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	<title>SdJ1988 &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Portrait &#8211; Klaus Teuber</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2020 18:41:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich mit einer weiteren neuen Kategorie beginnen &#8211; den Autorenportraits. Meiner Meinung nach haben es einige Autoren durchaus verdient, ihr Schaffen ein bißchen näher in den Fokus zu rücken und wie ich über die Jahre festgestellt habe, kann man die Handschrift eines Spieleautoren eindeutig in seinen Spielen wiedererkennen, so dass man wissen sollte, &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/3829" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Portrait &#8211; Klaus Teuber“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Heute möchte ich mit einer weiteren neuen Kategorie beginnen &#8211; den Autorenportraits. Meiner Meinung nach haben es einige Autoren durchaus verdient, ihr Schaffen ein bißchen näher in den Fokus zu rücken und wie ich über die Jahre festgestellt habe, kann man die Handschrift eines Spieleautoren eindeutig in seinen Spielen wiedererkennen, so dass man wissen sollte, was sonst noch so von ihm erdacht wurde, denn es könnte einem gefallen. Den Anfang soll, Mr. Catan himself, Klaus Teuber machen, denn sein Einfluß auf die gesamte Spieleszene war in der Vergangenheit immens. Vielleicht ist er für einige heutzutage nicht mehr ganz so präsent, weil er in den letzten Jahren kaum noch nennenswerte Spiele hervorgebracht hat, aber glaubt mir, vom Ende der Achtziger bis hin zu den frühen 2000er Jahren ist Klaus Teuber einer der bestimmenden Autoren der Brettspielszene und veränderte durch sein Spiel die &#8222;Die Siedler von Catan&#8220; die Welt der Spiele nachhaltig.</p>



<span id="more-3829"></span>



<p>Klaus Teuber wurde am 25. Juni 1952 als Sohn eines Zahntechnikermeisters geboren und übernahm zunächst das familieneigene erfolgreiche Dentallabor, dass bereits in den Dreißiger Jahren von seinem Großvater gegründet wurde. Allerdings war er, laut eigener Aussage, schon immer spielbegeistert und begann zum Ausgleich für seinen stressigen Job damit im heimischen Hobbykeller Spiele zu erfinden. Außerdem knüpfte er viele Bekanntschaften über die Jahre und prägte so in diversen Funktionen die deutsche Spieleszene für einen gewissen Zeitraum.</p>



<p>Begonnen hat alles mit dem Spiel Barbarossa und die Rätselmeister, dass er mit viel Glück beim ASS Verlag unter bringen konnte, die damals eigentlich gar nicht soviel mit Brettspielen zu tun hatten. Mit Barbarossa gewann er im Jahr 1988 bereits den Preis für das Spiel des Jahres und sorgte für einen Überraschungshit. Ich selbst bekam das Spiel zum Geburtstag geschenkt und fand es, wie ich leider gestehen muss, nur solala. Es gefiel mir einfach nicht, weil es mir damals schon zu wenig Spiel enthielt. Das bloße Raten der selbstgekneteten Figuren reichte mir einfach als Konzept damals schon nicht aus. Übrigens etwas, dass sich bei mir bis heute durchzieht. Ratespiele haben es bis heute schwer, mich für sie zu begeistern. Die Menschen hier in Deutschland aber liebten das Spiel und die Auszeichnung tat ihr Übriges zur Verbreitung des Spiels. </p>



<p>Nur zwei Jahre später legte Klaus Teuber nach und veröffentlichte mit Adel verpflichtet einen weiteren Titel, der von der Spiel des Jahres-Jury abgefeiert und zum Preisträger des Jahres 1990 ernannt wurde. Der Spieltroll bekam auch in diesem Jahr dieses Spiel zum Geburtstag geschenkt und ich kann mich tatsächlich noch sehr gut an die erste Partie erinnern, die wir damals vor gähnender Langeweile abgebrochen haben. Danach stand es erstmal recht lange abseits rum und wurde verschmäht, bis wir es aus irgendeinem Grund nochmal rausholten. Diesmal spielten wir eine komplette Partie und es gefiel uns leider immer noch nicht. Wir fanden es schlicht langweilig. Klaus Teuber war zu diesem Zeitpunkt nicht in meiner Gunst. Seine Spiele blieben aber lange in meiner Spielesammlung.</p>



