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	<title>Steam &#8211; Spieltroll</title>
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	<description>Gedanken und Meinungen zu Brett- und Kartenspielen</description>
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		<title>Portrait &#8211; Martin Wallace</title>
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<p>Ist schon ein wenig her, seit ich das letzte Portrait hier veröffentlicht habe, aber mir persönlich gefällt die Reihe, da sie mich dazu auffordert mich mit den Leuten zu beschäftigen, die etwas schaffen, dass mich so sehr beschäftigt und einen großen Teil meines Lebensmittelpunktes darstellt. Es ist natürlich die Leidenschaft für &#8222;mein Hobby&#8220; die mich das tun lässt. Aber diese Portraits sind für mich auch immer eine Reise in meine eigene Vergangenheit, mich damit auseinanderzusetzen, was ich eigentlich in den letzten vier Jahrzehnen so alles schon gesehen und gespielt habe. In diesem nun bereits sechsten Portrait ist der Engländer Marin Wallace an der Reihe, zu dem ich erst recht spät fand, aber der mich speziell in den letzten Jahren immer mehr fasziniert hat, weil er für mich ein wahrer Künstler ist, was Spielmechaniken angeht. Kaum einer versteht es wie Martin Wallace, elegante Mechaniken zu erschaffen, die gleich mehrere Dinge aufeinmal bewerkstelligen können. Dabei gehen sie meistens einfach von der Hand und sind doch von komplexer Tiefe, so dass ich mich mit seinen Spielen beschäftigen muss und je öfter ich sie spiele, desto besser kann ich werden. Martin Wallace ist ein Meister seines Fachs.</p>



<span id="more-10002"></span>



<p>Martin Wallace wurde 1962 nahe Southampton geboren. Seine Familie zog aber, als er sieben Jahre alt war, in die Nähe von Manchester, was für ihn nach eigener Aussage ein Kulturschock war. Aus der beschaulichen südenglischen Hafenstadt in das zu dieser Zeit nicht gerade wirtschaftlich blühende Nordengland zu kommen war ein einschneidendes Erlebnis für ihn. Als Kind hatte Martin mit Brettspielen auch noch gar nichts am Hut. Er interessierte sich eher für die normalen Dinge, mit denen sich Kinder zu dieser Zeit beschäftigten. Spielzeugsoldaten und Flugzeug- sowie Panzermodelle waren eher Dinge, mit denen er sich befasste. Als Teenager kam er dann zu den Wargames über einen Spieleclub eines Lehrers in der Schule. Besonders SPI´s<em> Starforce Air War</em> hat es ihm dabei angetan. Insgesamt war er aber noch immer eher zurückhaltend was Spiele anging. In der Highschool startete es dann, wie bei fast allen Geeks dieser Generation mit den ersten Rollenspielversuchen. So richtig mit dem Brettspielen ging es erst mit 30 Jahren bei ihm los, als die German Games mit dem Flagschiff <em>Catan</em> die Welt eroberten. Bis dahin war immer wieder das Wargaming für ihn interessant. Rein schulisch beendete er sein Studium mit einem Abschluss in Geschichtswissenschaften und wurde daraufhin zunächst Lehrer. Das gefiel ihm aber auf Dauer nicht und so jobbte er zunächst im Verkauf einer kleinen Spielefirma mit dem unbekanntem Namen Games Workshop, bevor er in die Computerspielbranche wechselte. </p>



<p>Ja, Martin Wallace war im Verkauf bei Games Workshop tätig und brachte kleine Metallfiguren unter das Volk. Mit seiner langjährigen Wargaming-Historie war das wohl die logische Konsequenz. Bei seinem Job als Computerspielprogrammierer lief es nicht so gut, denn er merkte recht schnell das seine Programmierskills zu schlecht waren, um dort langfristig Fuss zu fassen. So war auch dieser Job nach einem Jahr schon wieder Geschichte.</p>



