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	<title>Showmanager &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Klassiker &#8211; Alhambra</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2021 10:10:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heute soll es um einen Klassiker gehen, der mich schon seit seines Erscheinens begleitet und mich auch heute immer noch zu Jubelstürmen veranlasst. In meiner aktuellen Top 100 kommt Alhambra, oder wie es zeitweise mal hieß, Der Plast der Alhambra, immer noch auf einen respektablen dreißigsten Platz. Für ein Spiel, das aus einer anderen Zeit &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/5847" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Alhambra“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Heute soll es um einen Klassiker gehen, der mich schon seit seines Erscheinens begleitet und mich auch heute immer noch zu Jubelstürmen veranlasst. In meiner aktuellen Top 100 kommt <em>Alhambra</em>, oder wie es zeitweise mal hieß, <em>Der Plast der Alhambra</em>, immer noch auf einen respektablen dreißigsten Platz. Für ein Spiel, das aus einer anderen Zeit zu stammen scheint, ist das doch eine ganz beachtliche Platzierung. Dirk Henn, der Autor von <em>Alhambra</em>, hat einen zeitlosen Klassiker geschaffen, dessen Mechanik auch heute noch sehr gut funktioniert. Was viele aber gar nicht wissen, ist die Tatsache, dass die Mechanik sogar noch viel älter ist. Dirk Henn experimentierte schon sehr viel früher mit der Mechanik herum und schuf davor sogar noch zwei andere Spiele, die sich dieser Mechanik bedienten, bevor ihm und dem Verlag Queen Games der große Wurf mit <em>Alhambra</em> gelang. Bis heute erscheinen weitere Versionen und Erweiterungen für den Klassiker der im Jahr 2003 zum Spiel des Jahres ausgezeichnet wurde.</p>



<span id="more-5847"></span>



<p>Die Geschichte von <em>Alhambra</em> beginnt in den frühen 90er Jahren. Der noch recht unbekannte Spieleautor Dirk Henn entwickelt ein Kartenspiel mit dem Namen Al Capone. Das Spiel veröffentlicht er zusammen mit seiner Frau Barbara in ihrem kleinen Eigenverlag. Sie fertigen die Spiele von Hand bei Bestellung und betreiben diesen Kleinstverlag noch ziemlich lang. Selbst als ihre Spiele bereits bei anderen Verlagen veröffentlicht wurden, hielten sie ihn aufrecht. Der Name des Verlages: db-Verlag (Dirk-Barbara). In diesem Verlag veröffentlicht er zunächst einige Spiele. Neben <em>Al Capone</em> (1992) sind das auch <em>Carat</em> (1993), <em>Premiere</em> (1996) und <em>Iron Horse</em> (1997), welche allesamt später bei Queen Games unter neuen Namen wiederveröffentlicht werden und wesentlich dazu beitragen, dass sich Queen Games zu einem erfolgreichen Verlag entwickeln.</p>



<p><em>Al Capone</em> ist die erste Version von <em>Alhambra</em> und die Ähnlichkeiten sind schon ziemlich frappierend. Die Spieler benutzen Einflußkarten, um von den örtlichen Geschäften Güter zu ergattern. Sie stellen Mafiosi dar, die ihren Einfluß benutzen, um Macht zu erlangen. Die Einflußkarten werden gespielt um die Güter zu bezahlen und wenn man passend bezahlt, bekommt man einen weiteren Zug. Grob ist das genau das Spielprinzip, dass später bei <em>Alhambra</em> mit einem anderen Thema zum Einsatz kommt. Es ist das erste Spiel, das Dirk Henn überhaupt entwickelt hat. Queen Games veröffentlicht aber zunächst zwei andere Spiele von Henn. <em>Premiere</em> wird 1997 zu <em>Showmanager</em> und macht ihn plötzlich etwas bekannter, denn das Spiel wird beim Deutschen Spielepreis mit dem dritten Platz ausgezeichnet und erlangt einiges an Bekanntheit. Nach <em>Showmanager</em> erscheint zunächst noch <em>Carat</em> 1998 in einer neuen Version bei Queen Games.</p>



