Conservas – Frischer Dosenfisch

Conservas

Moin ihr Landradden! Kommt an Bord des kleinen Fischkutters und lasst uns auf Meer tuckern um ein bisschen Fisch und Muscheln zu fangen. Jeiks! Ich komme zwar aus dem Norden, aber mit Fisch und Meeresgetier jagst du mich von jedem Schiff. Krieg ich nicht runter, weshalb ich hier nicht der Kulinarik wegen hängengeblieben bin. Ich habe mir sagen lassen Conservas wäre eines der besseren reinen Solospiele da draußen im riesigen Ozean der Spielewelt. Ob das stimmt und hier feine Delikatessen ein gedost werden, oder ob Conservas doch nur verbuddelter Gammelfisch ist, möchte ich heute mit euch klären. Ich habe mir Conservas im Rahmen meines Solospiel-Schwerpunktes angeschaut und habe eine ziemlich klare Meinung zum Spiel von Scott Almes, den wir erst vor kurzem mit Wine & Cheese auf dem Tisch hatten (Rezension folgt).

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Storyfold: Schattenwald – Ein optisches Meisterwerk

Storyfold: Schattenwald

Keine Panik, ich bin noch da, ich habe mir nur eine kleine Urlaubsauszeit gegönnt und wollte mal ein bisschen ausspannen. Mit frischem Schwung geht es direkt los mit einem echten Hingucker. Rein optisch macht Storyfold: Schattenwald schon mal alles richtig und bietet den geneigten Solospieler*innen eine stimmige Abenteuererfahrung. Sjoerd an der Linde aus den Niederlanden, der mir bisher völlig unbekannt war und von dem eine kurze Recherche ergab, dass dieses Spiel tatsächlich sein Erstling ist. Das ist aufgrund der Erscheinung und Reife mit der dieses Abenteuer daherkommt tatsächlich kaum zu glauben und eine wirklich starke Leistung. Hier hatte jemand eine ganz klare Vision und hat sie wirklich toll umgesetzt. Aber genug der Vorrede kommen wir zu den harten Fakten.

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Bohemians – Kunst oder kann das weg?

Bohemians

Bitte die Überschrift nicht allzu ernst nehmen. Das soll natürlich ein bisschen provokant sein, denn der Titel gilt nicht gerade als ein großer Straßenfeger. Aufgrund seiner Optik zunächst gehyped wurde das Spiel dann doch recht schnell fallengelassen und nur darauf bezieht sich der Titel. Das Kennerspiel wurde von Pegasus nur allzu gerne aufgegriffen, was sie natürlich trotz ihres Langzeit Partners Portal Games wohl sowieso gemacht hätten, aber das Spiel ist optisch zunächst mal ein wirklicher Augenschmaus, egal was sich spielerisch hinter ihm verbirgt. Das gilt es noch ein wenig frei zu legen. Das Thema, die französische Kunstszene der Bohème wird hier einfach sehr schön eingefangen. Ob das Spiel nun gut ist, oder doch eher ein Reinfall, dass möchte ich heute ein wenig näher erläutern, denn aus meiner Sicht trifft beides zu. Wie kann das, werdet ihr euch jetzt fragen und ich versuche das einmal zu erklären.

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Herd – Stapelschafe

Herd

Ein Puzzle Brettspiel steht da als Zusatz unter dem Titel auf der Schachtel und ich finde damit verkauft sich dieses Werk des Künstlers Blaž Urban Gracar ein bisschen unter Wert. Er stammt aus Slowenien und beschäftigt sich sowohl mit Literatur, Musik, Gamedesign und bildender Kunst. Insofern ist Herd eher als ein Gesamtkunstwerk zu sehen, denn hier lebt er natürlich verschiedene Elemente aus, weil er für das gesamte Werk verantwortlich zeigt. Herd ist ein Puzzlespiel für eine Person. Aufmerksam auf ihn geworden bin ich tatsächlich durch eine App mit dem kurzen Titel LOK. Diese App basiert auf einem weiteren Puzzlebuch von ihm, was ich mir inzwischen auch als physische Version besorgt habe, weil ich es so gut fand und mich bestens unterhalten fühlte. Herd schlägt optisch und künstlerisch in die gleiche Kerbe, hält nur eine völlig andere Sorte Rätsel für uns bereit. Nun ist das die Frage, ob ihr das als Brettspiel deklarieren wollt oder als Rätsel? Ich finde es ist beides, da wir hier auch noch mit ein paar Figuren auf dem Rätsel hin- und herziehen. Auf jeden Fall passt es vortrefflich in meinen Solo Schwerpunkt, den ich im Moment abhandeln möchte.

