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	<title>Kolumne &#8211; Spieltroll</title>
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	<description>Gedanken und Meinungen zu Brett- und Kartenspielen</description>
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	<title>Kolumne &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Der Traum vom eigenen Spiel</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2019 11:48:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Habt ihr auch schonmal darüber nachgedacht ein eigenes Spiel zu entwickeln? Ich tue das in der Tat immer mal wieder. Es fühlt sich an wie ein Monster das in mir schlummert und alle paar Monate aus der Versenkung wieder auftaucht und mich nachts nicht schlafen lässt. In letzter Zeit ist es mal wieder soweit und &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/2072" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Der Traum vom eigenen Spiel“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Habt ihr auch schonmal darüber nachgedacht ein eigenes Spiel zu entwickeln? Ich tue das in der Tat immer mal wieder. Es fühlt sich an wie ein Monster das in mir schlummert und alle paar Monate aus der Versenkung wieder auftaucht und mich nachts nicht schlafen lässt. In letzter Zeit ist es mal wieder soweit und das Monster kommt wieder an die Oberfläche. Es ist kein böses sondern ein gutes Monster das da schlummert, aber ich bin dann immer total enthusiastisch und stelle dann irgendwann fest, dass das doch ganz schön viel Arbeit sein muß, wenn man so ein Spiel komplett entwickeln will. Kennt ihr nicht? Dann lest einfach einen anderen Beitrag, aber diejenigen von euch, die sich schonmal damit befasst haben ein Spiel selber zu entwickeln, die möchte ich erreichen und gerne einen Erfahrungsaustausch starten.</p>



<span id="more-2072"></span>



<p>Wie fängt man sowas allgemein hin an? Ich habe vor vielen Jahren mal ein paar Beiträge von Autoren dazu gelesen und es gibt wahrscheinlich zwei Herangehensweisen, von denen ich bei mir eine bisher noch nicht beobachtet habe. Die eine ist die des Themas. Man hat eine Idee zu einem bestimmten Thema und setzt sie langsam in seinem Kopf mit Mechaniken zusammen bis man sich denkt, dass könnte doch vielleicht was werden. Von der Seite betrachtet komme ich eher ins Spiel. Ich sitze öfter mal da und frage mich: &#8222;Warum gibt es eigentlich kein richtig gutes Spiel mit Dingen die mir Spaß machen zu dem und dem Thema?&#8220;, und dann rattert es in meinem Kopf und ich beginne mir Dinge auszumalen und langsam nehmen sie Gestalt an. Die zweite Methode scheint laut den Autoren die über die Mechanik zu sein. Es gibt wohl Designer, die haben einen tollen Mechanismus im Kopf und denken den von vorn bis hinten durch und müssen dann noch was Passendes finden, dass sie um die Mechanik stricken. Dieser Ansatz ist definitiv nicht meiner, oder zumindest ist er bisher bei mir noch nicht vorgekommen.</p>



<p>In der Vergangenheit habe ich schon Ideen im Kopf gehabt für ein Stadtaufbauspiel, ein Survival-Zombie-Spiel und momentan ist es ein Spiel über einen Freizeitpark. Bei all diesen Themen finde ich gibt es kein Spiel, dass das Thema für mich interessant genug behandelt. Mag sein das ich das nur alleine so sehe, aber so denke ich halt. Speziell das Zombieding hatte ich soweit angedacht, dass ich sogar schon erstes Spielmaterial gebastelt habe. Und dann hört es irgendwie ständig auf. Ich habe Spiele zu Papier gebracht und fange an sie Probe zu spielen und nach einer Weile fallen mir immer wieder Sachen auf, die nicht so richtig rund laufen und dann passiert es mir, dass ich das gesamte Konzept einfach über den Haufen werfe.</p>



<p>Vielleicht muss ich an der Stelle beharrlicher sein und sollte am Ball bleiben, aber irgendwann stellt sich eine gewisse Frustration ein und ich höre einfach auf damit. Dann bin ich auch erstmal wieder eine Zeit lang geheilt. Wie geht es anderen? Kennt ihr das auch? Schreibt gerne mal was dazu in die Kommentare. Im Moment bin ich wieder Feuer und Flamme und würde gerne versuchen die Gedanken in meinem Kopf zu etwas spielbarem zu verwandeln. Habt ihr vielleicht Tipps?</p>



