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	<title>Avalon Hill &#8211; Spieltroll</title>
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	<description>Gedanken und Meinungen zu Brett- und Kartenspielen</description>
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	<title>Avalon Hill &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Klassiker &#8211; Robo Rally</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2022 16:35:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Rubrik der Klassiker ist in letzter Zeit ebenfalls ein wenig eingeschlafen und das will ich jetzt wieder ändern. Es gibt genug Spiele, die ich hier gerne erwähnen möchte und die es verdient haben Teil dieser Serie zu sein. Heute soll es um das Spiel Robo Rally gehen, dass ebenfalls schon eine lange Zeit auf &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/6129" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Robo Rally“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Die Rubrik der Klassiker ist in letzter Zeit ebenfalls ein wenig eingeschlafen und das will ich jetzt wieder ändern. Es gibt genug Spiele, die ich hier gerne erwähnen möchte und die es verdient haben Teil dieser Serie zu sein. Heute soll es um das Spiel <em>Robo Rally</em> gehen, dass ebenfalls schon eine lange Zeit auf dem Buckel hat. Auch ist die Geschichte seiner Veröffentlichung ganz interessant, denn das Spiel stammt von Richard Garfield, der vielen als der Erfinder von <a href="https://spieltroll.de/?p=1054" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magic &#8211; The Gathering</a> bekannt sein dürfte. Somit ist er schon zum zweiten mal Teil dieser Serie, denn auch <em>Magic</em> habe ich in dieser Serie von Klassikern schon betrachtet. Die Geschichte von <em>Magic</em> ist nämlich ganz eng auch mit diesem Spiel verknüpft, aber dazu später mehr. Heutzutage scheint mir <em>Robo Rally</em> schon fast ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein, was ich schade finde. Es wird aber mindestens genausoviele Stimmen geben, die es nicht vermissen, denn <em>Robo Rally</em> wird geliebt oder gehasst. Dazwischen existiert meist nicht viel.</p>



<span id="more-6129"></span>



<p>Zunächst einmal für all diejenigen, die nicht wissen, von was für einem Spiel ich hier schreibe, zunächst eine kleine Einführung über das Spielgeschehen in <em>Robo Rally</em>. Der Name gibt es bereits vor, hier fahren die Spieler mit ihren Robotern in einer Fabrik ein Rennen. Wer zuerst am Ziel ankommt gewinnt natürlich und das Spiel ist dann sofort beendet. Auf dem modularen Spielbrett werden mehrere Wegpunkte abgesteckt, die der Reihe nach abgefahren werden müssen. Die Spieler*innen programmieren ihre Roboter mit Hilfe von Karten. Jedem stehen neun Karten zur Verfügung und mit ihnen ist es möglich die Roboter ein oder zwei Felder nach vorne, eines nach hinten zu fahren, oder eine Links- oder Rechtsdrehung durchzuführen. Die letzte Karte ist eine 180-Grad-Wende. Die Spieler*innen erhalten die Karten ganz zufällig und müssen fünf aufeinanderfolgende Schritte verdeckt programmieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-medium"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="298" height="300" data-attachment-id="10725" data-permalink="https://spieltroll.de/roborally-2" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?fit=954%2C960&amp;ssl=1" data-orig-size="954,960" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="roborally" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?fit=840%2C845&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?resize=298%2C300&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-10725" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?resize=298%2C300&amp;ssl=1 298w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?resize=768%2C773&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?resize=50%2C50&amp;ssl=1 50w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?w=954&amp;ssl=1 954w" sizes="(max-width: 298px) 85vw, 298px" /><figcaption>Robo Rally</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem die Programmierung abgeschlossen wurde, wird Schritt für Schritt der Programmierung ausgeführt. Auf den Karten sind zusätzlich zur Bewegung für den Roboter, Zahlenwerte angegeben, die die Reihenfolge bestimmen, in denen die Spieler*innen an der Reihe sind und die Bewegung ausführen. Sie können sich also nie so ganz sicher sein, wann sie an der Reihe sind und die Roboter sind in der Lage die Spielsituation auch für andere Spieler*innen zu Verändern. So können sie zum Beispiel andere Roboter anrempeln und verschieben. Nach jedem Programmierschritt ist zudem die Fabrik an der Reihe, die über diverse Elemente verfügt, um die Roboter zu beeinflussen. Zum Beispiel gibt es Förderbänder, die Roboter transportieren, Pressen, die sie zerstören und an den letzten Wegpunkt zurückversetzen oder auch Flammenwerfer, die ihnen Schaden zufügen.</p>



<p>Schaden sorgt dafür das Roboter zunehmend nicht mehr in der Lage sind eine neue und vollständige Programmierung auszuführen. So können Teile einer alten Programmierung im Speicher bleiben und dafür sorgen, dass sie an einer bestimmten Stelle immer die gleiche Bewegung ausführen, die miteingeplant werden muss. Natürlich gibt es auch Reperaturfelder. Zusätzlich kann das Spiel auch mit weiteren Elementen wie z.B. Ausrüstung aufgepeppt werden.</p>



<p><em>Robo Rally</em> lässt sich mit bis zu acht Spieler*innen spielen und klingt, wie ihr bereits bemerkt habt nach jeder Menge Chaos und das ist es auch bei höheren Spieler*innenzahlen durchaus, weswegen ich es mit maximal fünf Spieler*innen empfehlen kann. Die Regeln sind sehr überschaubar und es lässt sich schnell erklären. Die meisten Probleme bereitet den neuen Spieler*innen die Fabrik mit ihren zahlreichen Elementen. Der Einstieg ist aber sehr einfach und durch die verschiedenen Zusätze, wie zum Beispiel die Ausrüstung und der Möglichkeit manche Elemente der Fabrik erst nach und nach durch neue Spielpläne einzuführen, ist es gut möglich den Komplexitätsgrad zu steigern.</p>



<p><em>Robo Rally</em> kam 1994 zum ersten mal auf den Markt und wurde damals von Wizards of the Coast veröffentlicht. Richard Garfield entwickelte das Spiel aber schon 1983, konnte es aber bei keinem Verlag unterbringen, bis er es 1991 bei den Wizards vorstellte, denen das Spiel sehr gefiel, die es aber zunächst nicht veröffentlichen konnten, weil es ihnen finanziell nicht sonderlich gut ging. <em>Robo Rally</em> benötigte viel Material, um es auf den Markt zu bringen und dafür hatten sie schlichtweg kein Geld. Sie suchten nach einem Kartenspiel für Zwischendurch, dass sich schnell produzieren und verkaufen ließ. Garfield versprach ihnen ein solches Kartenspiel zu liefern, wenn sie dann auch <em>Robo Rally</em> veröffentlichen würden. Dann erinnerte er sich an ein kleines Kartenspiel, dass er mit einem Kommilitonen öfter in den Pausen spielte, dass er erfunden hatte und stellte es den Wizards vor. Das war <em>Magic</em> und der Rest ist Geschichte. Den Wizards ging es dann natürlich finanziell besser als jemals zuvor und 1994 erschien dann endlich auch <em>Robo Rally</em> wie versprochen. Somit könnte man das Spiel als Geburtshelfer für das wohl erfolgreichste Spiel überhaupt bezeichnen.</p>



