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	<title>SdJ2009 &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Spielejahrgang 2009 &#8211; 10 Jahre klüger</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2019 12:39:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich würde gerne mal ein bißchen in die Vergangenheit Blicken, denn in der intensiveren Beschäftigung zur Vorbereitung auf meinen Blog habe ich meine eigene Spielehistorie aufgearbeitet und so einiges festgestellt. Wie ich zum Beispiel schon in dem ein oder anderem Klassiker-Review festgestellt habe, sind manche Spiele nicht unbedingt gut gealtert, obwohl sie auf die Entwicklung &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/1649" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Spielejahrgang 2009 &#8211; 10 Jahre klüger“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Ich würde gerne mal ein bißchen in die Vergangenheit Blicken, denn in der intensiveren Beschäftigung zur Vorbereitung auf meinen Blog habe ich meine eigene Spielehistorie aufgearbeitet und so einiges festgestellt. Wie ich zum Beispiel schon in dem ein oder anderem Klassiker-Review festgestellt habe, sind manche Spiele nicht unbedingt gut gealtert, obwohl sie auf die Entwicklung der Spiele einen immensen Einfluß gehabt haben und in meiner Erinnerung auch total super Spiele waren und sind, aber dennoch wirken sie mitunter nicht mehr ganz so frisch wie früher. Bei den <a href="https://spieltroll.de/?p=154">Siedlern von Catan</a>, oder Catan, wie es ja nun heißt, ist mir das am extremsten im Kopf geblieben. Das Spiel habe ich früher geliebt und heute wirkt es auf mich einfach nicht mehr ganz so gut wie damals. Spiele haben sich halt sehr extrem weiterentwickelt und wir sind da auch noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. So entstand zumindest die Idee sich mit einzelnen Spielejahrgängen auseinander zu setzen. Zu Beginn, dachte ich mir, schaue ich einmal nur zehn Jahre zurück ins Jahr 2009.</p>



<span id="more-1649"></span>



<p>Es war tatsächlich nur in einer Hinsicht ein besonderes Spielejahr. Wahnsinnig viele tolle Spiele gab es in diesem Jahr nicht zu vermelden, denn ein einziges Spiel dominierte (haha!) dieses Jahr wie kein anderes: <a href="https://spieltroll.de/?p=1600">Dominion</a>. Zum ersten mal die große Bühne betrat Dominion bereits ein Jahr zuvor in den USA, aber 2009 kam es nach Deutschland und überall hörte man in diesem Jahr nur von diesem einen Spiel das über Hans im Glück vertrieben wurde. Ich habe ja erst vor kurzem ein Klassikerreview zu Dominion veröffentlicht, deshalb werde ich mich hier jetzt nicht wieder groß und breit über die Relevanz für die Spielhistorie auslassen, aber im Nachhinein betrachtet war in diesem Jahr der Staartschuß für die große Deck-Building-Welle. Bis heute sind unzählige weitere Spiele erschienen, die einen Deckbuilding-Mechanismus verwenden und modifizieren. Kaum zu glauben, dass man diesen Mechanismus vorher so gar nicht kannte.</p>



