Solstis – Der Berg ruft

Solstis

Ein Spiel, das bis vor kurzem an mir vorbeigerauscht war und eigentlich für 2 Spieler*innen gedacht ist, hat in der letzten Zeit viel meiner Spielzeit geklaut. Der Grund ist, dass ich es in der Boardgamearena entdeckt habe und es seitdem immer wieder mal anwerfe. Es hat mir aber auch so gut gefallen, dass ich mir dachte es könnte auch meiner Frau gefallen und so habe ich mir eine Kopie des Spiels von Frosted Games besorgt. Ich war dann doch über die „Größe“ der Spielschachtel überrascht und wie klein das Spiel auf dem Tisch insgesamt ist. Aber ein Spiel muss ja nicht groß sein um zu überzeugen. Was soll ich sagen, meiner Frau gefiel es auch und eine Partie dauert tatsächlich nur 15 Minuten mit Aufbau und da kann immer noch schnell eine Revanche gespielt werden. Solstis von Bruno Cathala und Corentin Lebrat, die auch schon Trek 12 zusammen erdacht haben, welches bei uns ebenfalls mit Bergthema recht gut ankam, gehört deshalb seit neuestem zu unserer kleinen Sammlung.

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Grundstein von Metropolis – Auch ohne Monumente ein Knaller?

Grundstein von Metropolis

Grundstein von Metropolis ist entstanden, weil das Vorgänger-Spiel Foundations of Rome, welches es (bisher) nicht in einer deutschen Version gibt, weil es eine absolut wahnsinnige Produktion darstellt, bei vielen so gut ankam, dass es dennoch viele Nachfragen zu dem Spiel gab, ob es nicht auch in einer weniger aufwendigen Produktion, die weniger Platz im Spieleregal wegnehmen würde, erscheint. Ich denke zwar, dass es auch auf Deutsch einige Freaks gegeben hätte die Foundations of Rome gerne in ihre Sammlung integriert hätten, aber ein so opulentes Spiel muss sich für einen Verlag dann auch schon lohnen. Für diejenigen die gar nicht wissen, worum es geht, sei kurz gesagt, dass wir es hier mit einem Stadtbauspiel zu tun bekommen und in der Rom-Variante alle Gebäude aus Plastik modelliert wurden. Das sieht zwar fantastisch aus, ist aber für das zugrundeliegende, recht simple Spiel, absoluter Overkill. Deshalb nun also diese Variante ohne das ganze Bling-Bling und in die schnöde Moderne versetzt. Kein Plastik aber dafür Pappe. Das Spielprinzip ist allerdings das Gleiche.

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Fate Flip: Mein Königreich – Auf die Wendung kommt es an

Fate Flip: Mein Königreich

Wer von euch auf Soloabenteuer und Abenteuergeschichten steht und darüber hinaus Spiele wie Palm Island oder auch so etwas wie Cartaventura mag, der sollte hier vielleicht mal einen Blick riskieren. Johannes Krenner, der einigen von euch wahrscheinlich durch das unsägliche Challengers bekannt sein dürfte hat hier ein kleines Abenteuerspiel-System geschaffen, bei dem wir im Prinzip das Gleiche tun wie bei Palm Island. Während es dort allerdings nur um die Optimierung von Ressourcen und Rohstoffen geht, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, geht es in Fate Flip: Mein Königreich um die Geschichte zu deren Gelingen oder Misslingen wir auch einige eher abstraktere Ressourcen sammeln und verwalten müssen. Die Geschichte verläuft dabei nicht immer gradlinig und wir können verschiedenste Enden für den Verlauf der Geschichte erreichen. Fate Flip ist also nicht nach nur einem Durchlauf bereits beendet, den wir in gut einer halben Stunde erreichen können. Nein, der Spielverlauf ist zum Teil so unterschiedlich, dass sich mehrere Durchläufe durchaus lohnen.

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Cozy Stickerville – Klebrige Langeweile oder spielerische Entspannung?

Cozy Stickerville

Corey Konieczka und sein inzwischen gar nicht mehr so neuer Verlag Unexpected Games hatten sich ja zur Aufgabe gemacht den Brettspielmarkt durch neue Ansätze und eben unerwartete Spiele ein wenig durcheinander zu bringen und sie hatten da auch durchaus schon interessante Spiele wie The Initiative und Voices in My Head in ihrem Portfolio. Mit Cozy Stickerville könnte ihnen nun aber ein richtig großer Wurf gelungen sein, bei allem was da so durch den Äther rauscht. Im Allgemeinen kommt das Entspannungsspiel wohl sehr gut an und das obwohl die Cozy Games ja im Ruf stehen ihre Spieler*innen selten zu überfordern und mit spielerisch relevanten Entscheidungen daherzukommen. Einige dieser Spiele kann ich nur schwer als Spiel beschreiben sondern würde sie eher Aktivität nennen. Doch Cozy Stickerville möchte eigentlich immer das wir Entscheidungen treffen doch sie sind, sagen wir mal, alle irgendwie irrelevant, denn sie sorgen nur für ein Dorfbild, dass so oder so aussehen kann. Doch das ist genau der Kniff und bevor ich hier schon zu sehr in ein Fazit abdrifte erkläre ich euch erstmal worum es geht.

