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	<title>Wizards Of The Coast &#8211; Spieltroll</title>
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	<description>Gedanken und Meinungen zu Brett- und Kartenspielen</description>
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	<title>Wizards Of The Coast &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Klassiker &#8211; Guillotine</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2022 11:38:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Guillotine, wer kennt sie nicht? Das Fallbeil in eine Tötungsmaschine umgewandelt ist so untrennbar mit der französischen Revolution verbunden, dass ich die beiden Dinge nicht im Kopf trennen kann. Eigentlich wurde sie aus humanitären Gründen erfunden, um die Grausamkeit bei einer Hinrichtung durch einen Henker zu reduzieren, der mitunter mehrere Schläge benötigte. Humanitär ist &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/11536" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Guillotine“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Die Guillotine, wer kennt sie nicht? Das Fallbeil in eine Tötungsmaschine umgewandelt ist so untrennbar mit der französischen Revolution verbunden, dass ich die beiden Dinge nicht im Kopf trennen kann. Eigentlich wurde sie aus humanitären Gründen erfunden, um die Grausamkeit bei einer Hinrichtung durch einen Henker zu reduzieren, der mitunter mehrere Schläge benötigte. Humanitär ist in diesem Zusammenhang natürlich äußerst zynisch, aber ja&#8230; Der zweite Grund, und da nähern wir uns dem Spiel gehörig an, ist die Tatsache, dass bei der Revolution in Frankreich soviele Hinrichtungen durchgeführt werden mussten, dass es effektiver war, dies durch eine Maschine durchführen zu lassen. Alles Pervers aber wir wollen hier ja Spaß haben und wer das alles ausblenden kann und nicht so ernst nimmt, der kann mit Guillotine von Amigo bzw. Wizards of the Coast eine Menge Spaß haben &#8211; wie ich finde. Das Spiel ist natürlich rabenschwarz zu verstehen und zartbesaitete Gemüter sollten lieber die Finger davon lassen, aber für mich ist <em>Guillotine</em> ein echter Klassiker mit seinen inzwischen 24 Jahren auf dem Buckel. Nach <a rel="noreferrer noopener" href="https://spieltroll.de/?p=6129#more-6129" target="_blank">Robo Rally</a> vom letzten Mal dürfte das hier erneut ein Kandidat sein, der auf ein geteiltes Echo stoßen könnte.</p>



<span id="more-11536"></span>



<p>Ich fasse zunächst das Spielgeschehen einmal kurz zusammen: Thematisch befinden wir uns in der französischen Revolution und das Volk möchte alle möglichen Adligen und ihre Helfer und Unterstützer der namensgebenden Tötungsmaschine zuführen. Das Spiel geht über drei Tage/Runden. An jedem Tag wird eine Reihe von Karten vor die Pappaufstellguillotine gelegt. Auf diesen Karten sind Personen zu sehen die bestimmte Figuren verkörpern. Es gibt Adlige, den Klerus, Soldaten und Beamte. Auch ein paar durchaus beliebte Gesellen habe sich in der Reihe verloren. All diese Personen sind bestimmte Punkte Wert und unser Ziel ist es am Ende die meisten Punkte ergattert zu haben. Jede*r Spieler*in erhält noch eine Kartenhand von Aktionskarten. Wer an der Reihe ist darf eine Karte spielen, muss aber auf jeden Fall die nächste Person vor der <em>Guillotine</em> köpfen und erhält die Karte auf den eigenen Punktestapel. </p>



<p>Mit den Aktionskarten kann die Reihenfolge der Karten manipuliert werden oder es treten bestimmte Ereignisse ein. Hier kann zum Beispiel ein Adliger nach Vorn geschubst werden oder aber eine Doppelkopfkarte erlaubt uns das Köpfen von zwei Adligen hintereinander. Hier gibt es jede Menge verschiedene Möglichkeiten die Reihe zu manipulieren. Andere Karten beschäftigen sich mit den Punkten der Karten. Wir müssen zum Beispiel möglichst grüne Adlige (Beamte) sammeln, die uns dann mehr Punkte bringen. Diese Informationen sind aber offen, so dass unsere Gegenspieler*innen uns gerne einen Strich durch die Rechnung machen können. Einige wenige Karten sind auch während der Züge der anderen spielbar. So entsteht jede Menge Interaktion und auch ab und zu ein gewisser Ärgerfaktor. Auch muss erwähnt werden das einige der Adligen selbst besondere Fähigkeiten mitbringen. So gibt es zum Beispiel Pärchen die besonders viel Wert sind, wenn wir sie beide in unserem Stapel haben, oder auch Adlige die einen weiteren mit in die Reihe bringen. Einige verändern von sich aus auch die Reihe, so legt sich der Meisterspion immer wieder ans Ende der Reihe, bis sein unausweichliches Ende immer näher rückt.</p>



<p>Soviel zum Spielgeschehen. Guillotine ist kein superlanges oder besonders anspruchsvolles Spiel, aber eines das mir nicht nur wegen des Themas immer im Gedächtnis bleiben wird. Die Manipulation der Reihen ist spaßig genug, um mich immer wieder zurückzuholen. Den anderen Spieler*innen eins auszuwischen fühlt sich befriedigend an und ist nie so gemein, da die Partien doch recht kurz sind. Einfach nochmal spielen.</p>



<p>Guillotine erschien 1998 in englischer Sprache bei Wizards of the Coast und ich wurde wahrscheinlich in irgendwelchen amerikanischen Kartenmagazinen auf es aufmerksam, da ich zu der Zeit ja viel wegen <a href="https://spieltroll.de/?p=1054" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magic</a> in solchen unterwegs war. Das Artwork viel mir sofort auf, da es von einem Magic-Illustrator stammte. Quinton Hoover, der seinerzeit für den &#8222;Wrath of God&#8220; verantwortlich war, eine ziemlich wichtige Karte zu der Zeit. Quinton Hoover wurde bei Guillotine von Mike Raabe unterstützt, der ebenfalls für Magic illustrierte. 2013 starb Quinton Hoover leider viel zu früh.</p>



<p><em>Guillotine</em> war zwar nicht das erste Spiel eines gewissen Paul Peterson, aber das erste mit dem er einigen Erfolg gehabt haben dürfte. Er ist soetwas wie ein Kartenspielspezialist und stammt aus der Zeit der Tading Card Games und zeichnete sich dort für einige Erweiterungen von Spielen wie <em>Vampire &#8211;  The Eternal Struggle</em> mit verantwortlich. Auch das <em>Harry Potter Trading Card Game</em> aus den frühen 2000ern stammt aus seiner Feder. Den meisten bekannt dürfte er aber international für Smash Up und sein <em>Pathfinder Adventure Card Game</em> sein. Paul Peterson wusste bereits damals auf welche Elemente es bei einem guten Kartenspiel ankommt. Es mussten gar nicht immer perfekte Mechaniken sein. Der Spaß steht im Vordergrund, denn Partien von Kartenspielen dauern selten lang.</p>



<p>2002 erschien dieses außergewöhnliche Kartenspiel dann auch beim deutschen Partner von den Wizards Amigo auf deutsch und ich erwarb es sofort. Obwohl meine Erinnerung behaupten würde, dass es bereits früher auf deutsch erschien. Diese kann aber bekanntlich täuschen und so halte ich mich an die recherchierten Fakten. Bis heute gibt es neben der englischen und deutschen Version lediglich noch eine französische, sowie eine auf niederländisch. Bis heute ist es mir ein Rätsel, warum es sich nicht in der breiteren Öffentlichkeit durchgesetzt hat, obwohl wenn ich es mir recht überlege, wird das wohl doch mit dem Thema zu tun haben. Das Spiel gewann 1998 sogar den Origins Game Award in der Kategorie &#8222;Best Card Game&#8220; und konnte auch beim À-la-carte-Kartenspielpreis der Spielezeitschrift Fairplay eine respektable Platzierung erreichen.</p>