<p>Dominion schlug in diesem Jahr in Europa ein wie eine Bombe und es wurde wahnsinnig viel gespielt, aber diese Dominanz macht es vielen anderen Spielen in diesem Jahr nicht so leicht. Ich habe mir mal die riesige Datenbank von <a href="https://www.boardgamegeek.com/">Boardgamegeek</a> zu Gemüte geführt und mir die Mühe gemacht die 10 bestplatziertesten Spiele aus dem Jahr 2009 zu ermitteln. Schauen wir uns die einmal an:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Dominion -Die Intrige</li><li>Chaos in the Old World</li><li>Jaipur</li><li>Hansa Teutonica</li><li>Steam</li><li>Cyclades</li><li>Imperial 2030</li><li>Der Widerstand</li><li>Dungeon Lords</li><li>Small World</li></ol>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="283" data-attachment-id="1041" data-permalink="https://spieltroll.de/dsc_0248-3" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0248.jpg?fit=2223%2C2100&amp;ssl=1" data-orig-size="2223,2100" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;D6503&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1543664086&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.03125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Klassiker &amp;#8211; Dominion" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Klassiker &amp;#8211; Dominion&lt;/p&gt;
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<p>Okay, man muss sagen, da ist schon noch ein wenig was dabei, an das man sich erinnern müsste. Aber die Liste wird auch hier von Dominion angeführt, zwar ist es das zweite Set Intrige, weil das Erscheinungsdatum des Originals ja schon im Jahr davor war, aber auch das macht nur umso deutlicher, wie sehr Dominon in dieser Zeit verbreitet war. Chaos in the Old World ist mir persönlich gar nicht bekannt, obwohl es von Eric M Lang ist und auf Warhammer Fantasy basiert, was ich eine Zeit lang recht intensiv gespielt habe. Die wichtigsten Titel mit denen man sich aber auch heute noch beschäftigen kann und vielleicht auch muss, sind wahrscheinlich Jaipur, Dungeon Lords und Small World.</p>



<p>Jaipur ist meiner Meinung nach eines der besten 2-Personen-Spiele überhaupt und jeder der gerne ein schönes kleines Spiel haben möchte, dass man immer mal wieder mit nur einer weiteren Person spielen möchte, sollte sich Jaipur zulegen. Es geht um den Handel mit Waren und deren Wert in Tauschgeschäften. Ein wirkliches Kleinod, dass auch heutzutage nichts von seiner Faszination verloren hat. Dungeon Lords ist ein schön witziges, mittelkomplexes Spiel von Vladaa Cvatil und zog mit Dungeon Petz auch einen heute noch sehr beliebten Nachfolger nach sich. Small World von Days Of Wonder wird bis heute mit Erweiterungen unterstützt und ist ein faszinierend einfaches und interessantes Spiel, das ich aber bis heute nicht in meinem Besitz hatte, wenn man von der Umsetzung als Videospiel einmal absieht. Die restlichen Spiele sind alle Kinder ihrer Zeit und die meisten haben sich nicht bis heute gehalten.</p>



<p>In Deutschland gibt es ja zwei wichtige Spielepreise und bei denen sah es in diesem Jahr nicht anders aus. Dominion gewann sowohl den Preis für das Spiel des Jahres 2009, als auch den Deutschen Spiele Preis. Ein Kunststück das nicht allzu vielen Spielen gelingt, aber es kommt vor. Beide Preise sind in ihrer Grundausrichtugn ein wenig unterschiedlich, was es umso bemerkenswerter macht, wenn ein Spiel beide Preise einsackt. Allerdings kann man es auch so deuten, dass es einfach nicht genügend Spiele gab, um beide Preise ausreichend zu bedienen. Der Preis für das Spiel des Jahres ist ein wenig familienorientierter, was ihn für die breite Masse attraktiver macht, während der Deutsche Spielepreis für Erwachsenen und Familienspiele steht und somit eher in die nennen wir sie mal &#8218;Gamer&#8216;-Richtung tendiert.</p>



<p>Auf der Nominierungsliste für das Spiel des Jahres standen in diesem Jahr noch vier weitere Titel. Zwei davon sind tatsächlich komplett an mir vorbei gegangen, wahrscheinlich habe ich zuviel Dominion gespielt. Fauna und Finca kenne ich tatsächlich nur vom Namen her. Das Spiel Fits befindet sich nach wie vor in Familienbesitz und war ein Versuch Tetris als Brettspiel kompetetiv umzusetzen und als viertes im Bunde natürlich Pandemie, wenngleich das bei Boardgamegeek natürlich auch wieder fehlt, denn in Amerika kam es ein Jahr zuvor in den Handel. Pandemie schlug damals auch Wellen und wurde als heißer Kandidat gehandelt. Das Spielprinzip war zu der Zeit auch irgendwie neu, aber ich fand es damals schon ein wenig zu abhängig von der Verteilung der Seuchenwürfel. Aber auch darüber will ich mich hier nicht schon wieder auslassen.</p>