<p>Was ich immer sofort tue, ist alles aufschreiben, mögen die Gedanken auch noch so wirr sein. In der Vergangenheit habe ich schon oft gute Ideen im Kopf gehabt, oder zumindest hat mein Kopf sie für gute Ideen gehalten, und konnte mich partout nicht mehr daran erinnern. Letzte Nacht war es wieder soweit, dass ich mich erstmal hinsetzen musste, um all die Gedanken aufs Papier zu bringen, bevor ich wieder irgendwas vergesse. Ich muss sagen, dass ich noch nie so konkrete Ideen im Kopf hatte wie dieses Mal. Ich denke ich muss bereits jetzt damit beginnen Material anzufertigen, um erste Testrunden zu absolvieren. Wenn man den Artikeln mancher Designer trauen kann, dann geht es dann erst richtig los und unzählige Veränderungen finden im Laufe unzähliger Testrunden statt.</p>



<p>Falls es wirklich was werden sollte, dann teile ich in Zukunft vielleicht meine Gedanken mit euch hier und hoffe das ich den ein oder anderen Tipp bekommen kann. Bis dahin versuche ich mal am Ball zu bleiben.</p>
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		<title>Ich mach´s allein &#8211; Solospiele</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 12:57:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielgedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Geschichte der Solospiele oder des Solospielens, ist eine voller Mißverständnisse. Der Brettspieler an sich gilt in der heutigen Zeit ja zunehmend als Nerd oder Geek. Früher war das, in Deutschland zumindest, noch ein wenig anders, oder trübt mich meine Erinnerung da? In der Familie gelegentlich ein Brettspiel zu spielen, gehörte in einem Haushalt mit &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/908" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ich mach´s allein &#8211; Solospiele“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Die Geschichte der Solospiele oder des Solospielens, ist eine voller Mißverständnisse. Der Brettspieler an sich gilt in der heutigen Zeit ja zunehmend als Nerd oder Geek. Früher war das, in Deutschland zumindest, noch ein wenig anders, oder trübt mich meine Erinnerung da? In der Familie gelegentlich ein Brettspiel zu spielen, gehörte in einem Haushalt mit Kindern in Deutschland irgendwie immer dazu. Für niemanden galt das als nerdig oder geekig. Ich habe das Gefühl, das sich das gerade ändert. Brettspielen an sich gilt nicht als besonders hip, obwohl es einen enormen Zulauf hat. Man wird gerne mal als Freak abgestempelt. Noch viel schlimmer verhält es sich mit dem Thema des Solospielens. Das gilt sogar noch in den meisten Brettspielerkreisen als seltsam oder zumindest nicht richtig, da sich die meisten ja rühmen Gesellschaftsspiele zu spielen, um in Gesellschaft zu sein. Man fühlt sich gerne als was besseres, als diese ganzen Videospieljunkies, die alleine vor den Bildschirmen versauern und keinerlei soziale Kontakte mehr haben. Das ist natürlich stark überzeichnet. Aber was ist dran am Solospielen? Seltsam oder doch im Trend?</p>



<span id="more-908"></span>



<p>Seit einiger Zeit beobachte ich am Spielemarkt einen Trend, der ein wenig im Verborgenen scheint. Zumindest reden nicht soviele darüber. Eine Menge Spieleneuerscheinungen verfügen neuerdings über einen Solomodus. Auf den Spieleschachteln steht doch tatsächlich des öfteren 1- bei der Spieleranzahl. Früher war das noch eine absolute Ausnahme und hat sich über vereinzelte Spiele im vergangenen Jahrzehnt innerhalb der letzten zwei, drei Jahre zu einem richtigen Trend gemausert. Obwohl das keiner drüber spricht, stimmt gar nicht, wie sich bei meiner Recherche herausstellte. Es gibt Blogs, Homepages und Podcasts zu diesem Thema. Aber das Ganze wird sehr nischig behandelt und kommt auf den größeren Seiten kaum vor. Trotz dieses anscheinenden Trends bei den Spieleentwicklern und Verlagen wird die Nase von vielen aber immer noch gerümpft, wenn es um das Solospielen von Brett- und Kartenspielen geht. </p>



<p>Dieses Vorurteil kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn schon seit langer Zeit ist doch zum Beispiel das legen von Patiencen ein gängiger Zeitvertreib und man muss gar nicht soweit in die Vergangenheit schauen, denn das Spielen von mehr oder weniger tollen Apps auf dem Handy oder Smartphone ist weitestgehend akzeptiert. Warum gilt das eine also als seltsam, während das andere okay ist? Es kann also nicht am Spielen selbst liegen. Es muss mit dem Vorgang an sich zu tun haben. Vielleicht versteht man nicht, dass man sich alleine an einen Tisch setzt, ein Spiel aufbaut und beginnt Würfel zu werfen, Figuren zu verschieben und Aktionen von Karten auszuführen. Vielleicht kann auch nur ich das nicht verstehen, denn für mich war das noch nie seltsam. Ich habe schon in meiner Kindheit ab und zu vor Brettspielen gesessen und die ein oder andere Spielsituation durchgespielt.</p>