<p>Da sich Martin Wallace doch zu einem Großteil seiner Zeit mit dem Hobby des Spielens auseinandersetzte dachte er 1990 daran ein eigenes Spiel zu entwickeln. Das war noch deutlich vor der German Game Invasion und er dachte in seinem Leichtsinn das es ganz einfach sei ein Spiel zu entwickeln. 1994 war es dann soweit und mit <em>Lords of Creation</em> hatte Martin Wallace sein erstes richtiges Spiel erfunden und fuhr damit gleichmal nach Essen zur Spielemesse. Er hatte eingie selbstgedruckte Kopien dabei und verkaufte sie gleich vor Ort und Stelle. Dies war der Moment indem es mit seiner Autorenkarriere begann.</p>



<p>Ein paar Jahre später fand er mit James Hamilton jemanden der bereit war Geld in seine Ideen zu investieren und so gründeten die beiden Warfrog Games. Einen Verlag bei dem die Spiele von Martin Wallace fortan veröffentlicht wurden. Martin Walalce sagte mal in einem Interview, dass er es liebt ein komplettes Produkt herstellen zu können. Als Mitinhaber von Warfrog war es dann eine weitere Begegnung mit John Bohrer, die ihn in die richtige Richtung schubste. Der Eigentümer von Winsome Games wollte nämlich das er ein Eisenbahnspiel für ihn macht und Wallace stellte fest, das dieses Thema sich perfekt für seine Mechaniken eignen würde. Er machte sich allsbald vor allem International einen Namen. Im Jahr 2003 gewann er den International Gamers Award für sein Eisenbahnspiel <em>Age of Steam</em>. Bereits im Jahr davor war er mit <em>Volldampf</em> und <em>Liberté</em> für den Preis nominiert. Auch in den Jahren 2004 (<em>Fürsten der Renaissance</em>) bis 2006 (2005 <em>Struggle of Empire</em>s, 2006<em> Railroad Tycoon</em>), sowie erneut jeweils zweimal 2008 (<em>Tinner´s Trail</em> und <em>Brass</em>) und 2009 (<em>Steam</em> und <em>Automobile</em>) war er für diesen Preis nominiert, konnte ihn aber nicht gewinnen.</p>



<p>Im Jahr 2007 entschloss er sich sein Hobby zu seinem Beruf zu machen. Zwischenzeitlich war er immer wieder in seinen ursprünglichen Beruf des Lehrers zurückgegangen, um Geld zu verdienen, denn seinen Lebensunterhalt als Autor von Brettspielen zu verdienen ist sehr hart. Außerdem gibt es Teile dieser Arbeit, die er verabscheut. So ließ er sich zu der Aussage hinreißen, dass er es hassen würde Regelhefte zu verfassen.</p>



<p>2008 wurde Warfrog dann in Treefrog umbenannt und 2017 musste Wallace seinen Verlag aufgeben und mit <em>A Handful of Stars</em> erschien das letzte Spiel unter diesem Namen.</p>



<p>Sein Ziel für ein Spiel ist es eigentlich immer, so zumindest seine Aussage, die Eleganz eines Eurogames mit der thematischen Immersion eines amerikanischen Spiels zu verbinden. Für ihn steht das Thema über der Mechanik. Das Thema ist für seine Designs der Ausgangspunkt. Danach beginnt für ihn die Recherche und viele seiner Ideen stammen aus Büchern. Spaß ist für ihn das wichtigste an einem Spiel und der resultiert seiner Meinung nach aus Interaktion, Spannung und Humor. Vielleicht ist das sein Geheimnis, denn seine Spiele fühlen sich wirklich, trotz all der Tiefe immer sehr thematisch an. Eine weitere seiner Maximen ist das Gebot: Weniger Regeln ist besser! Dies ist etwas, das man meiserhaft bei Brass vorfinden kann. Das Spiel hat wenig Regeln und ist sehr komplex und interaktiv. Es ist so sehr gestreamlined, dass es eine wahre Freude ist. Von dieser Art Spiele zu machen, können sich einige Autoren noch eine Scheibe abschneiden.</p>



