The Castles of Burgundy (Jubiläumsedition)

The Castles of Burgundy /
Foto: Spieltroll

Im März 2019 feierte die Marke Alea, die unter dem Ravensburger Spieleverlag ihre Spiele veröffentlicht, ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass veröffentlichte man damals eine neue Version von Vegas mit dem Titel Las Vegas Royale. Eine optisch aufgebohrte Version mit vielen Erweiterungen direkt in einer Box erhältlich. Eine Ankündigung folgte, dass Alea das auch mit weiteren Titeln vorhaben würde. Es schien ein wenig so, als hätte man sich die Kritik die Ende 2018 an der Optik und der Ausstattung ihres aktuellen Titels Carpe Diem sie ein wenig aufgerüttelt. Alea machen seit ihrem Bestehen mechanisch tolle und ansprechende Spiele, aber inzwischen sind sie in punkto Optik und Ausstattung ein wenig altbacken unterwegs. Nach der Ankündigung kam dann zur Messe im Oktober Teil 2 der Jubiläumseditionen und Die Burgen von Burgund sind als The Castles of Burgundy in einem neuen Gewand erschienen. Lange Jahre habe ich es nicht gespielt, bis es mich im letzten Frühjahr noch vor der neuen Version erwischte und ich eines der besten Brettspiele überhaupt kennenlernen durfte. Diese Review gilt aber natürlich der neuen Version die mit einigen Erweiterungen daher kommt.

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Klassiker – Small World

Small World ein Klassiker? Ja darüber kann man bestimmt streiten, aber ich finde schon. Zum einen hat es wirklich viel zu bieten, was einen Klassiker in meinen Augen ausmacht. Es hat einen gewissen Bekanntheitsgrad, war eine Zeit lang in aller Munde und wurde nahezu überall gespielt. Es ist zugänglich und bietet Spielspaß für jede Menge Runden. Trotzdem stammt das Spiel nur aus dem Jahr 2009, was ja gerade einmal 11 Jahre her ist. Nun ja, das ist nur die halbe Wahrheit, denn was viele gar nicht wissen, Phillipe Keyaerts erfand 1999 ein Spiel mit dem Namen Vinci und genau das ist der Vater dieses Spiels. Von der Mechanik her nahezu identisch aber mit einem historischen Thema versehen landete es im Jahr 2000 schon auf der Auswahlliste zum damaligen Spiel des Jahres. Small World hatte natürlich ein viel hipperes Thema und traf den veilbeschworenen Zeitgeist. Das Spiel wurde ein internationaler Hit, räumte Preise ab und ist bis heute ein tolles Spiel.

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The King´s Dilemma

Kings Dilemma / Foto: Spieltroll

Einige waren doch ziemlich überrascht, als The King´s Dilemma auf der Nominierungsliste für das Kennerspiel des Jahres auftauchte. Galt es doch seit dem letzten Jahr als ein kleiner Geheimtipp, aber nicht unbedingt als Spiel, dass die Massen begeistern könnte. Nun ja, ich muss sagen, dass die Einschätzung wohl stimmt. The King´s Dilemma ist ein wirkich spezielles Spiel, das definitv nicht für jeden etwas ist. Nichtmal für jeden Kenner- oder Vielspieler. Deswegen überrascht die Nominierung einerseits tatsächlich. Wenn man es aber gespielt hat, weiss man, warum es diese Nominierung verdient. The King´s Dilemma ist ein etwas anderes Legacyspiel, das einen irgendwann in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt, bis man zu seinem Ende kommt. Ich weiss, das klingt alles etwas kryptisch und ich versuche das zu erklären ohne zu spoilern. Also lege ich mal los, denn jedes weitere Wort der Einleitung ist verschenkt.

