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	<title>Metropolis &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Portrait &#8211; Sid Sackson</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jul 2023 16:52:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit Erschrecken stellte ich unlängst fest, dass der letzte Beitrag in meiner kleinen Portrait-Reihe schon über ein Jahr her ist und das obwohl der nächste Beitrag dafür schon seit Ewigkeiten halbfertig herumlag. Nun wird es höchste Zeit einem der alten Meister der Brettspielzunft seine posthume Würdigung meinerseits zu erbringen. Sid Sackson ist der erste in &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/14227" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Portrait &#8211; Sid Sackson“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Mit Erschrecken stellte ich unlängst fest, dass der letzte Beitrag in meiner kleinen Portrait-Reihe schon über ein Jahr her ist und das obwohl der nächste Beitrag dafür schon seit Ewigkeiten halbfertig herumlag. Nun wird es höchste Zeit einem der alten Meister der Brettspielzunft seine posthume Würdigung meinerseits zu erbringen. <em>Sid Sackson</em> ist der erste in dieser Reihe, der bei Erstellung des Portraits bereits von uns gegangen ist. <a href="https://spieltroll.de/?p=3829" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klaus Teuber</a> als erster der Reihe, lebte seinerzeit noch, ist aber vor Kurzem leider verschieden. Viele der Jüngeren Spielefans werden <em>Sid Sackson</em> vielleicht gar nicht mehr kennen, denn viele seiner Spiele sind bereits älteren Datums und wirken vielleicht auf viele etwas veraltet. Ja vielleicht widersprechen sie dem momentanen Zeitgeist sogar, denn <em>Sid Sackson</em> war der Meister der Simplizität. Ihm lag nie viel an hervorragendem Material oder bestechender Optik, ja, aufwendiges Spielmaterial sollte sogar seiner Meinung nach vermieden werden. Für ihn kam immer zuerst das simple Spieldesign. Die heutzutage vielzitierte Phrase <em>&#8222;Simply to learn, a lifetime (hard) to master!&#8220;</em> wird ihm ebenfalls zugeschrieben und dürfte seine Autorenphilosophie verdeutlichen. <em>Sid Sackson</em> ist ohne Zweifel eine wichtige Gestalt der Spielehistorie und sollte auch heute noch Beachtung finden, denn sein Schaffen wirkt bis heute nach.</p>



<span id="more-14227"></span>



<p>Sid Sackson wurde am 4.2.1920 in Chicago geboren und nach eigener Aussage begann sein Interesse, sich Spiele auszudenken bereits in der Grundschulzeit. In einer Annekdote erzählte Sackson einst, dass sein Grundschullehrer sich seine Arbeit recht einfach machte und an die Kinder ausgerissene Zeitschriftenseiten austeilte, auf denen die Kinder alle Wörter einkreisen sollten, die sie kannten. Den Wörtern schenkte Sackson damals kein Interesse, sondern in seiner Phantasie verband er die Kreise untereinander und dachte sich Gesetzmäßigkeiten aus und erdachte Regeln für die Bildung von Ketten aus Kreisen. Dieses Verhalten begleitete ihn ständig während seiner Kindheit. Ab und zu begleitete er seinen Vater, einen Vertreter, auf Reisen und verbrachte viel Zeit mit Warten, während sein Vater an den Türen verkaufte. In dieser Zeit entstanden in seiner Phantasie viele neue Spiele, die nie das Licht der Welt erblickten, aber seinen Geist wohl darauf vorbereitete, was da noch kam. Der Legende nach entstand die Grundlage für seinen späteren Welterfolg <em>Acquire</em> bereits im Alter von 8 Jahren als Papier und Bleistiftspiel.</p>



