Buntes Burano

Buntes Burano / Foto: Spieltroll

Eines der ersten Spiele die ich über die Spieleschmiede unterstützt habe, war Buntes Burano, das im Original bei Emperor S4 Games erschienen ist. Ein Verlag aus Asien dem man durchaus mal etwas mehr Beachtung schenken sollte, denn er hat einige tolle Spiele in seinem Sortiment, so stammt zum Beispiel auch das hervorragende Hanamikoji ursprünglich von diesem Verlag. Buntes Burano gehört ebenfalls in die Kategorie von Spielen, die man aufgrund dessen, was sie machen, schon kennt. Sie erfinden das Rad absolut nicht neu, aber sie spielen sich mit einer Leichtigkeit und sind so schön eingängig, das man sie immer wieder gerne aus dem Schrank holt, um eine Partie zu spielen. In Buntes Burano renovieren wir einen Straßenzug dieses venezianischen Stadtteils, der durch seine bunten Häuser berühmt ist. Dabei versuchen wir die möglichst punkteträchtigste Kombination von Karten hinzubekommen.

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Villagers

Villagers / Foto: Spieltroll

KOSMOS hat sich mit Villagers eines erfolgreichen Kickstarter-Projektes angenommen, das es im Jahr 2018 doch tatsächlich auf eine schon sehr beachtliche Summe von fast 500000 Pfund gebracht hat. Die hier vorliegende Version beinhaltet natürlich nicht den ganzen Stetch-Goal-Inhalt der Kickstarter-Kampagne und wurde auch gleich um den Solomodus gekürzt, aber ansonsten haben wir es hier mit dem gleichen Spiel in deutscher Lokalisierung zu tun. Der norwegische Autor Haakon Garder liefert hier mit seinem Erstlingswerk ein schönes Aufbauspiel mit einem Drafting Mechanismus ab. Darüber hinaus besticht Villagers mit seinem sehr klaren und eigenwillig minimalistischen Design, was mir persönlich sehr gut gefällt. Soviel sein vorweggenommen, das Cover des Spiels ist fast schon das farbigste was Villagers zu bieten hat. Aber seht selbst.

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Natives

Natives / Foto: Spieltroll

Indianer! Nein, das ist heutzutage nicht mehr politisch korrekt, Ureinwohner ist da einfach besser. In diesem Fall geht es um die Ureinwohner Nordamerikas und das Spiel ist nicht, wie man jetzt vielleicht irrtümlicherweise annehmen könnte, von einem Amerikaner entwickelt worden, nein, es stammt von drei Russen. Genauer gesagt von Trehgrannik, einer Autorengruppe, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Spiele für Jedermann/frau zu entwerfen. Der Doktor, der Architekt und der Ingenieur basteln in ihrer wahrscheinlich beschränkten freien Zeit an diversen Spielen herum und in dem einzigen, das ich bisher kennenlernen durfte und heute hier vorstellen möchte geht es eben um die Ureinwohner Amerikas und ihr Leben in der weiten Prärie. Ich nehme an dieser Stelle gleich mal vorweg, dass das Spiel im Kern absolut unthematisch ist und es eigentlich nur um die Mechanik geht. Das muss aber ja nicht schlecht sein…

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Die Tavernen im Tiefen Thal

Die Tavernen im Tiefen Thal / Foto: Spieltroll

Auch in diesem Jahr kommt man an einem Autor einfach nicht vorbei. Die Rede ist von Wolfgang Warsch, der bereits im letzten Jahr für Furore gesorgt hatte, weil er gleich mit drei Spielen für die Spiele des Jahres-Auszeichnungen nominiert war. Mit den Tavernen im Tiefen Thal legt er dieses Jahr nach und bringt einen, nach der Beschreibung recht seltsam klingenden, Mischmasch an den Start. Die Tavernen im Tiefen Thal vereint nämlich sowohl die Mechaniken des Deckbuilding, als auch des Dice Drafting und einer in diesem Fall Dice-Placement zu nennenden Komponente. Dabei geht es hier im wesentlichen um das Betreiben einer lukrativen Taverne. Das Spiel ist dabei recht einfach zu erlernen, weil Herr Warsch sich ein modulares System überlegt hat, mit dem man das Spiel nach und nach komplexer machen kann und es so Schritt für Schritt erlernt.

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Fields of Green Erweiterung – Noch Grüner

Fields of Green Erweiterung – Noch Grüner / Foto: Spieltroll

Diese Erweiterung ist ursprünglich gar keine echte, denn bei Noch Grüner handelt es sich eigentlich um eine Ansammlung von Kickstarter Promo-Karten und Mini-Erweiterungen der Kampagne. Diese wurden später dann aber auch über die Spieleschmiede und Artipia Games als Erweiterung verkauft. Fields of Green ist an sich schon ein sehr gelungenes Spiel und braucht eigentlich gar keine Erweiterungen, aber ich war schon gespannt, was sich Vangelis Bagiartakis da für die Kickstarterkampagne noch so ausgedacht hat und habe sie mir für eines meiner aktuellen Lieblingsspiele doch zugelegt. Mal sehen ob sich das lohnt, oder ob man dann doch darauf verzichten kann.