<p>Ebenfalls 1998 dann geht die Geschichte von <em>Alhambra </em>weiter. Queen Games sind auch auf das <em>Al Capone</em> Spiel gestoßen und wollen es mit einem neuen Thema veröffentlichen. Sie geben ihm den Titel <em>Stimmt So!</em> (auch hier kann man schon wieder die Mechanik erkennen) und verändern das Thema von Mafia zur Börse. Der Einfluß verändert sich zu Geld in verschiedenen Währungen, für die man Aktien aus verschiedenen Bereichen erwerben muss. Bei Stimmt So! werden zweimal Ausschüttungen an die Aktionäre eingeführt und führen so das spätere Punktesystem von <em>Alhambra</em> ein. Das Spiel ist nicht unbedingt ein Reisenerfolg, aber dennoch scheint man an das Spiel zu glauben, sonst könnte ich mir nicht erklären, dass man es ein paar Jahre später nochmal in neuer Form herausbringt.</p>



<p>Dann beginnt für Dirk Henn eine der erfolgreichsten Phasen seines Schaffens. Die Jahre 2000 bis 2003 sind für ihn bei Queen Games sehr erfolgreich und gipfeln nach der Weiderveröffentlichung von <em>Iron Horse</em> als <em>Metro</em>, das ihn auf die Auswahlliste für das Spiel des Jahres im Jahr 2000 bringt. 2001 erscheint <em>Atlantic Star</em>, das eine erneute Wiederveröffentlichung von <em>Showmanager</em> ist. 2002 folgt<em> Wallenstein</em> und 2003 dann <em>Alhambra</em>, dass ihm den begehrten Preis des Spiels des Jahres einbringt.</p>



<p>Abermals wurde das Spielprinzip von <em>Al Capone</em> hier in eine neue Form gepresst. Allerdings gibt es nun doch noch einige Veränderungen gegenüber dem Original. Die Spieler bauen in diesem Spiel die Alhambra aus Granada mit all ihren verschiedenen Räumlichkeiten. Diese werden durch Plättchen mit den unterschiedlichen Palastteilen repräsentiert. Aus einem Beutel gezogen liegen immer vier von ihnen in einem Bauhof, von wo die Spieler sie käuflich erwerben können. Dazu haben sie Geldkarten in vier verschiedenen Währungen auf der Hand. Jedes der Plättchen liegt auf einem Feld, dass zu einer der vier Währungen gehört und kann nur mit dieser bezahlt werden. Ist ein Spieler an der Reihe darf er sich Geldkarten nehmen oder er kauft ein Palastteil mit seinen Geldkarten. Zahlt man dabei passend, so darf man einen weiteren Zug ausführen. Das erworbene Plättchen muss dann passend, gemäß einigen Bauregeln, in die eigene Alhambra eingebaut werden. Aus dem Stapel der Geldkarten tauchen irgendwann zwei Wertungskarten auf, zu denen die Spieler punkten. Hier werden die Mehrheiten der verschiedenen Palastteile in Punkte umgewandelt. Wer am Ende die meisten Punkte hat gewinnt. Einen weiteren großen Anteil an den Punkten hat auch noch eine Mauer, die auf den quadratischen Bauplättchen auf manchen Seiten angedeutet ist. Die Spieler müssen versuchen hier eine durchgehend verbundene Mauer zum Schutz des Palastes zu errichten, die ebenfalls mit Punkten belohnt wird.</p>



<p>Dieses Spielprinzip, obwohl schon über zehn Jahre alt und wieder aufgewärmt, ergänzt durch neue Elemente findet bei der Spiel des Jahres Jury solchen Anklang, dass sie es 2003 mit dem begehrten Preis auszeichnen. Beim Deutschen Spielepreis erringt es Platz 2 und muss sich nur <em>Amun-Re</em> von Reiner Knizia geschlagen geben. Dafür erhält es die Essener Feder mit der besonders verständliche Spielregeln ausgezeichnet werden. Queen Games werden hier für ihre vorbildlich farblich gestaltete Anleitung ausgezeichnet, die das Erlernen durch farblich verschieden abgegrenzte Bereiche erleichtert. Dieses System benutzt der Verlag bis heute und ich finde sie ebenfalls bis heute sehr verständlich und vorbildlich. Auch in Frankreich erhält es den As d´Or und der Schweiz den Schweizer Spielepreis.</p>



