Spieleabend #6

Bereits zum sechsten Mal trafen wir uns in diesem Sommer, um Spiele auszuprobieren und eine gute Zeit zu haben. Es war sehr warm an diesem Tag, wie ja eigentlich im ganzen Sommer. Zuerst überlegte ich, ob wir irgendwelche sommerlichen Spiele zu hause haben, die thematisch in die Zeit passten, aber so richtig ließ sich nichts finden. Also packten wir einfach ein fettes Paket von vielen kleinen Spielen, die wir unseren Gastgebern vorstellen und beibringen wollten. Außerdem hatten wir uns vorgenommen ein weiteres Exit-Spiel zu lösen. Nicht weniger als acht Spiele schleppten wir zum Spieleabend und fünf davon spielten wir an diesem Abend sogar.

Bevor wir loslegten, gab es aber noch eine Hiobsbotschaft zu verarbeiten, denn Sohnemann sagte spontan ab, da ihm sein Kiefer nachmittags sehr stark anfing wehzutun. Am nächsten Tag musste er sogar notbehandelt werden, weil sie nicht nachlassen wollten. Heute ist aber alles wieder gut und wir spielten einfach nur zu dritt an diesem Abend. Das Exit-Spiel „Die verlassene Hütte“ verschoben wir dann aber doch auf das nächste Mal und legten mit dem aktuellen Spiel des Jahres, Azul, los.

Azul machte mir und meiner Frau beim Probespielen schon immer totalen Spaß, da es einen sehr eleganten und schnell zu verstehenden Mechanismus bietet, den man aber nicht ohne weiteres meistern kann. Um richtig viele Punkte aus seinen Fliesen zu holen, muß man schon einiges an Hirnschmalz aufwenden und ein paar Dinge vorausplanen. Genau das richtige für so einen Spieleabend und unsere Arbeitskollegin hatte sehr schnell verstanden worum es geht und besiegte uns mit einigem Abstand. Was sie verwunderlich fand, da sie an allen Abenden zuvor, laut ihrer Aussage, noch nie ein Spiel gewonnen hat.

Als zweites Spiel, nachdem Ganz Schön Clever so gut ankam, holte ich Würfelland aus der Tüte, von dem ich dachte, dass es unserer Gastgeberin ebenfalls gefallen müsste. Für diejenigen, die es nicht kennen, sei nochmal erwähnt, dass es sich dabei um ein Roll ´n Write Spiel handelt, bei dem man auf seinem Tableau möglichst schnell Schätze finden muss. Auch damit lagen wir nicht falsch, Würfelland kam richtig gut an und ist auch für Zwischendurch sehr gut geeignet. Mit Erklärung dauerte die Runde nur zwanzig Minuten und auch diese gewann unsere Gastgeberin, die es kaum noch glauben konnte.

Zeit mal etwas anderes und für sie komplett neues auf den Tisch zu holen. Meine Frau und ich mögen Magic Maze, haben aber bei unserer Tochter schon festgestellt, dass es wohl nicht allen so geht. Dabei mag es unsere Tochter gar nicht, wenn man nichts zu tun hat am Tisch und man ewig lange auf die Züge der anderen warten muß. Deshalb dachten wir eigentlich, Magic Maze müsste das Spiel für sie sein, es geht schnell, man ist immer dran, aber man muß halt auch aufpassen. Wir erklärten unserer Gastgeberin die Regeln und sie war gespannt. Wir spielten in kurzer Abfolge die ersten drei Partien der im Spiel enthaltenen Kampagne und es war zwar kein Fiasko, aber dann war es auch gut. Meine Kollegin fand es gut, aber auf dauer, war es ein wenig zu hektisch. Schade wir hätten gern noch ein paar weitere Runden gespielt.

Also kehrten wir nach ein paar Getränken wieder zu den Würfeln zurück. Kurz zuvor hatte ich Bluff bei der Bucht erstanden. Ich war nun bereits zum dritten Mal im Besitz dieses Spiels. Bluff und ich, das ist eine Geschichte von ausgeliehenen Spielen, die ich nie wiedebekam. Jedesmal, wenn ich es bei einer Spielrunde spielte, wollte es sich irgendwer für einen Abend ausleihen und ich sah das Spiel nie wieder. Ich hatte es gekauft, weil ich dachte, dass es für unsere Gastgeber genau das richtige Spiel wäre, leider war Sohnemann ja diesmal nicht dabei, aber wir spielten es trotzdem, zwar nur zu dritt, aber auch das geht, wenngleich ich sagen muß, dass es mit mehr Leuten auch deutlich lustiger ist. Ich empfehle außerdem unbedingt Lederwürfelbecher, denn die Plastikdinger aus dem Spiel sind so immens laut, dass es uns nach einiger Zeit schon in den Ohren schmerzte. Komisch früher machte mir das irgendwie nicht so viel aus. Ich glaube ich werde alt!

Dann wollte meine Frau eigentlich Port Royal mit uns spielen, aber irgendwie war es schon zu spät und niemand von uns bekam die Regeln mehr auf die Reihe, also verschoben wir dass auf einen der nächsten Abende. Stattdessen spieten wir noch eine Runde Smash Up, für das wir uns erst kurz zuvor die Kuschelattacke-Erweiterung gekauft haben, um ein paar Fraktionen mehr zur Auswahl zu haben. Man kann nie genug Auswahl an Fraktionen für dieses Siel haben. Ich war zunächst noch ein wenig skeptisch, ob ein solch trashiges Spiel gut ankommen würde, aber es kam sogar ganz gut an, wobei ich immer wieder feststelle, dass es manchmal echt schwierig ist, die Übersicht über alle Punkte und Basen zu behalten. Auch bei Smash Up gewann wieder unsere Kollegin, die damit einen enorm erfolgreichen Spieleabend für sich verbuchen konnte.

Das war es dann auch für diesen Abend, das Lovecraft Letter, dass ich wie immer dabei hatte, haben wir wieder nciht gespielt, aber ansonsten hatten wir alles geschafft, wenn man von Port Royal absieht und das wir das Exit-Spiel auf den nächsten Viererabend verschoben hatten. Nach sechs Abenden wird es aber auch mal Zeit, dass die beiden uns verraten, was ihnen von den Spielen am meisten Spaß gemacht hat. Damit wir wissen, was man noch so ausprobieren könnte. Ein schönes kooperatives Spiel sollten wir auf jeden Fall nocheinmal ausprobieren, denn wir müssen den Pandemic Legacy Fauxpas noch ausgleichen. Mal schauen, mal schauen…

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