<p>Seine Familie zog recht früh nach New York, wo er danach Zeit seines Lebens lebte. Er nahm ein Studium im Bereich der Stadtplanung auf und schloß dieses auch erfolgreich im Jahr 1943 ab. Als Ingenieur war er sogar an einem technischen Wunderwerk seiner Zeit beteiligt, denn die Verrazano Narrows Bridge über der Hafeneinfahrt von New York entwickelte er mit und im Jahr 1964 war diese zeitweise die längste Hängebrücke der Welt. Das aber nur am Rande, denn seine Leidenschaft galt dem Hobby aus den Kindertagen: Spiele erdenken und das Ausprobieren derselben. Das führte bereits im Jahr 1946 zu seiner ersten Veröffentlichung und seinem ersten Spielehonorar. <em>Poke</em> war eine Art <em>Poker</em> für zwei Personen, die Anleihen von <em>Poker</em> und <em>Bridge</em> in sich vereinte. </p>



<p>Zunächst ging seine Autorenlaufbahn genauso weiter. Er arbeitete als Ingenieur in New York und erfand immer mal wieder nebenbei ein kleines Spiel, das in einer Zeitschrift veröffentlicht wurde. Privat drehte sich bei ihm alles um das Spielehobby. Selbst als er seine langjärige Frau Bernice kennenlernte änderte sich das nicht, denn sie war in dieser Hinsicht die perfekte Parterin für den spieleverrückten Sackson. <em>&#8222;Sie wollte lieber Spielen als Schmusen&#8220;</em>, wird er zitiert und sie luden oft Freunde zu Spieleabenden ein. Zu dieser Zeit begann wohl auch seine Sammelleidenschaft für Spiele und Spielmaterial. Bernice und Sid hatten auch zwei Kinder, die ganz im Gegensatz zu den spielenden Eltern völlig aus der Art schlugen und sich eher anderen Dingen widmeten.</p>



<p>1958 dann kam es für ihn zu einer schicksalhaften Begegnung während einer Spielepräsentation. Er traf einen anderen Spieleerfinder, der bereits über einige Kontakte zu damaligen Firmen über seinen Manager unterhielt. Dieser Erfinder brachte Sid mit seinem Agenten zusammen der ihm irgendwann sogar einen Vertrag mit Milton Bradley einbrachte für die er das Spiel <em>High Spirits</em> erfand. Damit hatte er einen Fuß in der Tür und veröffentlichte in den nachfolgenden Jahren mehrere sehr respektable Spiele unter anderem ein einfaches Strategiespiel für bis zu vier Spieler*innen mit dem Namen <em>Focus</em>, sowie das Spiel <em>Acquire</em> im Jahr 1963 und 1964, das zu seinem größten Erfolg werden sollte und sich über eine Millionen mal verkaufte.</p>



<p>Durch seine Erfolge beflügelt, schrieb er auch ein Buch, indem er etwas über das Erfinden von Spielen erzähle und vor allem auf die Simplizität einging. Er beschrieb viele einfache Spiele für die jeder nicht mehr als ein bißchen Papier und Stifte, Karten und ein paar Pennys als Spielsteine benötigte. <em>A Gamut of Games</em>, in deutsch <em>Spiele &#8211; anders als andere</em>, erschien 1969 und ist bis heute eines der wenigen Standardwerke der Spieleliteratur. </p>



<p>Nach wie vor war <em>Sid Sackson</em> nur im Nebenberuf als Spieleerfinder tätig, was sich aber im Jahr 1970 schlagartig ändern sollte. Als er wieder einmal Urlaub benötigte, um zu einer Ausstellung zu fahren, auf der seine Spiele präsentiert werden sollten. Der Arbeitgeber verweigerte den Urlaub und Sid kündigte kurzerhand seinen Job. Er überlegte nur kurz und dachte sich, das Haus ist bezahlt und Bernice trug die Entscheidung voll mit. Sein Haus in der Bronx war zu diesem Zeitpunkt schon zu einer Art Spielatelier mit Spielemuseum geworden. Zwei Wohnräume und der gesamte Keller waren, dank seiner Sammelleidenschaft mit Spielen vollgestopft.</p>



