Ex Libris

Ex Libris / Foto: Spieltroll

Vor der Spiel 2018 war Ex Libris mein meist erwartetes Spiel und ich hatte sehr gehofft es in Essen mitnehmen zu können, aber leider kam es anders. Der Schwerkraft-Verlag, der dieses Jahr wirklich enorm viele sehr gute Veröffentlichungen in deutscher Sprache realisieren konnte, gab vorher bekannt, dass Ex Libris leider nicht zur Messe eintreffen würde und so war ich schon ein bißchen traurig, denn es vergingen noch weitere fünf Wochen, bis ich es in Händen hielt. Mit Ex Libris hat sich der Schweerkraft-Verlag auch ein sehr ambitioniertes Spiel zum übersetzen ins Haus geholt, denn in Ex Libris geht es um Bibliotheken und über fünfhundert Buchtitel auf den Karten müssen irgendwie ins deutsche gebracht werden und dabei müssen die Bücher auch noch in alphabetischer Reihenfolge in den Regalkarten stehen. Stell ich mir nicht so leicht vor, auch weil sie ja noch zu bestimmten Kategorien gehören. Aber lest selbst…

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Orbis

Orbis / Foto: Spieltroll

Orbis gehörte vor der Messe in Essen nicht zu meinem Favoritenkreis. Das gebe ich ganz ehrlich zu. Die Beschreibung klang ein bißchen nach Populous – Das Brettspiel. Die älteren unter euch werden sich an diesen Computerspieleklassiker wahrscheinlich erinnern. Das klang zwar alles ganz nett, aber vom Hocker gerissen hatte es mich nicht. Meine Frau hat das Spiel in Essen gesehen und wollte es unbedingt haben. Wir haben es dann leider erst eine ganze Weile nach der Messe bekommen und Spielen können. Das Spiel wirkte auf mich auch nach dem Lesen der Anleitung immer noch, wie ein sehr generisches Legespiel. Ja sogar noch beim spielen, während der ersten paar Züge dachte ich noch, dass ist doch irgendwie langweilig, aber ich muss sagen, dann traf mich die Komplexität des Spielkonzeptes direkt ins Gesicht und ich konnte es kaum mehr glauben.

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Architekten des Westfrankenreichs

Architekten des Westfrankenreichs / Foto: Spieltroll

Hinter diesem, sagen wir mal, etwas sperrigen Titel, verbirgt sich eins der wohl besten Spiele des Jahres 2018, wenn man mich fragt. Dabei macht es eigentlich gar nichts so wirklich neu oder anders, als schon bekannte Spiele dieses Genres, aber das, was es macht, macht es einfach sehr, sehr gut. Bei die Architekten des Westfrankenreichs mit dem neuerlichen Artwork von Themico Mihajlo Dimitrievski, handelt es sich nämlich eigentlich um ein ’normales‘ Worker-Placement-Spiel. Die Spieler setzen hier ihre Arbeiter ein, um bestimmte Rohstoffe zu bekommen oder Aktionen auszuführen. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen dieses Genres werden aber keine Runden gespielt, an dessen Ende man alle Arbeiter zurückbekomt, sondern man muß selber dafür sorgen, dass man seine Arbeiter auch von den Feldern zurückbekommt oder hoffen, dass die Mitspieler dafür sorgen. Wie das genau funktioniert? Lasst euch überraschen.

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Agricola – Das Familienspiel

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Agricola – Das Familienspiel / Foto: Spieltroll

Agricola von Uwe Rosenberg ist in der Brettspielszene eines der beliebtesten Spiele, aber trotz des Themas eher nichts für ein lustiges Familienspiel. Das „Original“ ist um einiges komplexer und umfangreicher als die hier vorliegenede Familienspiel-Version. Grundsätzlich finde ich es gut, wenn man komplexere Expertenspiele, die vielleicht auch für Familien aufgrund von Thema oder Mechanismus interessant sein könnten in für Familien taugliche Versionen verwandelt. Bleibt halt nur die Frage, ob man damit auf die Nase fliegt, oder es ganz gut hinbekommt. Uwe Rosenberg traue ich so eine Verwandlung aber durchaus zu, denn er hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass er beides, ausufernde Expertenspiele und packende Familienspiele, designen kann. Thematisch bewegt sich Agricola ja, so finde ich, eh im Familienspielbereich. Einen Bauernhof mit Tieren und Getreide zu betreiben und daraus einen Wettstreit zu machen ist natürlich auch für Familien mit Kindern interessant.

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Harry Potter Hogwarts Battle

Harry Potter Hogwarts Battle / Foto: Spieltroll

Packt die Zauberstäbe ein und schnürrt eure Quidditsch-Klamotten, der Hogwarts Express wartet auf Gleis Neundreiviertel. Kommt mit in die wunderbare Welt des Harry Potter und seiner Schulkameraden. Ich mag kooperative Spiele und ich mag Deck Builder. All die Jahre, in denen ich nicht so wahnsinnig viel gespielt habe, hielt meine Frau und mich Dominion bei der Stange. Harry Potter Hogwarts Battle verbindet diese beiden Spielkonzepte miteinander und schickt uns in sieben Abschnitten auf eine Reise durch die sieben Schuljahre in Hogwarts, die der geneigte Konsument aus Buch und Film bereits kennt. Dabei sind sämtliche Karten mit Bildern aus den Filmen versehen worden und der Spielekarton ist gestaltet wie ein Koffer mit dem man zu seinem Schuljahr aufbricht.

