Der Hobbit: Hin und zurück – Würfel und Brot

Der Hobbit: Hin und zurück

Ich gebe zu, sowohl Reiner Knizia und Der Herr der Ringe sind für mich Trigger, die ich mir immer anschaue und treten sie im Doppel auf, bekomme ich gleich feuchte Hände, denn zu sehr hat mich sein damaliges, kooperatives Spiel begeistert und nachhaltig beeinflusst. Wer etwas darüber erfahren möchte, hat in einer Klassiker Review von vor sechs Jahren auf diesem Blog die Gelegenheit dazu. Ein wirklich tolles Spiel, das natürlich im Kontext seiner Zeit betrachtet werden muss, als es eigentlich noch keine kooperativen Brettspiele gab. Dennoch wurde das Spiel mit dem Herr der Ringe Setting in meinen Augen fantastisch umgesetzt. Im Jahre 2025 durfte sich Reiner Knizia Tolkien erneut vornehmen, diesmal ging es um den Hobbit und seine Reise. Ein Buch das mich ebenfalls sehr geprägt hat. Damals hieß es noch Der kleine Hobbit. Der Titel hier bezieht sich eher auf das Original „There and back again“. Knizia zerteilt die Reise in acht Schauplätze und nutzt eine Roll & Write Mechanik, um sein Spiel voranzutreiben. Ideal um leicht hereinzukommen und das Spiel auch Familien mit Kindern relativ leicht zugänglich zu machen. Das Spielprinzip wird einem nicht neu vorkommen, dafür ist Der Hobbit: Hin und Zurück vom Material her ziemlich hübsch und gut umgesetzt worden.

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Was spielst du so? – August 2026

Im August habe ich mir spontan eine kleine Auszeit vom Blog genommen, denn wir hatten Urlaub und wollten ihn auch nutzen. Natürlich kam wieder alles anders als geplant, weil meine Frau sich von einem Pferd auf den Fuss hat treten lassen (lange Geschichte). Wir hatten natürlich auch geplant im Urlaub etwas mehr zu spielen als normal, aber nun war nicht viel anderes möglich, weil viel laufen und rumstehen ja nicht ging, da haben wir die Zeit im August für so einige neue Spiele genutzt. Nicht nur brandneu, sondern auch ein wenig Kram, der schon etwas länger hier herumstand. Insgesamt war es doch ein schöner Urlaub, nur anders als gedacht. Ich habe den Urlaub dann nebenbei doch noch dafür genutzt meinen Solo-Schwerpunkt zum Abschluss zu bringen und hoffe das dabei einige Erkenntnisse für euch hängen geblieben sind. Insgesamt war es ja doch eine durchaus breite Palette von Solospielen, die ich besprochen habe. Folge dieses Urlaubs ist es jetzt jedoch, dass ich so ungefähr zwanzig Spiele im Vorlauf habe, über die ich gerne Rezensionen veröffentlichen möchte. Das ist allerdings sehr viel und ich schaffe das definitv nicht alles recht bald, denn im nächsten Monat ist ja schon wieder SPIEL und bis dahin möchte ich meine Top 100 fertigstellen, sowie natürlich wie jedes Jahr auch einen kleinen Überblick über für mich relevante und interessante Neuheiten vorbereiten. Also die beiden nächsten Monate habe ich wohl einiges vorzubereiten, lasst euch also überraschen was ich tatsächliche schaffe. Heute aber erstmal ein kleiner Überblick über den vergangenen Monat.

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Gretchens Garten – Grün aber farblos

Gretchens Garten

Zu diesem Spiel muss ich ein wenig weiter ausholen, denn es hat für mich im Kopf so ein bisschen was angestoßen und das ist seltsam, weil es weder das eine, noch das andere zu sein scheint. Aber lasst mich vorn anfangen, damit ihr mir folgen könnt. Gretchens Garten kam bei uns schon vor einer ganzen Weile auf den Tisch und ich habe bis heute darüber nachgedacht, was ich zu diesem neuen Spiel aus der Lookout Greenline aufschreiben möchte. Ich kann euch sagen, das ist absolut nicht leicht für mich, denn für mein Empfinden steht dieses Spiel zwischen einigen Stühlen und kann nirgendwo Platz nehmen und noch viel mehr steht Gretchens Garten zumindest in meiner Spielwelt für einen neuen Typ Spiele, die seit einiger Zeit die Märkte erobern. Wobei ich nicht weiß, ob erobern das richtige Wort ist, ich finde sie schleichen sich eher ein und tauchen überall auf. Ich meine natürlich die inzwischen überall in aller Munde sogenannten Cozy Games. Das Genre der gemütlichen Spiele. Thematisch würde ich auch dieses Spiel dort verordnen. Spielerisch nur zum Teil, weil es eigentlich schon fast zu, und ich scheue mich dieses Wort im Zusammenhang mit diesem Spiel zu schreiben, komplex in seinem Spielprinzip und eigentlich gar nicht mehr unbedingt „cozy“ ist. Deshalb kann es sich nicht setzen und muss im Genre Stuhlkreis stehen bleiben. Das führte in meinen Gedanken auch dazu unbedingt mal etwas zu diesen ganzen Cozy Games machen zu müssen, denn einige davon gehen mir ziemlich auf die Nerven und auch das zum Teil unberechtigte Abfeiern dieser Spiele lässt mich an mir Zweifeln. Aber dazu wann anders mehr. Nun aber ab in Gretchens „Garten“.

