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	<title>Trajan &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Portrait &#8211; Stefan Feld</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2021 14:06:58 +0000</pubDate>
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<p>Nach zwei Monaten möchte ich mit euch ein weiteres Bild in meiner Autorengalerie bewundern. In diesem Portrait soll es um den deutschen Spieleautoren Stefan Feld gehen, der es immer wieder schafft uns mit seinen Eurogames zu überzeugen. Sein Name steht wie kein anderer in diesem Business für den Begriff des Punktesalats. Etwas, das für viele fast schon ein Synonym für Eurogame ist. Das kommt natürlich nicht von ungefähr, denn Herr Feld agiert in seinen Spielen sehr oft durch sehr viele Möglichkeiten Punkte zu bekommen. Der Name Stefan Feld ist den meisten Leuten dieses Hobbys mit Sicherheit bekannt, aber man muss sich mal vor Augen halten, dass sein erstes Spiel erst 2005 veröffentlicht wurde. Dafür, dass es zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 16 Jahre sind, hat er ziemlich viele, sehr bekannte Spiele auf den Markt gebracht. Über ein paar davon werde ich im Laufe dieses Portraits ein wenig sprechen aber man kann sie natürlich nicht alle nennen. Die Spiele eines Stefan Feld scheinen dabei eine gewisse Qualität zu haben, denn er ist mit nichten jemand, der wie <a href="https://spieltroll.de/?p=5849" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Reiner Knizia</a> zum Beispiel, jedes Jahr zig Spiele veröffentlichen kann, sondern eher nur ein paar, die dann aber fast alle immer große Beachtung finden. Schauen wir uns diesen interessanten Autoren und seine Spiele einmal etwas genauer an.</p>



<span id="more-8473"></span>



<p>Stefan Feld wurde 1970 in Karlsruhe geboren und lebt derzeit in Gengenbach, wo er auch seit 1999 an einem Gymnasium als Lehrer tätig ist. Zunächst unterrichtet er Sport und Physik, wird aber im Jahr 2014 auch Direktor des Instituts. Gengenbach ist ein kleinerer Ort in Baden-Würtemberg, der sich durch seine Nähe zur französischen Grenze auszeichnet. <em>Strasbourg</em> liegt nur wenige Kilometer entfernt und damit wären wir schon bei einem seiner Spiele. Nach eigener Aussage gehörte das Spielen in seiner Familie immer dazu und seine älteren Geschwister erlaubten ihm immer mitzuspielen. Von daher war er wahrscheinlich spielerisch schon immer ein wenig &#8222;vorbelastet&#8220;. Zum Spieleerfinden kam er dann erst im Jahre 1998. Ein Jahr bevor er seinen Job als Lehrer am Gymnasium aufnehmen sollte, nahm er an einem Wettbewerb des Friedhelm Merz Verlages Teil, der die Spielemesse in Essen veranstaltet. Diese riefen Autoren auf, ein Spiel zum Thema Radio zu entwickeln und Stefan Feld nahm daran teil und erreichte den zweiten Platz, welcher ihm einen Motivationsschub gab weitere Spiele zu entwickeln, was er fortan tat. Spiele- und Autorentreffs, sowie Messen wurden besucht und 2005 war es dann soweit. <em>Revolte in Rom</em> wurde sein erstes veröffentlichtes Spiel.</p>



<p>Ein gewisser Michael Menzel illustrierte das Spiel und als absoluter Newcomer gelang es ihm sofort auf der Empfehlungsliste des Spiel des Jahres 2006 zu landen. Ein wirklich erstaunlicher Erfolg. Revolte in Rom wurde von Queen Games veröffentlicht, einem von zwei Verlagen, bei dem Stefan Feld bis heute quasi beheimatet ist. Er veröffentlicht zwar auch bei anderen Verlagen, aber Queen Games und vor allem Alea/Ravensburger haben die meisten seiner Titel herausgegeben. Die nummerierte Alea-Serie wäre ohne ihn wahrscheinlich undenkbar.</p>



