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	<title>Spieltagebücher &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>#023 Blogbuch &#8211; Allein</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 21:27:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Worum soll es denn wohl heute gehen? Da ich mich diesen Monat mal intensiv mit Solospielen beschäftigen wollte und so einige Spiele ausprobieren möchte, komme ich nicht drum herum mir auch ein paar Gedanken um das Solospiel an sich zu machen. In meinem Blogbuch schreibe ich ja Dinge auf, die mich persönlich als Spieler beschäftigen. &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/20567" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„#023 Blogbuch &#8211; Allein“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Worum soll es denn wohl heute gehen? Da ich mich diesen Monat mal intensiv mit Solospielen beschäftigen wollte und so einige Spiele ausprobieren möchte, komme ich nicht drum herum mir auch ein paar Gedanken um das Solospiel an sich zu machen. In meinem Blogbuch schreibe ich ja Dinge auf, die mich persönlich als Spieler beschäftigen. Eigentlich spiele ich ganz gerne mal allein und probiere auch bei größeren Spielen, die über gar keinen Solomodus verfügen Dinge aus. Früher habe ich immer gedacht, ich wäre allein damit und hab das Verhalten auch gerne mal hinterfragt, bis mir langsam aufging, dass ich gar nicht so alleine damit bin. Generell musstest du dich früher auch gerne mal dafür verteidigen, dass du dich alleine vor ein Brettspiel gesetzt hast, selbst wenn es über einen Solomodus verfügte, was damals aber noch wirklich selten war. Inzwischen hat sich das allerdings komplett geändert.</p>



<span id="more-20567"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Heutzutage gilt es ja schon fast als ein Makel, wenn ein Spiel über keinen Solomodus verfügt, weil die Spieler*innenschaft, die sich auch gerne mal alleine mit einem Spiel beschäftigt doch recht groß geworden ist. Vielleicht war das auch schon immer so, nur sie haben sich nicht getraut das zuzugeben, weil es von vielen so missbilligend betrachtet wurde. Allerdings glaube ich das es an der Gesellschaft an sich liegt, dass das Solospiel so boomt. In der ersten Welt ist es so weit gekommen, dass Menschen ja drohen zu vereinsamen. Familien werden immer seltener und die Menschen verlieren zunehmend ihre sozialen Fähigkeiten, weil sie nur noch alleine mit sich und der virtuellen Welt da draußen sind. Ich weiß, auch Kontakte über die sozialen Medien sind Kontakte, aber es ist nicht das Gleiche als mit einem Menschen von Angesicht zu Angesicht zu kommunizieren. Viel der Kommunikation geht verloren. Keine echten sozialen Kontakte führen da zu Einsamkeit. Dennoch spielen wir als Menschen gern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alle spielen digital, sondern mögen es etwas richtig in Händen zu halten nicht nur einen Controller über den sie virtuelle Dinge steueren und ich glaube hier setzt irgendwo der Boom von Solospielen ein. Zudem erzeugen so Tendenzen ja auch immer Gegenbewegungen und da sind wir dann schon bei der Pandemie, die ein perfektes Beispiel dafür ist. Alle sitzen allein zu Hause und wollen etwas gemeinsam unternehmen. Eigentlich die perfekte Zeit für die sozialen Phobiker und Menschenetwas alleine zu unternehmen. Doch alle lächtzen nach Gemeinschaft. Brettspiele boomen so richtig, weil die Menschen die eben nicht alleine sind etwas gemeinsam unternehmen können und plötzlich doch Spaß haben und dann haben manche der Spiele auch noch einen Solomodus und ab geht die Lutzie. Kampagnenspiele haben eine Hochphase zu der Zeit, weil endlich mal alle die Zeit haben und sie auch alleine absolvieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also heutzutage Solobrettspiele zu spielen ist absolut nichts Außergewöhnliches mehr und das ist super. Die Industrie hat der Situation deutlich Rechnung getragen und so gibt es kaum noch Spiele, die nicht über einen irgendwie gearteten Solomodus verfügen. Okay manchmal sind diese nur angeflanscht und wirken uninspiriert, aber es gibt auch wirklich richtig tolle da draußen. Genauso wie richtig tolle Solospiele. Ich probiere im Moment einige aus und möchte feststellen ob es auch dort eine Weiterentwicklung gab. Deshalb werde ich mich in den nächsten Wochen hier mit Solospielen und Solomodi beschäftigen. Es ist mal an der Zeit auch dieses Thema ein wenig mehr zu beleuchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um euch einen kleinen Ausblick zu geben, sei hier erwähnt, dass ich vorhabe etwas zum Solomodus von <em>Bohemians</em> zu schrieben, genauso wie ich mir das neue <em>Storyfold </em>anschaue. <em>Die Anarchie</em> steht hier auch herum, ist aber ein ganz schöner Brocken, den ich erst noch durchdringen muss. Ansonsten gibt es noch <em>Conservas</em> und <em>Das Vermächtnis von Yu</em> auf meiner To Do Liste. Zu <em>Star Trek Captains Chair</em> werde ich allerdings definitiv nicht mehr kommen. Vielleicht schaffe ich ja sogar noch eine kleine Topliste meiner Lieblings Solospiele, mal schauen.</p>
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		<title>#022 Blogbuch &#8211; Digital</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 08:12:30 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gwent: Das legendäre Kartenspiel]]></category>
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		<category><![CDATA[Vampire: The Masquerade - Milan Uprising]]></category>
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					<description><![CDATA[Mittlerweile hat das digitale Brettspielen einen nicht zu unterschätzenden Teil meines Hobbys eingenommen. Gleichzeitig habe ich aber auch festgestellt, dass meine Lust Spiele am PC oder auf der Playstation zu spielen eindeutig nachgelassen hat. Also nicht die Zeit mit den digitalen Spielen hat sich verändert, nur die Form. Mein Brettspielhobby bietet mir heutzutage aber auch &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/20484" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„#022 Blogbuch &#8211; Digital“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile hat das digitale Brettspielen einen nicht zu unterschätzenden Teil meines Hobbys eingenommen. Gleichzeitig habe ich aber auch festgestellt, dass meine Lust Spiele am PC oder auf der Playstation zu spielen eindeutig nachgelassen hat. Also nicht die Zeit mit den digitalen Spielen hat sich verändert, nur die Form. Mein Brettspielhobby bietet mir heutzutage aber auch sehr viele Möglichkeiten mich auch digital auszutoben. Zum einen wären da natürlich digitale Appversionen von bestehenden Brettspielen, die ich über das Netz mit andere oder auch gerne solo abends auf der Couch spielen kann. Dann gibt es da natürlich auch die Brettspielportale, wie <em>Yucata</em> und vor allem die <em>Boardgamearena</em>, wo ich gerne unterwegs bin und online gegen Fremde meine Lieblingsspiele spielen kann. Nicht zuletzt müssen aber auch die Brettspiele erwähnt werden, die digitale Komponenten besitzen, wie zum Beispiel das hervorragende <a href="https://spieltroll.de/archiv/19492">Boss Fighters QR</a>, welches gerade für den Kennerspiel Preis des Spiel des Jahres nominiert wurde. Auch solche Spiele gewinnen immer mehr an Bedeutung, ob das nun allen gefällt oder nicht. Der Unmut ist bei diesem Thema bisweilen sehr groß. Um all das soll es heute aber gar nicht gehen, denn heute möchte ich ein bisschen über eine weitere Form des digitalen Brettspielens reden, nämlich über das Teburu-System, welches sich seit kurzem in unserem Haus befindet.</p>