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Top 10 Solo Spiele

Da wären wir also am Ende meines Solo-Spiel-Schwerpunktes angekommen. 2019 habe ich mich zuletzt etwas intensiver mit den Solospielen auseinandergesetzt. Damals ist das nur in einem kleinen Artikel auf diesem Blog gemündet, in dem ich einige Spiele empfohlen habe, die sich meiner Meinung nach für ein Partie allein besonders gut eigneten. Seitdem ist, nun ja, gelinde gesagt, einiges passiert. Eine weltumspannende Pandemie hat dafür gesorgt das diese Sparte der Spiele aber sowas von explodiert ist. Die Brettspieler*innen dieser Welt haben Mittel und Wege gefunden ihr Hobby trotzdem betreiben zu können. Neben dem Remote- und Onlinespiel haben auch die Solospiele davon profitiert. Im Jahre 2026 ist es inzwischen völlig normal sich mit Brettspielen auch allein zu Hause zu beschäftigen. Deshalb dieser Schwerpunkt. Ehrlich gesagt schon viel zu spät und wirklich lange überfällig, stellte ich allerdings auch fest, dass mir nach dieser Zeit, in der ich mich intensiv mit diesen Spielen auseinandergesetzt habe, auch der Sinn wieder nach Partien mit anderen Mitspieler*innen stand, was glücklicherweise im Urlaub mit meiner Frau ausgiebigst passiert ist, weswegen meine Liste der Reviews-To-Do auch sprunghaft angestiegen ist. Dazu aber mehr in den nächsten Monaten. Hier nun also meine liebsten Solo Brettspielerfahrungen.

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Die Anarchie – So viele Kästchen

Die Anarchie

Er hat es also wieder getan. Bobby Hill, der Autor des wahrscheinlich expertigsten Flip & Writes auf dem Markt, hat erneut das Genre bedient und einen richtig schweren Klopper für uns vorbereitet. Wobei schwer hier auch durchaus wieder wörtlich genommen werden darf, denn die Garphil Games typische Schachtel wiegt wieder so Einiges und ist bis oben hin prall gefüllt. Ich bin Fan von guten Roll/Flip & Writes und der Vorgänger Hadrianswall gehörte für mich definitiv in diese Kategorie. Darüber hinaus war es aber noch etwas Weiteres, nämlich ein verdammt gutes Solospiel. Das Spiel ließ sich zwar mit bis zu sechs Leuten spielen, aber Interaktion war nahezu Fehlanzeige und alle knobelten still vor sich hin. Die Anarchie ist nun nur noch für vier Spieler*innen konzipiert und hat ein kleines bisschen mehr Interaktion im Gepäck, aber dennoch bleibt auch dieses Spiel für mich eindeutig ein eher solitäres Erlebnis, weswegen ich es als Abschluss meines Schwerpunkts über Solospiele noch gerne hier unterbringen möchte.

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Solospiele – Ein kleiner Überblick

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mich mit dem Thema des Alleine Spielens beschäftigt habe. Im Februar 2019 hatte ich schon mal etwas dazu verfasst. Nun ja, seitdem ist viel passiert, weswegen ich fand es wäre eine gute Idee das nochmal aufzugreifen und ein bisschen etwas darüber zu schreiben. In diesem Sommer wollte ich mal einen Schwerpunkt zu diesem Thema setzen und habe mir in den vergangenen Wochen einige Solospiele vorgeknöpft und bereits einige hier auf dem Blog reviewed. In diesem Beitrag soll es jetzt aber mal um das Thema an sich gehen. Es kann viele Gründe geben sich mit dem Solospiel zu beschäftigen. Vielleicht mag dein*e Partner*in keine Spiele, oder du kannst dich nicht regelmäßig mit deinen Freunden treffen, weil sie zu weit weg wohnen, oder du möchtest einfach mit dem Hobby beginnen und weißt gar nicht wo du anfangen sollst und bist erstmal erschlagen. Dann könnte es vielleicht ein guter Start sein sich mal mit einem Solospiel zu beschäftigen. Allerdings ist auch Solospiel nicht gleich Solospiel. Die Spielerschaft unterscheidet da schon so einige Spielarten.

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Conservas – Frischer Dosenfisch

Conservas

Moin ihr Landradden! Kommt an Bord des kleinen Fischkutters und lasst uns auf Meer tuckern um ein bisschen Fisch und Muscheln zu fangen. Jeiks! Ich komme zwar aus dem Norden, aber mit Fisch und Meeresgetier jagst du mich von jedem Schiff. Krieg ich nicht runter, weshalb ich hier nicht der Kulinarik wegen hängengeblieben bin. Ich habe mir sagen lassen Conservas wäre eines der besseren reinen Solospiele da draußen im riesigen Ozean der Spielewelt. Ob das stimmt und hier feine Delikatessen ein gedost werden, oder ob Conservas doch nur verbuddelter Gammelfisch ist, möchte ich heute mit euch klären. Ich habe mir Conservas im Rahmen meines Solospiel-Schwerpunktes angeschaut und habe eine ziemlich klare Meinung zum Spiel von Scott Almes, den wir erst vor kurzem mit Wine & Cheese auf dem Tisch hatten (Rezension folgt).

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