<p>Durch die Auszeichnung zum Spiel des Jahres beginnt die Reise für <em>Alhambra</em> aber erst. Zunächst gibt es aber noch ein paar Schwierigkeiten wegen der Namensrechte. 1997 erschien ein Spiel in der Schweiz das den gleichen Namen trug, woraufhin das Spiel mit der zweiten Auflage in <em>Der Palast der Alhambra</em> umbenannt wurde. Dabei wurde aber das Logo weitgehend beibehalten und der Namenszusatz wesentlich kleiner eingebaut. Später wurde das Spiel bei einer seiner Neuauflagen wieder in <em>Alhambra</em> zurückbenannt. Queen Games sind heutzutage für ihre zahlreichen Erweiterungen für ihre Spiele bekannt und sind meister der Weiderveröffentlichung. Bei <em>Alhambra</em> dürfte dieser Weg begonnen haben. 2004 erscheint die erste Erweiterung <em>Die Gunst des Wesirs</em>. In ihr befinden sich vier Module, die alle für sich genommen in das Spiel integriert werden können. Auf diese Weise kann man sich verschiedene Spielerfahrungen kreieren. Noch im selben Jahr erscheint sowohl die zweite Erweiterung <em>Die Tore der Stadt</em>, die ebenfalls wieder vier Module enthält, als auch <em>Die Gärten der Alhambra</em>, ein durchaus interessantes Plättchenlegespiel das wohl nur Aufgrund des Erfolgs von Alhambra in das Franchise eingebaut wurde. Das Spiel schaffte es 2005 ebenfalls auf die Auswahlliste zum Spiel des Jahres. Auch die Erweiterungen erfreuen sich großer Beliebtheit und so setzen Queen Games die Serie der Erweiterungen fort. Jede Erweiterung erscheint im gleichen Stil mit jeweils vier Modulen. 2005 die dritte, <em>Die Stunde der Diebe</em>, 2006 die vierte, <em>Die Schatzkammer des Kalifen</em>, 2008 die fünfte mit <em>Der Macht des Sultans</em> und 2013 wird noch <em>Die Falkner</em> nachgeschoben. Insgesamt also 24 Module mit denen man das Spiel erheblich aufblähen und verkomplizieren kann. Einige der Module sind aber durchaus sehr gut und ergänzen das Spiel in einer sehr schönen Weise.</p>



<p>Ebenfalls 2006 erscheint <em>Alhambra &#8211; Das Würfelspiel</em>, das aber in keinster Weise die Klasse des Originals erreichen kann und weil Queen Games das alles immer noch nicht reicht, erscheinen 2009 und 2011 noch zwei weitere Spiele mit ähnlichen Spielprinzipien. 2009 <em>Granada</em>, benannt nach der Stadt in der die Alhambra tatsächlich steht und 2011 <em>New York</em>. 2010 wird dann <em>Al Capone</em>, bzw. <em>Stimm So!</em> ein weiteres Mal veröffentlicht, heißt nun aber <em>Alhambra &#8211; Das Kartenspiel</em>, dass zwar gut ist, aber nach dem Brettspiel auch keiner mehr so richtig braucht. Queen Games melkt die Alhmabra-Kuh bis heute. Immer weider erscheinen neue Big Box- und Jubiläumsversionen, kleine Mini-Erweiterungen und 2020 dann auch noch eine Roll&amp;Write-Variante. Über all das kann man sich seine Meinung selber bilden, ich finde das meistens eher nicht so gut. Da ich Alhambra als Spiel aber sehr Liebe, habe ich die ersten vier Erweiterungen noch erworben, fand aber zu diesem Zeitpunkt bereits, dass man nicht alle der Module unbedingt in das Spiel einbinden muss. Die Weiteren Erweiterungen nenne ich nicht mehr mein Eigen, könnte sie auch nicht mehr unterbringen, denn ich bewahre bis heute alle Erweiterungen für das Spiel in einer Scahchtel auf und die ist prall gefüllt. </p>



