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	<title>Druids &#8211; Spieltroll</title>
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	<description>Gedanken und Meinungen zu Brett- und Kartenspielen</description>
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		<title>Klassiker &#8211; Wizard</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2021 10:52:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der letzte Klassiker ist schon wieder ein bißchen her und deshalb habe ich mir diesmal wieder einen herausgesucht, der tatsächlich auch schon eine ganze Weile herumstreift und den Namen wirklich verdient hat. Wizard ist ein Kartenspiel das den meisten in Deutschland durch den Verlag Amigo bekannt sein dürfte. Das Spiel wurde vom Kanadier Ken Fisher &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/5841" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Wizard“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Der letzte Klassiker ist schon wieder ein bißchen her und deshalb habe ich mir diesmal wieder einen herausgesucht, der tatsächlich auch schon eine ganze Weile herumstreift und den Namen wirklich verdient hat. <em>Wizard</em> ist ein Kartenspiel das den meisten in Deutschland durch den Verlag Amigo bekannt sein dürfte. Das Spiel wurde vom Kanadier Ken Fisher entwickelt und basiert auf einem viel, viel älteren Spiel. Manch einer dürfte sich jetzt fragen, warum ich ausgerechnet <em>Wizard</em> hier als Klassiker anführe? Nun ja, die Geschichte rund um das Spiel ist nicht ganz einfach zu rekonstruieren, aber im Grunde ist <em>Wizard</em> das Spiel mit dem meisten Erfolg, wenn man einmal von dem klassichen Kartenspiel absieht. <em>Wizard</em> hat zudem den meisten Appeal und steht in diesem Zusammenhang für einen modernen Klassiker, der es geschafft hat sich in die Gamerherzen zu spielen. Heutzutage ist es aber bei leibe nicht mehr das einzige Spiel das im Spielekosmos existiert und auf klassische Stichspiel-Mechaniken zurückgreift.</p>



<span id="more-5841"></span>



<p>Die Grundlage für Wizard bildet das Spiel <em>Oh Hell!</em>, ein Stichspiel, dass von Geoffrey Mott-Smith 1930 erfunden worden ist. Mott-Smith ist ein Kryptologe, der im zweiten Weltkrieg für den amerikanischen Nachrichtendienst OSS tätig war und Kryptologen ausgebildet hat. Er war sehr interessiert am Bridge-Spiel und hat mehrere Bücher zu dem Thema geschrieben. <em>Oh Hell!</em> wurde als neues Stichspiel für alle von ihm entwickelt. Das Spiel ist recht simpel und basiert auf einem ganz normalen Kartendeck. Die Spieler bekommen jeder eine Hand ausgeteilt und müssen abschätzen, wei viele Stiche sie mit dieser Hand ergattern werden. Die Spieler werden der Reihe nach dem Geber abgefragt. Am Ende darf die Gesamtzahl der geschätzten Stiche nicht der Anzahl der tatsächlich gespielten entsprechen. Nach jeder Runde werden Punkte für die Stiche, sowie für die Wette vergeben. Danach werden weitere Runden gespielt, bei denen immer eine Karte weniger an die Spieler ausgeteilt wird, bevor man anschließend wieder auf bis auf die Ausgangsgröße der Hände zurückkehrt. Das Spiel ist nicht nur unter dem Namen <em>Oh Hell!</em> bekannt, sondern hat über die Jahre viele Namen erhalten.<em> Oh Pshaw</em>, <em>Blackout</em> und <em>German Whist</em> sind nur einige davon.</p>