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Paperback

Paperback / Foto: Spieltroll

Heute möchte ich euren Blick auf ein nicht mehr ganz taufrisches aber umso cooleres Spiel lenken. Paperback erschien bereits 2014 bei Tim Fowers Games. Tim Fowers verlegt übrigens Spiele in seinem eigenen Verlag und das sind, wenn man es so sagen kann Kleinode, die man kennen sollte. Grafisch meistens von einem Stil geprägt und wunderschön mit viel Witz umgesetzt. Zwei seiner Spiele, darunter eben das hier rezensierte, gibt es sogar in deutscher Sprache und können direkt bei ihm auf seiner Internetseite www.fowers.games bestellt werden. Paperback verbindet in sich zwei Spielelemente, die man eigentlich nicht miteinander in Verbindung bringt. Zum einen wäre da ein Deckbuilder im Stile von Dominion und zum anderen ein scrabbleähnliches Wortfindungsspiel. Klingt irgendwie seltsam? Ist es aber überhaupt nicht, sondern sogar sehr unterhaltsam, wenn man Spiele mag, in denen es um Wörter geht.

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Everdell

Everdell / Foto: Spieltroll / Grafik: www.meinfreundmachtdesign.de

In diesem Jahr hat wohl kein Spiel für mehr Aufsehen gesorgt als Everdell. Ein Kickstarter-Spiel das durch seine wunderschönen Artworks und das außergewöhnliche Spielmaterial auf sich aufmerksam gemacht hat. Überall wurde es gehyped bis zum geht nicht mehr, bevor es dann auf den ersten Messen und Conventions auftauchte und zu aller Überraschung dann auch tatsächlich noch mit überzeugendem Gameplay aufwarten konnte. Der Hype wurde größer und größer und in Essen schließlich war es gar nicht mehr zu bekommen. Zum Glück hatte ich mir schon recht früh eine Kopie sichern können und bereuhe es bis heute nicht, wie ihr ja am Prädikat bereits erkennen könnt.

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Teotihuacan – Die Stadt der Götter

Teotihuacan – Die Stadt der Götter / Foto: Spieltroll

Der Schwerkraft-Verlag hat ja dieses Jahr zur Spiel in Essen gleich einen ganzen Haufen Neuheiten auf den Markt geschmissen, unter anderem auch das vielgerühmte neue Spiel von Daniele Tascini, dem Autor von Tzolk’in: Teotihuacan – Die Stadt der Götter. Das Spiel mit dem fast unaussprechlichen Namen soll ja eines der heißesten neuen Expertenspiele überhaupt sein. Das Spiel ist groß und es ist komplex, da würde ich auf jeden Fall zustimmen, aber ob es vielleicht trotzdem kein Expertenspiel sein muß, darüber läßt sich bestimmt streiten. Vom Umfang der Erklärung her, ist es definitiv eins, denn wie gesagt es ist komplex und man hat so wahnsinnig viele Möglichkeiten, aber das Spielprinzip an sich ist, wenn man einmal losgespielt hat, eigentlich nicht zu kompliziert. Auch weniger ambitionierte Spieler können Teotihuacan, so denke ich, recht gut spielen.

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Pandemic Legacy Season 1

Pandemic Legacy – Season 1 / Foto: Spieltroll Grafik: www.meinfreundmachtdesign.de

Lange, lange hat es gedauert, bis ich etwas zu diesem Spiel sagen konnte. Ich hatte mir selbst auferlegt, meine Meinung erst öffentlich zu diesem Spiel kund zu tun, wenn ich es komplett gespielt haben werde und das ist nun tatsächlich auch der Fall. Aber wie macht man das bei einem Legacy-Spiel, ohne zu spoilern? Nicht ganz leicht, aber ich werde es probieren. Alle denen das egal ist, können gerne einen Blick in die Spieltagebücher werfen, denn dort bin ich im Moment noch dabei, zu berichten, was und wie es in diesem Spiel passiert. 2015 erschien die erste Season von Pandemic Legacy bereits und schlug große und hohe Wellen. Gehört in der Boardgamegeek-Liste, der besten Spieler aller Zeiten immer noch zu den besten überhaupt und sorgte für einen regelrechten Hype was Legacyspiele anging. Das Grundspiel Pandemie oder Pandemic ist schon seit 2008 auf dem Markt und gillt ebenfalls als Riesenerfolg.

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Micropolis

Endlich mal ein Ameisenspiel. Warum hat das solange gedauert, frag ich mich? Ameisen sind doch, so kommt es mir zumindest vor, ein super Thema für ein Brettspiel. Es gab auch bestimmt schon ein paar Versuche, aber bisher hat keines die breitere Spielergemeinde erreicht. Bruno Cathala und Charles Chevallier haben es aber geschafft ein Familienspiel aus dem Ameisenthema herauszuholen, bei dem es um den Nestbau der kleinen Tierchen geht. Micropolis ist das Ergebnis was uns durch Pegasus, bzw. Matagot präsentiert wird, in dem wir mit bis zu sechs Spielern unsere eigenen kleinen Ameisenbauten errichten und unser Ameisenvolk durch die meisten Siegpunkte zum Sieg führen wollen. Eine Expertenversion verwandelt das Spiel dabei für zwei oder drei Spieler, in eine etwas taktischere Version. Also, krabbeln wir los…

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