Tal der Kaufleute

Tal der Kaufleute / Foto: Spieltroll

Der Finne Sami Laakso hat mit seinem Erstlingswerk, Tal der Kaufleute – die Gilde der außergewöhnlichen Händler, etwas Besonderes geschaffen. Zum einen stammt das komplette Spiel von ihm selbst. Er hat sich sowohl das Spielkonzept überlegt, als auch das gesamte Spiel selbst illustriert. Zum anderen schaffte er es dem Mechnismus des Deck Building etwas völlig Neues hinzuzufügen: die Zerstörung desselben! Ja, richtig gelesen, in die Gilde der Kaufleute geht es nicht nur darum, sich ein funktionierendes Deck aus Karten aufzubauen, sondern auch darum, es zum richtigen Zeitpunkt wieder auseinanderzubauen, um das Spiel letztendlich zu gewinnen. Das klingt nicht nur für den Deck-Building-Liebhaber seltsam, das ist es auch, aber daraus gewinnt es seinen besonderen Reiz. Man merkt vielleicht erst zu spät, das man früher mit der Dekonstruktion seines Decks hätte beginnen sollen.

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Potion Explosion

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Potion Explosion / Foto: Spieltroll

Horrible Games waren mir total unbekannt, bis ich auf der Spiel 2015 über ihren Stand stolperte. Man ging so mir nichts dir nichts durch die lauten Gänge, als man plötzlich ein klickerndes Geräusch hörte. Das klang irgendwie seltsam in dieser Geräuschkulisse. „Klickklack, klackerdieklick“, dass war das Geräusch von Murmeln, die gegeneinanderprallten und plötzlich standen wir an dem Stand von Horrible Games und überall standen diese Pappdinger in den Murmeln lagen. Die Leute spielten sichtlich bespaßt mit den Murmeln und schmißen sie oben in das Pappding rein und am unteren Ende lagen Bahnen mit Murmeln, von denen sie welche nahmen und auf ihre Flaschenförmigen Tableaus legten. Dabei entstand das Geräusch und wir waren sofort fasziniert. Auf der Messe gab es das Spiel nur in Englisch und Italienisch und wir entschieden uns auf eine bereits angekündigte deutsche Version zu warten. Inzwischen haben wir es viele Male gespielt und es ist immer wieder ein schöner Türöffner für neue Spielrunden.

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Imperial Settlers

Ignacy Trzewiczek gelang hier in meinen Augen ein fantastisches Spiel, dass sich zurecht bis heute großer Beliebtheit erfreut. Imperial Settlers aus dem Jahr 2014 basiert spielmechanisch auf seinem Spiel „51st State“ und behandelt dabei den Aufbau einer Zivilisation. Technisch gesehen ist es ein Kartenspiel, denn es gibt kein Spielbrett. Lediglich eine Punkteleiste und einige Auslagen, sowie Ressourcenmarker befinden sich noch zusätzlich in der großen Spieleschachtel. Der Hauptteil des Spiels basiert aber auf Karten, die die Spieler vor sich auslegen. Es gibt auch durchaus viel Kritik an Imperial Settlers, da es nicht das interaktivste Spiel ist. Die Spieler agieren abwechselnd in ihrer Auslage und wetteifern vor sich hin, aber die Beeinflussung des Gegners hat hierbei nicht die höchste Priorität und kommt nur gelegentlich vor. Meiner Meinung nach tut man das aber in vielen Spielen und man unterhält sich ja trotzdem über das, was da vor sich geht und versucht besser zu sein als seine Gegenspieler. Ich empfinde die Imperial Settlers aber als sehr gelungenes Spiel, da es über tolle Mechanismen und einen hohen Wiederspielreiz verfügt. Die Bezeichnung als „Autistenspiel“, wie es schon genannt wurde, finde ich absolut nicht zutreffend und auch sehr übertrieben. Wer sich aufgrund solcher Aussagen dieses Spiel entgehen lässt, sollte nocheinmal nachdenken, ob die ganzen Auszeichnungen, die auf der Schachtel prangen, nicht doch etwas zu sagen haben.