<span id="more-20484"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Kennt ihr das System schon? Nein? Doch? Egal, ich erklär erst mal ein bisschen was dazu. Das Teburu-System ist ein vor allem durch seinen Preis auffallendes System das man am ehesten mit den gängigen Videospielkonsolen vergleichen kann, nur eben für Brettspiele auf dem Tisch und nicht vor dem Fernseher, wobei zumindest einen Bildschirm braucht es dann doch. Dieses System wird wie ein Brettspiel auf dem Tisch aufgebaut. Ein mit Sensoren gespicktes Spielfeld samt Stromversorgung liegt auf dem Tisch. Je nach Spiel werden Spielfeld und weitere Komponenten auf der Konsole aufgebaut. Spielfiguren verfügen ebenfalls über technische Komponenten, so dass sie in Echtzeit vom Spielfeld erkannt werden. Zusätzlich benötigen wir dann noch die für das jeweilige Spiel gedachte App, die wir am besten auf einem Tablet neben dem Spielbrett betreiben. Auch digitale Würfel stehen zur Verfügung, die vom System erkannt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher existieren zwei Spiele für das System: <em>Vampire: The Masquerade &#8211; Milan Uprising</em> und <em>The Bad Karmas</em>. Letzteres in zwei Varianten, eine mit Cthulhu-Thematik. Weitere Spiele sind in der Mache. Zum Jahresende wird <em>Sword &amp; Sorcery</em> erwartet und im nächsten Jahr ein Spiel mit dem Namen <em>Hoxfall</em>, sowie eine Umsetzung von <em>Black Rose Wars: Resonance</em>. Meine Erfahrungen beziehen sich nur auf das Spiel <em>The Bad Karmas</em> und auf Hörensagen über das Vampire-Spiel. Da sich viele auf eine Umsetzung des beliebten Vampire: The Masquerade-Settings gefreut haben und das Spiel bei vielen so gar nicht gut ankam, war der Start für das System holprig.<em> The Bad Karmas</em> als IP kannte keiner und inzwischen hat sich rumgesprochen, dass dieses Spiel das deutlich bessere ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Generell war ich eher skeptisch bevor ich mich mit dem System auseinander gesetzt habe. Der Preis schreckt erstmal ab. Das Game-Board, welches für das Spielen ja notwendig ist, schlägt schon mal mit 120 Euro zu buche. Eines der Spiele dann nochmal mit 130 Euro. Das ist schon eine Menge Holz und dann sind beides auch noch Kampagnenspiele, die mit Erweiterungen fortgesetzt werden sollen. Hier möchte ich einmal beispielhaft <em>The Bad Karmas</em> beleuchten. Das Spiel ist ein Bossbattler bei dem wir uns mit einer Truppe von bis zu fünf Helden, großen, an die Sternzeichen angelehnten Bossen widmen. In der Grundbox des Spiels sind aber erst vier enthalten. Mit jeder Erweiterung kommen vier weitere hinzu und es gibt fünf spielbare Charaktere in der Startbox. Weitere Heldenboxen mit je vier weiteren Charakteren sind ebenfalls verfügbar. Sagen wir mal du möchtest das alles haben, um die Kampagne komplett durchzuspielen und dabei auch noch viel Abwechslung mit deinen Charakteren haben, dann bist du alles in allem mit über 600 Euro dabei! Das ist ganz schön happig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das muss aber jeder selber wissen. Ein bisher weiterer Kritikpunkt war die Technik, die verwirrend sein soll und immer wieder zu Abstürzen und Problemen führen sollte. Nun da kann ich persönlich für das Spiel Bad Karmas Entwarnung geben. Nachdem du alles erstmal verstanden hast und weißt was du wie betreiben musst, funktioniert das System reibungslos. Und sicher kommt das mit dem späten Einstieg meinerseits. Denn die Entwickler arbeiten ständig am System, immer wieder kommen Updates. Ich kann da nicht meckern, weder die Stromversorgung ist heftig, sondern eher normal für die Komponenten, noch hatte ich Abstürze des Systems oder Aufhänger. Lediglich eine nervige Fehlermeldung die mit dem Würfel und einem speziellen Charakter zusammenhängt kann ich bemängeln. Wann immer dieser Charakter würfeln soll und wohlgemerkt immer nur dieser (der mit dem weißen Ring), sagt das System auch bei einem vollaufgeladenen Würfel, dass dessen Akkustand niedrig sei. Ist nicht schlimm, nervt nur ein bisschen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo ich aber dennoch Kritik üben muss ist der Start, der wird einem nämlich nicht so leicht gemacht. Ihr müsst euch vorstellen, das teure Zeug kommt zu euch und ihr macht es auf und außer einem DIN A5 Zettel zum Aufbau findet ihr keinerlei schriftliche Informationen in den Schachteln. Dieser Zettel erklärt dir dann welches Kabel wohin muss und welche App du dir runterladen musst und wie bei den Spielen die Anmeldung der Spielfiguren funktioniert, aber zumindest in meiner Version war der Zettel nicht aktuell, denn das System wurde schon viel weiter entwickelt. Es gibt eine Systemapp, mit der du die Komponenten initialisieren kannst und die dir Ladestände usw. zeigt. Diese brauchst du, soweit ich das verstanden habe inzwischen aber gar nicht mehr, denn die Bad Karma App übernimmt das alles für dich, der Zettel sagt dir aber das du sie brauchst. Die Bossfiguren müssen mit einem LED-Ring, der speziell für dieses Spiel ist gekoppelt werden und dann laut Zettel an einer bestimmten Stelle, neben der Ladeschale des Würfels initialisiert werden. Das ist aber inzwischen nicht mehr nötig, wurde anders geregelt. All das ist verwirrend. Bevor ihr Spielen könnt plant also Zeit ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen klingt das ganze schon wie eine Review und dabei wollte ich eigentlich nur darüber sinnieren, wie sinnig so ein Spiel ist und ob sich der Aufwand und das Spiel überhaupt lohnen. Und um die ganzen digitalen Kritiker miteinzubeziehen, ob das überhaupt noch Brettspiel ist und ob wir nicht schon genug auf Bildschirme starren? Im Falle der Bad Karmas muss ich sagen, dass mir das Spiel tatsächlich einen Heidenspaß gemacht hat. Soviel, dass ich mir inzwischen sogar eine Erweiterung gekauft habe. Ist ein solches Spiel noch Brettspiel? Ein eindeutiges Ja. Alle sitzen am Tisch es wird besprochen wie wir vorgehen, es wird gelacht, gescherzt, gefachsimpelt und gerätselt, wie wir den Boss in seinem Gebiet am besten umlegen können. Das wir dabei nur virtuelle Karten auf einem Smartphone durchschauen und diese per Klick an die App senden ist nichts anderes als der Vorgang eine echte Karte zu spielen, nur das die App für uns Verwaltungsaufwand trackt. Wir müssen die Karten nicht mit Zeitmarkern versehen und jede Runde einen entfernen, damit wir wissen, wann wir Fähigkeiten wieder einsetzen müssen. Es sind technische Spielereien möglich, die analog viel zu Aufwendig wären, aber so einen Bosskampf einfach besser gestalten. Das ist genau der Grund weswegen mir das <em><a href="https://spieltroll.de/?p=19061">The Witcher Gwent</a></em> im Computerspiel so gut gefällt, es aber analog für mich keinen Sinn ergibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">The Bad Karmas erinnert mich am ehesten an das letztjährige recht populäre digitale <em>Sunderfolk</em>, welches Gruppen im Couch Coop mit ihren Smartphones vor dem Fernseher spielen konnten. Ein ähnliches Gefühl kommt hier auf nur an einem Tisch. Wer natürlich nicht auf Bildschirme starren möchte und