<p>Stefan Feld wurde schon des öfteren in Interviews gefragt, wie er zu seinen Spielen findet, was für ihn bei der Spieleerfindung zuerst kommt. <a href="https://spieltroll.de/?p=7679" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bruno Cathala</a> im letzten Portrait nannte grundsätzlich drei verschiedene Ansätze, wie in ihm eine Idee für ein Spiel heranwächst. Das Thema, dass er umsetzen möchte, eine Mechanik die in ihm reifte oder aber ein bestimmtes Spielmaterial, dass ihn dazu anstiftet ein Spiel dazu zu entwerfen. Stefan Feld gibt hier eindeutig die Mechanik als Triebfeder für seine Entwicklung an. Er entwickelt zunächst eine zentrale Mechanik die seine Spiele tragen soll und alles andere würde drumherum entwickelt werden und könnte in verschiedenste Richtungen gehen. Hier ist er überhaupt nicht festgelegt, was zum Beispiel an Spielmaterial noch hinzukommen kann. Das Thema kommt irgendwann später hinzu. Laut seiner Aussage testet er seine Spiele in verschiedenen Gruppen. Er ist außerdem Mitglied in einem Spieleverein, den Offenburger Spielefreunden, bei denen er oft seine neuesten Kreationen ausprobiert.</p>



<p>Schauen wir uns nun mal einige seiner Spiele an. Insgesamt hat Stefan Feld in diesen bisher &#8222;erst&#8220; 16 Jahren über 30 Spiele veröffentlicht. Schaut man sich die Boardgamegeek Spielerangliste an befinden sich zur Zeit 18 seiner Veröffentlichungen unter den Top 1000 Spielen. Das ist eine wahnsinnig starke Quote und spricht für die spielerische Qualität und die Beliebtheit seiner Spiele. Wobei man sagen muss, dass er eigentlich wirklich nur gute und sehr gute Jahre mit seinen Spielveröffentlichungen hatte. Rund um seine neue Tätigkeit als gymnasialer Direktor ist ein Knick zu erkennen. Eine Phase in der er weniger Spiele und weniger erfolgreiche Spiele veröffentlicht hat. Aber in den letzten Jahren nimmt er wieder an Fahrt auf. Im Jahr 2011 gelingt ihm ein ganz besonderes Kunststück. Bei der Wahl zum Deutschen Spielepreis landen drei seiner Spiele aus diesem Jahrgang  unter den ausgezeichneten zehn Spielen. Platz 2 erreicht <a rel="noreferrer noopener" href="https://spieltroll.de/?p=5395" target="_blank">Die Burgen von Burgund</a>, Platz 9 <em>Luna</em> und Platz 10 belegt <em>Strasbourg</em>. Zwei Jahre später wiederholt er dieses Kunststück mit <em>Brügge</em> auf Platz 3, <em>Bora Bora</em> auf Platz 4 und <em>Rialto</em> auf Platz 9 ein weiteres mal. Zwei richtig starke Jahre für den Autoren Stefan Feld.</p>



<p>Er kann den Deutschen Spielepreis zwar nie gewinnen, aber weitere seiner Spiele erreichen sehr gute Platzierungen. Gleich sein Erstlingswerk <em>Revolte in Rom</em> kommt 2006 auf den 10.Platz. 2007 gelingt ihn sein erster zweiter Platz mit <em>Notre Dame</em>, 2008 folgt Platz 4 mit <em>Im Jahr des Drachen</em> und 2010 Platz 8 mit <em>Macao</em>. Im Jahr 2012 muss man noch ein weiteres Spiel hervorheben, dass ihm zum dritten Mal die zweite Platzierung einbringt. <em>Trajan</em> sorgt für einigen Wirbel und wird auch ein internationaler Erfolg. Es gewinnt den Gamers Choice Award in der Kategorie Multiplayer. </p>



