Tal der Kaufleute

Tal der Kaufleute / Foto: Spieltroll

Der Finne Sami Laakso hat mit seinem Erstlingswerk, Tal der Kaufleute – die Gilde der außergewöhnlichen Händler, etwas Besonderes geschaffen. Zum einen stammt das komplette Spiel von ihm selbst. Er hat sich sowohl das Spielkonzept überlegt, als auch das gesamte Spiel selbst illustriert. Zum anderen schaffte er es dem Mechnismus des Deck Building etwas völlig Neues hinzuzufügen: die Zerstörung desselben! Ja, richtig gelesen, in die Gilde der Kaufleute geht es nicht nur darum, sich ein funktionierendes Deck aus Karten aufzubauen, sondern auch darum, es zum richtigen Zeitpunkt wieder auseinanderzubauen, um das Spiel letztendlich zu gewinnen. Das klingt nicht nur für den Deck-Building-Liebhaber seltsam, das ist es auch, aber daraus gewinnt es seinen besonderen Reiz. Man merkt vielleicht erst zu spät, das man früher mit der Dekonstruktion seines Decks hätte beginnen sollen.

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Spirit Island

Spirit Island / Foto: Spieltroll

Ich hatte ja schon damit gerechnet, dass es passieren würde, aber dann doch schon so bald… das war nicht geplant! In meiner Spiele des Jahres 2018 Liste sind nur Spiele vertreten,  die in 2018 erschienen sind und die ich gespielt habe. Leider habe ich es im letzten Jahr bis zum Schluß nicht geschafft Spirit Island zu testen. Mir war ja schon klar, dass es ein ganz heißer Kandidat für die besten Spiele des Jahres sein wird, aber ich habe es leider zeitlich nicht hinbekommen. Also hole ich das dieses Jahr nach und werde bei dem entsprechenden Beitrag noch irgendeine kleine Anmerkung machen, denn Spirit Island nimmt diese Top 10 im Sturm und setzt sich meiner Meinung nach an die Spitze.

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Hexenhaus

Hexenhaus / Foto: Spieltroll

Hexenhaus von Phil Walker-Harding als thematisches Weihnachtsspiel anzusehen, wäre ziemlich fatal, denn es bewegt sich zwar in märchenhaften Regionen und es geht um Lebkuchenhäuser, die man bei uns traditionell in der Weihnachtszeit auf den Tisch bringt, aber man würde Hexenhaus nicht gerecht werden. Phil Walker-Harding ist für mich ein wahnsinnig guter Designer, der schöne thematische Spiele macht, die niemals zu schwierig sind und oftmals sogar eher leicht wirken, die aber dafür umso mehr Spaß machen. Mit Sushi Go! stellte er das schon unter Beweis und auch Hexenhaus, wirkt auf den ersten Blick wie Kinderspiel. Das es das nicht ist, lässt alleine die im Hintergrund versteckte düstere Thematik erkennen. Die Hexe im Lebkuchenhaus fängt Fabelwesen und steckt sie in Käfige, um wohl was mit ihnen zu tun? Ja genau, Hänsel und Gretel kennen sich da genauer aus, weswegen sie ja auch dringend vor der Hexe fliehen wollten.

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Potion Explosion

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Potion Explosion / Foto: Spieltroll

Horrible Games waren mir total unbekannt, bis ich auf der Spiel 2015 über ihren Stand stolperte. Man ging so mir nichts dir nichts durch die lauten Gänge, als man plötzlich ein klickerndes Geräusch hörte. Das klang irgendwie seltsam in dieser Geräuschkulisse. „Klickklack, klackerdieklick“, dass war das Geräusch von Murmeln, die gegeneinanderprallten und plötzlich standen wir an dem Stand von Horrible Games und überall standen diese Pappdinger in den Murmeln lagen. Die Leute spielten sichtlich bespaßt mit den Murmeln und schmißen sie oben in das Pappding rein und am unteren Ende lagen Bahnen mit Murmeln, von denen sie welche nahmen und auf ihre Flaschenförmigen Tableaus legten. Dabei entstand das Geräusch und wir waren sofort fasziniert. Auf der Messe gab es das Spiel nur in Englisch und Italienisch und wir entschieden uns auf eine bereits angekündigte deutsche Version zu warten. Inzwischen haben wir es viele Male gespielt und es ist immer wieder ein schöner Türöffner für neue Spielrunden.

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Ex Libris

Ex Libris / Foto: Spieltroll

Vor der Spiel 2018 war Ex Libris mein meist erwartetes Spiel und ich hatte sehr gehofft es in Essen mitnehmen zu können, aber leider kam es anders. Der Schwerkraft-Verlag, der dieses Jahr wirklich enorm viele sehr gute Veröffentlichungen in deutscher Sprache realisieren konnte, gab vorher bekannt, dass Ex Libris leider nicht zur Messe eintreffen würde und so war ich schon ein bißchen traurig, denn es vergingen noch weitere fünf Wochen, bis ich es in Händen hielt. Mit Ex Libris hat sich der Schweerkraft-Verlag auch ein sehr ambitioniertes Spiel zum übersetzen ins Haus geholt, denn in Ex Libris geht es um Bibliotheken und über fünfhundert Buchtitel auf den Karten müssen irgendwie ins deutsche gebracht werden und dabei müssen die Bücher auch noch in alphabetischer Reihenfolge in den Regalkarten stehen. Stell ich mir nicht so leicht vor, auch weil sie ja noch zu bestimmten Kategorien gehören. Aber lest selbst…

