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	<title>Tadsch Mahal &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Portrait &#8211; Reiner Knizia</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2020 10:18:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nach Klaus Teuber und Corey Konieczka soll in Folge drei meiner Portrait-Serie ein weiterer deutscher Spieleautor gewürdigt werden. Reiner Knizia ist ein überaus erfolgreicher Spieleautor und ein verdammt fleissiger dazu. Wobei so ein bißchen haftet ihm immer ein gewisser Ruf an, seine Spiele seien zu mathematisch und zu wenig thematisch. Ich würde sagen ein bißchen &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/5849" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Portrait &#8211; Reiner Knizia“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Nach <a href="https://spieltroll.de/?p=3829" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klaus Teuber</a> und <a href="https://spieltroll.de/?p=4735" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Corey Konieczka</a> soll in Folge drei meiner Portrait-Serie ein weiterer deutscher Spieleautor gewürdigt werden. Reiner Knizia ist ein überaus erfolgreicher Spieleautor und ein verdammt fleissiger dazu. Wobei so ein bißchen haftet ihm immer ein gewisser Ruf an, seine Spiele seien zu mathematisch und zu wenig thematisch. Ich würde sagen ein bißchen steril und klinisch. Wie auch bei Klaus Teuber würde ich mich selbst nicht gerade als einen Fan bezeichnen, erkenne aber ohne Probleme seine außerordentliche Leistung an. Seine Spiele stehen selten im ganz großen Rampenlicht, dafür stehen aber wahnsinnig viele seiner Spiele direkt dahinter parat und sorgen dafür das die Bühne gut gefüllt ist. Inzwischen hat Knizia weit über 700 Spiele veröffentlicht. Eine Zahl die so groß in diesem Business ist, dass sie wohl kaum ein anderer erreichen dürfte. Sehen wir uns sein Schaffen und sein Werk etwas genauer an.</p>



<span id="more-5849"></span>



<p>Reiner Walter Knizia, wie er mit vollem Namen heißt, wurde am 16.11.1957 in Illertissen im Grenzgebiet von Bayern und Baden-Würtemberg geboren und bereits im Alter von acht Jahren soll er nach eigenen Aussagen damit begonnen haben seine ersten Spiele zu erfinden. Er studierte Physik und Mathematik in Ulm und machte seinen Master in Syracuse/USA. Zur Doktorwürde in Mathematik kam er dann wiederum in Ulm im Jahr 1987. Etwa in dieser Zeit begann er damit seine ersten ernsthaften Spiele zu entwickeln. Zunächst war er großer Freund der damals noch sehr populären Postspiele, etwas das heutzutage kaum noch jemand kennt, weil diese Form des Spielens natürlich von der Technologie eingeholt wurde. Er gründete sogar sein eigenes Postspielzine. </p>



<p>1990 brachte er dann auch seine ersten richtigen Spiele heraus. <em>Digging</em> erschien bei Hexagames und <em>Goldrausch</em> bei Hans im Glück, welches auch tatsächlich das erste Spiel von ihm war, das ich wahrnahm. Einen bleibenden Eindruck hinterließ es aber bei mir trotzdem nicht, obwohl es in diesem Jahr, dem ersten Jahr in dem der Deutsche Spielepreis vergeben wurde, in der Abstimmung den fünften Platz erreichen konnte. Ehrlich gesagt dauerte es noch ziemlich lang bis ich ein Spiel von Reiner Knizia ziemlich abfeierte. Das geschah erst im Jahr 2001 aber bis dahin hatte er sich schon einen ziemlichen Namen gemacht. Vor allem durch seine Auktionstrilogie (<em>Modern Art, Medici</em> und <em>Ra</em>) galt er lange Zeit als sehr talentierter Autor. Auch <em>Euphrat und Tigris</em> galt lange Zeit als sein Meisterwerk. All diese Spiele erschienen in den 90er Jahren und konnte meine Aufmerksamkeit nicht erregen. Viele von ihnen habe ich bis heute nicht gespielt, obwohl dies, laut vielen, die beste Phase im Schaffen des Reiner Knizia sein soll. Irgendwas muss auch dran sein, denn bereits 1997 machte er den Beruf des Spieleautors zu seinem Hauptberuf. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits 80 Spiele veröffentlicht. Eine Zahl die so manch anderer Spieleautor in seinem ganzen Leben nicht veröffentlichen wird.</p>



