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	<title>Cyclades &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Portrait &#8211; Bruno Cathala</title>
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<p>Es ist mal wieder Zeit für ein Portrait über einen renomierten Spieleautor. Dieses Mal habe ich mich entschieden den Franzosen Bruno Cathala ins Rampenlicht zu rücken. Ein Spieleautor, der mich mit vielen seiner Spiele in den vergangenen Jahren sehr begeistern konnte und der zu meinen Lieblingsautoren gehört. Er gehört zu einer Gruppe von französischen Spieleentwicklern, die man in der Vergangenheit manchmal als die &#8222;Französische Schule&#8220; bezeichnet hat. Zusammen befruchen sie sich immer wieder gegensseitig und es sind schon wahnsinnig viele gute Spiele dabei herausgekommen. Ihnen eigen ist, das sie versuchen, den mechanisch und spielerisch meist sehr perfekten Eurogames ein wenig mehr Thema einhauchen wollen und das ganze als eine Einheit betrachten. Das gelingt ihnen zwar auch nicht immer, aber Bruno Cathala ist ein Meister seines Fachs. Cathala ist aber noch für etwas anderes sehr bekannt. Er versteht es alte Spielprinzipien in neue Gewänder zu kleiden und gibt klassischen Spielen des öfteren neue Gewänder. Beispiele dafür gibt es viele, aber wartet ab, ich fang erstmal vorne an.</p>



<span id="more-7679"></span>



<p>Bruno Cathala wurde 1963 geboren und lebt seit 1983 in Saint-Pierre-en-Faucigny, einem Ort in den französischen Alpen in unmittelbarer Nähe zur Schweiz. Man könnte ihn als Naturburschen bezeichnen, denn er lebt ganz bewusst in dieser Region, um sich auch mit seinen vielen anderen Leidenschaften hier ausleben zu können. Er liebt es Fliegenfischen zu gehen, Pilze zu sammeln und Fahrrad zu fahren, etwas, dass man in der Alpenregion perfekt tun kann. Beruflich war Bruno Cathala nach seinem Mathematik- und Ingenieurstudium in der Materialforschung tätig und beschäftigte sich mit Wolframlegierungen. Laut eigener Aussage hatte er aber immer schon eine kreative Ader und hat sich Geschichten ausgedacht. Besonders während der Zeit als Mathematikstudent trat das besonders zu Tage.</p>



<p>Als Kind und Jugendlicher hatte er noch kein besonderes Interesse an Brettspielen. Die üblichen Verdächtigen wie <em>Cluedo</em>, <em>Monopoly</em> und <em>Risiko</em> gehörten hier zu seinen Erfahrungen. Sein erstes Erweckungserlebnis hatte er irgendwann in den 80er Jahren, als er eine Brettspielzeitschrift in die Finger bekam und merkte, dass die Welt noch andere Brettspiele bereit hält, jenseits der Mainstreamprodukte. Er laß von Philippe Mouchebeuf der mit seinem Spiel <em>FIEF</em> einen internationalen Spielepreis gewinnen konnte. Das hat ihn so sehr beeindruckt, dass er beschloss ihm eines Tages nachzueifern. Seit dieser Zeit hatte er immer wieder den Wunsch ein Spiel zu entwickeln. </p>



<p>1999 dann brachten ihn mehrere persönliche Rückschläge in die Lage seinen Traum zu verwirklichen. Zu dieser Zeit war der 36-jährige Cathala begeisterter Rugbyspieler in einer Mannschaft und brach sich das Knie. Darüber hinaus hatte er sich in diesem Jahr auch von seiner Frau getrennt, so dass er an den Wochenenden an denen er seine Kinder nicht sah, alleine zu hause saß und  darüber nachdachte, seinen lange gehegten Traum in die Tat umzusetzen. Erste Ideen wurden geboren und nach einer für die Spieleentwicklung relativ kurzen Zeit, hatte Cathala etwas fertiggestellt, dass er einem Verlag vorstellen sollte. Descartes war interessiert und so fuhr er eines Tages zu einem Treffen bei dem ein paar Autoren zum Verlagschef eingeladen wurden, um ihre Spiele vorzustellen. Das erste Spiel, was er jemals entwickelt hatte, war &#8222;<em>Das war der Wilde Westen</em> (<em>Lawless</em>). Dieses Spiel sollte er vorstellen, da aber die anderen Autoren noch nicht vor Ort waren schlug er dem Verlagschef vor ein kleiens Zweipersonenspiel zu spielen, das er noch dabei hatte. Sie spielten drei Partien, bis die anderen versammelt waren. Jedes mal schlug er den Verlagschef mit einer anderen Taktik. Am Ende unterschrieb er den Vertrag für &#8222;<em>Das war der Wilde Westen</em>&#8220; und nahm dem Verlagschef das Versprechen ab, ihm insgesamt drei Zweipersonenspiele für eine Reihe zu liefern und so hatte er sofort vier Spiele veröffentlicht. Die Zweierserie wurde sogar noch vor dem Westernspiel veröffentlicht. Bei diesen Spielen handelte es sich um <em>Tony &amp; Tino, Drake &amp; Drake</em>, sowie <em>War &amp; Sheep</em>. Diese Geschichte spielte sich 2003 ab. Erst vier Jahre zuvor hatte er überhaupt damit begonnen sich dem Spieleerfinden zu widmen.</p>