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Grimwood

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Grimwood / Foto: Spieltroll

Auch Grimwood ist ein Fund meiner Frau beim stöbern nach neuen Spielen. Wiedermal eine Kickstarter-Kampagne, aber erheblich kleiner als die von Exploding Kittens. Der Zielbetrag von Grimwood lag bei 3500 Dollar und wurde fast verdoppelt. Durchaus ein Erfolg also, wenn auch im ganz kleinen Rahmen. Optisch ist Grimwood ein sehr schönes Spiel geworden, sehr düster und mit zum Teil sehr verschrobenen Artworks auf den Karten, aber immer total stilsicher. Spielerisch erinnert es an eine Art Rommé mit Fantasysetting und einigen zusätzlichen interaktiven Mechanismen. Die Macher von Grimwood bezeichnen ihr Spiel selbst als sehr chaotisches und leicht strategisches Kartenspiel über Konkurrenzkampf und Sabotage für zwei bis sechs Spieler. Chaotisch stimmt auf jeden Fall, wenn man es mit mehr als zwei Leuten spielt, leicht strategisch wiederum finde ich es nur im Spiel zu zweit.

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Exploding Kittens

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Exploding Kittens NSFW / Foto: Spieltroll

Meine Frau ist ein Katzenmensch und sie spielt gerne. Eines Tages las sie irgendwo von Exploding Kittens und fand die Beschreibung wohl so gut, dass sie meinte das brauchen wir unbedingt. Bei Amazon gab es das Spiel zwar, aber für das bißchen Inhalt war es wirklich total überteuert, das lag wohl daran, das es dirket aus Amerika kam. Sie hat es dann bei den Machern des Spiels selbst für einen Bruchteil gekauft und die vier bis sechs Wochen Lieferzeit in Kauf genommen. Irgendwann als wir schon gar nicht mehr daran gedacht hatten war es dann in der Post. Wir packten es aus und, wow, da war wirklich nicht wahnsinnig viel in der Packung. Die Artworks kannte ich sogar irgendwoher, mir war aber gar nicht bewusst wie bekannt The Oatmeal in Amerika und weltweit eigentlich ist. The Oatmeal ist eine Cartoon-Website oder vielleicht sollte man lieber sagen, die Cartoon-Website, denn sie ist eine der bekanntesten weltweit und ja einige der Katzenillustrationen kamen mir irgendwie auch schon bekannt vor. Matthew Inman kam eines Tages wohl auf die Idee eine Kickstarter-Kampagne für dieses kleine Spiel ins leben zu rufen und bereits nach 8 Minuten war das Ziel von 10000 Dollar erreicht. Nach nur sieben Tagen hatte es 6000 Backer und bis heute ist es das erfolgreichste auf Kickstarter gebackte Kartenspiel mit fast 9 Millionen Dollar und seinerzeit die vierterfolgreichste Kampagne bei Kickstarter überhaupt. Was steckt drin in diesem kleinen Päckchen und lohnt sich das überhaupt?

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Smash Up

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Smash Up / Foto: Spieltroll

Ich habe es tatsächlich getan! Einfach mal so ein Smash Up gekauft, denn irgendwie haben mich diese skurilen und farbenfrohen Boxen angemacht. Das Spiel existiert schon ein paar Jahre und es gibt eine große Menge an Erweiterungen, wobei Erweiterungen stimmt so nicht wirklich, vielleicht sollte man eher Variationen sagen. Das trifft es aber auch nicht exakt, denn eigentlich sind diese Variationen sowohl eigenständige Versionen des Spiels, als auch gleichzeitig Erweiterungen. So prangt denn auch auf jeder Erweiterung „Ohne Basisspiel spielbar“. Das sollte man einfach mal vorweg für Leute erwähnen, die vorhaben sich auch mal Smash Up zuzulegen. Es gibt also eine Basisversion, die man daran erkennt, das acht unterschiedliche Fraktionen in ihr enthalten sind, was das Spiel für bis zu vier Spieler spielbar macht. Fast alle Erweiterungen enthalten vier weitere Fraktionen, die man einfach zur Auswahl der wählbaren Fraktionen hinzunehmen kann, wenn man es als Erweiterung nutzt. Es ist aber auch möglich mit einer dieser Erweiterungen mit nur zwei Spielern zu spielen, also auch denkbar für den Einstieg in das Spiel. Oh und gibt es inzwischen viele Versionen, Variationen und Fraktionen für Smash Up.

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