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	<title>Auf den Spuren von Marco Polo &#8211; Spieltroll</title>
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		<title>Rassismus und Spiele &#8211; Der Fall Tascini</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2021 11:44:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Klingt ein wenig reißerisch, das gebe ich zu, aber ich habe das Geschehen verfolgt und muss meinen Senf einfach dazu beitragen. Beruflich bin ich leider immer wieder gezwungen mich mit dem Thema Rassismus zu beschäftigen und mein Blog trägt nicht zuletzt deswegen das Logo, der Spielend für Toleranz-Bewegung. Am letzten Wochenende kochte plötzlich ein Post &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/7388" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Rassismus und Spiele &#8211; Der Fall Tascini“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Klingt ein wenig reißerisch, das gebe ich zu, aber ich habe das Geschehen verfolgt und muss meinen Senf einfach dazu beitragen. Beruflich bin ich leider immer wieder gezwungen mich mit dem Thema Rassismus zu beschäftigen und mein Blog trägt nicht zuletzt deswegen das Logo, der Spielend für Toleranz-Bewegung. Am letzten Wochenende kochte plötzlich ein Post des Italieners bei Facebook hoch und sorgte für einiges an Trubel. Zufälligerweise spielten meine Frau und ich am letzten Wochenende gerade eine Partie <em>Tekhenu</em> von ihm und David Turczi. Ein Spiel das schon etwas länger bei uns rumsteht und für das ich vor hatte bald eine Review zu verfassen. Nun bin ich mir dessen nicht mehr so sicher und möchte einmal darlegen, was mich in diesem Zusammenhang alles bewegt.</p>



<span id="more-7388"></span>



<p><strong>Was genau ist passiert ?</strong></p>



<p>Daniele Tascini veröffentlichte über Facebook einen Post in dem es ursprünglich um die Frage ging, ob Orks eine schwarze Hautfarbe haben müssen und was dies aussagen würde. Tascini zog den Vergleich zwischen Orks und Schwarzafrikanern, die er aber nicht als schwarz beschrieb, weil die Hautfarbe ja variieren würde. Er bezeichnet seine schwarzen Freunde stattdessen als N*##§+ und die müssen wissen, dass das nicht als Beleidigung gemeint sei. So weit so schlecht, natürlich wurde der Originalpost von ihm nach harscher Kritik aus der englischsprachigen Community gelöscht. Der Post macht aber als Screenshot weiter die Runde.</p>



<p>Nach der Kritik hat er einen weiteren Post veröffentlicht, indem er sein Bedauern darüber ausdrückte, das sein Post entdeckt und übersetzt wurde. Außerdem entschuldigte er sich dafür, weil er es hätte besser wissen müssen, dass er sich als Autor so nicht in der Öffentlichkeit äußern sollte. Diese etwas fadenscheinige &#8222;Entschuldigung&#8220; reichte den meisten Kritikern aber nicht aus und auch Board &amp; Dice, der Verlag bei denen er mit seinen Partnern Teile der sogenannten T-Serie (<em>Tekhenu, <a href="https://spieltroll.de/?p=3269" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Trismegistus</a></em>) veröffentlichte, <a rel="noreferrer noopener" href="https://boardanddice.com/about/statement-on-daniele-tascini/" target="_blank">äußerten sich zu dem Vorfall</a>. Sie seien zwar vertraglich dazu verpflichtet, die produzierten Spiele zu vertreiben, werden aber in Zukunft keine weiteren Spiele von ihm mehr veröffentlichen. Seine Entschuldigung sei nicht ausreichend und relativierend und lasse keinen Willen zur Änderung des Verhaltens erkenenn, lediglich das Bedauern darüber, das seine Aussagen in die Öffentlichkeit gelangt sind.</p>