<p>1991 tat er es dann schon wieder und schaffte es mit Drunter &amp; Drüber innerhalb von vier Jahren zum dritten Mal den Titel für das Spiel des Jahres zu gewinnen. Ziemlich faszinierend, aber nach den gezeigten Vorleistungen war das Spiel Drunter &amp; Drüber für mich erstmal nicht interessant genug. Die Spielidee klang wieder so, als würde sie mich nicht begeistern und zudem empfand ich das Spiel als sehr häßlich und unansehnlich. Moment, soll das hier nicht eine Würdigung für einen legendären Spieleautoren werden? Ja, aber zu Beginn begeisterte mich Herr Teuber einfach überhaupt nicht. Drunter &amp; Drüber kaufte ich mir erst viele Jahre später als gebrauchtes Spiel, als ich die fixe Idee hatte meine &#8222;Spiele des Jahres-Sammlung&#8220; zu vervollständigen und was soll ich sagen, dass Spiel ist wirklich tol, macht Laune und gefällt mir bis heute wirklich gut. Leider muss man sagen, ist es bis heute kein schönes Spiel und ich finde das ist ein Klassiker, der mal eine neue Aufmachung verdient hätte. Die englische Version von Mayfair Games &#8222;Wacky Wacky West&#8220; geht da schon in die richtige Richtung ist aber auch noch nicht das Ende der Fahnenstange.</p>



<p>So, Klaus Teuber war erst vor drei Jahren in das Brettspielbusiness eingestiegen und hatte bereits dreimal in kürzester Zeit den bedeutensten Brettspielpreis weltweit abgeräumt, was kann da denn noch kommen? Adel Verpflichtet gewann sogar ganz nebenbei 1990 auch noch den Deutschen Spiele Preis der auf der Messe in Essen verliehen wird. 1992 veröffentlicht Teuber &#8222;Der fliegende Holländer&#8220; und gewinnt diesen Preis erneut. Das Spiel wird von der Spiel des Jahres Jury nicht in Erwägung gezogen. Trotz all des Erfolges, bleibt das Spieleerfinden selbst für einen so erfolgreichen Autor erstmal nur eine Nebenbeschäftigung, ein Hobby mit dem man ein bißchen Geld verdient.</p>



<p>Es folgen sehr turbulente Jahre in seiner Karriere und wer sich das mal selber im kleinsten Detail zu Gemüte führen möchte, der sollte sich Klaus Teubers Buch Mein Weg nach Catan durchlesen. Er gründete mit seinem Freund und Gleichgesinnten Reiner Müller 1993 die Frima TM-Spiele und veröffentlichte selber Spiele. Das ging nur zwei Jahre gut und die Insolvenz drohte, bevor er mit seiner Firma für Simba Toys die redaktionelle Arbeit für die neugegründete Spielemarke des Konzerns Goldsieber übernahm. Auch hier war er im Hintergrund an der äußerst erfolgreichen Arbeit Goldsiebers beteiligt. </p>



<p>In der Zwischenzeit war er als Spielerfinder aber nicht untätig und entwarf seinen wohl größten Erfolg &#8222;Die Siedler von Catan&#8220;, der zum Meilenstein werden sollte. Das Catan bei Kosmos erschien, einem Verlag, der seine Brettspielserie eigentlich einstellen wollte, weil er ebenfalls kurz vor der Insolvenz stand ist dabei reiner Zufall und eine Veröffentlichung bei Goldsieber wäre genauso möglich gewesen. Catan avancierte aber zum Riesenhit und gewann natürlich sowohl den Deutschen Spiele Preis, als auch den Preis für das Spiel des Jahres im Jahre 1995. Catan löste eine neue Brettspielwelle aus und brachte soviele Innovationen mit sich, dass selbst der Rest der Welt sich diesem Spiel nicht entziehen konnte und sogar der Begriff der German Board Games (später Eurogames) von ihm mitgeprägt wurde. Das Spiel verkaufte sich damals und auch heute noch wie geschnitten Brot und sorgte dafür, dass Klaus Teuber seit 1999 hauptberuflich als Spieleautor tätig ist. Zu diesem Zeitpunkt, etwas über zehn Jahre nach dem Startpunkt seiner spielerischen Laufbahn war er jeweils vierfacher Preisträger der beiden wichtigsten deutschen Spielepreise, gewann mit Catan auch im Ausland so gut wie jeden Preis und gewann 1996 und 1997 sogar auch noch zweimal den deutschen Kinderspielpreis für Hallo Dachs und Die Ritter von der Haselnuß. Läuft also bei Herrn Teuber. </p>