<p>Ich habe das Spiel direkt nach der Auzeichnung zum Spiel des Jahres gekauft und verehre es bis heute. Das Spieldesign würde ich als nahezu zeitlos beschreiben. Die simple Mechanik mit den verschiedenen Währungen und dem Extrazug nach passendem Kauf ist so genial wie einfach und die Zeit, Dirk Henn und Queen Games haben gezeigt, dass man dieses Spielprinzip in diverse Themen verwandeln kann und immer wieder ein fantastisches Spiel erleben kann. Das Spiel ist ein Familienspiel das ich in jeder Spielrunde immer weider gern auf den Tisch bringe. All das spricht für einen wahren Klassiker.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://ssl.queen-games.com/alhambra/" target="_blank">Queen Games</a></li><li><strong>Autor(en): </strong>Dirk Henn</li><li><strong>Illustrator(en):</strong> Jörg Asselborn, Jo Hartwig, Patricia Limberger, Christof Tisch</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2003</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2 – 6</li><li><strong>Dauer:</strong> 45 &#8211; 60 Minuten</li></ul>
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		<title>Spielejahrgang 1997 &#8211; Spieledepression ?</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Dec 2019 13:11:26 +0000</pubDate>
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<p>Etwas länger ruhig gewesen in dieser kleinen Serie von Spielegedanken zu den Spielejahrgängen der Vergangenheit. Andere Dinge hatten einfach vorrang. Jetzt geht es aber wieder frisch ans Werk oder vielleicht sage ich lieber nicht frisch, denn der Zeitraum nach der Eurogame Invasion 1995/96 mit <a href="https://spieltroll.de/?p=154">Catan</a> ist ein spielerisch eher bescheidener. Fast so, als hätte sich soetwas wie eine Art Depression breitgemacht. Eine Spieledepression. Aller Orten wurde eigentlich nur gesiedelt oder <a href="https://spieltroll.de/?p=1054">Magic</a> gespielt. Diverse Erweiterungen für Catan kamen recht schnell auf den Markt und hielten das Spiel auch für eine große Masse an Spielern interessant. 1996-1998 waren eher schlechte Spielejahrgänge, wie ich hier mit 1997, hoffe ich, beweisen möchte. Natürlich gibt es in jedem Jahr auch Perlen, keine Frage, aber das Groß der Spiele war doch eher bescheiden.</p>



<span id="more-3192"></span>



<p>Natürlich geht so ein Rückblick für mich auch nicht, ohne mich mit meiner persönlichen spielerischen Geschichte auseinanderzusetzen. Leider muss ich sagen, waren die Jahre 95 bis 97 einige der schwierigsten in meinem Leben überhaupt, so dass sich mir aufdrängt, das es vielleicht ja auch an mir liegen könnte, dass ich diese Jahre als weniger gute Spielejahrgänge empfinde. Das Leben entschied sich mich in dieser Zeit auf eine Probe zu stellen, mit der ich nicht gut klar kam. Einer meiner besten Freunde starb bei einem Autounfall unzwar auf dem Weg zu mir. Das warf mich für einige Zeit komplett aus der Bahn und viele andere Dinge gewannen die Oberhand. Schule lief nicht mehr, Panikattacken und solche Dinge waren in dieser Zeit lebensbestimmend. Heutzutage bin ich drüberweg, aber damals&#8230; Das einzige was ich zu dieser Zeit sehr häufig spielte war Magic, alles andere nur sporadisch, wenn sich irgendwo eine Gelegenheit ergab. Eigentlich wollte ich schon von der Schule abgehen und das Abi schmeißen, weil es mir eh nicht so gut ging. Die Schule ging mir tierisch auf den Sack, aber 1997 habe ich es dann mit Hängen und Würgen doch geschafft. 1997 bleibt mir persönlich also immer als das Jahr meines Abiturs in Erinnerung. Ein paar Spiele aus diesem Jahrgang habe ich aber trotzdem bis heute, auch wenn sie nicht so oft auf den Tisch kommen.</p>



<p>Wie ich schon oben kurz angedeutet habe, ging es 1997 bei mir hauptsächlich um Magic und einige andere Sammelkartenspiele, die zu dieser Zeit einfach der große Hit waren. Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, dass es so wenig gute Spiele zu dieser Zeit gab, weil alle den Riesenerfolg der Sammelkartenspiele sahen und sich dachten, wir müssen etwas ähnliches entwickeln. Klappte aber in den meisten Fällen nicht. Queengames hatte mit dem Herr der Ringe-Sammelkartenspiel für uns Fans ein tolles Spiel am Start, mit dem ich damals tatsächlich über Ebay sogar Geld verdient habe. Das Spiel war bei einem kleinen Spielerkreis sehr beliebt, aber im Mainstream kam es nicht an.</p>



<p>Schauen wir mal zuerst auf <a href="https://boardgamegeek.com/">Boardgamegeek.com</a> nach, welche zehn Spiele sich aus 1997 am höchsten platzieren konnten: </p>