<p>Ken Fisher, der selbst eine interessante Person ist, wollte das ihm bekannte Spiel<em> Oh Hell!</em> etwas würzen, um es sowohl mit seiner Frau und seinem Sohn zu dritt, als auch mit mehr Leuten spielen zu können. Er gab dem Spiel ein magisches Thema und fügte Zauberer (Wizards) und Joker (Jesters) hinzu. Die Wizards sind die höchste Karte und gewinnen einen Stich auf jeden Fall. Sie können auch gespielt werden, wenn man eigentlich eine Farbe bedienen könnte. Ebenso funktionieren die Jester, die aber immer die niedrigste Karte darstellen. Hinzu kommt in der ursprünglichen Fassung, dass er die Regel von Mott-Smith über Bord geworfen hat, dass man nie die Anzahl an tatsähclich zu spielenden Stichen in einer Runde schätzen darf. Ken Fisher selbst war Lehrer und hatte lange Zeit eine Affinität dazu Quizmaster zu sein, das er im privaten Rahmen tat und zu diesem Zweck immer mehr Quizmaterial zusammentrug. Er versuchte das sogar als Buch zu veröffentlichen, hatte aber in seinem Heimatland damit keinen Erfolg. In den USA sah das aber anders aus. Er fand einen Verlag in New York, die aber wiederum fanden, das Buch bräuchte einen bekannteren Namen als Zugpferd. Kein geringerer als Science Fiction Autor Issac Asimov konnte gewonnen werden, um das Spiel zu featuren und so veröffentlichte Ken Fisher in den 80 und 90er Jahren insgesamt vier dieser beliebten Bücher. </p>



<p>1984 entwickelte er dann <em>Oh Hell!</em> in <em>Wizard</em> weiter und fand auch hier zunächst keinen Verlag. Er selbst glaubte aber an den Erfolg der Veränderung des Spiels und finanzierte eine eigene Version von <em>Wizard</em> mit 10000 Kopien. Es dauerte aber noch ein paar Jahre, bis sich der größere Erfolg des Spiels einstellen sollte. Parallel zu Fishers <em>Wizard</em> entstand 1983, nur ein Jahr vorher, aber auch noch eine andere Weiterentwicklung von <em>Oh Hell!</em> mit dem Namen <em>Rage</em>, die zunächst viel bekannter war und trotzdem mit der Geschichte von Wizard verwoben ist. <em>Rage</em> ist eine Mischung aus <em>Oh Hell!</em> und <em>Uno</em>. Das Spielprinzip von <em>Oh Hell!</em> bleibt gleich und wird durch in paar Spezialkarten ergänzt. <em>Rage</em> wurde für Mattel zu einem kleinen Hit und auch bei uns zu Hause lag eine Version von dem Spiel herum.</p>



<p>In den 90er Jahren kam zunächst <em>Wizard</em> durch Amigo zu einer Veröffentlichung in Deutschland und wurde zu einem Riesenerfolg. Damals war das Spiel in aller Munde und wurde in gängigen Medien auch stark beworben. <em>Rage</em> gab es in einer Version von Mattel auch bereits auf deutsch und Amigo verpasste <em>Wizard</em> den Unterttitel &#8222;Das Spiel das sie in <em>Rage</em> bringt&#8220;. 2000 erschien dann <em>Rage</em> selbst ebenfalls bei Amigo. Zwei Spiele unter einem Dach, die das gleiche Spielprinzip vom Urvater übernommen haben und doch ein wenig anders sind. <em>Rage</em> ist bis heute übrigens keinem Autor zuzuordnen. Nach Angaben von Amigo wurde <em>Wizard </em>alleine in Deutschland über 1,7 Millionen mal verkauft, was zeigt, wie verbreitet das Spiel tatsächlich ist. Amigo veröffentlicht bis heute mehrere Varianten von <em>Wizard</em> und hat auch bereits Folgespiele wie <em>Witches</em> und <a href="https://spieltroll.de/?p=723" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Druids</a> hervorgebracht, die aber zum Teil spielerisch erheblich abweichen. Auch andere Firmen haben inzwischen Derivate dieses Spiels auf den Markt gebracht. Eine der bekanntesten ist wohl das Spiel <em>Skull King</em> von Schmidt Spiele.</p>