<p>Auch Hans im Glück hat inzwischen reagiert. Die Spiele <em>Auf den Spuren von Marco Polo</em> und <em>Auf den Spuren von Marco Polo II</em>, an denen Tascini beteiligt war, werden aus dem Programm genommen und nicht erneut aufgelegt. Sämtliche Einnahmen die noch durch die Spiele generiert werden, kommen einer Antirassistischen-Organisation zu gute. Das Statement von Moritz Brunnhofer (Hans im Glück) ist in diesem Zusammenhang vorbildlich.</p>



<p><strong>Ist das alles gerechtfertigt ?</strong></p>



<p>Ich verstehe die Handlungsweise von Board &amp; Dice und Hans im Glück sehr gut, denn wenn diese öffentlich Schweigen, so könnte ihnen dies als Zustimmung, Verharmlosung oder Duldung vorgeworfen werden. Sie kommen damit ihrer Verantwortung nach und ihre Reaktionen sind gerechtfertigt. Auch die Empörung und Kritik der Gamerszene ist vollends gerechtfertigt. Einige gehen jetzt aber soweit zu sagen, dass man Spiele von ihm nicht mehr Spielen sollte. Da wird es für mich dann aber schon wieder schwieriger. Natürlich ist das Deplatforming, welches Board &amp; Dice und Hans im Glück nun betreiben nur allzu verständlich. Sie wollen einem Rassisten keine Plattform mehr bieten über die er in die Öffentlichkeit kommt und auch Geld verdient. Soweit finde ich das legitim, werfe aber nun den, im letzten Jahr ziemlich hochkochenden, Begriff der Cancel Culture in den Ring, den man diskutieren kann und muß. Außerdem kommen wir hier dann, wenn auch im kleineren Rahmen zu einer schon recht alten Diskussion: kann man Werk und Autor trennen?</p>



<p><strong>Was ist Cancel Culture ?</strong></p>



<p>Unter Cancel Culture (Löschkultur) versteht man eine übermäßige Verbreitung von Boykotten gegen Personen und Organisationen, denen beleidigende oder diskriminierende Aussagen oder Handlungen vorgeworfen werden. In der Regel sind diese Boykotte sehr umfassend. Es geht darum der öffentlichen Person die Unterstützung zu entziehen. Keine mediale Aufmerksamkeit. In dem hier vorliegenden Fall also genau das, was die Verlage gemacht haben. Kritik wäre an dieser Kultur zu üben, wenn sie die Zusammenarbeit mit ihm bereits aufgekündigt hätten, nachdem er seine erste Äußerung getätigt hat. Sie haben ihm aber die Chance zu einer Klärung gegeben, die er allerdings nicht zur Klärung und Reue, sondern zur Relativierung genutzt hat. Von daher finde ich haben die Verlage richtig gehandelt. Ein einfaches unreflektiertes Löschen, nur weil einem etwas an einer einzelnen Aussage nicht gefällt, wäre genau das was Cancel Culture ausmacht. Aber kann man wegen seiner Aussagen jetzt nie wieder ein Spiel von ihm Spielen, weil man ihn damit ja indirekt unterstützen würde? Da kommen wir jetzt bei einer schon sehr alten Diskussion an, der Trennung von Werk und Autor und ob man das trennen kann, sollte oder gar muss.</p>



<p><strong>Kann man Werk und Autor trennen ?</strong></p>



<p>Ich werde hier sicherlich keine Lösung für dieses Problem finden, denn wahrscheinlich kann man beide Ansichten irgendwie vertreten. Was in meinen Augen dafür spricht, ist das ich es für gefährlich halte, alles immer gleich stummzuschalten. Das ist ziemlich autoritär und in solch eine Richtung möchte ich mich eher nicht bewegen. Klar ist aber auch das üble Mistkerle tolle Kunst produzieren können. So naiv zu glauben, das dem nicht so wäre, sollte keiner sein. Die Kunst ist voll von Beispielen, Michael Jackson, Roman Polanski, Richard Wagner oder Peter Handke. Es kommt halt immer darauf an, ob ihre Kunst auch das Verabscheuungswürdige aussagt. Richard Wagner war glühender Antisemit aber sind seine Werke antisemitisch? Peter Handke hat wahrscheinlich völlig zu Recht den Literaturnobelpreis bekommen, aber er hat auch eine Grabrede am Grab eines Kriegsverbrechers gehalten und den Genozid von Srebrenica geleugnet. Das Problem ist das hier künstlerische Kompetenz mit ethisch-moralischen Gründen verrechnet wird. Wenn Künstler nur noch mit komplett weißer Weste ihrer Kunst nachgehen dürften, dann wird es aber sowohl für den modernen Hip Hop, als auch für politische Acts wie Pussy Riot ziemlich eng.</p>



