Was spielst du so? – Juni 2026

Ein sehr unspektakulärer Monat möchte ich meinen. Endlich geht die private Lage ein wenig besser von der Hand und wir finden wieder Zeit für andere Dinge. Trotzdem ist irgendwie immer noch der Wurm drin, wenn es um das Spielen geht. Nach den zwei recht Turbulenten und anstrengenden Monaten erholen wir uns erstmal nur, holen Schlaf nach und entspannen einfach. Meine Finger spielen leider mal wieder nicht mit, aber das wird auch noch. Die Hitzewelle am Ende des Monats sorgte zusätzlich dafür, das wir gar keine Lust hatten am Tisch zu schwitzen. Soll heißen, brettspielmäßig war in diesem Monat genau so wenig los wie im Vormonat. Nur wenig Spiele kamen leider überhaupt auf den Tisch, dafür aber dennoch ein paar neue Spiele. Was wird in diesem Monat so passieren? Natürlich hoffe ich wie immer auf mehr Zeit zum Spielen. Dann findet am 12. Juli natürlich die Verleihung der Spiel des Jahres Preise statt, auf die ich siehr gespannt bin. Darüber hinaus habe ich vor in diesem Monat einen kleinen Solospiel Schwerpunkt zu setzen, indem ich ein paar neue und alte Solospiele ausprobiere. Berichten werde ich dazu wahrscheinlich aber erst in einem späteren Monat. Zu guter Letzt startet im Juli für mich auch immer die Vorbereitung für die Top 100 Liste im Oktober. Ja, richtig gehört, das Ding braucht so insgesamt vier Monate bis es steht. Natürlich ist das zusätzlich zu dem ganzen Rest den ich hier sonst so schreibe, aber ich lasse es da gerne ruhig angehen. Nun aber rein in den vergangenen Monat.

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Abstimmung Deutscher Spielepreis 2026

Neben dem Spiel des Jahres haben wir ja hier in Deutschland noch einen weiteren angesehenen Preis für Brettspiele: den Deutschen Spielepreis, der jedes Jahr auf der Spiel in Essen verliehen wird. Das Besondere an diesem Preis ist, dass wir, die Brettspielfans ihn vergeben. Er ist kein Jurypreis, sondern ein Publikumspreis und deshalb könnt ihr alle mitmachen. Ihr müsst nur auf die Website der SPIEL gehen (folgt einfach dem Link) und könnt für eure Spiele des Jahrgangs abstimmen. Wohlgemerkt des Spielejahrgangs über den Jahreswechsel hinweg. Welche Spiele das waren, könnt ihr in einer alphabetischen Liste dort einsehen. Dann wählt ihr die fünf Spiele die euch am besten gefallen haben. Die Platzierung ist dabei von Belang, denn sie wird mit Punkten gewichtet. Platz ein bekommt fünf und Platz fünf bekommt einen Punkt. Bis Ende Juli kann abgestimmt werden, dann werden die Platzierungen vier bis zehn bekanntgegeben und das Treppchen dann erst auf der SPIEL enthüllt.

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Rebirth – Aufbruch in eine neue Zeit

Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit

Ich glaube jede*r, der sich Brettspieler*in nennt, weiß was Reiner Knizia kann und das ist Spiele am Fließband veröffentlichen und seine Ideen immer wieder aufgreifen und Verbesserungen einbauen. Darüber hinaus verfügen viele seiner Spiele über eine Art Eleganz was die Mechaniken betrifft. Sie brauchen selten viele Regeln und lassen sich dadurch schnell verinnerlichen. An dieser Stelle wird es Zeit davon zu sprechen, dass Rebirth das Zeug zu einem modernen Klassiker hat, auch wenn diese Floskel nicht überstrapaziert werden sollte. Die Nominierung zum Kennerspiel des Jahres 2026 kommt in diesem Fall auch nicht von ungefähr und ich sehe diesen Titel auch nicht in Gefahr, diese Auszeichnung auch nicht zu erhalten. Reiner Knizia war schon oft nominiert, hat den Preis aber nur einmal für Wer war’s? (Kinderspielpreis) und Keltis (Familie) erhalten. Diesmal also der Kennerpreis. Was ist an diesem Spiel so gut? Oder ist es überhaupt nicht so gut wie alle immer behaupten?

