7 Wonders Dice – Würfelwunder

7 Wonders Dice

Ich bin ein großer Fan der 7 Wonders Reihe. Besitze, bis auf das Originalspiel tatsächliche alles und das auch nur nicht, weil es bei uns zu selten auf den Tisch kommen würde, da es erst mit größeren Spieler*innenzahlen relevant wird. Diese erreichen wir bei uns aber nur sehr selten. 7 Wonders spiele ich deshalb tatsächlich nur Online, da aber durchaus regelmäßig. Die anderen Versionen haben alle ihren eigenen Reiz, ohne sich zu sehr zu gleichen. Sie rücken alle etwas anderes in den Fokus und bleiben sich dennoch treu. Deshalb kann ich auch alle Versionen immer gerne spielen. Es war aber auch nur eine Frage der Zeit, bis sich Antoine Bauza an einer Würfel Variante für sein Spielkonzept sitzt und uns ein Roll & Write liefert. Da ist es auch schon und versucht mich als geneigten Fan der 7 Wonders Spiele in seinen Bann zu ziehen. Das gelingt ihm allerdings nicht so richtig.

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Der Herr der Ringe: Die Gefährten – Das Stichspiel

Der Herr der Ringe: Die Gefährten – Das Stichspiel

Bei dem Spieletitel weiß man wenigstens mal genau was man bekommt. Eigentlich lässt der ja keine Frage offen. Was mich dann aber doch neugierig gemacht hat war nicht unbedingt die IP, oder dass es ein kooperatives Stichspiel ist, nein, es war viel mehr die Tatsache, dass ich das Spiel auch solo spielen kann. Das fand ich ein wenig verblüffend und dann hat das Spiel auch noch für verhältnismäßig viel Aufsehen gesorgt, so dass ich es mir recht bald nach Veröffentlichung zugelegt habe. Dann verstaubte es allerdings erstmal im Regal, weil wir relativ selten Stichspiele ausprobieren, wenn wir Zeit haben und ich im vergangenen Jahr auch nicht so viel Muße hatte es alleine zu testen. Nun hatte ich aber in der letzten Zeit recht viel Freizeit und habe es mir mal vorgenommen. Verglichen wird das HdR-Stichspiel (sorry der ganze Name ist mir zu umständlich) des Öfteren mal mit Die Crew und das kommt nicht von ungefähr, da beide kooperativ gespielt werden, aber damit wird man diesem Spiel einfach nicht gerecht. Warum ich das so sehe, erfahrt ihr, wenn ihr ein wenig weiter lest.

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Toy Battle – Krieg im Kinderzimmer

Toy Battle

Zugegeben, die Überschrift klingt martialischer als Toy Battle tatsächlich ist. Paolo Mori und sein Partner Alessandro Zucchini, der mir zu Letzt bei Australis untergekommen ist, haben hier ein Spiel entwickelt das ich zunächst nicht ganz einzuordnen vermochte. Letztlich sagt der Titel Toy Battle aber genau das aus, was wir hier auch bekommen. Spielzeug das auf Kinderzimmer-Schlachtfeldern gegeneinander antritt um eine oder eine Sieger*in zu ermitteln. Toy Battle hat dabei ein abstraktes Spielgerüst, weiß aber durch jede Menge Spielzeug Charme etwas darüber hinwegzutäuschen. Wir haben es hier mit einem Spiel für zwei zu tun, bei dem wir gleich aus der Spielschachtel mit diversen unterschiedlichen Spielbrettern, eine sehr abwechslungsreiche Spielerfahrung geboten bekommen. Etwas das für ein abstraktes Strategiespiel eine absolute Seltenheit darstellt und ich für einen solchen Preis noch nicht so oft geboten bekommen habe. Die kriegerische Thematik verschwindet hier genauso in den Hintergrund wie bei einer Partie Schach.

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Auf den Wegen von Marie Curie – Eine Unze Radium

Auf den Wegen von Marie Curie

Sorry We Are French haben anscheinend vor eine kleine Serie zu produzieren. Auf den Wegen von Darwin kam insgesamt ganz gut an und wurde sogar mit einer Nominierung zum Spiel des Jahres geehrt, musste sich aber Sky Team geschlagen geben. Mir persönlich gefiel Auf den Wegen von Darwin auch recht gut, vor allem aber war ich von der Produktion und Aufmachung des Spiels beeindruckt, welches ich für den Familien-Sektor ganz beachtlich finde. Nun haben sie sich einer weiteren Ikone der Wissenschaft gewidmet und auch hier ein Spiel zu dem Leben passend entwickelt. Diesmal geht es um Physik und Chemie. Die Entdeckung des Radiums, welches sie mit dem Leben bezahlte, sowie ihr aufregendes Leben sind Thema des Spiels Auf den Wegen von Marie Curie. Wieder wurde versucht um ihr Schaffen ein Spiel zu entwickeln, welches Wissen vermittelt, für diejenigen die es interessiert und Spaß machen soll für Spieler*innen die nicht zu viel von einem Spiel erwarten.