<p>Steht man auf der anderen Seite und befürwortet die Gleichsetzung von Werk und Autor, so gibt man seiner eigenen Aufmerksamkeit eine politische Dimension und der Entzug derselben soll für Besserung sorgen. Erhebt sich selbst zu einer moralischen Instanz. Auch Opferschutz spielt eine Rolle, da die Verherrlichung der Kunst ansonsten über dem Leid der Opfer stehen würde. Die Gleichsetzung von Kunst und Mensch spielt die zentrale Rolle, da immer auch ein Stück des Menschen in seiner Kunst mitschwingt und man das eben nicht trennen kann. </p>



<p>Schwierig. Im Fall von Tascini finde ich das Vorgehen der Verlage, wie bereits gesagt, vollkommen in Ordnung. Rassismus hat einfach in diesem Hobby und auch ansonsten nirgendwo etwas zu suchen. Insgesamt aber liege ich irgendwo zwischen den beiden Positionen, denn es kommt auf den Kontext an. Auf der Tanzfläche zu Michael Jacksons &#8222;Pretty Young Thing&#8220; zu flirten ist was komplett anderes, als auf einer Black Lives Matter-Demo &#8222;They don´t care about us&#8220; mitzugrölen. Wagners Antisemitismus ist zu verurteilen, aber definitv anders zu bewerten als der von Xavier Naidoo. Letzgenannter müsste es inzwischen einfach besser wissen. Ich sehe momentan keinen Grund die Spiele von Herrn Tascini nicht zu spielen, denn bisher ist mir in diesen, zum Teil fantastischen Werken, nichts rassistisches aufgefallen. Sollte ich irgendwann in einem Spiel solche Dinge entdecken, sieht das definitiv anders aus. Ansonsten traue ich mir als denkendem Menschen durchaus zu zwischen diesen Dingen unterscheiden zu können.</p>



<p>Wie seht ihr das? Liege ich da falsch? Kommentare zu dem Thema sind definitv erwünscht. Da ich momentan auch noch ein paar Spiele von ihm hier auf Halde liegen habe, zu denen ich eigentlich Reviews schreiben wollte, werde ich zunächst einmal davon Abstand nehmen, um Herrn Tascini, so klein diese Seite auch sein mag, keinerlei Bühne zu bieten.</p>



<p></p>
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		<title>Spielejahrgang 2015 &#8211; Ein Füllhorn guter Spiele?</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2020 18:47:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es sind schon ein paar Monate vergangen, seitdem ich zum letzten mal etwas in meiner kleinen Rückblickserie veröffentlicht habe. Damals ging es um das Spielejahr 1991, also um etwas das schon ziemlich lange her ist. Heute katapultiere ich mich wieder in die noch junge Vergangenheit. Das Jahr 2015 markiert so ein bißchen den spielerischen Neuanfang &#8230; <a href="https://spieltroll.de/archiv/7064" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Spielejahrgang 2015 &#8211; Ein Füllhorn guter Spiele?“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Es sind schon ein paar Monate vergangen, seitdem ich zum letzten mal etwas in meiner kleinen Rückblickserie veröffentlicht habe. Damals ging es um das <a href="https://spieltroll.de/?p=5432" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Spielejahr 1991</a>, also um etwas das schon ziemlich lange her ist. Heute katapultiere ich mich wieder in die noch junge Vergangenheit. Das Jahr 2015 markiert so ein bißchen den spielerischen Neuanfang für mich persönlich. In diesem Jahr war ich das erste mal zusammen mit meiner Frau auf der SPIEL in Essen und wir begannen uns so nach und nach wieder eine kleine Sammlung von Spielen zuzulegen. In den Jahren davor gab es nur mal ab und zu etwas Neues und ein Großteil meiner alten, doch recht umfangreichen Sammlung, fiel über einige Jahre hinweg den finanziellen Nöten zum Opfer, die uns in dieser Zeit plagten. Diese Zeiten gingen 2015 so langsam vorbei und Brettspiele spielen wurde wieder zu einem Luxus den wir uns leisten wollten, denn wir spielen so verdammt gern und nach vielen Jahren der spielerischen Entbehrung brach die neue Welt der Brettspiele über uns herein. 2015 schien ein fantastisches Jahr zu sein, um wieder zurückzukommen.</p>