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Champions of Midgard – Die Unheilvollen Berge Erweiterung

Champions of Midgard – Die
Unheilvollen Berge -Erweiterung
/ Foto: Spieltroll

Ich habe mir schon des öfteren die Frage gestellt, warum Champions of Midgard eigentlich so beliebt ist? Ich komme zu keinem eindeutigen Ergebnis, aber es muss irgendwie an der Mischung liegen, die Champions of Midgard seinen Spielern bietet. Eurogame-Mechanismen auf der einen Seite in einem grundsoliden Workerplacement-Spiel paaren sich da mit Würfelorgien, die man aus dem Ameritrash gewohnt ist. Das wirkt alles seltsam, funktioniert aber und macht Spaß. Man braucht zwar ewig um das Spiel aufzubauen mit all seinen Elementen und Material, aber es lohnt sich und die Spielzeit ist erstaunlich kurz für dieses Monsterspiel. Inzwischen sind die ersten beiden Erweiterungen auch in deutscher Sprache von Corax erhältlich. Hier nehme ich mich zunächst der Erweiterung Die Unheilvollen Berge an, die mit viel neuem Material das Spiel ergänzt, aber es nicht großartig verändert.

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Detective

Detective / Foto: Spieltroll

Allmählig wird es Zeit mal etwas zu Detective zu schreiben. Das Spiel hat mittlerweile schon einiges an Zeit auf der Uhr und ich wollte es eigentlich erst durchspielen, bevor ich eine Rezension dazu schreibe. Bei Spielen, deren erhebliches Erlebnis von Story geprägt ist oder die eine Legacy-Erfahrung bieten, habe ich es mir selbst zur Regel gemacht erst alles zu sehen, bevor ich etwas dazu von mir gebe. Das kann mitunter schon ganz schön dauern, aber bei Detective bin ich mir inzwischen sicher, dass ich es es nicht mehr weiterspielen werde, auch wenn ich noch nicht alles gesehen habe. Trotzdem möchte ich meine bisherige Meinung zu diesem Spiel kundtun, auch wenn sie nicht das ganze Spiel umfasst, denn auch das hat für mich etwas über dieses Spielerlebnis auszusagen. Keine Angst auch hier werde ich nichts zur Story spoilern und mich nur vage zur Handlung äußern.

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Nah und Fern

Nah und Fern / Foto: Spieltroll

Ryan Laukat ist für mich ein recht faszinieredner Spieldesigner. Seine Kunst als Illustrator verfolge ich nun schon eine ganze Zeit und finde sie märchenhaft schön. Seit ein paar Jahre bringt der Illustrator nun schon seine eigenen Spielideen in seinem eigenen Verlag auf den Markt und von vielen seiner Spiele sind die meisten Menschen recht begeistert. Im letzten Jahr kam sein neues Spiel Roam zu uns nach hause und meine Frau und ich hatten uns sofort in das kleine Meisterwerk verliebt. Für mich stand seit dem fest, dass ich eines seiner großen Spiele unbedingt ausprobieren muss, um selbst zu erfahren, ob sie so gut sind, wie viele behaupten. Laukat erzählt Geschichten in seinen Spielen, was ja nichts besonderes ist, das tun immerhin ziemlich viele andere Autoren auch, aber in seinen Spielen sollen sich neben den Geschichten auch gute Mechaniken verbergen, die seine Spiele zu besonderen Erlebnissen werden lasse. Nun, Zeit das festzustellen. Nah und Fern gilt als sein bestes Spiel bisher.

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Spieletest – Eternal Palace

Schonmal an einem Spieletest teilgenommen? Ich tatsächlich nicht und da kam die Möglichkeit in der Coronazeit zu hause ein Spiel zu testen gerade recht. Mit meiner Frau zusammen haben wir am Spieletest für Eternal Palace von Alley Cat Games teilgenommen. Das Spiel soll im Verlauf des Jahres noch auf Kickstarter zur Unterstützung angeboten werden. In dieser Phase des Spieletestens geht es noch um das Finetuning mit bestimmten Spielerzahlen, ob alles verständlich ist, ob Dinge stören und wie die Ergebnisse ausfallen. Ganz unbedarft habe ich dazu einfach einen Link angeklickt und ein paar Daten eingegeben und nur ein paar Tage später direkt Antwort erhalten und einen weiteren Linke bekommen, unter dem man sich eine Print & Play-Version dowloaden konnte. Na dann mal los…