das finde ich völlig in Ordnung, sollte Abstand von so einem Produkt nehmen. Aber ich finde <em>The Bad Karmas</em> und das System tatsächlich einigermaßen faszinierend, denn du kannst eine Partie so natürlich auch über das Internet spielen. Die Steuerung über eigene Smartphones ist übrigens nur optional. Das Tablet mit App kann auch rumgereicht werden und jeder macht seinen Zug darüber, aber das beste Erlebnis hatten wir mit Tablet neben dem Spielfeld, wo das Spiel alle ansagen getätigt hat und dann jeder seine Helden über sein Smartphone gesteuert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein teurer Spaß und erweitert für mich die Landschaft der Brettspielereien tatsächlich um eine weitere Dimension. Wenn die Umsetzungen von Dungeon Crawlern wie <em>Sword &amp; Sorcery</em> gut gelingen und eines meiner Lieblingsspiele (<a href="https://spieltroll.de/?p=12712">Black Rose Wars</a>) eine gute Umsetzung erhalten, dann sehe ich tatsächlich eine Zukunft für das System. Wenn ihr mal die Chance habt, spielt mal eine Runde The Bad Karmas es könnte euch gefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Habt ihr irgendwas dazu beizutragen? Mich würden vor allem mal fundierte Meinungen zum zweiten Spiel interessieren, oder ob ihr sowas generell ablehnt und wenn ja warum? </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>#021 Blogbuch &#8211; Preis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 09:35:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Freunde der analogen Unterhaltung, wie ein bekanntes Duo, das nun fast nur noch als Solokünstler in seinen Vlogs auftritt die Zuhörer- und Seherschaft begrüßte. Ich wähle diese Einleitung nicht ganz umsonst, denn auch um diesen jungen Herrn soll es heute in meinen Gedanken gehen. Generell würde ich gerne über den Spiel des Jahres Preis, &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/20411" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„#021 Blogbuch &#8211; Preis“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
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<p class="wp-block-paragraph">Hallo Freunde der analogen Unterhaltung, wie ein bekanntes Duo, das nun fast nur noch als Solokünstler in seinen Vlogs auftritt die Zuhörer- und Seherschaft begrüßte. Ich wähle diese Einleitung nicht ganz umsonst, denn auch um diesen jungen Herrn soll es heute in meinen Gedanken gehen. Generell würde ich gerne über den Spiel des Jahres Preis, oder viel mehr über die Bekanntgabe der Nominierten noch ein paar Dinge loswerden, denn es scheint bei verschiedenen Leuten zu verschiedenen Reaktionen geführt zu haben und damit meine ich jetzt nicht das übliche herumdiskutiere über die Spieleauswahl und ob die Spiele in den richtigen Kategorien einsortiert worden sind, oder ob es nicht auch einen Expertenpreis geben müsste, nein, ein paar andere Dinge habe ich aufgeschnappt und würde gerne kurz darüber reflektieren. Wen das nicht interessiert oder meine wirren Gedanken egal sind, kann ja einfach ein wenig weiterscrollen und eine Review lesen oder auch gerne irgendwas kommentieren.</p>



<span id="more-20411"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Also kommen wir mal als erstes zu Hunter, der sich erdreistet hat in einem clickbaitigen Video von Verdummung des Kennerspiel Preises zu berichten. Immerhin meint er es nicht ganz ernst, einen Gefallen hat er sich meiner Meinung nach damit aber nicht getan, muss er aber selber wissen. Seine Theorien und Berechnungen in dem Video sind einfach bescheuert, denn er nimmt das BGG-Rating für den Schwierigkeitsgrad als Datengrundlage und checkt das ganze rückwirkend für nur fünf Jahre und ermittelt daraus einen Trend. Wissenschaftlich gesehen wäre das ziemlich haltlos, denn die Datenlage ist sehr dünn. Zum einen ist das Rating bei BGG (<a href="https://boardgamegeek.com/">boardgamegeek.com</a>) natürlich überhaupt nicht repräsentativ, denn zum einen wird die Seite hauptsächlich von Vielspielenden benutzt, die für Familienspiele meist eh viel zu seicht bewerten und zum anderen entsteht ein Rating für, zum Beispiel <em>Moon Colony Bloodbath</em>, gerade einmal durch 104 Leute die dafür auf der Seite abgestimmt haben (Stand: 27.5.2026), bei <em>Rebirth</em> waren es immerhin 191. Dennoch ist das alles viel zu wenig, um daraus Schlüsse zu ziehen. Was meiner Meinung nach aber stimmt, ist dass früher deutlich komplexere Spiele auch eine Chance hatten Spiel des Jahres zu werden, was aber natürlich auch daran lag, dass es den Kennerspielpreis gar nicht gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den zweiten Aufschrei habe ich live schon vermutet als ich das Video geschaut habe. Der Teil indem Harald Schrapers davon berichtet, wie viele Spiele es in dem Jahrgang gab und wie die Jury damit umgeht. Gar nicht so sehr die Tatsache, dass ein Jurymitglied nicht alle Spiele des Jahrgangs spielen kann, wer das glaubt, hat eh ein Problem, nein der Nachsatz, dass sie manchmal ein Spiel nur einmal spielen dürfte einige Leute auf die Palme gebracht haben, denn es gibt Leute da draußen, die einem Kritiker anscheinend nur dann vertrauen, wenn er oder sie ein Spiel in jeder Konstellation gespielt und alle Feinheiten auf Herz und Nieren geprüft hat. Wer da mal schnell nachrechnet wird selbst darauf kommen, dass das schlicht unmöglich ist, denn die Leute müssen auch noch Schlafen und ihrem normalen Job nachgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann aber dazu auch persönlich beitragen und sagen, dass ich mit solchen Gestalten schon zu tun gehabt habe. Natürlich sind das in den allermeisten Fällen nur Fans, die &#8222;ihr&#8220; Spiel zu schlecht bewertet sehen und dir dann sämtliches Wissen absprechen und so weiter und so fort. Ich habe allerdings keine Ahnung, warum ich ein Spiel nicht nur nach einer Partie schon bewerten kann? Das würde für mich nur auf Expertenspiele zutreffen, weil ich bei denen, in den meisten Fällen, nach nur einer Partie nicht viel aussagen kann, denn, wenn sie gut sind, spielen sie sich oft in verschiedenen Partien anders. Es gibt oft mehrere Strategien zum Sieg. Bei diesen Spielen fände ich es durchaus berechtigt zu moppern, wenn jemand nach einer Partie, in der es vielleicht auch noch schlecht lief, ein Urteil fällt. Aber warum sollte das bei einem seichteren Familienspiel unbedingt nötig sein. Da kannst du mit weiteren Partien nur noch feststellen ob es sich vielleicht mit einer anderen Anzahl von Spieler*innen nicht so fluffig spielt oder ob der Spielreiz schnell nachlässt. Hast du aber so viele Spiele schon gespielt, fällt es dir durchaus leichter zu erkennen, ob ein Spiel Spaß macht und ob es vielleicht einen besonderen Kniff hat, so dass es in die Auswahl käme. Woher dieser Anspruch an die Kritiker*innen kommt, kann ich mir nicht richtig erklären, oder doch? Ich erinnere mich gerade, dass als ich angefangen habe über Spiele zu schreiben, ich den Blog spielerleben.de von Martin Klein sehr gerne gelesen habe und er dort auch erklärte was er für Ansprüche an Spielekritik und damit auch an sich selbst hat. Da stand auch was von jedes Spiel mit jeder Spieler*innenanzahl spielen und jede mögliche Taktik und Strategie ausloten. Fand ich damals schon seltsam. Martin Klein war übrigens Mitglied der Jury Spiel des Jahres und schreibt seit 2020 keine Kritiken mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist allerdings noch etwas anderes in dem Video aufgefallen und da wird es so finde ich, für die Jury selbst interessant sich einmal zu überprüfen. Denn der Verein kämpft ja auch für die Anerkennung des Spiels als Kulturgut und leistet dort ja auch, sofern ich das beurteilen kann ganz gute Arbeit. Allerdings weisen sie sehr deutlich in dem Video darauf hin, dass es in diesem Jahr so viele Mängel an den Spielen gab, die dazu führten das durchaus aussichtsreiche Spiele eventuell nicht berücksichtigt wurden. Ich kenne das, denn ich mache das in meinen Reviews auch. Ich verstehe mich allerdings auch nicht als Kritiker, sondern nur als Spielefan mit Mitteilungsbedürfnis. Wenn andere einen ähnlichen Geschmack haben und daher finden, dass das was ich Schreibe dabei hilft für sie ein gutes Spiel zu identifizieren, dann finde ich das gut. Die Jury selbst versteht sich aber als Verein der einen Kritikerpreis verleiht und dann auch nicht nur irgendeinen, sondern <strong>den</strong> Preis, den Spiele-Oscar. Da finde ich es schon merkwürdig, wenn sie sich zu Produkttestern degradieren, die besonders darauf achten, dass alles verständlich und lesbar ist und gut produziert. Was daraus folgt ist meiner Meinung nach der Kniefall vor dem Konsum, denn wenn ein Spiel erst als Konsumprodukt überzeugen muss, bevor es als Kulturobjekt gewürdigt wird, stimmt da für mich etwas nicht. Oder vielleicht auch besser nicht mehr, denn ich vermute das es mit der schieren Zahl der Veröffentlichungen zu tun hat, die bewältigt werden wollen. Früher war es einfacher das beste Produkt zu finden und wahrscheinlich war es meist auch Deckungsgleich mit dem besten Spiel, denn es gab einfach nicht so viele gute Spiele wie heute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eieiei, das war schon wieder ganz schön viel, was mir da im Kopf rumschwirrte seit der letzten Woche und eigentlich könnte ich gerade noch drei Blogbücher schreiben, aber das hebe ich mir noch auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>#020 Blogbuch &#8211; Kampagne</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 13:57:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heute würde ich gerne mal über Brettspiele mit Kampagnen sprechen. Diese bereiten mir nämlich zunehmend Kopfschmerzen, oder sagen wir mal, ich muss in letzter Zeit häufiger über sie nachdenken. Eigentlich mochte ich solche Spiele immer ganz gerne und wollte sie auch immer in voller Gänze erleben, aber in den letzten Jahren hat das leider zusehends &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/20206" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„#020 Blogbuch &#8211; Kampagne“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Heute würde ich gerne mal über Brettspiele mit Kampagnen sprechen. Diese bereiten mir nämlich zunehmend Kopfschmerzen, oder sagen wir mal, ich muss in letzter Zeit häufiger über sie nachdenken. Eigentlich mochte ich solche Spiele immer ganz gerne und wollte sie auch immer in voller Gänze erleben, aber in den letzten Jahren hat das leider zusehends nachgelassen. Das erste Mal so richtig aufgefallen ist es mir, als ich von meiner Frau <a href="https://spieltroll.de/?p=13240">Schlafende Götter</a> geschenkt bekam und wir es nur wenig später ausprobierten. Das Spiel gefiel uns eigentlich ganz gut, aber wir kamen einfach nicht dazu es regelmäßig zu spielen, wie es das Spiel verdiente. Noch während der Pandemie erlebten Kampagnenspiele ja einen regelrechten Boom. Ist ja auch klar, wir alle hatten eines im Überfluss: Zeit! Die wollte natürlich totgeschlagen werden und da boten sich Kampagnenspiele an, ja drängten sich sogar auf. Dennoch glaube ich irgendwie nicht, dass Zeit das Problem bei mir ist. Bei manchem Legacyspiel bekommen wir es ab und zu ja auch noch hin oder schauen wir uns zum Beispiel das neue <em>Cozy Stickerville</em> an, welches wir regelmäßig abends spielen konnten und uns die Zeit nahmen. Aber auch für Legacyspiele gibt es Gegenbeispiele in unserer jüngeren Vergangenheit. Aktuell stehen bei uns drei Kampagnen- und oder Legacy-Spiele herum, die wir entweder angefangen haben, oder noch beginnen wollen, bei denen sich mir allerdings immer mehr aufdrängt, dass das einfach nicht passieren wird.</p>



<span id="more-20206"></span>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-thumbnail"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" data-attachment-id="17216" data-permalink="https://spieltroll.de/divinus-2" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?fit=2560%2C2560&amp;ssl=1" data-orig-size="2560,2560" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="divinus" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?fit=840%2C840&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus.jpg?resize=150%2C150&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-17216" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?resize=2048%2C2048&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?resize=1200%2C1200&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?resize=50%2C50&amp;ssl=1 50w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?w=1680&amp;ssl=1 1680w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2024/10/divinus-scaled.jpg?w=2520&amp;ssl=1 2520w" sizes="auto, (max-width: 150px) 85vw, 150px" /><figcaption class="wp-element-caption">Divinus</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Das erste Spiel ist <em>Divinus</em>, welches wir in der Truhe der Vielfalt Stufe in der Spieleschmiede unterstützt haben. Wir warteten ziemlich lange auf das Spiel. Länger als auf jedes andere Spiel, welches wir gebacked haben. Wir haben es dann sogar recht bald gespielt. Immer mal wieder mehrere Partien, so dass wir eigentlich fast durch damit sind. Allerdings nur fast. Und die einzelnen Pausen zwischen diesen Phasen des Spielens waren immer immens groß, so dass wir inzwischen, so glaube ich, fast genau so lang an der Legacy-Kampagne spielen, wie wir auf das Spiel gewartet haben. Das Spiel ist dabei nicht einmal schlecht und wir fühlten uns ganz gut unterhalten. Jedoch brachen wir immer wieder nach zwei oder drei Partien ab und machten erst ein halbes Jahr später weiter. Vielleicht war es uns einfach nicht spannend genug? Aber ehrlich gesagt, weiß ich es bei <em>Divinus</em> nicht genau.</p>


<div class="wp-block-image">
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<p class="wp-block-paragraph">Beim zweiten Fall kann ich es schon etwas genauer sagen. <em>Kinfire Chronicles: Night´s Fall</em>. Auch das stand nach dem Kauf etwas länger im Regal, wobei meine Frau immer bock darauf hatte es zu spielen. Als wir es dann endlich taten und uns dem ersten Szenario widmeten, waren wir zunächst enttäuscht, weil wir krachend gescheitert waren. Wir probierten es einfach noch einmal und verloren erneut. Ich konnte mich noch gut an einen Forenbeitrag bei BGG erinnern, wo ein Vater schrieb, dass er es mit seiner achtjährigen Tochter spielte und diese das Spiel nach einigen Szenarios zu langweilig und einfach fand, so dass sie abbrachen. Wir schafften nicht mal Szenario Nummer eins und das nicht weil es so schwierig war, sondern eher, weil das Spielsystem so zufällig war, das du einfach keinen Einfluss darauf hast. Dieses Spiel macht optisch und vom Material her so viel richtig, dass du es kaum fassen kannst, dass ausgerechnet das Spielprinzip so dämlich ist. Das soll sich noch ändern und hängt wohl auch von der Charakterauswahl ab, aber nee, sorry, dann stimmt da einfach was nicht. Okay, ist ein völlig anderer Grund als bei <em>Divinus</em>, aber wir wollten uns einfach die Zeit nicht nehmen noch mehr Trial und Error Partien zu spielen. Da war sie ja wieder: die Zeit. Vielleicht ist sie es ja doch?</p>