<p>Fünf Jahre später, nachdem auch <em>Magic</em> hierzulande ein spielerisches Phänomen geworden war, kam <em>Robo Rally</em> auch nach Deutschland und wurde genauso, wie <em>Magic</em> damals auch, von Amigo herausgegeben, die dem Spiel einen neuen Anstrich von Franz Vohwinkel verpassten. Der Spieltroll, der zu der Zeit ein ziemlich aktiver Magicspieler war, sah das Spiel im Limbus (Fantasyladen in Bremen) stehen und kaufte es, da er es kurz zuvor bei einem Spieleabend mit seinem Freunden Hagen, Kreet und Lena gespielt hatte. Es schlug voll ein und wir hatten viel Spaß. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-medium"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="300" data-attachment-id="10726" data-permalink="https://spieltroll.de/rrexp" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?fit=936%2C937&amp;ssl=1" data-orig-size="936,937" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="rrexp" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?fit=840%2C841&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-10726" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?resize=768%2C769&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?resize=50%2C50&amp;ssl=1 50w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?w=936&amp;ssl=1 936w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /><figcaption>Robo Rally &#8211; Crash &amp; Burn Erweiterung</figcaption></figure></div>



<p>2005 kam dann eine neue Version auf den Markt. Die Wizards hatten sich inzwischen dank ihrer Marktmacht Avalon Hill Spiele gekauft und unter diesem Namen erschien nun die neue Version von <em>Robo Rally</em>. 2016 kam erneut eine Neuauflage heraus aber für mich ist die Amigo Version bis heute die beste aller Versionen. Optisch sieht sie am besten aus. Amigo entfernte nur einige Komponenten aus dem englischen Grundspiel, um ein etwas simpleres Spiel anzubieten. Die fehlenden Komponenten kamen später zusammen mit der englischen <em>Crash &amp; Burn Erweiterung </em>als Erweiterung <em>Crash &amp; Burn</em> auch in Deutschland auf den Markt. Auch diese erwarb ich prompt, denn <em>Robo Rally</em> gehörte eine zeitlang zu unseren absoluten Lieblingsspielen.</p>



<p>Die weiteren Erweiterungen kamen dann aber nie auf Deutsch heraus und sind dem englischen Markt vorbehalten. Namentlich wären das <em>Armed &amp; Dangerous</em>, wobei ich mir gar nicht so sicher bin, ob nicht auch Teile davon in <em>Crash &amp; Burn</em> enthalten waren, <em>Grand Prix, Radioactive</em> und <em>King of the Hill</em>.</p>



<p>1994, im Jahr des ersten Erscheinens, wurde <em>Robo Rally</em> auch bereits mit zwei Origins Awards ausgezeichnet, den es für das beste Science-Fiction/Fantasy Spiel und die beste Graphik erhielt.</p>



<p>Bei all den positiven Erinnerungen, die ich mit dem Spiel verbinde, will ich nicht verhehlen, dass es auch ein paar Probleme mit sich bringt. Das Spiel kann durch seine chaotische Art dazu führen, sich unendliche in die Länge zu ziehen. Eine Partie kann ungünstiger Weise einfach viel zu lange dauern für das, was es eigentlich ist. Ich kann mich noch recht lebhaft an eine mindestens vierstündige Partie erinnern, bei der sechs Spieler sich in einem Knäuel über das Spielfeld bewegten und sich ständig selber killten und rumschubsten, ohne das etwas Gescheites passierte, bis irgendwann ein Spieler lösen konnte und den Rest der Strecke einsam nach hause fuhr. Das führt gleich zum nächsten Problem des Spiels. Diese Problematik kann öfter auftauchen, wenn die Wegpunkte nicht gut gewählt werden. Es sollten sich Wege immer überscheniden, so dass man sich ins Gehege kommt, sonst kann das ganze ziemlich langweilig werden und sollte sich ein Führender harauskristalliesieren ist dieser eventuell nicht mehr einholbar. Darüber hinaus ist das Mindset der Spieler*innen entscheidend für das Spiel. Wenn kleine Scharmützel sich zu einem großen Konflikt ausweiten, dann kann es durchaus vorkommen, das <em>Robo Rally</em> Frust produziert und wenig Spaß bereitet. Das ist allerdings eher ein Spieler*innenproblem, denn ein Problem des Spiels, wenngleich <em>Robo Rally</em> das durchaus begünstigt.</p>



<p>Ich habe <em>Robo Rally</em> jedenfalls in guter Erinnerung und habe mich das ein oder andere Mal schon darüber geärgert es verkauft zu haben. In Zeiten, als es mir finanziell nicht allzu gut ging, verkaufte ich die Amigoversion samt der Erweiterung über Ebay zu einem Preis, den ich seinerzeit nicht erwartet hatte. Beide Spiele zusammen brachten mir mehr als das doppelte ein, was sie einst gekostet haben und das war zumindest ein unerwartetes Trostpflaster.</p>



<hr class="wp-block-separator is-style-default"/>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong>AMIGO Spiele</li><li><strong>Autor(en): </strong>Richard Garfield</li><li><strong>Illustrator(en):</strong> Franz Vohwinkel</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1999</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2-8 Spieler</li><li><strong>Dauer:</strong> 45 – 120 Minuten</li></ul>
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		<title>#39 Was ist eigentlich? &#8211; 4X-Spiele</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2020 09:53:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich mich in der letzten Woche schon mit einer kryptischen Abkürzung auseinandergesetzt habe, ist diese Woche gleich die nächte dran. Nach dem W für Würfel, bzw. D für Dice kommt nun das X für&#8230; nun ja, das ist diesmal nicht ganz so einfach und erfordert ein wenig mehr Erklärung. Dafür ist die Zahl diesmal &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/6512" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„#39 Was ist eigentlich? &#8211; 4X-Spiele“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-medium"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="300" height="256" data-attachment-id="4064" data-permalink="https://spieltroll.de/wasisteigentlicht" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="wasisteigentlicht" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?resize=300%2C256&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-4064" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?w=798&amp;ssl=1 798w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></figure></div>



<p>Nachdem ich mich in der letzten Woche schon mit einer kryptischen Abkürzung auseinandergesetzt habe, ist diese Woche gleich die nächte dran. Nach dem W für Würfel, bzw. D für Dice kommt nun das X für&#8230; nun ja, das ist diesmal nicht ganz so einfach und erfordert ein wenig mehr Erklärung. Dafür ist die Zahl diesmal unveränderlich und die vier bleibt immer vor dem X. Der Begriff der 4X-Spiele ist übrigens nicht auf die Brettspiele begrenzt, bei den Computer- und Videospielen kommt er genauso vor.</p>