<p>Er verlor seinen Job in der Materialforschung, weil die Firma Kosten einsparen musste und schlug sich seitdem mit einer Dreiteilung seiner Einnahmen durchs Leben. Seine ersten Veröffentlichungen bescherten ihm erste Gelder, zusätzlich arbeitete er bei einem Verlag und half bei der Veröffentlichung von anderen Spielen und war noch in einem Spielgeschäft beschäftigt. Man könnte also sagen, das er alle Bereiche der Spielebranche kennenlernen durfte. Er lernte viele andere Autoren kennen, die zu dieser Zeit auch besonders aktiv waren und daraus ergaben sich ziemlich viele Bekannt- und Freundschaften, die er bis heute pflegt. Mit Antoine Bauza, Ludovic Maublanc und Theó Rivière trifft er sich regelmäßig bis heute einmal monatlich zum Austausch und zum Spielen. Sie verbessern gegenseitig ihre Ideen und testen ihre Spiele. So entstanden über die Jahre immer wieder erstaunliche Spiele in Kooperationen. 2005 nahm die Geschichte von Bruno Cathala dann ihren weiteren Verlauf. Zusammen mit Serge Laget entwickelt er das Spiel <em>Schatten über Camelot</em>, das mit dem Verlag Days of Wonder zu einger internationaler Aufmerksamkeit führte. Das Spiel um die Ritter der Tafelrunde mit Verrätermechanismus fand rund um den Spieleglobus ziemlich viele Freunde und brachte den Namen von Bruno Cathala in die Köpfe der Spielebegeisterten.</p>



<p>2007 hatte er dann sein Ziel erreicht und konnte mit dem Spiel <em>Flinke Feger</em> den As d´Or gewinnen. Eine Reise die schon früh Begann fand hier erstmals ihren Höhepunkt. Auch in Österreich geann er dreimal in Folge den Spiel der Spiele Preis in den Jahren 2004 bis 2006. <em>Iglu, Iglu, Schatten über Camelot</em> und <em>Kleopatra und die Baumeister</em> wurden hier ausgezeichnet. Auch in Deutschland wurde er viel beachtet, konnte den begehrten Spiel des Jahres Preis aber erst 2017 mit <em>Kingdomino</em> für sich gewinnen. Ein weiterer sehr wichtiger Preis war ohne Zweifel auch der Gamers Choice Award im Jahr 2007 für das beste Zweipersonenspiel <em>Mr. Jack</em>. All dieser Erfolg führte dazu, dass er kurz vor Veröffentlichung des für mich besten Spiels seiner Vita, <a href="https://spieltroll.de/?p=733" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Five Tribes</a>, seinen Job beim Verlag kündigte und zu einem Berufsspieleerfinder wurde. Seit 2014 also lebt Bruno Cathala davon Spiele zu entwerfen.</p>



