Calavera

Calavera / Foto: Spieltroll

Klaus-Jürgen Wrede ist wohl einer der erfolgreichsten Spieleautoren, obwohl er eigentlich nur ein Spiel erfunden hat, das richtige Erfolge feiern konnte. Er ist der Erfinder von Carcassonne und seit dem Erscheinen seines Millionensellers, ist er für mich nicht weiter sonderlich in Erscheinung getreten. Ich kenn zwar ein paar weitere Spiele von ihm, wie Bali oder Rapa Nui, aber dem Vergleich mit Carcassonne hält das alles nicht stand. Um so überraschter war ich, als ich unlängst dieses kleine Würfelspiel mit Namen Calavera beim Moses Verlag fand und fesstellte das es von Klaus-Jürgen Wrede ist. Calavera spricht mich von der mexikanisch anmutenden Optik mit dem namensgebenden Totenkopf gleich an und wie sollte es anders sein, es enthält Würfel und einen Block. Das nächste Roll & Write ist da! Inzwischen dürfte es wirklich kaum einen namhaften Autor geben, der noch kein Roll & Write veröffentlicht hat. Calavera hat aber eine kleine Besonderheit. Es ist ein bißchen gemein!

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Man muss auch gönnen können

Man muss auch Gönnen können /
Foto: Spieltroll

Ulrich Blum hatte sich im letzten Jahr gerade erst mit Minecraft – Biomes & Builders einen überraschenden Achtungserfolg erzielt, der erstaunlich gut funktionierte, da kommt er dieses Jahr zusammen mit Jens Merkl und dem Spiel, Man Muss Auch Gönnen Können, wieder in den Fokus. Im Vorfeld der Spiel des Jahres-Nominierungen wurde dieses, in der Klein & Fein-Reihe des Schmidt Spiele-Verlages erschienende, Roll & Write der beiden als heißer Kandidat für eine Nominierung gehandelt. Wie wir nun wissen, hat es das Spiel nicht mal auf die Empfehlungsliste geschafft. Ich finde, und muss das auch so hart sagen, völlig zu recht ist es dort nicht gelandet. Man Muss Auch Gönnen Können macht genausoviel richtig gut, wie es auch erhebliche Dinge falsch macht. Welche dabei was tun, möchte ich in folgendem Beitrag klären und ob das die Schuld der Autoren oder eher des Redakteurs sind, sei als Frage durchaus in den Raum gestellt.

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On Tour

On Tour

Es gibt inzwischen soviele Roll & Writes, dass man fast schon den Überblick verlieren könnte. In den letzten Jahren gab es einen regelrechten Boom um die meist kleinen Spielchen für Zwischendurch und auch dieses Jahr hat eines die Chance zum Kennerspiel des Jahres gewählt zu werden. Die Auswahl ist wirklich riesengroß, aber leider ist die Qualität nicht immer gut. Meiner Meinung nach liegt das daran, dass sich so ein Roll & Write natürlich verhältnismäßig einfach entwickeln und produzieren lässt. Die Spielidee muss einfach stimmen, sonst macht es einfach keinen Spaß und darunter leiden sehr viele Roll & Writes. Wenn es darum geht die besten Spiele dieses Genres zu bennen, dann wird der Name On Tour des öfteren mal genannt. Dem möchte ich mal auf den Grund gehen und habe mir deshalb eine Kopie besorgt. Das Spiel gehörte auch schon in meiner Essen Vorschau zu meinen begehrten Titeln, aber es war schlichtweg nicht zu bekommen. Jetzt ist wieder eine neue Auflage erschienen und ich habe zugeschlagen. Das Spiel kommt übrigens nicht von einem bekannten Verlag, nein, es kommt von einem Spieltisch-Hersteller!

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#12 Was ist eigentlich? – Roll & Write

Willkommen zurück auf der Schulbank am Freitag. In dieser kleinen Serie erkläre ich Begriffe aus der Spielewelt. Gerade für Neulinge in der wunderbaren Welt der Spiele können die ganzen „Fachbegriffe“ mit denen sich die Kundigen untereinander unterhalten für etliche Fragezeichen im Gesicht sorgen. Diese Woche soll es um den Begriff der Roll & Writes gehen. Einem Genre das es schon ziemlich lange gibt, sich aber eher bedeckt gehalten hat, bevor es in den letzten Jahren einen wahren Boom gab. Was ist das eigentlich? Ein Roll and Write?

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Corinth – Print and Play Version

Corinth / Foto: boardgamegeek.com

Sébastien Pauchon, der Autor von Corinth und der Verlag Days of Wonder haben sich für die Leute daheim, während sie sich im Social Distancing üben etwas, wie ich finde, nachahmungswürdiges überlegt. Sein Spiel Corinth gibt es derzeit zum Download als Print & Play-Version. Alles was man dazu braucht sind ein paar Würfel, die der geneigte Spieler eh Zuhause hat. Ein wirklich feiner Zug und so kommt man in den Genuss dieses eigentlich schon etwas ältere Spiel im frischen Gewand einmal auszuprobieren. Älteres Spiel? Ja, denn bei Corinth handelt es sich um eine neue Version von Yspahan im momentan sehr angesagten Roll and Write-Genre. Yspahan stammt ursprünglich aus dem Jahre 2006 und hat somit schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Ich habe mir das Ganze mal heruntergeladen, ausgedruckt und ein paar Würfel gesucht.