<p>Wenn ihr die Chance habt ein Exemplar zu ergattern, dann kann ich euch nur empfehlen zuzuschlagen. <em>Guillotine</em> befindet sich bis heute in meiner Sammlung und kommt immer mal wieder auf den Tisch. Wer bei der Spielbeschreibung übrigens denkt &#8222;Das kommt mir irgendwie bekannt vor&#8220;, dem kann ich nur sagen, das könnte sein, denn die Grundidee von <a href="https://spieltroll.de/?p=4832" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beasty Bar</a> ist die gleiche. Nur mit dem Unterschied, das hier sämtliche Kreaturen besondere Fähigkeiten haben, die die Reihe betreffen und die Spieler*innen neue Tiere in die Reihe legen. Sehr ähnlich, aber bei weitem nicht so gut.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong>AMIGO Spiele</li><li><strong>Autor(en): </strong>Paul Peterson</li><li><strong>Illustrator(en):</strong> Quinton Hoover, Mike Raabe</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2002</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2 &#8211; 5 Spieler</li><li><strong>Dauer:</strong> 20 &#8211; 30 Minuten</li></ul>
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		<title>Klassiker &#8211; Robo Rally</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2022 16:35:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Rubrik der Klassiker ist in letzter Zeit ebenfalls ein wenig eingeschlafen und das will ich jetzt wieder ändern. Es gibt genug Spiele, die ich hier gerne erwähnen möchte und die es verdient haben Teil dieser Serie zu sein. Heute soll es um das Spiel Robo Rally gehen, dass ebenfalls schon eine lange Zeit auf &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/6129" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Robo Rally“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-full"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="798" height="680" data-attachment-id="10729" data-permalink="https://spieltroll.de/roborallyklassiker" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborallyklassiker.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="roborallyklassiker" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborallyklassiker.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborallyklassiker.png?resize=798%2C680&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-10729" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborallyklassiker.png?w=798&amp;ssl=1 798w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborallyklassiker.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborallyklassiker.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /></figure></div>



<p>Die Rubrik der Klassiker ist in letzter Zeit ebenfalls ein wenig eingeschlafen und das will ich jetzt wieder ändern. Es gibt genug Spiele, die ich hier gerne erwähnen möchte und die es verdient haben Teil dieser Serie zu sein. Heute soll es um das Spiel <em>Robo Rally</em> gehen, dass ebenfalls schon eine lange Zeit auf dem Buckel hat. Auch ist die Geschichte seiner Veröffentlichung ganz interessant, denn das Spiel stammt von Richard Garfield, der vielen als der Erfinder von <a href="https://spieltroll.de/?p=1054" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magic &#8211; The Gathering</a> bekannt sein dürfte. Somit ist er schon zum zweiten mal Teil dieser Serie, denn auch <em>Magic</em> habe ich in dieser Serie von Klassikern schon betrachtet. Die Geschichte von <em>Magic</em> ist nämlich ganz eng auch mit diesem Spiel verknüpft, aber dazu später mehr. Heutzutage scheint mir <em>Robo Rally</em> schon fast ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein, was ich schade finde. Es wird aber mindestens genausoviele Stimmen geben, die es nicht vermissen, denn <em>Robo Rally</em> wird geliebt oder gehasst. Dazwischen existiert meist nicht viel.</p>



<span id="more-6129"></span>



<p>Zunächst einmal für all diejenigen, die nicht wissen, von was für einem Spiel ich hier schreibe, zunächst eine kleine Einführung über das Spielgeschehen in <em>Robo Rally</em>. Der Name gibt es bereits vor, hier fahren die Spieler mit ihren Robotern in einer Fabrik ein Rennen. Wer zuerst am Ziel ankommt gewinnt natürlich und das Spiel ist dann sofort beendet. Auf dem modularen Spielbrett werden mehrere Wegpunkte abgesteckt, die der Reihe nach abgefahren werden müssen. Die Spieler*innen programmieren ihre Roboter mit Hilfe von Karten. Jedem stehen neun Karten zur Verfügung und mit ihnen ist es möglich die Roboter ein oder zwei Felder nach vorne, eines nach hinten zu fahren, oder eine Links- oder Rechtsdrehung durchzuführen. Die letzte Karte ist eine 180-Grad-Wende. Die Spieler*innen erhalten die Karten ganz zufällig und müssen fünf aufeinanderfolgende Schritte verdeckt programmieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-medium"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="298" height="300" data-attachment-id="10725" data-permalink="https://spieltroll.de/roborally-2" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?fit=954%2C960&amp;ssl=1" data-orig-size="954,960" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="roborally" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?fit=840%2C845&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?resize=298%2C300&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-10725" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?resize=298%2C300&amp;ssl=1 298w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?resize=768%2C773&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?resize=50%2C50&amp;ssl=1 50w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/roborally.jpg?w=954&amp;ssl=1 954w" sizes="(max-width: 298px) 85vw, 298px" /><figcaption>Robo Rally</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem die Programmierung abgeschlossen wurde, wird Schritt für Schritt der Programmierung ausgeführt. Auf den Karten sind zusätzlich zur Bewegung für den Roboter, Zahlenwerte angegeben, die die Reihenfolge bestimmen, in denen die Spieler*innen an der Reihe sind und die Bewegung ausführen. Sie können sich also nie so ganz sicher sein, wann sie an der Reihe sind und die Roboter sind in der Lage die Spielsituation auch für andere Spieler*innen zu Verändern. So können sie zum Beispiel andere Roboter anrempeln und verschieben. Nach jedem Programmierschritt ist zudem die Fabrik an der Reihe, die über diverse Elemente verfügt, um die Roboter zu beeinflussen. Zum Beispiel gibt es Förderbänder, die Roboter transportieren, Pressen, die sie zerstören und an den letzten Wegpunkt zurückversetzen oder auch Flammenwerfer, die ihnen Schaden zufügen.</p>



<p>Schaden sorgt dafür das Roboter zunehmend nicht mehr in der Lage sind eine neue und vollständige Programmierung auszuführen. So können Teile einer alten Programmierung im Speicher bleiben und dafür sorgen, dass sie an einer bestimmten Stelle immer die gleiche Bewegung ausführen, die miteingeplant werden muss. Natürlich gibt es auch Reperaturfelder. Zusätzlich kann das Spiel auch mit weiteren Elementen wie z.B. Ausrüstung aufgepeppt werden.</p>



<p><em>Robo Rally</em> lässt sich mit bis zu acht Spieler*innen spielen und klingt, wie ihr bereits bemerkt habt nach jeder Menge Chaos und das ist es auch bei höheren Spieler*innenzahlen durchaus, weswegen ich es mit maximal fünf Spieler*innen empfehlen kann. Die Regeln sind sehr überschaubar und es lässt sich schnell erklären. Die meisten Probleme bereitet den neuen Spieler*innen die Fabrik mit ihren zahlreichen Elementen. Der Einstieg ist aber sehr einfach und durch die verschiedenen Zusätze, wie zum Beispiel die Ausrüstung und der Möglichkeit manche Elemente der Fabrik erst nach und nach durch neue Spielpläne einzuführen, ist es gut möglich den Komplexitätsgrad zu steigern.</p>



<p><em>Robo Rally</em> kam 1994 zum ersten mal auf den Markt und wurde damals von Wizards of the Coast veröffentlicht. Richard Garfield entwickelte das Spiel aber schon 1983, konnte es aber bei keinem Verlag unterbringen, bis er es 1991 bei den Wizards vorstellte, denen das Spiel sehr gefiel, die es aber zunächst nicht veröffentlichen konnten, weil es ihnen finanziell nicht sonderlich gut ging. <em>Robo Rally</em> benötigte viel Material, um es auf den Markt zu bringen und dafür hatten sie schlichtweg kein Geld. Sie suchten nach einem Kartenspiel für Zwischendurch, dass sich schnell produzieren und verkaufen ließ. Garfield versprach ihnen ein solches Kartenspiel zu liefern, wenn sie dann auch <em>Robo Rally</em> veröffentlichen würden. Dann erinnerte er sich an ein kleines Kartenspiel, dass er mit einem Kommilitonen öfter in den Pausen spielte, dass er erfunden hatte und stellte es den Wizards vor. Das war <em>Magic</em> und der Rest ist Geschichte. Den Wizards ging es dann natürlich finanziell besser als jemals zuvor und 1994 erschien dann endlich auch <em>Robo Rally</em> wie versprochen. Somit könnte man das Spiel als Geburtshelfer für das wohl erfolgreichste Spiel überhaupt bezeichnen.</p>



