Artengarten – Arche Nova Light oder doch mehr?

Artengarten

Arche Nova brachte vor ein paar Jahren in der Brettspielwelt einiges in Bewegung. Der unbekannte Autor Mathias Wigge kam plötzlich mit einem so großen und vielbeachteten Spiel um die Ecke mit einer Thematik die deutlich mehr Leute ansprach als abschreckte und mit einem, zwar nicht neuen, aber frischen Aktionsmechanismus der auf Anhieb viele Freunde fand. Darüber hinaus lagen Naturthemen eh gerade im Trend und Spiele die auf massiven Karteneinsatz basierten und dadurch viel Abwechslung versprachen sowieso. Arche Nova traf wohl einen Nerv zur richtigen Zeit. Kritik blieb aber natürlich auch nicht aus. Für viele dauerte eine Partie zu lang und mit mehr als drei Spielenden explodierte die Spieldauer gleich nochmal und überhaupt war das Spiel zu groß und das Thema Zoo galt auch als kontrovers.Artengarten erschien nun im letzten Jahr und stellt sich nach außen rein optisch und thematisch als eine Arche Nova Light dar, denn schaut es euch an, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass beide Spiele dieselbe DNA teilen. Auch wenn ihr es auspackt, die Regeln lest und euch die Komponenten anschaut könnt ihr das vermuten. Sogar der Kernmechanismus ist derselbe. Dennoch behaupte ich ist das Spiel ein völlig anderes und sollte wirklich nur aufgrund seiner äußeren Werte mit dem großen Bruder verglichen werden.

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Die glorreichen Gilden von Buttonville -Der Kartenspaß um Knopf und Kragen

Die glorreichen Gilden von Buttonville

Bin ich wohl der einzige, der bei diesem Spiel von Ravensburger das Verlangen hat den Ortsnamen mit französischem Akzent auszusprechen, obwohl der Name dann auch falsch geschrieben wäre? Warum schreibe ich das überhaupt? Was sagt das über meinen verwirrten Geist aus? Egal. Die glorreichen Gilden von Buttonville ist ein Spiel auf das ich vor der Messe in Essen aufmerksam geworden bin, weil es genau meine liebsten Bestandteile enthielt: viele verschiedene Karten mit Fähigkeiten, die in bestimmten Kombinationen gespielt zu gewinnbringenden Effekten ausgespielt werden müssen. Klasse! Das Einzige was mich ein wenig stutzig werden ließ, war die Tatsache, dass es sich wohl um ein Familienspiel handeln solle und das machte mich erst richtig neugierig, denn in meiner Vorstellung ging das irgendwie nicht zusammen. Geht doch!

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Kavango – Wie Flügelschlag nur anders

Kavango

So wurde mir Kavango vorgestellt und da ich ein großer Fan des Vogelspiels bin und gerne Tableau- und Engine Builder spiele, war ich von Beginn an sehr an Kavango interessiert. Außerdem hatte ich vor geraumer Zeit schon mal bei einer Partie zuschauen können und war relativ angefixt von dem Spiel. Als Schmidt Spiele ankündigte Kavango nach Deutschland zu holen war ich außerdem begeistert, weil ich fast schon nicht mehr damit gerechnet hatte. Schmidt haben dem Spiel auch gleich noch ein neues Cover spendiert, denn obwohl ich den reduzierten Stil des Spiels ansonsten sehr gut finde, wirkte das auf dem Cover ein bisschen billig oder entwurfhaft. Tut dem Spiel meiner Meinung nach nur gut um mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Das Spiel richtet sich an spielfreudige Familien und der Markt ist heiß umkämpft. Die Autoren Matt Brown und Zara Reid sind mir unbekannt, was wohl daran liegt, dass sie eigentlich gar keine Spieleautoren sind, sondern tatsächlich in der Kavango-Region als Naturschützer unterwegs waren. Kavango ist übrigens nicht so wie Flügelschlag erinnert tatsächlich nur durch sein Äußeres an das Kennerspiel des Jahres 2019.

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Gemüsewürfel – „Oh mein Gott du hast Würfel gespalten!“

Gemüsewürfel

Sorry für die Überschrift, die verstehen nur eingeweihte, aber so habe ich wenigstens einen Aufhänger für diese kleine Review. Gemüsewürfel ist kein großes Spiel, aber es sieht, wie eigentlich alle Spiele von KTBG (Kids Table Board Gaming), phantastisch aus und ist mit viel Kreativität entworfen worden. Nur leider, leider, leider habe ich in den meisten Fällen ein Problem mit den Spielen dieser Firma. Sie wissen oft nicht was sie sein wollen oder für welche Zielgruppe sie sind. Sie sind schon auch für Kinder gedacht, weisen dann aber auch oft Mechaniken und Elemente auf, an denen Kinder selten wenig Spaß haben und da kommen eher die Erwachsenen ins Spiel. Für die sind die Spiele von KTBG dann aber meist eine Spur zu seicht oder zu schnell ausgelutscht. Skellig nahm sich der Übersetzung des Spiels aus dem Englischen an und hat, soviel sei gesagt, eine sehr schöne Version auf den Markt gebracht. Aber kann Gemüsewürfel überzeugen?