<p>Reiner Knizia veröffentlichte aber nicht nur Spiele wie am Fliesband, nein, er schrieb auch Bücher. Bis zum Jahr 2000 erschienen meines Wissens nach fünf Stück, in denen er sich mit Würfel- und Kartenspielen auch in historischer Sicht auseinandersetzt. 1999 übernahm er für zwei Jahre den Vorsitz in der SAZ, der Spieleautorenzunft, in der er auch heute noch Mitglied ist.</p>



<p>Viele seiner Spiele wurden auch ausgezeichnet und das sogar recht früh in seiner Karriere. <em>Goldrausch</em> konnte ja bereits einen fünften Platz beim DSP einfahren und wahr eines seiner ersten Spiele. Diesem Erfolg sollte noch viele weitere und größere folgen. 1993 wurde <em>Modern Art</em> mit dem Deutschen Spiele Preis ausgezeichnet. Das Spiel bliebt mir zuerst nur wegen seiner Optik im Gedächtnis und ich fand es rein optisch so abstoßend, dass ich es nie spielen wollte. Bis heute kann ich nicht sagen, ob es ein Fehler war es nicht zu spielen. 1998 gewann er den Preis mit <em>Euphrat &amp; Tigris</em> erneut und hier war ich thematisch schon etwas mehr angetan, konnte mich aber auch nicht dazu durchringen es zu kaufen. Im Jahr 2000 wurde dann auch <em>Tadsch Mahal</em> mit dem DSP ausgezeichnet. Bereits der dritte Preis für ihn in Essen, aber der Spieltroll fand auch dieses Spiel wieder nicht so super. Kurz zuvor konnte ich mich aber kurzfristig für das kleine Zweipersonenspiel <em>Lost Cities</em> begeistern, dass ich für eine kleine Runde zwischendurch ganz gelungen fand.</p>



<p>2000 dann erschien ein Spiel von Reiner Knizia, dass ich bis heute recht ungewöhnlich finde, passt es doch irgendwie nicht so richtig in die Knizia-Schublade. Ich finde es aber gut, wenn mich Menschen überraschen können und hier hat er es getan. Die Rede ist vom Spiel <em><a href="https://spieltroll.de/?p=4199" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Herr der Ringe</a></em>, das damals in gewissen Kreisen wie eine Bombe einschlug. Ein kooperatives Spiel das die Reise von Frodo zum Schicksalsberg thematisierte und das auf eine wunderbare Weise. Bis heute für mich ein tolles Spiel und ein ungewöhnlicher Knizia. Das Spiel gewann einen Sonderpreis für Literatur im Spiel von der Spiel des Jahres Jury im Jahr 2001, hätte aber ebenfalls einen Preis für Kunst im Spiel bekommen können, denn die stilprägenden Artworks von John Howe prangen vollflächig auf den Spielbrettern.</p>



<p>2003 gewann er erneut den Deutschen Spiele Preis für sein Spiel <em>Amun-Re</em>. Der vierte DSP in zehn Jahren und wenn man weiss, dass der DSP eher den etwas komplexeren Spielen der Vielspieler zugetan ist, heisst das natürlich schon was. Im selben Jahr gewann er den österreichischen Spielepreis Spiel der Spiele für das elektronische Spiel <em>King Arthur</em>, eines das ich selbst besessen habe, aber relativ schnell wieder verkaufen musste, weil es so schlecht war und absolut keinen Spaß gemacht hat. Es war eine Spielerei und hat ihm wahrscheinlich geholfen erste Schritte in die Richtung seines späteren größten Erfolgs zu gehen. Auf das Spiel der Spiele hatte er so etwas wie ein Abo derzeit, denn auch 2004 (<em>Einfach Genial</em>) und 2006 (<em>Tal der Abenteuer</em>) erhielt er den Preis. Einfach Genial befindet sich bis heute in meiner Sammlung und ist ein Familienspiel mit hexagonalen Dominosteinen, dass eine schöne Spielerfahrung bietet. Tal der Abenteuer ist eher ein Reinfall, aber der österreichische Spielepreis fiel schon immer wegen seines zum Teil schrägen Geschmacks auf. 2004 knackte er dann die Grenze der 200 veröffentlichten Spiele.</p>