<span id="more-7064"></span>



<p>Das seltsamste für mich in diesem Jahr war tatsächlich die Tatsache, dass alle Welt über ein Spiel redete, dass ich schon Jahre zuvor als eher nicht so gut abgetan hatte. Selbst auf der U-Bahnfahrt zur Spiel redeten zwei kleinere Grüppchen links und rechts neben uns unabhängig voneinander über Pandemic Legacy. Das Legacy-Konzept erschloss sich mir zu dieser Zeit noch kein bißchen und alles was ich darüber las, gefiel mir überhaupt nicht. Eine Reaktion, die es damals glaube ich recht häufig gab. Spiele die man zum Teil zerstören musste und die man nachdem sie &#8222;durchgespielt&#8220; waren, nicht mehr spielbar sind. Das konnte ich nach Jahren der fast Abstinenz nicht glauben und nicht einordnen. Und dann auch noch Pandemie. Ein Spiel das mir nur mäßig gefiel, weil es immer die Gefahr des &#8222;du hast verloren und kannst nichts dagegen tun&#8220; in sich barg. Wie sich heute zeigt, lag ich zumindest was das Legacy-Konzept angeht falsch. Pandemie ist in meinen Augen immer noch kein gutes Spiel auch wenn ich weiß, daß ich da mit meiner Meinung allein auf weiter Flur stehe.</p>



<p>2015, ein Jahr indem für mich persönlich viel passierte. Auch in der Welt passierte ziemlich viel. Das Jahr gilt heute vielen als der Wendepunkt in unserer Gesellschaft. Nur ein Jahr, nachdem sich mal wieder alle nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft in den Armen lagen, begann sich ein Riss durch die Gesellschaft zu bilden. Flüchtlingkrise, AFD usw. und so fort. Ein bestimmter Teil der Gesellschaft wollte sich zumindest außerhalb von Arbeitsstress und Weltproblemen in seiner Freizeit einen Eskapismus schaffen und ich glaube da kommt dieser unglaubliche Boom der Brettspielindustrie in den letzten Jahre her. Auch Covid konnte diesen Boom dieses Jahr nicht klein kriegen. Die Leute haben einfach keinen Bock sich rund um die Uhr mit Problemen zu beschäftigen. Brett- und Kartenspiele sorgen für eine schöne Auszeit und der Markt macht mit. In 2015 kamen so unfassbar viele gute Spiele auf den Markt, dass es den Rahmen dieses kleinen Beitrags sprengen würde, sie alle aufzuzählen.</p>



<p>Ich starte meinen Blick auf die Spiele dieses Jahrgangs wie immer mit der <a href="https://www.boardgamegeek.com/browse/boardgame" target="_blank" rel="noreferrer noopener">boardgamegeek.com Hitliste</a>. Lohnte sich der Blick 1991 kaum weil einfach nicht viel gutes erschien, so sieht es 2015 gaaaaaanz anders aus. Die Top Ten aus 2015 die ich hier aufliste, sind allesamt unter den einhundert besten Spielen aller Zeiten gemäß dieser Liste. Und schaut man sich diese gigantische Liste weiter an, so sind alleine aus dem Jahr 2015, 87 Spiele unter den ersten 1000. Was wirklich eine ziemlich gute Marke ist, wenn man sich anschaut, wieviele Jahre diese List umfasst.</p>