<ol class="wp-block-list"><li>Euphrat &amp; Tigris</li><li>For Sale</li><li><a href="https://spieltroll.de/?p=2486">Bohnanza</a></li><li>Ursuppe</li><li>Colossal Arena</li><li>Löwenherz</li><li>Land Unter</li><li>Quoridor</li><li>Arriba! (Jungle Speed)</li><li>Njet! </li></ol>



<p>Uiuiui, da hauen wir ja richtig in die vollen nicht wahr? Euphrat &amp; Tigris kenne ich und habe ich meine ich seinerzeit auch irgendwo schonmal gespielt, aber hängen geblieben ist irgendwie nicht viel. Wenn man sich mit Rainer Knizia beschäftigt, kommt man aber an diesem Spiel nicht vorbei, denn viele Spieler halten es für eines seiner besten. Ich aber nicht. For Sale ist dann eines dieser Spiele, dass ich leider noch nie selbst gespielt habe und mich da besser raushalte. Viele finden es aber ganz toll und wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich es mal ausprobieren. Erwähnen muss man es noch, weil es von Stefan Dorra ist, der in dieser Liste von Boardgamegeek gleich dreimal vertreten ist. Zum dritten Spiel braucht man dann glaube ich nicht mehr allzu viel zu erzählen, wer möchte kann sich hierzu gerne mal mein Bohnanza Klassiker Review durchlesen. Uwe Rosenberg mit einem tollen Spiel, das seitdem immer noch mit Erweiterungen und anderen Versionen gefüttert wird und auch bei uns besonders in der Urlaubszeit immer gerne auf den Tisch kommt. Ursuppe ist ein weiterer durchaus bekannter Titel aus dieser Zeit. Ich kann mich an viel Zeitungswerbung erinnern, in der das Spiel beworben wurde. Außerdem dachte ich damals immer das es ein echt häßliches Spiel ist, dass sich mit einem unattraktiven Thema (Amöben) beschäftigt. Leider habe ich Ursuppe nie gespielt. Colossal Arena sagt mir dann tatsächlich überhaupt gar nichts. Löwenherz von Klaus Teuber habe ich sogar mal selbst besessen. Aber ich glaube ich habe es damals blind gekauft, weil es von Klaus Teuber ist. Leider fand ich es nie so gut, dass es sich lange in meiner Sammlung halten konnte. Land unter ist dann eher ein Kinderspiel von Stefan Dorra und auch Arriba! bringe ich eher mit einem Kinderspiel in Verbindung. Beide habe ich nie gespielt. Zu guter letzt wäre da noch Njet!, das dritte Spiel von Stefan Dorra, welches ein durchaus lustiges Stichspiel ist, dass mich vor allem durch seine Optik begeistern konnte.</p>



<p>Abseits dieser zehn Spiele gibt es für mich persönlich noch drei weitere Spiele, die ich erwähnen muss. Metro von Queen Games, dass ein schönes Familienspiel mit nicht zu hohem Anspruch ist, dass aber auch Vielspielern Spaß bringt, sowie Caesar &amp; Cleopatra aus der Kosmos 2 Spielerreihe, dass ich auch für ein gutes Spiel halt, sowie muss auch Mississippi Queen erwähnt werden, dass ich höher platziert erwartet hätte.</p>



<p>Beim größten/bekanntesten Spielpreis der Welt, dem Spiel des Jahres, sind wie gewohnt ein paar andere Vertreter am Start. 1997 gibt es den Preis für das Kennerspiel noch nicht, und auch Nominierte werden nicht extra hervorgehoben, alle weiteren Spiele stehen hingegen auf der Empfehlungsliste. Der Preisträger 1997 ist das schon erwähnte Mississippi Queen, dass sich gegen fünf andere Titel durchsetzt und den Preis tatsächlich zurecht trägt, auch wenn man aus der heutigen Sicht sagen muss, dass es eher ein durchschnittliches Spiel ist. Aber die Konkurrenz war nicht besser. Empfohlen wurden Visionary von Schmidt Spiele, das man mit den neuen Team 3 Spielen vergleichen kann. Hier gab es zwei Teams bei denen jeweils einer mit Augenbinde etwas bauen musste, was ihm das Team erklären musste. Natürlich nicht das gleiche wie Team 3, aber ähnlich. Showmanager und Expedition waren dann genauso auf der Empfehlungsliste, wie auch das schon erwähnte Teuberspiel Löwenherz und das kleine Kartenspiel Manitou, dass ich sogar auch besaß. Löwenherz finde ich bis heute nicht besonders gut und auch das Manitou war nur ein eher mittelprächtiges Kartenspiel. Beim Spiel des Jahres Preis 1997 wird die Lage noch viel deutlicher und Mississippi Queen trägt hier den Preis wirklich zurecht, denn das Spiel habe ich tatsächlich mit Abstand auch am meisten von allen Neuen aus diesem Jahr gespielt.</p>



