<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Euphrat &amp; Tigris &#8211; Spieltroll</title>
	<atom:link href="https://spieltroll.de/archiv/tag/euphrat-tigris/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://spieltroll.de</link>
	<description>Gedanken und Meinungen zu Brett- und Kartenspielen</description>
	<lastBuildDate>Sat, 10 Oct 2020 10:24:10 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/cropped-Spieltagebuch-1.png?fit=32%2C32&#038;ssl=1</url>
	<title>Euphrat &amp; Tigris &#8211; Spieltroll</title>
	<link>https://spieltroll.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">153241597</site>	<item>
		<title>Portrait &#8211; Reiner Knizia</title>
		<link>https://spieltroll.de/archiv/5849</link>
					<comments>https://spieltroll.de/archiv/5849#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2020 10:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Amun-Re]]></category>
		<category><![CDATA[Battle Line]]></category>
		<category><![CDATA[Corey Konieczka]]></category>
		<category><![CDATA[Der Herr der Ringe]]></category>
		<category><![CDATA[Digging]]></category>
		<category><![CDATA[DSP1993]]></category>
		<category><![CDATA[DSP1998]]></category>
		<category><![CDATA[DSP2000]]></category>
		<category><![CDATA[DSP2003]]></category>
		<category><![CDATA[Einfach Genial]]></category>
		<category><![CDATA[Euphrat & Tigris]]></category>
		<category><![CDATA[Goldrausch]]></category>
		<category><![CDATA[Hans im Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Herr der Ringe: Die Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Hexagames]]></category>
		<category><![CDATA[John Howe]]></category>
		<category><![CDATA[Keltis]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderspiel des Jahres]]></category>
		<category><![CDATA[King Arthur]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Teuber]]></category>
		<category><![CDATA[Lost Cities]]></category>
		<category><![CDATA[Medici]]></category>
		<category><![CDATA[Modern Art]]></category>
		<category><![CDATA[Ra]]></category>
		<category><![CDATA[Ramses Pyramid]]></category>
		<category><![CDATA[Reiner Knizia]]></category>
		<category><![CDATA[Samurai]]></category>
		<category><![CDATA[SAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Schotten Totten]]></category>
		<category><![CDATA[SdJ2008]]></category>
		<category><![CDATA[Spieltroll]]></category>
		<category><![CDATA[Tadsch Mahal]]></category>
		<category><![CDATA[Tal der Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Wer War´s?]]></category>
		<category><![CDATA[Wettlauf nach El Dorado]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://spieltroll.de/?p=5849</guid>

					<description><![CDATA[Nach Klaus Teuber und Corey Konieczka soll in Folge drei meiner Portrait-Serie ein weiterer deutscher Spieleautor gewürdigt werden. Reiner Knizia ist ein überaus erfolgreicher Spieleautor und ein verdammt fleissiger dazu. Wobei so ein bißchen haftet ihm immer ein gewisser Ruf an, seine Spiele seien zu mathematisch und zu wenig thematisch. Ich würde sagen ein bißchen &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/5849" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Portrait &#8211; Reiner Knizia“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="798" height="680" data-attachment-id="5926" data-permalink="https://spieltroll.de/portraitknizia" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/08/portraitknizia.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="portraitknizia" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/08/portraitknizia.png?fit=300%2C256&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/08/portraitknizia.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/08/portraitknizia.png?resize=798%2C680&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5926" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/08/portraitknizia.png?w=798&amp;ssl=1 798w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/08/portraitknizia.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/08/portraitknizia.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /></figure>



<p>Nach <a href="https://spieltroll.de/?p=3829" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klaus Teuber</a> und <a href="https://spieltroll.de/?p=4735" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Corey Konieczka</a> soll in Folge drei meiner Portrait-Serie ein weiterer deutscher Spieleautor gewürdigt werden. Reiner Knizia ist ein überaus erfolgreicher Spieleautor und ein verdammt fleissiger dazu. Wobei so ein bißchen haftet ihm immer ein gewisser Ruf an, seine Spiele seien zu mathematisch und zu wenig thematisch. Ich würde sagen ein bißchen steril und klinisch. Wie auch bei Klaus Teuber würde ich mich selbst nicht gerade als einen Fan bezeichnen, erkenne aber ohne Probleme seine außerordentliche Leistung an. Seine Spiele stehen selten im ganz großen Rampenlicht, dafür stehen aber wahnsinnig viele seiner Spiele direkt dahinter parat und sorgen dafür das die Bühne gut gefüllt ist. Inzwischen hat Knizia weit über 700 Spiele veröffentlicht. Eine Zahl die so groß in diesem Business ist, dass sie wohl kaum ein anderer erreichen dürfte. Sehen wir uns sein Schaffen und sein Werk etwas genauer an.</p>