<p>Im Jahr 2008 brach es dann über Reiner Knizia herein, denn ihm gelang ein total seltenes Kunststück bei einem Preis, der ihm bisher verwährt blieb. Die Jury verlieh ihm im selben Jahr den Preis für das Spiel, als auch für das Kinderspiel des Jahres. <em>Keltis</em>, was eine Reinkarnation seines Spielprinzip von <em>Lost Cities</em> darstellte gewann plötzlich den Hauptpreis der Jury und bescherte ihm einiges an Erfolg, wenngleich auch dieses Spiel zwar Spaß macht, aber für meinen Geschmack auch eher uninspiriert daherkommt. Der viel größere Erfolg war das kooperative, elektronische Kinderspiel <em>Wer war´s?</em>, was sich ziemlich oft verkauft hat. Überall stand es rum und auch wir haben es mit unserer Tochter damals sehr oft gespielt. Seine Erfahrungen von <em>King Arthur</em> dürften ihn irgendwann zu diesem Spiel geführt haben. Tolles Spiel und wahrscheinlich der größte Erfolg in seiner Karriere bisher.</p>



<p>2009 gewann er dann mit dem Legospiel <em>Ramses Pyramid</em> zuletzt den österreichischen Spielepreis. Ruhig ist es seitdem aber nicht geworden. Der Mann produziert Spiel um Spiel. Über 700 hat er inzwischen veröffentlicht und die Zahl steigt stetig an. Mehr als 20 Millionen Spiele hat er verkaufen können und gehört damit zu den erfolgreichsten Spieleautoren. Inzwischen taucht er regelmäßig auf den Empfehlungs- und Nominierungslisten zum Spiel des Jahres auf und erscheint bei den Feiern immer in thematischen Kostümen die zu den nominierten Spielen passen. Unvergessen sein Auftritt im regenbogenfarbenen Lamakostüm.</p>



<p>Genau wie Teuber habe ich auch zu Knizia ein eher gespaltenes Verhältnis. Ich finde nur wenige seiner Spiele richtig überzeugend und meine Kritik geht in eine ähnliche Richtung wie ich sie schon des öfteren von anderen über ihn gehört habe. Ihm haftet der Ruf an mathematisch zu perfekte Spiele zu kreiren. Die Spiele sind immer bis ins kleinste Detail durchdacht und funktionieren super. Allerdings bleibt die Emotion ein wenig auf der Strecke. Wahrscheinlich ist mir deshalb sein <em><a href="https://spieltroll.de/?p=4199" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Herr der Ringe</a></em> Titel der liebste, da er hier ein mathematisch gut funktionierendes Spiel über ein Thema gestülpt hat, dass schon genügend Emotion mitbringt. Man sagt über Reiner Knizia, dass er zwei Arten von Spielen erfindet: Knizia-Spiele, die durchaus komplex und strategisch sind und deshalb Vielspieler sehr ansprechen und Reiner-Spiele, die eher locker und glückslastig sind und bei Familien gut ankommen. Entweder mathematisch zu perfekt und trocken oder  spaßig und wenig anspruchsvoll. Da könnte ein bißchen was dran sein, aber was wäre unsere Spielelandschaft ohne diesen besonderen Charakter und Fliesbandautor? Missen möchte ich ihn nicht&#8230;</p>



<p><strong>Bekannteste Werke von Reiner Knizia:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Euphrat und Tigris</strong> (1997)</li><li><strong>Ra</strong> (1999)</li><li><strong>Wettlauf nach El Dorado</strong> (2017)</li><li><strong>Samurai</strong> (1998)</li><li><strong>Battle Line</strong> (2000)</li><li><strong>Modern Art</strong> (1992)</li><li><strong><a href="https://spieltroll.de/?p=4474" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lost Cities</a></strong> (1999)</li><li><strong>Herr der Ringe: Die Entscheidung</strong> (2005)</li><li><strong>Amun-Re</strong> (2003)</li><li><strong>Schotten Totten</strong> (1999)</li></ul>
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		<title>Spielejahrgang 2000 &#8211; Spielend ins neue Jahrtausend</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2019 11:47:50 +0000</pubDate>
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<p>Nachdem alle Welt die nichteingetretende Apokalypse zum Jahrtausendwechsel verdaut hatte und die Panik vor den Computern sich wieder legte, ging die Spielewelt ihren Gang einfach weiter. Es erschienen weiterhin jede Menge neue Eurogames und es hatte den Anschein das alle Welt auf das neue &#8222;Siedler von Catan&#8220; wartete, das einen weltweiten Megaerfolg bringen sollte. Das sollten sie zur Spiel 2000 dann tatsächlich auch bekommen, aber so richtig durchstarten tat es dann erst ein Jahr später: Carcassonne. Ansonsten kamen in diesem Jahr viele erwähnenswerte Spiele heraus, aber kein richtiger Überflieger. Also allen Anschein nach ein langweiliger Spielejahrgang? Nein, denn einige der erwähnenswerten Spiele dürften bis heute bei einigen Spielern auch noch auf den Tisch kommen.</p>