<p>Auch beim wichtigsten Spielpreis dem Spiel des Jahres hat er einige Erfolge zu verzeichnen, kann aber auch diesen so wichtigen Preis bisher nicht gewinnen. Insgesamt fünfmal landet er auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres. 2006, wie bereits erwähnt, mit <em>Revolte in Rom</em>, 2007 mit <em>Notre Dame</em>, 2008 mit <em>Im Jahr des Drachen</em> und 2011 mit <em>Die Burgen von Burgund</em> und <em>Luna</em>. Im selben Jahr wird auch zum ersten mal eine Kennerspiel ausgezeichnet und es zeigt sich, das Felds Spiele in dieser Kategorie besser aufgehoben sind. Für diesen Preis wurde er seitdem ganze dreimal nominiert. Im Jahr 2011 wurde <em>Strasbourg</em>, 2013 <em>Brügge</em> und 2019 <a href="https://spieltroll.de/?p=2348" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Carpe Diem</a> nominiert.  Jede Menge Anerkennung also für seine Spiele.</p>



<p>Eine ganz besondere Bedeutung kommen seinen Titeln in der Alea Spieleserie zu. Diese Serie umfasst bisher 18 Titel und sieben davon stammen von ihm. Alea hat einen Reebot angekündigt und veröffentlicht seit eingier Zeit neue Version der alten Klassiker und versucht sie ein wenig aufzuhübschen, nachdem <em>Carpe Diem</em> durch sein abschreckendes Äußeres und seine schlechte redaktionelle Bearbeitung, die im Jahr 2018 wirkte als würde das Spiel aus dem Jahr 1998 stammen, für einiges an Aufsehen sorgte. Der Effekt wurde durch die direkte Konkurrenz zum Kennerspielpreis noch verstärkt. Der Gewinner Flügelschlag sah in allen Belangen besser aus, verfügte über wertigeres Material und auch die redaktionelle Bearbeitung war auf einem anderen Niveau. Der Markt hat sich deutlich verändert und <em>Carpe Diem</em> konnte dort nicht mithalten. Spielerisch ist das Spiel allerdings alle erste Sahne und gehört zu meinen Lieblings Feldspielen.</p>



<p>Stefan Feld gehört für mich leider in die Kategorie, der Autoren, die ich erst recht spät für mich entdecken konnte. Seine Hauptzeit rauschte wegen meiner Abstinenz vom analogen Spielesektor fast komplett an mir vorbei. Ich kann mich daran erinnern mal <em>Notre Dame</em> gespielt zu haben, aber danach wird es düster. Leider hat <em>Notre Dame</em> auch keine großen Spuren hinterlassen, so dass ich es aus meiner heutigen Sicht nicht mehr beurteilen kann. Ich habe viele Spiele von Stefan Feld erst in den letzten Jahren kennenlernen dürfen und bin immer noch dabei seine Spiele zu entdecken. Leider sind viele der älteren Titel auch nicht mehr verfügbar, so dass ich auf neue Veröffentlichungen warte. <em>Die Burgen von Burgund</em> gehört aber zu meinen absoluten Lieblingstiteln und in diesem Moment, denke ich daran, dass es mal wieder Zeit wird eine Partie zu spielen. Seine Titel fordern mich rein spielerisch. Wenn ich einen Titel von Feld spiele, ist mir das Thema nahezu egal, ich möchte seine tollen Mechaniken ausreizen, die im Hintergrund schlummern und von jeder Menge Beiwerk geschmückt werden, dass dazu dient Punkte zu machen. Ich teile die Auffassung das er wirklich viele Spiele macht, die man als Punktesalt auffassen kann, aber im positivsten Sinne finde ich das bei ihm richtig toll. Er gibt mir als Spieler viele Möglichkeiten zum Punkten und alles macht in seinen Spielen trotzdem Sinn und ist verzahnt. Es gibt auch viele Beispiele von anderen Autoren, die das einfach nicht hinbekommen. Dort macht man viele unzusammenhängende Dinge, die mit Punkten belohnt werden, dieses Gefühl habe ich bei Felds Titeln allerdings nie. Stefan Feld gehört für mich deshalb zu den ganz großen seiner Zunft und ich erwarte noch richtig viele tolle Spiele von ihm.</p>