<p>Fünf Jahre später, nachdem auch <em>Magic</em> hierzulande ein spielerisches Phänomen geworden war, kam <em>Robo Rally</em> auch nach Deutschland und wurde genauso, wie <em>Magic</em> damals auch, von Amigo herausgegeben, die dem Spiel einen neuen Anstrich von Franz Vohwinkel verpassten. Der Spieltroll, der zu der Zeit ein ziemlich aktiver Magicspieler war, sah das Spiel im Limbus (Fantasyladen in Bremen) stehen und kaufte es, da er es kurz zuvor bei einem Spieleabend mit seinem Freunden Hagen, Kreet und Lena gespielt hatte. Es schlug voll ein und wir hatten viel Spaß. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-medium"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" data-attachment-id="10726" data-permalink="https://spieltroll.de/rrexp" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?fit=936%2C937&amp;ssl=1" data-orig-size="936,937" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="rrexp" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?fit=840%2C841&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-10726" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?resize=768%2C769&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?resize=50%2C50&amp;ssl=1 50w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2022/02/rrexp.jpg?w=936&amp;ssl=1 936w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /><figcaption>Robo Rally &#8211; Crash &amp; Burn Erweiterung</figcaption></figure></div>



<p>2005 kam dann eine neue Version auf den Markt. Die Wizards hatten sich inzwischen dank ihrer Marktmacht Avalon Hill Spiele gekauft und unter diesem Namen erschien nun die neue Version von <em>Robo Rally</em>. 2016 kam erneut eine Neuauflage heraus aber für mich ist die Amigo Version bis heute die beste aller Versionen. Optisch sieht sie am besten aus. Amigo entfernte nur einige Komponenten aus dem englischen Grundspiel, um ein etwas simpleres Spiel anzubieten. Die fehlenden Komponenten kamen später zusammen mit der englischen <em>Crash &amp; Burn Erweiterung </em>als Erweiterung <em>Crash &amp; Burn</em> auch in Deutschland auf den Markt. Auch diese erwarb ich prompt, denn <em>Robo Rally</em> gehörte eine zeitlang zu unseren absoluten Lieblingsspielen.</p>



<p>Die weiteren Erweiterungen kamen dann aber nie auf Deutsch heraus und sind dem englischen Markt vorbehalten. Namentlich wären das <em>Armed &amp; Dangerous</em>, wobei ich mir gar nicht so sicher bin, ob nicht auch Teile davon in <em>Crash &amp; Burn</em> enthalten waren, <em>Grand Prix, Radioactive</em> und <em>King of the Hill</em>.</p>



<p>1994, im Jahr des ersten Erscheinens, wurde <em>Robo Rally</em> auch bereits mit zwei Origins Awards ausgezeichnet, den es für das beste Science-Fiction/Fantasy Spiel und die beste Graphik erhielt.</p>



<p>Bei all den positiven Erinnerungen, die ich mit dem Spiel verbinde, will ich nicht verhehlen, dass es auch ein paar Probleme mit sich bringt. Das Spiel kann durch seine chaotische Art dazu führen, sich unendliche in die Länge zu ziehen. Eine Partie kann ungünstiger Weise einfach viel zu lange dauern für das, was es eigentlich ist. Ich kann mich noch recht lebhaft an eine mindestens vierstündige Partie erinnern, bei der sechs Spieler sich in einem Knäuel über das Spielfeld bewegten und sich ständig selber killten und rumschubsten, ohne das etwas Gescheites passierte, bis irgendwann ein Spieler lösen konnte und den Rest der Strecke einsam nach hause fuhr. Das führt gleich zum nächsten Problem des Spiels. Diese Problematik kann öfter auftauchen, wenn die Wegpunkte nicht gut gewählt werden. Es sollten sich Wege immer überscheniden, so dass man sich ins Gehege kommt, sonst kann das ganze ziemlich langweilig werden und sollte sich ein Führender harauskristalliesieren ist dieser eventuell nicht mehr einholbar. Darüber hinaus ist das Mindset der Spieler*innen entscheidend für das Spiel. Wenn kleine Scharmützel sich zu einem großen Konflikt ausweiten, dann kann es durchaus vorkommen, das <em>Robo Rally</em> Frust produziert und wenig Spaß bereitet. Das ist allerdings eher ein Spieler*innenproblem, denn ein Problem des Spiels, wenngleich <em>Robo Rally</em> das durchaus begünstigt.</p>



<p>Ich habe <em>Robo Rally</em> jedenfalls in guter Erinnerung und habe mich das ein oder andere Mal schon darüber geärgert es verkauft zu haben. In Zeiten, als es mir finanziell nicht allzu gut ging, verkaufte ich die Amigoversion samt der Erweiterung über Ebay zu einem Preis, den ich seinerzeit nicht erwartet hatte. Beide Spiele zusammen brachten mir mehr als das doppelte ein, was sie einst gekostet haben und das war zumindest ein unerwartetes Trostpflaster.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong>AMIGO Spiele</li><li><strong>Autor(en): </strong>Richard Garfield</li><li><strong>Illustrator(en):</strong> Franz Vohwinkel</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1999</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2-8 Spieler</li><li><strong>Dauer:</strong> 45 – 120 Minuten</li></ul>
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		<title>#48 Was ist eigentlich? &#8211; Tappen/Erschöpfen</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2021 13:13:02 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Ecos - Der Erste Kontinent]]></category>
		<category><![CDATA[Magic - The Gathering]]></category>
		<category><![CDATA[Res Arcana]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Garfield]]></category>
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		<category><![CDATA[Wizards Of The Coast]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute soll es in der Reihe der Begriffserklärungen um einen Begriff gehen, den man ganz beiläufig innerhalb eines Spiels mit Karten benutzt und darum, wo der Begriff eigentlich herkommt. Wobei der zweite Teil nur das wiedergeben wird, wie ich es in meiner spielerischen Laufbahn selbst erlebt habe. Ob das der Wahrheit entspricht kann ich nicht &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/6810" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„#48 Was ist eigentlich? &#8211; Tappen/Erschöpfen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-medium"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="300" height="256" data-attachment-id="4064" data-permalink="https://spieltroll.de/wasisteigentlicht" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="wasisteigentlicht" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?resize=300%2C256&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-4064" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/02/wasisteigentlicht.png?w=798&amp;ssl=1 798w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></figure></div>



<p>Heute soll es in der Reihe der Begriffserklärungen um einen Begriff gehen, den man ganz beiläufig innerhalb eines Spiels mit Karten benutzt und darum, wo der Begriff eigentlich herkommt. Wobei der zweite Teil nur das wiedergeben wird, wie ich es in meiner spielerischen Laufbahn selbst erlebt habe. Ob das der Wahrheit entspricht kann ich nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Allerdings habe ich auch nichts Gegenteiliges dazu gefunden. Also, wenn ihr etwas anderes zu dieser Begrifflichkeit beizutragen habt, dann immer schön in die Kommentare damit. </p>



<span id="more-6810"></span>



<h6 class="wp-block-heading">Tappen/Erschöpfen</h6>



<p>Erschöpfen nennen wir Spieler den Vorgang, eine Karte um 90 Grad auf die Seite zu drehen, um anzuzeigen, dass sie benutzt worden ist. Das macht natürlich nur Sinn, wenn man sie ansonsten mehrfach benutzen könnte und es zu einer solchen Verwechslungsgefahr kommen könnte. Der Vorgang ist in Kartenspielen und auch Brettspielen, in denen es irgendwelche Karten gibt durchaus sehr geläufig und wird auch fast immer als Erschöpfen bezeichnet. </p>