<p>Eines meiner absolut liebsten Spiele früher war Sherlock Holmes Criminal-Cabinet, dass für mich schon immer ein reines Solospiel war und noch ist. Ich fand das immer eher störend, wenn weitere Personen dabei waren und mitspielen wollten. Dieses Spiel war zu seiner Zeit eine absolute Rarität, denn auch damals prangte bereits eine 1- auf dem Karton und es wurde doch tatsächlich zum Spiel des Jahres 1985 gekürt. Übrigens erkannte die Jury vom Spiel des Jahres-Preis schon damals, dass es besser ist Sherlock Holmes Criminal-Cabinet alleine zu spielen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p> Weil bei der Lösung der Fälle größte Genauigkeit vonnöten ist – jedes  Wort in Zeitungsmeldungen oder im Buch der Indizien muss auf die  Goldwaage gelegt werden – erfordert das Spiel in der Gruppe  Konzentration. Das klare logische Denken, das Sezieren eines Falles,  gelingt jedoch leichter in der Einsamkeit, ohne die Ablenkung durch die  Einwürfe der Mitspieler.  </p><cite>Spiel des Jahres-Jury 1985</cite></blockquote>



<p>Sudoko, Rätseln, Quizzen, Puzzeln, das alles macht man doch auch alleine und niemand findet das seltsam&#8230; Wenn man sich aber hinsetzt und ein komplexes Brettspiel über Stunden spielt und das auch noch öffentlich zugibt, ist man ein Freak?! Nein, ist man nicht! Es gibt Spiele die machen deutlich mehr Spaß, wenn man sie in einer Gruppe spielt. Zugegebenermaßen fänd ich es auch seltsam wenn sich jemand hinsetzt und mit sich selber Codenames spielt oder sowas, aber wenn ein Spiel doch über einen Solomodus verfügt, der auch noch gut funktioniert, dann kann ich daran absolut nichts freakiges oder seltsames finden. Das muss halt jeder selbst wissen. Fakt ist, heutzutage hat man eine wahnsinnig große Auswahl von richtig guten Spielen mit richtig guten Solomodi. Ein paar Beispiele gefällig? <a href="https://spieltroll.de/?p=810">Everdell</a>, sieht nicht nur wahnsinnig gut aus und ist ein wirklich tolles Worker Placement und Engine Building Spiel, es lässt sich zu allem Überfluß auch noch richtig gut alleine Spielen, weil einem das Spiel einen schönen Mechanismus in Form eines Gegenspielers bereitet, der auch noch über verschiedene Schwierigkeitsgrade verfügt. Auch <a href="https://spieltroll.de/?p=823">Spirit Island</a> kann man sehr gut solo spielen. Hier benötigt man nicht mal besonders große Veränderungen am normalen Spiel. Spirit Island funktioniert einfach auch alleine sehr gut ohne Sonderregeln. Auch Spiele wie <a href="https://spieltroll.de/?p=864">Die Architketen des Westfrankenreichs</a>, <a href="https://spieltroll.de/?p=174">Imperial Settlers</a> oder Winziges Verlies funktionieren alleine sehr gut.</p>



<p>Natürlich hat sich die Spieleindustrie auch darauf eingestellt und so gibt es inzwischen sogar die ersten Brettspiele die sich hauptsächlich an Solospieler richten, wie zum Beispiel Der Unterhändler oder Onirim, das man zwar auch kooperativ zu zweit Spielen kann, aber im Kern ein Solokartenspiel ist, bei dem man ähnlich wie bei einer Patience versucht das Kartendeck aufzulösen.</p>



<p>Und dann gibt es da natürlich noch die ganzen Erzählerischen Spielerfahrungen, die sich besonders gut dafür eignen solo gespielt zu werden. Man erlebt dabei eine Geschichte, die dann fast wie ein Buch wirken kann. An dieser Stelle sei nur an das fantastische <a href="https://spieltroll.de/?p=111">Arkham Horror Kartenspiel</a> erinnert oder aber an <a href="https://spieltroll.de/?p=415">This War Of Mine</a>, das einem eine Spielerfahrung liefert, die meiner Meinung nach mit mehr Spielern gar nicht diese Wirkung entfalten kann, die sie durch eine Soloerfahrung bekommt. Auch sämtliche <a href="https://spieltroll.de/?p=389">Exit</a> und Escape-Room-Spiele bieten Erfahrungen, die man auch alleine absolvieren kann, wenn man denn will, natürlich sind diese aber meist in Gesellschaft ein wenig spaßiger.</p>



<p>Probiert es ruhig einmal aus. Solospielen ist nichts Schlimmes oder Verwerfliches, man darf das machen. Für den ein oder anderen mag es sich seltsam anfühlen und für manchen auch gar nichts sein. Das ist völlig in Ordnung. Genauso in Ordnung wie das Solospielen. Wie steht ihr zu dem Thema? Habt ihr Erfahrungen in dem Bereich gemacht? Würde mich wirklich interessieren&#8230;</p>