<span id="more-2117"></span>



<p>Das Jahr 2000 ist vor allem durch den Erfolg von El Grande ein paar Jahre zuvor beeinflusst. El Grande gilt als eines der ersten Spiele, die das Spielkonzept des Area Controlling einer breiten Masse zugänglich machten. Es geht darum, durch die stärkste Einheitenpräsenz in Provinzen diese zu kontrollieren und somit in bestimmten Wertungrunden Punkte zu generieren um am Schluß zu gewinnen. Ich selbst finde El Grande bis zum heutigen Tage großartig und es befeuerte bis in die Anfänge der zweitausender Jahre das Area Control Genre nachhaltig. Es erschienen jedes Jahr unzählige neue Spiele, die versuchten es El Grande gleichzutun und einige Vertreter davon werden in diesem Rückblick auftauchen. El Grande erschien ursprünglich im gleichen Jahr wie Catan, gewann den Preis für das Spiel des Jahres aber erst in 1996. Beide Spiele sind in meinen Augen wichtig für den Eurogameboom weltweit, Catan hat nur viel mehr vom Ruhm abbekommen. Beide Spiele haben die Spielelandschaft danach nachhaltig beeinflusst. </p>



<p>Der Spielejahrgang 2000 ist einer, der nicht von einem besonders dominanten Spiel geprägt ist. Viele gute Spiele hatten in diesem Jahr einiges zu melden. Besonders Reiner Knizia schien ein sehr gutes Jahr zu haben, wie wir gleich sehen werden, wenn ich mir die besten Spiele des Jahres aus der Boardgamegeek Liste heraussuchen werde. Hier also erstmal die zehn bestplatziertesten Spiele des Jahres 2000:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Die Fürsten von Florenz</li><li>Carcassonne</li><li>Battle Line (Schotten Totten)</li><li>Tadsch Mahal</li><li>Ohne Furcht und Adel (Citadels)</li><li>Blokus</li><li>Kardinal &amp; König</li><li>Star Wars: The Queens Gambit</li><li>Traumfabrik</li><li>La Città</li></ol>



<p>An dieser Stelle sei erwähnt, dass Platz Nummer 11 ein Spiel mit dem Namen Herr der Ringe ist, auf das ich gleich noch etwas genauer eingehen werde. Wenn wir Platz 11 mit einbeziehen, so sind vier Spiele aus der Boardgamegeekliste von Reiner Knizia (Battle Line, Tadsch Mahal, Traumfabrik und der Herr der Ringe), dass nenn ich mal eine gute Ausbeute für ein Jahr. Ok, über Carcassonne werde ich an dieser Stelle nichts sagen, das kommt dann irgendwann im Spielejahrgang 2001. Platz 1 und 4 sind Spiele aus der überaus beliebten Alea-Serie, die 2000 ebenfalls ein gutes Jahr vorweisen konnte. Bruno Faiduttis Ohne Furcht und Adel ist ebenfalls ein bis heute sehr beliebtes Spiel, das einzig darunter zu leiden hat, dass man es nur mit einer großen Anzahl Spieler richtig gut spielen kann, weshalb ich es zwar ebenfalls in meinem Spieleschrank liegen habe, aber bestimmt schon zehn Jahre lang nicht mehr gespielt hab. Mindestens fünf Leute braucht man schon, damit es richtig Spaß macht. Kardinal und König von Michael Schacht ist ebenfalls ein sehr guter Vertreter der Area Control Spiele.</p>



<p>Die letzten drei Plätze in dieser Liste entziehen sich dann meiner spielerischen Kenntnis. Bei dem Star Wars Spiel weiss ich zumindest das es von Rob Daviau, dem Erfinder der Legacy Spiele ist und ein dreidimensionales Spielfeld besitzt. Die Traumfabrik von Reiner Knizia, wollte ich mir immer mal kaufen, habe ich aber nie gemacht, obwohl mich das Thema Hollywood und Filmemachen schon immer gereizt hat. Tja, und La Città und mich verbindet irgendwie eine Königskindgeschichte, wir können einfach nicht zueinander kommen. Ich wollte es immer spielen und es mir sogar kaufen, aber damals haben wir es gemeinsam einem guten Freund zum Geburtstag geschenkt und immer wenn wir es spielen wollten ist irgendwas dazwischen gekommen und so habe ich es bis heute tatsächlich nie gespielt. Schade eigentlich&#8230;</p>