<p>Der inzwischen in Australien lebende Autor nennt Spiele wie <em>Puerto Rico</em>, <a href="https://spieltroll.de/?p=3802" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Civilization</a>, <em>Slapshot</em> und <a href="https://spieltroll.de/?p=4488" target="_blank" rel="noreferrer noopener">El Grande</a> als große Einflüsse für sein Schaffen. Ich selbst bin in den letzten Jahren zu einem kleinen Martin Wallace Fan geworden, weil ich seine Art Spiele zu machen sehr schätze. Insgesamt kenne ich tatsächlich gar nicht so wahnsinnig viele seiner Werke und freue mich darauf in den nächsten Jahren noch das ein oder andere Spiel nachzuholen. Das erste Spiel, was ich von ihm in die Finger bekam war<em> Age of Steam</em>, das mir sehr gut gefiel, auch wenn ich zu der Zeit mit meiner 18XX-Phase schon durch war. Auch <em>Railroad Tycoon</em> <em>(Railways of the World)</em> konnte mich fesseln, allein schon durch die Tatsache, dass ich das Computerspiel verschlang. Ansonsten seien hier noch die <em>Fürsten der Renaissance</em>, sowie seine Discworld-Spiele erwähnt. <em>Brass</em> habe ich erst mit der Neuauflage so richtig nachgeholt und finde es großartig. Auch der Füller <em>Wildlands</em> hat ein hervorragendes Design und lässt jede Menge Klasse erkennen. Im letzten Jahr eroberte er mit der Umsetzung zu <em>Anno 1800</em> dann komplett mein Herz und zeigte das mit ihm natürlich immer noch zu rechnen ist. Dem Mann scheinen die Ideen solangsam nicht auszugehen und ich möchte mit einem Zitat aus einem Interview von Tom Vasel mit Martin Wallace enden, bevor ich noch seine bekanntesten Werke aufzeige, indem er ein wenig frustriert interessierten Neuspieleautoren sagt, auf was sie sich einzustellen haben.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>If you really want to be a game designer then you have to be patient, keep at it, don&#8217;t give in, get used to being rejected 99% of the time, be ready to dump designs that don&#8217;t quite make the cut, not get too depressed when you feel you&#8217;ve &#8218;run out of ideas&#8216;, not shocked at how small a royalty cheque can be, be relaxed when the games company changes your game to make it unplayable, learn to smile when they show you the awful cover artwork, and that in the end it&#8217;s not all that important, they&#8217;re just games.</p><cite>Interviews by an Optimist #68</cite></blockquote>



<p><strong>Bekannteste Werke von Martin Wallace</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong><a href="https://spieltroll.de/?p=6453" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Brass Birmingham</a> </strong>(2018) / <strong>Brass Lancashire</strong> (2004)</li><li><strong>Age of Steam</strong> (2002)</li><li><strong>Railways of the World</strong> (2005)</li><li><strong>Steam</strong> (2007)</li><li><strong>London</strong> (2010/2017)</li><li><strong>A Few Acres of Snow</strong> (2011)</li><li><strong>Discworld: Ankh-Morpork</strong> (2011)</li><li><strong>Automobile</strong> (2009)</li><li><strong>Struggle of Empires</strong> (2004)</li><li><a href="https://spieltroll.de/?p=6794" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Anno 1800 &#8211; Das Brettspiel</strong></a> (2020)</li><li><strong>Auztralia</strong> (2018)</li><li><strong>Tinner´s Trail</strong> (2008)</li><li><strong>Age of Industry</strong> (2010)</li><li><strong>Eine Studie in Smaragdgrün</strong> (2013)</li><li><strong>Via Nebula</strong> (2016)</li><li><a href="https://spieltroll.de/?p=8038" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Wildlands</strong></a> (2018)</li><li><strong>Runebound: Zweite Edition</strong> (2005)</li><li><strong>Fürsten der Renaissance</strong> (2003)</li></ul>
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		<title>Spielejahrgang 2009 &#8211; 10 Jahre klüger</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2019 12:39:36 +0000</pubDate>
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<p>Ich würde gerne mal ein bißchen in die Vergangenheit Blicken, denn in der intensiveren Beschäftigung zur Vorbereitung auf meinen Blog habe ich meine eigene Spielehistorie aufgearbeitet und so einiges festgestellt. Wie ich zum Beispiel schon in dem ein oder anderem Klassiker-Review festgestellt habe, sind manche Spiele nicht unbedingt gut gealtert, obwohl sie auf die Entwicklung der Spiele einen immensen Einfluß gehabt haben und in meiner Erinnerung auch total super Spiele waren und sind, aber dennoch wirken sie mitunter nicht mehr ganz so frisch wie früher. Bei den <a href="https://spieltroll.de/?p=154">Siedlern von Catan</a>, oder Catan, wie es ja nun heißt, ist mir das am extremsten im Kopf geblieben. Das Spiel habe ich früher geliebt und heute wirkt es auf mich einfach nicht mehr ganz so gut wie damals. Spiele haben sich halt sehr extrem weiterentwickelt und wir sind da auch noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. So entstand zumindest die Idee sich mit einzelnen Spielejahrgängen auseinander zu setzen. Zu Beginn, dachte ich mir, schaue ich einmal nur zehn Jahre zurück ins Jahr 2009.</p>