<p></p>
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		<title>Kontroverse Spiele &#8211; Können Spiele Kunst sein?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Oct 2018 12:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielgedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus aktuellem Anlass und vor der Spiel 2018 wollte ich unbedingt etwas zu diesem Thema schreiben, deshalb fällt das heutige Spieltagebuch leider aus. Der aktuelle Anlass ist meine Beschäftigung mit dem &#8222;Spiel&#8220; This War Of Mine, dass ich in meiner Review zum Spiel als Kunst bezeichnet habe. Das möchte ich mal als Auslöser für ein &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/439" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kontroverse Spiele &#8211; Können Spiele Kunst sein?“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="1190" data-permalink="https://spieltroll.de/archiv/747/spielgedanken-2" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Spielgedanken" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" class="alignleft size-medium wp-image-1190" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=300%2C256&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="256" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?w=798&amp;ssl=1 798w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" />Aus aktuellem Anlass und vor der Spiel 2018 wollte ich unbedingt etwas zu diesem Thema schreiben, deshalb fällt das heutige Spieltagebuch leider aus. Der aktuelle Anlass ist meine Beschäftigung mit dem &#8222;Spiel&#8220; This War Of Mine, dass ich in meiner <a href="https://spieltroll.wordpress.com/2018/10/03/this-war-of-mine/">Review zum Spiel</a> als Kunst bezeichnet habe. Das möchte ich mal als Auslöser für ein paar generelle Überlegungen zum Thema kontroverse Spiele, oder kontroverse Spielethemen nehmen und es mit dem Kunstbegriff verknüpfen, denn die Spiel 2018 scheint mir ein guter Anlass dafür zu sein denn zum einen wird ein weiteres Kontrovers betrachtetes Spiel, <a href="https://www.asmodee.de/news/was-kommt-zum-schluss-holding-on-das-bewegte-leben-des-billy-kerr-angekundigt">Holding On &#8211; Das bewegte Leben des Billy Kerr</a>, dort erscheinen und zum anderen findet dort eine Podiumsdiskussion zum Thema &#8222;Kulturgut Spiel&#8220; statt. Sind Spiele überhaupt ein Kulturgut und dürfen Spiele kontrovers sein?</p>
<p><span id="more-439"></span></p>
<p>Aber fangen wir Vorne an, bei den Spielen. Ab und zu erscheint ein Spiel, und ich habe das Gefühl das es sich in der letzten Zeit häuft, dass für Aufregung und Diskussionsstoff sorgt, weil es sich eines Themas bedient, dass zu schwer, zu gravierend für ein Brettspiel zu sein scheint. Nehmen wir <a href="https://spieltroll.wordpress.com/2018/10/03/this-war-of-mine/">This War Of Mine</a> aus diesem Jahr, dass sich der Thematik des Überlebens während eines Bürgerkrieges witmet. Darf ein Spiel das? Oder ist es dann aufgrund der Thematik kein Spiel mehr.</p>
<blockquote><p><b>Spiel</b> ist eine Tätigkeitsform, <strong>Spielen</strong> eine Tätigkeit, die zum Vergnügen, zur Entspannung, allein aus Freude an ihrer Ausübung ausgeführt werden kann.</p></blockquote>
<p>Nehmen wir diese moderne Definition des Spiels zur Hand, so kann man This War Of Mine wahrscheinlich nicht als Spiel bezeichnen, denn Vergnügen und Entspannung bereitet es einem definitiv nicht. Spannung und Unbehagen trifft es schon eher. Ständig ringt man an der Schwelle des Todes mit den Befindlichkeiten seiner Charaktere und muß mit jeder Aktion dafür sorgen ihr Leid im Krieg ein wenig erträglicher zu machen, sofern das überhaupt möglich ist.</p>
<p>Ziehen wir aber die alte Definition von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johan_Huizinga">Johan Huizinga</a> hinzu, so sieht das Ganze schon anders aus:</p>
<blockquote><p>Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewusstsein des ‚Andersseins‘ als das ‚gewöhnliche Leben‘.</p></blockquote>
<p>Huizinga war Kulturanthropologe und vertrat stets die Meinung, dass das Spiel in den Menschen verankert ist und das Kultur zuerst von Menschen gespielt wird, bevor sie zu dem wird, was sie ist, etwas vom Menschen selbsterstelltes Hervorgebrachtes. Wenden wir das obige Zitat auf This War Of Mine an, so passt das schon besser, denn bis auf die Freude, die er erwähnt passt das ganz gut. Speziell die letzte Passage passt sehr gut, denn wenn man es spielt, ist man sich des Andersseins schon bewusst, für die meisten ist das, was man dort spielt nur auch nicht das &#8222;gewöhnliche Leben&#8220;.</p>