<p>Seine Herangehensweise ist bekannt. Er geht davon aus, dass es drei mögliche Startsituationen gibt, die ihn zu einem Spiel führen. Er hat ein Thema das ihn interessiert und ihn inspiriert, eine Mechanik die sich mathematisch in seinem Kopf befindet oder und das ist der Ansatz den ich von bisher keinem anderen Autoren gehört habe, es ist das Spielmaterial, die Komponenten, die er unbedingt in ein Spiel verwandeln möchte. Das könnte der Gund sein, warum Bruno Cathala auch der Meister ist, alte Spielprinzipien in neue Gewänder zu kleiden. Dabei schnappt er sich zum Teil sehr alte klassische Spiele und verwandelt sie in eine moderne Form. Seine Spielgeschichte ist voll mit solchen Beispielen. Das bekannteste ist natürlich <em>Five Tribes</em>, welches <em>Mancala</em> modern umsetzt. <em>Kingdomino</em> trägt es bereits im Namen, aber auch Kartenspiele wie <em>Poker</em> (<em>Boomtown</em>) und <em>Black Jack</em> (<em>Noah</em>) erfahren bei ihm eine Frischzellenkur. Sogar <em>Tic Tac Toe</em> konnte er mit <a href="https://spieltroll.de/?p=4508" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Okiya</a> in eine neue Form pressen. &#8222;Creating is doubting&#8220; sagt er immer. Also &#8222;Gestalten ist Zweifeln&#8220; und für ihn machen Spiele nur Sinn, wenn sie kleine, wichtige Entscheidungen beinhalten. Jede Entscheidung die man trifft muss etwas gutes und schlechtes hervorrufen. Das ist seine Designphilosophie und er benennt drei Spiele, die ihm seinen Weg eröffnet haben: das bereits erwähnte <em>FIEF</em> von Philippe Mouchebeuf als Initialzündung, <a href="https://spieltroll.de/?p=1054" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magic The Gathering</a> von Richard Garfield und <em>Vinci</em> von Philippe Keyaerts (der Vorläufer von <em>Small World</em>).</p>



<p>Für mich gehört Bruno Cathala zu den ganz großen Autoren. Zumindest hat er einige meiner Lieblingsspiele geschaffen und gehört zu einer Gruppe von Autoren aus Frankreich, die ich ganz besonders schätze und die mich immer wieder, durch ihre zum Teil kooperativ veröffentlichten Spiele, zu Begeisterungsstürmen ausbrechen lassen. Ich freue mich immer über neue Veröffentlichungen von ihm und weiss das da bestimmt noch tolle Spiele folgen werden.</p>



<p>Er wurde auch bereits gefragt, warum er Spiele entwirft und obwohl er ein lustiger Vogel zu sein scheint, sagt er immer wieder, dass der Antrieb für ihn seine Angst vor dem Tod sei. Er erfindet Spiele um nicht an den Tod denken zu müssen, der ihm Angst macht: &#8222;To forget that we are all just waiting for our deaths!&#8220; ist das Zitat. Hmmm, er hat zwar nicht unrecht, aber ich bin mal egoistisch und hoffe das er und ich noch sehr lange warten werden, damit er noch viele tolle Spiele erfinden kann und ich sie Spielen darf.</p>



<p><strong>Bekannteste Werke von und mit Bruno Cathala:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong><a href="https://spieltroll.de/?p=258" target="_blank" rel="noreferrer noopener">7 Wonders Duell</a></strong> (2015) mit <em>Antoine Bauza</em></li><li><strong><a href="https://spieltroll.de/?p=733" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Five Tribes</a></strong> (2014)</li><li><strong>Cyclades</strong> (2009) mit <em>Ludovic Maublanc</em></li><li><strong>Kingdomino</strong> (2016)</li><li><strong>Mission: Red Planet</strong> (2015) mit <em>Bruno Faidutti</em></li><li><strong>Abyss</strong> (2014) mit <em>Charles Chevallier</em></li><li><strong>Raptor</strong> (2015) mit <em>Bruno Faidutti</em></li><li><strong>Schatten über Camelot</strong> (2005) mit <em>Serge Laget</em></li><li><strong>Queendomino</strong> (2017)</li><li><strong>Conan</strong> (2016) mit diversen anderen</li><li><strong>Jamaica</strong> (2007) mit <em>Malcolm Braff</em> und <em>Sébastien Pauchon</em></li><li><strong>Mr. Jack</strong> (2006) mit <em>Ludovic Maublanc</em></li><li><strong>Yamatai</strong> (2017) mit<em> Marc Paquien</em></li><li><strong>Kanagawa</strong> (2016)</li></ul>
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		<title>Spielejahrgang 2009 &#8211; 10 Jahre klüger</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2019 12:39:36 +0000</pubDate>
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<p>Ich würde gerne mal ein bißchen in die Vergangenheit Blicken, denn in der intensiveren Beschäftigung zur Vorbereitung auf meinen Blog habe ich meine eigene Spielehistorie aufgearbeitet und so einiges festgestellt. Wie ich zum Beispiel schon in dem ein oder anderem Klassiker-Review festgestellt habe, sind manche Spiele nicht unbedingt gut gealtert, obwohl sie auf die Entwicklung der Spiele einen immensen Einfluß gehabt haben und in meiner Erinnerung auch total super Spiele waren und sind, aber dennoch wirken sie mitunter nicht mehr ganz so frisch wie früher. Bei den <a href="https://spieltroll.de/?p=154">Siedlern von Catan</a>, oder Catan, wie es ja nun heißt, ist mir das am extremsten im Kopf geblieben. Das Spiel habe ich früher geliebt und heute wirkt es auf mich einfach nicht mehr ganz so gut wie damals. Spiele haben sich halt sehr extrem weiterentwickelt und wir sind da auch noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. So entstand zumindest die Idee sich mit einzelnen Spielejahrgängen auseinander zu setzen. Zu Beginn, dachte ich mir, schaue ich einmal nur zehn Jahre zurück ins Jahr 2009.</p>