<p>Für mich war er zunächst nur ein gewöhnlicher Spieleautor, dessen Spiele mir einfach nicht gefielen, bis Catan erschien, was mir in Punkto Brettspiele ebenfalls die Augen öffnete. Ich war zwar schon immer ein begeisterter Geek, aber ab hier wurde alles anders und das hält für meinen Geschmack bis heute an. Ich weiss nicht ob es der Zeitgeist war, oder seine besondere Kreativität? Aber irgendwas muss er ziemlich richtig gemacht haben, denn seine Spiele gefielen schon immer ziemlich vielen Menschen und nebenbei hat er eines der wichtigsten Brettspiele überhaupt erfunden, dass als Initialzündung für viele Spieleautoren fungiert haben dürfte und die Welt der Brettspiele nachhaltig verändert hat.</p>



<p>Klaus Teuber und seine Söhne haben danach die Marke Catan immerweiter ausgebaut und die Fans haben fast alles, was die Catanwelt zu bieten hat auch mitgetragen. Leider kamen nicht mehr soviele tolle andere Ideen von ihm selber, die viel Beachtung gefunden haben, aber an Catan baute er bis zu letzt.</p>



<p>Klaus Teuber starb am 1. April 2023.  </p>



<p><strong>Bekannteste Werke von Klaus Teuber:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong><a href="https://spieltroll.de/?p=154">Catan</a></strong> (1995)</li>



<li><strong>Catan &#8211; Das Kartenspiel</strong> (1996)</li>



<li><strong>Löwenherz</strong> (1997)</li>



<li><strong>Sternenschiff Catan</strong> (2001)</li>



<li><strong>Die Sternenfahrer von Catan</strong> (1999)</li>



<li><strong>Elasund</strong> (2005)</li>



<li><strong>Adel Verpflichtet</strong> (1990)</li>



<li><strong>Die neuen Entdecker</strong> (2001)</li>



<li><strong>Drunter &amp; Drüber</strong> (1991)</li>



<li><strong>Barbarossa und die Rätselmeister</strong> (1988)</li>
</ul>
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		<title>Spielejahrgang 1988 &#8211; Alternativ Innovativ</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2019 11:11:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diesen Monat habe ich einfach mal ins blaue hinein irgendeinen Jahrgang ausgewählt und mich mit ihm beschäftigt. Die zufällige Wahl fiel auf das Jahr 1988 und wie sich herausstellte kamen jede Menge Erinnerungen wieder hoch, die zu diesem Jahr passten. Vorwegnehmen möchte ich aber, dass 1988 nicht gerade eines der besten Spielejahre war. Überhaupt war &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/2270" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Spielejahrgang 1988 &#8211; Alternativ Innovativ“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Diesen Monat habe ich einfach mal ins blaue hinein irgendeinen Jahrgang ausgewählt und mich mit ihm beschäftigt. Die zufällige Wahl fiel auf das Jahr 1988 und wie sich herausstellte kamen jede Menge Erinnerungen wieder hoch, die zu diesem Jahr passten. Vorwegnehmen möchte ich aber, dass 1988 nicht gerade eines der besten Spielejahre war. Überhaupt war die Auswahl an Spielen in dieser Zeit noch immer recht überschaubar und ist in keinster Weise mit heute oder der Zeit vor ein paar Jahren zu vergleichen. Eine Art kleinen Trend gab es aber schon in diesem Jahr. Man hatte erkannt das Spiele mehr sein können, als das bloße Würfeln eines Würfels mit anschließendem Bewegen einer Figur und so kamen alternative Spielkonzepte in den Spielemarkt und mit Barbarossa und die Rätselmeister wurde sogar eines von ihnen zum Spiel des Jahres ausgezeichnet. So besonders viel damit anfangen, konnte ich damals als Dreizehnjäriger aber noch nichts.</p>



