Camel Up

Camel Up / Foto: Spieltroll

Heute wende ich mich mal wieder einem etwas älteren Titel zu. Camel Up aus dem Jahr 2014 soll es sein. Das Spiel des Kunsthistorikers Steffen Bogen schaffte es im Jahr 2014 die Auszeichnung für das Spiel des Jahres 2014 zu erlangen. Camel Up ist dabei nicht das erste Spiel von Steffen Bogen das veröffentlicht wurde, aber den meisten wird er nicht übermäßig bekannt sein, denn er bringt hauptsächlich Kinderspiele heraus. Mit Camel Up gelang ihm aber der große Wurf im Familienspielbereich, auch wenn das Spiel auf den ersten Blick wie ein Kinderspiel anmutet und meiner Meinung tatsächlich auch eher eines ist. Der Argumentation der Jury konnte ich allerdings folgen und verstehe ihre Beweggründe, denn Camel Up ist eines dieser Spiele, die auch Erwachsene mit an den Tisch holen und es somit tatsächlich in die Familienspielkategorie gehört.

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Onitama

Onitama / Foto: Spieltroll

Abstrakte Strategiespiele führen ein kleines nieschiges Dasein im großen Spielekosmos. Woran das liegt kann ich gar nicht so genau sagen. Meine Vermutung ist, dass man natürlich sehr lange üben muß, um in einem abstrakten Strategiespiel Erfolg zu haben. Wer sich einmal etwas intensiver mit Schach oder Go beschäftigt hat, wird wissen, was ich meine. Deshalb haben neue Spiele, die sich in diesem Sektor aausprobieren wollen es wahrscheinlich auch etwas schwerer, als Spiele im normalen Segment. Außerdem gibt es wahrscheinlich nicht so viele Spieler in diesem Bereich. Vor ein paar Jahren kam aber ein Spiel auf den Markt, was für all diejenigen interessant sein dürfte, die sich gerne mit solchen Spielen beschäftigen. Onitama mutet ein bißchen an, wie ein japanisches Schachspiel und in der Tat kann man es am ehesten auch so beschreiben. allerdings verfügt es über ein weiteres Element, was bei Freunden dieses Genres, wenn nicht gleich auf Ablehnung, dann zumindest aber auf Skepsis stößt: Karten. „Sowas gehört nicht in ein abstraktes Strategiespiel“, höre ich da doch schon wieder die ersten unken! „Doch!“, sage ich und kann nur allen empfehlen mal eine Kleinigkeit über den Tellerrand hinauszuschauen.

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Spirit Island

Spirit Island / Foto: Spieltroll

Ich hatte ja schon damit gerechnet, dass es passieren würde, aber dann doch schon so bald… das war nicht geplant! In meiner Spiele des Jahres 2018 Liste sind nur Spiele vertreten,  die in 2018 erschienen sind und die ich gespielt habe. Leider habe ich es im letzten Jahr bis zum Schluß nicht geschafft Spirit Island zu testen. Mir war ja schon klar, dass es ein ganz heißer Kandidat für die besten Spiele des Jahres sein wird, aber ich habe es leider zeitlich nicht hinbekommen. Also hole ich das dieses Jahr nach und werde bei dem entsprechenden Beitrag noch irgendeine kleine Anmerkung machen, denn Spirit Island nimmt diese Top 10 im Sturm und setzt sich meiner Meinung nach an die Spitze.

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Dragon Castle

Dragon Castle / Foto: Spieltroll

Mahjong habe ich auf dem Handy oder Smartphone immer sehr gerne gespielt, auch wenn das Teilchen-Rätselspiel mit dem richtigen Mahjong eigentlich nichts zu tun hat, so benutzt es immerhin die schönen Steine um verschiedenste Formen aufs Brett zu legen, die wir als Spieler versuchen müssen bis zum letzten Stein abzubauen, indem wir immer passende Pärchen bilden. Nun haben sich mit Dragon Castle, Horrible Games dieser Mahjong-Variante angenommen und daraus ein, durch diese Mahjong-Spiele inspiriertes, neues Brettspiel für bis zu vier Personen konzipiert. Jeder der einmal eine aufgebaute Partie Dragon Castle gesehen hat, wird das kaum leugnen können. Aber das Spiel weisst nur einige Ähnlichkeiten auf, spielt sich ansonsten aber ganz anders und gehörte für mich zu den interessantesten Releases des Jahres 2017.

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Hexenhaus

Hexenhaus / Foto: Spieltroll

Hexenhaus von Phil Walker-Harding als thematisches Weihnachtsspiel anzusehen, wäre ziemlich fatal, denn es bewegt sich zwar in märchenhaften Regionen und es geht um Lebkuchenhäuser, die man bei uns traditionell in der Weihnachtszeit auf den Tisch bringt, aber man würde Hexenhaus nicht gerecht werden. Phil Walker-Harding ist für mich ein wahnsinnig guter Designer, der schöne thematische Spiele macht, die niemals zu schwierig sind und oftmals sogar eher leicht wirken, die aber dafür umso mehr Spaß machen. Mit Sushi Go! stellte er das schon unter Beweis und auch Hexenhaus, wirkt auf den ersten Blick wie Kinderspiel. Das es das nicht ist, lässt alleine die im Hintergrund versteckte düstere Thematik erkennen. Die Hexe im Lebkuchenhaus fängt Fabelwesen und steckt sie in Käfige, um wohl was mit ihnen zu tun? Ja genau, Hänsel und Gretel kennen sich da genauer aus, weswegen sie ja auch dringend vor der Hexe fliehen wollten.