<span id="more-1649"></span>



<p>Es war tatsächlich nur in einer Hinsicht ein besonderes Spielejahr. Wahnsinnig viele tolle Spiele gab es in diesem Jahr nicht zu vermelden, denn ein einziges Spiel dominierte (haha!) dieses Jahr wie kein anderes: <a href="https://spieltroll.de/?p=1600">Dominion</a>. Zum ersten mal die große Bühne betrat Dominion bereits ein Jahr zuvor in den USA, aber 2009 kam es nach Deutschland und überall hörte man in diesem Jahr nur von diesem einen Spiel das über Hans im Glück vertrieben wurde. Ich habe ja erst vor kurzem ein Klassikerreview zu Dominion veröffentlicht, deshalb werde ich mich hier jetzt nicht wieder groß und breit über die Relevanz für die Spielhistorie auslassen, aber im Nachhinein betrachtet war in diesem Jahr der Staartschuß für die große Deck-Building-Welle. Bis heute sind unzählige weitere Spiele erschienen, die einen Deckbuilding-Mechanismus verwenden und modifizieren. Kaum zu glauben, dass man diesen Mechanismus vorher so gar nicht kannte.</p>



<p>Dominion schlug in diesem Jahr in Europa ein wie eine Bombe und es wurde wahnsinnig viel gespielt, aber diese Dominanz macht es vielen anderen Spielen in diesem Jahr nicht so leicht. Ich habe mir mal die riesige Datenbank von <a href="https://www.boardgamegeek.com/">Boardgamegeek</a> zu Gemüte geführt und mir die Mühe gemacht die 10 bestplatziertesten Spiele aus dem Jahr 2009 zu ermitteln. Schauen wir uns die einmal an:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Dominion -Die Intrige</li><li>Chaos in the Old World</li><li>Jaipur</li><li>Hansa Teutonica</li><li>Steam</li><li>Cyclades</li><li>Imperial 2030</li><li>Der Widerstand</li><li>Dungeon Lords</li><li>Small World</li></ol>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="283" data-attachment-id="1041" data-permalink="https://spieltroll.de/dsc_0248-3" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0248.jpg?fit=2223%2C2100&amp;ssl=1" data-orig-size="2223,2100" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;D6503&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1543664086&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.03125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Klassiker &amp;#8211; Dominion" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Klassiker &amp;#8211; Dominion&lt;/p&gt;
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<p>Okay, man muss sagen, da ist schon noch ein wenig was dabei, an das man sich erinnern müsste. Aber die Liste wird auch hier von Dominion angeführt, zwar ist es das zweite Set Intrige, weil das Erscheinungsdatum des Originals ja schon im Jahr davor war, aber auch das macht nur umso deutlicher, wie sehr Dominon in dieser Zeit verbreitet war. Chaos in the Old World ist mir persönlich gar nicht bekannt, obwohl es von Eric M Lang ist und auf Warhammer Fantasy basiert, was ich eine Zeit lang recht intensiv gespielt habe. Die wichtigsten Titel mit denen man sich aber auch heute noch beschäftigen kann und vielleicht auch muss, sind wahrscheinlich Jaipur, Dungeon Lords und Small World.</p>