<p>Spiele müssen also nicht unbedingt Spaß machen, manchmal reicht auch das Erleben bestimmter Vorgänge und der spielerische, weil nicht echte Umgang mit ihnen aus, um sie zu definieren. Manche Menschen haben da Skrupel so etwas zu &#8222;spielen&#8220;, vielleicht wäre erleben der bessere Ausdruck, weil es ihnen eben keinen Spaß macht. Vielleicht sind solche Spiele dann aber auch besonders empfehlenswert, weil man mit ihnen Dinge erfahren kann, die sonst unmöglich wären, oder Situationen erfordern in die sich ein Mensch bei gesundem Menschenverstand freiwillig nicht begeben würde.</p>
<p>Weitere Spiele die ich in diese Kategorie stecken würde wären zum Beispiel das Spiel The Manhattan Project, ein Spiel in dem die Mitspieler darum wetteifern das bessere Atomwaffenprogramm auf die Beine zu stellen und letztlich die Atombombe zu bauen. Das Spiel betrachtet das Thema ein satirisch und meint es nicht allzu ernst, aber es mag Zeitgenossen geben, die es anstössig finden so ein Thema spielerisch zu verwerten. Oder nehmen wir Black Orchestra, ein Spiel in dem es darum geht ein Attentat auf einen Menschen zu verüben. Lässt man den Satz so stehen denken sich einige, moralisch nicht ganz ok, aber ist ja nur ein Spiel. Wenn man nun aber weiss, dass man Adolf Hitler töten soll ist das für einige die Legitimation. Moralisch bleibt es ein Dilemma und fragwürdig. Ich möchte an dieser Stelle auch noch Freedom &#8211; The Underground Railroad und Les Poilus/The Grizzled nennen, die beide thematisch kontrovers daherkommen.</p>
<p>Kontrovers und hoffentlich zum Denken anstossen ist auch das SPiel Rescue Polar Bears indem es genau darum geht, nämlich Eisbären zu retten. Das Spiel simuliert das Schmelzen der Eisschollen auf denen Eisbärenfamilien ausharren und irgendwann nicht mehr wissen wo hin, bis sie von den Spielern gerettet werden. Lässt man zuviele von ihnen sterben, so verliert man. Ein Spiel, bei dem man schon beim zuschauen ein mulmiges Gefühl bekommt. Aber in meinen Augen sollte man nicht die Augen davor schließen, soetwas sensibilisiert, veranschaulicht etwas, wahrscheinlich sogar besser, als es Worte tun können.</p>
<p>Spiele können diese Macht haben und um den Bogen zurück zur Kunst zu schlagen möchte ich noch von der Spielerfinderin Brenda Brathwaite berichten, die Spiele unter dem Tenor &#8222;The Mechanic is The Message&#8220; als Kunstprojekte veröffentlicht. Dereinst hatte sie einen Prototyp ihres Spiels Train mit zur GDC (Game Developers Conference) gebracht, um es dort probespielen zu lassen. In dem Spiel geht es darum möglichst Effektiv, möglichst viele Passagiere in Eisenbahnwaggons zu verladen, bevor man das Ziel erreicht. Dort angekommen mußt man noch eine Zielkarte ziehen, um zu erfahren, wie es weitergeht: Dachau, Auschwitz, Bergen Belsen. Judenvernichtung als Spiel. Definitiv Kunst in meinen Augen. Aktionskunst, die ihre Wirkung mit Sicherheit nicht verfehlt hat. So weit gehen die Spiele die ich hier erwähnt habe nicht, aber sie lassen einen schon zweifelhafte Dinge tun, die einen zum Nachdenken anregen. Ich finde es wichtig das es solche Spiele gibt und wünsche mir sogar mehr davon, auch wenn sie nicht unbedingt für einen lustigen Spieleabend taugen, aber man kann diese spielerischen Mittel gerne in Schulen verwenden, um jungen Menschen bestimmte Themen besser zu vermitteln. Warum nicht?</p>
<p>Deshalb ist vielleicht eine Diskussion um das Kulturgut Spiel, was es bisher noch nicht ist, gar nicht so verkehrt. Schauen wir mal wohin das führt. Ich bin gespannt.</p>
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		<title>Erweiterungen &#8211; Ärgernis oder Erfüllung</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2018 15:50:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielgedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Heutzutage kaufst du dir ein neues Spiel und spätestens in einem Jahr gibt es eine Erweiterung dafür. Erweiterungen müssen ja nichts Schlechtes sein, aber es gibt inzwischen so manche Spieleserie, die es wirklich übertreibt. Früher war das irgendwie nicht so. Damals hast du dir ein neues Brettspiel gekauft, es gespielt und dann in dein Regal &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/259" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erweiterungen &#8211; Ärgernis oder Erfüllung“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="1190" data-permalink="https://spieltroll.de/archiv/747/spielgedanken-2" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Spielgedanken" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" class="alignleft size-medium wp-image-1190" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=300%2C256&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="256" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?w=798&amp;ssl=1 798w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" />Heutzutage kaufst du dir ein neues Spiel und spätestens in einem Jahr gibt es eine Erweiterung dafür. Erweiterungen müssen ja nichts Schlechtes sein, aber es gibt inzwischen so manche Spieleserie, die es wirklich übertreibt. Früher war das irgendwie nicht so. Damals hast du dir ein neues Brettspiel gekauft, es gespielt und dann in dein Regal gestellt. Später hast du es zum erneuten Spielen wiedervorgeholt und es war gut so wie es ist. Dann kam Catan und eröffnete der Spielewelt was alles möglich war. Spiele wurden plötzlich modular und erweiterbar. Die Spieleerfinder konnten Ideen auslagern und nach Veröffentlichung an ihren Spielen weiterentwickeln. Die Verlage sahen, wie man Spiele weitervermarkten kann und einige bekamen regelrecht Dollarzeichen in den Augen. Bei all dem muss man kritisch hinterfragen, ob Erweiterungen für den Spieler die Erfüllung seiner Spielerträume sind, da sie seinen Lieblingsspielen immer wieder neue Aspekte hinzufügen, oder ob sie auch zum Ärgernis werden können, da sie Spiele in uncoole Versionen ihrerselbst verwandeln.</p>
<p><span id="more-259"></span></p>
<p>Zugegeben, meine erste Erweiterung, an die ich mich überhaupt erinnere, war eine recht gute. Es war die Erweiterung für Heroquest und sie fügte dem Spiel neue Elemente und vor allem neue Quests hinzu. Das war auch lange vor den schon erwähnten Siedlern. Dann kam im Brettspielsektor lange nichts, an das ich mich erinnern würde. <a href="https://spieltroll.wordpress.com/2018/08/18/klassiker-die-siedler-von-catan/">Die Siedler von Catan</a> schlug dann aber voll zu, erst die 5 &#8211; 6 Spieler Erweiterung, dann die Seefahrer von Catan, dann die 5 &#8211; 6 Spieler Erweiterung für die Seefahrer, dann die Städte und Ritter Erweiterung und, ihr ahnt es schon, auch hierfür die 5 &#8211; 6 Spieler Erweiterung. Zum einen haben wir die Siedler echt gerne und viel gespielt, zum anderen waren wir tatsächlich auch fast immer mindestens fünf Spieler. Aber auch dann war noch nicht Schluss. Die Historischen Szenarien I mussten genauso her, wie das Siedlerbuch und zu guter letzt auch noch das Spinn-off &#8222;Die Siedler von Nürnberg&#8220; und das Siedler-Kartenspiel für zwei Personen natürlich. Auweia, ganz schön viel.</p>
<p>Plötzlich tauchten immer mehr Spiele auf, die nach Erscheinen mindestens eine Erweiterung erhielten. Natürlich war auch nicht bei den Siedlern alles Gold was glänzt, aber die meisten Erweiterungen waren noch sinnvoll. Mit Carcassonne 2001 wurde es dann aber meiner Meinung nach langsam absurd. Für das in seiner Urfassung total einfache und geniale Spiel des Jahres aus dem Jahr 2001 sind bis heute über 40 Erweiterungen erschienen und bis auf einige der ersten, macht keine von ihnen das Spiel, meiner Meinung nach, besser. Anscheinend verkaufen sie sich aber ganz gut, sonst würden nicht immer wieder neue Erweiterungen erscheinen. Alhambra war dann das nächste Spiel zu dem ich mir einige Erweiterungen gekauft habe und auch hier machen sie das Spiel nicht besser, dafür aber länger und komplizierter. Ich spiele Alhambra auch heute noch gerne, aber die Erweiterungen packe ich nicht mehr aus.</p>