<p>Soweit, sogut. Tappen nennen diesen Vorgang vor allem Spieler, die irgendwann mal Magic &#8211; The Gathering gespielt haben, denn Wizards of the Coast und Richard Garfield nannten diesen Vorgang in ihrem Spiel schon immer Tappen/Tapping und haben sogar ein eigenes Symbol dafür patentiert. Auch der Begriff gehört in diesem Zusammenhang zu ihrem Magicpatent. Jeder, der irgendwann mal Magic gespielt hat und Karten dreht, nennt diesen Vorgang Tappen.</p>



<p>Nun komme ich in den Bereich den ich nicht verifizieren kann. In meiner Erinnerung, gab es diese Mechanik vorher in keinem bekannten Spiel. Magic war das erste Spiel, das das Kartendrehen so einsetzte. Falls ihr andere Spiele kennt, die sowas vorher gemacht haben, lasst es mich wissen. Auf jeden Fall tauchte die Mechanik danach auch in Brettspielen und weiteren Kartenspielen auf und die Wizards erlaubten diesen Spielen nicht den Begriff Tappen zu benutzen, weil er Teil ihrer Marke war. Daraufhin musste ein anderer allgemeiner Begriff her und der wurde im exhausting/erschöpfen gefunden, weil dieser genau das widerspiegelte, was mit der Karte passierte. Ihr Effekt wurde benutzt und nun ist sie erschöpft.</p>



<p><strong><em>Bekannte Vertreter:</em></strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://spieltroll.de/?p=3245" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ecos &#8211; Der Erste Kontinent</a></li><li><a href="https://spieltroll.de/?p=1054" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magic &#8211; The Gathering</a></li><li><a href="https://spieltroll.de/?p=2789" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Res Arcana</a></li><li><a href="https://spieltroll.de/?p=4828" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WOW Trading Card Game</a></li></ul>



<div data-carousel-extra='{&quot;blog_id&quot;:1,&quot;permalink&quot;:&quot;https://spieltroll.de/archiv/6810&quot;}'  class="wp-block-jetpack-tiled-gallery is-style-columns has-rounded-corners-10"><div class="tiled-gallery__gallery"><div class="tiled-gallery__row"><div class="tiled-gallery__col" style="flex-basis:25.809126858039182%"><figure class="tiled-gallery__item"><img decoding="async" data-attachment-id="3533" data-permalink="https://spieltroll.de/ecosorden" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/11/Ecosorden.png?fit=2088%2C2020&amp;ssl=1" data-orig-size="2088,2020" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Ecos &amp;#8211; Der Erste Kontinent" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Ecos &amp;#8211; Der Erste Kontinent&lt;/p&gt;
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		<title>Klassiker &#8211; Civilization</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jan 2020 14:03:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein großer Teil der Spielerschaft mag das Genre der Zivilisationsspiele bis heute. Jedes Jahr erscheinen neue Versuche diesem Genre irgendwie neues Leben einzuhauchen und neue Ansätze das Thema in ein gangbares Spiel zu verwandeln. Die meisten Versuche scheitern dabei in meinen Augen recht kläglich, denn das Thema erfordert selbst bei einer flotten Umsetzung durchaus Zeit, &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/3802" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Civilization“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="798" height="680" data-attachment-id="3801" data-permalink="https://spieltroll.de/klassikerciv" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="KlassikerCiv" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?resize=798%2C680&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-3801" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?w=798&amp;ssl=1 798w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/KlassikerCiv.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /></figure>



<p>Ein großer Teil der Spielerschaft mag das Genre der Zivilisationsspiele bis heute. Jedes Jahr erscheinen neue Versuche diesem Genre irgendwie neues Leben einzuhauchen und neue Ansätze das Thema in ein gangbares Spiel zu verwandeln. Die meisten Versuche scheitern dabei in meinen Augen recht kläglich, denn das Thema erfordert selbst bei einer flotten Umsetzung durchaus Zeit, denn man möchte ja auch den Aufstieg seiner Zivilisation gegenüber anderen in einem gewissen zeitlichen Rahmen beobachten können. Somit ist das Thema schon einmal hinderlich, um es in einem knackigen kurzen Spiel umzusetzen. Man sollte die Hoffnung nie aufgeben, aber in der Vergangenheit gab es durchaus schon Vertreter die einen richtig guten Job in der Umsetzung des Themas machten, nur leider blieb die Spieldauer dabei auf der Strecke und wir haben es oft mit Spieldauer-Monstern zu tun. Eines der besten Spiele, wenn nicht das beste, möchte ich heute in meiner kleinen Klassikerreihe vorstellen. Die Rede ist von Civilization, nein, nicht das Computerspiel von Sid Meier, sondern das Brettspiel von Francis G. Tresham, das wahrscheinlich den Anstoss zum Computerspiel geliefert haben dürfte.</p>



<span id="more-3802"></span>



<p>Civilization wird im Jahr 2020 seinen 40-jährigen Geburtstag feiern und qualifiziert sich aufgrund seines Alters schon für die Klassiker-Kategorie. Aber ein Klassiker muss in meinen Augen auch noch gespielt werden, um ein echter Klassiker zu sein und das trifft auch auf Civilization immer noch zu. Wenngleich der Aufwand zu einer gelungenen Partie durchaus etwas größer sein dürfte. Aus diesem Anlass habe ich mir die Foren von Boardgamegeek.com mal zu Gemüte geführt und fesgestellt das die Community dieses Spiel immer noch feiert und fördert. Für den Anfang diesen Jahres sind schon einige Partien überall in der Welt geplant. Die Menschen verabreden sich also immer noch, um eine Partie zu spielen. Warum das so aufwendig ist? Nun ja die Spielzeit liegt zwischen sechs bis zehn Stunden für eine Partie. Ich selbst habe es seit zig Jahren nicht mehr gespielt und habe meine Version des Spiels, die mehr als durchgenudelt war auch bereits verkauft, aber früher haben wir uns regelmäßig mehrmals im Jahr an einem Wochenende bei irgendwem eingeschlossen und über das ganze Wochenende eine Partie gespielt und man hat das immer Spaß gemacht. Natürlich geht sowas nicht ohne Pausen. Es war aber immer so eine Art Happening. Treffen an denen man nebenbei noch andere Dinge gespielt hat, zusammen gegessen usw. Ich habe wirklich nur gute Erinnerungen, wenn ich an diese Partien zurückdenke.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="840" height="451" data-attachment-id="3804" data-permalink="https://spieltroll.de/civneu" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?fit=998%2C536&amp;ssl=1" data-orig-size="998,536" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="civneu" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?fit=840%2C451&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?resize=840%2C451&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-3804" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?w=998&amp;ssl=1 998w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?resize=300%2C161&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2020/01/civneu.jpg?resize=768%2C412&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption>Civilization &#8211; Version 2018 / Foto: boardgamegeek.com</figcaption></figure>



<p>Für diejenigen von euch, die aber bisher keinerlei Berührungspunkte mit Civilization hatten, sei ein kurzer Einblick in das Spielgeschehen gegeben. Das Spiel findet auf einer Karte des östlichen Mittelmeeres statt, das in verschiedene Gebiete mit Grenzen unterteilt ist. Diese Gebiete verfügen über verschiedene Fuchtbarkeiten und können verschiedene Mengen an Bevölkerungssteinen aufnehmen. Die Spieler übernehmen jeder die Rolle eines Volkes, das von den frühesten Anfängen der menschlichen Zivilisation bis in die Eisenzeit geführt werden muss. Das Spiel bedarf dafür auch kaum Glückselementen und wird ohne Würfel gespielt. Die Spieler starten zu Spielbeginn mit einem einzigen Bevölkerungsspielstein auf einem Startgebiet, das je nach Volk variiert. Die einzelnen Spielzüge sind zu Beginn noch recht kurz werden aber nach hinten raus deutlich länger. Spieler können sich mit ihren Steinen bewegen, müssen sie vermehren usw. Die Bevölkerung wächst stetig, wenn keine äußeren Einflüsse sie dezimieren. Wenn die Spieler genügend Bevölkerungssteine in einer Region zusammenziehen können, so entsteht eine Stadt, die den Spielern Zugang zu Handleskarten gibt, die man jede Runde erhält. Anschleißend darf gehandelt werden. Krieg führt man relaiv simpel und stellt keine primäre Mechanik dar. Wer viel Krieg führt, wird schneller zurückfallen, da sich die Bevölkerung zu langsam entwickelt. Hat man größere Sets von gleichen Handelskarten zusammengesammelt, so kann man diese in Technologien umwandeln und schreitet auf der Entwicklungstabelle voran. Wer es dabei als erstes schafft das Ende zu erreichen gewinnt. Verschiedene Stufen der Entwicklungstabelle können dabei erst überschritten werden, wenn bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sind. Die Technologien bringen einem verschiedenste Vorteile und bauen aufeinander auf. Das ist es auch schon ganz grob. Als weitere Spielsteine gibt es ansonsten nur noch ein paar Schiffe, mit denen man sich über Wasser verbreiten kann. Katastrophen die man über die Handleskarten mitaufnehmen kann sorgen dabei für ständige Rückschläge. </p>