<p>Jaipur ist meiner Meinung nach eines der besten 2-Personen-Spiele überhaupt und jeder der gerne ein schönes kleines Spiel haben möchte, dass man immer mal wieder mit nur einer weiteren Person spielen möchte, sollte sich Jaipur zulegen. Es geht um den Handel mit Waren und deren Wert in Tauschgeschäften. Ein wirkliches Kleinod, dass auch heutzutage nichts von seiner Faszination verloren hat. Dungeon Lords ist ein schön witziges, mittelkomplexes Spiel von Vladaa Cvatil und zog mit Dungeon Petz auch einen heute noch sehr beliebten Nachfolger nach sich. Small World von Days Of Wonder wird bis heute mit Erweiterungen unterstützt und ist ein faszinierend einfaches und interessantes Spiel, das ich aber bis heute nicht in meinem Besitz hatte, wenn man von der Umsetzung als Videospiel einmal absieht. Die restlichen Spiele sind alle Kinder ihrer Zeit und die meisten haben sich nicht bis heute gehalten.</p>



<p>In Deutschland gibt es ja zwei wichtige Spielepreise und bei denen sah es in diesem Jahr nicht anders aus. Dominion gewann sowohl den Preis für das Spiel des Jahres 2009, als auch den Deutschen Spiele Preis. Ein Kunststück das nicht allzu vielen Spielen gelingt, aber es kommt vor. Beide Preise sind in ihrer Grundausrichtugn ein wenig unterschiedlich, was es umso bemerkenswerter macht, wenn ein Spiel beide Preise einsackt. Allerdings kann man es auch so deuten, dass es einfach nicht genügend Spiele gab, um beide Preise ausreichend zu bedienen. Der Preis für das Spiel des Jahres ist ein wenig familienorientierter, was ihn für die breite Masse attraktiver macht, während der Deutsche Spielepreis für Erwachsenen und Familienspiele steht und somit eher in die nennen wir sie mal &#8218;Gamer&#8216;-Richtung tendiert.</p>



<p>Auf der Nominierungsliste für das Spiel des Jahres standen in diesem Jahr noch vier weitere Titel. Zwei davon sind tatsächlich komplett an mir vorbei gegangen, wahrscheinlich habe ich zuviel Dominion gespielt. Fauna und Finca kenne ich tatsächlich nur vom Namen her. Das Spiel Fits befindet sich nach wie vor in Familienbesitz und war ein Versuch Tetris als Brettspiel kompetetiv umzusetzen und als viertes im Bunde natürlich Pandemie, wenngleich das bei Boardgamegeek natürlich auch wieder fehlt, denn in Amerika kam es ein Jahr zuvor in den Handel. Pandemie schlug damals auch Wellen und wurde als heißer Kandidat gehandelt. Das Spielprinzip war zu der Zeit auch irgendwie neu, aber ich fand es damals schon ein wenig zu abhängig von der Verteilung der Seuchenwürfel. Aber auch darüber will ich mich hier nicht schon wieder auslassen.</p>



<p>Die Empfehlungsliste für das Spiel des Jahres können wir mal gleich vergessen, auf ihr befand sich in diesem Jahr, meiner Meinung nach, nicht ein einziges erwähnenswertes Spiel. Der Deutsche Spielepreis gibt keine Nominierungslisten und Empfehlungslisten heraus, bei ihm gibt es immer eine Liste der 10 Besten Spiele und dort lag in diesem Jahr Dominion auf Platz 1. Auf den Plätzen zwei und drei folgten dann zwei Spiele aus dem Jahr 2008 mit Le Havre und Pandemie. Le Havre von Uwe Rosenberg erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Fauna und Finca sind auch auf dieser Liste vertreten, was mich ja schon fast dazu bewegt, mich mal mit diesen Spielen zu beschäftigen. Small World schafft es bei diesem Preis übrigens ebenfalls genannt zu werden und landet auf einem sehr guten fünften Platz.</p>



<p>Scheint so, als hätte ich mir ein nicht ganz so interessantes Spielejahr ausgesucht, um mir ein paar Gedanken darüber zu machen. Dominion hier, Dominion da, Dominion überall! Jetzt aber mal ernsthaft, wer von euch noch nie Dominion oder einen Deck-Builder gespielt hat, der hat wirklich was verpasst. Auch Dominion ist heutzutage nicht mehr ganz so frisch, aber gespielt sollte man das schon haben und so lauten meine Empfehlungen von Spielen aus dem Jahr 2009 für euch auch Dominion, Jaipur, Small World und Pandemie. Das reicht an guten Werken für eure Ludothek aus diesem Jahr. Oder seht ihr das anders? Wenn ja, rein in die Kommentare&#8230;</p>
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