Morty Sorty Magic Shop – Ordnung im Zauberladen

Morty Sorty Magic Shop

Morty Sorty Magic Shop hat mich tatsächlich in diesem Jahrgang richtig überrascht. Die Cover Illustration hat mich dabei zunächst eher abgeschreckt und auch sämtliche Beschreibungen, die ich im Vorfeld las, klangen nicht nach etwas Außergewöhnlichem. Die Nominierung zum Spiel des Jahres lies mich dann aber doch aufhorchen, auch weil ich zwischenzeitlich nur Gutes über das Spiel gehört hatte. Ich kaufte also ein Exemplar und seitdem kommt es ständig auf den Tisch. Inzwischen gehe ich sogar so weit, zu sagen, dass Morty Sorty Magic Shop für mich der Favorit auf den roten Pöppel ist. Das Spiel ist zwar nicht besonders innovativ, erfüllt seinen Zweck als Familienspiel in nahezu allen Belangen perfekt. Die Regeln sind überschaubar, es macht Spaß und ist einfach zu erlernen und hat somit das Potential Jung und Alt an einen Tisch zu bringen und die ein oder andere Partie zu absolvieren. Wer mehr möchte bekommt sogar mehr, denn in der Box finden sich Möglichkeiten das Spiel noch ein wenig kniffliger zu gestalten.

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Echos der Zeit – Einfach schön

Echos der Zeit

Eines kann ich Echos der Zeit definitiv nicht absprechen: es fällt auf und ist unglaublich hübsch. Allein die Schachtel ist toll gestaltet und lässt uns schon über den Inhalt und die Ausrichtung des Spiels rätseln. Als das Spiel im Vorfeld von Essen 2025 angekündigt wurde, hat allein die Optik ausgereicht es zu einem der meisterwarteten Spiele werden zu lassen. Ein perfektes Beispiel also, was eine gute Fassade ausmachen kann und ich denke allein deswegen wird es sich wohl ganz gut verkauft haben. Viele erwarteten, dank der antropomorphen Tiere, ein zweites Everdell wurden dann aber von den Early Birds schon mal enttäuscht, die es als viel zu seicht und ansahen. Aber was wissen die schon, das spielt die eigene Erwartungshaltung die größte Rolle in der Bewertung. Ich habe dem Spiel von Simone Luciani und Roberto Pellei eine Chance gegeben mich jenseits der hübschen Fassade zu überzeugen.

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Flossenschlag – Vogel oder Fisch?

Flossenschlag

Ist das hier die Frage? Stonemeier Games reiten die Flügelschlag Erfolgswelle weiter und warum auch nicht? Der Verlag hat unglaublich viele erfolgreiche Spiele veröffentlicht, die sich auch in der Spieler*innenschaft großer Beliebtheit erfreuen (Viticulture und Scythe um nur zwei zu nennen). Flügelschlag von Elizabeth Hargrave allerdings, welches ebenfalls bei ihnen erschien, verkaufte so viele Kopien, dass es wie von einem anderen Planeten für diese Firma erschien. Erweiterungen und Spin-Offs waren die Folge. Manches war gut, Einiges aber auch nicht so gut. Mir zum Beispiel gefiel die Version für Vielspieler*innen Schwingenschlag mit Drachen als „Fokustier“ eher nicht so gut, kam es doch viel zu verkopft daher und versuchte das Flügelschlag-Prinzip zu sehr zu koplexifizieren. Flossenschlag ist nun der nächste Versuch das Spielprinzip aufzugreifen – diesmal nur in die andere Richtung und wieder mit echten Tieren. Fische als Setting kommen in der Regel gut an und das Spielprinzip wurde sogar noch ein wenig entschlackt. Also, Vogel oder Fisch? Oder sogar beides?

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Grundstein von Metropolis – Auch ohne Monumente ein Knaller?

Grundstein von Metropolis

Grundstein von Metropolis ist entstanden, weil das Vorgänger-Spiel Foundations of Rome, welches es (bisher) nicht in einer deutschen Version gibt, weil es eine absolut wahnsinnige Produktion darstellt, bei vielen so gut ankam, dass es dennoch viele Nachfragen zu dem Spiel gab, ob es nicht auch in einer weniger aufwendigen Produktion, die weniger Platz im Spieleregal wegnehmen würde, erscheint. Ich denke zwar, dass es auch auf Deutsch einige Freaks gegeben hätte die Foundations of Rome gerne in ihre Sammlung integriert hätten, aber ein so opulentes Spiel muss sich für einen Verlag dann auch schon lohnen. Für diejenigen die gar nicht wissen, worum es geht, sei kurz gesagt, dass wir es hier mit einem Stadtbauspiel zu tun bekommen und in der Rom-Variante alle Gebäude aus Plastik modelliert wurden. Das sieht zwar fantastisch aus, ist aber für das zugrundeliegende, recht simple Spiel, absoluter Overkill. Deshalb nun also diese Variante ohne das ganze Bling-Bling und in die schnöde Moderne versetzt. Kein Plastik aber dafür Pappe. Das Spielprinzip ist allerdings das Gleiche.

