Spirits of the Wild

Spirits of the Wild / Foto: Spieltroll

Mattel ist jetzt zugegebenermaßen nicht der erste Name, der einem in den Sinn kommt, wenn man an Strategiespiele denkt. Ehrlicherweise muss ich sagen, ist Mattel überhaupt kein Name den ich unbedingt mit Brettspielen in Verbindung bringe. Uno und Phase 10 sind wahrscheinlich die Spiele an die ich als erstes denken müsste. Aber schaut man sich auf ihrer Internetseite mal um, so haben sie tatsächlich eine Stratgiespielsparte. Bei solchen den Massenmarkt bedienenden Firmen muss man mit dem Begriff Stratgiespiel natürlich vorsichtig sein, denn sie meinen einfach nur ein etwas komplexeres Spiel und nicht wirklich ein Spiel indem man harte Strategien entwickeln muss oder kann. Spirits of the Wild ist ein Spiel das im Moment ein bißchen für Aufsehen sorgt, weil es eben ein Spiel ist, das man so nicht von einer Firma wie Mattel erwarten würde. Das Spiel ist zwar schon zwei Jahre alt, wurde nun aber auch in Deutschland veröffentlicht. Die zugegebenermaßen recht hübsche Optik sorgt außerdem dafür, dass man sich das 2 Personenspiel gerne mal anschaut. Ohne das Fazit vorwegzunehmen, ich war definitiv überrascht.

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Nova Luna

Nova Luna / Foto: Spieltroll

Kennt ihr Habitat? Nee? Ich auch nicht, aber manche Leute behaupten man müsste das Spiel des Niederländers Corné van Moorsel kennen. Das dachte sich wohl auch Uwe Rosenberg, der die Mechanik von Habitat so interessant fand, dass er sie sich ausgeliehen und ein Spiel entwickelt hat. Am Ende schrieb er die beiden Namen auf die Packung und Nova Luna war geboren. Natürlich steuerte auch Uwe etwas zu dem Spiel bei und das war eine Prise Patchwork. Nova Luna gefiel dann wiederum sovielen Leuten so gut, dass es als eines von drei Spielen für den Preis Spiel des Jahres 2020 nominiert wurde. Mir gefiel es außerdem aufgrund der Optik ganz gut und auch meine Frau wollte es unbedingt ausprobieren. Also haben wir es intensiv getestet und sind zu einem Urteil gekommen. Irgendwie war es dann doch ganz anders als gedacht, aber lest selbst.

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#30 Was ist eigentlich? – Abstraktes Spiel

In der Welt der Geeks gibt es so wahnsinnig viele Begriffe, die man Außenstehenden erklären sollte, damit keine Missverständnisse entstehen. Dazu dient diese Serie und heute werde ich mich in ihr einem Begriff annehmen, der Spiele bezeichnet, die wahrscheinlich fast jeder von uns schonmal gespielt hat, denn einige sind natürlich in unsere Kultur übergegangen, denn sie sind schon alt. Die Brettspieler reden von abstrakten Spielen oder auch abstrakten Strategiespielen. Schach, Dame und Go. Aber damit hört es in der Welt der Brettspieler noch nicht auf.

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Mandala

Mandala / Foto: Spieltroll

Mandalas sind hier im Westen meistens aus Kindermalbüchern bekannt. Im Hindu- und Buddhismus sind diese meist symetrischen, konzentrischen Bilder tief in der Religion und Philosophie verankert und sollen den Gläubigen helfen durch Meditation tiefere religöse Zusammenhänge zu verstehen und zu verinnerlichen. Trevor Benjamin und Brett J. Gilbert haben nun ein Spiel rund um diese farbenfrohen Bildchen gemacht. Mandala ist ein Spiel für zwei Personen geworden und ist in der, inzwischen auch schon recht umfangreichen Sammlung der Zweispielerspiele, von Lookout Spiele erschienen. Bei Mandala handelt es sich um ein abstraktes Spiel, dass durch seinen extrem einfachen Zugang besticht und über außergewöhnliches Material verfügt.

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Bumúntú

Bumúntú / Foto: Spieltroll

Abstrakte Spiele, die man mit mehr als zwei Spielern sinnvoll spielen kann, gibt es gar nicht mal so viele da draußen. Oftmals sind es nur Notlösungen, die ein Spiel, das eigentlich nur für zwei Personen gedacht ist, für mehr Spieler spielbar machen. So zum Beispiel bei Santorini, was man zu dritt spielen kann, aber eigentlich ein zwei Personen Spiel ist. Oder aber ein Spiel ist für zwei oder vier Spieler spielbar. Das schon alte Focus zum Beispiel ist ein gutes Beispiel für ein solches Spiel, das man auch mit drei oder vier Spielern gut spielen kann. Bumúntú von Tim Blank versucht sich ebenfalls in diesem Segment zu positionieren und wird dabei allein durch seine Optik schon zum Hingucker. Wenn man im Spieleladen an dem farbenfrohen, afrikanisch anmutendem, Cover vorbeigeht, schaut man sich das Spiel unweigerlich an. Irgendwie wird das Interesse geweckt und man schaut sich auch die Rückseite an und ist geneigt Bumúntú eine Chance zu geben. Zumindest geht es mir so…