<ol class="wp-block-list"><li><a href="https://spieltroll.de/?p=628" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pandemic Legacy &#8211; Season 1</a></li><li>Im Wandel der Zeitalter: Eine neue Geschichte der Zivilisation</li><li><a href="https://spieltroll.de/?p=258" target="_blank" rel="noreferrer noopener">7 Wonders Duel</a></li><li>Viticulture Essential Edition</li><li>Food Chain Magnate</li><li>Blood Rage</li><li>Kingdom Death Monster</li><li>Auf den Spuren von Marco Polo</li><li>The Gallerist</li><li>Mombasa </li></ol>



<p>Man könnte diese Liste noch um einige weitere nennenswerte Spiele erweitern. Räuber der Nordsee, Codenames, <a href="https://spieltroll.de/?p=2535" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Champions of Midgard</a>, T.I.M.E. Stories, <a href="https://spieltroll.de/?p=1992" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zombicide Black Plague</a> und, und, und. Aber, ich schau mir in diesem kleinen Format ja immer so an, was ich davon kenne und schon gespielt habe. Das ergibt in diesem Jahr dann doch ein recht zwiespältiges Bild. Pandemic Legacy Season 1, zu diesem Thema können geneigte Leser unter den <a href="https://spieltroll.de/?page_id=344" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Spieltagebüchern</a> fündig werden und meinen ausführlichen Spielbericht zu dem Spiel nachlesen. Großartiges Spielerlebnis trotz Pandemie-Spielmechanik. Im Wandel der Zeitalter habe ich bisher leider nur ein einziges Mal mit viel zu wenig Zeit gespielt und fand vieles ganz ganz toll, aber möchte hier kein Urteil über das Spiel fällen. Der dritte Platz aus diesem Jahrgang ist aber eines der Spiele, die ich rauf und runter gespielt habe und auch immer noch spiele. 7 Wonders Duel ist eines der besten Spiele für zwei überhaupt und übertrifft in seiner eleganten Art und Weise auch den sehr guten großen Bruder.</p>



<p>Bei Viticulture besteht meine Erfahrung aus ein paar Versuchen die Appversion zu spielen, die aber leider in einem nicht performanten Zustand ist. Es ist ein Graus dieses wahrscheinlich sehr gute Brettspiel zu spielen. Viticulture ist eines meiner Schwarzen Löcher. Ein Spiel, dass ich immer noch allzugerne ausprobieren möchte. Auch alle folgenden Plätze in den Top Ten habe ich persönlich leider noch nicht ausprobieren können. Einige, wie zum Beispiel Blood Rage und Mombasa, interessieren mich leider bis heute überhaupt nicht. Andere sind mir schlichtweg zu teuer Food Chain Magnate, Kingdom Death Monster oder The Gallerist. Bei diesen Spielen würde ich auf jedenfall gerne mal einen Blick riskieren und mir eine Meinung bilden, aber leider hat sich das bis jetzt noch nicht ergeben. Für <em>Auf den Spuren von Marco Polo</em> habe ich allerdings bisher keine Erklärung und das steht hier immer noch ungespielt herum. Man merkt halt an diesem Jahrgang doch, dass wir erst wieder in diesem Jahr angefangen haben uns vermehrt mit Spielen zu beschäftigen und wir viele wahrscheinlich tolle Spiele noch immer vor uns haben.</p>



