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	<title>Puzzle Strike &#8211; Spieltroll</title>
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	<description>Gedanken und Meinungen zu Brett- und Kartenspielen</description>
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		<title>Puzzle Strike</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2018 12:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[Puzzle Strike war ein ebay-Kauf für sage und schreibe 1 Euro plus Porto. Aus irgendeiner Laune heraus hab ich dafür geboten. Es klang nach der Beschreibung gar nicht mal so schlecht und wurde allerorts mit Dominion verglichen, auch wenn es total anders sein sollte. Puzzle Strike wird mit Spielchips anstatt Karten gespielt und jeder Spieler &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/486" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Puzzle Strike“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_445" aria-describedby="caption-attachment-445" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="445" data-permalink="https://spieltroll.de/dsc_0206-4" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/09/dsc_0206.jpg?fit=2302%2C2048&amp;ssl=1" data-orig-size="2302,2048" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;D6503&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1537014898&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;800&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.03125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Puzzle Strike" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Puzzle Strike&lt;/p&gt;
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<p>Puzzle Strike war ein ebay-Kauf für sage und schreibe 1 Euro plus Porto. Aus irgendeiner Laune heraus hab ich dafür geboten. Es klang nach der Beschreibung gar nicht mal so schlecht und wurde allerorts mit Dominion verglichen, auch wenn es total anders sein sollte. Puzzle Strike wird mit Spielchips anstatt Karten gespielt und jeder Spieler hat einen großen Beutel, aus dem er die Chips ziehen muss. Die Bilder, die der damalige Besitzer bei ebay eingestellt hatte, waren auch ein bißchen, ich will nicht sagen irreführend, aber ich war total überrascht als der Paketbote bei mir klingelte und ein riesiges Paket bei mir abgeben wollte. Für mich sah der Spielkarton eher aus, wie ein kleines Format und das Spiel klang der Beschreibung nach auch nach eher einem kleinen Spiel. Weit gefehlt, Puzzle Strike ist großformatig, mit einem höheren Karton als normal üblich. Das ist hauptsächlich den Spielchips geschuldet, die Pokerchips aus Pappe nachempfunden sind. Ursprünglich ist das Spiel auch schon aus dem Jahre 2010 und einem Computerspiel nachempfunden, dass mir aber unbekannt ist. Die vorliegende Version ist von 2015.</p>
<p><span id="more-486"></span></p>
<p><strong>Worum geht es ?</strong></p>
<p>In Puzzle Strike schlüpfen die Spieler in die Rolle eines speziellen Charakters und versuchen ein Gefecht gegen seine Mitspieler zu gewinnen. Jeder dieser Charaktere verfügt über einen eigenen Satz Fähigkeiten, die jeweils auf einem Chip dargestellt werden. Diese Chips wandern in einen Beutel und jede Runde zieht man die Chips die man verwenden darf aus diesem Beutel. Erst wenn man alle Chips benutzt hat, wird der Beutel wieder gefüllt. Ein Bagbuilding spiel also. Die Spieler erwerben über die Spieldauer neue Fähigkeiten und versuchen damit ihre Gegner aus dem Spiel zu nehmen. Die Währung sind dabei Juwelen, die in den Werten 1-4 im Spiel vorhanden sind. Gleichzeitig darf man in seinem Juwelenstapel auch nicht mehr Juwelen als 10 haben, sonst verliert man am Ende der Runde. Man kann durch bestimmte Fähigkeiten Juwelen in seinem Stapel zerstören und in gegnerische Stapel schicken. Wer bis zum Schluß übrig bleibt gewinnt.</p>