<span id="more-6512"></span>



<h6 class="wp-block-heading">4X-Spiele</h6>



<p>Der Begriff 4X ist auf das Videospiel Master of Orion zurückzuführen, der diesen Begriff in einer Werbung das erste mal benutzte. 4X steht dabei für vier englische Begriffe, die das Spielgeschehen grob umreißen: eXplore, eXpand, eXploit und eXterminate.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-background has-bright-red-background-color has-bright-red-color"/>



<p>E<strong>X</strong>plore &#8211; Englisch für Erforschen. Ein großer Teil des Spiels dreht sich darum einen unbekannten Bereich erst nach und nach zu erschließen. Erst dadurch ergeben sich für den Spieler gewisse Möglichkeiten.</p>



<p>E<strong>X</strong>pand &#8211; Englisch für Ausbreiten. Nach der Erforschung der fremden Territorien müssen die Spieler sich ausbreiten um voranzukommen, das führt meistens zum nächsten Punkt auf der Liste:</p>



<p>E<strong>X</strong>ploit &#8211; Englisch für Ausnutzen/Ausbeuten. Um uns weiter ausbreiten zu können brauchen wir Rohstoffe. Nur durch Ausbeutung der erforschten Gebiete können wir die Expansion voranschreiten lassen. </p>



<p>E<strong>X</strong>terminate &#8211; Englisch für Auslöschen. Jedes Wachstum kommt irgendwann zu einem Ende, zumindest in einem geschlossenen Bereich, dann entstehen Konflikte und die Mitspieler bekämpfen sich gegenseitig. Sei es um die Vorherrschaft zu erringen oder die tatsächliche Auslöschung der Spieler, also das Ausscheiden des Spielers. </p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-background has-bright-red-background-color has-bright-red-color"/>



<p>Diese vier Bereiche sind sind allen 4X-Spielen gemeinsam, lediglich der letzte Punkt kann abgemildert vorkommen, indem es Varianten gibt in denen die Spieler alle am Spiel bis zum Schluß teilnehmen und der Begriff sich nur auf die Möglichkeit der Vernichtung von seinen Einheiten bezieht.</p>



<p>Auch wenn die Spiele meist recht groß sind, viele Regeln haben und versuchen viele Bereiche abzudecken, sind die spielerischen Grenzen recht klein und lassen gar nicht soviel Platz für Neuerungen, da man diese Grundprinzipien schonmal abdecken muss. Das macht diese Spiele meistens zu sehr komplexen Werken und viele von ihnen spielen im Weltraum oder sind historische Simulationen.</p>



<p>Als erstes Brettspiel, dass diese vier Bereiche abdeckt sich aber natürlich selbst noch nicht so bezeichnete gilt heute Stellar Conquest ein Spiel aus dem Jahre 1975, erschienen bei Avalon Hill. Zu Beginn der 80er Jahre wurde das Genre, auch wenn es noch gar nicht existierte, dann ein wenig populärer. Die ersten Computerspiele mit diesen Thematiken erschienen. So richtig populär wurde es aber mit Sid Meier´s Civilization, einem Computerspiel, da im nachhinein auch in Brettspielform veröffentlicht wurde. </p>



<p><strong><em>Bekannte Vertreter:</em></strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Dominant Species</li><li>Eclipse</li><li>Sid Meier´s Civilization &#8211; Das Brettspiel</li><li>Twilight Imperium</li></ul>



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		<title>Spielejahrgang 1991 &#8211; Rückblick in die graue Vorzeit</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2020 10:15:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In meiner Rückblick-Serie springe ich heute in das Jahr 1991 zurück. Ein Jahr an das ich mich gut erinnern kann und das aus der heutigen Sicht schon so wahnsinnig antiquiert wirkt. 29 Jahre sind seitdem vergangen und nicht nur politisch und welthistorisch ist seitdem viel passiert. Auch kulturell ist natürlich viel über uns hereingebrochen und &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/5432" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Spielejahrgang 1991 &#8211; Rückblick in die graue Vorzeit“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>In meiner Rückblick-Serie springe ich heute in das Jahr 1991 zurück. Ein Jahr an das ich mich gut erinnern kann und das aus der heutigen Sicht schon so wahnsinnig antiquiert wirkt. 29 Jahre sind seitdem vergangen und nicht nur politisch und welthistorisch ist seitdem viel passiert. Auch kulturell ist natürlich viel über uns hereingebrochen und wenn wir uns die Spiele betrachten, so gab es noch kein <a href="https://spieltroll.de/?p=1054" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magic</a> und kein <a href="https://spieltroll.de/?p=154" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Catan</a>. Es kommt einem wirklich vor als würde man sich an die Steinzeit zurückerinnern und sind wir mal ehrlich einige der Spiele aus der damaligen Zeit sahen auch eher aus wie abstrakte Höhlenmalerei im Vergleich zu heutigen Hochglanzprodukten. Die Wertigkeit fast aller Spiele die heutzutage produziert werden ist höher als damals und sogar Ravensburger hat es anscheinend inzwischen kapiert und gibt sich ein wenig mehr Mühe.</p>



<span id="more-5432"></span>



<p>Brett- und Kartenspiele standen bei mir zu der Zeit nicht so hoch im Kurs, denn für mich waren Rollenspiele total angesagt. Zu der Zeit lernte man gerade soviele neue Leute kennen, weil fast überall in die Klassen neue Kinder und Jugendliche aus dem Osten kamen. Die Mauer war gefallen und viele Familien zogen in den Westen. Ich empfand das immer als Bereicherung. Zusätzlich lernte ich aber auch auf dem Gymnasium durch eine Spiele AG, die es in einer Projektwoche an unserer Schule gab neue Leute kennen. Aber mein hauptsächlicher spielerischer Zeitvertreib zu dieser Zeit waren Rollenspiele wie das Schwarze Auge und später auch MERS und Rolemaster. Einer glücklichen Fügung war es zu verdanken, dass ich zu der Zeit an einer Gruppe teilnehmen durfte, die mit einem begnadeten Spielleiter gesegnet war, dessen verrückte und geniale Ideen uns alle fesselten. Eine schöne Zeit fürs Rollenspiel. </p>



<p>Brettspiele, die eigentlich immer mit meinen Freunden auf den Tisch kamen, spielten wie gesagt eine untergeordnete Rolle, denn auch das Tabletop-Hobby nahm von uns nebenbei Besitz an. Wir spielten vor allem Warhammer 40K in der Urversion und hatten auf dem Dachboden meiner Eltern eine riesige Tischplatte aufgebaut auf der wir uns Massenschlachten mit vier Personen lieferten. Da die Figuren aus Starquest ja ebenfalls von Games Workshop stammten, konnten wir die ja für ziemlich große Space Marine Trupps nutzen, denn mindestens zwei Leute hatten die Spiele. Damals ging ziemlich viel ab in diesem Bereich der Spielewelt und Games Workshop und viele andere Fantasy- und Sci-Fi-Firmen wollten ihre Produkte an die Kids bringen. Kurz gesagt, da blieb kaum Zeit für &#8222;normale&#8220; Brettspiele, aber wenn ihr weiterlest, werdet ihr auch wissen, warum die ziemlich abgemeldet waren.</p>