<p>Die beiden deutschen Spielepreise sind sich in diesem Jahr erstaunlich einig, nur die Preisträger sind in der Tat verschieden, während die Spiel des Jahres Jury Torres zum Spiel des Jahres ernennt, wird das schon erwähnte Kniziaspiel Tadsch Mahal von alea mit dem Deutschen Spielepreis ausgezeichnet. Nominierungen zum Spiel des Jahres erhalten das bisher unerwähnt gebliebene Carolus Magnus und Faiduttis Ohne Furcht und Adel. Tadsch Mahal befindet sich in der Empfehlungliste und geht somit auch hier nicht an der Jury vorbei. Ebenfalls auf der Empfehlungsliste sind Kardinal &amp; König, La Città, Zoff im Zoo, Zertz, Vinci und Metro, das meiner Meinung nach auch zu wenig Beachtung verdiente. Alle genannten Spiele bis auf Zertz befinden sich auch in der Top Ten Liste des Deutschen Spiele Preises. Torres befindet sich in der Tat auf dem zweiten Platz und kann hier nur knapp nicht gewinnen.</p>



<p>Torres ist in der Tat ein meiner Meinung nach bei vielen unterschätzter Vertreter der Spiele des Jahres gewinner, weil es schon eher ein abstraktes Spiel ist, bei dem man auch hier wieder versucht Gebietskontrolle über zuvor gebaute Bauwerke zu erlangen, indem man auf den Türmen platzierte Ritter einsetzt. Auch heute noch sehr gut spielbar und fast schon zeitlos. Carolus Magnus von Leo Colivini ist ebenfalls ein sehr gelungener Vertreter der Area Control Welle und hat bis zum heutigen Tage einen Platz in meinem Spielregal.</p>



<p>Das meiner Meinung nach aber wichtigste Spiel dieses Jahres ist das schon erwähnte Herr der Ringe von Reiner Knizia, denn es löst in der Brettspielwelt etwas völlig neues aus und ist deshalb ein so wichtiges Spiel. Vor diesem Spiel gab es praktisch kein kooperatives Spielerlebnis. Der Herr der Ringe von Reiner Knizia setzt nicht nur die Geschichte der vier Hobbits als Gemeinschaft in ein Spielkonzept um, sondern bringt auch den Spielern am Tisch zum ersten Mal ein Erlebnis von einem Wirgefühl. Wir gegen das Spiel. Knizias Spielmechaniken machen es möglich, dass man vom Spiel geschlagen werden kann, was es zu einer spannenden Reise macht, das Spiel schlagen zu wollen. Natürlich ist nicht alles bis ins kleinste Detail perfekt an dem Erlebnis, aber es funktioniert und ich hatte damals jede Menge Spaß mit dem Spiel und meinen Freunden. Wir haben es wieder und wieder versucht zu schlagen. Wir sind oft gescheitert und haben Siege gefeiert. Lange, lange Zeit war dieses Spiel das einzige kooperative Spiel überhaupt und hat den Weg für diese Art Spiele überhaupt erst möglich gemacht. Heutzutage absolut nichts besonderes mehr, aber im Kontext seiner Zeit ein außergewöhnliches Spiel.</p>



<p>Zum Abschluß wie immer meine Empfehlungen dieses Jahrgangs für eine Ludothek. Auf jeden Fall und vor allen anderen Spielen nenne ich hier Knizias Herr der Ringe, das man auch heute noch gut spielen kann, auch wenn die Auswahl an kooperativen Spielerfahrungen heute so riesengroß ist. Ohne Furcht und Tadel/Citadels gehört ebenfalls in eine gute Sammlung, wenn man denn öfters in großen Runden mit fünf Mann aufwärts spielt. Mit dem Spiel des Jahres macht man ebenfalls nichts verkehrt, da es recht zeitlos ist. Also Torres pack ich auch noch dazu. Viel mehr muss man aus dem Jahr 2000 gar nicht besitzen.<br></p>
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