<p><strong>Wie läuft das ab ?</strong></p>
<p>Im Prinzip spielt sich Puzzle Strike wie ein normales Deckbuilding-Spiel, nur das man hier keine Karten benutzt, sondern Spielchips. Das Deck bilded sich im Beutel und früher oder später kommt man an alle Fähigkeiten heran und kann sie benutzen. Fangen wir beim Spielaufbau an. Jeder Spieler bekommt seine Startchips, die sich aus seinen drei speziellen Fähigkeiten-Chips des gewählten Charakters, sowie einem Crash-Juwel-Chip und sechs Juwelen mit Wert 1 zusammensetzen. Diese wandern in seinen Beutel. Darüber hinaus bekommt jeder Spieler noch ein Tableau und einen Sichtschirm. Der Sichtschirm fungiert quasi als &#8222;Hand&#8220; des Spielers, denn dahinter kann er alle Chips, die er in der Runde zur Verfügung hat auslegen und planen. Das auf der Hand zu machen ist tatsächlich ein wenig zu umständlich. Auf den Spielertableaus gibt es unterschiedliche Bereiche zum ablegen der Chips. ein Bereich ist die tatsächliche Ablage, in einem Feld werden die Chips platziert, die man diese Runde ausgespielt hat und im größten Bereich legt man seinen Juwelenstapel aus.</p>
<figure id="attachment_459" aria-describedby="caption-attachment-459" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-459" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/09/dsc_0220.jpg?resize=300%2C178&#038;ssl=1" alt="DSC_0220" width="300" height="178" /><figcaption id="caption-attachment-459" class="wp-caption-text">Spielmaterial Puzzle Strike / Foto: Spieltroll</figcaption></figure>
<p>In der Mitte des Tisches wird wie bei Dominion eine Auslage gebildet, aus der sich die Spieler bedienen dürfen. Zehn Fähigkeiten-Chips werden pro Partie ausgewählt, es gibt aber wesentlich mehr. Dazu kommen noch die verschiedenen Juwelensorten und ein paar spezielle Chips die man kaufen kann oder durch spezielle Fähigkeiten erhält. Zu Beginn zieht jeder Spieler schon einmal fünf Chips aus seinem Beutel und platziert sie hinter seinem Sichtschirm.</p>
<p>Das Spiel wird in vier kurzen Phasen gespielt, die jeder Spieler der Reihe nach durchläuft. Als erstes kommt die sogenannte Stapelphase, in der der jeweilige Spieler neue Juwelen in seinen Juwelenstapel bekommt. Diese Juwelen sind abhängig davon, wie weit das Spiel bereits fortgeschritten ist. Solange noch nicht mindestens soviele Stapel, wie der Spieleranzahl entsprechend, der Chips-Stapel aus der Tischmitte aufgebraucht sind, bekommt jeder Spieler in dieser Phase immer ein 1er Juwel in seinen Juwelenstapel. Wenn genauso viele Stapel aufgebraucht sind, wie Spieler mitspielen, so bekommt jeder Spieler ein 2er Juwel. Wenn ein weiter Stapel aufgebraucht wird bereits ein 3er Juwel und beim nächsten aufgebrauchten Stapel gar ein 4er Juwel. So schafft sich das Spiel quasi seinen eigenen Doomtimer, denn zur Erinnerung, jeder Spieler der am Ende seiner Runde Juwelen im Wert von zehn in seinem Juwelenstapel hat, scheidet aus.</p>
<p>In der Aktionsphase darf der Spieler dann einen Aktionschip spielen. Diese Chips haben Banner in verschiedenen Farben aufgedruckt und verfügen über Symbole, die einem weitere Möglichkeiten in dieser Phase eröffnen, ist zum Beispiel ein Pfeil abgebildet, darf man einen weiteren Aktionschip spielen. Ist der Pfeil farbig, darf man nur bestimmte Aktionschips mit dieser Bannerfarbe spielen. Manche Chips erlauben es einen weiteren aus dem Beutel zu ziehen und wieder andere einen Chip mit in die nächste Runde zu nehmen. Die lilanen Chips (es gibt drei