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Click A Tree – Rosenbergsche Landwirtschaft

Click A Tree

Wundert es irgendwen, dass es in einem neuen Rosenbergspiel um Landwirtschaft geht oder Plättchen aneinander gelegt werden müssen? Nein, natürlich nicht. Uwe Rosenberg bleibt sich treu und hat seine Lieblingsthemen und bastelt trotzdem immer wieder an interessanten Mechaniken. Für manche mag das repetitiv wirken, aber Herr Rosenberg scheint jemand zu sein, der gerne und ausgiebig an kleinen Stellschrauben feilt und nie ganz zufrieden ist. Irgendwann fällt ihm zu etwas Bestehendem ein neuer Twist ein, auch möge er noch so klein sein, dieser wird dann in einem neuen Spiel erprobt. Click A Tree ist mechanisch wie ich finde aber trotzdem etwas Neues. Rein optisch erinnert es zunächst ein wenig an Applejack, aber sobald es gespielt wird, bleibt dieser Vergleich recht schnell auf der Strecke. Click A Tree befasst sich dabei nicht nur mit der Landwirtschaft an sich, sondern es unterstützt das Click A Tree Projekt der Board Game Road in Ghana, bei der sich europäische Spieleverlage an der Aufforstung eines Waldes unter Berücksichtigung der syntropischen Landwirtschaft engagieren. Das Spiel Click A Tree versucht das Konzept spielerisch umzusetzen.

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Kilia – Ein perfektes Debüt?

Kilia

Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, wie ansprechend andere Spieler*innen das reduzierte Erscheinungsbild von Kilia finden, aber bei mir hat es irgendwie gewirkt. Ich mag das elegante Aussehen des Spiels und als ich dann Bilder des Materials sah, war ich genauso angetan. Mit dem Namen des Autoren konnte ich allerdings nichts anfangen. Lars Ehresmann sagte mir so gar nichts, obwohl das Spiel so wirkte, als sei es von jemandem erdacht worden, der schon einige, mechanisch anspruchsvolle Eurogames auf dem Kerbholz hat. Pustekuchen! Lars Ehresmann kann mir auch gar nichts sagen, weil Kilia sein Erstlingswerk ist und das, soviel sei mal vorweg geschickt, merkst du nicht wirklich. Früher hatte gefühlt jedes zweite Spiel mit Handel im weiteren Sinne zu tun. Heute findest du solche Spiele schon seltener und das ist auch gut so, denn die Vergangenheit hat in dieser Hinsicht reichlich zu bieten. Dennoch solltet ihr hier hellhörig werden und Lars eure Aufmerksamkeit schenken. Diesmal geht es um den Nord-Ostsee-Kanal und die Stadt Kiel, früher Kilia.

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Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft – Pandemie in Mittelerde

Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft

Als ich zum ersten Mal von diesem Spiel hörte, war ich in einem Zwiespalt gefangen. Einerseits bin ich ein großer Herr der Ringe Fan und probiere gerne neue Spiele, die sich mit Tolkiens Werk befassen aus. Andererseits aber bin ich definitiv kein großer Pandemie Fan. Ich finde das System zwar interessant aber auch zu anfällig. Bei Pandemie ist es halt möglich bei entsprechendem Pech, eine Partie sang- und klanglos zu verlieren, ohne auch nur irgendwas dagegen tun zu können. So etwas mag ich nicht. Die einzigen Spiele der Reihe, bei denen ich darüber hinwegsehen kann, sind die Pandemic Legacy Spiele, die mir so viel anderes Erlebnis bieten, dass mich eine Partie, in der es mal bescheiden läuft, nicht wirklich stört. Nun also Das Schicksal der Gemeinschaft und ich war schon ein wenig skeptisch, ob dass Spiel für mich funktioniert. Ich habe mich auch relativ lang nicht drangetraut. Inzwischen ist der Hype etwas vorbei und ich habe es aus dem Regal hervorgeholt und ausprobiert. Am Ende war ich wirklich ein bisschen erstaunt, denn Das Schicksal der Gemeinschaft hat zwar ein paar Probleme, aber dass es ein Pandemie-Spiel ist gehört definitiv nicht dazu. Insgesamt war ich tatsächlich ein wenig überrascht. Ich versuche mal zu erklären warum.

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