Bloom Kingdom – Schräge Optik, geradliniges Spiel

Bloom Kingdom

Christian Kudahl ist ein Name auf den ich in den letzten Jahren aufmerksam geworden bin, denn irgendwas an Spielen die aus seiner Feder stammen scheint bei mir zu klicken. Zu Letzt war das mit den Glorreichen Gilden von Buttonville und Agent Avenue so. Bloom Kingdom hat er zusammen mit Thomas Weber erschaffen, der mir bisher leider unbekannt war. Dennoch wollte ich das kleine Kartenspiel unbedingt ausprobieren und als es bei uns ankam haben wir es keine Stunde später auch schon auf dem Tisch gehabt. Etwas seltsam mutet zunächst die Aufmachung in Form von Charakteren in Blumenform an. Nicht die Artworks an sich, die finde ich durchaus gelungen, aber Charaktere in Blumen zu verwandeln und sie in ein mittelalterliches Setting zu setzen finde ich irgendwie, ja ich kann es nur verrückt nennen. Das sagt natürlich überhaupt gar nichts über das Spiel aus wirkt nur wirklich seltsam und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es sich durch eine solche Optik besser verkauft.

„Bloom Kingdom – Schräge Optik, geradliniges Spiel“ weiterlesen

Wine & Cheese – Ist das der Start einer Reihe?

Wine & Cheese

Vor ein paar Jahren erschien bei Deep Print das Spiel Beer & Bread welches ein Eurogame für zwei Personen darstellte. Schön aufbereitet in einer kleinen Schachtel mit tollem Material, wie für Deep Print üblich. Scott Almes war der Autor, der mir zwar schon aufgefallen war, aber dessen Spiele eigentlich nie einen größeren Eindruck auf mich hinterlassen hatten. Hauptmechanik waren die Karten, die wir auf unterschiedlichste Arten und Weisen benutzen konnten. Wer mehr über das Spiel wissen möchte findet eine Review hier auf dem Blog. Nun einige Jahre später erscheint mit Wine & Cheese ein Spiel das offensichtlich in der gleichen Tradition zu stehen scheint. Gleicher Autor, gleicher Illustrator, wieder ein Spiel für zwei in derselben Schachtelgröße. Wieder ein Eurogame mit ähnlichem Thema. Wir benutzen diesmal aber keine Karten als Hauptmechanik, obwohl es natürlich welche gibt, nein, wir müssen ein paar Arbeiter einsetzen um Ressourcen zu erwirtschaften. Klingt doch ganz spannend und als Spiel für zwei kamen wir auch nicht daran vorbei.

„Wine & Cheese – Ist das der Start einer Reihe?“ weiterlesen

Hitster Wacken Open Air – Heavy Metal Big Box

Hitster W:O:A

Bei uns zu Haus wird (immer noch) sehr regelmäßig „gehitstert“! Wir lieben es uns abends noch hinzusetzten und ab und an ein paar Songs in die richtige Reihenfolge zu bringen. Muss meist auch gar nicht lange sein, aber es artet öfters ein wenig aus. Inzwischen haben wir alle Songkärtchen in der Hitster! Platinum Editions Box untergebracht und leider passt da auch schon nicht mehr hinein. Ich muss mir bei Gelegenheit mal eine andere Aufbewahrungsart überlegen. Ein Hitsterkartenspender wäre gut. Eine Hitsterkarten Mischmaschine für den richtigen Musikmix fänd ich auch cool, aber bitte bitte eine Aufbewahrungslösung für die ganzen Karten wäre toll. Da könnten die Ideenschmieder der „Pimp My Brettspiel Industrie“ wirklich langsam mal tätig werden. Nun aber mal wieder zurück zum Thema, denn es ist mal wieder eine neue Edition herausgekommen und diesmal schon wieder eine mit richtig guter Musik… na ja, für meinen Geschmack halt. Ich selbst bin im Rock und Metal zu hause und war selbst in früheren Jahren auf besagtem Festival. 1997 zum ersten Mal. Ich persönlich habe mich dieser Edition angenommen, denn zum ersten Mal wollte meine Frau nicht, denn ihre Liebe zum Metal ist nur sehr bedingt vorhanden.

„Hitster Wacken Open Air – Heavy Metal Big Box“ weiterlesen

Rising Cultures – 4 Cultures Duel

Rising Cultures

Aske Christiansen ist euch der Name noch ein Begriff? 2022 hat er den Preis für das Kennerspiel des Jahres bekommen, welcher damals mit viel Kritik bedacht wurde. Ich fand Living Forest damals ziemlich genial und habe das Spiel immer wieder verteidigt. Nach der meiner Meinung nach ziemlich bescheidenen Duell-Variante probiert er es hier erneut mit einem Duell, welcher erfreulicher Weise aber mal nicht so heißt. Rising Cultures verdient meiner Meinung nach deutlich mehr Aufmerksamkeit, als es momentan bekommt. Es wird viel mit 7 Wonders Duel verglichen und das kommt auch gar nicht von ungefähr. Dennoch tut man diesem Spiel damit Unrecht, denn es ist kein bloßer Abklatsch, sondern bedient sich der Symbolik, die 7 Wonders Duel seit Jahren als Standard gesetzt hat und ist natürlich thematisch ähnlich. Aber hey, hier kommen gar keine Weltwunder vor. Dafür asymmetrisch funktionierende Fraktionen. Interesse geweckt? Schaut euch das ruhig mal an.