Sorten) haben mit den Juwelen im Juwelenstapel zu tun und ermöglichen dort Veränderungen. Eine Chipsorte verschmilzt zwei Juwelen zu einem größeren, und die anderen beiden &#8222;crashen&#8220; Juwelen im Spielerstapel. Das bedeutet er macht das Juwel kaputt und schickt es damit in den Stapel eines Gegners. Dabei zersplittert das Juwel, wenn es eines mit größerem Wert ist. Ein 3er Juwel zersplittert in drei 1er Juwelen, die alle im Stapel des Gegners lande. Das hat zwar keinen Einfluß auf die Wertigkeit, aber drei einzelne kleine Juwelen wird man schwerer wieder los als ein großes.</p>
<p>Sollten alle Chips abgehandelt sein, so kommt die Kaufphase dran und jeder Spieler ist verpflichtet einen Kauf zu tätigen, darf aber soviel kaufen wie er bezahlen kann. Wenn man nicht kaufen kann oder will, kassiert man einen Wundenchip, der absolut nichts kann, außer einem den Beutel zuzumüllen. Die Kosten der Chips stehen ganz oben in einem Puzzleteil und bezahlen tut man mit den Juwelen aus seinem Beutel. Dabei entspricht die Wertigkeit auch dem &#8222;Geldwert&#8220;. Mit einem 3er Juwel kann man also eine Chip im Wert von drei kaufen. Hierbei funktionieren die Juwelen wie die Geldkarten bei Dominion. Die neugekauften Chips werden direkt in den Ablagebereich des Tableaus gelegt.</p>
<p>Zum Schluß wird nur noch aufgeräumt, sämtliche Chips aus der Auslage eines Spielers und die restlichen Chips hinter dem Sichtschirm werden in die Ablage gelegt. Der Juwelenstapel bleibt unverändert. Dann zieht der Spieler Chips nach und platziert sie hinter seinem Sichtschirm, dmait er bereits die Planungen für die nächste Runde beginnen kann. Der Spieler zieht hier gestaffelt je nach der Wertigkeit seines Juwelenstapels Chips nach. Die Anzahl liegt zwischen fünf und acht und das ist ein ganz guter Mechanismus, denn er ermöglicht es Spielern, die ins Hintertreffen gekommen sind, wieder zurückzukommen, da er die Chance auf gute Chips erhöht. Wer zum Schluß noch übrig bleibt gewinnt.</p>
<p><strong>Das Fazit</strong></p>
<p>Ich habe mich an <a href="https://spieltroll.wordpress.com/2018/08/03/anleitung-aus-der-hoelle/">anderer Stelle</a> schon über die, meiner Meinung nach, schlechte Anleitung von Puzzle Strike ausgelassen und ich kann nicht genau sagen, ob die Anleitung dafür verantwortlich ist, dass ich Puzzle Strike für einen Spielunfall halte. Puzzle Strike hat einige richtig gute Mechanismen, denn seine Kernmechanik ist ja im Prinzip die gleiche, wie die von Dominion nur zu umständlich. Das komplette Spiel wirkt in der Tat wie ein unbeholfener Versuch ein mäßiges Computerspiel in ein Brettspiel zu verwandeln. Die Grafiken, die Begriffe, alles hat den Anstrich eines Computerspiels und zündet leider bei mir überhaupt nicht. Das Spielmaterial wirkt trotz einer gewissen Qualität irgendwie billig. Wie gesagt im Kern hat das Spiel ein paar gut durchdachte Mechaniken, den eingebauten Doomtimer, der das Spielende herbeiführen soll ist gut überlegt und auch die Mechanik des Nachziehens der Chips, wenn man einen großen Juwelenstapel hat ist schön, aber was nützt einem das, wenn man immer denkt ein umständliches Spiel zu spielen. Die Chips waren wahrscheinlich nicht die beste Designentscheidung und wenn das Spiel auf Karten daher kommen würde, fände ich es wohl auch besser und es würde nicht soviel Platz wegnehmen. In dieser Form ist es aber für mich definitiv kein gutes Spiel.</p>
<hr />
<ul>
<li><strong>Verlag: </strong><a href="https://www.pegasus.de/detailansicht/51100g-puzzle-strike-das-deck-hau-spiel/" target="_blank" rel="noopener">Pegasus Spiele</a></li>
<li><strong>Autor(en):</strong> David Sirlin</li>