<p>Ich selbst kam wie erwähnt zuerst mit <em>Rage</em> in Kontakt und erst als Amigo <em>Wizard</em> nach Deutschland brachten auch mit diesem Klassiker. Ein Schulfreund mit dem ich viel gespielt habe, hatte sich das Spiel gekauft und wir spielten es auch immer mal wieder Zwischendurch. In meiner Schulzeit gehörten Kartenspiele zu den ständigen Begleitern und deshalb waren solche Spiele auch damals in unserer Spielgruppe so beliebt. Selbst habe ich <em>Wizard</em> nie besessen, aber inzwischen befindet sich eine Version von <em>Skull King</em> in unserer Sammlung.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.amigo-spiele.de/spiel/wizard" target="_blank">Amigo</a></li><li><strong>Autor(en): </strong>Ken Fisher</li><li><strong>Illustrator(en):</strong> Franz Vohwinkel</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1984</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 3 – 6</li><li><strong>Dauer:</strong> 45 Minuten</li></ul>



<p></p>
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		<title>Druids</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Feb 2019 12:26:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[AMIGO Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Druids]]></category>
		<category><![CDATA[Günter Burkhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Spieltroll]]></category>
		<category><![CDATA[Stichspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang A. Lehmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Druids ist ein Spin-Off der beliebten Stichkartenspielreihe Wizard von AMIGO und als solches mit sehr schönen Illustrationen von Franz Vohwinkel ausgestattet. Man sollte eigentlich meinen, dass das Genre der Stichspiele eigentlich komplett abgegrast sein sollte, aber wie bereits Krass Kariert im letzten Jahr unter Beweis stellte, gibt es hier und dort doch nocheinmal eine Perle &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/723" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Druids“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Druids ist ein Spin-Off der beliebten Stichkartenspielreihe Wizard von AMIGO und als solches mit sehr schönen Illustrationen von Franz Vohwinkel ausgestattet. Man sollte eigentlich meinen, dass das Genre der Stichspiele eigentlich komplett abgegrast sein sollte, aber wie bereits <a href="https://spieltroll.de/?p=720">Krass Kariert</a> im letzten Jahr unter Beweis stellte, gibt es hier und dort doch nocheinmal eine Perle in dem ausgelutschten Genre. Ob Druids eine Perle ist möchte ich an dieser Stelle noch gar nicht sagen, zumindest besitzt es einen speziellen Kniff, der es zu etwas Besonderem macht. Bei Druids bekommt der Spieler den Stich nicht einfach, sondern er muss ihn sortiert vor sich ablegen und wieviele Punkte er am Ende der Runde bekommt hängt davon ab, was am Ende vor ihm ausliegt. Na, neugierig geworden?</p>



<span id="more-723"></span>



<p><strong>Worum geht es?</strong></p>



<p>Nicht das ein Stichspiel einen geschichtlichen Hintergrund oder eine Rahmenhandlung brauchen würde, aber wie der Titel natürlich schon verrät geht es um Druiden. Diese wurden Ursprünglich von der Erdenmutter Gaia zu den Kelten geschickt, um das Wissen an diese weiterzugeben. Sie lehrten in fünf sogenannten Domänen, die den Spielfarben entsprechen das Wissen über Heilkunde, Wahrsagen, Gestaltwandlung usw. Die Spieler spielen Novizen die das Wissen von den Druiden erlangen wollen und wer am Ende das meiste Wissen in Form von Punkten angesammelt hat gewinnt.</p>



<p><strong>Wie läuft das ab?</strong></p>



<p>Drei bis fünf Spieler können an einer Runde Druids teilnehmen und erhalten je nach Spieleranzahl eine bestimmte Menge an Handkarten. Überzählige Karten spielen in einer Runde nicht mit. Ein Spieler wird zum Vertrauten ernannt und schreibt die Punkte nach jeder Runde auf dem Wertungsblock auf. Der Vertraute ist auch der Geber der ersten Runde. Er nimmt alle Karten bis auf die Gaiakarte mit Wert Null und mischt sie. Das Deck besteht aus fünf Farben mit den Werten 1 bis 12, die die magischen Domänen repräsentieren. Zwei Sonderkarten, die Sichel und der Mistelzweig sind jeweils zweimal vorhanden. Nach dem Mischen teilt er die Karten zu zwei etwa gleichgroßen Stapeln auf und steckt die Gaiakarte in einen von ihnen. Den Stapel mit der Gaiakarte platziert er auf dem anderen und teilt dann die Karten an die Spieler aus.</p>



