#07 Was ist eigentlich? – Drafting

Nach den anfänglichen Begriffserklärungen über bestimmte Spielarten in dieser Kategorie, möchte ich mich nun den ersten Mechaniken widmen, die in Brettspielen zum Einsatz kommen. In meinem Blog benutze ich viele dieser Begriffe ganz unbedarft und vergesse gerne mal, dass nicht jeder Interessierte all diese Begriffe auch kennt. Den Anfang soll heute zunächst einmal eine der populärsten Mechaniken überhaupt machen: das Drafting.

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Klong!

Klong! – Ein Deckbau-Abenteuer / Foto: Spieltroll

Vor Kurzem habe ich mir endlich mal eine Kopie von Klong! besorgt, einem Spiel, dass ich schon seit ziemlich langer Zeit einmal selbst spielen wollte. Der Grund, warum ich bei Klong! schon immer etwas länger gezögert habe ist tatsächlich der saftige Preis. Der Inhalt der Schachtel ist durchaus überschaubar und 60 Euro ist da schon wirklich ein bißchen heftig. Aber, egal, ich lass den Preis ersteinmal außen vor, das Spielprinzip hat mich immer schon neugierig gemacht. Klong! ist ein Deckbuilder mit einer zusätzlichen Push Your Luck Komponente. Eigentlich könnte man sogar sagen Klong! als Spiel ist ein einziger Push Your Luck-Mechanismus, den man mit Deck Building spielt. Häh? Ja, genau so ist es!

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Carnival of Monsters

Carnival of Monsters / Foto: Spieltroll

Im Jahr 2017 gab es einen Versuch Carnival of Monsters via Kickstarter zu finanzieren. Man hatte die Idee das Spiel mit Grafiken von bekannten Magic The Gathering Künstlern zu versehen, bekanntermaßen Richard Garfields Meisterwerk. Aus welchen Gründen auch immer es geschah weiss ich tatsächlich gar nicht so genau, auf jeden Fall wurde die Kampagne abgebrochen. Im letzten Jahr ist das Spiel dann bei Amigo doch erschienen und wurde von vielen bekannten Künstlern verziert. Im Spiel geht es um verschienene Landschaften und Monster die in ihnen Leben und jeweils ein Künstler wurde gebeten eine Landschaft mit samt der Monster zu gestalten, was dem Spiel auf jeden Fall einen besonderen Look gibt. Im Vorfeld zur letztjährigen Spiel in Essen gehörte Carnival of Monsters zu meinen meist erwarteten Titeln und die Tatsache das erst heute ein Review erscheint zeigt, dass ich mich wohl intensiv mit dem Spiel beschäftigt haben muss?

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10 Minuten Raub – Der Turm des Zauberers

10 Minuten Raub – Der Turm des Zauberers / Foto: Spieltroll

In der Welt von Valeria spielen inzwischen eine ganze Menge Spiele. Eines der ersten ist der 10 Minuten Raub, ein wirklich schönes kleines Spiel, das in Deutschland von Leichtkraft, der kleinen Serie mit leichteren Spielen vom Schwerkraft-Verlag, vertrieben wird. Schön heisst in diesem Fall tatsächlich, wunderschön. Denis Martynets verwandelt dieses kleine Set Collection-Spiel in eine kleine Augenweide. Der Titel des Spiels täuscht uns ein wenig, denn, obwohl eine Partie tatsächlich nur so um die 10 Minuen dauert, handelt es sich hier nicht um ein Echtzeitspiel. Ein kleines Spiel für Zwischendurch, das in meinen Augen nur einen kleinen aber entscheidenden Fehler hat. Schön ist es aber und ich kann mich nicht von ihm trennen.

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Revolution of 1828

Revolution of 1828 / Foto: Spieltroll

Revolution of 1828 ist der zweite 2-Spieler Titel in der bisher drei Spiele umfassenden kleinen Geschichtsreihe von Frosted Games. Diese Spiele sind allesamt auf Kennerspielniveau angesiedelt und versprechen durch ihre Aufmachung und die ausführlichen Informationen in der Anleitung zum Thema einen hohen geschichtlichen Informationsgehalt. Ich bin Fan solcher Spiele und befürworte ausdrücklich auch einen Einsatz von Spielen im Schulunterricht, um jungen Menschen solch komplexere Sachverhalte zu vermitteln. Deswegen hoffe ich das in Zukunft noch viel mehr Titel dieser Art erscheinen werden, die Themen behandeln, mit denen man spielerisch Wissen vermitteln kann. Zugegeben, das Thema von Revolution of 1828 ist jetzt nicht unbedingt etwas das im normalen Geschichtsunterricht vorkommt, aber die Ausrichtung des Spiels stimmt. Hier geht es nämlich um den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf aus dem Jahre 1828.