<p>Wie immer werfe ich zunächst mal einen Blick auf die Boardgamegeek Hitliste. Diesmal lohnt sich das aber nicht wirklich, denn das erste Spiel der zehn bestplatzierten Spiele kommt (Stand heute) auf Platz 156 und nur noch zwei weitere knacken die Top 1000:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Tichu</li><li>Empire</li><li>Quarto</li><li>Silverton</li><li>East Front</li><li>Galerie der Diebe (Cluedo-Version)</li><li>Outpost</li><li>Das Labyrinth der Meister</li><li>Breaking Away</li><li>Tantrix</li></ol>



<p>Ich lasse hier jetzt mal die Cosmic Encounter Version von 1991 weg, das Spiel ist schon viel älter und sollte hier nicht nochmal mit seinem verdienten Ruhm erwähnt werden. Das da oben sind also laut Boardgamegeek die zehn best bewertetsten Spiele des Jahres 1991. Viele davon kenn ich nicht einmal und wie bereits erwähnt es geht ziemlich steil bergab, bei Tantrix sind wir schon jenseits der 2500. Aber fangen wir vorne an: Tichu vom Schweizer Urs Hostettler ist ein kleines Meisterwerk, das allerdings zu der Zeit nur wenige Spieler auf dem Schirm hatten. Es wurde erst Jahre später viel bekannter. Ein kleines, feines Stichspiel für zwei Zweierteams, die sich hier gegenseitig versuchen die Punkte streitig zu machen. Bis heute eines der besten Stichspiele die es dort draußen gibt. Platz zwei in der Liste wollte ich immer Spielen, denn ich besaß Civilization von Welt der Spiele und fand es großartig. Welt der Spiele brachte dieses Avalon Hill Spiel, das eigentlich History of the World hieß nach Deutschland. Aber leider kam irgendwie zu der Zeit immer was anderes dazwischen. Das Spiel ist aber ansonsten wohl ein typisches Welteroberungsspiel.</p>



<p>Quarto auf Platz drei ist ein abstraktes Strategiespiel, dass sich bis heute halten kann und das ich jedem, der solche Spiele mag, nur empfehlen kann. Hier stehen sich zwei Spieler gegenüber und haben auf einem vier mal vier Felder großem Spielfeld die Aufgabe eine Reihe zu bilden in der alle vier Attribute der Spielsteine auftauchen. Diese sind nämlich unterschiedlich und sind entweder klein oder groß, schwarz oder weiß, hohl oder fest und rund oder eckig. Eine kleine, verzwickte Denksportaufgabe. Danach verlassen sie mich allerdings und weder zu Silverton, noch zu East Front kann ich etwas sagen. Die Galerie der Diebe allerdings ist mir irgendwie in Erinnerung geblieben. Hier habe ich eine Partie bei irgendeinem Bekannten mal mitgespielt und fand diese Cluedo-Version immer viel besser als das doofe Cluedo, dass ich zu hause hatte. Aber, na ja, das Geld ging wahrscheinlich für die teuren Games Workshop Miniaturen drauf.</p>



<p>Von den letzten vier Spielen kenn ich dann wiederum nur eines und das ist das Ravensburger Spiel Labyrinth der Meister, eine verbesserte und irgendwie spannendere Version vom Verrückten Labyrinth. Das Spiel stand noch bis zum letzten Jahr in meinem Spieleregal, bevor es ausziehen musste. Ein wirklich schönes Familienspiel indem sich die Spieler gegenseitig die Wege versperren auf der Suche nach ihren gesuchten Zaubertrankzutaten. Ein Spiel das ich allen Familien immer wieder gerne ans Herz legen kann. Ihr seht aber, ich tue mich schwer was zu den Spielen zu sagen, da ich die meisten gar nicht kenne und so dürfte es vielen Spielern gehen, denn 1991 war in Gänze betrachtet kein wirklich gutes Spielejahr.</p>



<p>Vielleicht bringen uns aber die deutschen Spielepreise noch etwas mehr Bekanntes. Das Spiel des Jahres 1991 wurde Drunter und Drüber von Klaus Teuber. Da war er wieder der Spieleautor der mich mit Adel Verpflichtet schon nicht überzeugen konnte und er gewann schon wieder den Preis für das beste Spiel in Deutschland. Nicht nur die Tatsache das ich Adel verpflichtet nicht leiden konnte, sondern auch das abstoßende Äußere von Drunter  und Drüber führten dazu, das ich dieses Spiel lange Zeit ausließ und erst Jahre später anfasste. Auch Drunter und Drüber machte mich aber nicht zum Teuber-Fan. Das eben schon erwähnte Labyrinth der Meister wurde von der Jury mit einem Sonderpreis für Schönes Spiel ausgezeichnet und das würde ich unterschreiben. Auf der Empfehlungsliste standen mit Invers, Irgendwie, Bauernschlau, 20 Questions, Casablanca, Formica und Im Reich des weißen Bären, sieben weitere Spiele, die ebenfalls alle eher zu vernachlässigen sind. Gespielt habe ich von diesen Spielen in meiner Erinnerung nur 20 Questions und das ist ein relativ normales Ratespiel.</p>



<p>Beim Deutschen Spielepreis, den es zu diesem Zeitpunkt erst seit einem Jahr gibt, sieht es ähnlich aus, aber gewonnen hat ihn das schon zweimal erwähnte Labyrinth der Meister und mit dieser Entscheidung kann ich sehr gut leben. Auf den weiteren Plätzen folgen Bauernschlau das Spiel des Jahres, Drunter und Drüber, Jagd der Vampire, Casablanca, Girl Talk, Chamäleon, Duftende Spuren, Flusspiraten und Columbus. Die beiden deutschen Spielpreise überschneiden sich also auch nur vier mal, so kristallisierten sich in diesem Jahrgang kaum gute Spiele heraus und damit sind wir beim Thema. Aus meiner persönlichen Erfahrung konnte die Brettspielindustrie zu der Zeit einfach nicht gegen die eingangs erwähnten neuen Strömungen aus dem Tabletop- und Rollenspielbereich anstinken. Es wurde zu einer Art neuen Welle, die die Jugendlichen zu der Zeit erfasste und herrkömliche Brett- und Kartenspiele waren einfach nicht mehr interessant genug. Wenn man sich überlegt, das man als Jugendlicher spielaffiner Mensch sein Geld für eine Box mit Plastikminiaturen und einem Space Marine darauf ausgeben konnte, oder aber für das aktuelle Spiel des Jahres Drunter &amp; Drüber, braucht man mich nicht fragen, welches mehr Appeal hatte.</p>



<figure class="wp-block-jetpack-image-compare"><div class="juxtapose" data-mode="horizontal"><img loading="lazy" decoding="async" id="5540" src="https://i2.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/07/drunterunddrüber.jpg" alt="" width="1200" height="766" class="image-compare__image-before"/><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" id="5542" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/07/warhammer-1.jpg?resize=595%2C835&#038;ssl=1" alt="" width="595" height="835" class="image-compare__image-after"/></div></figure>



