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	<title>2002 &#8211; Spieltroll</title>
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	<description>Gedanken und Meinungen zu Brett- und Kartenspielen</description>
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		<title>Klassiker &#8211; Guillotine</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2022 11:38:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Guillotine, wer kennt sie nicht? Das Fallbeil in eine Tötungsmaschine umgewandelt ist so untrennbar mit der französischen Revolution verbunden, dass ich die beiden Dinge nicht im Kopf trennen kann. Eigentlich wurde sie aus humanitären Gründen erfunden, um die Grausamkeit bei einer Hinrichtung durch einen Henker zu reduzieren, der mitunter mehrere Schläge benötigte. Humanitär ist &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/11536" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Guillotine“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Die Guillotine, wer kennt sie nicht? Das Fallbeil in eine Tötungsmaschine umgewandelt ist so untrennbar mit der französischen Revolution verbunden, dass ich die beiden Dinge nicht im Kopf trennen kann. Eigentlich wurde sie aus humanitären Gründen erfunden, um die Grausamkeit bei einer Hinrichtung durch einen Henker zu reduzieren, der mitunter mehrere Schläge benötigte. Humanitär ist in diesem Zusammenhang natürlich äußerst zynisch, aber ja&#8230; Der zweite Grund, und da nähern wir uns dem Spiel gehörig an, ist die Tatsache, dass bei der Revolution in Frankreich soviele Hinrichtungen durchgeführt werden mussten, dass es effektiver war, dies durch eine Maschine durchführen zu lassen. Alles Pervers aber wir wollen hier ja Spaß haben und wer das alles ausblenden kann und nicht so ernst nimmt, der kann mit Guillotine von Amigo bzw. Wizards of the Coast eine Menge Spaß haben &#8211; wie ich finde. Das Spiel ist natürlich rabenschwarz zu verstehen und zartbesaitete Gemüter sollten lieber die Finger davon lassen, aber für mich ist <em>Guillotine</em> ein echter Klassiker mit seinen inzwischen 24 Jahren auf dem Buckel. Nach <a rel="noreferrer noopener" href="https://spieltroll.de/?p=6129#more-6129" target="_blank">Robo Rally</a> vom letzten Mal dürfte das hier erneut ein Kandidat sein, der auf ein geteiltes Echo stoßen könnte.</p>



<span id="more-11536"></span>



<p>Ich fasse zunächst das Spielgeschehen einmal kurz zusammen: Thematisch befinden wir uns in der französischen Revolution und das Volk möchte alle möglichen Adligen und ihre Helfer und Unterstützer der namensgebenden Tötungsmaschine zuführen. Das Spiel geht über drei Tage/Runden. An jedem Tag wird eine Reihe von Karten vor die Pappaufstellguillotine gelegt. Auf diesen Karten sind Personen zu sehen die bestimmte Figuren verkörpern. Es gibt Adlige, den Klerus, Soldaten und Beamte. Auch ein paar durchaus beliebte Gesellen habe sich in der Reihe verloren. All diese Personen sind bestimmte Punkte Wert und unser Ziel ist es am Ende die meisten Punkte ergattert zu haben. Jede*r Spieler*in erhält noch eine Kartenhand von Aktionskarten. Wer an der Reihe ist darf eine Karte spielen, muss aber auf jeden Fall die nächste Person vor der <em>Guillotine</em> köpfen und erhält die Karte auf den eigenen Punktestapel. </p>



<p>Mit den Aktionskarten kann die Reihenfolge der Karten manipuliert werden oder es treten bestimmte Ereignisse ein. Hier kann zum Beispiel ein Adliger nach Vorn geschubst werden oder aber eine Doppelkopfkarte erlaubt uns das Köpfen von zwei Adligen hintereinander. Hier gibt es jede Menge verschiedene Möglichkeiten die Reihe zu manipulieren. Andere Karten beschäftigen sich mit den Punkten der Karten. Wir müssen zum Beispiel möglichst grüne Adlige (Beamte) sammeln, die uns dann mehr Punkte bringen. Diese Informationen sind aber offen, so dass unsere Gegenspieler*innen uns gerne einen Strich durch die Rechnung machen können. Einige wenige Karten sind auch während der Züge der anderen spielbar. So entsteht jede Menge Interaktion und auch ab und zu ein gewisser Ärgerfaktor. Auch muss erwähnt werden das einige der Adligen selbst besondere Fähigkeiten mitbringen. So gibt es zum Beispiel Pärchen die besonders viel Wert sind, wenn wir sie beide in unserem Stapel haben, oder auch Adlige die einen weiteren mit in die Reihe bringen. Einige verändern von sich aus auch die Reihe, so legt sich der Meisterspion immer wieder ans Ende der Reihe, bis sein unausweichliches Ende immer näher rückt.</p>