<p><strong>Bekannteste Werke von Stefan Feld:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong><a href="https://spieltroll.de/?p=5395" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Burgen von Burgund</a></strong> (2011)</li><li><strong>Trajan</strong> (2012)</li><li><strong>Bora Bora</strong> (2013)</li><li><strong>Brügge</strong> (2013)</li><li><strong>Notre Dame</strong> (2007)</li><li><strong>Im Jahr des Drachen</strong> (2008)</li><li><strong>Macao</strong> (2010)</li><li><strong><a href="https://spieltroll.de/?p=2348" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Carpe Diem</a></strong> (2018)</li><li><strong>Amerigo</strong> (2013)</li><li><strong>Aqua Sphere</strong> (2014)</li><li><strong>Bonfire</strong> (2020)</li><li><strong>Luna</strong> (2011)</li><li><strong>Das Orakel von Delphi</strong> (2016)</li><li><strong>Die Speicherstadt</strong> (2010)</li><li><strong>La Isla</strong> (2014)</li><li><strong>Strasbourg</strong> (2011)</li><li><strong>Merlin</strong> (2017)</li><li><strong>Forum Trajanum</strong> (2018)</li></ul>



<p></p>



<p> </p>
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		<title>Spielejahrgang 2011 &#8211; Wunder in Schubladen</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jul 2019 08:28:05 +0000</pubDate>
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<p>Nach 1988 mach ich mal wieder einen Sprung in die neuere Zeit der Spielehistorie und möchte das Jahr 2011 beleuchten. Insgesamt ein durchaus gutes Jahr mit einigen Spieleklassikern, die bis heute jede Menge Fans haben. Erwähnenswert für das Jahr 2011 ist auf jeden Fall die neue Kategorie bei der Spiel des Jahres Verleihung, denn es wurde zum ersten Mal das Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet und da komm ich dann zum Titel dieses Artikels. Damit erhöht der Spiel des Jahres e.V. die Anzahl der Schubladen auf drei, in die ein Spiel gesteckt werden kann. Meiner Meinung wird der e.V. damit der wachsenden Anzahl Spiele und Spieler gerecht, die sich nicht mit den anderen Kategorien erfassen lassen. Ich finde sogar, dass sie noch einen weiteren Preis für die Expertenspiele vergeben sollten, denn der Anteil dieser Spiele wächst auch stetig. Aber darüber lässt sich bestimmt vortrefflich diskutieren.</p>



<span id="more-2519"></span>



<p>Für mich persönlich fällt das Jahr 2011 in meine längste Spiele-Abstinenzphase. Zwischen 2010 und 2015 habe ich nur vereinzelt mal ein Brettspiel gespielt und über die meisten Neuheiten habe ich mich zwar informiert, aber selten etwas gekauft. Andere Sachen waren in dieser Phase meines Lebens einfach wichtiger. Inzwischen nehmen Spiele aber wieder einen großen Stellenwert in meinem Leben ein und nicht zuletzt deswegen gibt es diesen Blog. Die fehlenden Jahre habe ich aber, so gut es geht, versucht nachzuholen, dennoch befinden sich große Lücken in meiner persönlichen Historie aus dieser Zeit. Nehmen wir zum Beispiel das Kennerspiel des Jahres 2011: 7 Wonders. Ich habe es noch nie als Brettspiel besessen, geschweige denn als Brettspiel gespielt, aber ich besitzte die App auf dem Smartphone und finde es großartig. Gerne hätte ich es mir auch schon zugelegt, sehe aber die Notwendigkeit nicht, da ich mich selten mit sovielen Leuten zum Spielen treffe. Den Kennerspielpreis hat es aber völlig zurecht bekommen und nicht nur das, auch der Deutsche Spiele Preis geht zurecht an 7 Wonders.</p>



<p>Zunächst wenden wir uns aber mal wieder den 10 besten Spielen laut Platzierung von Boardgamegeek zu, denn auch da findet sich so einges Erwähnenswertes:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Die Burgen von Burgund</li><li>Mage Knight Brettspiel</li><li>Eclipse</li><li>Trajan</li><li>A Game of Thrones Brettspiel (2nd)</li><li>Ora et Labora</li><li>Herr der Ringe: Das Kartenspiel</li><li>Village</li><li>Sekigahara: The Unification of Japan</li><li>Dungeon Petz</li></ol>