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Paladine des Westfrankenreichs

Paladine des Westfrankenreichs / Foto: Spieltroll

Etwas länger hat es gedauert, bis ich die passenden Worte für mein Spiel des letzten Jahres gefunden habe. Die Paladine des Westfrankenreichs ist in seiner Gänze nicht leicht zu beschreiben und ich werde auch später in dieser Rezension nur in Details auf Dinge eingehen können, denn das Spiel umfassend zu beschreiben, wie ich es eigentlich sonst fast immer tue, sprengt definitiv den Rahmen. Das Spiel ist in all seinen Elementen tatsächlich sehr umfangreich, aber, das sei schon vorab erwähnt, spielerisch gar nicht mal so schwer zu verstehen. Wenn man die Erklärung und alle Elemente einmal erfasst hat, dann spielt es sich locker in einer angenehmen Spielzeit herunter. Die Paladine, den Rest lasse ich jetzt einfach mal weg, ist der zweite Teil in der zweiten Spiele-Trilogie von Sam Phillips und S J Macdonald. Den ersten Teil, die Architekten des Westfrankenreichs, habe ich im letzten Jahr bereits gebührend abgefeiert und mit diesem Werk legen sie ordentlich nach.

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Buntes Burano

Buntes Burano / Foto: Spieltroll

Eines der ersten Spiele die ich über die Spieleschmiede unterstützt habe, war Buntes Burano, das im Original bei Emperor S4 Games erschienen ist. Ein Verlag aus Asien dem man durchaus mal etwas mehr Beachtung schenken sollte, denn er hat einige tolle Spiele in seinem Sortiment, so stammt zum Beispiel auch das hervorragende Hanamikoji ursprünglich von diesem Verlag. Buntes Burano gehört ebenfalls in die Kategorie von Spielen, die man aufgrund dessen, was sie machen, schon kennt. Sie erfinden das Rad absolut nicht neu, aber sie spielen sich mit einer Leichtigkeit und sind so schön eingängig, das man sie immer wieder gerne aus dem Schrank holt, um eine Partie zu spielen. In Buntes Burano renovieren wir einen Straßenzug dieses venezianischen Stadtteils, der durch seine bunten Häuser berühmt ist. Dabei versuchen wir die möglichst punkteträchtigste Kombination von Karten hinzubekommen.

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Villagers

Villagers / Foto: Spieltroll

KOSMOS hat sich mit Villagers eines erfolgreichen Kickstarter-Projektes angenommen, das es im Jahr 2018 doch tatsächlich auf eine schon sehr beachtliche Summe von fast 500000 Pfund gebracht hat. Die hier vorliegende Version beinhaltet natürlich nicht den ganzen Stetch-Goal-Inhalt der Kickstarter-Kampagne und wurde auch gleich um den Solomodus gekürzt, aber ansonsten haben wir es hier mit dem gleichen Spiel in deutscher Lokalisierung zu tun. Der norwegische Autor Haakon Garder liefert hier mit seinem Erstlingswerk ein schönes Aufbauspiel mit einem Drafting Mechanismus ab. Darüber hinaus besticht Villagers mit seinem sehr klaren und eigenwillig minimalistischen Design, was mir persönlich sehr gut gefällt. Soviel sein vorweggenommen, das Cover des Spiels ist fast schon das farbigste was Villagers zu bieten hat. Aber seht selbst.

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Natives

Natives / Foto: Spieltroll

Indianer! Nein, das ist heutzutage nicht mehr politisch korrekt, Ureinwohner ist da einfach besser. In diesem Fall geht es um die Ureinwohner Nordamerikas und das Spiel ist nicht, wie man jetzt vielleicht irrtümlicherweise annehmen könnte, von einem Amerikaner entwickelt worden, nein, es stammt von drei Russen. Genauer gesagt von Trehgrannik, einer Autorengruppe, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Spiele für Jedermann/frau zu entwerfen. Der Doktor, der Architekt und der Ingenieur basteln in ihrer wahrscheinlich beschränkten freien Zeit an diversen Spielen herum und in dem einzigen, das ich bisher kennenlernen durfte und heute hier vorstellen möchte geht es eben um die Ureinwohner Amerikas und ihr Leben in der weiten Prärie. Ich nehme an dieser Stelle gleich mal vorweg, dass das Spiel im Kern absolut unthematisch ist und es eigentlich nur um die Mechanik geht. Das muss aber ja nicht schlecht sein…

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Die Tavernen im Tiefen Thal

Die Tavernen im Tiefen Thal / Foto: Spieltroll

Auch in diesem Jahr kommt man an einem Autor einfach nicht vorbei. Die Rede ist von Wolfgang Warsch, der bereits im letzten Jahr für Furore gesorgt hatte, weil er gleich mit drei Spielen für die Spiele des Jahres-Auszeichnungen nominiert war. Mit den Tavernen im Tiefen Thal legt er dieses Jahr nach und bringt einen, nach der Beschreibung recht seltsam klingenden, Mischmasch an den Start. Die Tavernen im Tiefen Thal vereint nämlich sowohl die Mechaniken des Deckbuilding, als auch des Dice Drafting und einer in diesem Fall Dice-Placement zu nennenden Komponente. Dabei geht es hier im wesentlichen um das Betreiben einer lukrativen Taverne. Das Spiel ist dabei recht einfach zu erlernen, weil Herr Warsch sich ein modulares System überlegt hat, mit dem man das Spiel nach und nach komplexer machen kann und es so Schritt für Schritt erlernt.

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