<p>Soviel zum Spielgeschehen. Guillotine ist kein superlanges oder besonders anspruchsvolles Spiel, aber eines das mir nicht nur wegen des Themas immer im Gedächtnis bleiben wird. Die Manipulation der Reihen ist spaßig genug, um mich immer wieder zurückzuholen. Den anderen Spieler*innen eins auszuwischen fühlt sich befriedigend an und ist nie so gemein, da die Partien doch recht kurz sind. Einfach nochmal spielen.</p>



<p>Guillotine erschien 1998 in englischer Sprache bei Wizards of the Coast und ich wurde wahrscheinlich in irgendwelchen amerikanischen Kartenmagazinen auf es aufmerksam, da ich zu der Zeit ja viel wegen <a href="https://spieltroll.de/?p=1054" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magic</a> in solchen unterwegs war. Das Artwork viel mir sofort auf, da es von einem Magic-Illustrator stammte. Quinton Hoover, der seinerzeit für den &#8222;Wrath of God&#8220; verantwortlich war, eine ziemlich wichtige Karte zu der Zeit. Quinton Hoover wurde bei Guillotine von Mike Raabe unterstützt, der ebenfalls für Magic illustrierte. 2013 starb Quinton Hoover leider viel zu früh.</p>



<p><em>Guillotine</em> war zwar nicht das erste Spiel eines gewissen Paul Peterson, aber das erste mit dem er einigen Erfolg gehabt haben dürfte. Er ist soetwas wie ein Kartenspielspezialist und stammt aus der Zeit der Tading Card Games und zeichnete sich dort für einige Erweiterungen von Spielen wie <em>Vampire &#8211;  The Eternal Struggle</em> mit verantwortlich. Auch das <em>Harry Potter Trading Card Game</em> aus den frühen 2000ern stammt aus seiner Feder. Den meisten bekannt dürfte er aber international für Smash Up und sein <em>Pathfinder Adventure Card Game</em> sein. Paul Peterson wusste bereits damals auf welche Elemente es bei einem guten Kartenspiel ankommt. Es mussten gar nicht immer perfekte Mechaniken sein. Der Spaß steht im Vordergrund, denn Partien von Kartenspielen dauern selten lang.</p>



<p>2002 erschien dieses außergewöhnliche Kartenspiel dann auch beim deutschen Partner von den Wizards Amigo auf deutsch und ich erwarb es sofort. Obwohl meine Erinnerung behaupten würde, dass es bereits früher auf deutsch erschien. Diese kann aber bekanntlich täuschen und so halte ich mich an die recherchierten Fakten. Bis heute gibt es neben der englischen und deutschen Version lediglich noch eine französische, sowie eine auf niederländisch. Bis heute ist es mir ein Rätsel, warum es sich nicht in der breiteren Öffentlichkeit durchgesetzt hat, obwohl wenn ich es mir recht überlege, wird das wohl doch mit dem Thema zu tun haben. Das Spiel gewann 1998 sogar den Origins Game Award in der Kategorie &#8222;Best Card Game&#8220; und konnte auch beim À-la-carte-Kartenspielpreis der Spielezeitschrift Fairplay eine respektable Platzierung erreichen.</p>



<p>Wenn ihr die Chance habt ein Exemplar zu ergattern, dann kann ich euch nur empfehlen zuzuschlagen. <em>Guillotine</em> befindet sich bis heute in meiner Sammlung und kommt immer mal wieder auf den Tisch. Wer bei der Spielbeschreibung übrigens denkt &#8222;Das kommt mir irgendwie bekannt vor&#8220;, dem kann ich nur sagen, das könnte sein, denn die Grundidee von <a href="https://spieltroll.de/?p=4832" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beasty Bar</a> ist die gleiche. Nur mit dem Unterschied, das hier sämtliche Kreaturen besondere Fähigkeiten haben, die die Reihe betreffen und die Spieler*innen neue Tiere in die Reihe legen. Sehr ähnlich, aber bei weitem nicht so gut.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong>AMIGO Spiele</li><li><strong>Autor(en): </strong>Paul Peterson</li><li><strong>Illustrator(en):</strong> Quinton Hoover, Mike Raabe</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2002</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2 &#8211; 5 Spieler</li><li><strong>Dauer:</strong> 20 &#8211; 30 Minuten</li></ul>
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		<title>Klassiker &#8211; Bang!</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2019 11:54:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auch diesen Monat möchte ich wieder über einen echten Klassiker berichten. Ein Spiel das über all die Jahre seit seinem Erscheinen nicht nur Jubel und Beifall geerntet hat, sondern auch von vielen Spielern nicht gemocht wird. Einige Elemente von Bang! sind für moderne Spiele NoGos. Dennoch hat Bang!, meiner Meinung nach, den Status eines Klassikers &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/2119" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Bang!“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="798" height="680" data-attachment-id="1196" data-permalink="https://spieltroll.de/klassikerbang" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerBang.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="KlassikerBang" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerBang.png?fit=300%2C256&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerBang.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerBang.png?resize=798%2C680&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-1196" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerBang.png?w=798&amp;ssl=1 798w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerBang.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerBang.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /></figure>