<p>Die Empfehlungsliste für das Spiel des Jahres können wir mal gleich vergessen, auf ihr befand sich in diesem Jahr, meiner Meinung nach, nicht ein einziges erwähnenswertes Spiel. Der Deutsche Spielepreis gibt keine Nominierungslisten und Empfehlungslisten heraus, bei ihm gibt es immer eine Liste der 10 Besten Spiele und dort lag in diesem Jahr Dominion auf Platz 1. Auf den Plätzen zwei und drei folgten dann zwei Spiele aus dem Jahr 2008 mit Le Havre und Pandemie. Le Havre von Uwe Rosenberg erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Fauna und Finca sind auch auf dieser Liste vertreten, was mich ja schon fast dazu bewegt, mich mal mit diesen Spielen zu beschäftigen. Small World schafft es bei diesem Preis übrigens ebenfalls genannt zu werden und landet auf einem sehr guten fünften Platz.</p>



<p>Scheint so, als hätte ich mir ein nicht ganz so interessantes Spielejahr ausgesucht, um mir ein paar Gedanken darüber zu machen. Dominion hier, Dominion da, Dominion überall! Jetzt aber mal ernsthaft, wer von euch noch nie Dominion oder einen Deck-Builder gespielt hat, der hat wirklich was verpasst. Auch Dominion ist heutzutage nicht mehr ganz so frisch, aber gespielt sollte man das schon haben und so lauten meine Empfehlungen von Spielen aus dem Jahr 2009 für euch auch Dominion, Jaipur, Small World und Pandemie. Das reicht an guten Werken für eure Ludothek aus diesem Jahr. Oder seht ihr das anders? Wenn ja, rein in die Kommentare&#8230;</p>
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		<title>Klassiker &#8211; Dominion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2019 13:37:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In meiner kleinen Reihe der Klassiker der Spielegeschichte soll es heute um einen noch recht neuen Vertreter gehen. Dominion ist sozusagen ein moderner Klassiker, denn die Originalausgabe auf Englisch ist erst im Jahr 2008 erschienen und die deutsche Version feiert in diesem Jahr ihren 10-jährigen Geburtstag. In dieser Kategorie stelle ich Spiele vor, beziehungsweise schreibe &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/1600" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Dominion“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="798" height="680" data-attachment-id="1199" data-permalink="https://spieltroll.de/klassikerdominion" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerDominion.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="KlassikerDominion" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Dominion / Foto: Spieltroll&lt;/p&gt;
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<p>In meiner kleinen Reihe der Klassiker der Spielegeschichte soll es heute um einen noch recht neuen Vertreter gehen. Dominion ist sozusagen ein moderner Klassiker, denn die Originalausgabe auf Englisch ist erst im Jahr 2008 erschienen und die deutsche Version feiert in diesem Jahr ihren 10-jährigen Geburtstag. In dieser Kategorie stelle ich Spiele vor, beziehungsweise schreibe meine Meinung zu Spielen auf, von denen ich denke, dass sie ein jeder einmal ausprobiert haben sollte, oder solche, die für bestimmte Genres etwas ganz besonderes darstellen. Dominion punktet hier gleich in beiden Kategorien, denn ich bin der Meinung, wer dieses Meisterwerk von Donald X. Vaccarino noch nie gespielt hat, sollte definitiv etwas nachholen und Dominion brachte eine neue Spielmechnik, das Deck-Building, massentauglich auf den Spielemarkt, die heute gar nicht mehr wegzudenken ist. Es hat also auch Spielhistorisch eine gewisse Relevanz.</p>



<span id="more-1600"></span>



<p>Zunächst wieder ein kleiner Überblick über das Spiel für die wenigen, die noch nie etwas von Dominion gehört haben. In Dominion geht es den Spielern darum, ihren eigenen Herrschaftsbereich auszubauen und gegen die anderen Spieler zu siegen, indem sie das größte Herrschaftsgebiet ihr eigen nennen. Zu Beginn des Spiels, stehen den Spielern nur begrenzte Geldressourcen und kleinere Ländereien zur Verfügung. Durch den Bau von Märkten, Dörfern oder zahlreichen anderen Gebäuden, wächst ihr Einfluss, Reichtum und Punktekonto an, so dass am Ende der mächtigste gewinnt.</p>



