Arkham Noir – Fall 1: Die Hexenkult-Morde

Arkham Noir – Fall 1: Die Hexenkult-Morde / Foto: Spieltroll

Ich mag ja den Cthulhu-Mythos rund um H.P. Lovecraft sehr gerne, aufmerksame Leser dieses Blogs wissen das., aber ich mag tatsächlich nicht jedes Spiel zu diesem Thema und das liegt in der Natur des lovecraftschen (was ein Wort) Horrors. Teil seines Mythos ist das Imverborgenliegende und das Unerklärliche und manche Spiele setzen das einfach nicht gut um. Der Storyaspekt muss für mich neben den spielerischen Mechaniken stimmen und sich im Idealfall gut ergänzen. Arkham Horror – Das Kartenspiel macht das zum Beispiel auf eine wirklich eindrucksvolle Weise. Ich komme aber meist nicht drumherum mir die neuen Spiele mit dem Cthulhu-Mythos anzuschauen, weil ich neugierig bin. Auf das hier vorliegende Arkham Noir war ich aber besonders gespannt, denn es war spielerisch für mich irgendwie geheimnisvoll, da es ein Solokartenspiel ist und optisch sprach es mich an, da es irgendwie zum Thema passt. Nun, da ich es ausführlich getestet habe, möchte ich mit meiner Meinung zu diesem kleinen Solospiel nicht hinter dem Berg halten.

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Ecos – Der erste Kontinent

Ecos – Der Erste Kontinent / Foto: Spieltroll

John D Clair ist ein Spieleautor, den ich mir immer gerne anschaue, denn seit ein paar Jahren gehört er fest zu meinem Spielekosmos. Eines der Spiele, die bei uns sehr regelmäßig auf den Tisch kommen und das ich inzwischen auch als App auf dem Smartphone gegen Computergegner spielen kann, ist Mystic Vale. Ein Spiel bei dem er etwas total neues versucht hat, das Card-Crafting, und damit bei meiner Frau und mir ins Schwarze traf. Mit Ecos geht er diesmal aber einen anderen Weg. Er holt einen ziemlich alten Mechanismus aus der Versenkung hervor und strickt ein modernes Spiel drumherum. Die Rede ist von Bingo, ja richtig gelesen Bingo, aber bitte nicht gleich weitergehen, ihr könntet etwas verpassen. John D Clair versucht mit Ecos – Der Erste Kontinent diesem angestaubten Spielprinzip neues Leben einzuhauchen und nicht nur in meinen Augen schafft er das ziemlich gut.

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Watergate

Watergate / Foto: Spieltroll

Frosted Games haben sich ja ein bißchen den Brettspielen mit historischem Bildungsauftrag verschrieben und eine Zweispielerserie ins Leben gerufen, die sich mit geschichtlichen Ereignissen beschäftigt und uns diese auch in geeigneter Form, mit akkuraten Texten zur Wissenvermittlung, darbietet. Den Anfang machte 13 Tage, in dem es um die Kubakrise ging und schließlich Revolution of 1828, dass die erste politische Schmierenkampagne Mithilfe der Medien zum Präsidentschaftswahlkampf von John Quincy Adams und Andrew Jackson thematisiert. Nun kommt der dritte Titel in der Serie, der sich eines der politisch dunkelsten Kapitel der Amerikanischen Geschichte vornimmt, der Watergate-Affaire um Richard Nixon. Der bis heute einzige Präsident der Vereinigten Staaten, der von seinem Amt zurückgetreten ist, oder sagen wir besser zurücktreten musste. Michael Cramer liefert uns dazu einen Schlagabtausch zwischen dem Büro des Präsidenten und den Journalisten der Washington Post.