<span id="more-5849"></span>



<p>Reiner Walter Knizia, wie er mit vollem Namen heißt, wurde am 16.11.1957 in Illertissen im Grenzgebiet von Bayern und Baden-Würtemberg geboren und bereits im Alter von acht Jahren soll er nach eigenen Aussagen damit begonnen haben seine ersten Spiele zu erfinden. Er studierte Physik und Mathematik in Ulm und machte seinen Master in Syracuse/USA. Zur Doktorwürde in Mathematik kam er dann wiederum in Ulm im Jahr 1987. Etwa in dieser Zeit begann er damit seine ersten ernsthaften Spiele zu entwickeln. Zunächst war er großer Freund der damals noch sehr populären Postspiele, etwas das heutzutage kaum noch jemand kennt, weil diese Form des Spielens natürlich von der Technologie eingeholt wurde. Er gründete sogar sein eigenes Postspielzine. </p>



<p>1990 brachte er dann auch seine ersten richtigen Spiele heraus. <em>Digging</em> erschien bei Hexagames und <em>Goldrausch</em> bei Hans im Glück, welches auch tatsächlich das erste Spiel von ihm war, das ich wahrnahm. Einen bleibenden Eindruck hinterließ es aber bei mir trotzdem nicht, obwohl es in diesem Jahr, dem ersten Jahr in dem der Deutsche Spielepreis vergeben wurde, in der Abstimmung den fünften Platz erreichen konnte. Ehrlich gesagt dauerte es noch ziemlich lang bis ich ein Spiel von Reiner Knizia ziemlich abfeierte. Das geschah erst im Jahr 2001 aber bis dahin hatte er sich schon einen ziemlichen Namen gemacht. Vor allem durch seine Auktionstrilogie (<em>Modern Art, Medici</em> und <em>Ra</em>) galt er lange Zeit als sehr talentierter Autor. Auch <em>Euphrat und Tigris</em> galt lange Zeit als sein Meisterwerk. All diese Spiele erschienen in den 90er Jahren und konnte meine Aufmerksamkeit nicht erregen. Viele von ihnen habe ich bis heute nicht gespielt, obwohl dies, laut vielen, die beste Phase im Schaffen des Reiner Knizia sein soll. Irgendwas muss auch dran sein, denn bereits 1997 machte er den Beruf des Spieleautors zu seinem Hauptberuf. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits 80 Spiele veröffentlicht. Eine Zahl die so manch anderer Spieleautor in seinem ganzen Leben nicht veröffentlichen wird.</p>



<p>Reiner Knizia veröffentlichte aber nicht nur Spiele wie am Fliesband, nein, er schrieb auch Bücher. Bis zum Jahr 2000 erschienen meines Wissens nach fünf Stück, in denen er sich mit Würfel- und Kartenspielen auch in historischer Sicht auseinandersetzt. 1999 übernahm er für zwei Jahre den Vorsitz in der SAZ, der Spieleautorenzunft, in der er auch heute noch Mitglied ist.</p>



<p>Viele seiner Spiele wurden auch ausgezeichnet und das sogar recht früh in seiner Karriere. <em>Goldrausch</em> konnte ja bereits einen fünften Platz beim DSP einfahren und wahr eines seiner ersten Spiele. Diesem Erfolg sollte noch viele weitere und größere folgen. 1993 wurde <em>Modern Art</em> mit dem Deutschen Spiele Preis ausgezeichnet. Das Spiel bliebt mir zuerst nur wegen seiner Optik im Gedächtnis und ich fand es rein optisch so abstoßend, dass ich es nie spielen wollte. Bis heute kann ich nicht sagen, ob es ein Fehler war es nicht zu spielen. 1998 gewann er den Preis mit <em>Euphrat &amp; Tigris</em> erneut und hier war ich thematisch schon etwas mehr angetan, konnte mich aber auch nicht dazu durchringen es zu kaufen. Im Jahr 2000 wurde dann auch <em>Tadsch Mahal</em> mit dem DSP ausgezeichnet. Bereits der dritte Preis für ihn in Essen, aber der Spieltroll fand auch dieses Spiel wieder nicht so super. Kurz zuvor konnte ich mich aber kurzfristig für das kleine Zweipersonenspiel <em>Lost Cities</em> begeistern, dass ich für eine kleine Runde zwischendurch ganz gelungen fand.</p>



