Was spielst du so? – Mai 2026

Alles neu macht der Mai? Naah nicht so richtig. Wir waren hier immer noch gefangen zwischen Job und familiären Organisationen. Viel unterwegs und wenig Zeit zuhaus. Und, wenn, dann meist nur kaputt und zum Energie tanken. Zum Ende des Monats aber konnten wir auch unserem Hobby mal wieder etwas mehr fröhnen und haben ein paar Neuheiten ausprobiert und einige zuvor schon angespielte Titel etwas intensiver betrachtet. Natürlich lag der Fokus im Mai auf der Verkündung der Nominierten für die Spiel des Jahres Preise und wir haben uns auch spielerisch daran orientiert, damit es in den nächsten Monaten auch noch ein paar passende Reviews dazu hier gibt. Die Liste der gespielten Spiele ist auch in diesem Monat recht kurz, was sich aber in der Zukunft hoffentlich wieder ändern wird. Wir lieben es zu spielen und denken das es sich ändern wird, sobald es die Zeit zulässt. Sehr überrascht war ich im Übrigen noch über die Resonanz auf meinen Blogbuch-Beitrag, der auch vom Brettspielministerium verlinkt wurde. Das Nominierungsvideo hat doch für einige Diskussionen gesorgt, wenn auch einmal nicht über die nominierten Spiele selbst, sondern über einige Aussagen des Jury-Vorsitzenden Harald Schrapers.

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#021 Blogbuch – Preis

Hallo Freunde der analogen Unterhaltung, wie ein bekanntes Duo, das nun fast nur noch als Solokünstler in seinen Vlogs auftritt die Zuhörer- und Seherschaft begrüßte. Ich wähle diese Einleitung nicht ganz umsonst, denn auch um diesen jungen Herrn soll es heute in meinen Gedanken gehen. Generell würde ich gerne über den Spiel des Jahres Preis, oder viel mehr über die Bekanntgabe der Nominierten noch ein paar Dinge loswerden, denn es scheint bei verschiedenen Leuten zu verschiedenen Reaktionen geführt zu haben und damit meine ich jetzt nicht das übliche herumdiskutiere über die Spieleauswahl und ob die Spiele in den richtigen Kategorien einsortiert worden sind, oder ob es nicht auch einen Expertenpreis geben müsste, nein, ein paar andere Dinge habe ich aufgeschnappt und würde gerne kurz darüber reflektieren. Wen das nicht interessiert oder meine wirren Gedanken egal sind, kann ja einfach ein wenig weiterscrollen und eine Review lesen oder auch gerne irgendwas kommentieren.

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Echos der Zeit – Einfach schön

Echos der Zeit

Eines kann ich Echos der Zeit definitiv nicht absprechen: es fällt auf und ist unglaublich hübsch. Allein die Schachtel ist toll gestaltet und lässt uns schon über den Inhalt und die Ausrichtung des Spiels rätseln. Als das Spiel im Vorfeld von Essen 2025 angekündigt wurde, hat allein die Optik ausgereicht es zu einem der meisterwarteten Spiele werden zu lassen. Ein perfektes Beispiel also, was eine gute Fassade ausmachen kann und ich denke allein deswegen wird es sich wohl ganz gut verkauft haben. Viele erwarteten, dank der antropomorphen Tiere, ein zweites Everdell wurden dann aber von den Early Birds schon mal enttäuscht, die es als viel zu seicht und ansahen. Aber was wissen die schon, das spielt die eigene Erwartungshaltung die größte Rolle in der Bewertung. Ich habe dem Spiel von Simone Luciani und Roberto Pellei eine Chance gegeben mich jenseits der hübschen Fassade zu überzeugen.

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Flossenschlag – Vogel oder Fisch?

Flossenschlag

Ist das hier die Frage? Stonemeier Games reiten die Flügelschlag Erfolgswelle weiter und warum auch nicht? Der Verlag hat unglaublich viele erfolgreiche Spiele veröffentlicht, die sich auch in der Spieler*innenschaft großer Beliebtheit erfreuen (Viticulture und Scythe um nur zwei zu nennen). Flügelschlag von Elizabeth Hargrave allerdings, welches ebenfalls bei ihnen erschien, verkaufte so viele Kopien, dass es wie von einem anderen Planeten für diese Firma erschien. Erweiterungen und Spin-Offs waren die Folge. Manches war gut, Einiges aber auch nicht so gut. Mir zum Beispiel gefiel die Version für Vielspieler*innen Schwingenschlag mit Drachen als „Fokustier“ eher nicht so gut, kam es doch viel zu verkopft daher und versuchte das Flügelschlag-Prinzip zu sehr zu koplexifizieren. Flossenschlag ist nun der nächste Versuch das Spielprinzip aufzugreifen – diesmal nur in die andere Richtung und wieder mit echten Tieren. Fische als Setting kommen in der Regel gut an und das Spielprinzip wurde sogar noch ein wenig entschlackt. Also, Vogel oder Fisch? Oder sogar beides?

