Pagoda

Heute ist mal wieder Zeit ein bißchen in der Vergangenheit zu wühlen und ein Spiel hervorzuholen, dass bereits fünf Jahre alt ist, aber wie ich finde, leider nicht genug Aufmerksamkeit bekommen hat. Die Rede ist von Pagoda von Arve D. Fühler, erschienen bei Pegasus Spiele. Leider sieht das Spiel mit seinem Schachteldesign irgendwie ein wenig zu bieder aus, um die Aufmerksamkeit zu erregen, die es vom spielerischen eigentlich verdient hätte. Pagoda ist ein reines zwei Personenspiel und gehört meiner Meinung nach zu den besseren Spielen für zwei Spieler. Das ein wenig ernüchternde Äußere macht Pagoda aber durchaus wieder wett, wenn es einmal auf dem Tisch steht und das Spiel schon ein bißchen im Gange ist, dann entfaltet es seine Wirkung und Zuschauer sind schnell fasziniert von der Türmchenstapelei.

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Klassiker – Bang!

Auch diesen Monat möchte ich wieder über einen echten Klassiker berichten. Ein Spiel das über all die Jahre seit seinem Erscheinen nicht nur Jubel und Beifall geerntet hat, sondern auch von vielen Spielern nicht gemocht wird. Einige Elemente von Bang! sind für moderne Spiele NoGos. Dennoch hat Bang!, meiner Meinung nach, den Status eines Klassikers verdient, denn es brachte immer schon Jung und Alt, Spieler und Nicht-Spieler, sowie Western-Fans an einen großen Tisch zusammen, um ihren eigenen Italowestern nachzuerleben. Emiliano Sciarra, der Designer von Bang! hat bis zum Erscheinen von Bang! 2002 noch kein anderes Spiel veröffentlicht und trifft mit dem Italowestern-Kartenspiel anscheinend auf Anhieb den Zeitgeist kurz nach der Jahrtausendwende, denn auf jeder Convention und jedem Spielertreffen wird zu dieser Zeit Bang! gespielt. Eine Runde Bang! geht einfach immer und es ist egal ob jemand ausschiedet oder nicht. Bei Spielertreffen geht der Spieler einfach weiter und macht was anderes. Allerdings darf man nicht verschweigen, dass eine Runde Bang! auch lange dauern kann.

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Paper Tales

Papier Tales / Foto: Spieltroll

Nach einem kleinen Osterurlaub melde ich mich zurück und möchte mit einer Rezension zu einem sehr interessanten Titel beginnen: Paper Tales. Erschienen bei Frosted Games und vertrieben über Pegasus Spiele hat dieses kleine aber feine Spiel von Masato Uesugi in der letzten Zeit schon für ein bißchen Aufmerksamkeit gesorgt. Das liegt zum einen tatsächlich an der sehr ungewöhnlichen Aufmachung des ganzen Pakets, vom Schachteldesign bis hin zu den einzelnen Illustrationen der Karten, als auch am Spielkonzept an sich. Pegasus verortet Paper Tales selbst als Kennerspiel und das entspricht auch meinem Eindruck, wobei man dazu sagen muss, dass der Zugang zu Paper Tales viel niedriger liegt. Jeder, auch im Familiensektor kann Paper Tales spielen, aber es zu meistern wird einiges mehr an Energie und Zeit verbrauchen. Aber dazu komme ich später. Wir haben es also mit einem in allen Belangen recht ungewöhnlichem Spiel zu tun. Last euch überraschen.

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Colt Express

Colt Express / Foto: Spieltroll

2015 schaffte Colt Express das Kunststück sich den Preis für das Spiel des Jahres 2015 abzuholen und das war, wie ich finde, eine große Überraschung. Konkurrenz gab es nämlich eigentlich genug und einige der besten Spiele schafften es nicht mal auf die Auswahlliste. Im Endeffekt setzte sich Colt Express gegen Machi Koro und das extrem beliebte Uwe Rosenberg Spiel Patchwork durch. Colt Express konnte mit zwei Sachen punkten, die die Jury letztendlich überzeugen konnten. Zum einen ist dort das Westernthema, das nach wie vor im Brettspielbereich absolut nicht vorherrschend ist und nur ab und zu einen guten Vertreter hervorbringt und zum anderen die wunderbare Optik des Spiels mit seinem dreidimensionalen Zug, der zum anfassen für die Spieler das Spielbrett bildet. Aber reicht das aus?

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Villainous

Villainous / Foto: Spieltroll

Ich bin leider kein allzu großer Disney-Experte. Ich kenne viele der Filme aus meiner Jugend, aber alles was so ab 1990 erschienen ist kenn ich nur recht vage. Bei meiner Frau ist das ganz anders. Manche Filme kann sie tatsächlich wörtlich mitsprechen. Gibt es gute und relevante Brett- oder Kartenspiele mit Disneylizenz? Ich kenne keines. Natürlich zieht sich das Franchise durch sämtliche Spieleklassiker und wird vermarktet wie blöde, aber mir ist tatsächlich ansonsten kein gutes eigenständiges Disneyspiel bekannt. Deswegen lohnt es sich vielleicht Villainous, was so viel heißt wie bösartig, einmal anzutesten, denn zum einen sieht es erstaunlich gut aus und zum anderen hat es eine sehr coole Prämisse. Wer schon immer mal einen Bösewicht spielen wollte, ist bei diesem Spiel genau richtig.

