Alte Dunkle Dinge

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Alte Dunkle Dinge / Foto: Spieltroll

Manchmal passiert es mir das ich Spiele nur Aufgrund ihres Aussehens spielen will. Kennt ihr das auch? Bei den Alten Dunklen Dingen war es in der Tat genau so. Das Spiel hat mich sofort optisch angesprochen. Ich habe einfach einen Faible für diese cthulhuesken Artworks und dieses Zeitalter um die Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts. Alte Dunkle Dinge ist aufgemacht wie eines dieser Monster-Groschenhefte aus dieser Zeit oder wie ein Monster-Trash-Movie. Sogar der Karton ist schon cool gestaltet, das Spielmaterial sieht spitzenmäßig aus und fühlt sich auch hochwertig an. Ich wusste zunächst wirklich gar nichts über dieses Spiel, habe mich dann aber schlau gemacht und mir ein Exemplar besorgt. Vielleicht hätte ich hellhörig werden sollen als ich von Vergleichen mit Kniffel hörte. Ganz so schlimm ist es dann aber doch nicht, obwohl man gewisse Ähnlichkeiten schon nicht ganz von der Hand weisen kann. Aber fangen wir wie immer erstmal Vorne an…

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Die Quacksalber von Quedlinburg

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Die Quacksalber von Quedlinburg / Foto: Spieltroll

Alliterationen sind unsere Freunde mögen sich  Wolfgang Warsch und/oder der verantwortliche Redakteur bei Schmidt-Spiele gedacht haben, um einen Namen für dieses Spiel zu finden. Quacksalber passt thematisch hervorragend zum Thema aber warum man das Ganze nun unbedingt in Quedlinburg, einer Stadt in Sachsen-Anhalt, die zwar einen langen historischen Hintergrund hat und mit ihrer zum Unesco Weltkulturerbe zählenden Stiftskirche auf dem Schlossberg auch auf dem Cover vertreten ist, spielen muß, entzieht sich meiner Kenntnis. Wahrscheinlich bietet der in der Anleitung erwähnte Basar auf dem Marktplatz einfach nur den richtigen Rahmen für den Wettstreit der Kuhrpfuscher, Quacksalber und Tinkturenmixer und ein altertümlich wirkendes Wort wie Quacksalber kommt mit einer Alliteration einfach besser über die Lippen.

Die Quacksalber von Quedlinburg ist als zweites Spiel von Wolfgang Warsch für das „Kennerspiel des Jahres 2018“ nominiert und soviel möchte ich schonmal vorwegnehmen, ich denke in dieser Kategorie ist es nicht richtig untergebracht. Es erfüllt für mich eher alle Kriterien für ein „Spiel des Jahres“, obwohl es schon recht umfangreich ausgestattet ist und einen im ersten Moment fast mit dem schönen Spielmaterial erschlägt. Aber einiges von diesem Material ist situativ bedingt und man benötigt für eine einfache Partie gar nicht soviel.

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Azul

Azul Titelbild
Azul / Foto: Spieltroll

Als ich Azul zum ersten Mal sah, war ich total von seiner Optik und dem schönen Material begeistert, so sehr das ich es unbedingt haben musste. Das wiederum war gar nicht so einfach wie es klingt. Seitdem Azul auf der „Spiele des Jahres Auswahlliste“ steht ist es überall ziemlich vergriffen und einige Händler verlangen Fantasiepreise für dieses außergewöhnliche Spiel. Nach längerer Suche ist es mir dann doch gelungen ein Exemplar zu einem vernünftigen Preis zu ergattern und ich nehme es an dieser Stelle schon mal vorweg, alles andere als die Auszeichnung zum Spiel des Jahres für Azul würde mich stark verwundern.

Aber fangen wir Vorne an. Azul ist ein Familienspiel für zwei bis vier Personen mit einer Spieldauer von einer halben bis dreiviertel Stunde. Die Regeln sind wirklich sehr überschaubar und schnell erklärt. Trotzdem ist es im Segment der Familienspiele eines das ein wenig mehr taktische Tiefe hat, als es im ersten Moment vermuten lässt.

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