<p>Diese Prämisse klingt zunächst einmal nach einen Worker-Placement-Spiel oder einem strategischen Area-Control-Titel, aber weit gefehlt, bei Dominion handelt es sich um ein reines Kartenspiel ohne Brett und Spielsteine. Zumindest in der Urversion, später werden mit Erweiterungen Spielertableaus, Münzen und Marker folgen. Dabei ist das gesamte Spiel so einnfach, das eine Kurzspielregel auf einen Bierdeckel passt, was aber nicht heißt, dass Dominion ein simples Spiel ist.</p>



<p>Bei Spielbeginn erhält jeder Spieler einen Satz von zehn Karten, drei davon sind sogenannte grüne Punktekarten, die nichts anderes tun, als für das Spielende jeweils einen Siegpunkt wert zu sein. Die anderen sieben Karten sind Geldkarten, in diesem Fall Kupfer, das jeweils ein Geldeinheit darstellt. Die Spieler mischen diese Karten und ziehen jeder die obersten fünf davon. Den Rest legen sie verdeckt als Nachziehstapel vor sich. Diese Karten bilden das Deck eines jeden Spielers. In der Mitte wird eine Auslage bereitgelegt. Sie enthält diverse Kartenstapel. Zum einen wären dort weitere Punktekarten, die es in drei Varianten gibt. Anwesen sind einen Punkt wert und gleichen den Startkarten der Spieler. Herzogtümer und Provinzen sind jeweils drei, beziehungsweise sechs Punkte wert. Von ihnen gibt es jeweils acht Stück in einem Stapel im Spiel zu zweit, bei mehr Spielern sind es zwölf. Hinzu kommen die Geldstapel, die mit ausreichend großen Mengen Kupfer, Silber und Gold aufwarten. Ihre Gegenwerte in der Geldeinheit entsprichen eins, zwei und drei. Das Herzstück der Auslage bilden aber in jeder Partie von Dominion zehn Stapel mit sogenannten Königreichkarten. Diese sind alle unterschiedlich und im Grundspiel sind 22 verschiedene vorhanden. Sie splitten sich in Aktions-, Reaktions-, Punkte- und Geldkarten. Mit Ausnahme der Punktekarten ist jede Karte zehn Mal in ihrem Stapel vorhanden. Die Punktekarten sind auch hier wieder von der Spielerzahl abhängig. Diese Karten erlauben es den Spielern bestimmte Dinge in ihrem Zug zu tun, dabei gilt es die Kartentexte genau zu befolgen. Einige Texte sind sogenannte Schlüsselwörter, die auch fett gedruckt sind und den Spielern bestimmte Aktionen erlauben.</p>



<p>Die Königreichkarten können beliebig und für jede Partie neu zusammengestellt werden und mit Erscheinen der zahlreichen Erweiterungen entsteht so ein extrem wandelbares Spielerlebnis, bei dem sich keine Partie identisch Spielen würde. Bis zum August 2018 sind auf deutsch 14 Erweiterungen für Dominion erschienen und insgesamt gibt es 309 verschiedene Königreichkartenstapel, was es erlaubt insgesamt über 7 Trillionen verschiedene Startkombinationen auszulegen.</p>



<p>Der Spielablauf ist dann denkbar einfach und gewinnt erst durch die Aktionen der Königreichkarten an Tiefe und Komplexität. Der Spielablauf sieht dabei drei Phasen vor, die in der Reihenfolge Aktions-, Kauf- und Aufräumphase absolviert werden. In der Aktionsphase darf der Spieler von seiner Hand eine Aktionskarte als freie Aktion spielen und führt ihre Anweisungen aus, erlaubt ihm die Karte eine oder mehrere weitere Aktionen, so darf er weitere Aktionen von seiner Hand ausspielen. So entstehen interessante Kettenreaktionen, die faszinierende Züge ermöglichen. In der Kaufphase darf der Spieler nun seine Geldkarten ausspielen und für den Gegenwert eine Karte, oder auch mehr, wenn er entsprechende Aktionskarten gespielt hat, die ihm einen weiteren Kauf ermöglichen, von den ausliegenden Stapeln kaufen und in der Aufräumphase legt er alle gespielten Karten und den Rest seiner Hand auf den Ablagestapel und zieht fünf neue Karten von seinem Deck. Ist sein Deck aufgebraucht, mischt er seinen Ablagestapel als neuen Nachzugstapel.</p>