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Flügelschlag

Flügelschlag / Foto: Spieltroll

Was lange währt… Man, man, habe ich lange auf dieses Spiel gewartet! Anscheinend ging das nicht nur mir so, denn zwischenzeitlich wurde ziemlich viel Kritik an Stonemaier Games und auch an Feuerland geübt, weil es über einen langen Zeitraum zu Lieferengpässen kam. Ach, was sag ich da, Lieferengpässe wäre ja noch schöngeredet, es gab schlicht keine Exemplare mehr. Daraus zogen natürlich einige Händler ihren Vorteil und verkauften Restexemplare von Flügelschlag zu Fantasiepreisen. Flügelschlag verkaufte sich anscheinend so gut, das selbst die nachbestellten Auflagen bereits vor erscheinen wieder ausverkauft waren. Manchmal kann man villeicht einfach nicht vorrausahnen was man da in seinem Verlagsprogramm hat. Ich habe mein Exemplar erst erhalten, als es den Kennerspielpreis des Jahres 2019 erst erhalten hatte. Deshalb gibt es erst jetzt ein Review von mir dazu.

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Fields of Green

Fields Of Green / Foto: Spieltroll

„Auf ins Grüne!“ steht unter dem Titel auf der Schachtel und das ist natürlich nicht ganz ernst zu nehmen, denn zum einen ist das Leben auf einem Bauernhof nicht unbedingt Urlaub und alles grün ist da natürlich auch nicht. Wer sich aber gern spielerisch mit Bauernhöfen beschäftigen möchte ohne mit kleinen Tierfigürchen und Treckern auf dem Fußboden rumzukriechen, der sollte mal einen Blick in Fields of Green von Vangelis Bagiartakis erschienen bei Artipia Games werfen. Hier wird nämlich das Thema Bauernhof, wie ich finde, ziemlich anständig abgearbeitet. Es geht darum Felder anzulegen, Tiere zu versorgen, Gebäude zu bauen und seinen Hof zu einem erfolgreichen Unternehmen zu entwickeln. Ein trockenes Wirtschaftsspiel darf man aber nicht erwarten, hier geht es eher darum, seine Karten richtig anzuordnen um seine Ziele zu erreichen.

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Hanamikoji

Hanamikoji / Foto: Spieltroll

Hanamikoji setzt sich aus den beiden japanischen Worten Hanami für Blütenschau, was uns zum Beispiel aus der japanischen Kirschblüte und dem Spiel Ohanami geläufig ist und dem Wort koji, dass soviel heißt wie Vertrauen, zusammen. Im übertragenen Sinn sind mit der Blütenschau wohl die Geishas gemeint, um die sich das Spiel dreht und deren Gunst wir erringen wollen, wie es auch auf der Verpackung steht. Aber eigentlich ist Hanamikoji nur eine Straße in Kyoto die ein Synonym für den Rotlichbezirk der Stadt ist und das ist auch auf dem Cover des Spiels so zu erkennen. Hanamikoji ist mir von mehreren Seiten wärmstens empfohlen worden. Es gehört ebenfalls zu den Spielen des Emperor S4 Verlages aus Asien, der für einige sehr schöne Spiele verantwortlich ist und in den letzten Jahren diese auch versucht am europäischen Markt unterzubringen. Ursprünglich stammt Hanamikoji schon aus dem Jahr 2013 und wurde 2017 von KOSMOS in Deutschland in der vorliegenden Form veröffentlicht. Ein reines Zwei-Personen Kartenspiel, dass mit relativ wenig Regeln und Spielmaterial auskommt.

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Ohanami

Ohanami / Foto: Spieltroll

Rommyartige Spiele, bei denen es darum geht bestimmte Auslagen mit Zahlenwerten zu machen, finde ich in der Regel eher nicht so spannend. Das könnte daran liegen, dass ich früher als Kind mit meiner Mutter und einer Freundin meiner Mutter immer sehr viel Rommy gespielt habe. Heutzutage versuche ich es zu vermeiden. Aber ab und zu kommt von irgendwoher ein Spiel, dass das zugrundeliegende Konzept aufgreift und etwas aufpeppt und neu verpackt. Ohanami gehört irgendwie schon in diese Kategorie, macht aber irgendwie mehr Laune. „Es ist Frühling und in Japan blühen die Kirschbäume. Staunend betrachten und feiern die Menschen diese vergängliche Schönheit. Auf Japanisch heißt das OHANAMI.“, das steht hinten auf der Verpackung und was das Ganze mit dem Rommy zu tun hat, sehen wir gleich.

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Bunny Kingdom

Bunny Kingdom / Foto: Spieltroll

Richard Garfield ist nicht gerade ein Spieldesigner der sich durch einen hohen Output an Spielen auszeichnet. Aber dafür kommen immer mal wieder echte Perlen von ihm in den Handel. 2017 veröffentlichte er bei Iello, Bunny Kingdom, das zunächst einmal durch das Hasenthema und die Optik des Illustrators Paul Mafayon, Aufsehen erregte. Hinter der durchaus sehr niedlichen Fassade verbirgt sich allerdings ein gar nicht mal so niedliches Machtsspiel, um die Vorherrschaft im Hasenkönigreich. Bunny Kingdom bedient sich dabei eines einfachen Drafting-Mechanismusses, der aber zu weitreichenden Entscheidungen führen kann und macht das Spiel zu einer gar nicht mal so einfach zu lösenden Aufgabe. Also ein Spiel für erfahrene Spieler?

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