<span id="more-1649"></span>



<p>Es war tatsächlich nur in einer Hinsicht ein besonderes Spielejahr. Wahnsinnig viele tolle Spiele gab es in diesem Jahr nicht zu vermelden, denn ein einziges Spiel dominierte (haha!) dieses Jahr wie kein anderes: <a href="https://spieltroll.de/?p=1600">Dominion</a>. Zum ersten mal die große Bühne betrat Dominion bereits ein Jahr zuvor in den USA, aber 2009 kam es nach Deutschland und überall hörte man in diesem Jahr nur von diesem einen Spiel das über Hans im Glück vertrieben wurde. Ich habe ja erst vor kurzem ein Klassikerreview zu Dominion veröffentlicht, deshalb werde ich mich hier jetzt nicht wieder groß und breit über die Relevanz für die Spielhistorie auslassen, aber im Nachhinein betrachtet war in diesem Jahr der Staartschuß für die große Deck-Building-Welle. Bis heute sind unzählige weitere Spiele erschienen, die einen Deckbuilding-Mechanismus verwenden und modifizieren. Kaum zu glauben, dass man diesen Mechanismus vorher so gar nicht kannte.</p>



<p>Dominion schlug in diesem Jahr in Europa ein wie eine Bombe und es wurde wahnsinnig viel gespielt, aber diese Dominanz macht es vielen anderen Spielen in diesem Jahr nicht so leicht. Ich habe mir mal die riesige Datenbank von <a href="https://www.boardgamegeek.com/">Boardgamegeek</a> zu Gemüte geführt und mir die Mühe gemacht die 10 bestplatziertesten Spiele aus dem Jahr 2009 zu ermitteln. Schauen wir uns die einmal an:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Dominion -Die Intrige</li><li>Chaos in the Old World</li><li>Jaipur</li><li>Hansa Teutonica</li><li>Steam</li><li>Cyclades</li><li>Imperial 2030</li><li>Der Widerstand</li><li>Dungeon Lords</li><li>Small World</li></ol>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="283" data-attachment-id="1041" data-permalink="https://spieltroll.de/dsc_0248-3" data-orig-file="https://i0.wp.com/spieltroll.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0248.jpg?fit=2223%2C2100&amp;ssl=1" data-orig-size="2223,2100" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;D6503&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1543664086&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.9&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.03125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Klassiker &amp;#8211; Dominion" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Klassiker &amp;#8211; Dominion&lt;/p&gt;
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<p>Okay, man muss sagen, da ist schon noch ein wenig was dabei, an das man sich erinnern müsste. Aber die Liste wird auch hier von Dominion angeführt, zwar ist es das zweite Set Intrige, weil das Erscheinungsdatum des Originals ja schon im Jahr davor war, aber auch das macht nur umso deutlicher, wie sehr Dominon in dieser Zeit verbreitet war. Chaos in the Old World ist mir persönlich gar nicht bekannt, obwohl es von Eric M Lang ist und auf Warhammer Fantasy basiert, was ich eine Zeit lang recht intensiv gespielt habe. Die wichtigsten Titel mit denen man sich aber auch heute noch beschäftigen kann und vielleicht auch muss, sind wahrscheinlich Jaipur, Dungeon Lords und Small World.</p>



