Decktective – Blutrote Rosen

Decktective – Blutrote Rosen /
Foto: Spieltroll

Mit Deckscape brachten Abacusspiele eine kleine Exitgame-Variante nach Deutschland die man problemlos überall spielen konnte, weil sie in einer kleinen Kartenspielschachtel unterkam und nur aus einem Kartendeck bestand. Das funktionierte erstaunlich gut und hat inzwischen sieben Teile hervorgebracht. Nun wollen sie auch den Deduktionsmarkt verkleinern und die beiden Autoren Martino Chiacchiera und Silvano Sorrentino nehmen sich diesem Genre in gleicher Weise an. Abacus hatte zuvor schon mit Sherlock versucht diesen Bereich spielerisch abzudecken, allerdings ist das in meinen Augen nicht gelungen. Zu unausgegoren erschien mir die ganze Spielidee, Spaß machte das ganze jedenfalls auf Dauer und mit mehr Spielern nicht. Ich konnte mir zunächst einmal nicht genau vorstellen wie die beiden Autoren hier an die Sache herangehen, aber das kleine Schachtelformat und die Tatsache, dass auf ihr mit einem 3D-Tatort geworben wurde, machte mich sehr neugierig. Natürlich ist die Review spoilerfrei!

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Detective

Detective / Foto: Spieltroll

Allmählig wird es Zeit mal etwas zu Detective zu schreiben. Das Spiel hat mittlerweile schon einiges an Zeit auf der Uhr und ich wollte es eigentlich erst durchspielen, bevor ich eine Rezension dazu schreibe. Bei Spielen, deren erhebliches Erlebnis von Story geprägt ist oder die eine Legacy-Erfahrung bieten, habe ich es mir selbst zur Regel gemacht erst alles zu sehen, bevor ich etwas dazu von mir gebe. Das kann mitunter schon ganz schön dauern, aber bei Detective bin ich mir inzwischen sicher, dass ich es es nicht mehr weiterspielen werde, auch wenn ich noch nicht alles gesehen habe. Trotzdem möchte ich meine bisherige Meinung zu diesem Spiel kundtun, auch wenn sie nicht das ganze Spiel umfasst, denn auch das hat für mich etwas über dieses Spielerlebnis auszusagen. Keine Angst auch hier werde ich nichts zur Story spoilern und mich nur vage zur Handlung äußern.

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Chronicles Of Crime – Noir Erweiterung

Chronicles of Crime – Noir Erweiterung

Chronicles of Crime war für mich eine der Überraschungen der letzten Jahre, nicht nur das es einen wahnsinnig guten Job macht, wenn es um das Detektivgenre geht, nein, zusätzlich zeigt es der Spielewelt auch noch, wie man innovativ moderne Technik in ein Brettspiel integriert. Wo andere scheitern und einen sinnvollen Umgang nur versuchen, ist es bei Chronicles of Crime tragendes Element ohne das Spiel zu stören. Klingt ein wenig verworren, muss man aber tatsächlich mal erlebt haben und gehört für mich zu den innovativsten Ideen der letzten Jahre. In Villen des Wahnsinns zweite Edition ist die Appunterstützung ebenfalls sehr gelungen, aber auf eine andere Weise, die nur logisch erscheint, hier ist sie das Werkzeug und gehört als Mechanik zum Spiel. Natürlich sind Detektivspiele für die Technik durch ihren Informationsgehalt auch prädestiniert. Für dieses tolle Spiel gibt es noch Erweiterungen und Noir ist eine von ihnen. Wie ich in meiner damaligen Review schon angedeutet habe ist das System von Chronicles of Crime dafür ausgelegt, es auch in andere Welten und Zeiten zu verlagern. Mit der Noir-Erweiterung ist der erste Schritt bereits getan.