<p>Eines der Spiele finden wir in diesem Jahrgang sogar auf allen drei Listen wieder, denn die Burgen von Burgund, das Topspiel 2011 von BGG findet sich sowohl auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres, als auch auf dem zweiten Platz des Deutschen Spiele Preises wieder. Die drei nachfolgenden Plätze in der BGG-Liste habe ich tatsächlich alle noch nie gespielt, aber natürlich habe ich von ihnen gehört und über sie recherchiert. Mage Knight habe ich mal eine Zeit lang als Miniaturenspiel gespielt, nachdem ich bei einem Preisausschreiben eines Gamingladens drei Figurenpackungen gewonnen hatte und fand das System immer interessant, konnt eaber nie mehr Leute überreden es zu spielen. Das Brettspiel zu A Game of Thrones habe ich tatsächlich in der Urversion einmal geespielt und fand das gar nicht so schlecht, kann mich aber tatsächlich an keine Einzelheiten mehr erinnern. Alle weiteren Spiele mit Ausnahme von Sekigahara, das mir wirklich gar nichts sagt, habe ich schon gespielt, oder besitze sie, wie im Fall von Village, dem Herr der Ringe Kartenspiel und Dungeon Petz sogar. Village startet im nächsten Jahr richtig durch und das Herr der Ringe Kartenspiel ist das erste LCG von Fantasy Flight in der heutigen Form, davor gab es zwar schon das Call of Cthulhu Kartenspiel und auch eine Game of Thrones Version, aber das hatte noch mehr mit herkömmlichen Trading Card Games zu tun als dem marketingtechnisch cleveren LCG-Format.</p>



<p>Allerdings finde ich, dass es in diesem Jahr noch weitere erwähnenswerte Spiele gab, die sich in den Top Ten nicht wiederfinden. Risk Legacy von Rob Daviau zum Beispiel, dass das Thema Legacyspiele erst auf die Bildfläche brachte, stammt aus dem Jahr 2011. Für mich persönlich bleibt auch immer noch Blood Bowl Team Manager, dass ich bis heute gerne ausprobieren möchte, aber es leider nie geschafft habe. Wer mch kennt, weiss das ich einen riesiger Blood Bowl Fan bin.  Weitere Spiele wie Kingdom Builder, Freitag, King Of Tokyo und Takenoko, sollten ebenfalls nicht unerwähnt bleiben, erblicken sie doch im Jahr 2011 das Licht der Welt. Kingdom Builder sorgt im Jahr 2012 für eine größere Kontroverse und ich werde im entsprechenden zukünftigen Artikel darauf eingehen. Freitag ist für viele Fans bis heute eines der besten Solospiele überhaupt und King Of Tokyo, von Richard Garfield, wird in vielen Toplisten immer wieder gerne genannt.</p>



<p>Beim Spiel des Jahres e.V. stand in diesem Jahr alles im Zeichen des Kennerspielpreises, der zum ersten Mal verliehen wurde und daher jede Menge Aufmerksamkeit auf sich zog und mit 7 Wonders, wie bereits erwähnt, einen würdigen Preisträger hatte. Aber es gab ja wie immer auch noch das Spiel des Jahres und das war 2011 Qwirkle. Ein Spiel, dass ich bis heute nicht ein einziges Mal gespielt habe. Schande über mich. Es hat mich einfach in den Jahren danach nie wirklich angesprochen, auch wenn meine Frau ein paar Mal überlegt hatte es zu kaufen. Wenn man sich allerding anschaut in wie vielen Versionen mit unterschiedlichen Franchises es Qwirkle auf den Markt geschafft hat, muss es ein wahnsinnig erfolgreiches Spiel gewesen sein. Allerdings ist die Urversion bereits 2006 in den USA erschienen und gewann dort bereits Preise. 2010 wurde es durch Schmidt Spiele veröffentlicht und erhielt den Preis für das Spiel des Jahres im Jahr 2011. Mit Qwirkle wurden zwei weitere Spiele nominiert und bei ihnen handelte es sich um Asara und Die verbotene Insel. Für beide Spiele habe ich mich damals mehr begeistern können, habe aber bis heute keines von beiden je gespielt. Nochmal Schande über mich. </p>