<p>2000 dann erschien ein Spiel von Reiner Knizia, dass ich bis heute recht ungewöhnlich finde, passt es doch irgendwie nicht so richtig in die Knizia-Schublade. Ich finde es aber gut, wenn mich Menschen überraschen können und hier hat er es getan. Die Rede ist vom Spiel <em><a href="https://spieltroll.de/?p=4199" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Herr der Ringe</a></em>, das damals in gewissen Kreisen wie eine Bombe einschlug. Ein kooperatives Spiel das die Reise von Frodo zum Schicksalsberg thematisierte und das auf eine wunderbare Weise. Bis heute für mich ein tolles Spiel und ein ungewöhnlicher Knizia. Das Spiel gewann einen Sonderpreis für Literatur im Spiel von der Spiel des Jahres Jury im Jahr 2001, hätte aber ebenfalls einen Preis für Kunst im Spiel bekommen können, denn die stilprägenden Artworks von John Howe prangen vollflächig auf den Spielbrettern.</p>



<p>2003 gewann er erneut den Deutschen Spiele Preis für sein Spiel <em>Amun-Re</em>. Der vierte DSP in zehn Jahren und wenn man weiss, dass der DSP eher den etwas komplexeren Spielen der Vielspieler zugetan ist, heisst das natürlich schon was. Im selben Jahr gewann er den österreichischen Spielepreis Spiel der Spiele für das elektronische Spiel <em>King Arthur</em>, eines das ich selbst besessen habe, aber relativ schnell wieder verkaufen musste, weil es so schlecht war und absolut keinen Spaß gemacht hat. Es war eine Spielerei und hat ihm wahrscheinlich geholfen erste Schritte in die Richtung seines späteren größten Erfolgs zu gehen. Auf das Spiel der Spiele hatte er so etwas wie ein Abo derzeit, denn auch 2004 (<em>Einfach Genial</em>) und 2006 (<em>Tal der Abenteuer</em>) erhielt er den Preis. Einfach Genial befindet sich bis heute in meiner Sammlung und ist ein Familienspiel mit hexagonalen Dominosteinen, dass eine schöne Spielerfahrung bietet. Tal der Abenteuer ist eher ein Reinfall, aber der österreichische Spielepreis fiel schon immer wegen seines zum Teil schrägen Geschmacks auf. 2004 knackte er dann die Grenze der 200 veröffentlichten Spiele.</p>



<p>Im Jahr 2008 brach es dann über Reiner Knizia herein, denn ihm gelang ein total seltenes Kunststück bei einem Preis, der ihm bisher verwährt blieb. Die Jury verlieh ihm im selben Jahr den Preis für das Spiel, als auch für das Kinderspiel des Jahres. <em>Keltis</em>, was eine Reinkarnation seines Spielprinzip von <em>Lost Cities</em> darstellte gewann plötzlich den Hauptpreis der Jury und bescherte ihm einiges an Erfolg, wenngleich auch dieses Spiel zwar Spaß macht, aber für meinen Geschmack auch eher uninspiriert daherkommt. Der viel größere Erfolg war das kooperative, elektronische Kinderspiel <em>Wer war´s?</em>, was sich ziemlich oft verkauft hat. Überall stand es rum und auch wir haben es mit unserer Tochter damals sehr oft gespielt. Seine Erfahrungen von <em>King Arthur</em> dürften ihn irgendwann zu diesem Spiel geführt haben. Tolles Spiel und wahrscheinlich der größte Erfolg in seiner Karriere bisher.</p>



<p>2009 gewann er dann mit dem Legospiel <em>Ramses Pyramid</em> zuletzt den österreichischen Spielepreis. Ruhig ist es seitdem aber nicht geworden. Der Mann produziert Spiel um Spiel. Über 700 hat er inzwischen veröffentlicht und die Zahl steigt stetig an. Mehr als 20 Millionen Spiele hat er verkaufen können und gehört damit zu den erfolgreichsten Spieleautoren. Inzwischen taucht er regelmäßig auf den Empfehlungs- und Nominierungslisten zum Spiel des Jahres auf und erscheint bei den Feiern immer in thematischen Kostümen die zu den nominierten Spielen passen. Unvergessen sein Auftritt im regenbogenfarbenen Lamakostüm.</p>