<p>Der Deutsche Spielepreis ist 1997 auch noch fest in der Hand der Familienspiele. Heutzutage ist der Preis eher in die Kennerecke gerückt, da man sich in der Mitte zwischen Kinder/Familien- und Expertenspielen trifft. In den Top Ten finden wir zeimlich viele genannte Titel wieder. Hier liegt allerdings Löwenherz vorn und gewinnt den Preis. Das war seinerzeit auch der Kaufimpuls für das Spiel von Klaus Teuber. Nach dem Motto: &#8222;Kann ja nicht schlecht sein!&#8220; Ist es auch nicht, aber gut ist es eben auch nicht. Auf Platz zwei haben wir dann etwas noch nicht Genanntes, das Catan Kartenspiel für zwei Spieler, was in meinen Augen auch eines der besten Spiele aus dieser Zeit ist. Die nächsten Plätze sind dann mit Showmanager, Mississippi Queen und Bohnanza wieder bekannt. Bohnanza kam für den Spiel des Jahres Preis einfach zu spät und ging erst in den nächsten Jahrgang mit in die Bewertung. Auf Platz 8 finden wir Expedition und auf 10 Manitou wieder. Dazwischen gibt es noch Serenissima, eines der besseren Handelsspiele aus der Zeit und das bei Kindern sehr beliebte &#8222;Der zerstreute Pharao&#8220;, das sich für Ravensburger wahrscheinlich seinerzeit sehr gelohnt haben dürfte. Gefühlt stand das in jedem Geschäft seinerzeit rum und war der Seller vor dem Herrn. Es wird immer weider neu aufgelegt und ist bis heute im Protfolio von Ravensburger zu finden.</p>



<p>Welche Spiele aus diesem Jahr sollte man nun also zu den historisch relevanten Spielen rechnen. Rein Spielmechanisch gab es erstmal nichts wirklich innovatives. Bohnanza ist hier wahrscheinlich am ehesten zu nennen, denn die Mechanik mit Karten auf der Hand, deren Spielreihenfolge man aber nicht verändern darf, ist wahrscheinlich noch das bemerkensweteste. Tristesse, oder wie ich am Anfang schon schrieb, Depression herrschen in diesem Jahr vor. Woran es nun genau lag, kann ich nicht sagen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass meine Wahrnehmung dieses Jahrgangs nicht der Grund dafür ist, dass es wenig gute Titel gab. Es gab wirklich wenig gute Titel in diesem Jahrgang und auf die Jahre 1996 und 1998 trifft das genauso zu. Erst 1999 hatte diese Depression ein Ende und zahlreiche Spiele mit wiederum neuen Konzepten zeigten sich am Markt. Fast schon könnte man denken, dass Catan und Co. der Welt gezeigt haben, wie man auch spielen kann und danach haben sich überall Autoren und Erfinder hingesetzt und sich neue und innovative Spiele überlegt, die dann auf die Welt losgelassen wurden. In der Zwischenzeit saßen alle nur und tüftelten und ein paar Dürrejahre waren die Folge.  </p>



<p>Meiner Meinung nach gehören in eine gute Ludothek aus dem Jahr 1997 nur ein paar Titel hinein. Bohnanza gehört auf jeden Fall dazu. Auch das Siedler Kartenspiel für 2 Spieler als das bessere Catan würde ich nicht missen wollen. Letzters spielt sich auch heutzutage noch recht gut, nicht so wie der große Vertreter an dem der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen hat. Als drittes würde ich dann schon das Spiel des Jahres Mississippi Queen wählen, aber auch nur, weil wirklich nicht viel Gutes im Jahr 1997 zu verorten ist.</p>



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