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Gwent – Das legendäre Kartenspiel

Gwent – Das legendäre Kartenspiel

Als The Witcher 3: Wild Hunt im Mai 2015 veröffentlicht wurde, veränderte sich die Welt der Videospiele für immer. Schon Jahre vorher sahen meine Frau und ich, während wir uns noch mit Skyrim auseinandersetzten die fantastischen ersten Bilder von Geralt auf Plötze. Wenn euch all das gar nichts sagt, dann macht das nichts, denn ihr müsst davon auch nichts wissen, um dieses Spiel spielen zu können. Meine Frau war total gespannt, weil sie The Witcher 2: Assassins of Kings schon geliebt hat. Ich mochte das Spiel so gar nicht, war aber von den Bildern wirklich angetan. Wir spielten The Witcher 3 parallel auf unseren PCs und während meine Frau das Spiel nach dem Ende sofort erneut auf einem höheren Schwierigkeitsgrad erneut startete war ich noch lange nicht durch. Der Grund dafür war Gwent. Ja genau dieses Spiel, welches wir nun vor uns haben. Gwent ist ein Minigame innerhalb von The Witcher 3. Genauer gesagt war es ein Sammelkartenspiel innerhalb des Spiels. Wir spielten einzelne Partien oder ganze Turniere um Karten zu sammeln. Ich war wirklich fasziniert von dem Spiel und versenkte am Ende mehr als 200 Stunden in dieses Computerspiel von denen bestimmt 50 alleine auf Gwent verfielen. Also ich bin Fan und deshalb war ich sehr angetan als ich hörte, dass es dieses Spiel nun geben würde.

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Nova Era – Gute Ansätze, schlechte Interaktion

Nova Era

Ich mag ja Spiele, die sich mit Zivilisationen beschäftigen. Nicht unbedingt immer die genreüblichen Vertreter, die auf das 4X-Prinzip setzen und sich in Materialschlachten ergehen, nein, ich mag lieber diejenigen mit dem etwas anderen Ansatz. Zum Beispiel mag ich auch ein Tapestry, welches ja nicht zwingend ein Zivilisationsspiel im klassischen Sinne ist, sondern eher ein Eurogame mit Zivilisationsthema. Von daher trifft zum Beispiel auch ein Path of Civilisation meinen Geschmack oder auch ein Ancient Knowledge, dass sich nur auf das Wissen einer Zivilisation und das Vergessen desselben bezieht. Nova Era vom gebeutelten CMON-Verlag ist auch wieder einer dieser Eurogame-Vertreter und erweckte auch durch seine Optik meine Aufmerksamkeit. Im Vorfeld hörte ich das Spiel solle ein hohes Maß an Interaktion mit sich bringen. Interaktion ist für mich immer ein zweischneidiges Schwert und kommt sie negativ oder gar zerstörerisch daher ist sie für mich fast schon ein Ausschluss Kriterium. Auf der anderen Seite machen mir auch solitäre Spiele, die gemeinsam gespielt werden durchaus Spaß. Insgesamt war ich sehr gespannt auf Nova Era.

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#011 Blogbuch – Zölle

Heute mache ich mir mal ein paar Gedanken um die Auswirkungen, die die irre Orange auf die Brettspielszene hat und hier im Speziellen auf CMON einen ersten Verlag, der durch diesen ganzen Wahnsinn in Schieflage gekommen ist. Okay, viele haben natürlich nicht gerade viel Mitleid mit CMON, denn ihr Geschäftsmodell begünstigt leider diese Schwierigkeiten. Dabei haben sie doch ganz früher nur als Rating-Seite angefangen. Was viele, die nur mit CMON-Brettspielen zu tun haben, gar nicht mehr wissen, ist das CMON als Community-Seite zur Bewertung von bemalten Miniaturen angefangen hat und damals so etwas wie eine Institution war. Eine Seite auf der du auch unglaublich viel Inspiration für deine eigenen Miniaturenprojekte finden konntest. Bei mir im Laden war die Seite damals jedenfalls immer im Gespräch. Zehn Jahre später 2011 dann der Fokus auf die Brettspiele und da sie von Anfang an auf Crowdfunding setzten Begann im Grunde schon dort die Misere.

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