<p>Auch diesen Monat möchte ich wieder über einen echten Klassiker berichten. Ein Spiel das über all die Jahre seit seinem Erscheinen nicht nur Jubel und Beifall geerntet hat, sondern auch von vielen Spielern nicht gemocht wird. Einige Elemente von Bang! sind für moderne Spiele NoGos. Dennoch hat Bang!, meiner Meinung nach, den Status eines Klassikers verdient, denn es brachte immer schon Jung und Alt, Spieler und Nicht-Spieler, sowie Western-Fans an einen großen Tisch zusammen, um ihren eigenen Italowestern nachzuerleben. Emiliano Sciarra, der Designer von Bang! hat bis zum Erscheinen von Bang! 2002 noch kein anderes Spiel veröffentlicht und trifft mit dem Italowestern-Kartenspiel anscheinend auf Anhieb den Zeitgeist kurz nach der Jahrtausendwende, denn auf jeder Convention und jedem Spielertreffen wird zu dieser Zeit Bang! gespielt. Eine Runde Bang! geht einfach immer und es ist egal ob jemand ausschiedet oder nicht. Bei Spielertreffen geht der Spieler einfach weiter und macht was anderes. Allerdings darf man nicht verschweigen, dass eine Runde Bang! auch lange dauern kann.</p>



<span id="more-2119"></span>



<p>Für diejenigen die es nicht kennen erkläre ich einmal kurz worum es geht, in Bang! erhält jeder Mitspieler verdeckt eine Rollenkarte. Es gibt nur vier verschiedene Rollen die ein Spieler einnehmen kann: den Sheriff, den Deputy, den Outlaw oder den Kopfgeldjäger. Der Spieler der die Sheriffkarte bekommen hat deckt sie als einziger auf. Alle wissen wer der Sheriff ist, er ist die Hauptperson einer Partie Bang!. Die Deputys sind seine Gehilfen und spielen mit ihm zusammen und müssen ihn schützen. Die Outlaws, also die Verbrecher sind seine Gegner. Sie müssen versuchen den Sheriff zu erschießen, um zu gewinnen. Der Kopfgeldjäger hat die schwierigste Aufgabe, denn er gewinnt nur, wenn er alle anderen Spieler ausschaltet, was bedeutet das er zunächst alle Outlaws und Deputys ausschalten muss, oder noch besser sie sich gegenseitig erschießen lässt, um zum Schluß den Sheriff auszuschalten. Das ist also die Grundidee des Spiels. In Bang! spielt also jeder, außer dem Sheriff, verdeckt eine Rolle. Außerdem bekommt jeder Spieler eine Charakterkarte mit einem an einen Westernheld angelehnten Charakter mit einer besonderen Fähigkeit und 3 oder vier Lebenspunkten dargestellt durch eine Patronenkarte, die man unter seine Charakterkarte schiebt. Der Sheriff bekommt, egal welchen Charakter er zieht, einen Bonuslebenspunkt, da er ja das Hauptziel ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="101" height="300" data-attachment-id="1042" data-permalink="https://spieltroll.de/dsc_0249-4" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0249.jpg?fit=1096%2C3268&amp;ssl=1" data-orig-size="1096,3268" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;D6503&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1543664728&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.03125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="DSC_0249" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Bang! &amp;#8211; The Bullet / Foto: Spieltroll&lt;/p&gt;
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<p>Bang! ist ein Kartenspiel und jeder Spieler hat Handkarten, die er in seinem Zug ausspielen kann. Das Spiel hat seinen Namen von den Bang!-Karten, die nichts anderes sagen, dass der ausspielende Spieler auf den Spieler zu seiner linken oder rechten schießt und ihm einen Lebenspunkt abzieht, wenn dieser nicht irgendwas zu seiner Verteidigung ausspielen kann, wie zum Beispiel, ein Fass, in das er hineinspringt und eine Chance hat nciht getroffen zu werden. Oder er hat einen Fehlschuß auf der Hand und der Schütze schießt daneben. Es gibt alle mögliche Ausrüstung, zum einen Waffen, die es erlauben mehr als einen Nachbarn weiter zu schießen, was bei Bang! das in sehr großen Runden den meisten Spaß bereitet, natürlich sehr von Vorteil ist. Es gibt Pferde mit denen man immer weiter weg erscheint und und und. Durch Alkohol heilt man wieder Lebenpunkte usw.</p>