<p>Sein anhaltener Erfolg ermöglichte es ihm einer der ersten hauptberuflichen Spieleautoren zu sein. Ein ganz besonderer Verdienst für die Autorenzunft ist die Tatsache, das er als erster Autor vertraglich durchgesetzt hat, dass sein Name auf der Schachtel stand. Etwas, das bis zu diesem Zeitpunkt absolut unüblich war.</p>



<p><em>Sid Sackson</em> verstarb am 6.11.2002 im Alter von 82 Jahren. Er hinterlies eine der umfangreichsten Spielesammlungen der Welt mit seinerzei rund 20000 kompletten Titeln, sowie weiteren Informationen und Spielmaterial von 30000 weiteren Titeln in 13 verschiedenen Sprachen. Eine gigantische Sammlung mit Raritäten nur so vollgestopft. Seine frau Bernice und die Kinder Dale und Dana versteigerten seine Sammlung an Fans und Liebhaber in einer Serie von mehreren Auktionen zu denen Freunde und Samler aus der ganzen Welt anreisten. Im Jahr 2005 verstarb auch Bernice Sackson.</p>



<p>Sackson hinterließ aber nicht nur seine gigantische Spielesammlung, sondern veröffentlichte über die Jahre auch eine beträchtliche Anzahl an Spielen von denen einige zu Welterfolgen wurden und sich millionenfach verkauften. Außerdem war er an der besonderen 3M-Bücherserie beteiligt, die als erstes Produkt für Erwachsene galt, da die Spiele allesamt in Schachteln erschienen, die wie Bücher aussahen und so auch in einem Hausahlt im Bücherregal stehen konnten ohne nach Kinderzimmer auszusehen. Darüber hinaus war Sackson als Nachteule verschrien und war immer sehr lange nachts wach und erledigte seine Korrespondenz und schrieb eifrig Tagebuch über die Entwicklung von Spielen.</p>



<p>Obwohl er aus den USA kommt, ist sein Ansatz an Spiele eher der, für den die europäischen Spiele später bekannt wurden. Damit könnte man ihn als Vater der Eurogames bezeichnen, lange bevor diese den Spielemarkt Mitte der 90er Jahre übernahmen.</p>



<p>Mein persönlicher Kontakt mit Spielen von <em>Sid Sackson</em> ist wahrlich nicht so ausgeprägt, wie bei anderen Autoren dieser Portraitreihe bisher, was zum einen daran liegt, dass viele seiner Spiele schon deutlich älter sind als ich und es mitunter nicht in die jetzige Zeit geschafft haben. Zum anderen bin ich nicht der größte Fan von Spielen, die im abstrakten Strategiebereich zu Hause sind oder sich mit Wirtschaft auseinandersetzen. Das waren aber neben der simplen Spielweise die Kernkompetenzen eines <em>Sid Sackson</em>. Dennoch war mein erster Kontakt natürlich der mit seinem größten Hit <em>Acquire</em>. Das kam damals in einer recht hübschen Variante von Schmidt Spiele auf den deutschen Markt und irgendeiner meiner damaligen Schulfreunde hatte das Spiel. Es faszinierte mich und machte mir durchaus Spaß, aber eine eigene Kopie besaß ich nie. <em>Can´t Stop</em> war dann das zweite seiner Spiele das ich mal mitgespielt habe, aber besonders begeistert hat es mich leider nie. Anders sieht es tatsächlich mit <em>Focus</em> aus. Das Spiel fasziniert mich bis heute, da es wirklich eines der wenigen abstrakten Strategiespiele ist die tatsächlich gut mit bis zu vier Personen funktioniert. Ansonsten kreuzten nur <em>Samarkand</em> und <em>Metropolis</em> einmal meinen Weg. Ihr seht, ich bin also kein ausgemachter Experte für die Spiele von <em>Sid Sackson</em>.</p>