<p>Civilization in seiner Urform lässt sich mit bis zu sieben Spielern spielen und verfügt über insgesamt neun Zivilisationen, die man übernehmen kann. Diese Zivilisationen unterscheiden sich nicht in ihren Fähigkeiten, sndern hauptsächlich durch ihre Startpositionen auf dem Spielfeld. Der einzige weitere Unterschied besteht darin, dass ihre Epochenübergänge auf der Entwicklungstabelle an verschiedenen Stellen bestehen und das manche früher anhalten müssen als andere. Insgesamt müssen allerdings alle die gleiche Strecke zurücklegen, manche haben nur mehr Zeit um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, hinterher aber wiederum weniger um bereits das nächste Ziel zu erreichen. Andere Unterschiede gibt es nicht.</p>



<p>1980 erschien die erste Version beim britischen Verlag Hartland Trefoil, welchen der Erfinder Francis G. Tresham Anfang der 70er Jahre gegründet hatte, um seine Spiele zu veröffentlichen. Tresham ist einer der Begründer der 18xx Spiele, die sich alle mit dem Thema Eisenbahn beschäftigen und bis heute eine große Anzahl an Titeln hervorgebracht haben, die sich damit beschäftigen Eisenbahnlinien zu betreiben. Ein völlig eigenständiger Bereich der Brettspielszene, der seit Jahren seine eingeschworenen Fans hat. Einige der Spiele dieses Bereichs sind ebenfalls echte Klassiker und sollten auch von anderen Geeks durchaus mal angetestet werden.</p>



<p>1981 wurde Civilization dann auch über Avalon Hill in den USA vertrieben und entwickelte sich in den kommenden Jahren zu einem Hit. 1988 erschien beim britischen Verlag Gibsons Games eine neue Version, die sich grafisch von den bisherigen Versionen abhob und einige Veränderungen enthielt, die bei vielen Hardcorefans des Spiels nicht so gut ankamen. Diese Version wurde aber in Deutschland und Österreich dann auch erstmals über Piatnik und Welt der Spiele veröffentlicht. Hier kommt auch der Spieltroll ins Spiel, denn er sah das Spiel im örtlichen Schreibwaren- und Buchladen im Fenster stehen. Damals total fasziniert musste er es haben und hat all seine Kröten zusammengekratzt, um dieses sehr schön aussehende Spiel zu kaufen. In den vielen Jahren danach habe ich es nie bereut.</p>



<p>In den nachfolgenden Jahren bekam Civilizaion auch noch eine französische sowie spanische Version. Das Spiel wurde in der originalen Version auch sogar noch erweitert. Die sogennante Civilization Western Expansion Map erschien und lieferte eine Karte, die man im westlichen Mittelmeerbereich anlegte, um es zu vergrößern. So kamen Spanien, Frankreich und England mit auf die Karte. Zusätzlich enthielt es eine weitere Zivilization (Iberer), die die Italer ersetzten und einige der Startpositionen der nordafrikanischen Zivilizationen wurden angepasst. Ein Trade Card Expension Pack mit sieben weiteren Handelswaren wurde ebenfalls noch veröffentlicht. Ein Freund von mir kaufte die deutsche Version von Piatnik, indem diese beiden Erweiterungen irgendwie zusammengefasst waren, aber ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, worin der Unterschied zur Avalon Hill-Version besteht.</p>



<p>1991 entwickelte man Civilisation dann aber weiter und eine Version mit dem Titel Advanced Civilization erschien, die eigentlich der Urversion mit Erweiterungen und einigen kleinen Veränderungen und Erweiterungen entsprach. Im gleichen Jahr erschien bei Microprose dann auch das Computerspiel Sid Meiers Civilization. Während das Computerspiel das Thema noch viel weiter trug, konnte es aber dennoch einige parallelen zum Brettspiel nicht verleugnen. Tresham zum Beispiel war der erste Spieledesigner der einen Technologiebaum in ein Spiel integrierte. Etwas für das Sid Meiers Spiel später weltberühmt wurde. All diese Kleinigkeiten entstanden aus dem Brettspiel und müssen Sid Meier beeinflusst haben. 1998 kaufte Microprose dann auch den Verlag von Tresham, Hartland Trefoil. Sid Meier wurde auch für ein weiteres Spiel zu der Zeit sehr bekannt, welches sich mit Eisenbahnen beschäftigte (Railroad Tycoon), das natürlich Spielelemente aus den 18xx Spielen aufwies. Somit sind die Ideen von Francis G. Tresham der Wegberieter für diese Klassiker der Videospielbranche, die von Sid Meier in die Tat umgesetzt wurden.</p>



<p>Die Geschichte führt das alles dann auch bei Hasbro noch zusammen, denn Avalon Hill wird nach dem Riesenerfolg von Magic The Gathering, dass Wizards of The Coast zu einer mächtigen Spielefirma machte, von diesen gekauft, bevor sich Hasbro auch die Wizards einverleibte. Auf der anderen Seite kaufte Microprose der Computerspielentwickler die kleine Brettspielfirma Hartland Trefoil mit den ganzen Eisenbahnspielen und wurde seinerseits von Hasbro Interactive, der Computerspielsparte von Hasbro übernommen. Später wurde der Computerspielbereich weiterverkauft, aber zu dieser Zeit lagen sämtliche Inhalte des Brettspiels, sowie des Computerspiels in der Hand einer Firma.</p>



<p>2015 kam dann der nächste Evolutionsschritt für Civilization in der Form der niederländischen Spielefirma 999 Games, die Mithilfe von Pegasus Spiele aus Deutschland Mega Civilization in einer 3000 Stück limitierten Version auf den Markt brachten. Mega Civilization ist dann der realgewordene Traum eines jeden Civilization-Spielers. Eine Holzbox mit Spielmaterial für 5-18 Spieler und einer Karte bestehend aus vier Spielbrettern, die alles vom westlichen Mittelmeer bis zum indischen Subkontinent umfasst. In dem Spiel sind fast 800 Spielkarten und über 1200 Spielmarker enthalten, um mit 18 Zivilisationen spielen zu können. Mega Civilization bringt fast 11 kg auf die Waage. Diese Version ist der Tatsache zu verdanken, dass ein Civilization Spiel in voller Besetzung am meisten Spaß bereitet, weil alle Zivilization in irgendeiner Form miteinander interagieren, sei es das sie von Katastrophen gemeinsam betroffen sind, sich um kleinere Gebiete streiten, um ihre Bevölkerung wachen zu lassen, oder einfach das Handeln mit den Handelskarten. Mehr Handelspartner bringt mehr Möglichkeiten und so stelle ich mir eine Runde mit 18 Parteien dann auch wie einen großen Basar vor.</p>