<p>Das Spiel des Jahres 2015 ist mir allerdings sehr wohl bekannt und zu <a href="https://spieltroll.de/?p=1823" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Colt Express</a> habe ich sogar hier im Blog schon meine Meinung kund getan. Leider ein Spiel, dass bei mir einen schwierigen Stand hatte auch wenn es wohl ein großer Erfolg gewesen ist. Auf der Nominierungsliste standen mit Machi Koro und The Game dann aber noch zwei Spiele, die wir ausgiebig gespielt haben. Das Machi Koro Prinzip haben wir etwas später in Valeria aufgegriffen und es ehört in dieser Form zu einem unserer liebsten Spiele überhaupt. Mit <a href="https://spieltroll.de/?p=2258" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Patchwork</a> befand sich noch ein weiterer heutiger Klassiker auf der Empfehlungsliste. Cacao, Loony Quest, Simsala&#8230; Bumm?, Ugo! und Vollmondnacht von Ted Alspach befanden sich ebenfalls auf der Empfehlungsliste. Beim Kennerspiel des Jahres sah es dann ähnlich aus. Broom Service ist es geworden, ein Spiel das meine Frau unbedingt spielen wollte. Auch dieses Spiel hatte es bei uns beiden recht schwer. Orleans und Elysium waren ebenfalls nominiert und wären für mein dafürhalten beide eine bessere Wahl gewesen ganz zu schweigen von dem fantastischen <a href="https://spieltroll.de/?p=733" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Five Tribes</a>, das nicht einmal auf der Empfehlungsliste Erwähnung fand. Aber immerhin war auch hier das schon genannte <em>Auf den Spuren des Marco Polo</em> mit dabei. Auch die Arler Erde von Herrn Rosenberg wurde empfohlen, welches wir ebenfalls noch ungespielt in unserer Sammlung wissen. Der  Vollständigkeit halber sei auch noch das letzte Spiel Deus erwähnt, dass ich leider bis heute nicht kenne.</p>



<p>Der Deutsche Spielepreis bietet dann noch ein paar andere Spiele auf. <em>Auf den Spuren von Marco Polo</em> gewann in diesem Jahr den beliebten Publikumspreis. Orleans und Colt Express kommen auf die Plätze. Murano von den Brands, Arler Erder, Five Tribes, Cacao, Machi Koro, Aquasphere und Patchwork vervollständigen die zehn Plätze des Deutschen Spiele Preises. Wie fast immer eine sehr schöne Auswahl.</p>



<p>2015 war ein sehr ergiebiger und spielerisch toller Jahrgang. Die Mitte dieses Jahrzehnts war der Startschuss für einen neuerlichen Boom der Bretspielbranche der bis zum heutigen Tage anhält und den wir als Spieler genießen sollten. Momentan kommen in jedem Jahr soviele tolle Spiele auf den Markt, dass es eine wahre Freude ist. Wenn ich Stimmen auf boardgamegeek lese die behaupten, dass momentan schlechte Spielejahre sind, kann ich ihnen nur sagen, sie haben das Glück der späten Geburt und kennen viele der schwachen Jahrgänge überhaupt gar nicht. Natürlich kommen in jedem Jahr auch viele schlechte Spieler heraus, aber ich finde in jedem Jahr mehr Spiele die ich spielen möchte, als ich spielen kann. Das ist der absolute Überfluss. Ich als Fan freue mich. Was aber sind meiner bescheidenen Meinung nach die Spiele, die ich in meine Ludothek aus diesem Jahrgang aufnehmen würde. Allerdings muss ich 2015 große Kenntnislücken offenbaren und bitte das zu bedenken. Pandemic Legacy gehört definitv hinein. 7 Wonders Duel gehört dazu und für mich persönlich auch Spiele wie Zombicide Black Plague, <a href="https://spieltroll.de/?p=485" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Potion Explosion</a> und <a href="https://spieltroll.de/?p=283" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Blutige Herberge</a> um mal noch ein paar weitere Titel zu benennen.</p>



<p>Gehört für euch noch etwas anderes aus diesem Jahr in eine Ludothek? Wenn ja, immer rein damit in die Kommentare&#8230;</p>



<p></p>
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