„Rising Cultures – 4 Cultures Duel“ weiterlesen

Der Hobbit: Hin und zurück – Würfel und Brot

Der Hobbit: Hin und zurück

Ich gebe zu, sowohl Reiner Knizia und Der Herr der Ringe sind für mich Trigger, die ich mir immer anschaue und treten sie im Doppel auf, bekomme ich gleich feuchte Hände, denn zu sehr hat mich sein damaliges, kooperatives Spiel begeistert und nachhaltig beeinflusst. Wer etwas darüber erfahren möchte, hat in einer Klassiker Review von vor sechs Jahren auf diesem Blog die Gelegenheit dazu. Ein wirklich tolles Spiel, das natürlich im Kontext seiner Zeit betrachtet werden muss, als es eigentlich noch keine kooperativen Brettspiele gab. Dennoch wurde das Spiel mit dem Herr der Ringe Setting in meinen Augen fantastisch umgesetzt. Im Jahre 2025 durfte sich Reiner Knizia Tolkien erneut vornehmen, diesmal ging es um den Hobbit und seine Reise. Ein Buch das mich ebenfalls sehr geprägt hat. Damals hieß es noch Der kleine Hobbit. Der Titel hier bezieht sich eher auf das Original „There and back again“. Knizia zerteilt die Reise in acht Schauplätze und nutzt eine Roll & Write Mechanik, um sein Spiel voranzutreiben. Ideal um leicht hereinzukommen und das Spiel auch Familien mit Kindern relativ leicht zugänglich zu machen. Das Spielprinzip wird einem nicht neu vorkommen, dafür ist Der Hobbit: Hin und Zurück vom Material her ziemlich hübsch und gut umgesetzt worden.

„Der Hobbit: Hin und zurück – Würfel und Brot“ weiterlesen

Gretchens Garten – Grün aber farblos

Gretchens Garten

Zu diesem Spiel muss ich ein wenig weiter ausholen, denn es hat für mich im Kopf so ein bisschen was angestoßen und das ist seltsam, weil es weder das eine, noch das andere zu sein scheint. Aber lasst mich vorn anfangen, damit ihr mir folgen könnt. Gretchens Garten kam bei uns schon vor einer ganzen Weile auf den Tisch und ich habe bis heute darüber nachgedacht, was ich zu diesem neuen Spiel aus der Lookout Greenline aufschreiben möchte. Ich kann euch sagen, das ist absolut nicht leicht für mich, denn für mein Empfinden steht dieses Spiel zwischen einigen Stühlen und kann nirgendwo Platz nehmen und noch viel mehr steht Gretchens Garten zumindest in meiner Spielwelt für einen neuen Typ Spiele, die seit einiger Zeit die Märkte erobern. Wobei ich nicht weiß, ob erobern das richtige Wort ist, ich finde sie schleichen sich eher ein und tauchen überall auf. Ich meine natürlich die inzwischen überall in aller Munde sogenannten Cozy Games. Das Genre der gemütlichen Spiele. Thematisch würde ich auch dieses Spiel dort verordnen. Spielerisch nur zum Teil, weil es eigentlich schon fast zu, und ich scheue mich dieses Wort im Zusammenhang mit diesem Spiel zu schreiben, komplex in seinem Spielprinzip und eigentlich gar nicht mehr unbedingt „cozy“ ist. Deshalb kann es sich nicht setzen und muss im Genre Stuhlkreis stehen bleiben. Das führte in meinen Gedanken auch dazu unbedingt mal etwas zu diesen ganzen Cozy Games machen zu müssen, denn einige davon gehen mir ziemlich auf die Nerven und auch das zum Teil unberechtigte Abfeiern dieser Spiele lässt mich an mir Zweifeln. Aber dazu wann anders mehr. Nun aber ab in Gretchens „Garten“.

„Gretchens Garten – Grün aber farblos“ weiterlesen

Die Anarchie – So viele Kästchen

Die Anarchie

Er hat es also wieder getan. Bobby Hill, der Autor des wahrscheinlich expertigsten Flip & Writes auf dem Markt, hat erneut das Genre bedient und einen richtig schweren Klopper für uns vorbereitet. Wobei schwer hier auch durchaus wieder wörtlich genommen werden darf, denn die Garphil Games typische Schachtel wiegt wieder so Einiges und ist bis oben hin prall gefüllt. Ich bin Fan von guten Roll/Flip & Writes und der Vorgänger Hadrianswall gehörte für mich definitiv in diese Kategorie. Darüber hinaus war es aber noch etwas Weiteres, nämlich ein verdammt gutes Solospiel. Das Spiel ließ sich zwar mit bis zu sechs Leuten spielen, aber Interaktion war nahezu Fehlanzeige und alle knobelten still vor sich hin. Die Anarchie ist nun nur noch für vier Spieler*innen konzipiert und hat ein kleines bisschen mehr Interaktion im Gepäck, aber dennoch bleibt auch dieses Spiel für mich eindeutig ein eher solitäres Erlebnis, weswegen ich es als Abschluss meines Schwerpunkts über Solospiele noch gerne hier unterbringen möchte.

„Die Anarchie – So viele Kästchen“ weiterlesen