<p>Trotzdem wurden viele seiner Spiele international und auch bei uns mit guten Platzierungen bei den Spielepreisen bedacht. Allen voran natürlich <em>Acquire</em>, welches zwar schon in den sechziger Jahren erschien, aber bei uns erst Ende der 70er vor der Tür stand. Die Pöppel Revue verlieh damals den Goldenen Pöppel, einen Publikumspreis, der als Gegenpol zum Spiel des Jahres fungieren sollte, der ja ein Jurypreis ist. Die Leser vergaben den Preis 1979 an <em>Acquire</em> und 1982, sowie 83 landete das Spiel jeweils auf dem dritten Platz. 1986 und 1987 konnte es sich erneut jeweils auf dem zweiten Platz platzieren. Das allein zeigt wie beliebt das Spiel über Jahre hinweg war. Ebenfalls 1979 landete es auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres. 1993 wurde es dann nochmal fünfter beim Nachfolger des Goldenen Pöppels, dem Deutschen Spielepreis. In diesem Jahr gewann es auch die Essener Feder für seine beispielhafte Regel.</p>



<p><em>Acquire</em> war zwar das erfolgreichste seiner Spiele, aber nicht das einzige, das Preise gewann. Das bereits erwähnte <em>Can´t Stop</em> landete 1981 auf der Auswahlliste für das Spiel des Jahres. 1984 gelang das mit <em>Metropolis</em> erneut. Den Preis für das Spiel des Jahres gewnn er allerdings, als erster Amerikaner, im Jahr 1981 mit <em>Focus</em>, welches ja auch schon in den sechziger Jahren in den USA herauskam. </p>



<p><em>Sid Sackson</em> war wohl einer der international bekanntesten und erfolgreichsten Spieleautoren in einer Zeit, als es nur eine überschaubare Menge an Brett- und Kartenspielen gab. Er war wohl für viele eine Inspiration und lieferte viele Mechaniken, die vorwegnahmen, was wesentlich später in den Eurogames umgesetzt und die breite Masse erreichen sollte. Für ihn war das Thema eines Spiels weniger wichtig, sondern eher die Mechaniken, was, wenn wir uns den heutigen Markt anschauen, für einen Amerikaner eher ungewöhnlich ist. Legen viele amerikanische Spiele doch mehr wert auf Themen, als denn auf fordernde Mechanismen. <em>Sid Sackson</em> war der Meister der einfachen, aber ausgefeilten Regeln.</p>



<p><strong>Bekannteste Werke von Sid Sackson:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Acquire</strong> (1964)</li>



