Ich mach´s allein – Solospiele

Die Geschichte der Solospiele oder des Solospielens, ist eine voller Mißverständnisse. Der Brettspieler an sich gilt in der heutigen Zeit ja zunehmend als Nerd oder Geek. Früher war das, in Deutschland zumindest, noch ein wenig anders, oder trübt mich meine Erinnerung da? In der Familie gelegentlich ein Brettspiel zu spielen, gehörte in einem Haushalt mit Kindern in Deutschland irgendwie immer dazu. Für niemanden galt das als nerdig oder geekig. Ich habe das Gefühl, das sich das gerade ändert. Brettspielen an sich gilt nicht als besonders hip, obwohl es einen enormen Zulauf hat. Man wird gerne mal als Freak abgestempelt. Noch viel schlimmer verhält es sich mit dem Thema des Solospielens. Das gilt sogar noch in den meisten Brettspielerkreisen als seltsam oder zumindest nicht richtig, da sich die meisten ja rühmen Gesellschaftsspiele zu spielen, um in Gesellschaft zu sein. Man fühlt sich gerne als was besseres, als diese ganzen Videospieljunkies, die alleine vor den Bildschirmen versauern und keinerlei soziale Kontakte mehr haben. Das ist natürlich stark überzeichnet. Aber was ist dran am Solospielen? Seltsam oder doch im Trend?

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Spieleabend #7

Es ist mal wieder Spieleabendzeit und wie jedes Mal, machte ich mir auch bei diesem Abend vorher ein paar Gedanken, was wir spielen könnten. Eines stand von vornherein fest: ein weiteres Exit sollte gespielt werden und wir entschieden uns für „Die verlassene Hütte“. Damit waren ja schonmal gut zwei Stunden des nächsten Abends abgedeckt und ich mußte mir nur ein paar andere Spiele überlegen, die wir spielen konnten. Wie immer galt, nicht all zu komplex, eher ein bißchen mehr Abwechslung und gerne mal was Neues, was man noch nicht so kennt. Wie immer war es ein Disaster, ich grübelte und grübelte und fand eher zuviel als zuwenig, von dem ich aber die Hälfte dann wieder strich. Wie immer gingen wir dann aber doch mit Prall gefüllten Taschen zu unserer Kollegin.

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Spieleabend #6

Bereits zum sechsten Mal trafen wir uns in diesem Sommer, um Spiele auszuprobieren und eine gute Zeit zu haben. Es war sehr warm an diesem Tag, wie ja eigentlich im ganzen Sommer. Zuerst überlegte ich, ob wir irgendwelche sommerlichen Spiele zu hause haben, die thematisch in die Zeit passten, aber so richtig ließ sich nichts finden. Also packten wir einfach ein fettes Paket von vielen kleinen Spielen, die wir unseren Gastgebern vorstellen und beibringen wollten. Außerdem hatten wir uns vorgenommen ein weiteres Exit-Spiel zu lösen. Nicht weniger als acht Spiele schleppten wir zum Spieleabend und fünf davon spielten wir an diesem Abend sogar.

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Exit – Das Spiel

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Exit – Die verlassene Hütte / Foto: Spieltroll

Seit 2016 bereits veröffentlichen Inka und Markus Brand beim Kosmos Verlag die äußerst beliebte Escape-Room Spieleserie „Exit“ und nachdem der Hype in der realen Welt langsam schon wieder abebbte, fing in der Spielewelt erst alles an. Bis heute sind bereits über zehn verschiedene dieser Exit-Spiele erschienen. Im Jahr 2017 konnten die beiden sogar den Kennerspiel des Jahres Preis mit nach hause nehmen. Auf viele wirkte das Konzept des Wegwerfspiels zunächst genauso befremdlich wie dereinst der Legacygedanke. Grundidee des Spiels ist es nämlich, für all diejenigen, die die Exit-Reihe noch nicht kennen sollten, dass man mitunter sämtliche Komponenten des Spiels benötigt, um Rätsel zu lösen, das beinhaltet, sowohl das bemalen und deformieren des Spielmaterials, wie auch Einbeziehungen des Kartons, der Anleitung usw. Das Material ist danach nciht mehr benutzbar. Ich hatte zunächst ebenfalls ein Hämniss, Teile des Spiels zu zerstören oder unbrauchbar zu machen und am Ende das Spiel wegschmeißen zu können. Wenn man es doch wenigstens weitergeben könnte, damit noch mehr Leute in den Genuß dieser Spiele kommen können. Viele probieren das in der Tat und kopieren sich das Spielmaterial, um das Spiel wieder verkaufen zu können. Das ist in meinen Augen aber leider nicht das Gleiche.

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Spieleabend #3

Aller guten Dinge sind drei sagt man ja bekanntlich, aber unser dritter Spieleabend sollte der erste werden, der wegen einem Spiel als nicht ganz so gelungen in die Annalen eingehen wird. Ich muss ein wenig ausholen, denn während der Jahre in denen ich mich nicht aktiv mit Brettspielen beschäftigte, beobachtete ich aber dennoch den Spielemarkt und bekam natürlich auch einige Neuheiten mit, so ging auch das Genre der Legacy-Games nicht an mir vorrüber und ich war auch ziemlich fasziniert. Ich konnte mir auch nicht vorstellen ein Spiel durch permanente Veränderungen so zu verwandeln, dass es hinterher nur noch auf diese eine Weise spielbar sein sollte. Als dann aber Pandemic Legacy auch noch auf der Kennerspiel des Jahres Liste stand dachte ich mir irgendwas müssen die ja richtig machen. Jahre vergingen und ich traute mich nicht es zu kaufen denn günstig war es auch nie. Als wir dann aber diese Spielerunde ins Leben riefen dachte ich es wäre an der Zeit. Na ja war es wohl nicht aber zunächst legten wir mit einem völlig anderen Spiel los.

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