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Spiel des Jahres 2026 – Die Nominierungen

Bis zum 12. Juli haben wir nun Zeit, bis die begehrten Preise in Berlin vergeben werden, darüber zu diskutieren und mit unseren Favoriten mitzufiebern. Welches der nominierten Spiele denn nun die besten Chancen hat, oder zu Recht oder Unrecht nominiert wurde. Welche Spiele fehlen auf der Liste der empfohlenen Spiele und ob die Juroren (wie immer) eigentlich bestechlich sind. Was ich persönlich erfreulich finde ist, dass es dieses Jahr, nach der Erklärung im letzten, keine größere Diskussion um einen „Expertenpreis“ gibt. Haben anscheinend mal ein paar Leute zugehört. In diesem Jahr musste natürlich auch wieder meine Kristallkugel aus dem Keller herhalten, um herauszufinden welche Spiele denn wohl von der Jury nominiert werden würden und ich muss sagen sie hat ziemlich gut funktioniert. Nur ein Spiel hatte ich überhaupt nicht auf der Rechnung, ja kannte es nicht einmal und war deshalb um so mehr überrascht. Was ich aber gestehen muss, die Kugel hat mir die richtigen Spiele gezeigt, aber ich bin da anscheinend doch ein wenig mit der Einordnung durcheinandergekommen. Hier eine Übersicht.

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Solstis – Der Berg ruft

Solstis

Ein Spiel, das bis vor kurzem an mir vorbeigerauscht war und eigentlich für 2 Spieler*innen gedacht ist, hat in der letzten Zeit viel meiner Spielzeit geklaut. Der Grund ist, dass ich es in der Boardgamearena entdeckt habe und es seitdem immer wieder mal anwerfe. Es hat mir aber auch so gut gefallen, dass ich mir dachte es könnte auch meiner Frau gefallen und so habe ich mir eine Kopie des Spiels von Frosted Games besorgt. Ich war dann doch über die „Größe“ der Spielschachtel überrascht und wie klein das Spiel auf dem Tisch insgesamt ist. Aber ein Spiel muss ja nicht groß sein um zu überzeugen. Was soll ich sagen, meiner Frau gefiel es auch und eine Partie dauert tatsächlich nur 15 Minuten mit Aufbau und da kann immer noch schnell eine Revanche gespielt werden. Solstis von Bruno Cathala und Corentin Lebrat, die auch schon Trek 12 zusammen erdacht haben, welches bei uns ebenfalls mit Bergthema recht gut ankam, gehört deshalb seit neuestem zu unserer kleinen Sammlung.

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Ein Blick in die Glaskugel

Es ist bald wieder soweit und der Verein Spiel des Jahres e. V. verleiht seinen Preis. Einer der, wenn nicht sogar der wichtigste Brettspielpreis überhaupt, bringt jedes Jahr die gesamte Spieler*innenschaft dazu sich einen Kopf darüber zu machen, welches der vielen Spiele denn wohl eine Chance auf den Preis haben könnte. Diverse YouTube-Kanäle, Blogger* und Influencer*innen machen sich Gedanken über die zukünftigen Preisträger*innen. Da darf der Spieltroll natürlich nicht fehlen und, wie jedes Jahr, hole ich die Glaskugel aus der Trollhöhle und werfe einen tiefen Blick hinein in die diffusen wabernden Spielewelten. Jedes Jahr auf neue ein Spaß, bei dem du selbst herausfindest, welches Spiel in welche Kategorie gehört. In diesem Jahr gibt es aber meiner Meinung nach nicht so viele Grenzgänger, die in die eine oder andere Kategorie gehören könnten. Am 19.05. wird der Verein Spiel des Jahres e.V. seine Nominierungen und Empfehlungslisten bekanntgeben. Meine Tipps gibt es heute schon.

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