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#022 Blogbuch – Digital

Mittlerweile hat das digitale Brettspielen einen nicht zu unterschätzenden Teil meines Hobbys eingenommen. Gleichzeitig habe ich aber auch festgestellt, dass meine Lust Spiele am PC oder auf der Playstation zu spielen eindeutig nachgelassen hat. Also nicht die Zeit mit den digitalen Spielen hat sich verändert, nur die Form. Mein Brettspielhobby bietet mir heutzutage aber auch sehr viele Möglichkeiten mich auch digital auszutoben. Zum einen wären da natürlich digitale Appversionen von bestehenden Brettspielen, die ich über das Netz mit andere oder auch gerne solo abends auf der Couch spielen kann. Dann gibt es da natürlich auch die Brettspielportale, wie Yucata und vor allem die Boardgamearena, wo ich gerne unterwegs bin und online gegen Fremde meine Lieblingsspiele spielen kann. Nicht zuletzt müssen aber auch die Brettspiele erwähnt werden, die digitale Komponenten besitzen, wie zum Beispiel das hervorragende Boss Fighters QR, welches gerade für den Kennerspiel Preis des Spiel des Jahres nominiert wurde. Auch solche Spiele gewinnen immer mehr an Bedeutung, ob das nun allen gefällt oder nicht. Der Unmut ist bei diesem Thema bisweilen sehr groß. Um all das soll es heute aber gar nicht gehen, denn heute möchte ich ein bisschen über eine weitere Form des digitalen Brettspielens reden, nämlich über das Teburu-System, welches sich seit kurzem in unserem Haus befindet.

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Hitster – Battle of the Generations

Hitster – Battle of Generations

Wettstreit der Generationen. Spiele deine Stärken aus steht da auf der Schachtel und kündigt uns die neueste Version an Hitster zu spielen. Die Karten wurden hier farblich gedrittelt und bestimmten Epochen zugeordnet, was den Spieler*innen ermöglicht in bestimmten Bereichen zu spielen in denen sie sich gut auskennen. Ist das genial oder doof? Das Hitster-Prinzip bleibt ansonsten gleich: Karte scannen, Musik hören und den Song in eine Timeline einsortieren. Was sollte da auch geändert werden? Ist zeitlos gut. Dennoch versuchen die Macher*innen natürlich ständig ihren Spiele-Kosmos zu erweitern und anscheinend werden ihnen immer neue Genre-Erweiterungen langsam langweilig. Aber keine Angst die Zukunft ist gesichert in diesem Jahr kommen mit der Wacken Edition, der Hitster 2.0 Grundspielbox mit neuen Songs sowie der Flying Mic-Variane noch drei weitere Produkte auf den Markt. Über die TV-Show sprechen wir an dieser Stelle lieber nicht…

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Frosted Blooms – Tulpen aus Frankreich

Frosted Blooms

Frosted Blooms ist ein recht neues Spiel und deshalb hat auch noch niemand etwas darüber geschrieben. Für die meisten war es wohl die größte Überraschung auf der Longlist für das Kennerspiel des Jahres. Mir sagte es tatsächlich überhaupt nichts. Das sollte sich aber kurze Zeit später ändern. Meine Frau mag Spiele über Blumen und generell Legespiele. Das hier die Blumen auf den Plättchen auch noch glitzern ist für sie natürlich noch ein weiteres Argument das Spiel zu kaufen und auszuprobieren. Ja, ich bin froh, dass wir es gekauft haben, denn die gestellte Aufgabe der beiden erfahrenen französischen Autoren, die auch gern im Doppel arbeiten, Bruno Cathala und Ludovic Maublanc, ist tatsächlich sogar mal etwas Neues. Zumindest fühlt es sich für mich neu und unverbraucht an, denn auf die Lücke kommt es an und auch das Wertungssystem macht Frosted Blooms zu einem spielerischen Highlight für mich.

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Morty Sorty Magic Shop – Ordnung im Zauberladen

Morty Sorty Magic Shop

Morty Sorty Magic Shop hat mich tatsächlich in diesem Jahrgang richtig überrascht. Die Cover Illustration hat mich dabei zunächst eher abgeschreckt und auch sämtliche Beschreibungen, die ich im Vorfeld las, klangen nicht nach etwas Außergewöhnlichem. Die Nominierung zum Spiel des Jahres lies mich dann aber doch aufhorchen, auch weil ich zwischenzeitlich nur Gutes über das Spiel gehört hatte. Ich kaufte also ein Exemplar und seitdem kommt es ständig auf den Tisch. Inzwischen gehe ich sogar so weit, zu sagen, dass Morty Sorty Magic Shop für mich der Favorit auf den roten Pöppel ist. Das Spiel ist zwar nicht besonders innovativ, erfüllt seinen Zweck als Familienspiel in nahezu allen Belangen perfekt. Die Regeln sind überschaubar, es macht Spaß und ist einfach zu erlernen und hat somit das Potential Jung und Alt an einen Tisch zu bringen und die ein oder andere Partie zu absolvieren. Wer mehr möchte bekommt sogar mehr, denn in der Box finden sich Möglichkeiten das Spiel noch ein wenig kniffliger zu gestalten.

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