<li><strong>Can´t Stop</strong> (1980)</li>



<li><strong>Diamantenjagd/Sleuth</strong> (1971)</li>



<li><strong>Kohle, Kies &amp; Knete/I´m the Boss!</strong> (1994)</li>



<li><strong>Bazaar</strong> (1961)</li>



<li><strong>Samarkand </strong>(1980)</li>



<li><strong>Focus</strong> (1963)</li>



<li><strong>Die Bosse/Venture</strong> (1969)</li>



<li><strong>Buy Word</strong> (2004)</li>



<li><strong>Bowling Solitaire</strong> (1969)</li>



<li><strong>Metropolis</strong> (1984)</li>
</ul>
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		<title>Spielejahrgang 1984 &#8211; Kalter Krieg und sonst?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2021 08:40:23 +0000</pubDate>
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<p>Viel weiter als in dieses Jahr brauche ich glaube ich kaum zurückgehen. Denn an wahnsinnig viel, was meine spielerische Vergangenheit vor diesem Jahr betrifft, kann ich mich glaube ich eh nicht erinnern. Außer sie hat mit Lego oder Playmobil zu tun. 1984 liegt aus meiner heutigen Sicht so weit entfernt, dass es fast aus einem anderen Leben zu stammen scheint. Allerdings kann ich mich aus viele Brettspiele dieser Zeit erinnern, die ich bereits als Kind bekam. Ich habe das ja bereits in früheren Teilen dieser Reihe erwähnt, aus irgendeinem mir unbegreiflichen Grund fanden meine Eltern es sinnig mir in diesem Alter zu meinem Geburtstag Spiele des Jahres zu schenken und ich beschäftigte mich auch viel mit Ihnen. Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, dass sich meine Eltern mal mit mir hingesetzt hätten, um eines der Spiele zu spielen, dass haben eher meine viel älteren Geschwister und meine Freunde übernommen. Das sind dann wohl die Anfänge meiner Brettspielleidenschaft. 1984 war ich gerade einmal neun Jahre alt und bekam natürlich nur bedingt mit, was in der Welt so alles los war. Es war aber eine ganz andere Stimmung als heutzutage und viele junge Menschen können sich das glaube ich kaum vorstellen.</p>



<span id="more-8115"></span>



<p>Brettspiele 1984 waren noch nicht bunt und hatten wahnsinnig viele Themen. Die Zeiten waren noch grau und Spiele bestanden aus ein paar Holz- und Plastikteilen, sowie Pappplättchen und Karten. Thematisch bewegte man sich zwischen historischen und kindlichen Themen, wenn es um Familienspiele ging. Wenn es sich um Spiele für Erwachsene handelte, dann ging es um Krieg, Spionage und Konflikte. Das ist ja auch nur logisch, Brettspiele waren zwar in Deutschland verbreitet, aber dennoch eine Randerscheinung und in den 80er Jahren ging es auch in der Gesellschaft viel um Politik, den Kalten Krieg und die Gefahren die damit verbunden waren. In der nähe unseres Wohnortes waren die Briten und die Niederländer stationiert und hielten regelmäßig Manöver ab. Zu diesen Zwecken ratterten zwei-bis dreimal im Jahr ellenlange Militärkonvois durch unseren Ort. Kettenfahrzeuge und Panzer hinterließen ihre Spuren. Wer von soetwas morgens geweckt wird, der macht sich durchaus Sorgen und es könnte erklären, warum die Spielewelt zu diesser Zeit noch eine recht triste war. Wer sich Sorgen um seine Zukunft macht, der erfindet keine lustigen Spiele über fröhliche Themen. Die 80er waren aber auch eine Zeit den Aufbruchs. Vieles war stetigem Wandel ausgesetzt, dass sollte sich in den nächsten Jahren noch viel deutlicher zeigen.</p>



<p>Aber wir sind ja hier, um uns mit den Brettspielen des Jahres 1984 auseinanderzusetzen und deswegen fang ich gleich einmal mit den besten Spielen des Jahres laut <a href="https://www.boardgamegeek.com/browse/boardgame" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Boardgamegeek.com</a> an, denn hier kann man doch schon sehen, wovon ich in meiner Einführung gesprochen habe. Wenn man die Liste dort nämlich nach den zehn besten Spielen des Jahres 1984 durchforstet, stößt man auf folgende zehn Titel:</p>



<ol class="wp-block-list"><li><a href="https://spieltroll.de/?p=5841" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wizard</a></li><li>Balderdash</li><li>Heimlich &amp; Co.</li><li>Vietnam 1965-1975</li><li>The Third World War &#8211; Battle for Germany</li><li>British Rails</li><li>Fire in the East</li><li>Conquest of the Empire</li><li>Southern Front</li><li>Metropolis</li></ol>