<p>2018 sei noch erwähnt bringt die Frima Gibsons Games zum 30-jährigen Jubiläum ihrer Version von Civilization eine neue Version auf den Markt und auch im letzten Jahr 2019 erscheint unter dem Namen Western Empires eine neue Version dieses Klassikers auf der Spiel 2019, dessen Veröffentlichung der Vater von Civilization, Francis G. Tresham, aber leider nicht mehr erlebt, stirbt er doch einen Tag vor der Messe im Alter von 83 Jahren. Civilization aber wird weiterleben und unvergessen bleiben, solange sich immer wieder spielbegeisterte Menschen zusammenfinden, um ein Wochenende mit diesem großartigen Spiel zu verbringen.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong>Hartland Trefoil, Avalon Hill, Piatnik/Welt der Spiele</li><li><strong>Autor(en):</strong> Francis G. Tresham</li><li><strong>Illustrator(en): </strong>je nach Version</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1980</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2 – 7 Spieler</li><li><strong>Dauer:</strong> 6 – 10+  Stunden</li></ul>
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		<title>Klassiker &#8211; Diplomacy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2019 19:02:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[1961]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn es bisher ein Spiel in meiner Klassiker-Rubrik gegeben hat, das den Titel eines Klassikers im eigentlichen Sinn verdient hat, dann ist es Diplomacy. Das Spiel ist zum Zeitpunkt dieser Würdigung bereits 60 Jahre alt und für mich tatsächlich nichts von seiner Faszination verloren, auch wenn ich es seit Jahren nicht gespielt habe. Warum ist &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/2545" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Diplomacy“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="798" height="680" data-attachment-id="2649" data-permalink="https://spieltroll.de/klassiker-diplomacy-2" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Klassiker-diplomacy" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?resize=798%2C680&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-2649" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?w=798&amp;ssl=1 798w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/Klassiker-diplomacy.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /></figure>



<p>Wenn es bisher ein Spiel in meiner Klassiker-Rubrik gegeben hat, das den Titel eines Klassikers im eigentlichen Sinn verdient hat, dann ist es Diplomacy. Das Spiel ist zum Zeitpunkt dieser Würdigung bereits 60 Jahre alt und für mich tatsächlich nichts von seiner Faszination verloren, auch wenn ich es seit Jahren nicht gespielt habe. Warum ist das so? Tja, warum ich es nicht gespielt habe ist recht schnell zu beantworten, Diplomacy ist als Spiel am besten in einer vollen Besetzung und dafür benötigt man sieben Spieler. Auf der Schachtel steht zwar 2 bis 7 Spieler, aber alles weniger als fünf, macht leider nur bedingt Spaß, denn das Spiel trägt im Namen ja schon das worum es fast ausschließlich in diesem Spiel geht: Diplomatie. Warum ich es für total faszinierend halte ist auch schnell beantwortet: es ist eines der wenigen Spiele bei dem es keinerlei Glückselemente gibt und das gleichzeitig so genial einfach ist.</p>



<span id="more-2545"></span>



<p>60 Jahre hat dieses Spiel auf dem Buckel und wird immer noch verkauft. Diplomacy wurde von Allan Brian Calhamer während seines Studiums in den fünfziger Jahren erfunden, wo er sich fasziniert vom ersten Weltkrieg und der Diplomatie zeigte. Er bot Diplomacy einigen Verlagen zur Veröffentlichung an, sieß aber nirgendwo auf Gegenliebe und wurde jedesmal abgewiesen, bis er 1959 Diplomacy, was zunächst Realpolitik heißen sollte, in eigenregie veröffentlichte. 500 Kopien leistete er sich und brachte sie sehr schnell unters Volk, denn im Gegensatz zu den Verlagen fanden die Kunden das Spiel gut. 1961 brachte der Verlag Games Research dann eine neue Version heraus und der Siegeszug von Diplomacy begann. Danach brachten sowohl Avalon Hill in den 70ern als auch Jumbo und Parker in den 80ern weitere Versionen auf den Markt, bis Diplomacy schließlich bei den Wizards of the Coast bzw. Hasbro landete. Seit 2008 wir es von Hasbro vertrieben.</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="840" height="473" data-attachment-id="2615" data-permalink="https://spieltroll.de/dsc_0328-7" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?fit=3840%2C2160&amp;ssl=1" data-orig-size="3840,2160" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;D6503&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1564225123&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;50&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.03125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="DSC_0328" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?fit=840%2C473&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?resize=840%2C473&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-2615" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?resize=1200%2C675&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?w=1680&amp;ssl=1 1680w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0328.jpg?w=2520&amp;ssl=1 2520w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption>Diplomacy Spielbrett / Foto: Spieltroll</figcaption></figure>



<p>Für diejenigen, die Diplomacy nicht kennen, will ich einmal kurz das Spielgeschehen anreißen. Bei Diplomacy handelt es sich um eine sogenannte Konfliktsimulation (kurz: Cosim) die den ersten Weltkrieg zum Thema hat. Dabei ist das Spielgeschehen weitestgehend abstrahiert. Die Spieler agieren nur auf einer Europakarte mit den Grenzen von 1900 und haben ein paar Spielsteine zur Verfügung. Genauer gesagt gibt es nur drei Sorten von Spielsteinen: Armeen, Flotten und Ressourcensteine. Als weiteres Spielmaterial gehört noch ein Block mit kleinen Europakarten und den Länderkürzeln dazu. Es gibt keine Karten, Würfel oder Sonstiges. Allerdings benötigen die Spieler jeder mindestens noch einen Stift und ein Blatt Papier, um ihre Befehle aufzuschreiben. </p>



<p>Bei Diplomacy übernimmt jeder Spieler eines von sieben Ländern im Weltkrieg: Russland, England, das deutsche Reich, Frankreich, Italien, Österreich-Ungarn und das osmanische Reich stehen zur Auswahl. Ihre Länder sind auf der Europakarte mit Farben gekennzeichnet und bestehen mit Ausnahme von England und Russland aus jeweils drei Gebieten in denen zu Beginn je zwei Armeen und eine Flotte aufgestellt werden. Die drei Gebiete weisen dabei jeweils einen Punkt in der entsprechenden Farbe auf. England verfügt ebenfalls über drei Gebiete verfügt durch seinen Inselstatus allerdings über eine Armee und zwei Flotten. Russland ist als einziges Land vier Gebiete groß und verfügt über zwei Armeen und zwei Flotten. Man könnte nun denken, dass Russland im Vorteil wäre, aber es stellt sich recht schnell heraus, das es durchaus schwierig ist ein großes Reich auch zu beschützen. Es gibt noch viele weitere abgetrennte Gebiete auf der Europakarte die ebenfalls ungefüllte Punkte aufweisen. Sollte eine der Mächte in ihren Besitz gelangen, dürfen sie den Punkt mit einem Ressourcenstein quasi einfärben und ihn so kennzeichnen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="840" height="582" data-attachment-id="2616" data-permalink="https://spieltroll.de/dsc_0329-7" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?fit=3117%2C2158&amp;ssl=1" data-orig-size="3117,2158" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;D6503&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1564225135&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;64&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.015625&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="DSC_0329" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?fit=840%2C582&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?resize=840%2C582&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-2616" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?resize=1024%2C709&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?resize=300%2C208&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?resize=768%2C532&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?resize=1200%2C831&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?w=1680&amp;ssl=1 1680w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2019/07/DSC_0329.jpg?w=2520&amp;ssl=1 2520w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption>Diplomacy Abkürzungskarte / Foto: Spieltroll</figcaption></figure>



<p>Das Spiel beginnt nun damit, dass alle Spieler Verhandlungen miteinander führen können. Das macht man natürlich nicht öffentlich am Spieltisch, sondern zieht sich irgendwo in eine Ecke zurück. Hier sind die Spieler komplett frei, wie sie agieren wollen, sie können offen am Tisch diskutieren, Drohungen aussprechen, sich flüsternd zurückziehen. Ganz egal, nur man sollte sich gewiss sein, dass die anderen Spieler das Treiben auch beobachten und ihre Schlüsse daraus ziehen werden. Letztlich geben irgendwann alle Spieler ihre Zettel an einem zentralen Punkt ab und die Runde wird ausgewertet. Auf den Zetteln notieren die Spieler ihre Befehle für ihre Truppen. Das amchen sie nach einem vom Spiel vorgegebenen Muster. Alle Länder und Regionen haben Kürzel, mit denen man sie in den Befehlen erwähnen muss. Ein A steht für Armee und ein F für Flotte, ein Strich (-) zum Beispiel für zieht nach/greift an. Einheiten können auch noch unterstützen, um die Verteidigung oder den Angriff zu stärken. Flotten können natürlich nur Küstengebiete unterstützen aber zusätzlich können sie Einheiten mit einem Convoy über Seegebiete transportieren. Vielmehr ist gar nicht möglich. Aber die Befehle müssen korrekt geschrieben und unzweifelhaft sein. Sämtliche Befehle werden dann ausgeführt und passieren grundsätzlich gleichzeitig. Die Spieler starten im Jahr 1901 und spielen zwei Züge pro Jahr. In unbesetzte Länder kann man einmaschieren, sollten gegnerische Truppen  dort stehen, so muss man mit unterstützen Einheiten eine Mehrheit haben, um es zu erobern. Die Truppen werden aber nur vernichtet, wenn sie keine Rückzugsmöglichkeit mehr haben, ansonsten weichen sie in andere Gebiete aus. Wer am Ende des Jahres weitere Ressourcenpunkte kontrolliert, erhält zusätzliche Einheiten, wer weniger Punkte hat, muss Einheiten abgeben. Danach geht man in das nächste Jahr. Das Spiel endet, wenn ein Spieler so dominant geworden ist, dass alle anderen aufgeben oder von ihm besiegt worden sind.</p>