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Res Arcana

Res Arcana / Foto: Spieltroll

Langweiliger und generischer könnte die Prämisse eines neuen Spieles kaum sein, als es die vom neuen Tom Lehmann Spiel, Res Arcana, ist. Duelle zwischen unterschiedlich begabten Magieren, die Ressourcen benutzen um ihre Magie zu wirken. Ja, schon wieder! Magic, Ashes usw. lassen recht schön Grüßen. Aber, Tom Lehmann der Autor von Race for the Galaxy ist ein Name der in der Spielebranche aufhorchen lässt und deshalb sollte man vielleicht mal einen Blick riskieren. Eigentlich weiss der gute Mann nämlich was er tut und wenn ein Titel trotz des generischen Looks und der schon gefühlt tausend mal gehörten Prämisse in den Handel schafft, muss ja vielleicht doch mehr dahinterstecken. Deshalb war ich sehr gespannt, was mich da bei Res Arcana erwartet.

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Hanamikoji

Hanamikoji / Foto: Spieltroll

Hanamikoji setzt sich aus den beiden japanischen Worten Hanami für Blütenschau, was uns zum Beispiel aus der japanischen Kirschblüte und dem Spiel Ohanami geläufig ist und dem Wort koji, dass soviel heißt wie Vertrauen, zusammen. Im übertragenen Sinn sind mit der Blütenschau wohl die Geishas gemeint, um die sich das Spiel dreht und deren Gunst wir erringen wollen, wie es auch auf der Verpackung steht. Aber eigentlich ist Hanamikoji nur eine Straße in Kyoto die ein Synonym für den Rotlichbezirk der Stadt ist und das ist auch auf dem Cover des Spiels so zu erkennen. Hanamikoji ist mir von mehreren Seiten wärmstens empfohlen worden. Es gehört ebenfalls zu den Spielen des Emperor S4 Verlages aus Asien, der für einige sehr schöne Spiele verantwortlich ist und in den letzten Jahren diese auch versucht am europäischen Markt unterzubringen. Ursprünglich stammt Hanamikoji schon aus dem Jahr 2013 und wurde 2017 von KOSMOS in Deutschland in der vorliegenden Form veröffentlicht. Ein reines Zwei-Personen Kartenspiel, dass mit relativ wenig Regeln und Spielmaterial auskommt.

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Jaipur

Jaipur / Foto: Spieltroll

Kamele, Kamele, Kamele und um ein paar andere Waren auch noch gibt es in Jaipur. In diesem Handelsspiel dreht sich alles um das Tauschen, Ein- und Verkaufen von Waren im indischen Jaipur. Sébastien Pauchon, der schweizer Mitbegründer von Ystari und Gameworks ist ja mittlerweile Mitglied der Space Cowboys, die eine neue Version von Jaipur auf den Markt gebracht haben. Deshalb wird es Zeit für mich, hier im Blog, dieses Kleinod einmal zu würdigen. Man kann sich tatsächlich darüber streiten, ob man Jaipur schon als Klassiker einordnen möchte oder nicht, denn es hat wirklich bereits 10 Jahre auf dem Buckel. Allen Menschen, die gerne zu zweit spielen, sei Jaipur schon vorab wärmstens empfohlen, denn bei Jaipur handelt es sich um ein reines 2 Personen-Spiel in dem der Handel mit Warenkarten im Vordergrund steht. Klingt zunächst gar nicht mal so aufregend und eher ein bißchen drög, ist aber ein wirklich schönes Spiel.

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Pagoda

Heute ist mal wieder Zeit ein bißchen in der Vergangenheit zu wühlen und ein Spiel hervorzuholen, dass bereits fünf Jahre alt ist, aber wie ich finde, leider nicht genug Aufmerksamkeit bekommen hat. Die Rede ist von Pagoda von Arve D. Fühler, erschienen bei Pegasus Spiele. Leider sieht das Spiel mit seinem Schachteldesign irgendwie ein wenig zu bieder aus, um die Aufmerksamkeit zu erregen, die es vom spielerischen eigentlich verdient hätte. Pagoda ist ein reines zwei Personenspiel und gehört meiner Meinung nach zu den besseren Spielen für zwei Spieler. Das ein wenig ernüchternde Äußere macht Pagoda aber durchaus wieder wett, wenn es einmal auf dem Tisch steht und das Spiel schon ein bißchen im Gange ist, dann entfaltet es seine Wirkung und Zuschauer sind schnell fasziniert von der Türmchenstapelei.