<p>Okay, das sieht doch schonmal ganz schön düster aus würde ich sagen. Ich kenne genau fünf Spiele dem Namen nach von dieser Liste und nur zwei habe gespielt, bzw. befanden sich schonmal in meinem Besitz. Das ist keine besonders große Anzahl, aber ich bin halt eben auch nicht der größte Wargamer und kenne mich in dem Bereich nicht besonders gut aus. Platz eins und das ziemlich unangefochten, da es das einzige Spiel ist, dass auch heute noch unter den 1000 besten Spielen bei Boardgamegeek zu finden ist, ist mit Wizard auch tatsächlich das enzige Spiel, über das ich hier auf dem Blog schon einen Artikel verfasst habe. Wizard ist den meisten Spielern bekannt und wenn nicht Wizard, dann eines seiner Derivate wie Rage usw. Definitiv das beste Spiel aus diesem Jahr und eines, das man durchaus mal gespielt haben sollte. Das zweite Spiel Balderdash ist ein Partyspiel, bei dem ich mir schon seit geraumer Zeit mein Hirn zermatere, ob das Spiel auch mal einen deutschen Titel gehabt hat, aber ich glaube es kam bei Schmidt tatsächlich nur unter dem Originaltitel heraus. Ich kenne es, habe es persönlich aber noch nie gespielt. Es ist auch nicht die Art von Spiel die ich gerne spiele. Das Spiel existiert aber genau wie Wizard bis heute und viele mögen es.</p>



<p>Heimlich &amp; Co. von Wolfgang Kramer kam bereits Ende 1984 auf den Markt und viele dürften es kennen, aber es gewann erst 1986 den Preis zum Spiel des Jahres und wurde einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Ich selbst bekamm es 1986 geschenkt und habe es immer gern gespielt. Erst im letzten Jahr verließ mein originales Exemplar, dass ich gehgt und gepfelgt habe meine Sammlung. Auch das Thema dieses Spiels ist wahrscheinlich auch der Zeit geschuldet. Agententhematik war total angesagt und passte hervorragend zu dem Spiel. Nach diesen drei Spielen sind die zwei die ich persönlich in meiner Sammlung hatte schon durch und es folgen nun einige Spiele, von denen ich noch nie in meinem Leben Notiz genommen habe. Handeln wir ersteinmal die Wargames ab. Vietnam 1965-1975, The Third World War &#8211; Battle for Germany, Fire in the East und Southern Front sind allesamt Spiele mit Kriegsthematik und wahrscheinlich nur etwas für Eingeweihte. Zumindest passen Battle for Germany und Southern Front in die Zeitgeschichte mit der Angst vor dem dritten Weltkrieg. Fire in The East beschäftigt sich thematisch mit dem Russland Feldzug der deutschen Armee im zweiten Weltkrieg und Vietnam spricht für sich selbst. Krieg war eines der Themen für erwachsene Brettspiele zu der Zeit.</p>



<p>Bevor ich zu Platz sechs komme, das zumindest in anderem Zusammenhang ganz interessant ist, möchte ich noch erwähnen, dass Conquest of the Empire ein Spiel aus der MB Gamemasterserie ist, das ich aus einem Prospekt kannte, dass aber meines Wissens nach nie in Deutschland erschienen ist, obwohl auch aus dieser Serie einiges den Weg nach Deutschland fand, ansonsten hätte ich es wahrscheinlich Jahre später mal gespielt. Hier bewegen wir uns mit den Konflikten in der Antike und müssen uns als Römer im Mittelmeer herumplacken. Dies ist also das vierte Spiel, dass ich zumindest vom Namen her kenne. Das fünfte ist dann auch das letzte in der Liste. Metropolis von Ravensburger war zu der zeit sehr ungewöhnlich, denn es hatte eine Alterskennung ab 16 Jahren und stammt von Ravensburger. Das Spiel hat mich immer gereizt, auch damals als kleiner Junge schon es ging um Städtebau und sah für mich damals faszinierend aus, aber rangetraut habe ich mich bis heute nicht. Das Spiel ist von Großmeister Sid Sackson und die Altersangabe hat mich dann doch immer abgeschreckt und später gab es das Spiel dann nur noch selten. Leider kann ich ansosnten nichts dazu sagen, aber ich hätte es damals gerne gehabt.</p>