<li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2015</li>
<li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2 &#8211; 4</li>
<li><strong>Dauer:</strong> 30 &#8211; 60 Minuten</li>
</ul>
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		<title>Anleitung aus der Hölle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Aug 2018 14:30:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielgedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Anleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Puzzle Strike]]></category>
		<category><![CDATA[Smash Up]]></category>
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					<description><![CDATA[In letzter Zeit kommen mir immer wieder Anleitungen unter, die mich an den Rande der Verzweiflung bringen, oder aber an manchen Redakteuren bei Verlagen zweifeln lassen. Ich meine jetzt nicht das sie fehlerhaft sind und sich irgendwas eingeschlichen hat, was da so nicht rein gehört. Nein. Ich meine das sie so geschrieben sind, das man &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/194" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Anleitung aus der Hölle“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="1190" data-permalink="https://spieltroll.de/archiv/747/spielgedanken-2" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Spielgedanken" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" class="alignleft size-medium wp-image-1190" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=300%2C256&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="256" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?w=798&amp;ssl=1 798w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" />In letzter Zeit kommen mir immer wieder Anleitungen unter, die mich an den Rande der Verzweiflung bringen, oder aber an manchen Redakteuren bei Verlagen zweifeln lassen. Ich meine jetzt nicht das sie fehlerhaft sind und sich irgendwas eingeschlichen hat, was da so nicht rein gehört. Nein. Ich meine das sie so geschrieben sind, das man sich nach dem Lesen fragt, was man da eigentlich gerade gelesen hat. Das mag sich aus dem Munde oder der Feder eines auch nicht gerade begabten Schreibers vielleicht ein wenig komisch anhören, aber als Leser ärgert mich diese mangelnde Sorgfalt beim Bearbeiten oder auch Übersetzen der Texte einfach. Die Verlage wollen für einige Spiele wirklich eine Stange Geld, da sollte zumindest auf sowas Rücksicht genommen werden. Anleitungen werden ja auch häufig von der Spielerschaft unterschätzt. Ich glaube ich habe noch nie jemanden sagen hören: &#8222;Oh die Anleitung siehr aber cool aus!&#8220; oder &#8222;Wirklich schön geschrieben!&#8220;. Lobende Worte hört man eigentlich nur über das Spielmaterial oder das generelle Design.</p>
<p><span id="more-194"></span></p>
<p>Wenn ihr euch jetzt fragt: &#8222;Was labert der Typ da eigentlich?&#8220;, dann kann ich euch auch mit ein paar Beispielen aus der jüngeren Vergangenheit bedienen. Es gab erst in den letzten Wochen zwei Spiele bei denen ich durchaus aus unterschiedlichen Gründen an den Anleitungen gezweifelt habe. Die beiden Spiele von denen ich hier Rede waren <a href="https://spieltroll.wordpress.com/2018/08/04/smash-up/">Smash Up</a> und <a href="https://spieltroll.wordpress.com/2018/09/20/puzzle-strike/">Puzzle Strike</a>. Zufälligerweise sind das beides Spiele die von Pegasus verlegt werden, das soll jetzt keine Pegasus-Kritik werden, im Großen und Ganzen machen die da einen richtig guten Job, aber bei den beiden Spielen sind da echt seltsame Dinge in den Anleitungen passiert.</p>
<blockquote>