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<figure class="alignright size-thumbnail"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" data-attachment-id="20221" data-permalink="https://spieltroll.de/archiv/20206/tdq" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/04/tdq.png?fit=1080%2C1080&amp;ssl=1" data-orig-size="1080,1080" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="tdq" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/04/tdq.png?fit=840%2C840&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/04/tdq.png?resize=150%2C150&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-20221" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/04/tdq.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/04/tdq.png?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/04/tdq.png?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/04/tdq.png?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/04/tdq.png?resize=50%2C50&amp;ssl=1 50w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/04/tdq.png?w=1080&amp;ssl=1 1080w" sizes="auto, (max-width: 150px) 85vw, 150px" /><figcaption class="wp-element-caption">The Dark Quarter</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Spiel Nummer drei ist wieder so ein gebacktes Spiel. Die Rede ist von <em>The Dark Quarter</em>. Auf dieses Spiel habe ich mich ursprünglich mal richtig gefreut und war auch hier All-in gegangen. Jetzt steht es hier im Regal und ich habe nach diversen Berichten von Leuten, die es schon &#8222;gespielt&#8220; haben, kaum noch Lust es auszuprobieren. Ein Spiel in dem du eigentlich gar nicht mehr spielst sondern nur noch liest und die physischen Komponenten kaum noch brauchst, wie in anderen Lucky Duck Spielen noch üblich, macht mich dann einfach, trotz der schönen Prämisse nicht mehr an. Mich dort zeitlich so sehr zu investieren, die ganzen Szenarien noch durchzuspielen, so erzählerisch schön und abgefahren sie auch sein sollen, da habe ich jetzt tatsächlich kaum noch Bock drauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist ja jetzt auch nicht so, dass es die ersten Erfahrungen dieser Art waren. Wie gesagt mit <em>Schlafende Götter</em> fing es eigentlich an. <a href="https://spieltroll.de/?p=17823">Earthborne Rangers</a> ist auch ein gutes Beispiel, wobei dort haben wir es noch mit am längsten ausgehalten, weil das Spiel irgendwie neu und frisch war, aber auch dort haben wir nach unzähligen Stunden irgendwann aufgehört, weil uns unsere Zeit am Ende zu kostbar war. Also doch die Zeit. Ich denke es ist doch ein wenig vielschichtiger. Die Zeit spielt eine wichtige Rolle, gerade wenn du dank Job, Familie und anderer Verpflichtungen nicht so wahnsinnig viel davon hast. Das Alter spielt auch eine Rolle. Denke ich an früher zurück, da hast du sowas tagelang gespielt und es hat dir nichts ausgemacht. Tage schienen endlos und sich ein Wochenende mit seinen Freunden hinzusetzen und ein episches Spiel zu spielen war einfach normal und hat dir nichts ausgemacht. Heute denke ich viel eher darüber nach, ob ich so viel Zeit investieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Zeit und Alter ist für mich die Qualität ein weiterer ausschlaggebender Punkt. Viele der Kampagnenspiele sind es einfach nicht wert so viel Zeit in sie zu investieren, weil ihre Geschichten zu langweilig sind, oder das Spielgeschehen auf Dauer zu repetitiv. Mache ich immer wieder das Gleiche, dann muss die Geschichte, die mir das Spiel erzählen will, schon unglaublich gut sein, um mich bei der Stange zu halten. Ist die Geschichte zu dünn, dann muss das Spiel mich immer wieder mit frischen Ideen dabei halten. Manchen Legacyspielen gelingt das, wie zum Beispiel <a href="https://spieltroll.de/?p=11871">Klong! Legacy</a> oder auch <a href="https://spieltroll.de/?p=15382">Zug um Zug: Legenden des Westens</a>, aber <em>Divinus</em> ist spielerisch zu eintönig, um uns lang genug zu fesseln, um die erforderlichen Partien zu absolvieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den oben genannten drei Spielen wird es hier wohl keine Reviews mehr geben, weil wir sie nie beenden werden. Auch sie müssen die Sammlung dringend verlassen, denn sie schlucken exorbitant viel Platz. Also verbleibe ich doch mit dem Zitat des Roger Murtaugh: &#8222;Ich bin zu alt für diesen Scheiß!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Würde mich wirklich mal interessieren wie andere das sehen? Bin ich alleine damit? Oder habt ihr Ähnliches bei euch festgestellt?</p>
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		<title>#019 Blogbuch &#8211; Verkauf</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 15:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spieltagebücher]]></category>
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					<description><![CDATA[Tja, wie komme ich auf dieses Thema? Wie schon öfters erwähnt sind die Gedanken wirr und Manches kommt einfach so und ich schreib dann drauf los. Also, bisher versuche ich ja immer relativ viel Ordnung in meinem Spielregal zu halten und lasse es nie einreißen, dass da plötzlich zu viele Spiele rumstehen und ich der &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/20116" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„#019 Blogbuch &#8211; Verkauf“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="alignleft size-medium"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" data-attachment-id="1355" data-permalink="https://spieltroll.de/cropped-spieltagebuch-1-png" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/cropped-Spieltagebuch-1.png?fit=512%2C512&amp;ssl=1" data-orig-size="512,512" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="cropped-Spieltagebuch-1.png" data-image-description="&lt;p&gt;https://spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/cropped-Spieltagebuch-1.png&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Tja, wie komme ich auf dieses Thema? Wie schon öfters erwähnt sind die Gedanken wirr und Manches kommt einfach so und ich schreib dann drauf los. Also, bisher versuche ich ja immer relativ viel Ordnung in meinem Spielregal zu halten und lasse es nie einreißen, dass da plötzlich zu viele Spiele rumstehen und ich der Lage nicht mehr Herr werde. Zu diesem Zweck verkaufe ich &#8222;regelmäßig&#8220; Spiele über ebay. In Anführungszeichen gesetzt heißt regelmäßig zwei- bis dreimal pro Jahr. Dann aber auch immer einen ganzen Schwung, der richtig Platz schafft. Meistens, so hat es sich in den vergangenen Jahren manifestiert, einmal so um Ostern herum und einmal in den Herbstferien. Falls sich nochmal ein Haufen ergibt, schiebe ich auch nochmal einen Verkauf im Sommer rein, aber der fand jetzt eher unregelmäßiger statt. So weit so gut. Nun würde wieder ein Verkauf anstehen und der ist auch dringend notwendig, da ist mir allerdings eine Mail eingefallen, die ich mal erhalten habe und zufällig las ich auch einen Artikel auf <a href="https://www.spielbar.com/wordpress/2026/03/01/26938/">spielbar.com</a> vom 1. März, der hier auch ein wenig mit hereinspielt. Dort geht es nämlich auch um das Verkaufen von Brettspielen durch Spielekritiker, die Rezensionsexemplare bekommen haben und diese dann irgendwann wieder veräußern. Ist das ethisch vertretbar. Georgios Panagiotidis geht dem nach und verfolgt dort ein paar Interessante Gedanken.</p>