<p>Genau wie Teuber habe ich auch zu Knizia ein eher gespaltenes Verhältnis. Ich finde nur wenige seiner Spiele richtig überzeugend und meine Kritik geht in eine ähnliche Richtung wie ich sie schon des öfteren von anderen über ihn gehört habe. Ihm haftet der Ruf an mathematisch zu perfekte Spiele zu kreiren. Die Spiele sind immer bis ins kleinste Detail durchdacht und funktionieren super. Allerdings bleibt die Emotion ein wenig auf der Strecke. Wahrscheinlich ist mir deshalb sein <em><a href="https://spieltroll.de/?p=4199" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Herr der Ringe</a></em> Titel der liebste, da er hier ein mathematisch gut funktionierendes Spiel über ein Thema gestülpt hat, dass schon genügend Emotion mitbringt. Man sagt über Reiner Knizia, dass er zwei Arten von Spielen erfindet: Knizia-Spiele, die durchaus komplex und strategisch sind und deshalb Vielspieler sehr ansprechen und Reiner-Spiele, die eher locker und glückslastig sind und bei Familien gut ankommen. Entweder mathematisch zu perfekt und trocken oder  spaßig und wenig anspruchsvoll. Da könnte ein bißchen was dran sein, aber was wäre unsere Spielelandschaft ohne diesen besonderen Charakter und Fliesbandautor? Missen möchte ich ihn nicht&#8230;</p>



<p><strong>Bekannteste Werke von Reiner Knizia:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Euphrat und Tigris</strong> (1997)</li><li><strong>Ra</strong> (1999)</li><li><strong>Wettlauf nach El Dorado</strong> (2017)</li><li><strong>Samurai</strong> (1998)</li><li><strong>Battle Line</strong> (2000)</li><li><strong>Modern Art</strong> (1992)</li><li><strong><a href="https://spieltroll.de/?p=4474" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lost Cities</a></strong> (1999)</li><li><strong>Herr der Ringe: Die Entscheidung</strong> (2005)</li><li><strong>Amun-Re</strong> (2003)</li><li><strong>Schotten Totten</strong> (1999)</li></ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://spieltroll.de/archiv/5849/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5849</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Spielejahrgang 1997 &#8211; Spieledepression ?</title>
		<link>https://spieltroll.de/archiv/3192</link>
					<comments>https://spieltroll.de/archiv/3192#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Dec 2019 13:11:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielgedanken]]></category>
		<category><![CDATA[1997]]></category>
		<category><![CDATA[Arriba!]]></category>
		<category><![CDATA[Bohnanza]]></category>
		<category><![CDATA[Caesar & Cleopatra]]></category>
		<category><![CDATA[Catan]]></category>
		<category><![CDATA[Colossal Arena]]></category>
		<category><![CDATA[Der zerstreute Pharao]]></category>
		<category><![CDATA[Die Siedler von Catan]]></category>
		<category><![CDATA[Die Siedler von Catan: Das Kartenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Euphrat & Tigris]]></category>
		<category><![CDATA[Expedition]]></category>
		<category><![CDATA[For Sale]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Teuber]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Land Unter]]></category>
		<category><![CDATA[Löwenherz]]></category>
		<category><![CDATA[Magic - The Gathering]]></category>
		<category><![CDATA[Manitou]]></category>
		<category><![CDATA[Metro]]></category>
		<category><![CDATA[Mississippi Queen]]></category>
		<category><![CDATA[Njet!]]></category>
		<category><![CDATA[Queen Games]]></category>
		<category><![CDATA[Quoridor]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Knizia]]></category>
		<category><![CDATA[Ravensburger]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[SdJ1997]]></category>
		<category><![CDATA[Serenissima]]></category>
		<category><![CDATA[Showmanager]]></category>
		<category><![CDATA[Spielejahrgang 1997]]></category>
		<category><![CDATA[Spieltroll]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Dorra]]></category>
		<category><![CDATA[Team 3]]></category>
		<category><![CDATA[Ursuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Rosenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Visionary]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://spieltroll.de/?p=3192</guid>

