Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft – Pandemie in Mittelerde

Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft

Als ich zum ersten Mal von diesem Spiel hörte, war ich in einem Zwiespalt gefangen. Einerseits bin ich ein großer Herr der Ringe Fan und probiere gerne neue Spiele, die sich mit Tolkiens Werk befassen aus. Andererseits aber bin ich definitiv kein großer Pandemie Fan. Ich finde das System zwar interessant aber auch zu anfällig. Bei Pandemie ist es halt möglich bei entsprechendem Pech, eine Partie sang- und klanglos zu verlieren, ohne auch nur irgendwas dagegen tun zu können. So etwas mag ich nicht. Die einzigen Spiele der Reihe, bei denen ich darüber hinwegsehen kann, sind die Pandemic Legacy Spiele, die mir so viel anderes Erlebnis bieten, dass mich eine Partie, in der es mal bescheiden läuft, nicht wirklich stört. Nun also Das Schicksal der Gemeinschaft und ich war schon ein wenig skeptisch, ob dass Spiel für mich funktioniert. Ich habe mich auch relativ lang nicht drangetraut. Inzwischen ist der Hype etwas vorbei und ich habe es aus dem Regal hervorgeholt und ausprobiert. Am Ende war ich wirklich ein bisschen erstaunt, denn Das Schicksal der Gemeinschaft hat zwar ein paar Probleme, aber dass es ein Pandemie-Spiel ist gehört definitiv nicht dazu. Insgesamt war ich tatsächlich ein wenig überrascht. Ich versuche mal zu erklären warum.

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Abroad – Grenzenloses Europa

Abroad

Keine Ahnung, ob da gerade ein Trend zu erkennen ist, denn im letzten Jahr hat uns bereits Auf nach Japan! mit der Aufgabe einer Urlaubsplanung beauftragt, aber ich denke es ist nur Zufall, dass auch Abroad sich mit diesem Thema oder dieser Aufgabe an die Spieler*innen richtet. Die beiden Spiele haben aber gar nicht so viel gemeinsam, wie man denken könnte. Darauf werde ich aber im Fazit näher eingehen. Die beiden brasilianischen Autoren Rodrigo Rego und Danilo Valente sind mir bisher nicht bekannt, aber ich kann mir aus eigener Erfahrung durchaus vorstellen, wie sie auf die Idee für dieses Spiel gekommen sind, denn früher hatte ich eine brasilianische Freundin, die Europa besuchen wollte und dabei so viele tolle Orte und Personen besuchen wollte, wie es ihr in vier Wochen möglich war. Das klingt für mich schon ziemlich nach der Grundidee des Spiels, auch wenn wir hier aus beruflichen Interesse auf die Reise gehen.

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Artengarten – Arche Nova Light oder doch mehr?

Artengarten

Arche Nova brachte vor ein paar Jahren in der Brettspielwelt einiges in Bewegung. Der unbekannte Autor Mathias Wigge kam plötzlich mit einem so großen und vielbeachteten Spiel um die Ecke mit einer Thematik die deutlich mehr Leute ansprach als abschreckte und mit einem, zwar nicht neuen, aber frischen Aktionsmechanismus der auf Anhieb viele Freunde fand. Darüber hinaus lagen Naturthemen eh gerade im Trend und Spiele die auf massiven Karteneinsatz basierten und dadurch viel Abwechslung versprachen sowieso. Arche Nova traf wohl einen Nerv zur richtigen Zeit. Kritik blieb aber natürlich auch nicht aus. Für viele dauerte eine Partie zu lang und mit mehr als drei Spielenden explodierte die Spieldauer gleich nochmal und überhaupt war das Spiel zu groß und das Thema Zoo galt auch als kontrovers.Artengarten erschien nun im letzten Jahr und stellt sich nach außen rein optisch und thematisch als eine Arche Nova Light dar, denn schaut es euch an, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass beide Spiele dieselbe DNA teilen. Auch wenn ihr es auspackt, die Regeln lest und euch die Komponenten anschaut könnt ihr das vermuten. Sogar der Kernmechanismus ist derselbe. Dennoch behaupte ich ist das Spiel ein völlig anderes und sollte wirklich nur aufgrund seiner äußeren Werte mit dem großen Bruder verglichen werden.

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Boss Fighters QR – Family Business

Boss Fighters QR

Okay, kommen wir seit langer Zeit mal wieder zu einem dieser hybriden Spiele, die versuchen die analoge mit der digitalen Welt zu verbinden. Kaum dass ich diese Worte in den digitalen Raum tippe, merke ich schon, wie die Hälfte derer, die das liest wahrscheinlich Hände über den Kopf zusammenschlagend laufend das Weite sucht. All diesen Menschen sei gesagt, seid tolerant und versucht es doch erstmal. Wie oft ärgere ich mich über diese sture Einstellung, die mir in meinem Beruf schon zu oft über den Weg läuft. Dinge abzulehnen, nur weil man überhaupt nicht bereit ist, sich mal mit ihnen auseinanderzusetzen, finde ich einfach nur dumm. Was anderes fällt mir dazu nicht ein. Schade wäre es in der Tat, wenn alle so denken würden, denn das erblicken zum Beispiel solche Spiele hier nie das Licht der Welt. Ich verstehe auch nicht was so schlimm an Hybriden sein soll. Okay, ich kann es verstehen, wenn Videospiele abgelehnt werden. Ich kann es auch verstehen, das Leute Brett- und Kartenspiele nicht mögen. Aber das Leute, die sich für das Spielen an sich, ob digital oder analog, interessieren, sich davor verweigern ein möglicherweise tolles Spiel nicht auszuprobieren, das beide Welten ein bisschen bedient… da fasse ich mir an den Kopf. Wenn das Spiel schlecht ist und überhaupt keinen Spaß macht okay, aber und da greife ich mal vor, Boss Fighters QR ist wirklich geil.