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Potion Explosion

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Potion Explosion / Foto: Spieltroll

Horrible Games waren mir total unbekannt, bis ich auf der Spiel 2015 über ihren Stand stolperte. Man ging so mir nichts dir nichts durch die lauten Gänge, als man plötzlich ein klickerndes Geräusch hörte. Das klang irgendwie seltsam in dieser Geräuschkulisse. „Klickklack, klackerdieklick“, dass war das Geräusch von Murmeln, die gegeneinanderprallten und plötzlich standen wir an dem Stand von Horrible Games und überall standen diese Pappdinger in den Murmeln lagen. Die Leute spielten sichtlich bespaßt mit den Murmeln und schmißen sie oben in das Pappding rein und am unteren Ende lagen Bahnen mit Murmeln, von denen sie welche nahmen und auf ihre Flaschenförmigen Tableaus legten. Dabei entstand das Geräusch und wir waren sofort fasziniert. Auf der Messe gab es das Spiel nur in Englisch und Italienisch und wir entschieden uns auf eine bereits angekündigte deutsche Version zu warten. Inzwischen haben wir es viele Male gespielt und es ist immer wieder ein schöner Türöffner für neue Spielrunden.

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Solenia

Solenia / Foto: Spieltroll

Sieht dieses Cover nicht schön aus? Irgendwie schlicht, aber trotzdem schön. Dieser Eyecatcher hat schon vor einiger Zeit mein Interesse geweckt. Nicht nur das die Verpackung so wahnsinnig gut aussieht, nein, auch das Spielmaterial ist recht außergewöhnlich. Zum einen ist da ein modularer Spielplan, der bildlich Tag- und Nachtwechsel darstellt und zum anderen haben sämtliche Spielkarten in der Mitte ein Loch. So groß, dass man den Finger durchstecken kann. Aber ungewöhnliches Spielmaterial macht ja bekanntlich noch kein gutes Spiel. Solenia ist aber eines, dass man auch in einer Runde mit Casual-Gamern oder der Familie hervorragend auf den Tisch bringen kann. Ach, und sieht es nicht toll aus?

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Ex Libris

Ex Libris / Foto: Spieltroll

Vor der Spiel 2018 war Ex Libris mein meist erwartetes Spiel und ich hatte sehr gehofft es in Essen mitnehmen zu können, aber leider kam es anders. Der Schwerkraft-Verlag, der dieses Jahr wirklich enorm viele sehr gute Veröffentlichungen in deutscher Sprache realisieren konnte, gab vorher bekannt, dass Ex Libris leider nicht zur Messe eintreffen würde und so war ich schon ein bißchen traurig, denn es vergingen noch weitere fünf Wochen, bis ich es in Händen hielt. Mit Ex Libris hat sich der Schweerkraft-Verlag auch ein sehr ambitioniertes Spiel zum übersetzen ins Haus geholt, denn in Ex Libris geht es um Bibliotheken und über fünfhundert Buchtitel auf den Karten müssen irgendwie ins deutsche gebracht werden und dabei müssen die Bücher auch noch in alphabetischer Reihenfolge in den Regalkarten stehen. Stell ich mir nicht so leicht vor, auch weil sie ja noch zu bestimmten Kategorien gehören. Aber lest selbst…

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Orbis

Orbis / Foto: Spieltroll

Orbis gehörte vor der Messe in Essen nicht zu meinem Favoritenkreis. Das gebe ich ganz ehrlich zu. Die Beschreibung klang ein bißchen nach Populous – Das Brettspiel. Die älteren unter euch werden sich an diesen Computerspieleklassiker wahrscheinlich erinnern. Das klang zwar alles ganz nett, aber vom Hocker gerissen hatte es mich nicht. Meine Frau hat das Spiel in Essen gesehen und wollte es unbedingt haben. Wir haben es dann leider erst eine ganze Weile nach der Messe bekommen und Spielen können. Das Spiel wirkte auf mich auch nach dem Lesen der Anleitung immer noch, wie ein sehr generisches Legespiel. Ja sogar noch beim spielen, während der ersten paar Züge dachte ich noch, dass ist doch irgendwie langweilig, aber ich muss sagen, dann traf mich die Komplexität des Spielkonzeptes direkt ins Gesicht und ich konnte es kaum mehr glauben.

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Architekten des Westfrankenreichs

Architekten des Westfrankenreichs / Foto: Spieltroll

Hinter diesem, sagen wir mal, etwas sperrigen Titel, verbirgt sich eins der wohl besten Spiele des Jahres 2018, wenn man mich fragt. Dabei macht es eigentlich gar nichts so wirklich neu oder anders, als schon bekannte Spiele dieses Genres, aber das, was es macht, macht es einfach sehr, sehr gut. Bei die Architekten des Westfrankenreichs mit dem neuerlichen Artwork von Themico Mihajlo Dimitrievski, handelt es sich nämlich eigentlich um ein ’normales‘ Worker-Placement-Spiel. Die Spieler setzen hier ihre Arbeiter ein, um bestimmte Rohstoffe zu bekommen oder Aktionen auszuführen. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen dieses Genres werden aber keine Runden gespielt, an dessen Ende man alle Arbeiter zurückbekomt, sondern man muß selber dafür sorgen, dass man seine Arbeiter auch von den Feldern zurückbekommt oder hoffen, dass die Mitspieler dafür sorgen. Wie das genau funktioniert? Lasst euch überraschen.

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