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Bloom – Reihen legen, Punkte ernten

Bloom

Gebe es meine Frau nicht, hätte ich dieses Spiel sicherlich nie gespielt. Rein optisch wäre ich an ihm vorbeigelaufen. Auch wenn du dich über das Spiel informierst, findest du nicht wirklich etwas ansprechendes. Von Rommé und Rummikub ist da die Rede und das wirkt auf den modernen Gamer dann doch eher angestaubt. Nun bin ich zum Glück kein „moderner“ Gamer, sondern jemand der schon sehr lange dabei ist und immer hellhörig wird, wenn der Name Wolfgang Kramer auf einer Schachtel steht. Er setzt sich nicht zur Ruhe sondern erfindet immer wieder neue Spiele. Bloom heißt nun das neueste Machwerk und ist bei Game Factory erschienen. Die Schachtel ist groß und leider nicht besonders wertig und die ungeünstige Gewichtverteilung ist das erste was mir bei geschlossener Schachtel aufgefallen ist. Was das wohl alles bedeutet? Schauen wir mal in die Schachtel…

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Life of the Amazonia – Quacksalber vom Dschungel

Life of the Amazonia

Life of the Amazonia hat viele Vorschusslorbeeren erhalten. Es sei das bessere, weil etwas komplexere, Quacksalber von Quedlinburg, welches sich weltweit einer großen Beliebtheit erfreut. Da werden die Fans des Push Your Luck Spielprinzips natürlich hellhörig und hoffen auf ein gutes Spiel. Bei uns gehören die Quacksalber auch zu den Lieblingsspielen und von daher war es klar, dass wir uns Life of the Amazonia anschauen würden. Aus meiner Sicht wird das dem Spiel aber gar nicht unbedingt gerecht und greift sogar ein wenig zu kurz. Hier ist ein wenig mehr los, als in einem Quacksalber von Quedlinburg und es gesellt sich eine deutlich präsente Puzzlekomponente hinzu, die für einiges an zusätzlichem Tiefgang sorgt. Es sei aber auch erwähnt, dass hier leider nicht alles Gold ist was glänzt. Die Materialqualität stand schon recht schnell im Fokus und ist, soviel sei vorweg schon mal gesagt, wirklich ein Schwachpunkt des Spiels und wird auch von Strohmann in einem Statement auf der Produktseite erklärt. Dem Spiel tut das natürlich nicht gut, aber dem Spielprinzip auch keinen Abbruch. Ich drösle das mal auf und versuche ein Urteil zu finden.

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Azul Duel – Fliesematenten

Azul Duel

Und jährlich grüßt das Azultier könnte man meinen, ich frage mich allmählig, ob es überhaupt noch nichtgeflieste Wände in Manuels Palast gibt? Der Besuch in der Alhambra hat ihn anscheinend nicht nur beeindruckt, sondern mit einer regelrechten Obsession bedacht. Überall nur noch Fliesen, das größte Badezimmer der Welt… Na ja, wem es gefällt. Azul wurde und wird von Michael Kiesling weiter gefüttert. Es scheint sich zu verkaufen und viele Fans sind wohl glücklich damit, sonst würden sie es nicht tun. Manchmal, aber nur manchmal habe ich mir sagen lassen, kann ein Pferd auch zu Tode geritten werden. Diesen Eindruck hatte ich zuletzt bei den ganzen unterschiedlichen Azul Spielen, die es inzwischen gibt. Wenn ich ehrlich bin habe ich tatsächlich schon auf eine Duell- oder Zweipersonen-Version gewartet. Momentan ist es ja schwer in Mode bekannte Spiele so nochmal zweit zu verwerten. Das erscheint immer besonders seltsam, wenn das Originalspiel an sich schon besonders gut zu zweit funktionierte und ich könnte solchen Spielen auch den Ausverkauf vorwerfen, wenn da nicht Splendor Duel vor ein paar Jahren die Frage, ob eine solche Variante überhaupt gebraucht wird, mit einem eindeutigen „JA!“ beantwortet hätte. Also gab ich auch Azul Duel eine Chance mich zu überzeugen.

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