<div><em>In deinem Spielzug darfst du immer bis zu 2 freie Karten aus der Hand spielen:</em></div>
<div><em>1 Kreatur oder 1 Aktion oder sowohl 1 Kreatur als auch 1 Aktion.</em></div>
</blockquote>
<p>Zitat aus Smash Up&#8230; Ich darf also zwei Karten spielen, eine Kreatur oder eine Aktion. Klar soweit. Oder aber ich darf eine Kreatur und eine Aktion spielen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich auch bereits das es in dem Spiel nur zwei Sorten Karten gibt nämlich Kreaturen und Aktionen. Macht das dann überhaupt Sinn?  Danach folgt dann übrigens noch ein Satz, der einen auf die richtige Spur zurückbringt. Man darf das ganze in beliebiger Reihenfolge spielen. Das macht den kompletten Satz in der Form dann auch schon fast überflüssig. Hier hätte man einfach beides zusammenfassen können und wäre bei einem verständlichen Ergebnis gelandet.</p>
<blockquote><p><em>Spiele 1 Kreatur und 1 Aktion in beliebiger Reihenfolge. </em></p></blockquote>
<p>So wäre es super. Ist übrigens auch ein Zitat. Aus der selben Anleitung. Geht doch. Der obere klingt halt zu sehr nach wörtlicher Übersetzung aus dem englischen Original und das meinte ich mit Sorgfalt. Bei dem Satz, so wie er im oberen Zitat steht, bleib ich beim lesen und verstehen des Spiels einfach hängen und frage mich: &#8222;Was ist hier los? Was genau wollen sie von mir?&#8220;.  Das ist mir einfach ein Dorn im Auge, weil heutzutage viele Spiele auch echt wirklich viel Geld kosten. Tippfehler, Erratas, alles kein Problem, kann passieren und sind zu verschmerzen. Hier wurde allerdings in meinen Augen schlampig gearbeitet.</p>
<p>Das zweite Beispiel ist für mich sogar noch ärgerlicher, weil es mich dazu gebracht hat die Anleitung wirklich immer wieder zur Seite zu legen und irgendwann wieder von Vorne zu beginnen. Von dem Spiel kann man eh halten was man will und ich werde da vielleicht eines Tages mit viel Muße auch eine Rezension zu schreiben, aber die Anleitung ist echt der wahre Horror und das liegt an den Begrifflichkeiten, die eigens für dieses Spiel erschaffen wurden. Eingedeutschte Anglizismen am laufenden Band und das zum Teil in einem Satz inflationär benutzt.</p>
<blockquote>
<div><em>Führst du den Abwehrcrash mit 1 Crash- oder Doppelcrash-Juwel durch,</em></div>
<div><em>darfst du, wie auch beim Crashen, nur 1 bzw. 2 Juwelen aus dei</em><em>nem Stapel abwehrcrashen.</em></div>
</blockquote>
<p>Geil! Die gesamte Anleitung ist durchzogen von diesen Sätzen. Immer wieder ertappt man sich dabei wie man ein und die gleiche Stelle immer wieder und wieder und wieder ließt. Geht das nur mir so? Ich habe den Satz dann einmal laut vorgelesen und sah in ungläubige Gesichter. Selbst wenn man argumentiert das gehört alles zum Thema dazu, bleibt es dennoch schlecht. Wer es nicht kennt, im Kern ist Puzzle Strike ein gar nicht mal so schlechtes Spiel, das aber total den Anschein erwecken möchte ein Computerspiel zu sein. Das beginnt schon bei den Artworks, der Schrifttype und endet bei den ganzen hippen, oder wie man es sonst nennen will, Begriffen, die einem das komplette Spiel schonmal, bevor man es überhaupt Spielen kann, versauen. Ich habe wirklich versucht, die Anleitung für Puzzle Strike in einem Ruck durchzulesen, aber vielleicht bin ich zu alt und das Spiel ist mir zu modern, ich habe es nicht geschafft. Bitte liebe Verlage verschont die Spielwelt vor solchen Anleitungen aus der Hölle und gebt euch ein bißchen mehr Mühe. Englische Begriffe einzudeutschen funktioniert oftmals sogar recht gut. Was würde bei Puzzle Strike denn dagegensprechen das Juwelen-Orb in die Juwelenkugel umzubenennen? Eben&#8230;</p>
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