<p>Dieses sehr einfach zu erlernende Spielprinzip ist zu einer Kernmechanik in vielen weiteren Spielen geworden und hat einen enormen Einfluß auf die Spieleszene gehabt. Ich kann mir heutzutage gar nicht mehr vorstellen, dass es diese Mechanik davor nicht gegeben haben soll, aber ich kann mich an kein Spiel davor erinnern. Wahrscheinlich wird es aber ein paar gegeben haben, die aber nur wenigen Spielern bekannt sind. Weitläufig gilt Dominion als das Spiel, dass diesen Mechanismus publik gemacht hat.</p>



<p>Für Donald X. Vaccarino ist es das erste selbstentwickelte Spiel, dass veröffentlicht wird. Bis dato war er an der Entwicklung von Karten für <a href="https://spieltroll.de/?p=1054">Magic &#8211; The Gathering</a> beteiligt und konnte mit Dominion einen Megaseller in der Spielebranche veröffentlichen. Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen, wie oft Dominion und seine Erweiterungen bis heute verkauft worden sind, aber es müssen mehrere Millionen Kopien sein. Im Jahr 2009 gelang Vaccarino dann auch noch das Kunststück mit Dominion den Deutschen Spielepreis und den Titel für das Spiel des Jahres 2009 zu gewinnen.</p>



<p>Bis heute musste Dominion von einem Teil der Community aber auch viel Kritik einstecken und das liegt an seinem nicht besonders interaktiven Charakter. Die Spieler planen ja meist nur ihren eigenen Zug und haben wenig Berührungspunkte mit den Gegnern und wenn, dann passiert das durch die wenigen Angriffskarten und eventuelle Reaktionen auf diese, ansonsten spielen die Spieler an den anderen quasi vorbei, um für sich gesehen den bestmöglichen Zug zu machen, um sich am Ende des Spiels miteinander zu vergleichen. Diese Kritik ist nicht neu und ich kann sie nur zum Teil verstehen. Bei <a href="https://spieltroll.de/?p=174">Imperial Settlers</a> habe ich schon einmal von ähnlicher Kritik gesprochen, dort war die Rede von Authistenspielen. Es scheint Menschen zu geben, die Spiele nur als ein interaktives Miteinander verstehen und für die es total absurd scheint ein spielerisches Nebeneinander zu akzeptieren. Für mich muss die Interaktion nicht durch das Spiel entstehen, wenn ich mich mit Leuten zum Spielen treffe, dann ist dort genug Interaktion am Tisch, so dass ich kein Spiel benötige, dass noch Interaktion erzeugt, aber das ist ein anderes Thema und gehört hier nicht her. Wer sich aber aufgrund von solcher Kritik von einem Spiel wie Dominion fernhält, dem wird ein fantastisches Spielerlebnis entgehen. Dominion funktioniert sowohl mit bis zu vier Spielern, wobei dort die Wartezeiten schon etwas länger ausfallen können, als auch zu zweit. Im besonderen zu zweit entfaltet es seine ganzen Stärken und gehört zu den besten Zweipersonenspielen überhaupt. Wer es Online spielen möchte, hat dazu auf <a href="https://dominion.games/">dominion.games</a> die Möglichkeit.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Rio Grande Games (opens in a new tab)" href="http://riograndegames.com/Game/278-Dominion" target="_blank">Rio Grande Games</a></li><li><strong>Autor(en): </strong>Donald X. Vaccarino</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2009</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2 – 4</li><li><strong>Dauer:</strong> 30 Minuten</li></ul>
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