<span id="more-20116"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Nun läuft der Hase bei mir ein wenig anders und besagte Mail veranlasst mich das hier vielleicht auch nochmal etwas näher auszuführen. Bin ich ein Spielekritiker? Hmmm, ja wahrscheinlich schon, denn offensichtlicher Weise kritisiere ich Spiele auf diesem Blog. Ich selbst würde mich so allerdings nie bezeichnen. Ich bin Hobbyist, Brettspieler aus Leidenschaft und beschäftige mich auf diese Weise mit meinem Hobby. Der Blog hier ist ein reines Hobbyprojekt, in den ich ausschließlich meine Freizeit und Geld stecke. Ich verdiene nichts daran und habe das auch nicht vor. Nun bekomme ich wirklich immer mal wieder Mails, die in mir Zweifel wecken, ob das den Leuten bewusst ist, die hier mitlesen. Eigentlich bin ich der Meinung daraus keinen Hehl zu machen. Dennoch steht dann in solchen Mails &#8222;du und dein Team&#8220;, &#8222;ihr könnt doch mal&#8220;, &#8222;bringt mal was darüber&#8220;. Das Team besteht aus mir und meiner Frau, die selbst gerne spielt und somit eine Hilfe beim Reflektieren ist. Dann natürlich noch die ein oder andere private Spielrunde, in der ich dann auch Eindrücke zu den Spielen sammle. Aber das ist alles der normale Teil des Hobbys, wie bei jedem anderen auch. Ehrt mich das, dass Leute diesen Eindruck haben, oder lesen sie einfach nur zufällig hier, weil sie irgendwo im Netz auf einen geteilten Beitrag gestoßen sind? Wahrscheinlich eher Letzteres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, ich möchte an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass ich Spiele, die ich hier bespreche und zum Teil auch deutlich kritisiere, wenn ich sie nicht gut finde, in der Regel selbst kaufe. Rezensionsexemplare fordere ich nicht an und bekomme nur ganz selten mal welche ungefragt zugeschickt. Wenn ich ein solches Spiel bespreche, steht das auch in der Review drin. Ich habe zum Beispiel schon ab und zu ein Krimispiel zugeschickt bekommen und das dann dort auch erwähnt. Einzige Ausnahmen bisher waren das Spiel <em>Mom´s Bluff</em> aus der Anfangszeit meines Blogs, welches ich für einen netten Menschen reviewt habe, der mich darum bat und Teil zwei und drei der Next Station- Reihe von HCM Kinzel, denen die erste Review so gut gefallen hat, dass sie nachfragten, ob ich das machen würde. Habe ich gemacht, aber danach auch eine Entscheidung getroffen. Ich habe mich dazu entschlossen das nicht mehr zu tun, weil es für mich selbst komisch wirkte. Was ich aber dennoch weiterhin nutze und hier völlig offen sage, ist ein Presserabatt, den mir Pegasus eingeräumt hat. Ich kaufe also ab und zu dort über den Shop ein verbilligtes Spiel. Deshalb fühle ich mich aber Pegasus nicht besonders verpflichtet und ich kaufe trotzdem nur Spiele die mich interessieren. Dennoch habe auch ich den Vorwurf schon mal bekommen mich irgendwie daran zu bereichern. Ich kann diesen &#8222;Neid&#8220; allerdings nicht ganz nachvollziehen und Georgios Panagiotidis hat da ein paar interessante Ansätze in seinem Artikel verfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde und muss trotzdem weiter meine Spiele verkaufen. Auch wenn vielleicht das ein oder andere Spiel von Pegasus dabei sein wird, dass ich vergünstigt gekauft habe. Inzwischen sind über 500 Rezensionen hier auf dem Blog von mir verfasst worden. Meine Sammlung umfasst zwischen 160 und 200 Spielen, je nachdem wie viele ich gerade nur bis zum nächsten Verkauf &#8222;aufbewahre&#8220;. Ich habe einfach keinen Platz für eine größere Sammlung und will auch nicht mehr Spiele hier rumstehen haben. Spiele sind dazu da gespielt zu werden. Meine Sammlung umfasst immer einen guten Querschnitt und einige alte Klassiker, die ich immer wieder gerne hervorhole. Auch das ein oder andere Sammlerstück von dem ich mich schwer trennen kann ist dabei. Da ich aber weiterhin vorhabe hier über Spiele zu schreiben ist ein Teil des Platzes für die Sammlung für Neuheiten reserviert. Entweder ziehen sie danach in die Sammlung ein und ich muss etwas rausschmeißen, oder sie wandern gleich auf den Ablagestapel, der beim nächsten Verkauf rausfliegt. Ich muss also verkaufen und fühle mich auch nicht schlecht dabei, denn ich sehe mich als Privatperson mit einem Drang sich über ein bestimmtes Thema (Spiele), öffentlich zu äußern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann diesen Gedanken nachvollziehen, sobald jemand ganz klar ein Influencer ist und damit Geld verdienen will. Bezahlte Kritiken sind etwas völlig anderes, aber ich vermute genau dort liegt die Krux. Die Leser*innen müssen den Unterschied erkennen können. Das Problem ist zum Teil von den Blogger*innen aber auch selbst gemacht. Wenn ich Kritiken lese und der Text erstmal gar nicht so positiv klingt und dann doch eine 7,5 (von 10) als Punktewert unter einer Kritik steht, dann Frage ich mich schon, was das soll. Natürlich kann ich das Bedürfnis verstehen niemanden auf den Schlips treten zu wollen, aber was bringt das. Die Leute schauen eher auf die Wertung als auf den Text und schnell könnten sie denken, hier wird für gute Bewertung bezahlt, weil alles immer irgendwie positiv wegkommt. Das ist auch der Grund, warum ich mich gegen ein Bewertungssystem entschieden habe. Die Leute sollen lesen, warum ich es feiere oder es eben nicht gut finde. Und für Spiele die ich nicht gut finde, habe ich dann leider auch keinen Platz und sie müssen ausziehen, egal, ob ich es vergünstigt gekauft, zur Verfügung gestellt oder von mir aus auch geschenkt bekommen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnächst also Frühjahrsputz. Spiele gibt es bei Ebay. Spielt schön.</p>
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		<title>#018 Blogbuch &#8211; Vampir</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 10:46:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heute geht es hier mal um etwas Besonderes. Eigentlich könnte ich das schon fast als Review bezeichnen, aber es ist etwas persönlicher und passt deshalb viel besser in diese Kategorie. Außerdem streifen Rollenspiele nur am Rande meinen Blog. Ich war zwar früher passionierter Rollenspieler, aber in den letzten fünfzehn Jahren ist das eher eingeschlafen. Pegasus &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/19726" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„#018 Blogbuch &#8211; Vampir“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