<p>Brettspiele waren zu dieser Zeit eben noch etwas für Kinder und Familien, nichts für Jugendliche und Erwachsene. 1991 war ich 16 Jahre alt und wollte mich nicht mit sowohl thematischem, als auch spielerischen Kinderkram abgeben. Die Brettspielindustrie hat das, wie wir heute wissen aber erkannt, nicht zu letzt durch Catan, als sie bemerkte, dass nicht nur Familien und Kinder Spiele spielten, sondern sich auch Erwachsene treffen um Spiele zu konsumieren. Also musste sich was ändern und das tat es, wie wir heute wissen, aber damals wurde das Feld diesen ganzen neuen Spielen überlassen, die ihren ganz eignenen Einfluß auf die Brettspiele hatten. Heutzutage gibt es soviele Brettspiele die Miniaturen benutzen, wie es in Tabletop-Spielen üblich ist, oder verfügen über fantastische Artworks, die nicht zuletzt auch durch die Rollenspiele inspiriert waren, denn hier gab es immer schon Künstler die versuchten die nur beschriebenen Welten in bunte Bilder umzuwandeln, damit die Spieler es sich besser vorstellen konnten.</p>



<p>Meiner Meinung nach ist es irgendwann in dieser Zeit gewesen, dass sich die Brettspiele anfingen weiterzuentwickeln. Vielleicht mussten sie es sogar, um nicht gänzlich verdrängt zu werden. Bleibt die Frage nach relevanten Spielen für eure eigene Ludothek, so würde ich aus diesem Jahr nur drei Spiele nennen wollen. Tichu, weil es ein gutes Spiel ist, wenn man Stichspiele für genau vier Spieler mag, Das Labyrinth der Meister, weil es ein gutes Familienspiel ist und für die damalige Zeit gut aussieht und gut verarbeitet ist. Zu guter letzt muss man wohl auch noch Drunter &amp; Drüber nennen, weil es für mich wie kein anderes Spiel für diese piefige, miefige, vergangene Zeit steht. Das Spiel ist okay, aber auch nicht mehr. </p>



<p>Sollte es andere Spieleempfehlungen aus dem Jahr 1991 geben, so würde ich mich über Beiträge und Kommentare freuen.</p>
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		<title>Klassiker &#8211; Civilization</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jan 2020 14:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[18xx]]></category>
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		<category><![CDATA[Brettspiel]]></category>
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		<category><![CDATA[Francis G. Tresham]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein großer Teil der Spielerschaft mag das Genre der Zivilisationsspiele bis heute. Jedes Jahr erscheinen neue Versuche diesem Genre irgendwie neues Leben einzuhauchen und neue Ansätze das Thema in ein gangbares Spiel zu verwandeln. Die meisten Versuche scheitern dabei in meinen Augen recht kläglich, denn das Thema erfordert selbst bei einer flotten Umsetzung durchaus Zeit, &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/3802" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Civilization“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="798" height="680" data-attachment-id="3801" data-permalink="https://spieltroll.de/klassikerciv" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="KlassikerCiv" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?resize=798%2C680&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-3801" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?w=798&amp;ssl=1 798w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /></figure>



<p>Ein großer Teil der Spielerschaft mag das Genre der Zivilisationsspiele bis heute. Jedes Jahr erscheinen neue Versuche diesem Genre irgendwie neues Leben einzuhauchen und neue Ansätze das Thema in ein gangbares Spiel zu verwandeln. Die meisten Versuche scheitern dabei in meinen Augen recht kläglich, denn das Thema erfordert selbst bei einer flotten Umsetzung durchaus Zeit, denn man möchte ja auch den Aufstieg seiner Zivilisation gegenüber anderen in einem gewissen zeitlichen Rahmen beobachten können. Somit ist das Thema schon einmal hinderlich, um es in einem knackigen kurzen Spiel umzusetzen. Man sollte die Hoffnung nie aufgeben, aber in der Vergangenheit gab es durchaus schon Vertreter die einen richtig guten Job in der Umsetzung des Themas machten, nur leider blieb die Spieldauer dabei auf der Strecke und wir haben es oft mit Spieldauer-Monstern zu tun. Eines der besten Spiele, wenn nicht das beste, möchte ich heute in meiner kleinen Klassikerreihe vorstellen. Die Rede ist von Civilization, nein, nicht das Computerspiel von Sid Meier, sondern das Brettspiel von Francis G. Tresham, das wahrscheinlich den Anstoss zum Computerspiel geliefert haben dürfte.</p>



<span id="more-3802"></span>



<p>Civilization wird im Jahr 2020 seinen 40-jährigen Geburtstag feiern und qualifiziert sich aufgrund seines Alters schon für die Klassiker-Kategorie. Aber ein Klassiker muss in meinen Augen auch noch gespielt werden, um ein echter Klassiker zu sein und das trifft auch auf Civilization immer noch zu. Wenngleich der Aufwand zu einer gelungenen Partie durchaus etwas größer sein dürfte. Aus diesem Anlass habe ich mir die Foren von Boardgamegeek.com mal zu Gemüte geführt und fesgestellt das die Community dieses Spiel immer noch feiert und fördert. Für den Anfang diesen Jahres sind schon einige Partien überall in der Welt geplant. Die Menschen verabreden sich also immer noch, um eine Partie zu spielen. Warum das so aufwendig ist? Nun ja die Spielzeit liegt zwischen sechs bis zehn Stunden für eine Partie. Ich selbst habe es seit zig Jahren nicht mehr gespielt und habe meine Version des Spiels, die mehr als durchgenudelt war auch bereits verkauft, aber früher haben wir uns regelmäßig mehrmals im Jahr an einem Wochenende bei irgendwem eingeschlossen und über das ganze Wochenende eine Partie gespielt und man hat das immer Spaß gemacht. Natürlich geht sowas nicht ohne Pausen. Es war aber immer so eine Art Happening. Treffen an denen man nebenbei noch andere Dinge gespielt hat, zusammen gegessen usw. Ich habe wirklich nur gute Erinnerungen, wenn ich an diese Partien zurückdenke.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="840" height="451" data-attachment-id="3804" data-permalink="https://spieltroll.de/civneu" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?fit=998%2C536&amp;ssl=1" data-orig-size="998,536" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="civneu" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?fit=840%2C451&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?resize=840%2C451&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-3804" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?w=998&amp;ssl=1 998w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?resize=300%2C161&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?resize=768%2C412&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption>Civilization &#8211; Version 2018 / Foto: boardgamegeek.com</figcaption></figure>



