Detective

Detective / Foto: Spieltroll

Allmählig wird es Zeit mal etwas zu Detective zu schreiben. Das Spiel hat mittlerweile schon einiges an Zeit auf der Uhr und ich wollte es eigentlich erst durchspielen, bevor ich eine Rezension dazu schreibe. Bei Spielen, deren erhebliches Erlebnis von Story geprägt ist oder die eine Legacy-Erfahrung bieten, habe ich es mir selbst zur Regel gemacht erst alles zu sehen, bevor ich etwas dazu von mir gebe. Das kann mitunter schon ganz schön dauern, aber bei Detective bin ich mir inzwischen sicher, dass ich es es nicht mehr weiterspielen werde, auch wenn ich noch nicht alles gesehen habe. Trotzdem möchte ich meine bisherige Meinung zu diesem Spiel kundtun, auch wenn sie nicht das ganze Spiel umfasst, denn auch das hat für mich etwas über dieses Spielerlebnis auszusagen. Keine Angst auch hier werde ich nichts zur Story spoilern und mich nur vage zur Handlung äußern.

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Sprawlopolis

Sprawlopolis / Foto: Spieltroll

Im Moment beschäftige ich mich gerne mit dem Genre der Micro-Games. Was ist das denn? Das sind Spiele die durch nur recht wenig Spielmaterial und eigentlich recht simple Mechaniken, ziemlich viel Spiel entwickeln. Vor zig Jahren zeigte Love Letter, was mit wenig Spielmaterial und Mechanik doch möglich ist. Das Spiel wurde zu einem weltweiten Hit. Palm Island, auch wenn es ganz anders gelagert ist, gehört ebenfalls in diese Kategorie. Letztlich war ich ziemlich fasziniert von diesen kleinen Spielen, so dass ich mich mit ein paar weiteren beschäftigt habe. Sprawlopolis von Quined Games, die eine ganze Serie von diesen kleinen Spielen ins Leben gerufen haben ist das nächste Spiel was meine Aufmerksamkeit erregte. Ich mag Stadtaufbauspiele und Sprawlopolis ist tatsächlich ein solches, das es schafft dieses komplexe Genre so weit herunterzubrechen, dass es lediglich mit 18 Karten gespielt werden kann. Der Rest ist ein Punkteblock und eine englische Anleitung.

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Blütenpracht

Blütenpracht / Foto: Spieltroll

Ich spiele überwiegend zusammen mit meiner Frau Brett- und Kartenspiele. Daher umfasst unsere Sammlung überpropotional viele Zweipersonenspiele und jedes Jahr kommen ein paar weitere hinzu. Schon vor zwei Jahren auf der Spiel in Essen entdeckt, aber erst heute zu und gefunden, hat das optisch schöne Kartenspiel Blütenpracht. Ein schnelles Spiel von gleich vier polnischen Autoren über das Pflanzen von Blumen. Das Spiel hat trotz seiner eher wenigen Komponenten eine schöne Tischpräsenz. Leute bleiben im Vorbeigehen stehen, wenn sie es auf dem Tisch liegen sehen, weil es optisch interessant gestaltet wurde. Ob es das spielerisch halten kann, gilt es heute herauszufinden.

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10 Minuten Raub – Der Turm des Zauberers

10 Minuten Raub – Der Turm des Zauberers / Foto: Spieltroll

In der Welt von Valeria spielen inzwischen eine ganze Menge Spiele. Eines der ersten ist der 10 Minuten Raub, ein wirklich schönes kleines Spiel, das in Deutschland von Leichtkraft, der kleinen Serie mit leichteren Spielen vom Schwerkraft-Verlag, vertrieben wird. Schön heisst in diesem Fall tatsächlich, wunderschön. Denis Martynets verwandelt dieses kleine Set Collection-Spiel in eine kleine Augenweide. Der Titel des Spiels täuscht uns ein wenig, denn, obwohl eine Partie tatsächlich nur so um die 10 Minuen dauert, handelt es sich hier nicht um ein Echtzeitspiel. Ein kleines Spiel für Zwischendurch, das in meinen Augen nur einen kleinen aber entscheidenden Fehler hat. Schön ist es aber und ich kann mich nicht von ihm trennen.

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Natives

Natives / Foto: Spieltroll

Indianer! Nein, das ist heutzutage nicht mehr politisch korrekt, Ureinwohner ist da einfach besser. In diesem Fall geht es um die Ureinwohner Nordamerikas und das Spiel ist nicht, wie man jetzt vielleicht irrtümlicherweise annehmen könnte, von einem Amerikaner entwickelt worden, nein, es stammt von drei Russen. Genauer gesagt von Trehgrannik, einer Autorengruppe, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Spiele für Jedermann/frau zu entwerfen. Der Doktor, der Architekt und der Ingenieur basteln in ihrer wahrscheinlich beschränkten freien Zeit an diversen Spielen herum und in dem einzigen, das ich bisher kennenlernen durfte und heute hier vorstellen möchte geht es eben um die Ureinwohner Amerikas und ihr Leben in der weiten Prärie. Ich nehme an dieser Stelle gleich mal vorweg, dass das Spiel im Kern absolut unthematisch ist und es eigentlich nur um die Mechanik geht. Das muss aber ja nicht schlecht sein…

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Detective Stories: Fall 1 – Das Feuer in Adlerstein