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Okiya

Okiya / Foto: Spieltroll

Bruno Cathala hat bewiesen, dass er aus traditionellen Spielen durchaus etwas rausholen kann und die zum Teil etwas angestaubten Prinzipien durchaus in moderne Spiele verwandeln kann. So geschehen mit seinem Meisterstück Five Tribes, dass im Grunde ja eine Weiterentwicklung des Manacala (Bohnenspiel) darstellt und wer Five Tribes bis heute nicht kennt, sollte es ausprobieren, denn er hat etwas verpasst. Ein paar Jahre davor hat er sich bereits an einem, zugegbenermaßen noch einfacheren und in meinen Augen viel ausgelutscheren Spiel probiert: Tic Tac Toe. Ja, richtig gelesen, ich hätte nicht gedacht das man aus diesem, nennen wir es mal Klassiker, denn ich denke jeder hat es schon mal gespielt, noch irgendwas rausholen kann oder sollte. Ich war zunächst einmal skeptisch, aber meine Frau steht auf Spiele mit japanischem Thema und deshalb haben wir Okiya eine Chance gegeben uns davon zu überzeugen, dass in Tic Tac Toe noch etwas mehr stecken kann.

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Onitama

Onitama / Foto: Spieltroll

Abstrakte Strategiespiele führen ein kleines nieschiges Dasein im großen Spielekosmos. Woran das liegt kann ich gar nicht so genau sagen. Meine Vermutung ist, dass man natürlich sehr lange üben muß, um in einem abstrakten Strategiespiel Erfolg zu haben. Wer sich einmal etwas intensiver mit Schach oder Go beschäftigt hat, wird wissen, was ich meine. Deshalb haben neue Spiele, die sich in diesem Sektor aausprobieren wollen es wahrscheinlich auch etwas schwerer, als Spiele im normalen Segment. Außerdem gibt es wahrscheinlich nicht so viele Spieler in diesem Bereich. Vor ein paar Jahren kam aber ein Spiel auf den Markt, was für all diejenigen interessant sein dürfte, die sich gerne mit solchen Spielen beschäftigen. Onitama mutet ein bißchen an, wie ein japanisches Schachspiel und in der Tat kann man es am ehesten auch so beschreiben. allerdings verfügt es über ein weiteres Element, was bei Freunden dieses Genres, wenn nicht gleich auf Ablehnung, dann zumindest aber auf Skepsis stößt: Karten. „Sowas gehört nicht in ein abstraktes Strategiespiel“, höre ich da doch schon wieder die ersten unken! „Doch!“, sage ich und kann nur allen empfehlen mal eine Kleinigkeit über den Tellerrand hinauszuschauen.

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Dragon Castle

Dragon Castle / Foto: Spieltroll

Mahjong habe ich auf dem Handy oder Smartphone immer sehr gerne gespielt, auch wenn das Teilchen-Rätselspiel mit dem richtigen Mahjong eigentlich nichts zu tun hat, so benutzt es immerhin die schönen Steine um verschiedenste Formen aufs Brett zu legen, die wir als Spieler versuchen müssen bis zum letzten Stein abzubauen, indem wir immer passende Pärchen bilden. Nun haben sich mit Dragon Castle, Horrible Games dieser Mahjong-Variante angenommen und daraus ein, durch diese Mahjong-Spiele inspiriertes, neues Brettspiel für bis zu vier Personen konzipiert. Jeder der einmal eine aufgebaute Partie Dragon Castle gesehen hat, wird das kaum leugnen können. Aber das Spiel weisst nur einige Ähnlichkeiten auf, spielt sich ansonsten aber ganz anders und gehörte für mich zu den interessantesten Releases des Jahres 2017.

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Santorini

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Santorini / Foto: Spieltroll

Santorini ist eine griechische Insel in der Ägäis, die berühmt für ihre weißen Gebäude mit den blauen Kuppeldächern ist, die zum Teil an den Klippen der Insel gebaut worden sind. Bereits 2004 nahm sich der kanadische Spieleerfinder Gordon Hamilton des Themas dieser Insel an und entwickelte Santorini als abstraktes Spiel. Dreizehn Jahre später und dank einer Kickstarter-Kampagne kam das Spiel in der vorliegenden Version nun mächtig aufgehübscht in die Verkaufsregale und wurde so auch endlich einer breiteren Masse zugänglich. Durch seine Aufmachung wirkt das Spiel sehr kindlich und an jüngere Käuferschichten gerichtet, doch da sollte man sich nicht täuschen lassen, es ist zwar für junge Spieler geeignet, ist aber von enormer strategischer Tiefe. Im Kern ist es ein abstraktes strategisches Bauspiel für zwei Personen, dass man auch zu dritt oder viert spielen kann. „Santorini“ weiterlesen

Azul

Azul Titelbild
Azul / Foto: Spieltroll

Als ich Azul zum ersten Mal sah, war ich total von seiner Optik und dem schönen Material begeistert, so sehr das ich es unbedingt haben musste. Das wiederum war gar nicht so einfach wie es klingt. Seitdem Azul auf der „Spiele des Jahres Auswahlliste“ steht ist es überall ziemlich vergriffen und einige Händler verlangen Fantasiepreise für dieses außergewöhnliche Spiel. Nach längerer Suche ist es mir dann doch gelungen ein Exemplar zu einem vernünftigen Preis zu ergattern und ich nehme es an dieser Stelle schon mal vorweg, alles andere als die Auszeichnung zum Spiel des Jahres für Azul würde mich stark verwundern.

Aber fangen wir Vorne an. Azul ist ein Familienspiel für zwei bis vier Personen mit einer Spieldauer von einer halben bis dreiviertel Stunde. Die Regeln sind wirklich sehr überschaubar und schnell erklärt. Trotzdem ist es im Segment der Familienspiele eines das ein wenig mehr taktische Tiefe hat, als es im ersten Moment vermuten lässt.

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