Ein Blick in die Glaskugel

Dieses Jahr jährt sich die Verleihung zum Spiels des Jahres bereits zum vierzigsten Mal. 1979 begann alles mit der Verleihung des Spielepreises an Hase und Igel. Inzwischen ist er einer der begehrtesten Preise in der Welt der Brett- und Kartenspiele. Am Montag dem zwanzigsten Mai werden wiedereinmal die Nominierungen zum diesjährigen Preis bekannt gegeben. Für mich Zeit die Glaskugel anzuschmeißen und einen Blick hinein zu werfen. Welche Spiele waren im vergangenen Jahr so gut oder besonders, dass man sie in diesem Jahr auszeichnen könnte? Eines ist für mich in diesem Jahr bereits klar: einen großen Favoriten, wie im letzen Jahr mit Azul, gibt es 2019 in meinen Augen nicht.

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Die Quacksalber von Quedlinburg – Die Kräuterhexen Erweiterung

Die Quacksalber von Quedlinburg – Die Kräuterhexen Erweiterung / Foto: Spieltroll

Das Kennerspiel des Jahres hat vor kurzem seine erste und wahrscheinlich auch nicht letzte Erweiterung erhalten. Wolfgang Warsch scheinen die Ideen also weiterhin nicht auszugehen und so liefert er den geneigten Fans von den Quacksalbern von Quedlinburg erstes Futter, um das Spiel frisch und im Gespräch zu halten. Die Quacksalber von Quedlinburg scheint sich auch im Ausland wachsender Beliebtheit zu erfreuen und findet immer mehr Fans. Auch ich bin nach wie vor total begeistert von diesem simplen, aber schön abwechslungsreichen Kennerspiel. Es bietet einem soviele verschiedene Vorgehensweisen, dass es eine Freude ist in jedem Spiel eine neue Kombination von Büchern und Zutateneffekten auszuprobieren und die Kräuterhexen-Erweiterung bietet sinnvolle Ergänzungen.

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Illusion

Illusion / Foto: Spieltroll

Der Spieleautor des letzten Jahres dürfte ohne Zweifel Wolfgang Warsch gewesen sein. Bis zur Nürnberger Spielwarenmesse des Jahres 2018, hatte er gerade mal zwei Spiele bei Verlagen untergebracht und diese hatten gelinde gesagt nicht den größten Erfolg. 2018 änderte sich das aber schlagartig, denn er schaffte das Kunststück mit drei Spielen für die begehrten Spiele des Jahres Preise nominiert zu sein und gewann in der Kennerspiel-Kategorie, wo er mit Die Quacksalber von Quedlinburg und Ganz Schön Clever nominiert war. The Mind war in der Familienspiel-Kategorie nominiert, konnte den Titel aber nicht gewinnen. Ein viertes Spiel, das zeitgleich erschien, konnte ebenso viele Fans gewinnen und ist heute auch recht bekannt. Es handelt sich um Illusion, das wahrscheinlich nicht nominiert wurde, da es ein bekanntes Spielprinzip in einem neuen Gewand präsentiert und deshalb wohl als nicht so innovativ gelten dürfte. Illusion, dass beim Nürnberger Spielkartenverlag erschienen ist, gehört aber in die Kategorie Spiel, die man immer mal Zwischendurch spielen und die man jedem in unter fünf Minuten beibringen kann.

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Die Quacksalber von Quedlinburg

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Die Quacksalber von Quedlinburg / Foto: Spieltroll

Alliterationen sind unsere Freunde mögen sich  Wolfgang Warsch und/oder der verantwortliche Redakteur bei Schmidt-Spiele gedacht haben, um einen Namen für dieses Spiel zu finden. Quacksalber passt thematisch hervorragend zum Thema aber warum man das Ganze nun unbedingt in Quedlinburg, einer Stadt in Sachsen-Anhalt, die zwar einen langen historischen Hintergrund hat und mit ihrer zum Unesco Weltkulturerbe zählenden Stiftskirche auf dem Schlossberg auch auf dem Cover vertreten ist, spielen muß, entzieht sich meiner Kenntnis. Wahrscheinlich bietet der in der Anleitung erwähnte Basar auf dem Marktplatz einfach nur den richtigen Rahmen für den Wettstreit der Kuhrpfuscher, Quacksalber und Tinkturenmixer und ein altertümlich wirkendes Wort wie Quacksalber kommt mit einer Alliteration einfach besser über die Lippen.

Die Quacksalber von Quedlinburg ist als zweites Spiel von Wolfgang Warsch für das „Kennerspiel des Jahres 2018“ nominiert und soviel möchte ich schonmal vorwegnehmen, ich denke in dieser Kategorie ist es nicht richtig untergebracht. Es erfüllt für mich eher alle Kriterien für ein „Spiel des Jahres“, obwohl es schon recht umfangreich ausgestattet ist und einen im ersten Moment fast mit dem schönen Spielmaterial erschlägt. Aber einiges von diesem Material ist situativ bedingt und man benötigt für eine einfache Partie gar nicht soviel.

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Ganz Schön Clever

Ganz Schön Clever Titel
Ganz Schön Clever / Foto: Spieltroll

Beim letzten Spieleabend holten die anderen Anwesenden plötzlich zu meiner totalen Überraschung nach diversen alkoholischen Getränken plötzlich einen Würfelbecher samt Würfeln hervor und fingen an ein mir völlig unbekanntes Trinkspiel (nein es war nicht Meiern oder etwas Ähnliches) zu spielen und erklärten das sie gerne Würfelspiele spielten. In der neueren Spielehistorie schien das Konzept des Würfels fast ein vergessenes zu sein, zumindest kam es mir so vor. Vielleicht war es auch einfach verpönt in den Spielerkreisen mit denen ich mich so umgab. „Ihheeeehh Würfeln! Glücksspiel…“ Ich persönlich hasse Kniffel, Yahtzee oder wie auch immer es irgendwo auf der Welt sonst noch genannt wird, aber gegen ein interessantes Würfelspiel habe ich eigentlich nichts, es gab nur sehr lange keine, oder ich habe sie schlichtweg übersehen.

Als ich Ganz Schön Clever dann zum ersten Mal sah, wusste ich, das ich damit die anderen in meiner Spielrunde begeistern könnte und erstand es zu einem zugegebenermaßen recht stolzen Preis. Aber bisher kann ich sagen war es jeden Cent wert.

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