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Detective Stories: Fall 3 – Stillsee

Detective Stories: Fall 3 – Stillsee / Foto: Spieltroll

Nachdem ich im letzten Jahr recht unverhofft zu Fall eins dieser Serie, das Feuer in Adlerstein gekommen bin, haben wir uns, weil uns der erste Teil sehr gut gefallen hat, auf der Spiel in Essen den dritten Fall gegönnt, der zu diesem Zeitpunkt brandneu war. Bis jetzt, ins neue Jahr hinein, haben wir es ausgehalten und den eingeschweißten Karton in unserem Spieleschrank stehen gelassen, um ihn an einem verregneten Sonntagnachmittag zu erleben, denn spielen kann man das halt nur bedingt nennen. Die Detective Stories sind genau das was ihr Name aussagt, eine Detektivgeschichte, in der wir der handelnde Detektiv sind und versuchen müssen anhand der Informaionen, die uns in dieser Schachel zur Verfügung gestellt werden, den vrliegenden Fall zu lösen. Dazu können wir alle Hilfsmittel zur Verfügung nehmen, von denen wir denken, dass sie hilfreich sein könnten. Ein Spiel mit hohem Immersionsgrad, aber ist Stillsee genauso gut wie Das Feuer in Adlerstein?

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Detective Stories: Fall 1 – Das Feuer in Adlerstein

Detective Stories: Fall 1 / Foto: Spieltroll

Ziemlich unverhofft bin ich vor kurzem an eine Kopie vom ersten Fall dieser Spieleserie gekommen. Ein Freund schrieb mir eine Mail mit dem Kommentar: „Du kriegst bald ein Paket.“ Ziemlich erstaunt über die Fähigkeiten eines gelb roten Lieferdienstes hielt ich bereits am nächsten Tag ein Paket in Händen, deren Inhalt nun Gegenstand dieser Review sein soll. Detective Stories von IDVENTURE befand sich in dem Karton. Genauer gesagt der erste Fall „Das Feuer in Adlerstein“. Mein Freund hatte sich das Spiel zugelegt und es an mich weitergereicht, weil er dachte es könnte meine Frau und mich interessieren. Und ja, ich hatte in der Vergangenheit schon öfters darüber nachgedacht einen der Fälle von IDVENTURE auszuprobieren. Nun war es aber endlich soweit und wir haben uns nicht besonders viel Zeit gelassen, diese unverhoffte Überraschung auch sofort zu testen. Man muss allerdings sagen, dass es sich bei dem Fall nicht um ein Spiel im herrkömlichen Sinn handelt. Es gibt keine Regeln und es ist ein Kriminalfall, den man mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln lösen muss.

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Klassiker – Scotland Yard

In meiner kleinen Klassiker-Rubrik soll es heute mal wieder um ein Spiel aus meiner Kindheit gehen. Scotland Yard habe ich mir ausgesucht, denn es ist auch heute noch ein wirklich spielenswertes Werk aus den frühen 80er Jahren. War man es doch in dieser Zeit meistens noch gewohnt mit Würfeln Figuren über Spielfelder zu scheuchen, war Scotland Yard eines der Frühwerke dessen, was wir heute als „gutes“ Brettspiel bezeichnen. Die Spieler sind hier nämlich in keinster Weise von Glückselementen betroffen und müssen nur durch ihren eigenen Gehirnschmalz herausfinden, wo sich ihr Gegenspieler auf dem Spielplan befindet. Natürlich mus man da auch ab und zu mal eine glückliche Entscheidung treffen und muss versuchen den Gegenspieler einzuschätzen, aber alles liegt in der Hand des Spielers, keine Karte oder Würfel als Entscheidungsträger. Der Mechanismus ist so simpel, dass man Scotland Yard innerhalb weniger Minuten erklären kann, da bleibt immer noch Zeit für eine weitere Partie mit vertauschten Rollen beim brettspielgewordenen Räuber und Gendarm- Erlebnis. Außerdem ist es bis heute ein Millionenseller und hat viele Leute sehr beeinflusst.