					<description><![CDATA[Etwas länger ruhig gewesen in dieser kleinen Serie von Spielegedanken zu den Spielejahrgängen der Vergangenheit. Andere Dinge hatten einfach vorrang. Jetzt geht es aber wieder frisch ans Werk oder vielleicht sage ich lieber nicht frisch, denn der Zeitraum nach der Eurogame Invasion 1995/96 mit Catan ist ein spielerisch eher bescheidener. Fast so, als hätte sich &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/3192" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Spielejahrgang 1997 &#8211; Spieledepression ?“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-medium"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="256" data-attachment-id="1190" data-permalink="https://spieltroll.de/archiv/747/spielgedanken-2" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Spielgedanken" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=300%2C256&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=300%2C256&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-1190" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/Spielgedanken.png?w=798&amp;ssl=1 798w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></figure></div>



<p>Etwas länger ruhig gewesen in dieser kleinen Serie von Spielegedanken zu den Spielejahrgängen der Vergangenheit. Andere Dinge hatten einfach vorrang. Jetzt geht es aber wieder frisch ans Werk oder vielleicht sage ich lieber nicht frisch, denn der Zeitraum nach der Eurogame Invasion 1995/96 mit <a href="https://spieltroll.de/?p=154">Catan</a> ist ein spielerisch eher bescheidener. Fast so, als hätte sich soetwas wie eine Art Depression breitgemacht. Eine Spieledepression. Aller Orten wurde eigentlich nur gesiedelt oder <a href="https://spieltroll.de/?p=1054">Magic</a> gespielt. Diverse Erweiterungen für Catan kamen recht schnell auf den Markt und hielten das Spiel auch für eine große Masse an Spielern interessant. 1996-1998 waren eher schlechte Spielejahrgänge, wie ich hier mit 1997, hoffe ich, beweisen möchte. Natürlich gibt es in jedem Jahr auch Perlen, keine Frage, aber das Groß der Spiele war doch eher bescheiden.</p>



<span id="more-3192"></span>



<p>Natürlich geht so ein Rückblick für mich auch nicht, ohne mich mit meiner persönlichen spielerischen Geschichte auseinanderzusetzen. Leider muss ich sagen, waren die Jahre 95 bis 97 einige der schwierigsten in meinem Leben überhaupt, so dass sich mir aufdrängt, das es vielleicht ja auch an mir liegen könnte, dass ich diese Jahre als weniger gute Spielejahrgänge empfinde. Das Leben entschied sich mich in dieser Zeit auf eine Probe zu stellen, mit der ich nicht gut klar kam. Einer meiner besten Freunde starb bei einem Autounfall unzwar auf dem Weg zu mir. Das warf mich für einige Zeit komplett aus der Bahn und viele andere Dinge gewannen die Oberhand. Schule lief nicht mehr, Panikattacken und solche Dinge waren in dieser Zeit lebensbestimmend. Heutzutage bin ich drüberweg, aber damals&#8230; Das einzige was ich zu dieser Zeit sehr häufig spielte war Magic, alles andere nur sporadisch, wenn sich irgendwo eine Gelegenheit ergab. Eigentlich wollte ich schon von der Schule abgehen und das Abi schmeißen, weil es mir eh nicht so gut ging. Die Schule ging mir tierisch auf den Sack, aber 1997 habe ich es dann mit Hängen und Würgen doch geschafft. 1997 bleibt mir persönlich also immer als das Jahr meines Abiturs in Erinnerung. Ein paar Spiele aus diesem Jahrgang habe ich aber trotzdem bis heute, auch wenn sie nicht so oft auf den Tisch kommen.</p>



<p>Wie ich schon oben kurz angedeutet habe, ging es 1997 bei mir hauptsächlich um Magic und einige andere Sammelkartenspiele, die zu dieser Zeit einfach der große Hit waren. Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, dass es so wenig gute Spiele zu dieser Zeit gab, weil alle den Riesenerfolg der Sammelkartenspiele sahen und sich dachten, wir müssen etwas ähnliches entwickeln. Klappte aber in den meisten Fällen nicht. Queengames hatte mit dem Herr der Ringe-Sammelkartenspiel für uns Fans ein tolles Spiel am Start, mit dem ich damals tatsächlich über Ebay sogar Geld verdient habe. Das Spiel war bei einem kleinen Spielerkreis sehr beliebt, aber im Mainstream kam es nicht an.</p>