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<p>Der Spieler der beim Austeilen die Gaiakarte erhält wird Ausspieler der ersten Runde und muss die Gaiakarte ausspielen. Das Spiel läuft ab wie jedes andere Stichspiel, höhere Karten schlagen niedrigere und Farben müssen bedient werden. Wer die Gaiakarte ausspielt bestimmt die Farbe für diese Runde. Soweit so gut. Es gibt keine Trümpfe mit denen man einen Stich gewinnen kann. Die beiden Sonderkarten dürfen immer gespielt werden, auch wenn man bedienen könnte. Mit ihnen gewinnt man aber niemals einen Stich. Sollte jemand eine solche Karte als erstes in einen Stich spielen, so bestimmt der nachfolgende Spieler durch legen einer farbigen Karte die Stichfarbe.</p>



<p>Das Besondere an Druids ist nun aber das die Spieler ihre gewonnen Stiche vor sich nach den Farbdomänen sortiert auslegen müssen. Sind mehrere Karten einer Domäne im Stich, so wird die niedrigste Karte nach oben gelegt. Am Ende einer Runde, nachdem alle Karten gespielt wurden, zählen die Spieler die obenliegenden Karten ihrer Werte nach zusammen und so entsteht der Punktwert für diese Runde. Es kommt also darauf an möglichst hohe Karten obenauf liegen zu haben. Das ist eine durchaus taktische Aufgabe. Das Spiel endet überdies auch sofort, wenn ein Spieler alle fünf Domänen vor sich liegen hat. Das ist dann der Supergau und dieser Spieler verliert die Runde mit -3 Punkten. Alle anderen berechnen ihre Punkte wie gewöhnlich.</p>



<p>Der Mistelzweig dient nur zur Vermeidung eines Stichs. Hat man ihn am Ende in einem gewonnenen Stich, so wird er einfach unter einen Stapel geschoben. Die Sichel ist etwas gemeiner, denn, wer sie in einem Stich hat, legt sie nachdem alle anderen Karten abgelegt wurden auf den Stapel mit der höchsten Karte obenauf und entfernt ihn aus dem Spiel. Eine interessante Mechanik, die Druids zu einem recht taktischen Stichspiel werden läßt. Wer nach fünf gespielten Runden die meisten Punkte auf seinem Zettel stehen hat gewinnt.</p>



<p><strong>Das Fazit </strong></p>



<p>Druids ist wie alle Stichspiele schnell gespielt und meist auch schnell wieder vergessen. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber Stichspiele sind für den Spielefan höchstens ein gelungener Einstieg oder Absacker in einen Spieleabend. Zu mehr reichen sie einfach nicht. Druids ist da keine Ausnahme, aber das ist auch okay. Durch die Mechanik der Farbstapel die uns Punkte bringen, wird Druids zu einem interessanten Spiel, das tatsächlich etwas Neues zu bieten hat und bereits 2017 unter Beweis stellte, das in diesem Genre immer noch etwas passieren kann. Keine überwältigenden Neuheiten, aber immer mal wieder kleine Überraschungen. Druids ist dabei grundsolide und wird bestimmt im nächsten Urlaub seine Anwendung finden, wenn man mal wieder ein wenig Zeit totschlagen will. Wer Stichspiele mag und gerne viel Zeit mit ihnen verbringt, der sollte Druids unbedingt ausprobieren, für alle anderen tut es aber auch jedes andere Stichspiel.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong><a href="https://www.amigo-spiele.de/spiel/druids">AMIGO Spiele</a></li><li><strong>Autor(en): </strong>Günter Burkhardt, Wolfgang A. Lehmann</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2017</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 3 – 5</li><li><strong>Dauer:</strong> 30 Minuten</li></ul>
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