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Cozy Stickerville – Klebrige Langeweile oder spielerische Entspannung?

Cozy Stickerville

Corey Konieczka und sein inzwischen gar nicht mehr so neuer Verlag Unexpected Games hatten sich ja zur Aufgabe gemacht den Brettspielmarkt durch neue Ansätze und eben unerwartete Spiele ein wenig durcheinander zu bringen und sie hatten da auch durchaus schon interessante Spiele wie The Initiative und Voices in My Head in ihrem Portfolio. Mit Cozy Stickerville könnte ihnen nun aber ein richtig großer Wurf gelungen sein, bei allem was da so durch den Äther rauscht. Im Allgemeinen kommt das Entspannungsspiel wohl sehr gut an und das obwohl die Cozy Games ja im Ruf stehen ihre Spieler*innen selten zu überfordern und mit spielerisch relevanten Entscheidungen daherzukommen. Einige dieser Spiele kann ich nur schwer als Spiel beschreiben sondern würde sie eher Aktivität nennen. Doch Cozy Stickerville möchte eigentlich immer das wir Entscheidungen treffen doch sie sind, sagen wir mal, alle irgendwie irrelevant, denn sie sorgen nur für ein Dorfbild, dass so oder so aussehen kann. Doch das ist genau der Kniff und bevor ich hier schon zu sehr in ein Fazit abdrifte erkläre ich euch erstmal worum es geht.

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Kilia – Ein perfektes Debüt?

Kilia

Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, wie ansprechend andere Spieler*innen das reduzierte Erscheinungsbild von Kilia finden, aber bei mir hat es irgendwie gewirkt. Ich mag das elegante Aussehen des Spiels und als ich dann Bilder des Materials sah, war ich genauso angetan. Mit dem Namen des Autoren konnte ich allerdings nichts anfangen. Lars Ehresmann sagte mir so gar nichts, obwohl das Spiel so wirkte, als sei es von jemandem erdacht worden, der schon einige, mechanisch anspruchsvolle Eurogames auf dem Kerbholz hat. Pustekuchen! Lars Ehresmann kann mir auch gar nichts sagen, weil Kilia sein Erstlingswerk ist und das, soviel sei mal vorweg geschickt, merkst du nicht wirklich. Früher hatte gefühlt jedes zweite Spiel mit Handel im weiteren Sinne zu tun. Heute findest du solche Spiele schon seltener und das ist auch gut so, denn die Vergangenheit hat in dieser Hinsicht reichlich zu bieten. Dennoch solltet ihr hier hellhörig werden und Lars eure Aufmerksamkeit schenken. Diesmal geht es um den Nord-Ostsee-Kanal und die Stadt Kiel, früher Kilia.

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Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft – Pandemie in Mittelerde

Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft

Als ich zum ersten Mal von diesem Spiel hörte, war ich in einem Zwiespalt gefangen. Einerseits bin ich ein großer Herr der Ringe Fan und probiere gerne neue Spiele, die sich mit Tolkiens Werk befassen aus. Andererseits aber bin ich definitiv kein großer Pandemie Fan. Ich finde das System zwar interessant aber auch zu anfällig. Bei Pandemie ist es halt möglich bei entsprechendem Pech, eine Partie sang- und klanglos zu verlieren, ohne auch nur irgendwas dagegen tun zu können. So etwas mag ich nicht. Die einzigen Spiele der Reihe, bei denen ich darüber hinwegsehen kann, sind die Pandemic Legacy Spiele, die mir so viel anderes Erlebnis bieten, dass mich eine Partie, in der es mal bescheiden läuft, nicht wirklich stört. Nun also Das Schicksal der Gemeinschaft und ich war schon ein wenig skeptisch, ob dass Spiel für mich funktioniert. Ich habe mich auch relativ lang nicht drangetraut. Inzwischen ist der Hype etwas vorbei und ich habe es aus dem Regal hervorgeholt und ausprobiert. Am Ende war ich wirklich ein bisschen erstaunt, denn Das Schicksal der Gemeinschaft hat zwar ein paar Probleme, aber dass es ein Pandemie-Spiel ist gehört definitiv nicht dazu. Insgesamt war ich tatsächlich ein wenig überrascht. Ich versuche mal zu erklären warum.

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