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Bumúntú

Bumúntú / Foto: Spieltroll

Abstrakte Spiele, die man mit mehr als zwei Spielern sinnvoll spielen kann, gibt es gar nicht mal so viele da draußen. Oftmals sind es nur Notlösungen, die ein Spiel, das eigentlich nur für zwei Personen gedacht ist, für mehr Spieler spielbar machen. So zum Beispiel bei Santorini, was man zu dritt spielen kann, aber eigentlich ein zwei Personen Spiel ist. Oder aber ein Spiel ist für zwei oder vier Spieler spielbar. Das schon alte Focus zum Beispiel ist ein gutes Beispiel für ein solches Spiel, das man auch mit drei oder vier Spielern gut spielen kann. Bumúntú von Tim Blank versucht sich ebenfalls in diesem Segment zu positionieren und wird dabei allein durch seine Optik schon zum Hingucker. Wenn man im Spieleladen an dem farbenfrohen, afrikanisch anmutendem, Cover vorbeigeht, schaut man sich das Spiel unweigerlich an. Irgendwie wird das Interesse geweckt und man schaut sich auch die Rückseite an und ist geneigt Bumúntú eine Chance zu geben. Zumindest geht es mir so…

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Caverna – Die Höhlenbauern

Caverna – Die Höhlenbauern / Foto: Spieltroll

In den letzten Wochen habe ich endlich ein paar Spiele nachgeholt, die ich schon recht lange auf meinem Zettel der noch zu spielenden Spiele hatte. Eines von ihnen war Caverna von Uwe Rosenberg. Die ganzen sogenannten Rosenberg Meisterwerke stammen zum Großteil aus der Zeit, in der ich aus diversen Gründen leider nicht so wahnsinnig viel spielen konnte. Ich war nur bewundernder Zaungast und nicht aktiv in die wunderbaren Spiele involviert, die über diverse Jahre erschienen sind. Agricola kam gerade raus und ich hatte mir immer vorgenommen das irgendwann zu spielen. Habe ich bis heute immer noch nicht nachgeholt (immerhin Agricola – Das Familienspiel findet sich hier im Blog), dafür steht nun Caverna hier bei uns im Schrank und ich konnte es vor nicht allzu langer Zeit ein paar Male spielen. Uwe Rosenberg scheint immer wenn er sich einer Mechanik annimmt ziemlich besessen zu sein und veröffentlicht gleich mehrere Werke zu dieser Mechanik. Zu der Zeit von Agricola, Caverna und Co. scheint das die Worker-Placement-Mechanik zu sein. Ja, und wenn Herr Rosenberg etwas macht, oh man, dann macht er das richtig…

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Klong!

Klong! – Ein Deckbau-Abenteuer / Foto: Spieltroll

Vor Kurzem habe ich mir endlich mal eine Kopie von Klong! besorgt, einem Spiel, dass ich schon seit ziemlich langer Zeit einmal selbst spielen wollte. Der Grund, warum ich bei Klong! schon immer etwas länger gezögert habe ist tatsächlich der saftige Preis. Der Inhalt der Schachtel ist durchaus überschaubar und 60 Euro ist da schon wirklich ein bißchen heftig. Aber, egal, ich lass den Preis ersteinmal außen vor, das Spielprinzip hat mich immer schon neugierig gemacht. Klong! ist ein Deckbuilder mit einer zusätzlichen Push Your Luck Komponente. Eigentlich könnte man sogar sagen Klong! als Spiel ist ein einziger Push Your Luck-Mechanismus, den man mit Deck Building spielt. Häh? Ja, genau so ist es!

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