<span id="more-2270"></span>



<p>1988 bewegte die Menschen wahrscheinlich in wahnsinnig vielerlei Hinsicht, große Veränderungen in der Weltpolitik standen bevor, aber die Spielebranche war nicht gerade besonders innovativ oder aufregend. Zumindest nicht bis in dieses Jahr, in dem Spiele wie Barbarossa und Bausack auf sich aufmerksam machten und der Spielerschaft alternative und innovative Spielkonzepte näherbrachte. Der kleine Spieltroll, der schon damals gerne Brettspiele mit seinen Freunden spielte, fand diese Entwicklung, wenn ich mich richtig erinnere allerdings ziemlich doof. Zum Geburtstag gabs das Spiel des Jahres, für das er sich nicht wirklich begeistern konnte und Spiele mit Bausteinen rangen ihm nur ein müdes Lächeln ab. Barbarossa und die Rätselmeister wurde am Geburtstag direkt gespielt und danach nur noch selten angefasst. Ich weiss noch wie enttäuscht ich über das Spiel war, indem man mit Knetmasse irgendwelche Figuren gestalten sollte, die es dann zu erraten galt. Meine Freunde und ich stellten sich als ziemlich unbegabte Knetgummikünstler heraus, wir waren dem Kindergartenalter ja auch schon deutlich entwachsen und fanden das irgendwie uncool. So lagen ständig irgendwelche unförmigen Klumpen in der Mitte, die sich kaum erraten ließen.</p>



<p>Aber schauen wir uns doch wie immer erstmal die Top 10 Boardgamegeekliste aus diesem Jahr an, um zu sehen, welche Spiele sich bis heute als die besten Spiele dieses Jahrgangs herausgestellt haben. Soviel schonmal vorneweg, besondere Großtaten sind in diesem Jahr nicht zu vermelden:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Merchant of Venus</li><li>Set!</li><li>Inkognito</li><li>Full Metal Planète</li><li>Blood Bowl (Second Edition)</li><li>Angola</li><li>Hol´s der Geier</li><li>Scrabble Scattergories</li><li>Super Cluedo</li><li>Ligretto</li></ol>



<p>Uiuiui, da haben wir ja die Creme de la Creme in diesem Jahr am Start! Na ganz so hoffnungslos ist es dann vielleicht doch nicht. Platz eins für Merchant of Venus und das wahrscheinlich sogar zu recht, auch wenn es nur ein recht mittelmäßiges Spiel ist und mir damals, so um 1990 rum alles an Englischkenntnissen abverlangt hat, was ich zur Verfügung hatte. In dieser Zeit hatte ich festgestellt, das die miefigen Spiele, die hier in Deutschland so auf den Markt kommen mir alle irgendwie nicht mehr gefielen. Mein Rollenspielerherz verlangte nach Exotischerem und so schaute ich mich in England und Amerika um und hatte über den ein oder anderen Versandhändler schon so einige wirklich teure Spiele erworben. Das ganze Taschengeld wurde gespart und dann in solche Spiele versenkt. Durch einen Freund kannte ich ein paar Avalon Hill Spiele, die immer sehr interessant aussahen und so beschloß ich Merchant of Venus zu kaufen. Das Spiel kam gefühlt mit 2000 Pappcountern die ich in Ü-Eier-Verpackungen im Spielkarton sortiert aufbewahrte, damit nicht alles durcheinanderflog, denn das Spiel war für mich durch den Preis so eine Art Schatz, den es zu beschützen galt. Leider habe ich das Spiel nur ein paar mal mit Freunden spielen können, da die Regeln uns vor eine üble Herausforderung stellten und die Spieldauer exorbitant lang war. </p>