<p>Schauen wir mal zuerst auf <a href="https://boardgamegeek.com/">Boardgamegeek.com</a> nach, welche zehn Spiele sich aus 1997 am höchsten platzieren konnten: </p>



<ol class="wp-block-list"><li>Euphrat &amp; Tigris</li><li>For Sale</li><li><a href="https://spieltroll.de/?p=2486">Bohnanza</a></li><li>Ursuppe</li><li>Colossal Arena</li><li>Löwenherz</li><li>Land Unter</li><li>Quoridor</li><li>Arriba! (Jungle Speed)</li><li>Njet! </li></ol>



<p>Uiuiui, da hauen wir ja richtig in die vollen nicht wahr? Euphrat &amp; Tigris kenne ich und habe ich meine ich seinerzeit auch irgendwo schonmal gespielt, aber hängen geblieben ist irgendwie nicht viel. Wenn man sich mit Rainer Knizia beschäftigt, kommt man aber an diesem Spiel nicht vorbei, denn viele Spieler halten es für eines seiner besten. Ich aber nicht. For Sale ist dann eines dieser Spiele, dass ich leider noch nie selbst gespielt habe und mich da besser raushalte. Viele finden es aber ganz toll und wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich es mal ausprobieren. Erwähnen muss man es noch, weil es von Stefan Dorra ist, der in dieser Liste von Boardgamegeek gleich dreimal vertreten ist. Zum dritten Spiel braucht man dann glaube ich nicht mehr allzu viel zu erzählen, wer möchte kann sich hierzu gerne mal mein Bohnanza Klassiker Review durchlesen. Uwe Rosenberg mit einem tollen Spiel, das seitdem immer noch mit Erweiterungen und anderen Versionen gefüttert wird und auch bei uns besonders in der Urlaubszeit immer gerne auf den Tisch kommt. Ursuppe ist ein weiterer durchaus bekannter Titel aus dieser Zeit. Ich kann mich an viel Zeitungswerbung erinnern, in der das Spiel beworben wurde. Außerdem dachte ich damals immer das es ein echt häßliches Spiel ist, dass sich mit einem unattraktiven Thema (Amöben) beschäftigt. Leider habe ich Ursuppe nie gespielt. Colossal Arena sagt mir dann tatsächlich überhaupt gar nichts. Löwenherz von Klaus Teuber habe ich sogar mal selbst besessen. Aber ich glaube ich habe es damals blind gekauft, weil es von Klaus Teuber ist. Leider fand ich es nie so gut, dass es sich lange in meiner Sammlung halten konnte. Land unter ist dann eher ein Kinderspiel von Stefan Dorra und auch Arriba! bringe ich eher mit einem Kinderspiel in Verbindung. Beide habe ich nie gespielt. Zu guter letzt wäre da noch Njet!, das dritte Spiel von Stefan Dorra, welches ein durchaus lustiges Stichspiel ist, dass mich vor allem durch seine Optik begeistern konnte.</p>



<p>Abseits dieser zehn Spiele gibt es für mich persönlich noch drei weitere Spiele, die ich erwähnen muss. Metro von Queen Games, dass ein schönes Familienspiel mit nicht zu hohem Anspruch ist, dass aber auch Vielspielern Spaß bringt, sowie Caesar &amp; Cleopatra aus der Kosmos 2 Spielerreihe, dass ich auch für ein gutes Spiel halt, sowie muss auch Mississippi Queen erwähnt werden, dass ich höher platziert erwartet hätte.</p>



<p>Beim größten/bekanntesten Spielpreis der Welt, dem Spiel des Jahres, sind wie gewohnt ein paar andere Vertreter am Start. 1997 gibt es den Preis für das Kennerspiel noch nicht, und auch Nominierte werden nicht extra hervorgehoben, alle weiteren Spiele stehen hingegen auf der Empfehlungsliste. Der Preisträger 1997 ist das schon erwähnte Mississippi Queen, dass sich gegen fünf andere Titel durchsetzt und den Preis tatsächlich zurecht trägt, auch wenn man aus der heutigen Sicht sagen muss, dass es eher ein durchschnittliches Spiel ist. Aber die Konkurrenz war nicht besser. Empfohlen wurden Visionary von Schmidt Spiele, das man mit den neuen Team 3 Spielen vergleichen kann. Hier gab es zwei Teams bei denen jeweils einer mit Augenbinde etwas bauen musste, was ihm das Team erklären musste. Natürlich nicht das gleiche wie Team 3, aber ähnlich. Showmanager und Expedition waren dann genauso auf der Empfehlungsliste, wie auch das schon erwähnte Teuberspiel Löwenherz und das kleine Kartenspiel Manitou, dass ich sogar auch besaß. Löwenherz finde ich bis heute nicht besonders gut und auch das Manitou war nur ein eher mittelprächtiges Kartenspiel. Beim Spiel des Jahres Preis 1997 wird die Lage noch viel deutlicher und Mississippi Queen trägt hier den Preis wirklich zurecht, denn das Spiel habe ich tatsächlich mit Abstand auch am meisten von allen Neuen aus diesem Jahr gespielt.</p>