<p>Die Empehlungsliste ist dann auch in diesem Jahr mit vielen Spielen gespickt, von denen ich manchmal noch nie etwas gehört habe. Natürlich stehen die Burgen von Burgund darauf, obwohl ich die ehr beim Kennerspiel erwartet hätte, die in diesem Jahr aber noch keine eigene Empfehlungsliste haben und deshalb vielleicht einfach mit auf dieser stehen. Von Luna, Mondo, Geistesblitz und Uluru habe ich zumindest gehört oder gelesen, aber der Rest sagt mir absolut gar nichts. Das muss ein Indiz dafür sein, dass ich in diesem Jahr nicht aktiv gewesen bin. Der Vollständigkeit halber will ich sie aber wenigstens erwähnen: Blockers!, Freeze, Safranito, Skull &amp; Roses und Sun, Sea &amp; Sand standen noch mit auf der Liste.</p>



<p>Auch das Kennerspiel hatte zwei Mitnominierte, die ich aber im nachhinein als chancenlos betrachte, denn Lancaster und Strasbourg sind zwar beides keine schlechten Spiele, aber gegen 7 Wonders mit seiner komplexen Einfachheit und dem schönen schnellen Mechanismus für bis zu sieben Spieler haben sie, meiner Meinung nach, keine Chance.</p>



<p>Der Deutsche Spielepreis ist da wie immer etwas prominenter besetzt und geht wie bereits erwähnt ebenfalls an 7 Wonders. Völlig zurecht stehen die Burgen von Burgund hier aber auf Platz zwei, erfreuen sie sich doch bis heute einer großen Beliebtheit unter den Brettspielfans. Der dritte Platz des Treppchens geht an Troyes, dass ich leider auch noch nie gespielt habe, aber auf jeden Fall noch nachholen werde. Der Rest ist bis auf Navegador und Pantheaon aber bereits beim Spiel des Jahres schon erwähnt : Asara, Mondo, Lancaster, Luna und Strasbourg finden sich auch hier wieder und unterstreichen ihre Bedeutung.</p>



<p>Für die Spielegeschichte sind aber aus diesem Jahr vor allem 7 Wonders und das nebenbei erwähnte Risk Legacy relevant. Ohne Risk Legacy hätte es wahrscheinlich keine Überlegungen gegeben das Legacy Prinzip auf andere Spiele zu übertragen. Ein Pandemic Legacy hätte es wohl nie gegeben und das gilt ja bis heute als eines der besten Spiele aller Zeiten. Es gibt natürlich bis heute weiterhin viele Kritiker, aber sie sind nicht mehr so laut wie früher. Auch ich habe es früher sehr kritisch gesehen, mich aber eines besseren belehren lassen. Zu 7 Wonders habe ich schon genug gesagt, aber es ist nicht nur relevant, da es das erste Kennerspiel war und ist, sondern eben auch, weil es diesen sehr einfachen, aber gut durchdachten Mechanismus sein eigen nennt, der durch seine vielen Punktemöglichkeiten bis zu sieben Mitspieler gleichermaßen in einem Spiel mit einer sehr kurzen Downtime und Spielzeit zu fesseln vermag  und das sucht bis heute Seinesgleichen.</p>



<p>Zum Abschluß wie immer eine Einschätzung meinerseits, welche Spiele man aus dem Jahr 2011 in seiner Ludothek haben sollte. Zu allererst ist dort natürlich 7 Wonders zu nennen. Aus meiner Sicht aber auch definitiv noch Die Burgen von Burgund von Stefan Feld, das zum besten gehört, was der Kennerspielbereich hergibt. Ansonsten würde ich hier nur noch Takenoko empfehlen, welches für mich zu den besten Familienspielen überhaupt gehört und definitiv einen Platz in einer ausgewählten Ludothek haben sollte. Für diejenigen, die es nicht kennen, es geht um das Zusammenspiel eines japanischen Gartens mit einem gefräßigen Pandabär und macht sowohl optisch, als auch spielerisch, so einiges her. Den Rest kann man ignorieren, tue ich ja durch meine Untkenntnis auch. Schande über mich.</p>
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