Detective Stories: Fall 1 / Foto: Spieltroll

Ziemlich unverhofft bin ich vor kurzem an eine Kopie vom ersten Fall dieser Spieleserie gekommen. Ein Freund schrieb mir eine Mail mit dem Kommentar: „Du kriegst bald ein Paket.“ Ziemlich erstaunt über die Fähigkeiten eines gelb roten Lieferdienstes hielt ich bereits am nächsten Tag ein Paket in Händen, deren Inhalt nun Gegenstand dieser Review sein soll. Detective Stories von IDVENTURE befand sich in dem Karton. Genauer gesagt der erste Fall „Das Feuer in Adlerstein“. Mein Freund hatte sich das Spiel zugelegt und es an mich weitergereicht, weil er dachte es könnte meine Frau und mich interessieren. Und ja, ich hatte in der Vergangenheit schon öfters darüber nachgedacht einen der Fälle von IDVENTURE auszuprobieren. Nun war es aber endlich soweit und wir haben uns nicht besonders viel Zeit gelassen, diese unverhoffte Überraschung auch sofort zu testen. Man muss allerdings sagen, dass es sich bei dem Fall nicht um ein Spiel im herrkömlichen Sinn handelt. Es gibt keine Regeln und es ist ein Kriminalfall, den man mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln lösen muss.

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Escape Tales – The Awakening

Escape Tales – The Awakening / Foto: Spieltroll

Der Markt für die sogenannten Escape Room Spiele ist derzeit ziemlich gesättigt. Es gibt ein paar Platzhirschen, die sich durch regelmäßige Fortsetzungen immer wieder zurück ins Gedächtnis rufen und den Markt dominieren. Für neue Ideen ist es da relativ schwierig Fuss zu fassen. Dennoch gibt es immer wieder reichlich neue Spiele, die versuchen in diesem Genre zu bestehen. KOSMOS hat mit der Exit-Serie einen der großen Titel dieses Genres in ihren Reihen, geben aber neuen Titeln auch gerne eine Chance. Escape Tales – The Awakening von Jakub Caban, Matt Dembek und Bartosz Idzikowski ist eines dieser neuen Spiele und erschien 2018. Der Ansatz dieser Spielidee ist etwas anders, denn es geht nicht nur darum, aus einem Raum zu entkommen, sondern auch noch eine Geschichte dabei zu erleben. Die Spieler werden in eine Story hineingezogen und versuchen durch das lösen von Rätseln in der Story voranzukommen. Hier in die Situation eines Vaters der versuchen will seine Tochter aus dem Koma zu holen.

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Sagrada

Sagrada / Foto: Spieltroll

Die Sagrada Familia in Barcelona ist bis heute im Bau. Seit 1882 werkeln diverse Bauarbeiter, Handwerker und Künstler daran, die von Antonio Gaudi entworfene Kirche fertigzustellen. Dies soll 2026 zum einhundertsten Todestag von Gaudi tatsächlich passieren. Wenn wir es nicht versauen, denn hier kommen wir als Kunsthandwerker in Sagrada ins Spiel. Was sofort auffällt ist diese unglaublich farbige Kirchenfensteroptik der Spieleschachtel, die uns schon durch das Äußere auf das Thema des Spiels hindeutet. Aber auch nach dem Auspacken und dem Spielaufbau wird uns recht schnell klar, dass man sich hier wirklich Gedanken gemacht hat, die Optik eines Spiels mit seinem Thema und dem Mechanismus in eine gelungene Form zu bringen. mir sind in den letzten Jahren auch nicht viele Spiele untergekommen in denen das so gut gelungen ist.

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Imhotep – Das Duell

Imhotep – Das Duell / Foto: Spieltroll

2016 erschien bei KOSMOS ein tolles Spiel von Phil Walker-Harding mit dem Namen Imhotep und es sorgte für einiges an Aufsehen, da es im Jahr seines Erscheinens bereits für das Spiel des Jahres nominiert wurde. Das Spiel bot nicht wirklich viel Neues, jedoch verband es sehr geschickt seine Mechanismen zu einer tollen Spielerfahrung. Zwei Jahre später, wie bei KOSMOS schon fast üblich, erschien Imhotep – Das Duell, eine Zweispielervariante, die das Thema aufgriff und versuchte das Konzept des Hauptspiels in ein rundes Spiel für zwei Spieler zu verwandeln. Phil Walker Harding ist auch für diese Variante als Autor verantwortlich und auch Imhotep – Das Duell schaffte den Sprung auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres-Preis 2019. Also erneut ein paar Vorschusslorbeeren.

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Exit – Die Katakomben des Grauens

Exit – Die Katakomben des Grauens / Foto: Spieltroll

Die Exit Games von Kosmos sind sich in ihrer Machart natürlich alle recht ähnlich und deshalb habe ich bisher nur einmal generell etwas zu der Serie von Inka und Markus Brand gesagt, aber natürlich unterscheiden sie sich alle in ihrer Erzählweise und den enthaltenen Rätseln. Zum Beispiel würde ich den Mord im Orientexpress nochmal deutlich von den anderen Exitspielen abgrenzen, weil man hier nicht entkommen muss, sondern einen Mörder fangen muss, bis man mit dem Zug wieder zum stehen kommt. Ab und zu kann es also doch nochmal angebracht sein etwas zu der Serie zu sagen und deshalb möchte ich auch zum vorliegenden Spiel – die Katakomben des Grauens etwas sagen. Ist er doch der erste der Exit-Reihe, der in einem anderen Format daherkommt und das hängt einfach damit zusammen, dass mehr Material in den Karton passen muss, weil die Spieldauer doppelt so lang sein soll. Quasi doppelt soviel Spiel. Ob das so stimmt?

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