<p>Jaipur ist meiner Meinung nach eines der besten 2-Personen-Spiele überhaupt und jeder der gerne ein schönes kleines Spiel haben möchte, dass man immer mal wieder mit nur einer weiteren Person spielen möchte, sollte sich Jaipur zulegen. Es geht um den Handel mit Waren und deren Wert in Tauschgeschäften. Ein wirkliches Kleinod, dass auch heutzutage nichts von seiner Faszination verloren hat. Dungeon Lords ist ein schön witziges, mittelkomplexes Spiel von Vladaa Cvatil und zog mit Dungeon Petz auch einen heute noch sehr beliebten Nachfolger nach sich. Small World von Days Of Wonder wird bis heute mit Erweiterungen unterstützt und ist ein faszinierend einfaches und interessantes Spiel, das ich aber bis heute nicht in meinem Besitz hatte, wenn man von der Umsetzung als Videospiel einmal absieht. Die restlichen Spiele sind alle Kinder ihrer Zeit und die meisten haben sich nicht bis heute gehalten.</p>



<p>In Deutschland gibt es ja zwei wichtige Spielepreise und bei denen sah es in diesem Jahr nicht anders aus. Dominion gewann sowohl den Preis für das Spiel des Jahres 2009, als auch den Deutschen Spiele Preis. Ein Kunststück das nicht allzu vielen Spielen gelingt, aber es kommt vor. Beide Preise sind in ihrer Grundausrichtugn ein wenig unterschiedlich, was es umso bemerkenswerter macht, wenn ein Spiel beide Preise einsackt. Allerdings kann man es auch so deuten, dass es einfach nicht genügend Spiele gab, um beide Preise ausreichend zu bedienen. Der Preis für das Spiel des Jahres ist ein wenig familienorientierter, was ihn für die breite Masse attraktiver macht, während der Deutsche Spielepreis für Erwachsenen und Familienspiele steht und somit eher in die nennen wir sie mal &#8218;Gamer&#8216;-Richtung tendiert.</p>



<p>Auf der Nominierungsliste für das Spiel des Jahres standen in diesem Jahr noch vier weitere Titel. Zwei davon sind tatsächlich komplett an mir vorbei gegangen, wahrscheinlich habe ich zuviel Dominion gespielt. Fauna und Finca kenne ich tatsächlich nur vom Namen her. Das Spiel Fits befindet sich nach wie vor in Familienbesitz und war ein Versuch Tetris als Brettspiel kompetetiv umzusetzen und als viertes im Bunde natürlich Pandemie, wenngleich das bei Boardgamegeek natürlich auch wieder fehlt, denn in Amerika kam es ein Jahr zuvor in den Handel. Pandemie schlug damals auch Wellen und wurde als heißer Kandidat gehandelt. Das Spielprinzip war zu der Zeit auch irgendwie neu, aber ich fand es damals schon ein wenig zu abhängig von der Verteilung der Seuchenwürfel. Aber auch darüber will ich mich hier nicht schon wieder auslassen.</p>



<p>Die Empfehlungsliste für das Spiel des Jahres können wir mal gleich vergessen, auf ihr befand sich in diesem Jahr, meiner Meinung nach, nicht ein einziges erwähnenswertes Spiel. Der Deutsche Spielepreis gibt keine Nominierungslisten und Empfehlungslisten heraus, bei ihm gibt es immer eine Liste der 10 Besten Spiele und dort lag in diesem Jahr Dominion auf Platz 1. Auf den Plätzen zwei und drei folgten dann zwei Spiele aus dem Jahr 2008 mit Le Havre und Pandemie. Le Havre von Uwe Rosenberg erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Fauna und Finca sind auch auf dieser Liste vertreten, was mich ja schon fast dazu bewegt, mich mal mit diesen Spielen zu beschäftigen. Small World schafft es bei diesem Preis übrigens ebenfalls genannt zu werden und landet auf einem sehr guten fünften Platz.</p>



<p>Scheint so, als hätte ich mir ein nicht ganz so interessantes Spielejahr ausgesucht, um mir ein paar Gedanken darüber zu machen. Dominion hier, Dominion da, Dominion überall! Jetzt aber mal ernsthaft, wer von euch noch nie Dominion oder einen Deck-Builder gespielt hat, der hat wirklich was verpasst. Auch Dominion ist heutzutage nicht mehr ganz so frisch, aber gespielt sollte man das schon haben und so lauten meine Empfehlungen von Spielen aus dem Jahr 2009 für euch auch Dominion, Jaipur, Small World und Pandemie. Das reicht an guten Werken für eure Ludothek aus diesem Jahr. Oder seht ihr das anders? Wenn ja, rein in die Kommentare&#8230;</p>
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