<p>Das Bewegungssystem wird von Spielern weltweit sehr respektiert, da es so einfach wie auch genial ist. Es fördert in der Tat den Stillstand auf dem Brett, wenn man sich keine Verbündeten sucht, die einen bei Feldzügen unterstützen, aber die wollen meist Gegenleistungen und irgendwann bricht irgendwer abgesprochene Vereinbarungen und das Spiel aus Diplomatie nimmt seinen Verlauf. Die Züge am Brett sind nur die Auswertung der zuvor minutenlang abgesprochenen geheimen Verhandlungen. Es ist definitiv ein schmaler Grad zwischen Sieg und Niederlage.</p>



<p>Diplomacy sollte man aber natürlich auch nicht zu ernst nehmen, es ist nur ein Spiel, aber ich habe in unzähligen Runden festgestellt, dass man es mit Leuten, die man gar nciht kennt am besten funktioniert, weil man keine Skrupel hat jemanden zu hintergehen oder Angst davor hat einen guten Freund im Stich zu lassen. Dem sollte man sich bewusst sein, wenn man es mit Freunden spielt. Es sollten schon sehr gute Freunde sein, denn ansonsten besteht die Gefahr, dass man sie lange nciht mehr wiedersieht, wenn sie schlechte Verlierer oder Strategen sind.</p>



<p>Angeblich zählten sogar einige hochrangige amerikanische Politiker, wie John F. Kennedy und Henry Kissinger zu den Fans von Diplomacy. Seinem Erfinder hat es allerdings keinen Reichtum eingebracht, denn er wurde immer nur mit geringen Tantiemen abgespeist, so dass er als Fremdenführer and er Freiheitsstatue und später als Postbote sein Gehalt nur ein bißchen damit aufbesseren konnte. Diplomacy blieb auch zeit seines Lebens Calhamers einziges Spiel und verkaufte sich mehrere hundertausend Male.</p>