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<p class="wp-block-paragraph">Heute geht es hier mal um etwas Besonderes. Eigentlich könnte ich das schon fast als Review bezeichnen, aber es ist etwas persönlicher und passt deshalb viel besser in diese Kategorie. Außerdem streifen Rollenspiele nur am Rande meinen Blog. Ich war zwar früher passionierter Rollenspieler, aber in den letzten fünfzehn Jahren ist das eher eingeschlafen. Pegasus Spiele haben erst kürzlich ein Solo-Rollenspiel, das schon etwas länger im englischsprachigen Raum für Furore sorgt übersetzt und hier zu Lande veröffentlicht. 2019 erschien <em>Thousand Year Old Vampire</em> und wurde zu einem kleinen Hit. Was ist ein Solo-Rollenspiel, werden sich vielleicht einige fragen und das lässt sich auch nicht immer ganz leicht beantworten, weil es viele verschiedene Ansätze gibt. Dieses hier wirft dich in ein Szenario und du denkst dir deine eigene Geschichte aus. Es gibt ein paar Regeln, aber die sind sehr überschaubar. Es hat mich sehr fasziniert, weswegen ich davon berichten muss.</p>



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<figure class="alignright size-medium"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="183" height="300" data-attachment-id="19746" data-permalink="https://spieltroll.de/tyov" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/02/tyov.jpg?fit=383%2C629&amp;ssl=1" data-orig-size="383,629" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Spieltroll&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1770632666&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="tyov" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/02/tyov.jpg?fit=383%2C629&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/02/tyov.jpg?resize=183%2C300&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-19746" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/02/tyov.jpg?resize=183%2C300&amp;ssl=1 183w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2026/02/tyov.jpg?w=383&amp;ssl=1 383w" sizes="auto, (max-width: 183px) 85vw, 183px" /><figcaption class="wp-element-caption">Thousand Year Old Vampire</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein Solo-Rollenspiel wirkt zunächst seltsam. Warum sollte ich mir selbst eine Geschichte erzählen, bei der ich in eine Rolle schlüpfe und jemand anderes verkörpere? Tue ich das nicht immer mal wieder im wirklichen Leben? Bin ich immer authentisch? Ich denke nicht. Was aber ist hier anders? Nun ja, der Buchtitel verrät es vielleicht schon. Dieses Spiel fordert dich dazu auf die Geschichte eines alten, unsterblichen Vampirs zu erleben. Das Buch selbst wirkt dabei, wenn es nicht so fabelhaft neu aussehen würde, als wäre es mehrere Jahrhunderte alt. Auf dem Titel finden sich jede Menge golden geprägte Linien, so dass es fast wie Kintsugi wirkt. Habt ihr ja vielleicht schon mal gehört. Etwas Altes reparieren mit goldenen Verbindungen; ist eine alte japanische Tradition. Möglicherweise schon eine Metapher für das was uns erwartet?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tja, was erwartet uns genau? Ich habe mich aus einem anderen Grund erst kürzlich in die Geschichte des römischen Reichs in Britannien und dort speziell mit dem Hadrianswall auseinandergesetzt, so dass ich mir dachte, mein Vampir könnte ein römischer Legionär sein, der dort geboren wurde. Ihr könnt euch erstmal alles aussuchen. Wo und wann ihr spannend findet oder euch gut auskennt. So erschuf ich Atius Fluvius geboren in Londinium in der Nähe des großen Flusses im Jahre 323. Stationiert am Hadrianwall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst lässt dich das Buch eine Liste von Eigenschaften und Merkmalen für deinen Charakter erstellen. Darunter drei Fähigkeiten, drei Besitztümer und Nebencharaktere. Auch dies kann wieder alles sein. Aber das Spiel fordert von dir daraus vier Erinnerungen zu formen. Dazu stellst du Verbindungen zwischen diesen Dingen her und schreibst sie auf. Auch hier wieder völlig frei. Schreib es auf Zettel mit nur wenigen Stichworten, schreib kleine Abschnitte in ein Buch oder tippe sie in den Computer. Ganz egal. Diese vier Erinnerungen sind die Frühphase deines Seins. Eine fünfte Erinnerung fehlt aber noch und diese erfordert die Erschaffung eines weiteren Charakters, so wie einer Eigenschaft. Dein Protagonist findet den Weg vom Leben zum Untod, denn du musst noch entscheiden, wie und von wem er zum Vampir gemacht worden ist. Außerdem entsteht dadurch ein Makel oder Mal, an dem zu erkennen ist, was du bist. Im Fall von Atius wurde er nach einer Schlacht schwer verwundet in einem Wald von der Schäferin Una, einem uralten Wesen, gefunden und erschaffen. Unterkühlt und blutleer kam Atius zurück in Unleben und seitdem ist seine Haut eiskalt, weswegen er Berührungen vermeidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Spiel beginnt erst jetzt, am Wendepunkt. Du hast einen Charakter erschaffen der aus Erinnerungen besteht. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch immer nicht was mich erwartet. Eine interaktive Geschichte, ein Soloabenteuer wie in den guten alten Zeiten, bei denen du dich Abschnitt für Abschnitt voran liest, oder ein Lückentext, dem ich durch meine Eintragungen eine persönliche Note verleihe? Nein, das alles nicht. Autor Tim Hutchings hält sich sehr zurück und überlässt den Spieler*innen die Bühne, was gut ist. Einzelne Abschnitte im Buch sind nur Hinweise, Richtlinien und manchmal nur Fragen, die dich dazu bringen darüber nachzudenken und tief in dir selbst zu graben, wie sich das mit der bisherigen Geschichte verbinden lässt. Rein mechanisch benutzt du zwei Würfel, einen zehn- und einen sechsseitigen. Du würfelst und ziehst den Sechser vom Zehner ab. Positive Werte führen dazu, das du so viele Abschnitte vorwärts springst und negative zurück. Auf jeder Seite ist ein dreigeteilter Abschnitt du liest nur den ersten. Solltest du irgendwann ein zweites oder drittes Mal auf die gleiche Seite kommen, so liest du die weiteren. Jeder Abschnitt fordert dich irgendwie auf deine Geschichte weiterzuspinnen. Einige Dinge passen sehr gut zu dem was du bisher aufgeschrieben haben wirst, andere erfordern dir viel mehr ab. Es erfordert keinen Roman, aber manchmal fand ich mich dabei wieder, fast eine ganze Seite zu schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erinnerungen, die wir notieren existieren nicht isoliert, sondern in Gruppen. Je drei Erfahrungen können in einer Erinnerung existieren und brauchen einen Bezug der sie verbindet. Aber nicht nur das. Die Erinnerungen sind auf fünf begrenzt. Werden es zu viele, so musst du vergessen und welche auslöschen. Das gehört zu einem langen Leben, du kannst einfach nicht alles behalten. Manchmal darfst du Erinnerungen in ein Tagebuch schreiben, welches du dann als Gegenstand ebenfalls beschreiben musst und ab dort bei dir führst. Dieses Tagebuch kannst du aber wie jeden anderen Gegenstand auch verlieren. Aber zu vergessen ist nicht nur schlecht, denn es bietet dir auch kostbaren neuen Raum für neue Erinnerungen. So schafft es das Spiel emotionale Bindungen zu deinen Erinnerungen aufzubauen und irgendwann merkst du wie das alles ein Teil von dir wird. Das Spiel erwischt dich plötzlich hart und gibt dir Einblicke in dein Selbst. Der Vampir als Sinnbild ist perfekt gewählt. <em>Thousand Year Old Vampire</em> ist fast schon eine therapeutische Auseinandersetzung mit dem eigenen Alter und dem Verfall von Körper und Geist. Nicht nur das, denn du erforscht auch dunkelste Ecken deines Geistes, weil du Menschen wie Schlachtvieh behandelst, um dich im Unleben zu halten und begibst dich dabei auf dunkle Pfade.