<p>Inkognito war dann in diesem Jahrgang tatsächlich so eine Art Highlight, zu der ich gleich noch komme und Spiele wie Super Cluedo, was einfach nur die &#8222;Mehr von Allem&#8220;-Variante mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad von Cluedo war, sowie Scrabble Scattegories und Ligretto kannte man schon, aber es waren halt nur Neuauflagen oder keine großen Würfe. Die anderen Spiele kenne ich tatsächlich nicht, bis auf <a href="https://spieltroll.de/?p=1636">Blood Bowl</a>, über das ich hier natürlich ein paar Sätze verlieren muss, weil es in einer der späteren Varianten zu meinen All-Time-Favourites gehört. Die Zweite Edition des Spiels war mein Zugang zu der Welt des Blood Bowl, ohne das es spätere Erlebnisse niemals gegeben hätte. Ich bekam das Spiel im Sommer des Jahres 1989 und kann mich daran noch ziemlich genau erinnern, denn wir waren zwar keine arme Familie, aber meine Eltern konnten sich keine großen Urlaube erlauben und so saß ich im Sommer immer in unserem kleinen Kaff fest, während viele meiner Freunde in den Sommerferien wegfuhren. Ich empfand das gar nicht als so schlimm, aber meine Mutter schenkte mir am Anfang des Sommers immer ein Spiel, das auch richtig teuer sein durfte, damit ich etwas hatte mit dem ich mich im Sommer beschäftigen konnte. 1989 durfte ich mir Blood Bowl aus England bestellen und es war fantastisch. Es war bunt, hatte Miniaturen, es war Fantasy und es ging um Sport&#8230; ich war im Bann und hab in diesem Sommer immer wieder mit diversen Freunden Blood Bowl gespielt und alle hatten Spaß, so dass wir Turniere veranstalteten. Aus heutiger Sicht würde ich keinem empfehlen sich diese Version des Spiels zuzulegen, aber damals war es wirklich toll. Es sei noch erwähnt das Barbarossa in dieser Boardgamegeekliste Platz 11 gewesen wäre.</p>



<p>Aber genug der Erinnerungen, kommen wir nun wie jedesmal zu den beiden wichtigen Spielepreisen. Okay, machen wir es kurz, den deutschen Spielepreis gab es natürlich noch gar nicht, der wurde erst 1990 zum ersten mal verliehen, aber das Spiel des Jahres gab es schon, aber natürlich auch nur mit einem Preis und nicht wie heute mit drei Auszeichnungen. Das Spiel des Jahres war ja, wie schon erwähnt, Barbarossa und die Rätselmeister oder einfach Babarossa, wie es eigentlich überall nur hieß. Klaus Teuber war der Autor der ja nur sechs Jahre später mit <a href="https://spieltroll.de/?p=154">Catan</a> die Spielewelt nachhaltig auf den Kopf stellen sollte. 1988 wurde außerdem zwei Sonderpreise vergeben. Zum einen an das Spiel Sauerbaum, für eine kooperative Spielerfahrung. Hier haben wir also einen der ganz frühen Vertreter kooperativen Spielens und damit passt es in die innovative Zeit. Außerdem hat es einen ökologischen Hintergrund, denn es geht darum gemeinsam einen Baum von sauren Regentropf zu befreien. Das zweite sonderpreiswürdige Spiel ist Inkognito, dass als besonders schönes Spiel ausgezeichnet wurde und das kann ich nur unterschreiben, denn es war mit den vebezianischen Karnevalsfiguren und dem schönen Spielplan eine Augenweide. Außerdem hatte es diesen für damalige Verhältniss coolen Mechanismus mit den farbigen Kugeln in der riesigen Figur, von denen immer drei zum Vorschein kamen. Inkognito war in diesem Jahr eh das bessere Spiel, im Vergleich mit Barbarossa, wenn man mich fragt.</p>



<p>Auf der Empfehlungsliste stand dann schon der Bausack von Zoch, den ich damals nicht zu schätzen wusste, aber das Spiel ist bis heute erhältlich und gehört zu den besten Spielen dieser kreativen Art. Schoko und Co besaß ich sogar selber und erinner mich nur noch daran, dass es um ein Wirtschaftsspiel in einer Schokoladenfabrik ging, aber mehr ist nicht hängengeblieben. Targui hingegen besaß mein bester Kumpel und ich fand das Spiel immer total gut, aber das hab ich auch seit über zwanzig jahren nicht mehr gespielt. Zu den restlichen Spielen auf der Empfehlungsliste kann ich leider gar nichsts sagen, weil ich sie entweder nicht gespielt habe oder gar nicht kenne. Der Vollständigkeit halber seien nur die Namen noch erwähnt: Forum Romanum, Hol´s der Geier, Janus, Loa, Mississippi und Scalino.</p>



<p>Abschließend wie immer meine Empfehlungen für die Ludothek und das ist in diesem Jahrgang wahrlich nicht einfach. Von all den erwähnten Spielen besitze ich keines mehr würde aber Blood Bowl in einer späteren Version auf jeden Fall empfehlen und wenn es aus diesem Jahr ein Spiel in die Ludothek schaffen muss, dann auf jeden Fall der Bausack und als zweite Empfehlung Inkognito. Mehr sollte es aus diesem recht schwachen Jahrgang gar nicht sein. Bis zum nächsten Jahrgang!</p>
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