<p>Alhambra ist von Queen Games und die haben sich in den letzten Jahren zu wahren Meistern der Erweiterungsveröffentlichungen gemausert. Zu nahezu jedem Spiel, dass zu einem Erfolg geworden ist, werden mehrere Erweiterungen veröffentlicht. Die kleinen Mini-Erweiterungen haben sogar schon einen eigenen Namen bekommen: Queenies. Bei einigen Queen Games Spielen kommt es mir inzwischen sogar so vor, dass sie in unvollständigen Versionen in den Handel kommen, um hinterher mehrere Spielelemente als Erweiterungen nachzuschieben. Nehmen wir mal das von vielen Seiten häufig kritisierte Kingdom Builder. Das Spiel wird als zu seicht empfunden und auch mir kam es beim ersten mal unfertig vor. Ich hatte sofort einige Ideen, die man in das Spiel hätte einbauen sollen, aber das brauchte ich gar nicht, denn in regelmäßigen Abständen erschienen für das Spiel vier weitere große Erweiterungen. Ich kann tatsächlich nur jedem empfehlen, der Kingdom Builder gleich zu Beginn als &#8222;zu wenig Spiel&#8220; abgestempelt hat, das Spiel einmal mit ein oder zwei dieser Erweiterungen zu spielen. Es wird eine bessere, irgendwie stimmigere Spielerfahrung werden. Queen Games bringt dann meist am Ende eines Lebenszyklus eines Spiels auch noch eine Big Box mit allen Erweiterungen heraus, um nochmal abzukassieren. In solchen Fällen finde ich Erweiterungen wirklich nur noch ärgerlich.</p>
<p>Es gibt natürlich auch noch die Sorte von Erweiterungen, die ich als einzige für wirklich sinnvoll erachte und das sind diejenigen, die eine Spielerfahrung nur durch Aspekte bereichern, indem sie einem mehr Auswahlmöglichkeiten bei einem sowieso austauschbaren Spielelement liefern. Soetwas, wie bei den Imperial Settlers, die Völkersets zum Beispiel, die bringen zwar alle auch ein ergänzendes Spielelement mit, ersetzen aber im Grunde nur eins von den Völkern aus der Grundbox und man hat mehr Auswahlmöglichkeiten, welches der Völker man spielen möchte. Ein anderes Beispiel wären neue Spielbretter für Formula De, Smallworld oder Zug um Zug. Diese verändern ein Spiel fast nie komplett, machen die Spielerfahrung aber abwechslungsreicher. <a href="https://spieltroll.wordpress.com/2018/08/04/smash-up/">Smash Up</a> ist ein weiteres gutes Beispiel, bei dem mehr Fraktionen auch mehr Spaß bedeuten.</p>
<p>Mich würde mal interessieren, wie andere Spieler das sehen. Benutzt ihr später noch Erweiterungen, findet ihr das mit den Erweiterungen nicht so inflationär wie ich, oder seht ihr das genauso? Also wenn sich mal jemand hierhin verirrt, wäre ich dankbar für einen Kommentar zu dem Thema.</p>
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		<title>Anleitung aus der Hölle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Aug 2018 14:30:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielgedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[In letzter Zeit kommen mir immer wieder Anleitungen unter, die mich an den Rande der Verzweiflung bringen, oder aber an manchen Redakteuren bei Verlagen zweifeln lassen. Ich meine jetzt nicht das sie fehlerhaft sind und sich irgendwas eingeschlichen hat, was da so nicht rein gehört. Nein. Ich meine das sie so geschrieben sind, das man &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/194" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Anleitung aus der Hölle“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="1190" data-permalink="https://spieltroll.de/archiv/747/spielgedanken-2" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Spielgedanken" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" class="alignleft size-medium wp-image-1190" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=300%2C256&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="256" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?w=798&amp;ssl=1 798w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" />In letzter Zeit kommen mir immer wieder Anleitungen unter, die mich an den Rande der Verzweiflung bringen, oder aber an manchen Redakteuren bei Verlagen zweifeln lassen. Ich meine jetzt nicht das sie fehlerhaft sind und sich irgendwas eingeschlichen hat, was da so nicht rein gehört. Nein. Ich meine das sie so geschrieben sind, das man sich nach dem Lesen fragt, was man da eigentlich gerade gelesen hat. Das mag sich aus dem Munde oder der Feder eines auch nicht gerade begabten Schreibers vielleicht ein wenig komisch anhören, aber als Leser ärgert mich diese mangelnde Sorgfalt beim Bearbeiten oder auch Übersetzen der Texte einfach. Die Verlage wollen für einige Spiele wirklich eine Stange Geld, da sollte zumindest auf sowas Rücksicht genommen werden. Anleitungen werden ja auch häufig von der Spielerschaft unterschätzt. Ich glaube ich habe noch nie jemanden sagen hören: &#8222;Oh die Anleitung siehr aber cool aus!&#8220; oder &#8222;Wirklich schön geschrieben!&#8220;. Lobende Worte hört man eigentlich nur über das Spielmaterial oder das generelle Design.</p>
<p><span id="more-194"></span></p>