<p>Für diejenigen von euch, die aber bisher keinerlei Berührungspunkte mit Civilization hatten, sei ein kurzer Einblick in das Spielgeschehen gegeben. Das Spiel findet auf einer Karte des östlichen Mittelmeeres statt, das in verschiedene Gebiete mit Grenzen unterteilt ist. Diese Gebiete verfügen über verschiedene Fuchtbarkeiten und können verschiedene Mengen an Bevölkerungssteinen aufnehmen. Die Spieler übernehmen jeder die Rolle eines Volkes, das von den frühesten Anfängen der menschlichen Zivilisation bis in die Eisenzeit geführt werden muss. Das Spiel bedarf dafür auch kaum Glückselementen und wird ohne Würfel gespielt. Die Spieler starten zu Spielbeginn mit einem einzigen Bevölkerungsspielstein auf einem Startgebiet, das je nach Volk variiert. Die einzelnen Spielzüge sind zu Beginn noch recht kurz werden aber nach hinten raus deutlich länger. Spieler können sich mit ihren Steinen bewegen, müssen sie vermehren usw. Die Bevölkerung wächst stetig, wenn keine äußeren Einflüsse sie dezimieren. Wenn die Spieler genügend Bevölkerungssteine in einer Region zusammenziehen können, so entsteht eine Stadt, die den Spielern Zugang zu Handleskarten gibt, die man jede Runde erhält. Anschleißend darf gehandelt werden. Krieg führt man relaiv simpel und stellt keine primäre Mechanik dar. Wer viel Krieg führt, wird schneller zurückfallen, da sich die Bevölkerung zu langsam entwickelt. Hat man größere Sets von gleichen Handelskarten zusammengesammelt, so kann man diese in Technologien umwandeln und schreitet auf der Entwicklungstabelle voran. Wer es dabei als erstes schafft das Ende zu erreichen gewinnt. Verschiedene Stufen der Entwicklungstabelle können dabei erst überschritten werden, wenn bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sind. Die Technologien bringen einem verschiedenste Vorteile und bauen aufeinander auf. Das ist es auch schon ganz grob. Als weitere Spielsteine gibt es ansonsten nur noch ein paar Schiffe, mit denen man sich über Wasser verbreiten kann. Katastrophen die man über die Handleskarten mitaufnehmen kann sorgen dabei für ständige Rückschläge. </p>



<p>Civilization in seiner Urform lässt sich mit bis zu sieben Spielern spielen und verfügt über insgesamt neun Zivilisationen, die man übernehmen kann. Diese Zivilisationen unterscheiden sich nicht in ihren Fähigkeiten, sndern hauptsächlich durch ihre Startpositionen auf dem Spielfeld. Der einzige weitere Unterschied besteht darin, dass ihre Epochenübergänge auf der Entwicklungstabelle an verschiedenen Stellen bestehen und das manche früher anhalten müssen als andere. Insgesamt müssen allerdings alle die gleiche Strecke zurücklegen, manche haben nur mehr Zeit um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, hinterher aber wiederum weniger um bereits das nächste Ziel zu erreichen. Andere Unterschiede gibt es nicht.</p>



<p>1980 erschien die erste Version beim britischen Verlag Hartland Trefoil, welchen der Erfinder Francis G. Tresham Anfang der 70er Jahre gegründet hatte, um seine Spiele zu veröffentlichen. Tresham ist einer der Begründer der 18xx Spiele, die sich alle mit dem Thema Eisenbahn beschäftigen und bis heute eine große Anzahl an Titeln hervorgebracht haben, die sich damit beschäftigen Eisenbahnlinien zu betreiben. Ein völlig eigenständiger Bereich der Brettspielszene, der seit Jahren seine eingeschworenen Fans hat. Einige der Spiele dieses Bereichs sind ebenfalls echte Klassiker und sollten auch von anderen Geeks durchaus mal angetestet werden.</p>



<p>1981 wurde Civilization dann auch über Avalon Hill in den USA vertrieben und entwickelte sich in den kommenden Jahren zu einem Hit. 1988 erschien beim britischen Verlag Gibsons Games eine neue Version, die sich grafisch von den bisherigen Versionen abhob und einige Veränderungen enthielt, die bei vielen Hardcorefans des Spiels nicht so gut ankamen. Diese Version wurde aber in Deutschland und Österreich dann auch erstmals über Piatnik und Welt der Spiele veröffentlicht. Hier kommt auch der Spieltroll ins Spiel, denn er sah das Spiel im örtlichen Schreibwaren- und Buchladen im Fenster stehen. Damals total fasziniert musste er es haben und hat all seine Kröten zusammengekratzt, um dieses sehr schön aussehende Spiel zu kaufen. In den vielen Jahren danach habe ich es nie bereut.</p>



<p>In den nachfolgenden Jahren bekam Civilizaion auch noch eine französische sowie spanische Version. Das Spiel wurde in der originalen Version auch sogar noch erweitert. Die sogennante Civilization Western Expansion Map erschien und lieferte eine Karte, die man im westlichen Mittelmeerbereich anlegte, um es zu vergrößern. So kamen Spanien, Frankreich und England mit auf die Karte. Zusätzlich enthielt es eine weitere Zivilization (Iberer), die die Italer ersetzten und einige der Startpositionen der nordafrikanischen Zivilizationen wurden angepasst. Ein Trade Card Expension Pack mit sieben weiteren Handelswaren wurde ebenfalls noch veröffentlicht. Ein Freund von mir kaufte die deutsche Version von Piatnik, indem diese beiden Erweiterungen irgendwie zusammengefasst waren, aber ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, worin der Unterschied zur Avalon Hill-Version besteht.</p>



<p>1991 entwickelte man Civilisation dann aber weiter und eine Version mit dem Titel Advanced Civilization erschien, die eigentlich der Urversion mit Erweiterungen und einigen kleinen Veränderungen und Erweiterungen entsprach. Im gleichen Jahr erschien bei Microprose dann auch das Computerspiel Sid Meiers Civilization. Während das Computerspiel das Thema noch viel weiter trug, konnte es aber dennoch einige parallelen zum Brettspiel nicht verleugnen. Tresham zum Beispiel war der erste Spieledesigner der einen Technologiebaum in ein Spiel integrierte. Etwas für das Sid Meiers Spiel später weltberühmt wurde. All diese Kleinigkeiten entstanden aus dem Brettspiel und müssen Sid Meier beeinflusst haben. 1998 kaufte Microprose dann auch den Verlag von Tresham, Hartland Trefoil. Sid Meier wurde auch für ein weiteres Spiel zu der Zeit sehr bekannt, welches sich mit Eisenbahnen beschäftigte (Railroad Tycoon), das natürlich Spielelemente aus den 18xx Spielen aufwies. Somit sind die Ideen von Francis G. Tresham der Wegberieter für diese Klassiker der Videospielbranche, die von Sid Meier in die Tat umgesetzt wurden.</p>



<p>Die Geschichte führt das alles dann auch bei Hasbro noch zusammen, denn Avalon Hill wird nach dem Riesenerfolg von Magic The Gathering, dass Wizards of The Coast zu einer mächtigen Spielefirma machte, von diesen gekauft, bevor sich Hasbro auch die Wizards einverleibte. Auf der anderen Seite kaufte Microprose der Computerspielentwickler die kleine Brettspielfirma Hartland Trefoil mit den ganzen Eisenbahnspielen und wurde seinerseits von Hasbro Interactive, der Computerspielsparte von Hasbro übernommen. Später wurde der Computerspielbereich weiterverkauft, aber zu dieser Zeit lagen sämtliche Inhalte des Brettspiels, sowie des Computerspiels in der Hand einer Firma.</p>