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende aber steht die Erlösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich ziehe meinen Hut vor Tim Hutchings, der ein kleines Meisterwerk mit diesem Buch geschaffen hat, welches mich seit geraumer Zeit nun schon nicht mehr loslässt und trotz seines zunächst übertrieben scheinenden Preises, für mich jeden Cent wert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer noch Fragen hat, stelle sie bitte über die Kommentare.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>#017 Blogbuch &#8211; Hand</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2026 17:36:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In meinem Blogbuch geht es um mich und Sachen die mich gerade so beschäftigen. Meistens haben sie natürlich mit diesem Hobby zu tun, auch wenn ich manchmal ziemlich abschweife. Aber so sind sie halt die wirren Gedanken eines alten Manns. Im Moment beschäftigt mich eigentlich nur eins und das ist meine linke Hand. Früher einmal &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/19654" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„#017 Blogbuch &#8211; Hand“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In meinem Blogbuch geht es um mich und Sachen die mich gerade so beschäftigen. Meistens haben sie natürlich mit diesem Hobby zu tun, auch wenn ich manchmal ziemlich abschweife. Aber so sind sie halt die wirren Gedanken eines alten Manns. Im Moment beschäftigt mich eigentlich nur eins und das ist meine linke Hand. Früher einmal sagte ich immer, weil meine linke Hand im Vergleich zu ihrer rechten Schwester völlig unkoordiniert und untrainiert zu sein schien, das ich sie nur habe, um mich irgendwo festzuhalten und einen Sturz abzufedern. Heute weiß ich, dass das nicht stimmt. In meinem Job brauche ich sie tatsächlich fast mehr als die Rechte, drückt sie doch ständig irgendwelche Tasten, während ich mit der Rechten &#8222;nur&#8220; die Maus dirigiere. Nicht schön. Auch sehr banale Dinge, wie das Waschen oder sich die Hose zuzumachen wird zu einer Anstrengung sondergleichen, wenn die Linke sich nur unter Schmerzen bewegen lässt. Das alles nervt und ich finde momentan nicht einmal Ablenkung in meinem Hobby, weil alles schwer fällt. Das beginnt schon beim Öffnen einer Spieleschachtel.</p>



<span id="more-19654"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, da jammert er der alte, weiße cis-Mann. Karten mischen, Karten halten, Zip-Beutel öffnen &#8211; der Spielaufbau wird zu einem Akt. Zum Glück ist meine liebe Frau da, die mir hilft. Im Moment kommen also nur wenige Spiele überhaupt auf den Tisch. Was schon ärgerlich ist, weil ich nun gerade Zeit im Überfluss habe, etwas das mir vorher immer wieder einen Strich durch die Spiele-Rechnung gemacht hat, wenn ich eigentlich mehr spielen wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Schreiben über mein Hobby fällt mir gerade nicht so leicht. Alles was hier seit Mitte Dezember erschienen ist, habe ich einhändig getippt, was wirklich antrengend ist, wenn du es nicht gewohnt bist. Dennoch ist das eines der wenigen Dinge, die ich gerade im Zusammenhang mit diesem Hobby tun kann, auch wenn ich vor längeren Beiträgen zurückschrecke, da ich die rechte Hand natürlich nun nicht überanstrengen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was kann ich also ohne Probleme in dieser Zeit tun, um das Hobby auszuleben: Ich spiele digital, denn dort brauche ich nur eine Hand zur Bedienung. &#8222;Ihhh&#8220; werden jetzt die Puristen unseres Hobbys voller Abscheu von sich geben. Digitales kommt ihnen nicht ins Haus. Das ist Verrat an dem Hobby und was da nicht alles gezetert wird. Wer das nicht glaubt kann sich gerne mal in den Wertungskommentaren bei Boardgamegeek bei App-unterstützten Spielen umschauen. Okay da gibt es natürlich einen Unterschied zwischen komplett digitalisierten Versionen und digitalen Komponenten bei Brettspielen. Mir ist das egal. Analog und digital macht mir beides Spaß und sollte auch nicht miteinander verglichen werden. Die Interaktion und der soziale Kontakt sind für mich natürlich das Schöne an unserem analogen Brettspiel-Hobby. Es gibt nicht viel spaßigeres als sich mit Freunden und Bekannten auf eine Partie an einen Tisch zu setzen. Dennoch haben digitale Versionen auch Vorteile. Ich kann sie einhändig spielen, finde meist sofort Mit- und Gegenspieler*innen, viele Spiele sind deutlich schneller zu spielen und ich kann auch erstmal Spiele ausprobieren. Aber es ist etwas anderes und wer das nicht mag, sollte es auch lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders finde ich die Sache mit den analogen Spielen, die digitale Komponenten aufweisen. Da finde ich die kategorische Ablehnung erstmal absolut bescheuert und nahezu alle Argumente die einem da entgegenschallen sind Scheinargumente. &#8222;Da kann ich ja gleich ein Videospiel spielen!&#8220;, &#8222;Der Inhalt gehört mir dann ja gar nicht richtig!&#8220;, &#8222;Was ist wenn die App in 10 Jahren nicht mehr funktioniert!&#8220; oder &#8222;Da starren alle nur noch auf Bildschirme!&#8220;. Alles schon gehört und ich verstehe es wirklich nicht. Die Apps sind in den meisten Fällen Werkzeuge um das spielen reibungsloser zu ermöglichen. Nehmen wir mal <a href="https://spieltroll.de/?p=1510">Chronicles of Crime</a>, eines der ersten Spiele das QR-Codes sinnvoll nutzte. Die Handys werden hier direkt zu Werkzeugen, die wir benutzen um Dinge zu verknüpfen. Die Geschichte wird dann gleich von der App weitererzählt. Die Puristen bräuchten an dieser Stelle einen Haufen Karten für jede Eventualität oder ein Geschichtenbuch in dem wir dann durch Querverweise die richtige Stelle heraussuchen müssten. Da hätte ich gar keine Lust mehr überhaupt zu spielen. <em>Chronicles of Crime</em> hat schon acht Jahre geschafft und existiert noch immer. <a href="https://spieltroll.de/archiv/19492">Boss Fighters QR</a> funktioniert auch über QR-Codes und ist ganz neu. Auch hier dient die App als Verwaltung des Bosses. Alles was mit unseren Helden zu tun hat regeln wir analog über Karten und Lebenspunkteanzeiger. Die alternative wäre hier sicherlich ein Rollenspiel mit einem Gamemaster und vielen Regeltabellen und Würfelwürfen. Macht auch Spaß ist aber etwas vollkommen anderes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe immer gar keine Ahnung woher solch eine generelle Ablehnung vor Technik in Brettspielen kommt. Technik generell scheinen sie ja nicht abzulehnen, weil sie ihre Gedanken ja doch mit dieser in Onlineforen posten. Na ja.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig finde ich auf der anderen Seite aber auch das es irgendwie immer mehr von diesen riesengroßen &#8222;Open World/Sandbox&#8220; Rollenspielen, Bossbattlern und Dungeoncrawlern gibt, die versuchen ein Computerspiel vollkommen analog abzubilden (siehe <em>Arydia</em> und co.). So faszinierend ich das rein vom Aufwand der Entwicklung her finde, genauso schwachsinnig finde ich den Aufwand beim Spielen. Warum sollte ich mir so etwas antun? Antwort: weil es Spaß bringt! Zumindest für einige. Garantiert nicht für alle. Solche Spiele müssen für die Digitalverweigerer der heilige Gral sein. Egal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Digital kommt übrigens vom lateinischen Digitus für Finger und da wäre ich wieder bei meiner Hand. So schließt sich der Kreis und ich glaube ich sollte weniger Schmerzmittel nehmen&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spielt schön!</p>
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