erwachseneres Setting sprechen dürfte. Heute soll es hier um „Die Monochrome AG“ gehen. Anders als bei den Exit Games verspricht KOSMOS hier keine Zerstörung des Spielmaterials und einen Wiederspielreiz durch verschiedene Ausgänge der Geschichten.

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One Minute Game (Omiga)

Omiga / Foto: Spieltroll

Boah wat ´ne Hitze. Da hat man ja überhaupt keine Lust sich lange an den Computer zu setzten und eine Review zu schreiben, geschweige denn sich mit vielen Leuten an einem Tisch zu versammeln und Brettspiele zu spielen. In der Sommerzeit sollte man höchstens mal was kurz und knackiges auf den Tisch bringen, wenn es so heiß wie momentan ist. Da kommt Omiga oder One Minute Game, wie es ganz ausgesprochen heißt, ja gerade richtig. Wobei eigentlich hies Omiga eigentlich mal Flanx, oder heißt es immer noch. Egal, warum das so ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe den Namen Omiga zuerst gehört und es so kennengelernt. Omiga scheint genau das richtige für einen kurzweiligen Spaß zu sein, denn der Name verrät es schon, das Spiel soll in einer Minute gespielt sein. Ist das möglich? Ja!

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Kinderspiel des Jahres 2019

Tal der Wikinger / Foto: Haba

Heute war es soweit und die Spiel des Jahres Jury verlieh den ersten von drei Preisen im Jahr 2019. Der Preis für das Kinderspiel des Jahres 2019 geht an Tal der Wikinger von Wilfried und Marie Fort aus dem Haba Verlag. Bei dem Geschicklichkeitsspiel lobte die Jury im Besonderen, dass die Autoren sowohl die Geschicklichkeit als auch das taktische Denken herausfordern und das die Mischung von Tal der Wikinger sowohl einzig als auch neuartig sei. Der Spieltroll gratuliert von dieser Stelle ganz herzlich den Autoren und dem Haba Verlag zu seiner vierten Kinderspiel des Jahres Auszeichnung.

Spieleabend #11

Gestern war es endlich wieder soweit, wir haben unserer Kollegenrunde endlich wieder einen Spieleabend veranstaltet. In letzter Zeit gab es einige Wiedrigkeiten, denn das Haus unserer Gastgeberin wird renoviert und verwandelt sich zeitweise in eine Baustelle. Außerdem ist bei uns auf der Arbeit im Moment viel los, so dass wir uns länger nicht getroffen haben. Allerdings waren wir alle sehr froh uns mal wieder mit einigen Spielen und ein wenig Alkohol abzulenken. Das Wetter machte uns dann aber einen kleinen Strich durch die Rechnung, denn direkt an diesem Abend setzte mal wieder eine Hitzewelle ein, die für heiße Temperaturen sorgte. Beim letzten Termin Ende April schneite es in der Nacht auf der Heimfahrt noch. Egal. Wir hatten wieder eine prall gefüllte Tüte mit Spielen dabei, mit Absicht etwas mehr, damit wir gemeinsam entscheiden konnten, was wir spielen wollten.

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