<p>2015 kam dann der nächste Evolutionsschritt für Civilization in der Form der niederländischen Spielefirma 999 Games, die Mithilfe von Pegasus Spiele aus Deutschland Mega Civilization in einer 3000 Stück limitierten Version auf den Markt brachten. Mega Civilization ist dann der realgewordene Traum eines jeden Civilization-Spielers. Eine Holzbox mit Spielmaterial für 5-18 Spieler und einer Karte bestehend aus vier Spielbrettern, die alles vom westlichen Mittelmeer bis zum indischen Subkontinent umfasst. In dem Spiel sind fast 800 Spielkarten und über 1200 Spielmarker enthalten, um mit 18 Zivilisationen spielen zu können. Mega Civilization bringt fast 11 kg auf die Waage. Diese Version ist der Tatsache zu verdanken, dass ein Civilization Spiel in voller Besetzung am meisten Spaß bereitet, weil alle Zivilization in irgendeiner Form miteinander interagieren, sei es das sie von Katastrophen gemeinsam betroffen sind, sich um kleinere Gebiete streiten, um ihre Bevölkerung wachen zu lassen, oder einfach das Handeln mit den Handelskarten. Mehr Handelspartner bringt mehr Möglichkeiten und so stelle ich mir eine Runde mit 18 Parteien dann auch wie einen großen Basar vor.</p>



<p>2018 sei noch erwähnt bringt die Frima Gibsons Games zum 30-jährigen Jubiläum ihrer Version von Civilization eine neue Version auf den Markt und auch im letzten Jahr 2019 erscheint unter dem Namen Western Empires eine neue Version dieses Klassikers auf der Spiel 2019, dessen Veröffentlichung der Vater von Civilization, Francis G. Tresham, aber leider nicht mehr erlebt, stirbt er doch einen Tag vor der Messe im Alter von 83 Jahren. Civilization aber wird weiterleben und unvergessen bleiben, solange sich immer wieder spielbegeisterte Menschen zusammenfinden, um ein Wochenende mit diesem großartigen Spiel zu verbringen.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong>Hartland Trefoil, Avalon Hill, Piatnik/Welt der Spiele</li><li><strong>Autor(en):</strong> Francis G. Tresham</li><li><strong>Illustrator(en): </strong>je nach Version</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1980</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2 – 7 Spieler</li><li><strong>Dauer:</strong> 6 – 10+  Stunden</li></ul>
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		<title>Klassiker &#8211; Diplomacy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2019 19:02:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[1961]]></category>
		<category><![CDATA[Allan B. Calhamer]]></category>
		<category><![CDATA[Area Control]]></category>
		<category><![CDATA[Avalon Hill]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn es bisher ein Spiel in meiner Klassiker-Rubrik gegeben hat, das den Titel eines Klassikers im eigentlichen Sinn verdient hat, dann ist es Diplomacy. Das Spiel ist zum Zeitpunkt dieser Würdigung bereits 60 Jahre alt und für mich tatsächlich nichts von seiner Faszination verloren, auch wenn ich es seit Jahren nicht gespielt habe. Warum ist &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/2545" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Diplomacy“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="798" height="680" data-attachment-id="2649" data-permalink="https://spieltroll.de/klassiker-diplomacy-2" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Klassiker-diplomacy" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?resize=798%2C680&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-2649" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?w=798&amp;ssl=1 798w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /></figure>



<p>Wenn es bisher ein Spiel in meiner Klassiker-Rubrik gegeben hat, das den Titel eines Klassikers im eigentlichen Sinn verdient hat, dann ist es Diplomacy. Das Spiel ist zum Zeitpunkt dieser Würdigung bereits 60 Jahre alt und für mich tatsächlich nichts von seiner Faszination verloren, auch wenn ich es seit Jahren nicht gespielt habe. Warum ist das so? Tja, warum ich es nicht gespielt habe ist recht schnell zu beantworten, Diplomacy ist als Spiel am besten in einer vollen Besetzung und dafür benötigt man sieben Spieler. Auf der Schachtel steht zwar 2 bis 7 Spieler, aber alles weniger als fünf, macht leider nur bedingt Spaß, denn das Spiel trägt im Namen ja schon das worum es fast ausschließlich in diesem Spiel geht: Diplomatie. Warum ich es für total faszinierend halte ist auch schnell beantwortet: es ist eines der wenigen Spiele bei dem es keinerlei Glückselemente gibt und das gleichzeitig so genial einfach ist.</p>



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<p>60 Jahre hat dieses Spiel auf dem Buckel und wird immer noch verkauft. Diplomacy wurde von Allan Brian Calhamer während seines Studiums in den fünfziger Jahren erfunden, wo er sich fasziniert vom ersten Weltkrieg und der Diplomatie zeigte. Er bot Diplomacy einigen Verlagen zur Veröffentlichung an, sieß aber nirgendwo auf Gegenliebe und wurde jedesmal abgewiesen, bis er 1959 Diplomacy, was zunächst Realpolitik heißen sollte, in eigenregie veröffentlichte. 500 Kopien leistete er sich und brachte sie sehr schnell unters Volk, denn im Gegensatz zu den Verlagen fanden die Kunden das Spiel gut. 1961 brachte der Verlag Games Research dann eine neue Version heraus und der Siegeszug von Diplomacy begann. Danach brachten sowohl Avalon Hill in den 70ern als auch Jumbo und Parker in den 80ern weitere Versionen auf den Markt, bis Diplomacy schließlich bei den Wizards of the Coast bzw. Hasbro landete. Seit 2008 wir es von Hasbro vertrieben.</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="840" height="473" data-attachment-id="2615" data-permalink="https://spieltroll.de/dsc_0328-7" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?fit=3840%2C2160&amp;ssl=1" data-orig-size="3840,2160" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;D6503&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1564225123&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;50&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.03125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="DSC_0328" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?fit=840%2C473&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?resize=840%2C473&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-2615" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?resize=1200%2C675&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?w=1680&amp;ssl=1 1680w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?w=2520&amp;ssl=1 2520w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption>Diplomacy Spielbrett / Foto: Spieltroll</figcaption></figure>



<p>Für diejenigen, die Diplomacy nicht kennen, will ich einmal kurz das Spielgeschehen anreißen. Bei Diplomacy handelt es sich um eine sogenannte Konfliktsimulation (kurz: Cosim) die den ersten Weltkrieg zum Thema hat. Dabei ist das Spielgeschehen weitestgehend abstrahiert. Die Spieler agieren nur auf einer Europakarte mit den Grenzen von 1900 und haben ein paar Spielsteine zur Verfügung. Genauer gesagt gibt es nur drei Sorten von Spielsteinen: Armeen, Flotten und Ressourcensteine. Als weiteres Spielmaterial gehört noch ein Block mit kleinen Europakarten und den Länderkürzeln dazu. Es gibt keine Karten, Würfel oder Sonstiges. Allerdings benötigen die Spieler jeder mindestens noch einen Stift und ein Blatt Papier, um ihre Befehle aufzuschreiben. </p>