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Architekten des Westfrankenreichs

Architekten des Westfrankenreichs / Foto: Spieltroll

Hinter diesem, sagen wir mal, etwas sperrigen Titel, verbirgt sich eins der wohl besten Spiele des Jahres 2018, wenn man mich fragt. Dabei macht es eigentlich gar nichts so wirklich neu oder anders, als schon bekannte Spiele dieses Genres, aber das, was es macht, macht es einfach sehr, sehr gut. Bei die Architekten des Westfrankenreichs mit dem neuerlichen Artwork von Themico Mihajlo Dimitrievski, handelt es sich nämlich eigentlich um ein ’normales‘ Worker-Placement-Spiel. Die Spieler setzen hier ihre Arbeiter ein, um bestimmte Rohstoffe zu bekommen oder Aktionen auszuführen. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen dieses Genres werden aber keine Runden gespielt, an dessen Ende man alle Arbeiter zurückbekomt, sondern man muß selber dafür sorgen, dass man seine Arbeiter auch von den Feldern zurückbekommt oder hoffen, dass die Mitspieler dafür sorgen. Wie das genau funktioniert? Lasst euch überraschen.

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Everdell

Everdell / Foto: Spieltroll / Grafik: www.meinfreundmachtdesign.de

In diesem Jahr hat wohl kein Spiel für mehr Aufsehen gesorgt als Everdell. Ein Kickstarter-Spiel das durch seine wunderschönen Artworks und das außergewöhnliche Spielmaterial auf sich aufmerksam gemacht hat. Überall wurde es gehyped bis zum geht nicht mehr, bevor es dann auf den ersten Messen und Conventions auftauchte und zu aller Überraschung dann auch tatsächlich noch mit überzeugendem Gameplay aufwarten konnte. Der Hype wurde größer und größer und in Essen schließlich war es gar nicht mehr zu bekommen. Zum Glück hatte ich mir schon recht früh eine Kopie sichern können und bereuhe es bis heute nicht, wie ihr ja am Prädikat bereits erkennen könnt.

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Teotihuacan – Die Stadt der Götter

Teotihuacan – Die Stadt der Götter / Foto: Spieltroll

Der Schwerkraft-Verlag hat ja dieses Jahr zur Spiel in Essen gleich einen ganzen Haufen Neuheiten auf den Markt geschmissen, unter anderem auch das vielgerühmte neue Spiel von Daniele Tascini, dem Autor von Tzolk’in: Teotihuacan – Die Stadt der Götter. Das Spiel mit dem fast unaussprechlichen Namen soll ja eines der heißesten neuen Expertenspiele überhaupt sein. Das Spiel ist groß und es ist komplex, da würde ich auf jeden Fall zustimmen, aber ob es vielleicht trotzdem kein Expertenspiel sein muß, darüber läßt sich bestimmt streiten. Vom Umfang der Erklärung her, ist es definitiv eins, denn wie gesagt es ist komplex und man hat so wahnsinnig viele Möglichkeiten, aber das Spielprinzip an sich ist, wenn man einmal losgespielt hat, eigentlich nicht zu kompliziert. Auch weniger ambitionierte Spieler können Teotihuacan, so denke ich, recht gut spielen.

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Pandemic Legacy Season 1

Pandemic Legacy – Season 1 / Foto: Spieltroll Grafik: www.meinfreundmachtdesign.de

Lange, lange hat es gedauert, bis ich etwas zu diesem Spiel sagen konnte. Ich hatte mir selbst auferlegt, meine Meinung erst öffentlich zu diesem Spiel kund zu tun, wenn ich es komplett gespielt haben werde und das ist nun tatsächlich auch der Fall. Aber wie macht man das bei einem Legacy-Spiel, ohne zu spoilern? Nicht ganz leicht, aber ich werde es probieren. Alle denen das egal ist, können gerne einen Blick in die Spieltagebücher werfen, denn dort bin ich im Moment noch dabei, zu berichten, was und wie es in diesem Spiel passiert. 2015 erschien die erste Season von Pandemic Legacy bereits und schlug große und hohe Wellen. Gehört in der Boardgamegeek-Liste, der besten Spieler aller Zeiten immer noch zu den besten überhaupt und sorgte für einen regelrechten Hype was Legacyspiele anging. Das Grundspiel Pandemie oder Pandemic ist schon seit 2008 auf dem Markt und gillt ebenfalls als Riesenerfolg.

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Micropolis

Endlich mal ein Ameisenspiel. Warum hat das solange gedauert, frag ich mich? Ameisen sind doch, so kommt es mir zumindest vor, ein super Thema für ein Brettspiel. Es gab auch bestimmt schon ein paar Versuche, aber bisher hat keines die breitere Spielergemeinde erreicht. Bruno Cathala und Charles Chevallier haben es aber geschafft ein Familienspiel aus dem Ameisenthema herauszuholen, bei dem es um den Nestbau der kleinen Tierchen geht. Micropolis ist das Ergebnis was uns durch Pegasus, bzw. Matagot präsentiert wird, in dem wir mit bis zu sechs Spielern unsere eigenen kleinen Ameisenbauten errichten und unser Ameisenvolk durch die meisten Siegpunkte zum Sieg führen wollen. Eine Expertenversion verwandelt das Spiel dabei für zwei oder drei Spieler, in eine etwas taktischere Version. Also, krabbeln wir los…

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