<p>Wenn ihr euch jetzt fragt: &#8222;Was labert der Typ da eigentlich?&#8220;, dann kann ich euch auch mit ein paar Beispielen aus der jüngeren Vergangenheit bedienen. Es gab erst in den letzten Wochen zwei Spiele bei denen ich durchaus aus unterschiedlichen Gründen an den Anleitungen gezweifelt habe. Die beiden Spiele von denen ich hier Rede waren <a href="https://spieltroll.wordpress.com/2018/08/04/smash-up/">Smash Up</a> und <a href="https://spieltroll.wordpress.com/2018/09/20/puzzle-strike/">Puzzle Strike</a>. Zufälligerweise sind das beides Spiele die von Pegasus verlegt werden, das soll jetzt keine Pegasus-Kritik werden, im Großen und Ganzen machen die da einen richtig guten Job, aber bei den beiden Spielen sind da echt seltsame Dinge in den Anleitungen passiert.</p>
<blockquote>
<div><em>In deinem Spielzug darfst du immer bis zu 2 freie Karten aus der Hand spielen:</em></div>
<div><em>1 Kreatur oder 1 Aktion oder sowohl 1 Kreatur als auch 1 Aktion.</em></div>
</blockquote>
<p>Zitat aus Smash Up&#8230; Ich darf also zwei Karten spielen, eine Kreatur oder eine Aktion. Klar soweit. Oder aber ich darf eine Kreatur und eine Aktion spielen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich auch bereits das es in dem Spiel nur zwei Sorten Karten gibt nämlich Kreaturen und Aktionen. Macht das dann überhaupt Sinn?  Danach folgt dann übrigens noch ein Satz, der einen auf die richtige Spur zurückbringt. Man darf das ganze in beliebiger Reihenfolge spielen. Das macht den kompletten Satz in der Form dann auch schon fast überflüssig. Hier hätte man einfach beides zusammenfassen können und wäre bei einem verständlichen Ergebnis gelandet.</p>
<blockquote><p><em>Spiele 1 Kreatur und 1 Aktion in beliebiger Reihenfolge. </em></p></blockquote>
<p>So wäre es super. Ist übrigens auch ein Zitat. Aus der selben Anleitung. Geht doch. Der obere klingt halt zu sehr nach wörtlicher Übersetzung aus dem englischen Original und das meinte ich mit Sorgfalt. Bei dem Satz, so wie er im oberen Zitat steht, bleib ich beim lesen und verstehen des Spiels einfach hängen und frage mich: &#8222;Was ist hier los? Was genau wollen sie von mir?&#8220;.  Das ist mir einfach ein Dorn im Auge, weil heutzutage viele Spiele auch echt wirklich viel Geld kosten. Tippfehler, Erratas, alles kein Problem, kann passieren und sind zu verschmerzen. Hier wurde allerdings in meinen Augen schlampig gearbeitet.</p>
<p>Das zweite Beispiel ist für mich sogar noch ärgerlicher, weil es mich dazu gebracht hat die Anleitung wirklich immer wieder zur Seite zu legen und irgendwann wieder von Vorne zu beginnen. Von dem Spiel kann man eh halten was man will und ich werde da vielleicht eines Tages mit viel Muße auch eine Rezension zu schreiben, aber die Anleitung ist echt der wahre Horror und das liegt an den Begrifflichkeiten, die eigens für dieses Spiel erschaffen wurden. Eingedeutschte Anglizismen am laufenden Band und das zum Teil in einem Satz inflationär benutzt.</p>
<blockquote>
<div><em>Führst du den Abwehrcrash mit 1 Crash- oder Doppelcrash-Juwel durch,</em></div>
<div><em>darfst du, wie auch beim Crashen, nur 1 bzw. 2 Juwelen aus dei</em><em>nem Stapel abwehrcrashen.</em></div>
</blockquote>
<p>Geil! Die gesamte Anleitung ist durchzogen von diesen Sätzen. Immer wieder ertappt man sich dabei wie man ein und die gleiche Stelle immer wieder und wieder und wieder ließt. Geht das nur mir so? Ich habe den Satz dann einmal laut vorgelesen und sah in ungläubige Gesichter. Selbst wenn man argumentiert das gehört alles zum Thema dazu, bleibt es dennoch schlecht. Wer es nicht kennt, im Kern ist Puzzle Strike ein gar nicht mal so schlechtes Spiel, das aber total den Anschein erwecken möchte ein Computerspiel zu sein. Das beginnt schon bei den Artworks, der Schrifttype und endet bei den ganzen hippen, oder wie man es sonst nennen will, Begriffen, die einem das komplette Spiel schonmal, bevor man es überhaupt Spielen kann, versauen. Ich habe wirklich versucht, die Anleitung für Puzzle Strike in einem Ruck durchzulesen, aber vielleicht bin ich zu alt und das Spiel ist mir zu modern, ich habe es nicht geschafft. Bitte liebe Verlage verschont die Spielwelt vor solchen Anleitungen aus der Hölle und gebt euch ein bißchen mehr Mühe. Englische Begriffe einzudeutschen funktioniert oftmals sogar recht gut. Was würde bei Puzzle Strike denn dagegensprechen das Juwelen-Orb in die Juwelenkugel umzubenennen? Eben&#8230;</p>
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