<p>Das ist das ganze Spielkonzept und es wirkt in der Tat wie ein konfuser Italowestern indem man als Spieler mittendrin sitzt. Eine durchaus spaßige Angelegenheit, wenn man als Spieler nicht sofort ausscheidet und in einer großen Runde den Rest der Zeit zum Zuschauen verdammt ist. Deshalb wird es von vielen Spielern auch gehaßt, ähnlich wie bei den Werwölfen vom Düsterwald. Außerdem ist der Glücksfaktor natürlich relativ hoch, weil die Karten einen riesen Einfluß auf das Spielgeschen haben. Aber all diese Kritikpunkte kann ich nur gelten lassen wenn man ein Spiel wie Bang! zu ernst nimmt. Wenn du dich in einer großen Runde drauf einlässt und nicht permanent nur ausgechieden danebensitzt, ist es in der Tat egal und auch das Zuschauen kann durchaus Spaß machen, wenn sich mal wieder Dynamitkarten im Umlauf befinden und bei irgendwem einfach hochgehen.</p>



<p>2002 erschien die erste Version von Bang! und bis heute sind über 500000 Exemplare verkauft worden. 2005 erschien die erste deutsche Version bei Abacusspiele, die es bis heute in ihrem Programm haben. Inzwischen sind wir bei der 4. Edition angekommen und es gibt 7 Erweiterungen (The Valley Of Shadows, High Noon, Dodge City, A Fistful Of Cards, Wild West Show, Gold Rush und Armed &amp; Dangerous) mit neuen Karten und Charakteren. Die erste Sonderedition in Form einer Sargschachtel erschien bereits im Jahr 2004 und nannte sich Wanted: Dead Or Alive. Im Jahr 2007 bekamen dann auch die Deutschen Fans die möglichkeit eine Sonderedition mit allen bis dato erschienen Erweiterungen zu erwerben: The Bullet, eine Metallschachtel in der Form einer überdimensionalen Patrone.</p>



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<p>Emiliano Sciarra nahm sich der Player Elimination Kritik sogar an und veröffentlichte eine Samurai-Variante im Jahr 2012 mit dem Namen Samurai Sword. 2015 kam eine Zweispielervariante mit dem Titel Bang &#8211; The Duel auf den Markt und im Jahre 2014 wurde Bang! mit diversen Franchises neu aufgelegt. Darunter eine Halo-Variante, eine Heros Of The Storm Variante und eine The Walking Dead Version, die sogar eine Erweiterung erhielt.</p>



<p>Besonderer Beliebtheit erfreut sich aber ein anderes Produkt in der Spielercommunity, das aber nicht aus der Feder von Sciarra stammt, sondern von Michael Palm und Lukas Zach entwickelt worden ist und das Konzept in ein Würfelspiel verwandelt: Bang &#8211; The Dice Game.</p>



<p>Bang! ist in meinen Augen ein Spiel, das jeder mindestens einmal in seinem Leben ausprobiert haben sollte. Ich werde nie vergessen, wie Bang! es als bisher einziges Spiel geschafft hat die träge Verwandschaft an einem Sonntagnachmittag rund um den Tisch dazu gebracht hat sich gegenseitig Bang!-Karten vor die Füße zu schmeißen und alle Spaß hatten. Sowohl die älteren, als auch die jüngeren. Wenn ein Spiel soetwas vermag, dann kann es kein schlechtes sein und hat seinen Zweck voll und ganz erfüllt.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong><a href="https://abacusspiele.de/spiele/bang-4-edition/">Abacusspiele</a></li><li><strong>Autor(en):</strong> Emiliano Sciarra</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2002</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 4-7 (mit Erweiterungen auch mehr)</li><li><strong>Dauer:</strong> 20 – 30 Minuten</li></ul>
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