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Kinfire Delve: Callous‘ Lab – Alleine in den Keller

Kinfire Delve: Callous‘ Lab

Ich möchte in den nächsten Wochen schwerpunktmäßig ein paar Solo-Spielerfahrungen hier besprechen. Das Thema wird immer wichtiger und ist längst aus seiner Nische gekrochen. In den nächsten Wochen wird es deshalb einige Reviews zu Spielen geben, die ihr alleine spielen könnt, bzw. solltet, weil sie so meiner Meinung nach am besten funktionieren. Den Anfang mache ich heute mit Kinfire Delve. Dazu sei gesagt, dass es drei verschiedene Versionen von dem Spiel gibt. Callous‘ Lab, welches mir vorliegt, sowie den beiden anderen Titeln Scorn’s Stockade und Vainglory’s Grotto. Auch wenn die Titel Englisch sind, das Spiel gibt es auch komplett in deutscher Sprache. Alle drei Spiele funktionieren nach dem gleichen Prinzip, beinhalten aber unterschiedliche Charaktere und ein komplett anderes Deck, welches es zu bezwingen gilt. Angesiedelt ist alles im Kinfire Universum von Kevin Wilson, welches auch in weiteren Spielen, allen voran Kinfire Chronicles: Night’s Fall, welches ich auch schon auf dem Tisch hatte, aber mich bisher nur kurz dazu äußerte, als Hintergrund dient. Aber auch dazu werde ich hier gleich ein paar Worte verlieren. Also, es gibt viel zu erzählen, fangen wir an.

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Teburu: The Bad Karmas and the Curse of the Zodiac

The Bad Karmas and the Curse of the Zodiac

Am meisten überrascht es mich selbst, dass ich eine Review zu diesem Spiel schreibe, denn vor einem halben Jahr hätte ich selbst niemals geglaubt, dass ich dieses Luxusprodukt mal selbst ausprobieren würde. Ich habe rein gar nichts gegen digitale Komponenten in Brettspielen und mag auch viele Brettspielumsetzungen als App auf dem Smartphone oder dem Tablet, aber das hier ist etwas völlig anderes und auch mein erster Berührungspunkt mit dem Teburu-System. Wer ein wenig mehr darüber erfahren möchte, sollte sich diesen Beitrag durchlesen, da gehe ich ein wenig genauer auf das System ein, habe aber eigentlich nicht vor nur für das System eine Review zu machen, denn das wäre irgendwie eine Hardware-Besprechung wie in einem Tech-Magazin. Im Grunde kannst du Teburu nämlich als eine Spielkonsole für Brettspiele betrachten, bei der das Spiel noch mit physischen Komponenten auf einem digitalen Brett gespielt wird. The Bad Karmas and the Curse of the Zodiac ist dabei das einzige Spiel welches ich bisher selbst ausprobiert habe und davon möchte ich euch hier berichten.

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Moon Colony Bloodbath – Rebellion der Maschinen

Moon Colony Bloodbath

Donald X. Vaccarino ist anscheinend ein Phänomen – zumindest wenn es um ihn und seine Beziehung zum Spiel des Jahres geht. Er verschwindet immer wieder von der Bildfläche und veröffentlicht nur recht selten Spiele, aber wenn, dann kommen sie anscheinend bei der Jury für das Spiel des Jahres sehr gut an. So geschehen 2009 mit dem Klassiker Dominion, 2012 mit Kingdom Builder und nun mit Moon Colony Bloodbath. Auch bei diesem Spiel muss ich ähnlich wie bei Morty Sorty Magic Shop zugeben, dass ich es zunächst aufgrund des Covers ignoriert habe. Wer will es einem denn verübeln, Rio Grande Games sind berühmt und berüchtigt für ihre wahnsinnig schlechten Spielcover und deshalb habe ich dieses zunächst auch nicht als das wahrgenommen, was es eigentlich sein sollte, eine Hommage an die Pulp Science Fiction Heftchen aus den 20er bis 50er Jahren. Als das Spiel dann bei Alea erschien wurde ich hellhörig und spielte schon mit dem Gedanken es doch auszuprobieren. Als es dann aber auf der Kennerspiel Nominierungsliste auftauchte, war mir klar dass ich nicht drum herum kommen würde. Allein schon wegen dem Titel hätte ich nie gedacht, dass es dort landen könnte, also hier nun meine Review.

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