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Gwent – Das legendäre Kartenspiel

Gwent – Das legendäre Kartenspiel

Als The Witcher 3: Wild Hunt im Mai 2015 veröffentlicht wurde, veränderte sich die Welt der Videospiele für immer. Schon Jahre vorher sahen meine Frau und ich, während wir uns noch mit Skyrim auseinandersetzten die fantastischen ersten Bilder von Geralt auf Plötze. Wenn euch all das gar nichts sagt, dann macht das nichts, denn ihr müsst davon auch nichts wissen, um dieses Spiel spielen zu können. Meine Frau war total gespannt, weil sie The Witcher 2: Assassins of Kings schon geliebt hat. Ich mochte das Spiel so gar nicht, war aber von den Bildern wirklich angetan. Wir spielten The Witcher 3 parallel auf unseren PCs und während meine Frau das Spiel nach dem Ende sofort erneut auf einem höheren Schwierigkeitsgrad erneut startete war ich noch lange nicht durch. Der Grund dafür war Gwent. Ja genau dieses Spiel, welches wir nun vor uns haben. Gwent ist ein Minigame innerhalb von The Witcher 3. Genauer gesagt war es ein Sammelkartenspiel innerhalb des Spiels. Wir spielten einzelne Partien oder ganze Turniere um Karten zu sammeln. Ich war wirklich fasziniert von dem Spiel und versenkte am Ende mehr als 200 Stunden in dieses Computerspiel von denen bestimmt 50 alleine auf Gwent verfielen. Also ich bin Fan und deshalb war ich sehr angetan als ich hörte, dass es dieses Spiel nun geben würde.

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Kavango – Wie Flügelschlag nur anders

Kavango

So wurde mir Kavango vorgestellt und da ich ein großer Fan des Vogelspiels bin und gerne Tableau- und Engine Builder spiele, war ich von Beginn an sehr an Kavango interessiert. Außerdem hatte ich vor geraumer Zeit schon mal bei einer Partie zuschauen können und war relativ angefixt von dem Spiel. Als Schmidt Spiele ankündigte Kavango nach Deutschland zu holen war ich außerdem begeistert, weil ich fast schon nicht mehr damit gerechnet hatte. Schmidt haben dem Spiel auch gleich noch ein neues Cover spendiert, denn obwohl ich den reduzierten Stil des Spiels ansonsten sehr gut finde, wirkte das auf dem Cover ein bisschen billig oder entwurfhaft. Tut dem Spiel meiner Meinung nach nur gut um mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Das Spiel richtet sich an spielfreudige Familien und der Markt ist heiß umkämpft. Die Autoren Matt Brown und Zara Reid sind mir unbekannt, was wohl daran liegt, dass sie eigentlich gar keine Spieleautoren sind, sondern tatsächlich in der Kavango-Region als Naturschützer unterwegs waren. Kavango ist übrigens nicht so wie Flügelschlag erinnert tatsächlich nur durch sein Äußeres an das Kennerspiel des Jahres 2019.

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Duell um Cardia -Djinn im Glück

Welch ungewöhnliches kleines Schächtelchen? Ganz besonders wenn wir uns den Verlag anschauen. Diese Schachtelgröße ist der geneigte Spielefan von Hans im Glück nicht so sehr gewohnt und rein optisch ist sie schön gestaltet. Die Schachtel ist so klein, weil eigentlich gar nicht so viel darin ist. Ein paar Pappmarker und diverse Karten. Duell lässt vermuten, dass wir es hier mit einem Spiel für zwei Spielende zu tun bekommen, jedoch prangt auch eine 4 auf der Schachtel, was ihr aber nicht so ernst nehmen solltet. Die Autoren dieses kleinen Kartenspiels waren mir bis dato völlig unbekannt und so verwunderte es mich schon, dass Hans im Glück hier ganz schön die Werbetrommel gerührt hat und das schon vor der SPIEL. Ist das ein gutes Zeichen? Keinen Plan, aber es gab auf jeden Fall jede Menge Turniere und Veranstaltungen in den Spieleläden um die Veröffentlichung ein wenig zu stützen. Womit aber haben wir es hier genau zu tun? Duell um Cardia ist kein Sammelkartenspiel (zumindest bis jetzt nicht). Es ist einfach nur ein schnelles Kartenduell mit einem „easy to play hart to master“ Mechanismus. Da werde ich ja immer hellhörig.

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