Lost Cities

Lost Cities / Foto: boardgamegeek.com

Fesselnde Expedition für zwei verspricht das Lost Cities Cover aus der KOSMOS Spieleserie „Für Zwei Spieler“ und das tut es tatsächlich schon seit 1999. Lost Cities ist ein Spiel von Reiner Knizia und gehört seit nun mehr über zwanzig Jahren zum Portfolio von KOSMOS, es wird alle paar Jahre neu aufgelegt und findet anscheinend immer noch Käufer. Allerdings hat das Spiel mit fesselnden Expeditionen genausoviel zu tun wie Äpfel mit rostigen Schrauben. Soll heißen, Lost Cities hat einfach überhaupt kein Thema, aber dass muss ja nichts heißen, denn Reiner Knizia ist ein Meister seines Fachs und weiß eigentlich was er tut. Wer Lost Cities noch nicht kennt, sollte es kennenlernen, um auch im nächsten Urlaub ein schönes unkompliziertes Urlaubsspiel dabei zu haben.

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Carnival of Monsters

Carnival of Monsters / Foto: Spieltroll

Im Jahr 2017 gab es einen Versuch Carnival of Monsters via Kickstarter zu finanzieren. Man hatte die Idee das Spiel mit Grafiken von bekannten Magic The Gathering Künstlern zu versehen, bekanntermaßen Richard Garfields Meisterwerk. Aus welchen Gründen auch immer es geschah weiss ich tatsächlich gar nicht so genau, auf jeden Fall wurde die Kampagne abgebrochen. Im letzten Jahr ist das Spiel dann bei Amigo doch erschienen und wurde von vielen bekannten Künstlern verziert. Im Spiel geht es um verschienene Landschaften und Monster die in ihnen Leben und jeweils ein Künstler wurde gebeten eine Landschaft mit samt der Monster zu gestalten, was dem Spiel auf jeden Fall einen besonderen Look gibt. Im Vorfeld zur letztjährigen Spiel in Essen gehörte Carnival of Monsters zu meinen meist erwarteten Titeln und die Tatsache das erst heute ein Review erscheint zeigt, dass ich mich wohl intensiv mit dem Spiel beschäftigt haben muss?

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Klassiker – Scotland Yard

In meiner kleinen Klassiker-Rubrik soll es heute mal wieder um ein Spiel aus meiner Kindheit gehen. Scotland Yard habe ich mir ausgesucht, denn es ist auch heute noch ein wirklich spielenswertes Werk aus den frühen 80er Jahren. War man es doch in dieser Zeit meistens noch gewohnt mit Würfeln Figuren über Spielfelder zu scheuchen, war Scotland Yard eines der Frühwerke dessen, was wir heute als „gutes“ Brettspiel bezeichnen. Die Spieler sind hier nämlich in keinster Weise von Glückselementen betroffen und müssen nur durch ihren eigenen Gehirnschmalz herausfinden, wo sich ihr Gegenspieler auf dem Spielplan befindet. Natürlich mus man da auch ab und zu mal eine glückliche Entscheidung treffen und muss versuchen den Gegenspieler einzuschätzen, aber alles liegt in der Hand des Spielers, keine Karte oder Würfel als Entscheidungsträger. Der Mechanismus ist so simpel, dass man Scotland Yard innerhalb weniger Minuten erklären kann, da bleibt immer noch Zeit für eine weitere Partie mit vertauschten Rollen beim brettspielgewordenen Räuber und Gendarm- Erlebnis. Außerdem ist es bis heute ein Millionenseller und hat viele Leute sehr beeinflusst.

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Klassiker – Die Siedler von Catan

Fast 25 Jahre ist dieses Spiel jetzt alt und es veränderte die Spielwelt nachhaltig. Catan, wie es nach seiner Umbenennung von 2015, nur noch heißt ist ein Meilenstein in der Spielehistorie, ohne das es viele Spiele in der heutigen Form wahrscheinlich nicht gegeben hätte, oder wir würden natürlich über ein anderes Spiel reden, das die Türen für eine neue Spieleflut geöffnet hätte. Insbesondere in Übersee, allen voran in den Vereinigten Staaten schlug die Siedler von Catan dann auch noch massiver ein und veränderte eine komplette Sicht- und Denkweise auf Brettspiele. Seit Catan gibt es überhaupt erst den Begriff „Eurogame“ in der Brettspielerszene. In Amerika nennt man so ein Spiel dann auch „German-Style-Game“.

Der zu diesem Zeitpunkt erst zwanzig Jahre alte Spieltroll, der schon damals ein begeisterter Brettspielverrückter war hatte irgendwo von diesem revolutionären Spiel gelesen und musste es sofort haben. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr genau daran erinnern, wo ich es gekauft habe, aber ich war bereits beim lesen der sehr kurzen Regeln begeistert. Die Einstiegsregel passte auf eine einzige Seite! Meine damalige Spielrunde und ich spielten es am Wochenende gleich mehrmals und wir waren alle total begeistert von dem simplen, friedfertigen Siedlungsspiel mit Handelseinschlag. Es hatte genau die richtige Menge Glück, die man durch schlaues Handeln ausgleichen konnte und durch den Räuber konnte man seine Mitspieler auch ein wenig ärgern.

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