<p>Bei Diplomacy übernimmt jeder Spieler eines von sieben Ländern im Weltkrieg: Russland, England, das deutsche Reich, Frankreich, Italien, Österreich-Ungarn und das osmanische Reich stehen zur Auswahl. Ihre Länder sind auf der Europakarte mit Farben gekennzeichnet und bestehen mit Ausnahme von England und Russland aus jeweils drei Gebieten in denen zu Beginn je zwei Armeen und eine Flotte aufgestellt werden. Die drei Gebiete weisen dabei jeweils einen Punkt in der entsprechenden Farbe auf. England verfügt ebenfalls über drei Gebiete verfügt durch seinen Inselstatus allerdings über eine Armee und zwei Flotten. Russland ist als einziges Land vier Gebiete groß und verfügt über zwei Armeen und zwei Flotten. Man könnte nun denken, dass Russland im Vorteil wäre, aber es stellt sich recht schnell heraus, das es durchaus schwierig ist ein großes Reich auch zu beschützen. Es gibt noch viele weitere abgetrennte Gebiete auf der Europakarte die ebenfalls ungefüllte Punkte aufweisen. Sollte eine der Mächte in ihren Besitz gelangen, dürfen sie den Punkt mit einem Ressourcenstein quasi einfärben und ihn so kennzeichnen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="840" height="582" data-attachment-id="2616" data-permalink="https://spieltroll.de/dsc_0329-7" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?fit=3117%2C2158&amp;ssl=1" data-orig-size="3117,2158" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;D6503&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1564225135&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;64&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.015625&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="DSC_0329" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?fit=840%2C582&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?resize=840%2C582&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-2616" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?resize=1024%2C709&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?resize=300%2C208&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?resize=768%2C532&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?resize=1200%2C831&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?w=1680&amp;ssl=1 1680w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?w=2520&amp;ssl=1 2520w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption>Diplomacy Abkürzungskarte / Foto: Spieltroll</figcaption></figure>



<p>Das Spiel beginnt nun damit, dass alle Spieler Verhandlungen miteinander führen können. Das macht man natürlich nicht öffentlich am Spieltisch, sondern zieht sich irgendwo in eine Ecke zurück. Hier sind die Spieler komplett frei, wie sie agieren wollen, sie können offen am Tisch diskutieren, Drohungen aussprechen, sich flüsternd zurückziehen. Ganz egal, nur man sollte sich gewiss sein, dass die anderen Spieler das Treiben auch beobachten und ihre Schlüsse daraus ziehen werden. Letztlich geben irgendwann alle Spieler ihre Zettel an einem zentralen Punkt ab und die Runde wird ausgewertet. Auf den Zetteln notieren die Spieler ihre Befehle für ihre Truppen. Das amchen sie nach einem vom Spiel vorgegebenen Muster. Alle Länder und Regionen haben Kürzel, mit denen man sie in den Befehlen erwähnen muss. Ein A steht für Armee und ein F für Flotte, ein Strich (-) zum Beispiel für zieht nach/greift an. Einheiten können auch noch unterstützen, um die Verteidigung oder den Angriff zu stärken. Flotten können natürlich nur Küstengebiete unterstützen aber zusätzlich können sie Einheiten mit einem Convoy über Seegebiete transportieren. Vielmehr ist gar nicht möglich. Aber die Befehle müssen korrekt geschrieben und unzweifelhaft sein. Sämtliche Befehle werden dann ausgeführt und passieren grundsätzlich gleichzeitig. Die Spieler starten im Jahr 1901 und spielen zwei Züge pro Jahr. In unbesetzte Länder kann man einmaschieren, sollten gegnerische Truppen  dort stehen, so muss man mit unterstützen Einheiten eine Mehrheit haben, um es zu erobern. Die Truppen werden aber nur vernichtet, wenn sie keine Rückzugsmöglichkeit mehr haben, ansonsten weichen sie in andere Gebiete aus. Wer am Ende des Jahres weitere Ressourcenpunkte kontrolliert, erhält zusätzliche Einheiten, wer weniger Punkte hat, muss Einheiten abgeben. Danach geht man in das nächste Jahr. Das Spiel endet, wenn ein Spieler so dominant geworden ist, dass alle anderen aufgeben oder von ihm besiegt worden sind.</p>



<p>Das Bewegungssystem wird von Spielern weltweit sehr respektiert, da es so einfach wie auch genial ist. Es fördert in der Tat den Stillstand auf dem Brett, wenn man sich keine Verbündeten sucht, die einen bei Feldzügen unterstützen, aber die wollen meist Gegenleistungen und irgendwann bricht irgendwer abgesprochene Vereinbarungen und das Spiel aus Diplomatie nimmt seinen Verlauf. Die Züge am Brett sind nur die Auswertung der zuvor minutenlang abgesprochenen geheimen Verhandlungen. Es ist definitiv ein schmaler Grad zwischen Sieg und Niederlage.</p>



<p>Diplomacy sollte man aber natürlich auch nicht zu ernst nehmen, es ist nur ein Spiel, aber ich habe in unzähligen Runden festgestellt, dass man es mit Leuten, die man gar nciht kennt am besten funktioniert, weil man keine Skrupel hat jemanden zu hintergehen oder Angst davor hat einen guten Freund im Stich zu lassen. Dem sollte man sich bewusst sein, wenn man es mit Freunden spielt. Es sollten schon sehr gute Freunde sein, denn ansonsten besteht die Gefahr, dass man sie lange nciht mehr wiedersieht, wenn sie schlechte Verlierer oder Strategen sind.</p>



<p>Angeblich zählten sogar einige hochrangige amerikanische Politiker, wie John F. Kennedy und Henry Kissinger zu den Fans von Diplomacy. Seinem Erfinder hat es allerdings keinen Reichtum eingebracht, denn er wurde immer nur mit geringen Tantiemen abgespeist, so dass er als Fremdenführer and er Freiheitsstatue und später als Postbote sein Gehalt nur ein bißchen damit aufbesseren konnte. Diplomacy blieb auch zeit seines Lebens Calhamers einziges Spiel und verkaufte sich mehrere hundertausend Male.</p>



<p>Ein wirklich faszinierendes Spiel ohne jegliche Glückselemente, dass man nur durch sein strategisches Geschick und seine Verhandlungskünste steuern kann. Wer es nicht kenn, sollte es mal ausprobieren. Natürlich nur, wer auf solche Konfliktsimulationen steht.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong><a href="https://avalonhill.wizards.com/games/diplomacy">Avalon Hill, Wizards of the Coast</a></li><li><strong>Autor(en):</strong> Allan B. Colhamer</li><li><strong>Illustrator(en): </strong>mehrere</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1961</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2 – 7 Spieler</li><li><strong>Dauer:</strong> 4+  Stunden</li></ul>
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