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Hero Realms

Hero Realms / Foto: Spieltroll

Mit Hero Realms und der Veröffentlichung des Reviews habe ich lange gehadert, denn ich muss hier eine Neuerung einführen: Das Zwei-in-Eins-Review! Hero Realms als einzelnes Spiel zu rezensieren kann man machen, muss man aber nicht. Alleine betrachtet wäre es ein generischer Fantasy-Deckbuilder, der seinen Spielern ein bißchen zu wenig bieten würde. Seltsamerweise verwandelt sich Hero Realms durch die hinzugenommenen Charakter-Pack Erweiterungen, die jeweils nur ein paar Karten hinzufügen in ein so viel besseres Spiel, dass es mir unmöglich erscheint diese beiden Dinge zu trennen. Ich nehme es vorweg: Niemand sollte Hero Realms ohne die Charakter-Packs spielen! Deswegen werde ich diese beiden Dinge hier zusammenfassen und sie als eins betrachten. Natürlich werde ich im Text darauf hinweisen, was Bestandteile des Grundspiels sind und was Ergänzung, aber diese sind wirklich nur minimal.

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Tal der Kaufleute – Gründliche Europäische Biber Erweiterung

Tal der Kaufleute – Gründliche Europäische Biber / Foto: Spieltroll

Der kleine sympathische Deckbuilder Tal der Kaufleute kann neues Futter, in Form von Tiervölkern die gegeneinander im Handelswettstreit um den besten Marktstandt liegen, immer gut gebrauchen. Nach den ersten beiden Sets mit jeweils sechs Tiervölkern kam nun die Mini-Völkererweiterung der gründlichen Europäischen Biber heraus und bereichert das Spiel um ein weiteres Volk. Ein Tierkartensatz besteht ja nur aus ein paar wenigen Karten (15 insgesamt), weshalb in dem kleinen Deck auch noch acht weitere Ramschkarten, sowie eine Minimarktkarte enthalten sind. Die Biber werden natürlich auch über den Schwerkraft-Verlag vertrieben und wer sich zu einem Bundle-Kauf der ersten beiden Spiele und einer Spielmatte entscheidet bekommt sie gratis oben drauf. Für alle die sie so Erwerben wollen finde ich sie mit sechs Euro ein wenig überteuert.

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Deadline

Deadline / Foto: Spieltroll

Meine Frau und ich lieben ja Rätsel- und Deduktionsspiele. Als ich zum erstenmal etwas von Deadline gesehen hatte, das ist gut zwei Jahre her, fand ich das Konzept so faszinierend, dass ich immer gehofft habe, es würde einen deutschen Verlag finden. Nun ist es endlich so weit und Pegasus-Spiele haben sich Deadline gekrallt. Deadline besticht durch ein zweigeteiltes Konzept, indem man sich zuerst durch Kartenauslegen Hinweise zu einem Kriminalfall erspielen muss und nachdem man die Hinweise gesammelt hat versucht man anhand dieser den Fall zu lösen. In dieser Phase muss man dann nur durch die Texte auf den Hinweiskarten auf die Lösung kommen. Hier können sich Krimifüchse dann austoben und nach Herzenslust interpretieren, kombinieren und Beweise zu einem Tathergang verknüpfen.

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Der Unterhändler – Der Boss Erweiterung

Der Unterhändler – Der Boss Erweiterung / Foto: Spieltroll

Vor kurzem habe ich ein Review zu Der Unterhändler hier auf meinem Blog verfasst und war eigentlich positiv überrascht vom ersten Spiel das ich mir gekauft habe, das ich nur alleine spielen kann. Der Unterhändler ist zwar kein ganz großer Wurf, aber dennoch unterhaltsam. Heute soll es nun um das erste Erweiterungspaket „Der Boss“ für das Spiel gehen. Insgesamt sind zum Zeitpunkt dieses Reviews bereits einige zusätzliche Pakete für das Spiel erhältlich. Die ersten Erweiterungen liefern dabei allesamt neue Geiselnehmer, um die Auswahl und Wiederspielbarkeit zu erhöhen. Grundsätzlich eine gute Idee das Spiel durch neue Herausforderungen zu erweitern.

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Keyforge

Keyforge / Foto: Spieltroll

Keyforge löste im letzten Jahr schon ein bißchen so etwas wie einen Hype aus. Überall hörte man plötzlich von dem neuen Konzept der Unique-Games. Gemeint sind damit Spiele, bei denen sich die Inhalte einer Spieleschachtel von allen anderen unterscheiden. Jeder, der sich das Spiel zulegt, hat also anderen Inhalt. Im ersten Moment musste ich an einen neuen Versuch denken, das nächste Magic – The Gathering in Umlauf zu bringen, als ich dann auch noch hörte das Magic Mastermind Richard Garfield hinter Keyforge steckte wurde ich hellhörig. Garfield hatte auch in der Vergangenheit öfters behauptet, das ihm die Formate von Magic am liebsten sind, bei denen man einen begrenzten kleinen Pool von Karten hat und man auch mal dazu gezwungen ist schlechtere Karten zu spielen. Keyforge ist nun seine Umsetzung zu dieser Idee. Kein Sammelkartenspiel, sondern eines, bei dem man nur ein einziges Deck benötigt. In Keyforge sind diese bereits vorkonstruiert und der Deckbau entfällt komplett.

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