<p>Ein wirklich faszinierendes Spiel ohne jegliche Glückselemente, dass man nur durch sein strategisches Geschick und seine Verhandlungskünste steuern kann. Wer es nicht kenn, sollte es mal ausprobieren. Natürlich nur, wer auf solche Konfliktsimulationen steht.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Verlag: </strong><a href="https://avalonhill.wizards.com/games/diplomacy">Avalon Hill, Wizards of the Coast</a></li><li><strong>Autor(en):</strong> Allan B. Colhamer</li><li><strong>Illustrator(en): </strong>mehrere</li><li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1961</li><li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2 – 7 Spieler</li><li><strong>Dauer:</strong> 4+  Stunden</li></ul>
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		<title>Klassiker &#8211; Magic &#8211; The Gathering</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Spieltroll]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Dec 2018 13:39:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[1993]]></category>
		<category><![CDATA[Kartenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Magic]]></category>
		<category><![CDATA[Magic - The Gathering]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Garfield]]></category>
		<category><![CDATA[Sammelkartenspiel]]></category>
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		<category><![CDATA[TCG]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Jahr 2018 neigt sich fast dem Ende zu, da möchte ich noch einen weiteren Klassiker der Spielegeschichte würdigen, an den ich zwischenzeitlich sehr viel meiner Lebenszeit verloren habe. Verloren ist aber definitiv das falsche Wort, denn ich habe die Zeiten, in denen ich Magic gespielt habe, immer als Bereicherung gesehen. Allerdings muss ich sagen, &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/1054" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klassiker &#8211; Magic &#8211; The Gathering“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="1200" data-permalink="https://spieltroll.de/klassikermagic" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerMagic.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" data-orig-size="798,680" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="KlassikerMagic" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerMagic.png?fit=798%2C680&amp;ssl=1" class="aligncenter wp-image-1200 size-full" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerMagic.png?resize=798%2C680&#038;ssl=1" alt="" width="798" height="680" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerMagic.png?w=798&amp;ssl=1 798w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerMagic.png?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/KlassikerMagic.png?resize=768%2C654&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /></p>
<p>Das Jahr 2018 neigt sich fast dem Ende zu, da möchte ich noch einen weiteren Klassiker der Spielegeschichte würdigen, an den ich zwischenzeitlich sehr viel meiner Lebenszeit verloren habe. Verloren ist aber definitiv das falsche Wort, denn ich habe die Zeiten, in denen ich Magic gespielt habe, immer als Bereicherung gesehen. Allerdings muss ich sagen, dass es mir damals nicht möglich war, Magic nur so halb und zum Spaß zu spielen. Ich wollte es kontrollieren und durchdringen. Sehr viel Zeit ging für das Analysieren von Decks drauf, für Training, um an Turnieren teil zu nehmen und um Strategien zu erarbeiten und zu erlernen. Aber fangen wir wie immer Vorne an.</p>
<p><span id="more-1054"></span></p>
<p>Magic The Gathering heißt der Klassiker, um den es heute gehen soll und er feierte in diesem Jahr tatsächlich seinen 25. Geburtstag. Am 18. April 1993 wurde Magic mit einer Kunstaustellung der Artworks in der damaligen Zentrale von Wizards of The Coast vorgestellt und machte einen Spieledesigner in wahnsinnig kurzer Zeit weltberühmt: Richard Garfield.</p>
<p>Magic war das erste Spiel überhaupt, dass er veröffentlichen konnte, obwohl er den Wizards eigentlich ein anderes Spiel verkaufen wollte (Robo Rally), dass aber zunächst abgelehnt wurde, weil es zu hohe Produktionskosten haben würde. Man muss wissen, dass es Wizards Of The Coast zu dieser Zeit finanziell nicht besonders gut ging und sie auf der Suche nach einem günstig zu produzierenden Spiel waren, dass sich schnell spielen ließ. Sie fragten Garfield, ob er nicht eine Idee hätte und er kam mit Magic zurück. Der Rest ist Geschichte. Magic The Gathering war seinerzeit in der Spieleszene soetwas wie ein Straßenfeger. Das erste Sammelkartenspiel überhaupt, und eines, das auf keiner Vorlage basierte. Es beschäftigte sich mit fantastischen Themen, aber die Welt, die heute als Hintergrund und Magic-Universum bekannt ist, war noch nicht existent.</p>
<p>Für diejenigen, die das Spiel bis heute nicht kennen, hier eine wirklich nur kurze Spielbeschreibung. In Magic übernehmen die Spieler die Rolle von Planeswalkern, magiebegabte Wesen, die sich gegenseitig mit Zaubern bekämpfen. Jeder Planeswalker agiert mit anderen Zaubern und verfügt über sein eigenes Arsenal an Fähigkeiten, die er in seinem Deck bündelt. Die Spieler ziehen jede Runde Karten, mit denen sie versuchen müssen die zwanzig Lebenspunkte des Gegners auf Null zu bringen. Die Karten können sie ausspielen, indem sie ihre Manakosten bezahlen, die einer von fünf Farben angehören oder farbloses Mana erfordern, welches aus jeder Manaquelle bezogen werden kann. Dazu bedienen sie sich Länderkarten aus ihrem Deck, die das Mana in einer (oder auch mehreren) von fünf Farben bereitstellen. Die Zaubersprüche können sowohl Zauber als auch Kreaturen beschwören, die sich dann auf dem Schlachtfeld bekämpfen und im besten Falle den gegnerischen Planeswalker angreifen können. Die Basis des Spiels ist dabei ganz einfach und basiert auf Kartentexten mit Schlüsselwörtern. Die Schlüsselwörter haben im Spielverlauf verschiedene Effekte. Magic zu meistern ist hingegen ein sehr komplexes unterfangen und kommt einer Partie Schach gleich, nur das Magic viel abwechslungsreicher ist, da es viel mehr Möglichkeiten gibt, die man einkalkulieren muss.</p>
<p>Soviel erstmal zum Spielkonzept, das bis heute viele Nachfolger und Brettspiele beeinflusst hat. Mein Erstkontakt mit Magic fand im Jahre 1994 statt, als es das Phänomen bisher nur in den USA gab. Ein damaliger Kumpel machte ein Auslandsjahr in den USA und brachte ein paar Karten mit und wir versuchten direkt nach den ersten Partien mehr Karten aufzutreiben, was sich als sehr schwierig herausstellte. In Europa war Magic zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt. Erst ein paar Monate später führte ein Comicladen einen kleinen Bestand, der sofort in unsere Taschen wanderte. Wir haben sehr viel Magic gespielt, aber bei mir hielt die Phase sehr viel länger an, als bei den anderen. Ich setzte fast mein gesamtes Geld in Magic um und hatte eine respektable Sammlung aufgebaut.</p>
<p>1994, nur ein Jahr nach der Veröffentlichung wurde die DCI gegründet, die bis heute für die Veranstaltung der offiziellen Magic-Turniere verantwortlich ist und das organisierte Turnierspiel verwaltet. Bereits in diesem Jahr gab es die ersten nationalen Meisterschaften und die erste Weltmeisterschaft. Magic zog seinen Siegeszug um den Planeten an. Bereits im ersten Jahr nach Erscheinen, wurden Magickarten in eine andere Sprache übersetzt und so war die Legends Edition die erste Erweiterung für Magic die auf italienisch erschien. Bis heute ist Magic in elf Sprachen erschienen, wobei sich Englisch als offizielle Turniersprache durchgesetzt hat.</p>
<figure id="attachment_1036" aria-describedby="caption-attachment-1036" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="1036" data-permalink="https://spieltroll.de/archiv/1054/dsc_0243-4" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0243.jpg?fit=2280%2C2160&amp;ssl=1" data-orig-size="2280,2160" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;D6503&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1543661865&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;250&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.03125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="DSC_0243" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0243.jpg?fit=840%2C796&amp;ssl=1" class="wp-image-1036 size-medium" src="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0243.jpg?resize=300%2C284&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="284" srcset="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0243.jpg?resize=300%2C284&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0243.jpg?resize=768%2C728&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0243.jpg?resize=1024%2C970&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0243.jpg?resize=1200%2C1137&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0243.jpg?w=1680&amp;ssl=1 1680w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1036" class="wp-caption-text">Ein Haufen Magic-Commons / Foto: Spieltroll</figcaption></figure>
<p>1995 war es dann auch endgültig in Deutschland angekommen und wurde auch hier zum Phänomen in der Spieleszene. Es erhielt vom Deutschen Spielepreis 1995 den Sonderpreis für ein neues Spielsystem und verkaufte sich auch hierzulande wie geschnitten Brot. Der Vertrieb in Deutschland wechselte über die Jahre ständig von Amigo über Pegasus zu Universal Cards und wieder zurück, aber das tat den Verkäufen nicht weh. Bis heute sind an die 100 verschiedene Editionen erschienen, es gibt Bücher über den Hintergrund von Magic und auch immer wieder Computerspielumsetzungen. Zahlen von den Wizards zu bekommen war jahrelang immer ein recht schwieriges Unterfangen, denn der Erfolg brachte auch viele Neider mit sich und Magic hatte Zeit seines Bestehens immer wieder den Ruf einer Gelddruckmaschine. In den ersten Jahren sind sie vom eigenen Erfolg wahrscheinlich auch überrumpelt worden und nach Erscheinen des Urza-Blocks gaben sie erstmal keine Zahlen mehr bekannt. Bis 1995 sind aber bereits über eine Milliarde Karten verkauft worden. Erst zu ihrem Jubiläum in diesem Jahr präsentierten die Wizards ein paar Zahlen aus den letzten Jahren. Demnach wurden zwischen 2008 und 2016 über 20 Milliarden Karten verkauft, so dass man davon ausgehen kann, dass in der gesamten Lebensspanne von Magic wahrscheinlich bisher über 40 Milliarden Karten gedruckt worden sind. Gamepedia hatte am 14.1.2018 19989 unterschiedliche Magickarten in seiner Datenbank gespeichert, so dass innerhalb diesen Jahes die Zwanzigtausender Marke geknackt worden sein dürfte. Beeindruckende Zahlen für ein beeindruckendes Spiel, dass mich bis heute fasziniert.</p>
<p>Der Magicfreak Marco, der zunächst 1994 mit seinen Freunden begann Magic zu spielen beendete seine erste Phase 1997, nachdem er seine gesamte Sammlung für über 2000 DM an einen Kartenhändler verkaufte und danach selber in den Kartenhandel eines anderen Kartenspiels einstieg, das für ein Jahr seine Aufmerksamkeit forderte. 1999 stieg er dann aber wieder mit einem Arbeitskollegen in den Magicwahn ein. Die zweite Liebe war kurz und heftig, da er keine Zeit hatte auf dem Niveau früherer Tage zu spielen. Deshalb hörte er 2001 erneut auf und verkaufte seine Karten erneut für sehr gutes Geld. Danach begann er als Besitzer eines Fantasyladens erneut mit dem Spiel und veranstaltete selbst Turniere bevor er es komplett wieder aufgab. Bis heute liegen aber noch Magickarten auf meinem Schreibtisch und ich spiele ein bißchen Online. Fasziniert bin ich wie eh und je von dem Spiel, aber anfassen würde ich es heute wahrscheinlich nicht mehr, obwohl es immer wieder in den Fingern zuckt.</p>
<p>Magic ist tatsächlich auch eine Geldfrage. Bis heute kann man sehr viel Geld für Karten ausgeben und der Kartenhandel floriert. Durch die enorem Gewinne, die die Wizards mit dem Spiel gemacht haben, konnten sie auch bereits von Beginn an hohe Preisgelder für die Turniere ausschütten und so gibt es beispielsweise 250000 Dollar Preisgeld bei der Protour zu gewinnen und ein erster Platz bei einem solchen Turnier bringt einem Spieler 50000 Dollar ein. Aber auch hier muss man eine Menge Arbeit investieren um ein solches Niveau zu erreichen.</p>
<p>So das soll es gewesen sein. Magic gehört für mich bis heute zu den besten Spielen aller Zeiten. Man kann sowohl eine Runde mit Anfängerdecks spielen und wird seinen Spaß haben und auch auf hohem Niveau und im Turniermodus spielen. Das Spiel ist genial bis heute, auch wenn es zwischenzeitlich mal die eine oder andere schwächere Edition gegeben hat.</p>
<p>Kleiner Funfact noch zum Schluß. Das Spiel wurde seinerzeit so schnell produziert, dass sich bis heute noch ein Fehler durch das Spiel zieht. Der Kartenrücken wurde nie verändert, damit immer alle Karten spielbar bleiben und ein Kugelschreiberstrich im Wort Deckmaster ziert bis heute diese Rückseite, weil sie auf der Druckvorlage war.</p>
<hr>
<ul>
<li><strong>Verlag: </strong><a href="https://magic.wizards.com/de">Wizards Of The Coast</a></li>
<li><strong>Autor(en):</strong> Richard Garfield</li>
<li><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1993</li>
<li><strong>Spieleranzahl:</strong> 2</li>
<li><strong>Dauer:</strong> 15+ Minuten</li>
</ul>


<p></p>
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