<p>British Rails habe ich ausgespart, weil es ein besonderes Spiel ist. Es gehört zu den Eisenbahnspielen, bei denen man mit Stiften seine Strecken einzeichnet und davon gab es seinerzeit recht viele. Mayfair Games hatten einige davon am Start. Ich persönlich kannte dieses Spiel nicht, aber ein anderes, das dann wiederum nicht von Mayfair war, habe ich in diesem Jahr zu meinem Geburtstag bekommen und das war Dampfross und damit sind wir dann auch schon bei der Abteilung Spiel des Jahres.</p>



<p>1984 bekam Dampfross den bereits damals begehrten Preis. Das Spiel war aber zu diesem Zeitpunkt gar nicht neu. Es hatte bereits fünf Jahre auf dem Buckel. 1979 erschien in England das Spiel Railway Rivals und das war der Beginn einer ganzen Serie von Eisenbahnspielen, die mit Stiften agierten, um sich quasi ihre eigenen Spielfelder zu schaffen. Mayfair Games brachten in diesem Zusammenhang ab 1980 eine ganze Serie von sogenannten &#8222;Crayon Rail Games&#8220; (was soviel wie Buntstift-Schienen-Spiele bedeutet) heraus. Railway Rivals war aber nicht von ihnen, sondern wurde unter anderem von Games Workshop (ja, denen mit den Miniaturen) herausgegeben. Dampfross wie es dann in Deutschland hieß, bekam 1984 den Preis Spiel des Jahres von der Jury und ich habe das Spiel damals geliebt, weil es so anders war. Es war irgendwie cool ein Spielbrett zu haben auf dem man herumkritzeln konnte und dann hatte man auch noch ein Spiel dabei das mir damals wahrscheinlich wirklich Spaß gemacht hat, mich heute aber nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken kann.</p>



<p>Neben Dampfross tauchten noch fünf Spiele auf der Empfehlungsliste auf und davon kenne ich tatsächlich sage und schreibe nur eines und das ist das bereits erwähnte Metropolis von Sid Sackson. Die anderen möchte nur der Vollständigkeit halber erwähnen, weil ich ansonsten nichts zu ihnen sagen kann: Netzwerk, Feuerwehr, Domingo und Claim. Wobei Claim kommt mir zumindest vom ansehen bekannt vor. Es gab in diesem Jahr auch noch einen Sonderpreis für ein besonders schönes Spiel und den bekam Uisge. </p>



<p>Der Deutsche Spielepreis soll an dieser Stelle noch erwähnt werden, wurde aber erst ein paar Jahre später zum ersten mal verliehen. Also kein Preisträger hier. Dann wird es Zeit diesen Beitrag abzuschließen und ich empfinde rückwirkend betrachtet, dass 1984 kein gutes Spielejahr war. Allerdings waren die Jahre in diesem Brettspielzeitalter alle ziemlich mau. Wenn man sich die Datenbank von Boardgamegeek.com etwas genauer und umfassender anschaut stellt man fest das nur 28 Spiele aus 1984 unter den ersten 10000 Spielen auftauchen. Also mehr als mies. Zum Glück änderte sich das aber irgendwann. Wenn ich meiner virtuellen Ludothek ein paar Spiele aus diesem Jahr hinzufügen müsste, so wären das definitiv Wizard und auch Heimlich &amp; Co, dass ich besser finde als sein Ruf heutzutage zu sein scheint. Auch Dampfross könnte man mitaufnehmen, aber das stünde aber wahrscheinlich nur aus nostalgischen Gründen in dieser Sammlung. </p>



<p>Gibt es etwas, dass ich aus diesem Jahr vergessen habe und das dringend hier Erwähnung finden müsste? Dann schreibt einen Kommentar und sagt es mir.</p>
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