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Imperial Settlers Roll & Write

Imperial Settlers Roll & Write / Foto: Spieltroll

Als ich vor einiger Zeit davon gehört habe, dass es ein Roll & Write Spiel von Ignacy Trzewiczek im Imperial Settlers Universum geben soll, war ich hin und weg, denn ich bin großer Fan des Basisspiels. Dann kamen allerdings die ersten Reaktionen und Rezensionen zum Spiel und die waren zumindest meistens recht negativ. Nur vereinzelt wurden ein paar positive Dinge gesagt, ansonsten war es doch viel Negatives, von dem ich auf anhieb aber nicht alles so ganz nachvollziehen kann. Also legte ich es mir zu, um es selbst auszuprobieren. Imperial Settlers Roll & Write ist Ignacy Trzewiczeks Beitrag zum Roll & Write Genre und inwiefern das mit den Imperial Settlers zu tun hat bleibt zu klären. Also fangen wir wie immer Vorne an.

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Die Burgen von Burgund – Das Würfelspiel

Die Burgen von Burgund -Das Würfelspiel / Foto: Spieltroll

Seit nun mehr als über acht Jahren gilt „Die Burgen von Burgund“ als eines der besten Brettspiele überhaupt. Stefan Feld hat ein fantastisches Meisterwerk im sehr umkämpften Feld der Eurogames geschaffen. Die Burgen von Burgund verstrickt geschicktes Plättchenlegen mit Würfelwürfen und einer Prise Set Collection zu einem einmaligen Spielerlebnis, bei dem jeder Spieler auf seinem eigenen Tableau plant. Seit einigen Jahren versucht Alea mit weiteren Spielen bestehende Marken weiter zu melken. Meistens bringen sie Karten- oder Würfelspielversionen von Spielen heraus, die sich als beliebt und erfolgreich herausgestellt haben. Die Beispiele sind zahlreich. Auch zu den Burgen von Burgund gab es im Jahr 2016 bereits eine Kartenspielversion und die vorliegende Würfelvariante stammt aus dem Jahr 2017. Für diese Version ist nicht nur Stefan Feld allein verantwortlich, als zweiter Designer steht noch Christoph Toussaint mit auf der Packung, der mir allerdings völlig unbekannt ist.

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Dizzle

Die Klein & Fein-Reihe von Schmidt- Spiele hat bisher eine Menge gute kleine Spiele hervorgebracht. Denken wir nur an Noch Mal oder das sehr gute Ganz schön clever. Also scheint der Name hier Programm zu sein. Der neueste Streich ist das Roll’n’Write Dizzle, das rein optisch recht unspektakulär daher kommt, aber meistens sind Äußerlichkeiten ja nicht so wichtig, wenn die inneren Werte, also das Gameplay, stimmt. Ob das auch diesmal bei Dizzle wieder stimmt und die Klein & Fein-Serie ihren nächsten guten Vertreter erhält, oder ob Dizzle genauso unspektakulär wie sein Äußeres ist. Erfahrt meine Meinung zu diesem Spiel.

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Penny Papers Adventures – Im Tempel von Apikhabou

Penny Papers Adventures – Im Tempel von Apikhabou

Wenn es im letzten Jahr ein Genre gab, in dem man mit neuen Spielen regelrcht bombadiert wurde, dann ist es wohl das Roll´n´Write-Genre. Fast jeder Verlag brachte seinen eigenen Beitrag zu diesem Bereich ein und thematisch konnte es unterschiedlicher kaum sein. Einige Vertreter sind letztes Jahr auch bei mir hängengeblieben, allen voran müssen hier natürlich das hervorragende und zum Kennerspiel des Jahres nominierte Ganz Schön Clever!, das thematisch und grafisch sehr schön umgesetzte Welcome To…, von dem es in Zukunft noch weitere Spin Offs geben wird und das Entdecker-Roll´n´Write Würfelland genannt werden, zu denen ihr Reviews hier auf dem Blog finden könnt. Hier soll es nun um den Beitrag von Sit Down! und Pegasus zu diesem Genre gehen. Penny Papers Adventures heißt gleich eine ganze Reihe von Roll´n´Writes, von denen „Im Tempel von Apikhabou“ das erste und zugänglichste darstellt.

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Welcome to…

Welcome To / Foto: Spieltroll

Um Verwirrung zu vermeiden, ich bin mir nicht ganz sicher, wie dieses Spiel offiziell genannt wird. Ich würde behaupten, Welcome to your perfect Home ist der Titel dieses Spiels. Die Designer nennen es in ihrer Anleitung, auf die ich später noch eingehen werde, Welcome. Auf Boardgamegeek steht das Spiel unter Welcome to… in der Datenbank. Ich habe mich daher dafür entschieden es mit Boardgamegeek zu halten und es mit den drei Punkten abzukürzen. Welcome to… ist ein Roll and Write-Spiel ohne Würfel und dafür mit Karten. Also eigentlich eher ein Draw and Write-Spiel, auch wenn es wahrscheinlich niemand so nennen würde. Also kurz gesagt, man zieht Karten und notiert etwas auf einem Zettel. So! Das klingt uninteressant? Stimmt! Welcome to… ist allerdings alles andere als uninteressant… Ach, lest einfach weiter…

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