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Sherlock – Letzter Aufruf

Sherlock – Letzter Aufruf / Foto: Spieltroll

Als ich von der neuen Sherlock-Kartenspielserie hörte, war ich sofort interessiert. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass man mit einem Spiel,das so groß ist wie ein Skatspiel, einen kompletten Kriminallfall mit mehreren Spielern gemeinsam lösen können soll und das ganze auch noch Spaß macht. Zum Auftakt der Serie sind bei Abacus Spiele erst mal drei Fälle der beiden spanischen Designer Josep Izquierdo Sánchez und Martí Lucas Feliu erschienen. Weitere sollen aber folgen. Da meine Frau und ich ja Deduktionsspielfans sind, habe ich mir den ersten Fall, Letzter Aufruf, besorgt, um das Spiel einmal auszuprobieren. Die Schachtel ist wirklich winzig und enthält neben 32 Karten nur noch eine Anleitung. Was mich stutzig machte, waren die Daten auf der Schachtel. Angeblich soll man das Spiel mit bis zu acht Personen Spielen können und es soll tatsächlich eine Stunde dauern. All das gilt es zu klären.

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Klassiker – Sherlock Holmes Criminal-Cabinet

In letzter Zeit kam es öfter vor, dass ich bei der anhaltenden Welle von Deduktionsspielen den Namen von Sherlock Holmes Criminal-Cabinet lobend erwähnt habe. Es wird also höchste Zeit diesen Klassiker entsprechend zu würdigen und so habe ich ihn aus meiner Sammlung ausgegraben, um ihn nicht nur den Jüngeren vorzustellen, sondern auch den Älteren wieder ins Gedächtnis zu rufen. Das amerikanische Original mit dem Titel Sherlock Holmes Consulting Detective hat in diesem Jahr bereits 38 Jahre auf dem Buckel. Die deutsche Version erhielt im Jahre 1985 den Preis für das Spiel des Jahres und war damals ihrer Zeit voraus. Ganz besonders wird das deutlich, wenn man sich den heutigen Boom bei dieser Art von Spielen anschaut und meiner Meinung nach müssen sie sich alle mit diesem Klassiker vergleichen lassen, denn eine intensivere Beschäftigung mit den Aufgaben eines Kriminalisten hat es lange Zeit nicht gegeben.

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Deadline

Deadline / Foto: Spieltroll

Meine Frau und ich lieben ja Rätsel- und Deduktionsspiele. Als ich zum erstenmal etwas von Deadline gesehen hatte, das ist gut zwei Jahre her, fand ich das Konzept so faszinierend, dass ich immer gehofft habe, es würde einen deutschen Verlag finden. Nun ist es endlich so weit und Pegasus-Spiele haben sich Deadline gekrallt. Deadline besticht durch ein zweigeteiltes Konzept, indem man sich zuerst durch Kartenauslegen Hinweise zu einem Kriminalfall erspielen muss und nachdem man die Hinweise gesammelt hat versucht man anhand dieser den Fall zu lösen. In dieser Phase muss man dann nur durch die Texte auf den Hinweiskarten auf die Lösung kommen. Hier können sich Krimifüchse dann austoben und nach Herzenslust interpretieren, kombinieren und Beweise zu einem Tathergang verknüpfen.

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Chronicles of Crime

Chronicles Of Crime / Foto: Spieltroll

Bisher fand ich viele Spiele, die versucht haben eine App auf einem Smartphone in ein Spiel zu integrieren meist nicht besonders gelungen. Irgendwie wirkte es oft aufgesetzt, manchmal überflüssig oder einfach schlecht umgesetzt. Als ich das erste mal von Chronicles of Crime hörte schwante mir Schlimmes. Ich bin ein großer Fan des Klassikers Sherlock Holmes Criminal-Cabinet und Vergleiche ließen mich aufhorchen, aber dann dieses Appding, dem ich mehr als skeptisch gegenüberstand. Aber nachdem ich es selber ausprobieren konnte war die Skepsis wie weggeflogen und ich kann nur sagen, dass David Cicurel sich hier mächtig was hat einfallen lassen und es für meinen Geschmack sogar schafft das Feeling des Klassikers in die Neuzeit zu transferieren. Genau so, muss eine Appanbindung an ein Spiel sein.

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