<p>Der Deutsche Spielepreis ist 1997 auch noch fest in der Hand der Familienspiele. Heutzutage ist der Preis eher in die Kennerecke gerückt, da man sich in der Mitte zwischen Kinder/Familien- und Expertenspielen trifft. In den Top Ten finden wir zeimlich viele genannte Titel wieder. Hier liegt allerdings Löwenherz vorn und gewinnt den Preis. Das war seinerzeit auch der Kaufimpuls für das Spiel von Klaus Teuber. Nach dem Motto: &#8222;Kann ja nicht schlecht sein!&#8220; Ist es auch nicht, aber gut ist es eben auch nicht. Auf Platz zwei haben wir dann etwas noch nicht Genanntes, das Catan Kartenspiel für zwei Spieler, was in meinen Augen auch eines der besten Spiele aus dieser Zeit ist. Die nächsten Plätze sind dann mit Showmanager, Mississippi Queen und Bohnanza wieder bekannt. Bohnanza kam für den Spiel des Jahres Preis einfach zu spät und ging erst in den nächsten Jahrgang mit in die Bewertung. Auf Platz 8 finden wir Expedition und auf 10 Manitou wieder. Dazwischen gibt es noch Serenissima, eines der besseren Handelsspiele aus der Zeit und das bei Kindern sehr beliebte &#8222;Der zerstreute Pharao&#8220;, das sich für Ravensburger wahrscheinlich seinerzeit sehr gelohnt haben dürfte. Gefühlt stand das in jedem Geschäft seinerzeit rum und war der Seller vor dem Herrn. Es wird immer weider neu aufgelegt und ist bis heute im Protfolio von Ravensburger zu finden.</p>



<p>Welche Spiele aus diesem Jahr sollte man nun also zu den historisch relevanten Spielen rechnen. Rein Spielmechanisch gab es erstmal nichts wirklich innovatives. Bohnanza ist hier wahrscheinlich am ehesten zu nennen, denn die Mechanik mit Karten auf der Hand, deren Spielreihenfolge man aber nicht verändern darf, ist wahrscheinlich noch das bemerkensweteste. Tristesse, oder wie ich am Anfang schon schrieb, Depression herrschen in diesem Jahr vor. Woran es nun genau lag, kann ich nicht sagen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass meine Wahrnehmung dieses Jahrgangs nicht der Grund dafür ist, dass es wenig gute Titel gab. Es gab wirklich wenig gute Titel in diesem Jahrgang und auf die Jahre 1996 und 1998 trifft das genauso zu. Erst 1999 hatte diese Depression ein Ende und zahlreiche Spiele mit wiederum neuen Konzepten zeigten sich am Markt. Fast schon könnte man denken, dass Catan und Co. der Welt gezeigt haben, wie man auch spielen kann und danach haben sich überall Autoren und Erfinder hingesetzt und sich neue und innovative Spiele überlegt, die dann auf die Welt losgelassen wurden. In der Zwischenzeit saßen alle nur und tüftelten und ein paar Dürrejahre waren die Folge.  </p>



<p>Meiner Meinung nach gehören in eine gute Ludothek aus dem Jahr 1997 nur ein paar Titel hinein. Bohnanza gehört auf jeden Fall dazu. Auch das Siedler Kartenspiel für 2 Spieler als das bessere Catan würde ich nicht missen wollen. Letzters spielt sich auch heutzutage noch recht gut, nicht so wie der große Vertreter an dem der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen hat. Als drittes würde ich dann schon das Spiel des Jahres Mississippi Queen wählen, aber auch nur, weil wirklich nicht viel Gutes im Jahr 1997 zu verorten ist.</p>



<p> </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://spieltroll.de/archiv/3192/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3192</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