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Klassiker – Bang!

Auch diesen Monat möchte ich wieder über einen echten Klassiker berichten. Ein Spiel das über all die Jahre seit seinem Erscheinen nicht nur Jubel und Beifall geerntet hat, sondern auch von vielen Spielern nicht gemocht wird. Einige Elemente von Bang! sind für moderne Spiele NoGos. Dennoch hat Bang!, meiner Meinung nach, den Status eines Klassikers verdient, denn es brachte immer schon Jung und Alt, Spieler und Nicht-Spieler, sowie Western-Fans an einen großen Tisch zusammen, um ihren eigenen Italowestern nachzuerleben. Emiliano Sciarra, der Designer von Bang! hat bis zum Erscheinen von Bang! 2002 noch kein anderes Spiel veröffentlicht und trifft mit dem Italowestern-Kartenspiel anscheinend auf Anhieb den Zeitgeist kurz nach der Jahrtausendwende, denn auf jeder Convention und jedem Spielertreffen wird zu dieser Zeit Bang! gespielt. Eine Runde Bang! geht einfach immer und es ist egal ob jemand ausschiedet oder nicht. Bei Spielertreffen geht der Spieler einfach weiter und macht was anderes. Allerdings darf man nicht verschweigen, dass eine Runde Bang! auch lange dauern kann.

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Paper Tales

Papier Tales / Foto: Spieltroll

Nach einem kleinen Osterurlaub melde ich mich zurück und möchte mit einer Rezension zu einem sehr interessanten Titel beginnen: Paper Tales. Erschienen bei Frosted Games und vertrieben über Pegasus Spiele hat dieses kleine aber feine Spiel von Masato Uesugi in der letzten Zeit schon für ein bißchen Aufmerksamkeit gesorgt. Das liegt zum einen tatsächlich an der sehr ungewöhnlichen Aufmachung des ganzen Pakets, vom Schachteldesign bis hin zu den einzelnen Illustrationen der Karten, als auch am Spielkonzept an sich. Pegasus verortet Paper Tales selbst als Kennerspiel und das entspricht auch meinem Eindruck, wobei man dazu sagen muss, dass der Zugang zu Paper Tales viel niedriger liegt. Jeder, auch im Familiensektor kann Paper Tales spielen, aber es zu meistern wird einiges mehr an Energie und Zeit verbrauchen. Aber dazu komme ich später. Wir haben es also mit einem in allen Belangen recht ungewöhnlichem Spiel zu tun. Last euch überraschen.

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Colt Express

Colt Express / Foto: Spieltroll

2015 schaffte Colt Express das Kunststück sich den Preis für das Spiel des Jahres 2015 abzuholen und das war, wie ich finde, eine große Überraschung. Konkurrenz gab es nämlich eigentlich genug und einige der besten Spiele schafften es nicht mal auf die Auswahlliste. Im Endeffekt setzte sich Colt Express gegen Machi Koro und das extrem beliebte Uwe Rosenberg Spiel Patchwork durch. Colt Express konnte mit zwei Sachen punkten, die die Jury letztendlich überzeugen konnten. Zum einen ist dort das Westernthema, das nach wie vor im Brettspielbereich absolut nicht vorherrschend ist und nur ab und zu einen guten Vertreter hervorbringt und zum anderen die wunderbare Optik des Spiels mit seinem dreidimensionalen Zug, der zum anfassen für die Spieler das Spielbrett bildet. Aber reicht das aus?

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